#181

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2015 22:40
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #179
Erst einmal freue ich mich, daß mein ehemaliger Kollege von der 6.GBK und ideol. Kontrahent" Gert" wieder an Bord ist.Ich dachte schon du wärst ausgewandert.
Ich frage mich nur, wie blauäugig so mancher im Umgang mit Geheimdiensten ist.
Ihr glaubt auch alles, was man dem Volk so erzählt.Eigentlich soll es ja auch so sein,daß das Volk im dummen gehalten wird.
Ich fand das Zitat unter einem Beitrag so schön passend für unsere Demokratie:
Es gibt Staubsaugerverteter, die verkaufen Staubsauger, Versicherungsvertreter die verkaufen Versicherungen und wir haben Volksverteter......... oder auch parlamentarische Kontrollen...Treffender hätte man es nicht ausdrücken können.
Pegida am Montag in Dresden,das offizielle deutsche FS spricht von 9000.Es waren aber 20000 und mehr.Die dort waren wissen es und wissen somit auch wie gelogen wird.
So wird dem Volk die Wahrheit nahe gebracht.
Das MfS hatte ja auch einige Personen in den bundesdeutschen GD und wußte also schon, was dort gehaun und gestochen wurde, einschließlich der angeblichen parlament. Kontrolle usw.
Es ist ja so schön bequem alles zu glauben, was einem so erzählt wird,solange das Einkommennoch stimmt,. und man einigermaßen zurecht kommt.
Also lieber Rostocker,
wenn du meinst, daß Gesinnung und Ziele der MA in bundesdeutschen Diensten anders sind als beim MfS, gebe ich dir recht, wenn es nicht so wäre, hätten wir sie ja auch bei uns einstellen können.
Die Arbeitsweisen sind die gleichen und die Strukturen ähnlich. Da nimmt sich kein GD auf dieser Welt aus.
Was spielt es denn für eine Rolle, ob man die Exekutive selbst ausübt, oder in der Dienststelle nebenan anruft und sagt, ihr müßt mal jemand festnehmen.Wenn der Verdacht einer Straftat da ist, ist es doch egal, wer die Festnahme macht.
Angeklagt hat das MfS auch nicht, sondern immer nur die Staatsanwaltschaft, egal in welchem Land.
In der DDR hatte man die historischen Konsequenzen gezogen, indem man das viele Nebeneinander und teilweise Gegeneinander verschiedenen Dienste ausgeschaltet hat und alles unter einem Dach angesiedelt.
Was das Nebeneinander angerichtet hat wurde bei der NSU deutlich 10 Tote und immer noch keine eindeutige Klärung der Schuldfrage, weil jeder Dienst nicht seine Schmalzstullen offenlegt, trotz der guten parlamentarischen Kontrolle, wo war sie denn?
Geheimdienste achten die Gesetze.Es ist wirklich zum Lachen.Erst mit dem Offelegen des MfS hat man schnell ein Gesetz über den großen Lauschangriff gemacht, weil man sich da mit dem MfS zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte.
Das mit der richterlichen Genehmigung gab es auch in der DDR,damit wurde für das Strafverfahren die Beweisführung offiziell gemacht, was vorher schon inoffz. erarbeitet wurde.
Manchmal staune ich wirklich über die naive Denkweise.Ich glaube die MA westlicher GD kommen manchmal vor lauter Lachen nicht in den Schlaf, wenn sie so manche Veröffentlichung für das Volk lesen.
GD arbeiten in jedem Staat nach eigenen Regeln. Es darf eben nur nicht bekannt werden und solange das funktioniert, kann man dem Volk alles erzählen.
Also liebe Andersdenkende träumt weiter, ich schau mal ins bundesdeutsche FS und sehe mir an, wie Mutti die Asylantenprobleme löst.





so schreiben eben looser, weil sie nichts anderes können. Nebelkerzen werfen, Desinformation, Zersetzung usw. ,so waren doch die Themen dieser kriminellen Vereinigung, oder ?. Hast Recht,@Signalobermaat ich würde wahrscheinlich an deiner Stelle auch so schreiben wenn ich solch einen Frust in mir hätte, wie er aus deinen diversen Posts klingt.. Aber wie man weiss, ist es so gekommen, dass ich nicht an deiner Stelle war und das war gut so, nein sehr gut sogar. Ich nehme lieber diese unvollkommene, verletztliche Bundesrepublik in Kauf mit all ihren Mängeln, die es sicher gibt, als nur noch einmal einen Tag in dem Unrechtsstaat DDR zu leben.
Wenn ich diesen Teil Deutschlands als Unrechtsstaat bezeichne so möchte ich damit nicht die Biografien der fleißig arbeitenden Menschen dort diffamieren, denn sie konnten nichts für diese Bande von Politdilletanten im ZK und Politbüro der SED. Das waren arme Figuren, die für eine ausländische Macht, nämlich die Russen arbeiteten und nicht für die Menschen in der DDR. Das ist normalerweise Hochverrat in anderen Staaten-
Am kommenden Samstag werde ich es besonders krachen lassen, dann wird der Schampus aufgemacht und der Sieg der Gerechtigkeit und gegen das Unrecht in Deutschland gefeiert, das 25 jährige Jubiläum. Ja , ich stehe nach wie vor auf der richtigen Seite und diese Überzeugung lasse ich mir von keinem nehmen.
edit Korrektur


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 01.10.2015 23:09 | nach oben springen

#182

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 00:17
von vs1400 | 2.369 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #161
Mich würde mal die Reaktionen von einigen Personen interessieren, die heut mit Schimpf und Schande über das MfS herfallen,wenn man die westlichen Geheimdienste ebenfalls so öffendlich dargestellt hätte.Wer glaubt, daß dort Mutter Theresa das Sagen hatte irrt gewaltig.Und wer glaubt,daß sich die beiden NSU Leute Böhnhardt und Mundlos selbst gerichtet haben irrt meiner persönlichen Meinung nach auch.
Mehr möchte ich da nicht hinzufügen.Kann sich ja jeder selbst Gedanken machen.
Ob der Brand im Cafe vom Großmann Sohn ein Stasiracheakt war bleibt Spekulation, macht sich aber politisch polemisch wieder einmal recht gut.Fakten gibt es dazu ja wohl nicht.
Es kommt ja auch nicht selten vor, da´auf diesem Weg eine unliebsame Konkurenz ausgeschaltet wird und man den Zeitpunkt so gut plant, daß die Spur in eine andere Richtung führt.
Die Gedanken sind frei?
Das mit dem 2 x sehen kann man ja manchmal nicht verhindern,Entscheidend ist doch dann mein moralisches Gewissen.Da kann man ja auch verschiedener Ansicht sein.
Ich sehe es so.
Wenn ich jemand verraten habe, oder das Vertrauen mißbraucht habe, weil ich persönlich davon überzeugt bin , daß ich diese geplante Handlung, persönlich. oder gesellschaftlich verachte bzw. ein pol. oder gesellschaftlicher Schaden entsteht , oder andere vielleicht zu einem Handeln zwinge, die er vielleicht selbst so nicht möchte (Verhindern Grenzdurchbruch),dann kann ich mich beim 2.Sehen dazu rechtfertigen und meine Gründe darlegen.Selbst dann, wenn ich im Nachhinein sagen müßte, ich habe damals aus Überzeugung geglaubt so handeln zu müssen, sorry heut sehe ich das anders.
Wenn ich mein Handeln aber damit begründen müßte,eine schöne Summe zu bekommen um mein Leben etwas aufzuwerten, dafür das Leben des Anderen samt Familie kaputt zu machen,ich könnte ihm nicht in die Augen sehen.
Nun ja jeder bewertet den Verrat aus seiner persönlichen, aber auch aus seiner gesellschaftlichen Sicht auf die Dinge.

