#121

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 06:32
von ABV | 4.202 Beiträge

Gab es denn überhaupt K-Marken in der DDR? Ich weiß nur, dass die Kriminalpolizei ganz normale Dienstausweise besaß! K-Marken kenne ich erst seit der Wiedervereinigung. Ich kann mich aber auch irren und lasse mich gerne eines besseren belehren!

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#122

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 06:50
von furry | 3.577 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #121
Gab es denn überhaupt K-Marken in der DDR? Ich weiß nur, dass die Kriminalpolizei ganz normale Dienstausweise besaß! K-Marken kenne ich erst seit der Wiedervereinigung. Ich kann mich aber auch irren und lasse mich gerne eines besseren belehren!

Gruß Uwe


Laut ebay soll es welche gegeben haben.

Quelle: http://www.ebay.ch/sch/DDR-Ostalgie-/8754/i.html


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#123

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 07:17
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ich habe Ausweispapiere und Marke bis 1989 im Besitz gehabt, im Internet habe ich dazu folgende Aussage gefunden.

Zitat von http://www.ausweismarke.de/14071.html
Der Verlust der K-Marken war relativ hoch, so daß bereits Mitte der 70ger Jahre über die Notwendigkeit dieser Ausweismarken -mit eindeutiger Tendenz zum Einzug- diskutiert wurde.

Es wurden bereits damals keine neuen Marken mehr ausgegeben. Die Kriminalisten wiesen sich im Dienst mit dem Dienstausweis aus.

Am 1.September 1980 fällte der Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei eine Grundsatzentscheidung, nach der alle noch vorhandenen Marken bis zum 30.6.1981 einzuziehen waren.

Andere Polizeiorgane, insbesondere der Staatssicherheitsdienst, verwendeten offiziell keine Dienstausweismarken. Wohl aber ist bekannt, daß insgesamt 2.725 Kripomarken an das MfS „ausgeliehen" wurden. Die Stasi-Mitarbeiter konnten hiermit bei Festnahmen und anderen Eingriffen die Zugehörigkeit zur Kriminalpolizei vortäuschen.



Wer im MfS alles entsprechende Ausweispapiere hatte kann ich nicht sagen, auf jeden Fall alle mir bekannten Untersuchungsführer der IX. Ausgewiesen wurde sich damit bei allen Gelegenheiten in denen dies erforderlich war, während der Klappfix eigentlich nur intern zu verwenden war. Sprich anderen Mitarbeitern gegenüber und beim Betreten von Objekten, selten auch gegenüber anderen bewaffneten Organen wenn denen unsere Kompetenz nicht sofort klar war. War aber selten notwendig, da man sich im großen und ganzen kannte und den entsprechenden MA der K schon klar war wer da jetzt die Ermittlungen übernahm.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#124

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 09:48
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde.....
Du liegst mit der Frage" gabs die Überhaupt" gar nicht so falsch, Uwe. Bei der Trapo wurden die K-Marken in den späten 70ern (so 75/76 rum) nicht mehr ausgegeben, endgültig abgeschafft so gegen 1980. (Alles aus der Erinnerung,ohne genaues Jahr)
Komischerweise wurden die Marken durch das MfS weiterbenutzt, so dass es regelmässig zu hochgezogenen Augenbraunen kam, wenn mal jemand mit so ner Marke zum Alten in das Sternenstädchen wollte. Na ja, dann wurde eben der Dienstausweis gezeigt.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#125

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 10:30
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Guten Morgen Hans,
bin ja nie neugierig (niiiieeee)
was war das Sternenstädtchen?


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#126

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 10:41
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen.......
Neugierde soll ja positiv sein.Ne, frag nur....
Also - Vorgesetzte tragen ja auf ihren Schultern viele schöne Sternchen spazieren.
Und der jeweilige Bereich, in dem ihre Dienstzimmer untergebracht waren, hieß daher bei den Truppen eben "Sternenstädtchen" , wohl als etwas despektierliche Anlehnung an das Sternenstädtchen für die Kosmonauten in der Nähe von Moskau. Eben ...."ganz weit Oben".
73 Hans


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#127

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 12:17
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Danke für die Antwort, wäre ich nie darauf gekommen, dachte wäre richtig eine Stadt wo die Generale wohnten.
Mit den Kosmonauten bei Moskau war mir klar.
Ist ja OT
Als S. Jähn im All war, da war ich gerade in Kasachstan


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#128

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.04.2014 14:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Kennt jemand das Buch - Das Auge der Partei: Fotografie und Staatssicherheit von Karin Hartewig?

