#41

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:12
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #39
Zitat von ABV im Beitrag #38
Zitat von Lutze im Beitrag #33
Zitat von steffen52 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
Grüsse steffen52

ein ehemaliger Kollege von mir wurde direkt von der Arbeit
durch MfS-Mitarbeiter abgeholt,zimperlich waren die nicht,
was die Öffentlichkeit entsprach
Lutze


Mensch Lutze: das Thema beschäftigt sich mit der Selbstdarstellung des MfS in der Öffentlichkeit!! Und nicht wie die Öffentlichkeit das MfS gesehen hat.

Gruß Uwe


gibt es da einen großen Unterschied?
Lutze


Lutze:
1. Thema lesen
2. gründlich nachdenken
3. beim Thema bleiben

Gruß Uwe


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#42

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:12
von Gelöschtes Mitglied
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Ich weiß es einfach nicht mehr, @Uwe, an direkte Vorwürfe, ich meine die damalige BDVP Magdeburg, kann ich mich nicht erinnern, und mein damaliger Lebensradius umfasste ca. 130 km außerhalb von Ostberlin bzw. dem damaligen Sperrgebiet, sprich: von Wittenberge nach MD und zurück....

LG von der Elbe an die Oder

von Klaus


zuletzt bearbeitet 23.04.2014 21:13 | nach oben springen

#43

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:16
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #35
Zitat von DoreHolm im Beitrag #31
Zitat von steffen52 im Beitrag #18
Zitat von Merkur im Beitrag #15
Zitat von ABV im Beitrag #14
Außerdem fanden diese Medienprodukte nicht unbedingt das Interesse der breiten Bevölkerung.
Gruß Uwe


Ich ging bisher immer davon aus, dass beispielsweise "For Eyes Only" oder "Das unsichtbare Visier" sog. Straßenfeger waren und auf breites Interesse stießen.


@Merkur, bestimmt in den Bezirken der DDR, wo man kein Westfernsehen empfing!
Grüsse steffen52


Lila: Irrtum, steffen52. In Erfurt konnten alle zwei bzw. spärter drei Westprogramme empfangen werden. Habe beide File gesehen und fand sie spannend, auch wenn ich mich in meinen damals jungen Jahren noch nicht sonderlich für Politik interessiert habe. Ja, sicher gab es Leute, die sich solche Filme schon aus Prinzip her nicht anschauten sondern lieber eine Heimatfilm aus den Alpen oder einen Holywood-Monumentalfilm, aber die Interessen sind eben unterschiedlich und ich finde nicht, daß in beiden Filmen vorrangig und übermäßig antikapitalistische und antiimperialistische Polemik und Propaganda gemacht wurde. Es ging um Freund und Feind, um Gut und Böse, stimmt, allerdings nicht so plump wie in den Tageszeitungen der SED. Ohne eine spannende Handlung aber mit plumper Phrasendrescherei hätte die sich selbst ein guter Genosse nicht angetan.


@DoreHolm, meinte ja auch Dresden und Umgebung! Welcher Film nun besser war, darüber lässt sich streiten! Wichtig war für uns Jugendlichen war, die Hauptsache aus den Westen. War nun mal so, zu dieser Zeit! Haben ja auch unter schlimmen Bedingungen die Hitparade von Radio Luxemburg(KW) gehört!
Grüsse steffen52


Grün: Da muß ich Dir zustimmen. Was aus dem Westen kam, war für eine Mehrheit der Bevölkerung erst mal grundsätzlich besser, auch wenn es die sinnlosesten Schinken waren. Kritisch gesehen haben viel die Westfilme eher nicht. Auch die "Fachleute" aus dem Westen, die zur Wende hier die Leitungspositionen enterten, waren erst mal die "erfahrenen Leute, die Recht haben und denen man vertrauen kann. Die Ernüchterung folgte oft sehr schnell. Was amerikanische Filme betrifft, ist man heute zum Glück auch hier sehr viel kritischer.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#44

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:17
von ABV | 4.202 Beiträge

Eine Vernehmung in der BDVP, zumal wegen eines Personalausweises, ist schon sehr ungewöhnlich. Und auch die Tatsache, dass man dich vom VPKA sofort dorthin geschickt hat. Da muss schon im Vorfeld etwas gegen dich vorgelegen haben.
Aber was? Darüber kann man nur spekulieren.