Betonköpfe gab und gibt es mit Sicherheit auf beiden Seiten.
Schauen wir uns die aktuelle politische Entwicklung in der Welt an,Die USA weichen keinen Milimeter von ihrer seit Jahren verfehlten Weltmachtpolitik ab und wir unterstützen diesen Unsinn noch.
Eine Ausnahme , die Regierung Schröder hatte beim Irak Krieg Haltung bewiesen, mit Recht, wenn man sich heut die Situation ansieht,wo die USA überall Kriege geführt hat.


hallo, Signalobermaat,
ich hab mit anderen meinungen absolut kein problem,
doch irgendwie ruderst du etwas zurück und verläufst dich da etwas,
aus meiner sicht.

egal ... geh darauf einfach nicht ein.

du schreibst ... " ... Selbst dann, ..." und entschuldigst dich ja theoretisch mit deiner aussage, zumal du ja nicht musst.

doch auch das ist eben alles irgendwie geschichte,
mich würde es eher interessieren, wie man zb. dich im heute behandelt.
hast du heute noch wirklich nachteile in der gesellschaft? ... außer den allgemein bekannten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#183

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 00:36
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #181

Am kommenden Samstag werde ich es besonders krachen lassen .....


Ja Gert, das werde ich auch tun.Allerdings aus anderen Gründen.

seaman


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#184

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 06:59
von mucker82 | 236 Beiträge

Zitat:
"Das Wort Hass und das Gefühl selbigens , ist aber keine kommunistische Erfindung ! Vor mehr als 2000 Jahren gaben sich schon Herrschende dazu hin !
Als Geschichtsinteressierten müsste es Dir eigentlich bekannt sein !

VG Fritze"



Hass gegen den Klassenfeind

„Von den Angehörigen des MfS wird erwartet, daß sie ihre Aufgaben vom Hass gegen den Klassenfeind durchdrungen, lösen, dass sie stets eine klare Klassenposition beziehen (...) Unverzichtbarer Grundsatz der Untersuchungsarbeit bleibt, daß die Feindtätigkeit subversiver Elemente umfassend aufgedeckt wird.”

Erich Mielke 1979.



Hass war unabdingbares Mittel im Kampf um den Systemerhalt.Kompromiss bedeutete Aufweichung und Untergang.


diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2015 07:02 | nach oben springen

#185

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 08:51
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #183
Zitat von Gert im Beitrag #181

Am kommenden Samstag werde ich es besonders krachen lassen .....


Ja Gert, das werde ich auch tun.Allerdings aus anderen Gründen.

seaman



dann hast du sicher Morgen Geburtstag oder ?


.
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#186

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 11:39
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #180
Zitat von Freienhagener im Beitrag #175
Zunächst war da der stets probagierte "Haß auf den Klassenfeind". Aber das wissen wir alle.

Und was ist sachlich? Schönfärberei?

Aber wen wunderts? Es ist immer das Gleiche.







Das Wort Hass und das Gefühl selbigens , ist aber keine kommunistische Erfindung ! Vor mehr als 2000 Jahren gaben sich schon Herrschende dazu hin !
Als Geschichtsinteressierten müsste es Dir eigentlich bekannt sein !

VG Fritze



Stimmt. Aber deswegen ist das nicht besser, was in der DDR probagiert wurde.

Aber wenn Du so denkst, dann sollte Dich nicht stören, worauf ich nur geantwortet habe, der angebliche Haß in diesem Forum

Zitat von seaman im Beitrag #174
Zitat von mucker82 im Beitrag #170
Hass und Hetze und die dazugehörigen Ausbrüche ......


Mit unten meine ich,dass erwachsene Menschen 25 jahre nach Zusammenschluss bei diesem Thema nicht in der Lage sind sachlich und ohne persönliche Anfeindungen sich zum Thema äussern zu können.
Es geht um das Thema "MfS/Öffentlichkeit".

seaman



Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#187

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 11:52
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Ich überleg gerade angestrengt was feigen von unfeigen Verrat unterscheidet
In der DDR bekamen ja alle Verräter an der Sache des Sozialismus den Vorsatz "feige", die Arbeiter für die Sache waren dann vermutlich die unfeigen wenn sie auch mal die Verrats-Karte zogen?
Aber Verrat ist ja eigentlich generell nicht ganz ungefährlich, kann denn der überhaupt feige sein?


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2015 11:59 | nach oben springen

#188

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 12:00
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #187
Ich überleg gerade angestrengt was feigen von unfeigen Verrat unterscheidet



@Hanum83 , also ich würde es so interpretieren : die unfeigen Verräter waren die Kundschafter des Friedens , vulgo auch Spione genannt, und die feigen Verräter waren ehemalige MfS Angehörige, die realisiert hatten, dass der Staat dem sie die Treue geschworen hatten, am 3.Oktober 1990 seinen Exitus erlebte. Als Ergebnis dieser Beendigung des Dienstverhältnisses sprachen sie öffentlich über zuvor als geheim eingestufte Vorgänge.
Nun müssten wir nur noch ausdiskutieren, ob man einen Dahingeschiedenen verraten kann . Schwieriger Fall, oder ?


