#21

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #20
Zitat von Linna im Beitrag #9
Es war tatsächlich so, dass die Angst bei einem Grenzdurchbruch schießen zu müssen größer war als vor einem
Grenzverletzer selbst. Das lag einfach daran, dass man nicht wissen konnte auf wen man schießt. Es hätten ja auch
Kinder sein können, die sich mit einem schlechten Schulzeugnis nicht nach Hause trauten und sich Richtung Grenze in
Bewegung setzten. Solche Fälle hat es gegeben.


....Jugendliche, Frauen und Männer nicht minder.
Wie schon hier bemerkt, war die Furcht vor Untersuchung und möglicher Bestrafung bei Grenzdurchbrüchen groß.
Aber lebenslange Gewissensbisse, wenn Schüsse getroffen hätten, wären sicherlich schlimmer gewesen, oder?

Das ging einem ständig durch den Kopf.


Das sagst Du heute, aber damals? Wen Dein Postenführer sagte schießen, was hättest Du gemacht? Denke nach und versetze Dich in die damalige Situation! Was danach kam, damit muss jeder( der hier dabei ist und geschossen hat) mit sich selbst aus machen! Der eine fand es richtig und lebt damit, der andere kann sehr schlecht mit der Schuld jemand erschossen zu haben leben und hat eben auch heute noch schlaflose Nächte( Was ich ihm wünsche)!!
Grüsse steffen52


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#22

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:35
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #14
Zitat von Hapedi im Beitrag #6
... und Daumen hoch an alle ,- die das Glück hatten ,- niemals von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen....



jawol Juergen , und jeder war auch froh dort keinem Russen begegnet zu sein

gruss Hapedi

@Hapedi, ich denke mit den Russen , das war dann schon eine Art selbst Schutz, den da hieß es der oder ich! Der war von Kopf bis Fuß voll auf gemummelt und wusste egal wie durch und wer sich mir in den Weg stellt, der wird nieder geschossen! Da hätte auch ich keine Sekunde gezögert und das Feuer auf dieser Person eröffnet, den auch ich habe nur ein Leben! Aber unbewaffnete Menschen in den Rücken zu schießen, das ist natürlich Gewissens mäßig eine andere Sache, aber da bestimmt jeder hier eine andere Auffassung und da möchte ich auch keinen der vorn dabei war zu nahe treten, das steht mir nicht zu und man muss halt immer die Situation sehen! Was ist Selbstschutz und was ist Mord!!
Grüsse steffen52[/quote]


Wir hatten häufig Russen im Abschnitt,die mussten 18 Uhr das Grenzgebiet verlassen(kam ganz selten vor,das der gleich ging,da fast immer angeduselt.Wir gaben sie immer 2x 15 minuten,danach wurde auf Befehl durchgeladen (das habe ich zweimal mitgemacht,wenn siedann nicht gehen wollten ,wurde in den Dreck geschossen(das habe ich nicht5 miterlebt aber ich hätte geschossen ,in den Dreck.
Greso


zuletzt bearbeitet 26.04.2014 19:36 | nach oben springen

#23

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:38
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von steffen52 im Beitrag #19

@Moskwitschka, ja was Du sagst, das klinkt so einfach aber wir waren 19-20 Jahre alt, was wussten wir von der NVA, nix! Es hieß nur wen du zur Grenze kommst hast du es besser als in einer Muckereinheit, was ja auch stimmte! Die gleich zu den Spatensoldaten gingen waren von Haus aus gegen Waffen( kirchlich u.s.w.), wir die als Kinder immer gerne Polizei und Soldat gespielt haben, für uns war das natürlich erst mal Spaß, was dann kam, sah halt anders aus! Aber es hat keiner von uns im Vorfeld gewusst! Deshalb bitte keine Verurteilung der ehemaligen Grenzer und was dazu gehört!
Grüsse steffen52


Verurteilung? Bestimmt nicht. Aber die Selbstbeweihräucherung der Grenzer schlägt einer wie mir widerum auf den Magen. Schuld waren immer die anderen - das System, der KC und Polit. Und wenn das nicht reicht, der fahnenflüchtige Russe. Ich kann mich zumindest sehr genau erinnern, dass ich um die Grenzer zu DDR - Zeiten einen großen Bogen gemacht habe. Weil sich in meinen Augen nicht ganz koscher waren. Sie waren bereit auf flüchtende Menschen zu schießen. Und das sie dazu breit waren, konnte man den Medien entnehmen - in Ost und West.