Auf Seite 217 kann man lesen: Erst ab 1970 feierte die Staatssicherheit wieder öffentlich. http://books.google.de/books?id=7ZRFuZoU...mellies&f=false

Weiter im Text erfährt man, dass es 1970 im Rahmen der Sendung des DDR - Fernsehens "Treffpunkt Berlin" von und mit Hans Jacobus auch über die Kundschafter des Friedens diskutierte. Leider finde ich keine anderen Quellen dazu.

Gleichzeitig ist aber im ND am 15.02.1970 folgender Artikel erschienen:

Helden an der geheimen Front

Begegnungen mit Kundschaftern gehören zu den seltenen Erlebnissen des Reporters. Es sind keine einfachen Gesprächspartner. Viele Worte zu machen, ist nicht ihre Art. Persönliche Bescheidenheit spricht aus ihrer Haltung. Zugleich äußert sich darin die in langen Jahren ihres Kampfes ausgebildete und erprobte Fähigkeit, die Aktivität des Feindes zu erfassen und einzuschätzen. Es sind Fachleute mit gründlichem Wissen. Geistesgegenwärtige und reaktionsschnelle Leute, die auf wissenschaftliche Methoden und auf grundliche Analysen eingeschworen sind. Doch all das charakterisiert den Kundschafter des Friedens noch nicht. Bei unserer Begegnung mit Kundschaftern der DDR 'berührte uns am stärksten das Bekenntnis zu ihrer Klasse, zum sozialistischen Staat, ihre tiefe Liebe zu den Menschen, für deren Glück und Sicherheit sie ihre gefahrvolle Arbeit leisteten.

Zwei Männern sind wir begegnet, dem Ingenieur Rudolf Rie- mann und dem Diplomingenieur Harald Gottfried. Fast 15 Jahre lang erfüllten sie in der westdeutschen Rüstungsindustrie und Rü- stunigsforschung ihren Kundschafterauftrag. 15 Jahre oder 4975 Tage lebten sie in höchster Nervenanspannung, um ihre Aufgaben zu lösen. Es waren Tage, von denen viele unerbittlich immer neue Bewährung forderten.

Rudolf Riemann ist ein alter Kämpfer für den Frieden. Er gibt knappe und konzentrierte Antworten. Er winkt ab, wenn vom besonderen Wert seiner Taten gesprochen wird. Aiber es sitzt auch Freude m seinen Augen, wenn er

schildert, wie er rechtzeitig Pläne der westdeutschen Luftwaffen- rustung und Raketenindustrie ausfindig machen konnte. Rudolf Riemann unterscheidet sehr genau, wenn er Menschen seiner (bisherigen Umwelt charakterisiert; Mit Achtung spricht er von Freunden und Kollegen, die ihm halfen. „Es gibt in Westdeutschland viele Patrioten", sagt er. Haß schwingt mit, wenn er von alten Flugzeugkonstrukteuren berichtet, die noch heute der Überzeugung sind, der zweite Weltkrieg hätte länger dauern müssen, dann wäre „Messerschmitt weiter gewesen"

Unser zweiter Gesprächspartner, Diplomingenieur Harald Gottfried, ist noch ]ung, gerade 35 Jahre. Genosse Gottfried ist lebhaft und beweglich, in der Arbeit kühl und bedachtsam. Ein Mann, der genau prüft, was er sagt und tut. Im Gespräch mit ihm werden die wichtigsten Wesenszuge eines sozialistischen Kundschafters augenfällig. Aus allem, was er vorbringt, ist die unbedingte Treue und Einsatzbereitschaft für den sozialistischen deutschen Staat und für die Sicherheit unserer Republik zu spuren.

Rudolf Riemann greift einen x- beliebigen Tag aus seiner Kundschaftertätigkeit heraus. Er erzählt, wie er zur Arbeit fuhr, den Weg zum Zweigwerk der Vereinigten Flugtechnischen Werke in Einswarden. Wie allmorgendlich grüßte er den Pförtner, und der Mann am Tor erwiderte den Gruß freundlich.