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#189

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 21:40
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Hallo vs 1400
Ich finde es einmal gut,eine solche Frage zu stellen und nicht ala Gert die immer wieder seit 25 Jahren abgedroschenen Gauck, Birthler Jahn,und Bild Zitate zu hören.
Wenn mir einer sagt, ich habe das so und so persönlich erlebt, versuche ich das nachzuvollziehen und mit meinen persönlichen Erfahrungen zu vergleichen.
Aber immer das Wiedergeben irgentwelcher Berichterstattungen,von sich geben, wo keiner den Wahrheitsgehalt bestätigen kann finde ich müßig
.Es ist bestimmt nicht alles gut gewesen, und vieles sicherlich auch aus der Sicht Betroffener schlimm, aber ob es immer so war, wie es dargestellt wurde,sei dahingerstelt.Da muß man schon immer mit den Personen konfrontiert werden.Und jeder wertet das für sich anders.
Ich finde Vierkrug hat Recht, wenn er schreibt,wenn einer von uns das so berichtet, wie er es erlebt hat,kommen immer wieder aus der selben Ecke die gleichen Sprüche.
Keiner hatte irgendwelche Erfahrungen mit dem MfS geben aber vor, die Wahrheit gepachtet zu haben.und behaupten Dinge, die sie nur vom hören sagen kennen, oder die irgendwo veröffendlicht wurden.
Aber lassen wir das.
Kurz gesagt,ich persönlich hatte bis jetzt überhaupt keine Probleme, außer den allgemein Bekannten,Rentenkürzungen, Berufsverbot,usw.
Wir waren eine kleine Kreisstadt,es gab keine öffendlichwirksamen spektakulären Aktivitäten, die die Wut irgentwelcher Aktivisten entfacht hätte.
Sie marschierten zur KD stellten symbolisch Kerzen auf und gingen wieder.
Neben unserer KD war ein Betrieb,dort habe ich Anfang 1990 in der Produktion angefangen.Einige Kollegen waren der Meinung mir nun das Arbeiten beibringen zu wollen.Nach kurzer Zeit gehörte ich zu denen mit der höchsten Normerfüllung und ich war ein geachteter Kollege.
Die Entlassungswelle begann und ich blieb noch Monate im Betrieb.
Aber eines Tages kam mein Meister und sagte ich kann dich nicht mehr halten,du gehörtst zwar zu den besten meiner Abt.aber es gibt eine Mehrheit im Betrieb( nicht in der Abteilung) die sagten unsere Kollegen werden entlassen und der Stasi arbeitet noch.
Meinem Meister wurde gesagt, wenn er mich nicht entlässt werden sie durchsetzen, daß er geht. Das wars dann.
Berufsverbot hatte ich von Amtswegen laut Einigungsvertrag, also Selbständigkeit.
Wie gesagt, ein paar von den " großen Gen." wechselten die Straßenseite, um ja nicht mit mir sprechen zu müssen, man könnte ja als IM bezeichnet werden.
Es gab auch sehr positive Beispiele, unsere Fleischersfrau nahm mich beiseite und sagte ich kenne sie und ihre Familie schon viele Jahre, wenn sie in Gefahr sein sollten, wir haben einen Bungalow, weit weg, dort findet sie keiner.
Ich habe es nicht gebraucht.
Aber an meiner Frau, die von meiner Arbeit nichts wußte,die sich ja auch nicht wehren konnte, da haben sie sich versucht.
Das Schlimmste waren einige Lehrer,jetzt CDU Direktor, die nun meinen 14 Jährigen Sohn schikanierten. Das waren die neuen Demokraten.
Das ging bis zur Versetzungsgefährdung.Wir haben in der Bezirksstadt bei einem Institut einen IQ Test machen lassen und dann war erst einmal offiziell Ruhe,aber wo sie konnten bekam er es zu spüren.
Noch eine wahre Begebenheit:
Ich war im Elternaktiv und die Klassenabschlußfahrt ging in die Slowakei.Es wurde ein Betreuer gesucht, sonst wäre die Fahrt ausgefallen.
Ich meldete mich ,da alle anderen Eltern nicht konnten, ich war ja selbständig und hatte Zeit. Die Schulleitung lehnte ab, mit der Begründung es wäre nicht zu verantworten, einen MfS Angehörigen als Betreuer mitfahren zu lassen.
Die Eltern der Klasse stimmten einstimmig für mich und sagten,nicht die Schulleitung, sondern die Eltern hätten zu entscheiden, wem sie ihre Kindern anvertrauen.-
Es war sicherlich für die meisten älteren Kollegen nicht einfach wieder Fuß zu fassen und sich eine neue Existenz aufzubauen.
Und da wird eines dieser allgemein bekannten Probleme zum Hauptproblem,wenn die Zeit für eine neue Existenz nicht mehr reicht und die eingezahlten Rentenbeiträge nicht in voller Höhe angerechnet werden, sondern auf das Sozialhilfeniveau zurück gestuft werden.
Mit dem Alter kommen Krankheiten und unser Gesundheitssystem ist nicht mehr kostenlos wie in der DDR.
Ich habe 2 Kinder mit Fam. und darin 4 Enkel, wovon 2 Studieren.Meine Strafrente beträgt jetzt nach allen Erhöhungen 726,-€ Netto. mit 650€ bin ich in Rente gegangen.Durch die Selbständigkeit kam nichts mehr dazu.Ich habe aber immerhin 36 Jahre RV bezahlt. Nun nehme ich einen Asylanten, da sagt unser Rechtsstaat.Die haben zwar nichts eingezahlt,den stehen aber 670,-an Unterhaltsleistungen zu.Ich hatte nach 36 RV Jahren mit sehr guten Beitragszahlung 650,-Unser Sozialverein ISOR klagt schon seit 25 Jahren.Jeder sagt es ist schreiendes Unrecht, einige natürlich ausgenommen. aber wie gesagt, Recht haben und Recht bekommen,unser Problem wird immer wieder in die unterste Schublade gepackt, die biologische Endlösung rückt immer näher.
Ich habe mir mein Rechtsbewustsein erhalten, diese Gene haben meine Kinder übernommen.
Deshalb kann ich unserem so oft zitierten Rechtsstaat nichts rechtstaatliches abgewinnen.
Das betrifft auch einen großen Teil unserer DDR Politik. Nun soll doch keiner aus unserer anderen Ecke denken,daß alle MfS MA immer nur Beifall geklatscht haben, wenn eine unsinnige Entscheidung die Andere jagte.Wir waren vielleicht opportunistischer, als viele Anderen.Nur gegen die angewiesene Diktatur des Proletariats und der Partei kamen wir auch nicht an. Die Macht hatten wir auch nicht, auch wenn einige es glaubten.
Ich erinnerre mich an ein Interwiev,von BRD Korrespondenten mit Mielke, veröffendlicht in dem Buch" Stasi Stasi und kein Ende"wo man ihn fragte, warum er ,wenn er mit der pol.Entwicklung 1989 in der DDR nicht einverstanden war, nichts getan hat,antwortete er, in einer der letzten Beratungen mit allen BV Chefs und Generalen hatte er die Frage gestellt,wie ist die Lage in der DDR und was müssen wir tun.
Da sagten alle Gen. Minister wir stehen fest hinter unserer Partei und der Regierung und erfüllen unsere Aufgaben.
Da sagte Mielke, da kann ich doch nicht anweisen gegen die Partei und Regierung zu putschen.
Hat übrigends bei Hitler auch nicht funktioniert.
Also vs 1400, ich hoffe deine Frage ist beantwortet.
Bis auf das nötige Kleingeld und die Gesundheit sind wir zufrieden.
Wir kommen im Monat hin,darf nur nichts dazwischen kommen, Urlaub geht nicht.Bei mehr als 100€ zusätzliche Ausgaben wird es eng.
Wir haben uns eingerichtet.Es tut nur weh, wenn man den Enkelkindern nicht so helfen kann, wie es einige andere Großeltern können.
Aber wie sagte Frau Merkel gestern in Halle.Inzwischen leben sie im Osten und Westen alle gut,( man darf nur nicht Harz 4, oder alleinerziehend oder beim Mfs gewesen sein.)
Ein Witz aus der DDR ähnlich gelagert:
Es lebt sich gut im Arbeiter und Bauernstaat, man darf nur nicht Arbeiter oder Bauer sein.
Hoffendlich war es nicht zu langweilig.



bürger der ddr, Krepp, der 39., exgakl, vs1400, icke46, diefenbaker, passport und Cambrino haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#190