Dabei sind viele ehemaligen Offiziere in ihrem Erkenntnisprozess um einiges weiter, wenn ich ich mich an unzählige Beiträge erinnere. Sachlich und zum Teil sehr selbstkritisch berichten sie von der Zeit.

Die Masse der, die hier schreiben, kommt mir dagegen vor wie die drei Affen - nichts gesehen, nichts gehört und nichts gesagt. Aber heute um so mehr auf die Kacke hauen.

LG von der Moskwitschka


furry, 80er, Büdinger und Krepp haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Greso im Beitrag #22
Zitat von steffen52 im Beitrag #14
Zitat von Hapedi im Beitrag #6
... und Daumen hoch an alle ,- die das Glück hatten ,- niemals von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen....



jawol Juergen , und jeder war auch froh dort keinem Russen begegnet zu sein

gruss Hapedi

@Hapedi, ich denke mit den Russen , das war dann schon eine Art selbst Schutz, den da hieß es der oder ich! Der war von Kopf bis Fuß voll auf gemummelt und wusste egal wie durch und wer sich mir in den Weg stellt, der wird nieder geschossen! Da hätte auch ich keine Sekunde gezögert und das Feuer auf dieser Person eröffnet, den auch ich habe nur ein Leben! Aber unbewaffnete Menschen in den Rücken zu schießen, das ist natürlich Gewissens mäßig eine andere Sache, aber da bestimmt jeder hier eine andere Auffassung und da möchte ich auch keinen der vorn dabei war zu nahe treten, das steht mir nicht zu und man muss halt immer die Situation sehen! Was ist Selbstschutz und was ist Mord!!
Grüsse steffen52



Wir hatten häufig Russen im Abschnitt,die mussten 18 Uhr das Grenzgebiet verlassen(kam ganz selten vor,das der gleich ging,da fast immer angeduselt.Wir gaben sie immer 2x 15 minuten,danach wurde auf Befehl durchgeladen (das habe ich zweimal mitgemacht,wenn siedann nicht gehen wollten ,wurde in den Dreck geschossen(das habe ich nicht5 miterlebt aber ich hätte geschossen ,in den Dreck.
Greso[/quote]
@Greso, es ging um die Russen, die nach den Westen durchbrechen wollten und die hatten kein Parton, weil sie wussten,entweder es klappt oder sie sind sowieso im Ar....!
Grüsse steffen52


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#25

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:44
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #21
Das sagst Du heute, aber damals? Wen Dein Postenführer sagte schießen, was hättest Du gemacht? Denke nach und versetze Dich in die damalige Situation! Was danach kam, damit muss jeder( der hier dabei ist und geschossen hat) mit sich selbst aus machen! Der eine fand es richtig und lebt damit, der andere kann sehr schlecht mit der Schuld jemand erschossen zu haben leben und hat eben auch heute noch schlaflose Nächte( Was ich ihm wünsche)!!
Die Tatsache, bewusste auf einen Menschen geschossen zu haben wiegt unermesslich schwer; um so schwerer, wenn dies aus einem Umstand heraus geschah, den man nicht wirklich einzuschätzen in der Lage war.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#26

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:45
von damals wars | 12.212 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
vieles habe ich in Erfahrung bringen können,
was Grenz-Soldaten erlebt haben,
den Schieß-Befehl kannte jeder,
denn jeder Grenzdurchbruch sollte verhindert werden,
meine Hochachtung an denen,die nicht von der Schußwaffe
gebrauch gemacht haben
gruß Lutze


die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“
Wird wohl wieder ein MfS- Pfad...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#27

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #23
Zitat von steffen52 im Beitrag #19