Viele Grüße von der Oder an die Elbe
Uwe


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#45

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 22:12
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #33
Zitat von steffen52 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
Grüsse steffen52

ein ehemaliger Kollege von mir wurde direkt von der Arbeit
durch MfS-Mitarbeiter abgeholt,zimperlich waren die nicht,
was die Öffentlichkeit entsprach
Lutze


Kenne ich auch. 2 Arbeitskollegen hatten einen 220 V Motor geklaut und sich erwischen lassen. 2 Unauffällig gekleidete holten sie ab.
Da Genügte ein Blick.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#46

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 22:14
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #45
Zitat von Lutze im Beitrag #33
Zitat von steffen52 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
Grüsse steffen52

ein ehemaliger Kollege von mir wurde direkt von der Arbeit
durch MfS-Mitarbeiter abgeholt,zimperlich waren die nicht,
was die Öffentlichkeit entsprach
Lutze


Kenne ich auch. 2 Arbeitskollegen hatten einen 220 V Motor geklaut und sich erwischen lassen. 2 Unauffällig gekleidete holten sie ab.
Da Genügte ein Blick.




Und den Ausweis des MfS hatten diese Herren offen um den Hals hängen....

Es soll in der DDR auch eine Kripo gegeben haben...


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 22:35
von ABV | 4.202 Beiträge

Es soll nicht nur eine Kripo gegeben haben, es hat auch eine Kripo gegeben! Und diese war in erster Linie für Eigentumsdelikte verantwortlich. Nicht alle die damals in Zivil agierten, gehörten automatisch zum MfS. Es gab da zum Beispiel die Observationseinheiten der "K I", das " Zugbegleitkommando" der Transportpolizei, die "Beobachtergruppe" des "Wachkommando Missionsschutz". Selbst Schutzpolizisten handelten zuweilen in Zivil.

Gruß Uwe


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#48

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 10:04
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #7
Zitat von matloh im Beitrag #4
Wurde in der Öffentlichkeitsarbeit auch erwähnt, warum es notwendig war, so eine große Zahl an IMs einzusetzen, wie deren Arbeitsweise war und warum das Überwachungsnetz des MfS dichter war als in den meisten anderen Staaten?

cheers matloh


Stand immer alles im Stat. Jahrbuch der DDR, Anhang, besonderer Teil.


Wo findet man denn diesen "besonderen Teil" des Anhangs?
In dieser Quelle konnte ich ihn nicht finden: http://www.digizeitschriften.de/dms/toc/?PPN=PPN514402644

Was ich im statistischen Jahrbuch auch nicht finden konnte (aber ich habe auch nicht besonders intensiv gesucht), war die Anzahl der Angehörigen des MfS bzw. der bewaffneten Organe der DDR. Während "Berufstätige" nach allen möglichen Kategorien aufgesplittet dargestellt sind, konnte ich über die MA von Ministerien (inkl. MfS), der GT, der NVA, der Polizei usw. nichts finden.

Außerdem vermisse ich die Angaben zum Budget des MfS (und anderer bewaffneter Organe). Wo findet man dieses im statistischen Jahrbuch?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#49

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 12:52
von werner | 1.591 Beiträge

@Alfred kanst mal sehen, wie ernst Du genommen wirst. . . . Keiner würde bei Dir einen Spaß vermuten.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 14:27
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #49
@Alfred kanst mal sehen, wie ernst Du genommen wirst. . . . Keiner würde bei Dir einen Spaß vermuten.

Stimmt, bei Alfred wäre ich nicht davon ausgegangen, dass er Späße macht. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wie ich seine Postings einordnen muss...

Nachtrag: Na wenigstens sind wir uns alle einig, dass das MfS mit Öffentlichkeitsarbeit nicht viel am Hut hatte (außer vielleicht in einigen wenigen, gut ausgewählten Bereichen).