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 22:18
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #189
Hallo vs 1400
Ich finde es einmal gut,eine solche Frage zu stellen und nicht ala Gert die immer wieder seit 25 Jahren abgedroschenen Gauck, Birthler Jahn,und Bild Zitate zu hören.
Wenn mir einer sagt, ich habe das so und so persönlich erlebt, versuche ich das nachzuvollziehen und mit meinen persönlichen Erfahrungen zu vergleichen.
Aber immer das Wiedergeben irgentwelcher Berichterstattungen,von sich geben, wo keiner den Wahrheitsgehalt bestätigen kann finde ich müßig
.Es ist bestimmt nicht alles gut gewesen, und vieles sicherlich auch aus der Sicht Betroffener schlimm, aber ob es immer so war, wie es dargestellt wurde,sei dahingerstelt.Da muß man schon immer mit den Personen konfrontiert werden.Und jeder wertet das für sich anders.
Ich finde Vierkrug hat Recht, wenn er schreibt,wenn einer von uns das so berichtet, wie er es erlebt hat,kommen immer wieder aus der selben Ecke die gleichen Sprüche.
Keiner hatte irgendwelche Erfahrungen mit dem MfS geben aber vor, die Wahrheit gepachtet zu haben.und behaupten Dinge, die sie nur vom hören sagen kennen, oder die irgendwo veröffendlicht wurden.
Aber lassen wir das.
Kurz gesagt,ich persönlich hatte bis jetzt überhaupt keine Probleme, außer den allgemein Bekannten,Rentenkürzungen, Berufsverbot,usw.
Wir waren eine kleine Kreisstadt,es gab keine öffendlichwirksamen spektakulären Aktivitäten, die die Wut irgentwelcher Aktivisten entfacht hätte.
Sie marschierten zur KD stellten symbolisch Kerzen auf und gingen wieder.
Neben unserer KD war ein Betrieb,dort habe ich Anfang 1990 in der Produktion angefangen.Einige Kollegen waren der Meinung mir nun das Arbeiten beibringen zu wollen.Nach kurzer Zeit gehörte ich zu denen mit der höchsten Normerfüllung und ich war ein geachteter Kollege.
Die Entlassungswelle begann und ich blieb noch Monate im Betrieb.
Aber eines Tages kam mein Meister und sagte ich kann dich nicht mehr halten,du gehörtst zwar zu den besten meiner Abt.aber es gibt eine Mehrheit im Betrieb( nicht in der Abteilung) die sagten unsere Kollegen werden entlassen und der Stasi arbeitet noch.
Meinem Meister wurde gesagt, wenn er mich nicht entlässt werden sie durchsetzen, daß er geht. Das wars dann.
Berufsverbot hatte ich von Amtswegen laut Einigungsvertrag, also Selbständigkeit.
Wie gesagt, ein paar von den " großen Gen." wechselten die Straßenseite, um ja nicht mit mir sprechen zu müssen, man könnte ja als IM bezeichnet werden.
Es gab auch sehr positive Beispiele, unsere Fleischersfrau nahm mich beiseite und sagte ich kenne sie und ihre Familie schon viele Jahre, wenn sie in Gefahr sein sollten, wir haben einen Bungalow, weit weg, dort findet sie keiner.
Ich habe es nicht gebraucht.
Aber an meiner Frau, die von meiner Arbeit nichts wußte,die sich ja auch nicht wehren konnte, da haben sie sich versucht.
Das Schlimmste waren einige Lehrer,jetzt CDU Direktor, die nun meinen 14 Jährigen Sohn schikanierten. Das waren die neuen Demokraten.
Das ging bis zur Versetzungsgefährdung.Wir haben in der Bezirksstadt bei einem Institut einen IQ Test machen lassen und dann war erst einmal offiziell Ruhe,aber wo sie konnten bekam er es zu spüren.
Noch eine wahre Begebenheit:
Ich war im Elternaktiv und die Klassenabschlußfahrt ging in die Slowakei.Es wurde ein Betreuer gesucht, sonst wäre die Fahrt ausgefallen.
Ich meldete mich ,da alle anderen Eltern nicht konnten, ich war ja selbständig und hatte Zeit. Die Schulleitung lehnte ab, mit der Begründung es wäre nicht zu verantworten, einen MfS Angehörigen als Betreuer mitfahren zu lassen.
Die Eltern der Klasse stimmten einstimmig für mich und sagten,nicht die Schulleitung, sondern die Eltern hätten zu entscheiden, wem sie ihre Kindern anvertrauen.-
Es war sicherlich für die meisten älteren Kollegen nicht einfach wieder Fuß zu fassen und sich eine neue Existenz aufzubauen.
Und da wird eines dieser allgemein bekannten Probleme zum Hauptproblem,wenn die Zeit für eine neue Existenz nicht mehr reicht und die eingezahlten Rentenbeiträge nicht in voller Höhe angerechnet werden, sondern auf das Sozialhilfeniveau zurück gestuft werden.
Mit dem Alter kommen Krankheiten und unser Gesundheitssystem ist nicht mehr kostenlos wie in der DDR.
Ich habe 2 Kinder mit Fam. und darin 4 Enkel, wovon 2 Studieren.Meine Strafrente beträgt jetzt nach allen Erhöhungen 726,-€ Netto. mit 650€ bin ich in Rente gegangen.Durch die Selbständigkeit kam nichts mehr dazu.Ich habe aber immerhin 36 Jahre RV bezahlt. Nun nehme ich einen Asylanten, da sagt unser Rechtsstaat.Die haben zwar nichts eingezahlt,den stehen aber 670,-an Unterhaltsleistungen zu.Ich hatte nach 36 RV Jahren mit sehr guten Beitragszahlung 650,-Unser Sozialverein ISOR klagt schon seit 25 Jahren.Jeder sagt es ist schreiendes Unrecht, einige natürlich ausgenommen. aber wie gesagt, Recht haben und Recht bekommen,unser Problem wird immer wieder in die unterste Schublade gepackt, die biologische Endlösung rückt immer näher.
Ich habe mir mein Rechtsbewustsein erhalten, diese Gene haben meine Kinder übernommen.
Deshalb kann ich unserem so oft zitierten Rechtsstaat nichts rechtstaatliches abgewinnen.
Das betrifft auch einen großen Teil unserer DDR Politik. Nun soll doch keiner aus unserer anderen Ecke denken,daß alle MfS MA immer nur Beifall geklatscht haben, wenn eine unsinnige Entscheidung die Andere jagte.Wir waren vielleicht opportunistischer, als viele Anderen.Nur gegen die angewiesene Diktatur des Proletariats und der Partei kamen wir auch nicht an. Die Macht hatten wir auch nicht, auch wenn einige es glaubten.
Ich erinnerre mich an ein Interwiev,von BRD Korrespondenten mit Mielke, veröffendlicht in dem Buch" Stasi Stasi und kein Ende"wo man ihn fragte, warum er ,wenn er mit der pol.Entwicklung 1989 in der DDR nicht einverstanden war, nichts getan hat,antwortete er, in einer der letzten Beratungen mit allen BV Chefs und Generalen hatte er die Frage gestellt,wie ist die Lage in der DDR und was müssen wir tun.
Da sagten alle Gen. Minister wir stehen fest hinter unserer Partei und der Regierung und erfüllen unsere Aufgaben.
Da sagte Mielke, da kann ich doch nicht anweisen gegen die Partei und Regierung zu putschen.
Hat übrigends bei Hitler auch nicht funktioniert.
Also vs 1400, ich hoffe deine Frage ist beantwortet.
Bis auf das nötige Kleingeld und die Gesundheit sind wir zufrieden.
Wir kommen im Monat hin,darf nur nichts dazwischen kommen, Urlaub geht nicht.Bei mehr als 100€ zusätzliche Ausgaben wird es eng.
Wir haben uns eingerichtet.Es tut nur weh, wenn man den Enkelkindern nicht so helfen kann, wie es einige andere Großeltern können.
Aber wie sagte Frau Merkel gestern in Halle.Inzwischen leben sie im Osten und Westen alle gut,( man darf nur nicht Harz 4, oder alleinerziehend oder beim Mfs gewesen sein.)
Ein Witz aus der DDR ähnlich gelagert:
Es lebt sich gut im Arbeiter und Bauernstaat, man darf nur nicht Arbeiter oder Bauer sein.
Hoffendlich war es nicht zu langweilig.