@Moskwitschka, ja was Du sagst, das klinkt so einfach aber wir waren 19-20 Jahre alt, was wussten wir von der NVA, nix! Es hieß nur wen du zur Grenze kommst hast du es besser als in einer Muckereinheit, was ja auch stimmte! Die gleich zu den Spatensoldaten gingen waren von Haus aus gegen Waffen( kirchlich u.s.w.), wir die als Kinder immer gerne Polizei und Soldat gespielt haben, für uns war das natürlich erst mal Spaß, was dann kam, sah halt anders aus! Aber es hat keiner von uns im Vorfeld gewusst! Deshalb bitte keine Verurteilung der ehemaligen Grenzer und was dazu gehört!
Grüsse steffen52


Verurteilung? Bestimmt nicht. Aber die Selbstbeweihräucherung der Grenzer schlägt einer wie mir widerum auf den Magen. Schuld waren immer die anderen - das System, der KC und Polit. Und wenn das nicht reicht, der fahnenflüchtige Russe. Ich kann mich zumindest sehr genau erinnern, dass ich um die Grenzer zu DDR - Zeiten einen großen Bogen gemacht habe. Weil sich in meinen Augen nicht ganz koscher waren. Sie waren bereit auf flüchtende Menschen zu schießen. Und das sie dazu breit waren, konnte man den Medien entnehmen - in Ost und West.

Dabei sind viele ehemaligen Offiziere in ihrem Erkenntnisprozess um einiges weiter, wenn ich ich mich an unzählige Beiträge erinnere. Sachlich und zum Teil sehr selbstkritisch berichten sie von der Zeit.

Die Masse der, die hier schreiben, kommt mir dagegen vor wie die drei Affen - nichts gesehen, nichts gehört und nichts gesagt. Aber heute um so mehr auf die Kacke hauen.

LG von der Moskwitschka


@Moskwitschka, Schade das Du es nicht begreifst was ich sagen wollte! Aber wen nicht dann nicht! Du hast halt Deine Meinung zu den bösen Grenzern und ich halt meine. Wollte es nur versuchen zu erklären, wieso und warum, aber leider willst Du es nicht schnallen oder sind in Deinen Augen alle die an der Grenze waren die Blöden und keiner haut auf die Kacke oder rühmt sich damit!
Grüsse steffen52







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#28

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 19:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #26
Zitat von Lutze im Beitrag #1
vieles habe ich in Erfahrung bringen können,
was Grenz-Soldaten erlebt haben,
den Schieß-Befehl kannte jeder,
denn jeder Grenzdurchbruch sollte verhindert werden,
meine Hochachtung an denen,die nicht von der Schußwaffe
gebrauch gemacht haben
gruß Lutze


die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“
Wird wohl wieder ein MfS- Pfad...


@damals wars, bleibe bitte sachlich und mache nicht wieder den verrückten Willi! Das Thema MfS ist nicht im Gespräch bei diesen Thema und ich denke es ist sensibel genug, da brauchst Du nicht noch Wasser ins Feuer zu schütten! Aber immer schön noch eins drauf! Lasse es! Schreibe lieber etwas dazu, wen Du kannst!
Grüsse steffen52


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#29

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:01
von Moskwitschka (gelöscht)
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@steffen52

Ich schnalle es schon. Genauso wie ich es damals geschnallt habe. Denn ihr ward nicht blöd, was ich übrigens nicht geschreiben habe, sondern zähltet euch zu den schlauen. Nur nicht anecken, dann geht es alles seinen sozialistischen Gang.

Blöd ist nur, dass ihr euch jetzt mit der Meinung der anderen auseinander setzen müsst. Und zwar mit der Meinung derer von damals. Das sie nicht gefällt, damit kann ich leben. Nur gehört sie genauso in dieses Forum, wie der stramme Dienst an der Grenze.

LG von der Moskwitschka


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#30

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:01
von Lutze | 8.040 Beiträge

hat nicht manch einer mit Schwedt bezahlen müssen?,
nur weil er nicht geschossen hat?,
einen kenne ich,heute ist er immer noch ein gebrochener Mensch,
für mich ist er ein stiller Held
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:02
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #23
Zitat von steffen52 im Beitrag #19