Im Büro holte der Ingenieur seine Unterlagen hervor, ein ziemliches Pensum für einen Arbeitstag. Knifflige Fragen barg der Stapel. Nicht zufällig hatte man sie ihm zugeteilt: Riemann galt als ein anerkannter Fachmann. Vor ihm lagen Pläne. Auf einer Projektmappe stand die Bezeichnung „FFM 582". Es ging um ein Spezialflugzeug. Man hatte ihm das harmlose Etikett „Wetterforschungsmaschine" gegeben. Aber Rudolf Riemann wußte, daß es sich hier um die westdeutsche Version eines Höhenflugzeuges für Spionagezwecke handelte, ähnlich der U 2, die von den USA zur Luftspionage gegen die sozialistischen Länder eingesetzt wurde.

Der Kundschafter lächelte, denn er kannte die Pläne der FFM 582 nicht erst seit ein paar Tagen, und sie waren auch schon anderswo bekannt Rudolf Riemann hatte schon geraume Zeit vorher. noch im Stadium der Planung, der Reißbrettarbeit, über diese und andere Konstruktionen der westdeutschen Rüstungskonzerne Informationen gegeben.

Ingenieur Riemann telefonierte letzt mit dem Werk in Bremen wo Starfighter in Lizenz gebaut wurden bzw. werden und die Luftrüstungspläne der westdeutschen Bundeswehr Gestalt annehmen. Er meldete sich bei verschiedenen Abteilungen an, in denen er häufig zu tun hatte. Er sah heute eine günstige Gelegenheit, dort mehr über den Fortgang der Entwicklung der FFM 582 zu erfahren. Der Ingenieur war auch in Bremen wohlbekannt, und sein Spürsinn ließ ihn an diesem Tage weitere wichtige Einzelheiten über die vorgesehene Produktion der FFM 582 ausfindig- machen. Es wurde ein langer und erfolgreicher Tag für den Kundschafter. Die neuerkundeten Fakten erhärteten den Beweis, wie Bonner Bundeswehr und Monopole gemeinsam die Konzeption eines aggressiven Luftkrieges vorbereiteten. Seine Informationen gaben der DDR und den anderen sozialistischen Ländern die Möglichkeit, rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Im Winter 1967 machte die westdeutsche Flugzeugindustrie spektakuläre Schlagzeilen. „Bruchlandung auf dem Schuldenberg" „Bonn kürzt Forschumgsmit- tel" — „1200 blaue Briefe abgeschickt". War die Flugzeugindustrie, die besonders auf Betreiben von Franz Josef Strauß nach 1955 aus dem Boden gestampft wurde, ein sterbender Industriezweig? Die Meldungsflut, die sich in die Bonner Presse ergoß, erweckte den Anschein, als ab wer niger Aufträge für eigene Entwicklungen vom Bundesverteidi- gungsministerrum erteilt werden sollten. Wo lag die Wahrheit?

Die westdeutsche Flugzeugindustrie zählte schon nahezu 40 000 Beschäftigte. Der Chef der amerikanischen United Aircnaft nahm an den Aufsichtsratssitzungen der Konzerne teil. Im Bremer Werk war nichts von Kürzungen der Mittel für Forschungszwecke zu spüren. Tatsachen, die der Kundschafter noch einmal durchdachte. Wieder war eine immense Kleinarbeit zu bewältigen, um die Machenschaften der Konzerne zu durchschauen. Er forschte Berichte durch, analysierte, suchte Verbindungen zu bestimmten Projekten.

Der Kundschafter durchschaute die Absichten der Konzerne. Sie hatten ihre Aggressionsabsichten nicht fallengelassen. Die Öffentlichkeit sollte irregeführt und eingeschläfert werden. Der Kundschafter prüfte jede Aktivität, jedes Manöver des Gegners, um Wichtiges von Umiwichtigeni zu

sondern. \Ein Objekt kristallisierte sich heraus, auf das er sein ganzes Augenmerk richtete. Es war die sogenannte mittelfristige Finanzplanung der westdeutschen Flugzeugindustrie für die Jahre 1967 bis 1971. Ein Plan, der gemeinsam mit dem Bonner Kriegsministerium ausgeklügelt worden war. Die Enthüllungen der DDR und anderer sozialistischer Staaten über diesen Zweig der Bonner Aufrüstung brachten der Weltöffentlichkeit Tatsachen zur Kenntnis, an deren Ermittlung auch Rudolf Riemann beteiligt war.