ja @Signalobermaat du hast deine ganze Ohnmacht hier postuliert. Für dieses Gefühl habe ich vollstes Verständnis. Kurz vor meiner Ausreise1965(sprich Flucht über Minen und Drahtzäune ) aus der DDR hatte ich im November 1964 auch ein solches, starkes Gefühl. Nachdem ich von den allgemeinbildenden Schulen nicht auf die Oberschule gehen durfte ( Zeugnis war OK Durchschnittsnote 2) ohne Angabe von Gründen ( ich war kein Arbeiterkind also ausgegrenzt wie die Juden 20 Jahre zuvor)abgelehnt. Habe Handwerkslehre 3 Jahre gemacht und in der Abendschule parallel den Abschluß der 10 - klassigen Oberschule erreicht, und das mit 17 Jahren im August 1961. Bewarb mich bei einer Fachschule um Ingenieur zu werden. Antwort der Schule, machen sie erst mal Wehrdienst. Ok. ich machte Wehrdienst bei deiner Einheit 6-GBK-.Am 31.Oktober 1964 also vor fast 51 Jahren in Wismar in die " Freiheit" entlassen und erneut bei der Fachschule in Apolda beworben. Noten waren OK. also intellektuell war ich auf der Höhe. Erneute Ablehnung ohne Begründung. Du kannst dir nicht vorstellen, welche Ohnmacht in mir tobte. Eingeschlossen in diesem KZ Staat, jeglicher Lebensperspektive beraubt, ich war fertig mit der DDR, ich war fertig mit diesen Bastarden, die mir eine Ablehnung nach der anderen um den Kopf hauten und es war nur noch Hass da auf diesen Staat. Ich spürte also diese gleiche Ohnmacht die du hier postulierst. So ist das im Leben. Ich habe 50 Jahre davon geträumt, dass es mal umgekehrt kommt und es ist so gekommen. Ich kann nicht sagen dass ich mich über deine Ohnmacht freue, aber ein ganz kleine, klammheimliche Freude....... , na du weisst schon


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#191

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.10.2015 22:38
von diefenbaker | 584 Beiträge

@Gert und @Signalobermaat,

Eure letzten beiden Beiträge finde ich schon bemerkenswert.
Die üblichen Streitereien wurden weitgehend ausgeblendet und jeder für sich hat seine Situation verständlich dargelegt.
Auf dieser Basis eines ehrlichen Austausches halte ich eine Annäherung für möglich.
Ich bin auf meiner Seite eher kein Softie, aber man muss sich eingestehen, dass die 100 %tige Wahheit wohl keiner gepachtet hat.

Gruss Wolfgang



bürger der ddr, IM Kressin, Klauspeter, Signalobermaat, Hanum83, Gert, 94 und silberfuchs60 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#192