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 24.04.2014 14:30 | nach oben springen

#51

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 15:38
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #50

Nachtrag: Na wenigstens sind wir uns alle einig, dass das MfS mit Öffentlichkeitsarbeit nicht viel am Hut hatte (außer vielleicht in einigen wenigen, gut ausgewählten Bereichen).

cheers matloh


Wenn wir uns darauf einigen, dass alle (global betrachtet) mit konspirativen Mitteln und Methoden arbeitenden Organe "mit Öffentlichkeitsarbeit nicht viel am Hut" hatten und haben, stimme ich dem zu. Geheimdienste aller Couleur tun sich mit der Öffentlichkeitsarbeit schwer bzw. berichten bewusst nur über Dinge, die ihnen nutzen.
Und so wird wohl eine Gesamtdarstellung der am NSU-Sumpf beteiligten oder wissenden Verfassungsschutzämter von Land und Bund mit konkreten Informationen zeitnah für die interessierte Öffentlichkeit auch nicht zu erwarten sein. Aber vielleicht in 60 oder 70 Jahren. Immerhin untersuchen ja BKA und BND aktuell ihre braune Gründungszeit.



zuletzt bearbeitet 24.04.2014 15:39 | nach oben springen

#52

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 15:47
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #50
Zitat von werner im Beitrag #49
@Alfred kanst mal sehen, wie ernst Du genommen wirst. . . . Keiner würde bei Dir einen Spaß vermuten.

Stimmt, bei Alfred wäre ich nicht davon ausgegangen, dass er Späße macht. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wie ich seine Postings einordnen muss...

Nachtrag: Na wenigstens sind wir uns alle einig, dass das MfS mit Öffentlichkeitsarbeit nicht viel am Hut hatte (außer vielleicht in einigen wenigen, gut ausgewählten Bereichen).

cheers matloh


Matloh,

mit Öffentlichkeit haben wohl alle Geheimdienste Schwierigkeiten.
Das ist u.a. auch ein Punkt gewesen, der dem MfS ab 1989 schwer auf die Füße gefallen ist.

Es gab von Seiten der Mitarbeiter des MfS immer wieder Anregungen, diese Arbeit zu verbessern. Leider stießen diese Hinweise / Vorschläge nicht auf Gegenliebe.


zuletzt bearbeitet 24.04.2014 15:48 | nach oben springen

#53

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 15:57
von damals wars | 12.130 Beiträge

Da ist auch beim BND und beim BfV nicht mehr viel zu finden,auch da wurde geschreddert:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/br...r-a-775536.html
aber die Literatur ist umfangreich

Der wars: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz Felfe: Im Dienst des Gegners: 10 Jahre Moskaus Mann im BND. Rasch und Röhring Verlag, Hamburg/Zürich 1986, ISBN 3-89136-059-2 (seine Erinnerungen und Rechtfertigung)


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#54

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 16:33
von werner | 1.591 Beiträge

Heinz Engelhardt hat im letzten Halbjahr 1989 in der Lokalzeitung des Bezirks Frankfurt ("Neuer Tag"??) mindestens zwei Artikel veröffentlichen lassen zur Arbeit des MfS - an die ich mich erinnern kann.

In einem drehte es sich darum, dass man im Hause FORON nicht in der Lage war oder in der Lage sein wollte, für den Waschautomaten rechtzeitig ein funktionierendes Steuerteil zu entwickeln und das durch Ingenieure des MfS realisiert wurde.

Der andere Artikel beschrieb Vorgänge um einen Rechtsanwalt aus Eisenhüttenstadt. Jedesmal, wenn er nach einem "Mandantebesuch" in Westberlin zurück kehrte, gab es ein Treffen der "Umweltbibliothek" und kurz darauf eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme. Dies wurde in dem Artikel beschrieben und der Anwalt namhaft gemacht.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 16:54
von seaman | 3.487 Beiträge

Denke,
über die Auslandsarbeit des MfS wurde in der DDR in zahlreichen Büchern,Filmen und Zeitungsbeiträgen in Anlehnung an tatsächlichen Geschehnissen mit etwas künstlerischer Freiheit berichtet.
Spätestens nach "For eyes only"(Hesse) und Guillaume war diese Tätigkeit auch für den letzten interessierten DDR-Bürger erkenntlich.Hinzu kamen dann aus dem OG zurückgezogene/ausgetauschte Kundschafter die in der Öffentlichkeitsarbeit über ihre Tätigkeit berichteten.Glienicker Brücke und RA Vogel waren dem aufmerksamen DDR-Bürger in diesem Zusammenhang sicher auch nicht unbekannt.
Das es der Spionageabwehr im Inneren der DDR gelang Mitarbeiter ausländischer Geheimdienste zu enttarnen und dingfest zu machen,konnte man auch in regelmässigen Abständen der Tagespresse entnehmen.
Kein Land der Welt wird aktuell über Praktiken und Möglichkeiten seines Geheimdienstes berichten und seine Arbeitsmethoden offenlegen.
Aus dem Grunde werden diese Vorgänge über Jahre in den Archiven geschützt.