@Moskwitschka, ja was Du sagst, das klinkt so einfach aber wir waren 19-20 Jahre alt, was wussten wir von der NVA, nix! Es hieß nur wen du zur Grenze kommst hast du es besser als in einer Muckereinheit, was ja auch stimmte! Die gleich zu den Spatensoldaten gingen waren von Haus aus gegen Waffen( kirchlich u.s.w.), wir die als Kinder immer gerne Polizei und Soldat gespielt haben, für uns war das natürlich erst mal Spaß, was dann kam, sah halt anders aus! Aber es hat keiner von uns im Vorfeld gewusst! Deshalb bitte keine Verurteilung der ehemaligen Grenzer und was dazu gehört!
Grüsse steffen52


Verurteilung? Bestimmt nicht. Aber die Selbstbeweihräucherung der Grenzer schlägt einer wie mir widerum auf den Magen. Schuld waren immer die anderen - das System, der KC und Polit. Und wenn das nicht reicht, der fahnenflüchtige Russe. Ich kann mich zumindest sehr genau erinnern, dass ich um die Grenzer zu DDR - Zeiten einen großen Bogen gemacht habe. Weil sich in meinen Augen nicht ganz koscher waren. Sie waren bereit auf flüchtende Menschen zu schießen. Und das sie dazu breit waren, konnte man den Medien entnehmen - in Ost und West.

Dabei sind viele ehemaligen Offiziere in ihrem Erkenntnisprozess um einiges weiter, wenn ich ich mich an unzählige Beiträge erinnere. Sachlich und zum Teil sehr selbstkritisch berichten sie von der Zeit.


Die Masse der, die hier schreiben, kommt mir dagegen vor wie die drei Affen - nichts gesehen, nichts gehört und nichts gesagt. Aber heute um so mehr auf die Kacke hauen.

LG von der Moskwitschka
@Moskwitschka

(siehe rot )

Deine Distanzierung in Ehren ,- gehörst Du etwa auch zu den erhabenen DDR-Bürgern - die es damals als Heldentat empfanden ,- den jungen Grenzern was in der Art von "ihr grünen SS-Lumpen " hinterher zu wispern und sich dann schon als tolle Widerstandskämpfer empfanden ?

zu dem rot markierten :

Entweder hast Du grad nicht nachgedacht ,- oder Dir war eben grad danach :

Die in ihrem Erkenntisprozess schon um einiges weiteren Offiziere waren freiwillig bei der NVA und hatten sich demzufolge viel persönlicher zu verantworten für- u.a. das Grenzregime und die Toten !

Die jungen Wehrpflichtigen waren nicht freiwillig dabei ,- aber ausgerechnet die hat man die Drecksarbeit ( das Aufbringen von Grenzverletzern ) machen lassen !

Und wer nicht selbst mit der Waffe in der Hand mit der Entscheidung ringen musste ,- entweder einen unbekannten Menschen zu verletzen oder gar zu töten ,-
oder aber selbst wegen eines unbekannten Menschen in den Knast zu gehen ,- der sollte auch mal selbst in sich gehen - inwieweit man selbst gegangen wäre !

Und jetzt bitte keine edlen Worte wie : Ichwäre selbverständlich zu den Spaten gegangen oder sowas....










....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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zuletzt bearbeitet 26.04.2014 20:05 | nach oben springen

#32

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:08
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Ja, @Lutze , die die leider in die Situation kamen schießen zu sollen und nicht oder daneben geschossen haben...sind Helden. Und genauso sind die Verweigerer respektive Spatensoldaten, Helden.

@steffen52 , du trittst hier schon als Regimekritiker auf...das ist auch dein gutes Recht. Nur dann lass auch mal Kritik zu...du warst Grenzer und hast dem dir heute so verhasstem Regime gedient. Und mit 19/20 ´sollte man wissen was man tut....sicher nicht in aller Konsequenz aber...