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 01:19
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #189
Hallo vs 1400
Ich finde es einmal gut,eine solche Frage zu stellen und nicht ala Gert die immer wieder seit 25 Jahren abgedroschenen Gauck, Birthler Jahn,und Bild Zitate zu hören.
Wenn mir einer sagt, ich habe das so und so persönlich erlebt, versuche ich das nachzuvollziehen und mit meinen persönlichen Erfahrungen zu vergleichen.
Aber immer das Wiedergeben irgentwelcher Berichterstattungen,von sich geben, wo keiner den Wahrheitsgehalt bestätigen kann finde ich müßig
.Es ist bestimmt nicht alles gut gewesen, und vieles sicherlich auch aus der Sicht Betroffener schlimm, aber ob es immer so war, wie es dargestellt wurde,sei dahingerstelt.Da muß man schon immer mit den Personen konfrontiert werden.Und jeder wertet das für sich anders.
Ich finde Vierkrug hat Recht, wenn er schreibt,wenn einer von uns das so berichtet, wie er es erlebt hat,kommen immer wieder aus der selben Ecke die gleichen Sprüche.
Keiner hatte irgendwelche Erfahrungen mit dem MfS geben aber vor, die Wahrheit gepachtet zu haben.und behaupten Dinge, die sie nur vom hören sagen kennen, oder die irgendwo veröffendlicht wurden.
Aber lassen wir das.
Kurz gesagt,ich persönlich hatte bis jetzt überhaupt keine Probleme, außer den allgemein Bekannten,Rentenkürzungen, Berufsverbot,usw.
Wir waren eine kleine Kreisstadt,es gab keine öffendlichwirksamen spektakulären Aktivitäten, die die Wut irgentwelcher Aktivisten entfacht hätte.
Sie marschierten zur KD stellten symbolisch Kerzen auf und gingen wieder.
Neben unserer KD war ein Betrieb,dort habe ich Anfang 1990 in der Produktion angefangen.Einige Kollegen waren der Meinung mir nun das Arbeiten beibringen zu wollen.Nach kurzer Zeit gehörte ich zu denen mit der höchsten Normerfüllung und ich war ein geachteter Kollege.
Die Entlassungswelle begann und ich blieb noch Monate im Betrieb.
Aber eines Tages kam mein Meister und sagte ich kann dich nicht mehr halten,du gehörtst zwar zu den besten meiner Abt.aber es gibt eine Mehrheit im Betrieb( nicht in der Abteilung) die sagten unsere Kollegen werden entlassen und der Stasi arbeitet noch.
Meinem Meister wurde gesagt, wenn er mich nicht entlässt werden sie durchsetzen, daß er geht. Das wars dann.
Berufsverbot hatte ich von Amtswegen laut Einigungsvertrag, also Selbständigkeit.
Wie gesagt, ein paar von den " großen Gen." wechselten die Straßenseite, um ja nicht mit mir sprechen zu müssen, man könnte ja als IM bezeichnet werden.
Es gab auch sehr positive Beispiele, unsere Fleischersfrau nahm mich beiseite und sagte ich kenne sie und ihre Familie schon viele Jahre, wenn sie in Gefahr sein sollten, wir haben einen Bungalow, weit weg, dort findet sie keiner.
Ich habe es nicht gebraucht.
Aber an meiner Frau, die von meiner Arbeit nichts wußte,die sich ja auch nicht wehren konnte, da haben sie sich versucht.
Das Schlimmste waren einige Lehrer,jetzt CDU Direktor, die nun meinen 14 Jährigen Sohn schikanierten. Das waren die neuen Demokraten.
Das ging bis zur Versetzungsgefährdung.Wir haben in der Bezirksstadt bei einem Institut einen IQ Test machen lassen und dann war erst einmal offiziell Ruhe,aber wo sie konnten bekam er es zu spüren.
Noch eine wahre Begebenheit:
Ich war im Elternaktiv und die Klassenabschlußfahrt ging in die Slowakei.Es wurde ein Betreuer gesucht, sonst wäre die Fahrt ausgefallen.
Ich meldete mich ,da alle anderen Eltern nicht konnten, ich war ja selbständig und hatte Zeit. Die Schulleitung lehnte ab, mit der Begründung es wäre nicht zu verantworten, einen MfS Angehörigen als Betreuer mitfahren zu lassen.
Die Eltern der Klasse stimmten einstimmig für mich und sagten,nicht die Schulleitung, sondern die Eltern hätten zu entscheiden, wem sie ihre Kindern anvertrauen.-
Es war sicherlich für die meisten älteren Kollegen nicht einfach wieder Fuß zu fassen und sich eine neue Existenz aufzubauen.
Und da wird eines dieser allgemein bekannten Probleme zum Hauptproblem,wenn die Zeit für eine neue Existenz nicht mehr reicht und die eingezahlten Rentenbeiträge nicht in voller Höhe angerechnet werden, sondern auf das Sozialhilfeniveau zurück gestuft werden.
Mit dem Alter kommen Krankheiten und unser Gesundheitssystem ist nicht mehr kostenlos wie in der DDR.
Ich habe 2 Kinder mit Fam. und darin 4 Enkel, wovon 2 Studieren.Meine Strafrente beträgt jetzt nach allen Erhöhungen 726,-€ Netto. mit 650€ bin ich in Rente gegangen.Durch die Selbständigkeit kam nichts mehr dazu.Ich habe aber immerhin 36 Jahre RV bezahlt. Nun nehme ich einen Asylanten, da sagt unser Rechtsstaat.Die haben zwar nichts eingezahlt,den stehen aber 670,-an Unterhaltsleistungen zu.Ich hatte nach 36 RV Jahren mit sehr guten Beitragszahlung 650,-Unser Sozialverein ISOR klagt schon seit 25 Jahren.Jeder sagt es ist schreiendes Unrecht, einige natürlich ausgenommen. aber wie gesagt, Recht haben und Recht bekommen,unser Problem wird immer wieder in die unterste Schublade gepackt, die biologische Endlösung rückt immer näher.
Ich habe mir mein Rechtsbewustsein erhalten, diese Gene haben meine Kinder übernommen.
Deshalb kann ich unserem so oft zitierten Rechtsstaat nichts rechtstaatliches abgewinnen.
Das betrifft auch einen großen Teil unserer DDR Politik. Nun soll doch keiner aus unserer anderen Ecke denken,daß alle MfS MA immer nur Beifall geklatscht haben, wenn eine unsinnige Entscheidung die Andere jagte.Wir waren vielleicht opportunistischer, als viele Anderen.Nur gegen die angewiesene Diktatur des Proletariats und der Partei kamen wir auch nicht an. Die Macht hatten wir auch nicht, auch wenn einige es glaubten.
Ich erinnerre mich an ein Interwiev,von BRD Korrespondenten mit Mielke, veröffendlicht in dem Buch" Stasi Stasi und kein Ende"wo man ihn fragte, warum er ,wenn er mit der pol.Entwicklung 1989 in der DDR nicht einverstanden war, nichts getan hat,antwortete er, in einer der letzten Beratungen mit allen BV Chefs und Generalen hatte er die Frage gestellt,wie ist die Lage in der DDR und was müssen wir tun.
Da sagten alle Gen. Minister wir stehen fest hinter unserer Partei und der Regierung und erfüllen unsere Aufgaben.
Da sagte Mielke, da kann ich doch nicht anweisen gegen die Partei und Regierung zu putschen.
Hat übrigends bei Hitler auch nicht funktioniert.
Also vs 1400, ich hoffe deine Frage ist beantwortet.
Bis auf das nötige Kleingeld und die Gesundheit sind wir zufrieden.
Wir kommen im Monat hin,darf nur nichts dazwischen kommen, Urlaub geht nicht.Bei mehr als 100€ zusätzliche Ausgaben wird es eng.
Wir haben uns eingerichtet.Es tut nur weh, wenn man den Enkelkindern nicht so helfen kann, wie es einige andere Großeltern können.
Aber wie sagte Frau Merkel gestern in Halle.Inzwischen leben sie im Osten und Westen alle gut,( man darf nur nicht Harz 4, oder alleinerziehend oder beim Mfs gewesen sein.)
Ein Witz aus der DDR ähnlich gelagert:
Es lebt sich gut im Arbeiter und Bauernstaat, man darf nur nicht Arbeiter oder Bauer sein.
Hoffendlich war es nicht zu langweilig.





Ich habe meine Arbeit bei der Bahn verloren. Ich hatte keine Waffe und konnte deshalb nicht in den Kampf ziehen, um rechtzeitig die sog. "Bahnreform" zu verhindern. Ihr habt Euch die Waffen abschwatzen lassen, als ihr gegen das hättet kämpfen können, was kam. Gibt es einem Weg, heute noch einen Widerstand neu aufzubauen?



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#193

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 04:13
von Gelöschtes Mitglied
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Das MfS. in der Öffentlichkeit, es gibt doch viele Beispiele wo ehemalige Mitarbeiter an die Öffentlichkeit möchten, das aber abgewürgt wird.
Ein Schriftwechsel, zwar aus 2006 zeigt eines. Also garnicht gewünscht wird, ein "HOCH" auf die Demokratie
www.mfs-insider.de/Erkl/Zeise.htm
Na gut noch einer, Fred Fischer (Bürgermeister) aus Perleberg hat sich offenbart und was passiert?
www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/0...-Perleberg.html
Wenn man bis zum Ende liest, er kann garnicht soviel verkehrt gemacht haben.

Micha


zuletzt bearbeitet 03.10.2015 05:34 | nach oben springen

#194

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 08:47
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #192


Ich habe meine Arbeit bei der Bahn verloren. Ich hatte keine Waffe und konnte deshalb nicht in den Kampf ziehen, um rechtzeitig die sog. "Bahnreform" zu verhindern. Ihr habt Euch die Waffen abschwatzen lassen, als ihr gegen das hättet kämpfen können, was kam. Gibt es einem Weg, heute noch einen Widerstand neu aufzubauen?