Rudolf Riemann ist heute 57 Jahre alt. Ein kampferfülltes Leben liegt hinter ihm. In der sozialistischen Heimat, in der er jetzt lebt, wird er vieles nachholen können, was er in den Kiundschafterjahren vorerst zurückstellen mußte. Er sagt heute: „Es ist oft schwer gewesen, unter dem Feind leben zu müssen, ihn nicht aus dem Auge zu lassen. Aber ich bin stolz darauf, für dem Schutz unserer Republik gearbeitet zu haben!" Und er sagt noch: „Macht nicht soviel Aufhebens, Genossen, es war meine Pflicht!"

Unser zweiter Gesprächspartner, der Diplomingenieur Harald Gottfried, wollte ursprünglich unbedingt Lehrer werden. Der grauenhafte Kraeg, der auch die Familie nicht verschonte, ließ in ihm den Wunsch wachsen, etwas für die Menschen zu tum, als Lehrer junge Menschen mit humanistischem Geist au erfüllen. Der Haß gegen den Krieg und jene, die ihn vom Zaune brachen, hatte sich tief in sein Herz gegraben.

Harald Gottfried kam nach Heidelberg. Er begann an der dortigen Universität Geschichte zu studieren. Doch schon während des ersten Semesters offenbarten ihm die Vorlesungen nicht weniger als die offizielle Bonner Politik, daß die Herrschenden nicht gewillt waren, Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Harald Gottfried brach sein Studium ari aieser Fakultät ab. Er wollte unmittelbar mithelfen, den neuen Kriegsbrandstiftern das Handwerk zu legen. Er übernahm einen komplizierten Auftrag. Aus dem angehenden Lehrer wurde ein Kundschafter. Zugleich wechselte er die Studienrichtung.

Der Student Gottfried saß nun in den Kollegs der Technischen Hochschule Karlsruhe. Er büffelte bis in die Nacht, um einen schnellen und guten Abschluß als Diplomingenieur für Elektrotechnik zu erreichen. Er betrieb das neue Studium mit wachsendem Interesse, entdeckte an sich eine nie vermutete Neigung zur Naturwissenschaft. „Dabei spornte mich der Gedanke an, daß ein hervorragender Fachrriann mit Erfolg hinter die Kulissen des Mißbrauchs der Wissenschaft durch die Imperialisten sehen kann. Soll ein dritter Weltkrieg verhindert werden, so muß es Menschen geben, die sich ihm, mit den Gesetzen der Wissenschaft vertraut, entgegenstemmen.

„Es gelang mir, in der Sicherheitsabteilung des Kernforschungszentrums Karlsruhe eine Tätigkeit aufzunehmen. Mein Arbeitsplatz befand sich nahe dem Reaktor. Ich kam mit Versuchsprotokollen in Berührung, konnte die Aufberatung von Kernbrennstoffen verfolgen.

Der junge Diplomingenieur und Kundschafter war dennoch auf die Dauer unzufrieden. Seine Tätigkeit am Reaktor fesselte ihn zu stark an einen bestimmten Platz. Sie engte seinen Kundschafterhorizont ein: Harald Gottfried fand allerdings schon zu dieser Zeit Anhaltspunkte, daß das Kernforschungszentrum Karlsruhe keineswegs nur der friedlichen Forschung diente, wie es nach außen hin verlautete. Er sah sehr bald,

daß große Teile des Arbeitsprogramms systematisch mit der aggressiven Atomstrategie des Bonner Staates in Übereinstimmung gebracht wurden. Der Kundschafter ersuchte um einen Wechsel seines Arbeitsplatzes. Es überzeugte die Vorgesetzten, daß der junge Mann, der ein solides Wissen besaß, sich auf seinem Fachgebiet entwickeln wollte.