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#33

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:11
von Greso | 2.377 Beiträge

Helde,sind wir nicht gewesen,und Grenzverletzer waren auch keine.Ich wollte nicht zur Armee(da gerade Familiengründung und Kind unterwegs.
Aber ich habe meinen Dienst richtig ernst genommen und auch ne menge Spass gehabt.Ich habe einiges erlebt an der Grenze,Kinder mit Seilen kleine Leitern ,Hirschfänger und sw.Grenzverletzer mit Pfeffer und zwei Messern in den Taschen.(Er wollte im Westen als Fleischer arbeiten )
Dann kam mal einer von Drüben rüber und einem hatt es das Bein abgerissen.Diesen Menschen habe ich mal gesprochen .Er würde es nie wieder machen,es brachte nichts.Er macht heute noch Führungen an der Offlebener Grenze.Zum Schiessen,ist so eine Sache.Ich und wier eigentlich fast alle,die mit mir dienten haben gerne geschossen:ABER nicht auf Menschen!!!! Wie gesagt die Zeit war bei uns noch etwas luschiger und wir waren nicht so eingesperrt in der Kaserne.Wir konnten bis zu 2St. bei Dienstfrei) in den Ort ..So war das auch mit der Munition.Wir haben auf alles geschossen und auch ganze Wände von Gartenlauben,(die standen noch hinter der Minensperre.Da wurde immer mal ein Schuss draufgesengelt,biss die Mauer einstürzte.Einer schoss mal auf einen BT(es gab nur Holztürme) vorn war ein kleines Loch,hinten fehlte das ganze Brett.
Ein Held.Greso


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#34

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:12
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #29
@steffen52

Ich schnalle es schon. Genauso wie ich es damals geschnallt habe. Denn ihr ward nicht blöd, was ich übrigens nicht geschreiben habe, sondern zähltet euch zu den schlauen. Nur nicht anecken, dann geht es alles seinen sozialistischen Gang.

Blöd ist nur, dass ihr euch jetzt mit der Meinung der anderen auseinander setzen müsst. Und zwar mit der Meinung derer von damals. Das sie nicht gefällt, damit kann ich leben. Nur gehört sie genauso in dieses Forum, wie der stramme Dienst an der Grenze.

LG von der Moskwitschka


Und Du ?

Wo waren deine Heldentaten ?

Hast Du Dich an den Grenzzaun gekettet ?

Hast Du Fluchtwilligen Rückendeckung gegeben ?

Hast Du wenigstens gegen die Tötung Deiner Mitbürger öffentlich Stellung bezogen ??

Oder hattest Du gerade eine Familie gegründet ,- und konntest deshalb grad mal nicht so tapfer sein ,- wie Du es den anderen gerade abverlangst ?

Und - hatten die anderen vielleicht auch Familie - die vielleicht garnicht drüber stolz gewesen wären - daß Papa im knast hockt -. weil er Wildfremde durchgelassen hat ?

Fragen über Fragen - weisst Du eine gute Antwort ?


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#35

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:18
von utkieker | 2.927 Beiträge

Bevor wir uns einen Heiligenschein aufsetzen, sollten wir uns auch im Klaren sein, daß unser Handeln zur Festnahme oder Liquidierung von Grenzverletzern staatlicherseits gedeckt war, egal wie das Ganze ausgegangen wäre. Und das ist ganz Gewiss keine Heldentat. Nur im Fall der Nichterfüllung drohten Strafen. Der staatliche Korpsgeist bei der Vereitelung der Strafverfolgung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte staatlichen Seins bis in die heutige Zeit. Nicht selten werden die "Kleinen" gehängt, während die "Großen" ungeschoren davon kommen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#36

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #29
@steffen52

Ich schnalle es schon. Genauso wie ich es damals geschnallt habe. Denn ihr ward nicht blöd, was ich übrigens nicht geschreiben habe, sondern zähltet euch zu den schlauen. Nur nicht anecken, dann geht es alles seinen sozialistischen Gang.

Blöd ist nur, dass ihr euch jetzt mit der Meinung der anderen auseinander setzen müsst. Und zwar mit der Meinung derer von damals. Das sie nicht gefällt, damit kann ich leben. Nur gehört sie genauso in dieses Forum, wie der stramme Dienst an der Grenze.