seaman


Feliks D., DoreHolm, passport und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.04.2014 17:27 | nach oben springen

#56

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 17:58
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #1
In einer Diskussion habe ich sinngemäß gelesen, dass der Bevölkerung die Arbeitsweise des MfS unbekannt war. Innerhalb des MfS gab es eine Diensteinheit, die sich mit der Öffentlichkeitarbeit beschäftigt hat. Dort wurden Buch- und Filmprojekte erarbeitet bzw. unterstützt, Ausstellungen durchgeführt usw.Dort sind Filme (mit-)entstanden wie:
- Geheimcode B 13
- For eyes only
- Reserviert für den Tod
- Radiokiller
- Die letzte Begegnung
- Schwarzer Samt
- Irrläufer
- Das unsichtbare Visier u. a.

Ähnlich wie Filme wurden auch Buchprojekte unterstützt und realisiert. Ich nenne auszugsweise:
- Werner Bauer "Der Kundschafter"
- Otto Bohnhoff "Die letzte Begegnung"
- Herbert Schauer "Im Namen des Kranichs"
- Hans Siebe "Aktion Januskopf"
- Günter Karau "Go oder Doppelspiel im Untergrund"
- Rudolf Weiß "Die Spur führt nach Bombay"
- Otto Bohnhoff/Herbert Schauer "Das unsichtbare Visier".

In den 60er Jahren gab es auch eine lesenswerte Heftreihe der Abteilung Agitation.
Bekannt sein dürften auch mehrere Bücher von Julius Mader. Ich habe alle diese Bücher zu DDR-Zeiten gelesen und die Filme vor und nach dem Ende der DDR gesehen. Aktuell sind "Radiokiller" und "Die letzte Begegnung" erschienen. Das sind m. E. gute Filme, die doch ein Stück weit Einblick in die Arbeit der Staatssicherheit geben. Daher denke ich, wer mit offenen Augen und Ohren durch die DDR gegangen ist, wusste zwar nicht am Detail aber doch ein Stück weit über die Arbeit und die Arbeitsweise des MfS Bescheid.

Und diese Filme und Bücher liefen für Dich unter der Rubrik Öffentlichkeitsarbeit,ist nicht Dein Ernst.
Welche Diensteinheit hat sich eigentlich mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 24.04.2014 17:59 | nach oben springen

#57

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 18:11
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #2
Merkur,

Du kennst ja sicher dieses Buch.

"Die Aussage"

Wurde dies auch außerhalb vom MfS verlegt ?

Soweit wie ich das in Erinnerung habe konnte man das Buch auch in jeder normalen Buchhandlung kaufen,zumindest theoretisch.Es stehen ja auch keine großen Geheimnisse oder Insiderwissen,auch nicht aus damaliger Sicht,drin.Letztlich war es nur ein Propagandawerk.Berechtigterweise war man stolz auf sich wie Otto,dass man dieses Ding gelandet hatte,dass wollte man sicher auch mal "genießen".UND man wollte sicher auch dem Günter Guillaume was Gutes tun,etwas Druck aus der psychischen Situation nehmen.Denn Tatsache ist,obwohl er hofiert wurde,überall rumgereicht wurde, beim Mfs,Vorträge halten durfte und immer umjubelt wurde,er und besonders seine Familie bekam mehr und mehr Probleme damit in der DDR zu leben,gewisse Realitäten hatten ihn da sicher eingeholt.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 24.04.2014 18:17 | nach oben springen

#58

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 18:13
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Was die DDR-Bevölkerung interessierte und was ihr der Geheimdienst (selbstverständlich) vorenthielt, war gewiß nicht eine Selbstdarstellung.
Die war so interessant und realistisch wie die offizielle Geschichte der SED oder bestenfalls unterhaltsam wie der genannte Spielfilm.
Werbung (nicht nur hier) ist immer auch Beschönigung und Desinformation.
Weiß eigentlich jeder.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 24.04.2014 18:16 | nach oben springen