Auf dem Gelände des Kernforschungszentrums Karlsruhe entstand ein MehrzweckforT schungsreaktor mit einer elektrischen Leistung von 50 Megawatt. Die Baukosten betrugen 157 Millionen Mark. Einen „vielseitigen'' Reaktor hatte die westdeutsche Atomkommission, in der neben Abs auch die Aufsichtsratsvorsit- zenden der AEG und der Siemens-AG, also Elitefirmen der westdeutschen Rüstungsindustrie, sitzen, bauen lassen. Der neue Reaktor lief 1966 mit voller Leistung an. Er ist gegenwärtig der größte Schwerwasser-Nätururan- Reaktor in Westeuropa. Diese Tatsache erregte die Aufmerksamkeit des Kundschafters Gottfried. Wozu brauchte man in der Bundesrepublik einen so großen Mehrzweckforschungsreaktor? Sie ist in mehreren internationalen staatsmonopolistischen Vereinigungen, zum Beispiel der EURATOM, vertreten. Von dort könnte sie doch genügend Kernbrennstoff für das Karlsruher Versuchspro- granvn erhalten, das in der Öffentlichkeit als klein und be<- scheiden dargestellt wurde. Wo lag das Geheimnis von Karlsruhe?

Harald Gottfried war inzwischen in das Meßlabor für Elektronik übergewechselt. Er hatte einen anderen vorgeschobenen Posten bezogen, von dem aus die Stellung des Feindes tiefer und gründlicher einzusehen war. Ihn interessierte besonders das Problem der „schnellen Brüter", denn dort lag der Schlüssel zum Geheimnis von Karlsruhe. „Schnelle Brüter" sind Reaktoren die durch spezielle Fahrweise aus Kernbrennstoffen zusätzlich Plutonium gewinnen. Sie erzeugen mehr spaltbares Material, als sie selbst verbrauchen. Hier lag des Pudels Kern. Auf verhältnismäßig einfache Weise und jeder öffentlichen Kontrolle entzogen, konnte mit der Aufbereitung von bombenreinem Plutonium begonnen werden. Hier war der Grund zu suchen, warum Bonn eine so

große Summe für den Reaktor von Karlsruhe zur Verfügung gegestellt hatte.

Die Tatsachen über das Bonner Kernwaffenkartell, seine Ziele und Hintergründe sind seit Anfang 196,9, seit einer viel beachteten internationalen Pressekonferenz des Nationalrates und des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, vor der Welt enthüllt worden.

Genosse Harald Gottfried hat durch seine Kundschaftertätigkeit wesentlich dazu beigetragen, die Bonner Atomkriegsvorbereitungen aufzudecken. So wirken Kundschafter getreu der Forderung Lenins, das Geheimnis zu in dem der imperialistische Krieg geboren wird.

Es gibt Stunden im aufopfe- rungs- und gefahrvollen Leben dieses Mannes, die anspannend und kraftspendend zugleich sind- In Karlsruhe formierten sich zu Ostern die Atomkriegsgegner, Arbeiter, Lehrlinge, Studenten, Professoren, Künstler, zum Oster- marsch. Harald Gottfried stand an der Straße und las die Transparente. Er dachte sich, sie ahnen, wie nahe Grauen und Gefahr sind, gegen die sie demonstrieren. In diesem Augenblick überkam ihn das beglückende Gefühl, auch in diesem Bonner Staat nicht allein zu sein, Verbündete zu haben.

Aus diesem Erlebnis heraus ergab sich noch eine Frage an Harald Gottfried. Steht ein Kundschafter völlig außerhalb des politisch-gesellschaftlichen Lebens des Staates, in dem er leben muß? Harald Gottfried antwortet, daß der Kundschafter oft seinen Umgang genau zu überdenken hat. „Für mich war es günstig, sich am politischen Leben zu beteiligen Ich war jiung und aktiv, man schätzte mein Temperament, und daher trat man an mich heran, eine Funktion im Vorstand der Vereinigung der Wissenschaftler zu übernehmen. Diese Tätigkeit bot mir Möglichkeiten und hat mir tiefe Befriedigung bei der Erfüllung meines Auftrages ge- geben."

Aus dem Lehrer wiurde ein Kundschafter. Wird aus dem Kundschafter wieder ein Lehrer werden? Harald Gottfried erwartet nach dem erfolgreichen Abschluß seines Auftrages, die Aspirantur auf seinem Fachgebiet. Er bleibt Elektroniker. Und eines Tages wird er auch Lehrer sein. Ein guter Lehrer, dessen sind wir gewiß. Er wird standhafte junge Patnoten formen helfen. Er wird jungen Menschen unserer Republik, Bauherren der Zukunft, zugleich mit den Schätzen der Wissenschaft auch den Reichtum seiner politischen Kam gen vermitteln können, die er Aug' in Aug' mit dem imperialistischen Feind erworben hat.