LG von der Moskwitschka

@Moskwitschka, Dein Vorteil ist es das Du eine Frau bist und nicht zum Wehrdienst einberufen wurdest! Wen es nicht so gewesen wäre, was hättest Du gemacht? Verweigert? Glaube ich nicht, auch Du hättest schön mitgemacht egal wie. Klar heute ist man schlauer und macht Sprüche, aber damals! Was heißt strammer Dienst? Wir mussten oder es gab einen Ar....tritt, wen Du weißt was ich meine! Klar hätten alle verweigert, wäre die Grenze offen gewesen und jeder hätte dahin gehen wo er wollte( nun sind wir im Bereich der Märchen) Eigentlich weiß ich nicht richtig was Du eigentlich von uns hören willst? Dann frage doch auch die welche in einer anderen Waffengattung waren! Auch die waren auf den Feind der DDR ausgerichtet und hätten ihre was auch immer los geschossen, wen es hart auf hart gekommen wäre! Vielleicht verstehst Du das was ich damit sagen will! Oder nicht?
Grüsse steffen52


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#37

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #29
@steffen52

Ich schnalle es schon. Genauso wie ich es damals geschnallt habe. Denn ihr ward nicht blöd, was ich übrigens nicht geschreiben habe, sondern zähltet euch zu den schlauen. Nur nicht anecken, dann geht es alles seinen sozialistischen Gang.

Blöd ist nur, dass ihr euch jetzt mit der Meinung der anderen auseinander setzen müsst. Und zwar mit der Meinung derer von damals. Das sie nicht gefällt, damit kann ich leben. Nur gehört sie genauso in dieses Forum, wie der stramme Dienst an der Grenze.

LG von der Moskwitschka

Hey!
Leider konntest Du nicht eingezogen werden,vielleicht würdest Du dann anders denken.
mfG
Rei


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#38

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #32

Ja, @Lutze , die die leider in die Situation kamen schießen zu sollen und nicht oder daneben geschossen haben...sind Helden. Und genauso sind die Verweigerer respektive Spatensoldaten, Helden.

@steffen52 , du trittst hier schon als Regimekritiker auf...das ist auch dein gutes Recht. Nur dann lass auch mal Kritik zu...du warst Grenzer und hast dem dir heute so verhasstem Regime gedient. Und mit 19/20 ´sollte man wissen was man tut....sicher nicht in aller Konsequenz aber...


@Grenzverletzerin, jetzt bin ich traurig das Du mir in den Rücken fehlst, klar lasse ich Kritik zu, aber hat nicht jeder Parteigenosse dem DDR-Regime gedient? Was für eine Alternative hatte man schon mit 20 Jahren, man musste einander halb Jahr dienen oder man hätte verweigert, Knast oder Spatensoldat,beides nur Sch....! Also ab zur Fahne, man wird die Zeit schon überstehen egal wie! Das man nun zur Grenze kam, einfach Auswahlverfahren, gab schlimmeres! Wurden ja auch in den Dörfern gefeiert. In der Rhön hat sich der Pfarrer gefreut das endlich mal frisches Blut bei den Geburten in der Gemeinde kam! Sie lebten nun schon eine Weile mit der Grenze und den ganzen Problemen und wussten das wir alle nicht freiwillig da waren.Deshalb waren sie uns auch nicht böse gesinnt, bis auf die einheimischen Jugendlichen, die der Meinung waren wir treten unser Hühner selber!Die Mädels wollten ja auch gerne raus und suchten natürlich regen Kontakt mit den Grenzern! So, nun ist genug geschwätzt, ich hoffe Du verstehst mich und vielleicht auch die Meinung einiger Anderen!
Grüsse steffen52


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#39

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:50
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #34
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #29
@steffen52

Ich schnalle es schon. Genauso wie ich es damals geschnallt habe. Denn ihr ward nicht blöd, was ich übrigens nicht geschreiben habe, sondern zähltet euch zu den schlauen. Nur nicht anecken, dann geht es alles seinen sozialistischen Gang.

Blöd ist nur, dass ihr euch jetzt mit der Meinung der anderen auseinander setzen müsst. Und zwar mit der Meinung derer von damals. Das sie nicht gefällt, damit kann ich leben. Nur gehört sie genauso in dieses Forum, wie der stramme Dienst an der Grenze.

LG von der Moskwitschka


Und Du ?

Wo waren deine Heldentaten ?

Hast Du Dich an den Grenzzaun gekettet ?

Hast Du Fluchtwilligen Rückendeckung gegeben ?

Hast Du wenigstens gegen die Tötung Deiner Mitbürger öffentlich Stellung bezogen ??

Oder hattest Du gerade eine Familie gegründet ,- und konntest deshalb grad mal nicht so tapfer sein ,- wie Du es den anderen gerade abverlangst ?