Ich glaub die Kampfgruppen der Arbeiterklasse zu reaktivieren ist momentan etwas schwierig, ich würds mit Konvertieren versuchen, da tut sich in naher Zukunft sicherlich diese oder jene Möglichkeit auf.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#195

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 10:58
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Hallo Gert,
vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt,Ohnmacht verspürte ich nicht.
Wir beide haben ein verschiedenes Rechtsbewustsein.Ich hatte ja schon mal geschrieben," wer die Macht hat, hat das Recht, oder schafft sich sein Recht und neue Macht schafft neues Recht", das wird dann zur Wahrheit erhoben, egal ob es stimmt oder nicht.
Da spielt die Gesellschaftsform keine Rolle.
Jeder Staat schaff sich seine Rechtsnormen, die er für seine Existenz für richtig und wichtig hält, ob das einem anderen Staat paßt oder nicht.
Leider ist es in der Praxis immer so, wenn ein soz. Staat etwas macht, was kapt. Staaten im Kampf gegen diesen Staat einengt, ist das Geschrei groß. Wenn die USA mal auf anexiertem kubanischen Territorium Gefangene foltern,an der mexik. Grenze Sperren errichten und Menschen töten, nur eine Zeile wert.Kein wochenlanges wehgeschrei.
Ich finde nur, man sollte sich bemühen einigermaßen objektiv zu bleiben.
Ich glaube kaum, daß einer auch wenn er sich zur DDR bekennt, so verbohrt ist,daß er alles für richtig hielt, was da unter dem Begriff der Diktatur des Proletariats abgelaufen ist.Unsere Fakultät u. auch die VP mußte an vorderster Stelle das ausbaden, was falsch gelaufen ist.Stolz bin ich auf verschiedene Maßnahmen nicht, weil sie keinen Sinn ergeben haben und auch keine Lösung waren.
Ähnlich handelt zur Zeit die Bundesregierung in der Asylantenfrage
Und wir haben auch oft genug den Satz gesagt" sind die da oben noch normal", wenn wieder einmal Weisungen erschienen, die mit der realen Lage vor Ort nichts mehr zu tun hatten.
Der Satz paßt genau in unsere damalige Situation.
Damals haben wir BRD Medien genutzt um etwas über die tatsächliche Lage zu erfahren, weil offiziell dfavon nichts berichtet wurde.
Heut sucht man sich die Internetseiten, außerhalb der staatlich verordneten Kontrolle um etwas über die Realität z.B. der Pegida in Dresden zu erfahren.
Irgendwie gleichen sich die Bilder.
Man kann doch das Schlechte verurteilen und das Gute bewahren
Es gab neben Mauer auch vieles Schöne,ich will nicht alles wiederholen.
Was mich immer auf die Palme bringt, wenn man fragt, was weißt du von der DDR, kommt Unrechtsstaat, Stasi, Mauer, Stacheldraht.
Meistens noch von Leuten, die die DDR gar nicht erlebt haben.Und was das Schlimmste ist, Es wird auch noch so schön aufbereitet, Stasigedenkstätte usw.
Man will keine Ruhe und Einigkeit in diesem Staat, denn dann wird es gefährlich, wenn sich viele einig sind, siehe 1989.

Ich akzeptiere deine Haltung, wenn du meinst, daß du in deiner Entwicklung in der DDR ausgegrenzt wurdest
.Es hat wie gesagt bestimmt auch viel persönliches Unrecht gegeben und wenn dein Weg in die BRD für dich die richtige Entscheidung war,ist es doch i.O.
Es sind auch immer wieder subj. Meinungen, die bei Entscheidungen eine Rolle spielen.Bewerbe dich heut bei einem Betrieb mit einem freien Platz bei 10 Bewerbern.
9 sind Verlierer.
Du bekommst auch keine Begründung, warum du abgelehnt wurdest.Selbst wenn du gesagt bekommst, die pol,. Einstellung paßt nicht, z.B. bei Einstellungen im öffentl. Dienst, schreit heut keiner Unrechtsstaat
Ich und meine Familie waren hier glücklich,wie viele andere auch.
In der DDR wurde nicht ständig das Wort Rechtsstaat betont, den Begriff habe ich nie gehört. Erst in der BRD. Und immer wenn der Begriff strapaziert wird,wird mein Rechtsbewußtsein wach, und da denke ich an vieles Unrecht, was es in der DDR nicht gab.B.Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Mann und Frau. Da stellen sich Politiker hin und sagen Männer und Frauen verdienen gleich.In meiner Familie mußte meine Frau feststellen, das sie bei gleichen Kriterien weniger verdiente als ihr männlicher Kollege, der dazu noch einen wesentlich schlechteren Unterricht durchführte, was immer wieder kritisiert wurde.Ob das überall so ist weiß ich nicht, aber wir haben es erlebt.
Oder unser Rentenrechtsproblem.
Selbst Sozialrichter und auch Verfassungsrechtler sagenzu unseren Anwälten,ihr habt recht, Verstoß gegen das Grundgesetz, aber es ist politisch so gewollt und da hat keiner den Mut dagegen aufzustehen.Auch das iost politische Willkür.Also immer mal bedenken, wenn es gegen die DDR geht, vor der eigenen Tür kehren.

Die Mauer, an der sich nun alle reiben war das Extremste, leider nicht zum 100% DDR Erfindung.
Mitlerweile werden auch die pol. Hintergründe der sowjetischen Befehlsgewalt oder Besatzungsgewalt bekannt bekannt, was offiziell unter DSF lief.
Die persönliche Freundschaft zu SU Bürgern hat es gegeben, die hatte aber nichts mit der Verordneten zu tun.
Nebenbei gesagt hatte die Mauer ja zwei Seiten, wenn sie auch vordergründig dazu geschaffen wurde das Ausbluten der DDR durch Verlassen von Fachkräften zu verhindern, hat es doch die Kriminalität wesendlich eingeschränkt und den Staat sicherer gemacht.
Es wurde zumindestens versucht Straftaten aufzuklären, egal wie schwerwiegend.
Der Zustand wäre im Moment vielleicht gar nicht so schlecht,Mutti hätte da weniger Probleme oder vielmehr die Kommunen.
Heut werden kleinere kriminelle Delikte mit nur ein paar tausend Euro Schaden, nur verwaltet, Aufgenommen und eingestellt.
Gestern bei uns in der Nachbarschaft passiert.Maschinen geklaut. 6000€ Schaden, die Polizei sagt keine Kapazitäten zur Aufklärung bei der geringen Schadenssumme.Der Bürger bleibt darau sitzen, wenn die Versicherung nicht bezahlt, die Arbeit hat er außerdem, alles wieder zu beschffen und in Ordnung zu bringen.
Was ist mit der amerikanischen Besatzungsgewalt in der BRD.Atombombeneinlagerung und keiner wert sich.
Warum eigendlich nicht. Wozu brauchen wir das Zeug.
Eigendlich sollten mit den Russen auch die Amerikaner gehen, warum eigendlich nicht,Wer braucht sie?
Interessante Problematig.
Zur vielgepriesenen BRD Demokratie,.den Artikel vom User G.Michael von Zeiseweis an Frau Birthler fand ich treffend.
Oder aktuell,gegen Pegida Gründer Bach wird ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
Hat man wieder einen Aufhänger gefunden um Pegida abzuwürgen.Kein Protest.
Wäre das in der DDR passiert, hätte die Westpresse wochenlang berichtet.
Mein Fazit, man sollte den Begriff Unrechtsstaat nicht strapazieren und den Spruch beherzigen
Allen Menschen recht getan ist eine Kunst die niemand kann.
Also das war mein Beitrag zur deutschen Einheit.Ich denke es ist noch viel zu tun, und verweise auf einen Satz aus derDDR Nationalhymne
" laß es dir zum Guten dienen Deutschland einig Vaterland"
So schlecht war die vom Inhalt nicht, vielleicht noch besser als unsere beiden Repräsentanten ( ehem. DDR Bürger)



bürger der ddr, Klauspeter und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#196

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 11:35
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #193
Das MfS. in der Öffentlichkeit, es gibt doch viele Beispiele wo ehemalige Mitarbeiter an die Öffentlichkeit möchten, das aber abgewürgt wird.
Ein Schriftwechsel, zwar aus 2006 zeigt eines. Also garnicht gewünscht wird, ein "HOCH" auf die Demokratie ...