Unsere Folge „Dem Feind keine Chance" gab Einblicke in die schwierige und erfolgreiche Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR an verschiedenen Kampfabschnitten. Sie schilderte, wie patriotische Kräfte die Absichten, Ziele und Umtriebe des westdeutschen Geheimdienstes erkundeten und bloßlegten, den imperialistischen Spionageagenturen schwere Niederlagen bereiteten. Tatsachen, die beweisen, daß der Frieden und der Sozialismus zuverlässig gesichert sind.

Wir lernten Kundschafter der Deutschen Demokratischen Republik kennen, die im Dienste der Arbeiterklasse ihren großen Vorbildern, den Helden an der unsichtbaren Front des Kampfes gegen den Imperialismus, nacheifern und dem Feind keine Chance lassen.


http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/...0des%20Friedens|erfolgreicher|erfolgreichen|erfolgreiche|1970

So wie es sich darstellt, begann erst 1970 eine große Initiative in der Öffentlichkeitsarbeit. Was war vorher? Daher noch mal meine Frage - Kennt jemand das o.g. Buch?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 28.04.2014 14:31 | nach oben springen

#129

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 20:18
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Das die K-Marken im MfS eingezogen wurden, kann ich nur bestätigen. daß Jahr weiß ich nicht mehr, aber es war noch tiefste DDR, als ich meine ab geben mußte.Danach ging alles nur noch mit K Ausweis.
Das war aber unterschiedlich je nach Aufgabenstellung.
Einige hatten VP Ausweis einige K Ausweis. Meinen K Ausweis habe ich noch. Hat bei der Entlassung keiner danach gefragt.
Meinen Dienstausweis hätte ich gern als Andenken behalten, durfte leider nur die Hülle behalten, die hatte ich ja auch bezahlt.Zum Umgang mit dem DA kann ich nur das hier gesagte aus eigener Erfahrung bestätigen.
Für MA einer KD war es im eigenen Territorium wenig sinnvoll mit Ausweisen herumzuwedeln.Wer länger dabei war, war zumindestens in der Kreisstadt bekannt, bei der VP sowieso.Wer sich bei Geschwindigkeitskontrollen mit seinem MfS Ausweis aus der Schlinge ziehen wollte, hat das nur einmal gemacht, denn die VP meldete das an die jeweilige BV,danach kam die Disziplinarkeule der Kaderabteilung, plus Parteistrafe.
MA des MfS wurden in der Regel immer 2x zur Verantwortung gezogen,dienstlich und parteilich.Bei Verstößen mit Dienst Kfz,außer im eigenen Territorium, ging das Kfz Kennzeichen zur BdVP, dort sah man Sperrvermerk, aha einer vom MfS , also Meldung zur BV und die Kaderabteilung war wieder erfolgreich.
Auf jeden Fall hing das Verhalten der VP bei VK Kontrollen im eigenen Territorium immer aus auch von dem persönlichen Verhalten zum grünen Waffenbruder ab.Ich hatte nie Probleme mit meinen Kollegen von der anderen Feldpostnummer, aber ich kenne auch andere Beispiele.
Wie sagt man so schön, wie man in den Wald hineinruft...
Aber so ein Polizeiausweis hatte natürlich auch seine guten Seiten, wenn man privat oder dienstlich auswärts war und in eine VK kam.Dieser Ausweis hat mir so manchmal viel Ärger erspart, da sich die VP Angeh. untereinander nicht angeschissen haben.Der Ausweis hat sogar noch eine Weile nach der Wende funktioniert. Ich habe dann immer gefragt, bist du ein Alter oder ein Neuer.Wenn es ein Alter war, habe ich mich als ehemaliger Kollege ausgewiesen und fuhr weiter.Die Zeit ging dann schnell zu Ende, ich glaube heute gibt es solche Kollegialität nicht mehr.Man trifft ja hin und wieder noch auf den einen oder anderen alten Hasen.Meist ist dann immer noch ein Jüngerer dabei.Ist mir einigemale passiert, daß ein Alter später sagte, es ging nicht anders, wenn ich dich fahren lasse,kommt der Anschiß, die Neuen wollen alle Karriere machen, da traut sich keiner mehr ein Auge zu zudrücken.
So das war mal ein Schlag aus der Jugend.



diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#130

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 20:28
von Lutze | 8.039 Beiträge