Und - hatten die anderen vielleicht auch Familie - die vielleicht garnicht drüber stolz gewesen wären - daß Papa im knast hockt -. weil er Wildfremde durchgelassen hat ?

Fragen über Fragen - weisst Du eine gute Antwort ?




Ich habe keine Heldentaten vollbracht.

An einen Grenzzaun konnte ich mich nicht ketten. Soweit ist man garnicht ran gekommen.

Ausreisewilligen und Verweigerern habe ich Rückendeckung gegeben. Und wenn es nur in Gesprächskreisen unter dem Dach der Kirche war. Für viele war es schon eine große Hilfe Verständnis oder die Anerkennung für ihr Vorhaben zu haben. Das sie keine minderwertigen Menschen - gesellschaftliche Nullen - waren, wenn sie sich gegen die DDR entschieden haben, ob nun durch Ausreiseanträge oder Wehrdienstverweigerung.

Ja und ich war feige. Als ich 1987 durch Zufall erfuhr, dass das MfS immer noch Informationen über mich sammelte, habe ich aus den Gesprächskreisen zurück gezogen. Wegen meiner Kinder. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes Angst.

Wenn ich etwas bereue, dann meine Feigheit 1987.

LG von der Moskwitschka


Lutze und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.04.2014 21:12 | nach oben springen

#40

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #39
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #34
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #29
@steffen52

Ich schnalle es schon. Genauso wie ich es damals geschnallt habe. Denn ihr ward nicht blöd, was ich übrigens nicht geschreiben habe, sondern zähltet euch zu den schlauen. Nur nicht anecken, dann geht es alles seinen sozialistischen Gang.

Blöd ist nur, dass ihr euch jetzt mit der Meinung der anderen auseinander setzen müsst. Und zwar mit der Meinung derer von damals. Das sie nicht gefällt, damit kann ich leben. Nur gehört sie genauso in dieses Forum, wie der stramme Dienst an der Grenze.

LG von der Moskwitschka


Und Du ?

Wo waren deine Heldentaten ?

Hast Du Dich an den Grenzzaun gekettet ?

Hast Du Fluchtwilligen Rückendeckung gegeben ?

Hast Du wenigstens gegen die Tötung Deiner Mitbürger öffentlich Stellung bezogen ??

Oder hattest Du gerade eine Familie gegründet ,- und konntest deshalb grad mal nicht so tapfer sein ,- wie Du es den anderen gerade abverlangst ?

Und - hatten die anderen vielleicht auch Familie - die vielleicht garnicht drüber stolz gewesen wären - daß Papa im knast hockt -. weil er Wildfremde durchgelassen hat ?

Fragen über Fragen - weisst Du eine gute Antwort ?




Ich habe keine Heldentaten vollbracht.

An einen Grenzzaun konnte ich mich nicht ketten. Soweit ist man garnicht ran gekommen.

Ausreisewilligen und Verweigerern habe ich Rückendeckung gegeben. Und wenn es nur in Gesprächskreisen unter dem Dach der Kirche war. Für viele war es schon eine große Hilfe Verständnis oder die Anerkunnung für ihr Vorhaben zu haben. Das sie keine minderwertigen Menschen - gesellschaftliche Nullen - waren, wenn sie sich gegen die DDR entschieden haben, ob nun durch Ausreiseanträge oder Wehrdienstverweigerung.

Ja und ich war feige. Als ich 1987 durch Zufall erfuhr, dass das MfS immer noch Informationen über mich sammelte, habe ich aus den Gesprächskreisen zurück gezogen. Wegen meiner Kinder. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes Angst.

Wenn ich etwas bereue, dann meine Feigheit 1987.

LG von der Moskwitschka




@Moskwitschka, siehste und schon schließt sich der Kreis! Sind wir doch alle wieder auf die Füsse gefallen und lassen den lieben Gott einen frommen Mann sein, der uns alle egal was wir waren oder sind beschützt! Er hat so viel Sachen nicht unterbunden oder wenigstens bestraft und nun denke ich es hat nicht jeder Unrecht getan, wen doch , dann bekommt er seine Strafe noch (Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht)!
Grüsse steffen52


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