#59

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 18:20
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #56
Zitat von Merkur im Beitrag #1
In einer Diskussion habe ich sinngemäß gelesen, dass der Bevölkerung die Arbeitsweise des MfS unbekannt war. Innerhalb des MfS gab es eine Diensteinheit, die sich mit der Öffentlichkeitarbeit beschäftigt hat. Dort wurden Buch- und Filmprojekte erarbeitet bzw. unterstützt, Ausstellungen durchgeführt usw.Dort sind Filme (mit-)entstanden wie:
- Geheimcode B 13
- For eyes only
- Reserviert für den Tod
- Radiokiller
- Die letzte Begegnung
- Schwarzer Samt
- Irrläufer
- Das unsichtbare Visier u. a.

Ähnlich wie Filme wurden auch Buchprojekte unterstützt und realisiert. Ich nenne auszugsweise:
- Werner Bauer "Der Kundschafter"
- Otto Bohnhoff "Die letzte Begegnung"
- Herbert Schauer "Im Namen des Kranichs"
- Hans Siebe "Aktion Januskopf"
- Günter Karau "Go oder Doppelspiel im Untergrund"
- Rudolf Weiß "Die Spur führt nach Bombay"
- Otto Bohnhoff/Herbert Schauer "Das unsichtbare Visier".

In den 60er Jahren gab es auch eine lesenswerte Heftreihe der Abteilung Agitation.
Bekannt sein dürften auch mehrere Bücher von Julius Mader. Ich habe alle diese Bücher zu DDR-Zeiten gelesen und die Filme vor und nach dem Ende der DDR gesehen. Aktuell sind "Radiokiller" und "Die letzte Begegnung" erschienen. Das sind m. E. gute Filme, die doch ein Stück weit Einblick in die Arbeit der Staatssicherheit geben. Daher denke ich, wer mit offenen Augen und Ohren durch die DDR gegangen ist, wusste zwar nicht am Detail aber doch ein Stück weit über die Arbeit und die Arbeitsweise des MfS Bescheid.

Und diese Filme und Bücher liefen für Dich unter der Rubrik Öffentlichkeitsarbeit,ist nicht Dein Ernst.
Welche Diensteinheit hat sich eigentlich mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt?



Zumindestens was bei Wiki gefunden :


http://de.wikipedia.org/wiki/Abteilung_Agitation_%28MfS%29


passport


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#60

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 18:22
von seaman | 3.487 Beiträge

Auszug aus einer Dienstanweisung des MfS vom 12.Januar 1984:

Dienstanweisung Nr. 2/84 zur Führung und Organisierung der Öf­fentlichkeitsarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit:
1.4
In der Öffentlichkeitsarbeit des MfS sind Konspiration und Geheimhaltung streng zu wahren und durchzusetzen. Angaben in Wort, Schrift, Bild und Ton, die den Bestimmungen über die Geheimhaltung und Konspiration unterliegen, dürfen nicht veröffentlicht werden, dazu gehören insbesondere:
─Angaben über die Aufgaben, Struktur, Bezeichnung, Stärke, Zusammenset­zung, Bewaffnung und Ausrüstung von Diensteinheiten sowie Objekte und Dienststellen des MfS;
─Methoden und Mittel der operativen Arbeit;
─Namen von Angehörigen des MfS;
─Angaben zum politisch-ideologischen Zustand und zur tschekistisch ­militärischen Disziplin, zur materiellen und finanziellen Versorgung sowie
zur Entwicklung und zum Einsatz von Kadern;
─Abbildungen von Angehörigen und Objekten des MfS.
1.5
Entscheidungen über öffentliche Mitteilungen des MfS in den Massenmedien der DDR;
─offizielle Pressemeldungen anlässlich von Jahrestagen, Veranstaltungen des MfS, zum Auftreten von leitenden Angehörigen des MfS in der Öffentlich­keit;
─erstmalige Veröffentlichungen über Kundschafter des MfS;
─Publikationen über den hervorragenden Beitrag von Angehörigen des MfS im Kampf gegen den Faschismus (Biografien und Memoiren) und zur Lösung von besonderen Aufgaben in der internationalen Klassenauseinandersetzung........
entscheidet der Minister.....




seaman


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zuletzt bearbeitet 24.04.2014 18:25 | nach oben springen


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