Viel Ärger erspart bei einer Verkehrskontrolle,naja,
dann warst du wohl was Besseres mit deinem Polizeiausweis
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#131

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 20:49
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Er war halt ein Kollege Lutze, nichts besseres.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#132

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 20:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #130
Viel Ärger erspart bei einer Verkehrskontrolle,naja,
dann warst du wohl was Besseres mit deinem Polizeiausweis
Lutze


@Lutze, es gab den Spruch von VP-Angehörigen
"ich hab den lieben Gott" in der Tasche, gemeint war der Dienstausweis, praktisch ein Türöffner.
Verkehrskontrollen der Art hab ich als Beifahrer selbst erlebt, Dienstausweis gezeigt und gute Weiterfahrt.
Auch der "Ausweis zur Legitimation" (Verwaltung 2000) war Türöffner und verhinderte unliebsame Fragen.
Ich möchte mal behaupten, es gab eine gewisse Unwissenheit bei der VP. In Leipzig wurde ich angehalten, die Kontrolle war ganz schnell zu Ende nach
dem ich meinen Dienststellenausweis aus Glöwen zeigte. Der Dienststellenausweis berechtigte nur zum Betreten der Kaserne Glöwen.
Unwissenheit, oder eingeschüchtert vom ganzen System?
Micha


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#133

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 21:12
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #131
Er war halt ein Kollege Lutze, nichts besseres.

Einspruch,
natürlich hat sich so mancher Polizist sich für etwas Besseres gehalten,
Verkehrskontrollen dienten wohl auch zur Sicherheit im Straßenverkehr,
und bei Verstössen wurde man nicht umsonst angehalten,
mit einem Polizeiausweis sich dabei aus der Schlinge zu ziehen sagt
doch alles
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#134

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 21:19
von DoreHolm | 7.702 Beiträge

Auch wir Kraftfahrer hatten "Privilegien". Kontrollieren durften uns nur NVA-eigen Kräfte (KD, oder auch "Kettenhunde" genannt). Es trat aber höchst selten diese Situation ein. Hatte sie selbst in dem Halbjahr als Kradfahrer nie erlebt, daß ich Mist gebaut hatte, wo mich normalerweise die Verkehrspolizei an der Kandarre hätte haben müssen (bis auf häufigen Restalkoholspiegel).



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#135

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.09.2015 21:39
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #134
Auch wir Kraftfahrer hatten "Privilegien". Kontrollieren durften uns nur NVA-eigen Kräfte (KD, oder auch "Kettenhunde" genannt). Es trat aber höchst selten diese Situation ein. Hatte sie selbst in dem Halbjahr als Kradfahrer nie erlebt, daß ich Mist gebaut hatte, wo mich normalerweise die Verkehrspolizei an der Kandarre hätte haben müssen (bis auf häufigen Restalkoholspiegel).


@DoreHolm, Fahrer der GT hatten das Glück sich auch diesen Kontrollen zu entziehen. ( ab 77)
Das wurde uns eigetrichtert, Dienstauftrag zeigen lassen beim KD.
Da stand dann drin "Berechtigt zur Kontrolle von Fahrzeugen der NVA"
Für die GT war damit das Thema erledigt.
Micha


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#136

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2015 08:51
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Lutze, auf welchem Stern lebst Du denn? Meinst Du im ernst das es heute anders geht (sofern überhaupt Zeit für Verkehrskontrollen sind)?

Signalobermaat, auch heute ist es so das der "junge" Kollege sich die Sporen verdienen will, jeden Mückensch**** mit ´nem Strafzettel abhandelt während der "Alte" es mit einer mündlichen Verwarnung belassen würde.

MfG Berlin

Edit: Rechtschreibung


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 16.09.2015 11:14 | nach oben springen