Na ham'r den 'Schriftwechsel' auch bis zu Ende gelesen? Von keinem Wunsch kann in der Antwort ja wohl keine Rede sein. Dafür aber mehrere, besonders die zweite schlüssige Begründungen, warum nun gerade an solch einem Hörensagenzeitzeuge kein besonderer Bedarf besteht. Vielleicht fragte sich der antwortende damalige Leiter B&F auch, wieso ein MA der Linie XX (PUT/PiD) nun gerade Fälle anderer Abteilungen zu seiner 'Entlastung' anführt. Könnte auch sein das der folgende Fakt den Selbstanbieter nun nicht gerade zur Mitarbeit qualifizierte: So lautete Ende der 80iger der Diensteinheitenschlüssel des Autors 995300, also deutlich von der Abteilung XX der BV Berlin entfernt. Davon findet's nun aber keine Erwähnung, nichtmal in dem etwas ausführlicher und von weniger 'Erinnerungslücken' durchsetzten, dafür fast zwanzig Jahre älteren Artikel aus gleicher Feder und Quelle (mfs-insider.de/Zwiegespr/ZWIE_20.htm). Alter Wein in neuen Schläuchen? Oder wollte man einfach genau diese ablehnend wirkende Antwort provozieren, um keinen Millimeter von den eignen verhärteten Positionen abrückend damit zeigen zu können ... wir wöllten ja, aber die pöhse, pöhse Demokratie will ja garnicht ... nice try sag ich da mal.

Die im Antwortschreiben erwähnten ähnliche Publikationen [,welche] bereits aus dem Sachgebiet "Historisch-politische Bildung" vorgelegt wurden und für die öffentliche Diskussion zur Verfügung stehen, findet der interessierte Leser dann hier ...
bstu.bund.de/DE/Wissen/Publikationen/Reihen/BF-informiert
Eine Anmerkung noch zur Aussage #192, welche vielleicht auch der Uhrzeit und einem etwas erniedrigten Pegelstand der Flasche geschuldet sein könnt? In Zeiten der Verflossenen wäre man mit solch einer öffentlichen Aufforderung zum Terror (Denn was anders meint 'bewaffneter Kampf' wohl kaum ?) auf jeden Fall ein Fall für einen geschulten Genossen mit den Schwerpunkten PUT und PiD gewesen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


IM Kressin und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#197

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 11:39
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #195

...
Ich finde nur, man sollte sich bemühen einigermaßen objektiv zu bleiben.
Ich glaube kaum, daß einer auch wenn er sich zur DDR bekennt, so verbohrt ist,daß er alles für richtig hielt, was da unter dem Begriff der Diktatur des Proletariats abgelaufen ist.Unsere Fakultät u. auch die VP mußte an vorderster Stelle das ausbaden, was falsch gelaufen ist.Stolz bin ich auf verschiedene Maßnahmen nicht, weil sie keinen Sinn ergeben haben und auch keine Lösung waren.
Ähnlich handelt zur Zeit die Bundesregierung in der Asylantenfrage
Und wir haben auch oft genug den Satz gesagt" sind die da oben noch normal", wenn wieder einmal Weisungen erschienen, die mit der realen Lage vor Ort nichts mehr zu tun hatten.
Der Satz paßt genau in unsere damalige Situation.
und in die heutige

Damals haben wir BRD Medien genutzt um etwas über die tatsächliche Lage zu erfahren, weil offiziell dfavon nichts berichtet wurde.
Heut sucht man sich die Internetseiten, außerhalb der staatlich verordneten Kontrolle um etwas über die Realität z.B. der Pegida in Dresden zu erfahren.
Irgendwie gleichen sich die Bilder.
früher wurden die Medien durch die Partei gelenkt, heute durch die Gutmenschen
...
Man will keine Ruhe und Einigkeit in diesem Staat, denn dann wird es gefährlich, wenn sich viele einig sind, siehe 1989.
teile und herrsche

...
Selbst Sozialrichter und auch Verfassungsrechtler sagenzu unseren Anwälten,ihr habt recht, Verstoß gegen das Grundgesetz, aber es ist politisch so gewollt und da hat keiner den Mut dagegen aufzustehen.Auch das iost politische Willkür.
die Partei hat immer Recht

...
Oder aktuell,gegen Pegida Gründer Bach wird ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
Hat man wieder einen Aufhänger gefunden um Pegida abzuwürgen.Kein Protest.
StGB (DDR) mit § 106 Staatsfeindliche Hetze lässt grüssen
...



Wenn man genau hinschaut, gestaltet sich das Zusammenwachsen zu einem gemeinsamen deutschen Staat durchaus mit Beiträgen aus beiden Lagern. Da kommt also keiner zu kurz. Vieles, was man mit der DDR überwunden glaubte, erlebt jetzt einen zweiten Frühling. Die Lernfähigkeit der Deutschen ist schon arg begrenzt und das hat gar nichts mit Ost oder West zu tun. Bei Merkel weiss man ja auch nicht, aus welcher Richtung sie ihre Weisungen bekommt.

Gruss Wolfgang



bürger der ddr, IM Kressin, vs1400, Signalobermaat und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#198

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 13:55
von Fritze | 3.474 Beiträge

Bei Merkel weiss man ja auch nicht, aus welcher Richtung sie ihre Weisungen bekommt.

Nach Rom führen bekanntlich viele Wege ! Da die Erde rund ist kommt man immer wieder zum Ausgangspunkt ,egal in welche Richtung man los marschiert ! Man muss aber auch wollen !

Das Lied der Puhdys ist wohl unvollständig gewesen ! ! !

Zäune abreißen - Zäune aufbauen

Privatisieren - wieder verstaatlichen

Leute rauslassen -Leute reinlassen - Leute rausschmeisen usw.

Alles was gewesen kommt wieder ,manchmal dauerts länger ,manchmal geht überraschend abrupt ! Politiker kommen und gehen !

Aber Geld regiert die Welt !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#199

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 14:03
von Sperrbrecher | 1.650 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #179

Was das Nebeneinander angerichtet hat wurde bei der NSU deutlich 10 Tote und immer noch keine eindeutige Klärung der Schuldfrage, weil jeder Dienst nicht seine Schmalzstullen offenlegt, trotz der guten parlamentarischen Kontrolle, wo war sie denn?

Gerichtsfest ist da überhaupt noch nichts erwiesen, denn z.Zt. wird immer noch verhandelt. Ein Ergebnis liegt bislang noch nicht vor, allenfalls Vermutungen und Spekulationen. Ich gehe jede Wette ein, dass alles so endet wie das "Hornberger Schießen". Außer Spesen - nichts gewesen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#200

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.10.2015 17:34
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #198
Bei Merkel weiss man ja auch nicht, aus welcher Richtung sie ihre Weisungen bekommt.



In der Hinsicht herrschte früher Klarheit


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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