#137

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2015 10:13
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #129
Das die K-Marken im MfS eingezogen wurden, kann ich nur bestätigen. daß Jahr weiß ich nicht mehr, aber es war noch tiefste DDR, als ich meine ab geben mußte.Danach ging alles nur noch mit K Ausweis.
Das war aber unterschiedlich je nach Aufgabenstellung.
Einige hatten VP Ausweis einige K Ausweis. Meinen K Ausweis habe ich noch. Hat bei der Entlassung keiner danach gefragt.
Meinen Dienstausweis hätte ich gern als Andenken behalten, durfte leider nur die Hülle behalten, die hatte ich ja auch bezahlt.Zum Umgang mit dem DA kann ich nur das hier gesagte aus eigener Erfahrung bestätigen.
Für MA einer KD war es im eigenen Territorium wenig sinnvoll mit Ausweisen herumzuwedeln.Wer länger dabei war, war zumindestens in der Kreisstadt bekannt, bei der VP sowieso.Wer sich bei Geschwindigkeitskontrollen mit seinem MfS Ausweis aus der Schlinge ziehen wollte, hat das nur einmal gemacht, denn die VP meldete das an die jeweilige BV,danach kam die Disziplinarkeule der Kaderabteilung, plus Parteistrafe.
MA des MfS wurden in der Regel immer 2x zur Verantwortung gezogen,dienstlich und parteilich.Bei Verstößen mit Dienst Kfz,außer im eigenen Territorium, ging das Kfz Kennzeichen zur BdVP, dort sah man Sperrvermerk, aha einer vom MfS , also Meldung zur BV und die Kaderabteilung war wieder erfolgreich.
Auf jeden Fall hing das Verhalten der VP bei VK Kontrollen im eigenen Territorium immer aus auch von dem persönlichen Verhalten zum grünen Waffenbruder ab.Ich hatte nie Probleme mit meinen Kollegen von der anderen Feldpostnummer, aber ich kenne auch andere Beispiele.
Wie sagt man so schön, wie man in den Wald hineinruft...
Aber so ein Polizeiausweis hatte natürlich auch seine guten Seiten, wenn man privat oder dienstlich auswärts war und in eine VK kam.Dieser Ausweis hat mir so manchmal viel Ärger erspart, da sich die VP Angeh. untereinander nicht angeschissen haben.Der Ausweis hat sogar noch eine Weile nach der Wende funktioniert. Ich habe dann immer gefragt, bist du ein Alter oder ein Neuer.Wenn es ein Alter war, habe ich mich als ehemaliger Kollege ausgewiesen und fuhr weiter.Die Zeit ging dann schnell zu Ende, ich glaube heute gibt es solche Kollegialität nicht mehr.Man trifft ja hin und wieder noch auf den einen oder anderen alten Hasen.Meist ist dann immer noch ein Jüngerer dabei.Ist mir einigemale passiert, daß ein Alter später sagte, es ging nicht anders, wenn ich dich fahren lasse,kommt der Anschiß, die Neuen wollen alle Karriere machen, da traut sich keiner mehr ein Auge zu zudrücken.
So das war mal ein Schlag aus der Jugend.



Ich kenne dies ein wenig anders.

Bei entsprechenden Kontrollen wurde sofort abgestraft, da hat einen auch der Dienstausweis des MfS nicht gerettet. Es sei denn, es gab wirklich DIENSTLICHE Gründe. Das musste man dann aber auch verantworten. Wie sollte es denn mit dem Ausweis der K funktionieren ?Es wurden immer die Zulassung verlangt und die Fahrzeuge waren ja auf des MfS zugelassen.

Sich mit einen Dienstausweis - welchen auch immer - freizukaufen konnte sehr teuer werden, sprich da gab es drastische Strafen.

Wir hatten bei uns in der Abteilung einen KfZ - Verantwortlichen, da war 1 x im Monat der Führerschein / Stempelkarte vorzulegen. Und wenn die sich füllte, gab es einen Ordnungsgong.


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#138

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2015 11:09
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Bei meiner Mitnahme aus dem Betrieb wurde mir kein Ausweis gezeigt.


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#139

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2015 11:14
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #137
... Es sei denn, es gab wirklich DIENSTLICHE Gründe. ... .


Der Streifenpolizist wird das vor Ort aber nicht beurteilen können, insoweit wäre diese Hürde erst einmal genommen.

Und ob wirklich immer eine Meldung an die BV geschickt wurde und ob wirklich immer die Konstruktion eines nachträglichen Alibis durch gute hausinterne Beziehungen ausgeschlossen war, wer kann das mit Sicherheit sagen?

Gruss Wolfgang



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#140

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2015 12:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Alfred, so verschieden waren die Zeiten. Eine "beschmutzte" Stempelkarte wurde beim TA/TB abgegeben und es gab keinen Ordnungsgong sondern
eine unbefleckte Neue. (kommentarlos)
Micha


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