#21

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:10
von turtle | 6.961 Beiträge

War es Angst ,oder nur Misstrauen bei mir? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Mir genügte schon die vage Vermutung "der ist bei der Stasi" einen Bogen darum zu machen. Mag mit daran gelegen haben in welchem Umfeld man sich bewegte. Mit meiner Einstellung damals hätte ich bestimmt keinen verständnisvollen Zuhörer vom MfS gefunden. Dabei bin ich überzeugt das beiderseitiges gewolltes Nichtverstehen ein Fehler war .Das ist hier allerdings meiner Sicht. Nach meiner Haft und unter welchen Bedingungen ich leben musste wurde die Abneigung noch größer.
Damals war es allein das Wort "Stasi" das bei mir Unbehagen auslöste. Heute denke ich differenzierter.


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#22

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:12
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ja, die Öffentlichkeitsarbeit hatte schon was, schöne Filme wo die charmanten Superagenten die Blöd-Wessis aufklatschten das es nur so krachte und auch innerhalb der Insel der Glücksseeligen kümmerten sich die lieben Onkels darum das die diversierten BBU's nicht die Brunnen vergifteteten und die Talsperren sprengten und alle erstarrten vor unendlicher Ehrfurcht vor den ehernen Helden.
Nur blöd das nach gerade mal 40 Jahren die Helden-Truppe samst der schönen Insel irgendwie entsorgt wurde, kann man gar nicht mehr richtig nachvollziehen, die eigentlich schon fast vollkommen in die Ecke gestellten Klassenfeinde zückten ihre perfiedeste Waffe die keiner auf dem Helden-Schirm hatte und schossen mit einer schnöden gelben gebogenen Südfrucht das ganze Kasper-Theater über den Haufen


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zuletzt bearbeitet 23.04.2014 20:14 | nach oben springen

#23

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:12
von Gelöschtes Mitglied
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Bekanntermaßen diente ich von 1977 bis 1980 im Med.Punkt des GAR-5 in Glöwen, die U-Schule in Perleberg war mir aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen erspart geblieben....
Damit meine ich, dass ich nach relativ kurzer Zeit zum "Stammpersonal" des Regiments gehörte, erkennbar an Kleinwuchs (ich war damals einen Kopf größer als eine Mülltonne).
Ohne dass ich schon damals, erst recht auch heute meine Rolle dort übertrieben wichtig darstellen möchte, war es nicht selten so, dass sich Berufssoldaten vertraulich an mich wandten, oft nur mit Verfahrensfragen, Bitten um "Krankenscheine", usw.
Es gab allerdings auch in jener Zeit derartige Versuche von Genossen, wobei ich bemerkte, getestet zu werden, es war für mich als 20- oder 21-Jähriger sehr schwer, diesen Tests standzuhalten, bzw. in jenen Situationen besonnen zu reagieren.

Bis eines Tages, es war wohl schon 1979, als mein Regimentsarzt, mit dem ich ein sauberes Dienstverhältnis, aber auch gleichzeitig "distanziert" vertrauliches Verhältnis hatte, zu mir sagte: "Huf, lass es sein , man beobachtet Dich!"

So war es in meiner haltlosen Zeit in Glöwen...

VG Klaus


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#24

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:15
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #15
Zitat von ABV im Beitrag #14
Außerdem fanden diese Medienprodukte nicht unbedingt das Interesse der breiten Bevölkerung.
Gruß Uwe


Ich ging bisher immer davon aus, dass beispielsweise "For Eyes Only" oder "Das unsichtbare Visier" sog. Straßenfeger waren und auf breites Interesse stießen.



Das war aber dann noch vor meiner aktiven Fernsehkieckerzeit. Hier noch ein paar Gedanken zu den Büchern von Hans Siebe:
Ich hatte sie damals regelrecht verschlungen! Diese Bücher waren absolut spannend und sehr gut geschrieben. Aber: Sie besaßen, aus heutiger Sicht, auch eine erhebliche Schwäche: die handelnden Charaktere waren so angelegt, dass die Protagonisten aus der DDR, vor allem die Angehörigen der Schutz und Sicherheitsorgane, stets aus unfehlbaren, möglichst gut aussehenden und jungen Mitmenschen bestand. Während deren Gegenspieler, westliche Agenten und Fluchthelfer, in der Beschreibung überhaupt nicht gut wegkamen. Wie zum Beispiel der Fluchthelfer, der mit einer erfolgreich ausgeschleusten DDR-Bürgerin, trotz eines Beckenbruchs den die Dame bei der Akton erlitten hatte!!, auf dem Krankenbett, den Beischlaf vollzieht.
Solche Stereotypen findet man heute in filmischen oder literarischen Darstellungen der DDR im allgemeinen und des MfS oder der VP im besonderen, noch sehr häufig. Nur das eben die "andere Seite" abgrundtief Böse, verschlagen, brutal oder notgeil zu sein hat.
Eines haben die in der DDR verfassten Bücher und gedrehten Filme zum Thema MfS mit den heutigen Produktionen gemeinsam: Wer sich für die Wahrheit intererssiert, sollte besser die Finger davon lassen! Oder zumindest sehr genau hinschauen und nicht gleich jedem Klischee aufsitzen!

Gruß Uwe


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#25

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
Grüsse steffen52


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#26

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:21
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #7
Zitat von matloh im Beitrag #4
Wurde in der Öffentlichkeitsarbeit auch erwähnt, warum es notwendig war, so eine große Zahl an IMs einzusetzen, wie deren Arbeitsweise war und warum das Überwachungsnetz des MfS dichter war als in den meisten anderen Staaten?

cheers matloh


Stand immer alles im Stat. Jahrbuch der DDR, Anhang, besonderer Teil.



Ich glaube, die meisten DDR-Bürger haben da nicht nachgelesen. Jeder wußte, daß es einen Geheimdienst gibt und der sich u.a. auch mit Vorgängen im Inneren beschäftigt. Aber wie viele da hauptamtlich angestellt waren, ich denke, das war der großen Mehrheit unbekannt und hat wohl auch nur die Wenigsten richtig interessiert. Also kein akuter Grund für öffentliche Rechtfertigungen ob der personellen Größe dieses Apparates. Das sind zwar meine eigenen persönlichen Erinnerungen, aber ich denke, so falsch liege ich da nicht.



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#27

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:24
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

In Wernigerode habe ich in den 80ern eine Gruppe MfSler, vielleicht so acht bis zehn, mal aus der Kreisdienststelle kommen sehen (nannte sich dort im Volksmund "Klein West-Berlin", weil es ein eingemauertes Straßenstück mit mehreren Häuser in Hasserode war) , die gingen gegenüber in eine Kneipe Mittag essen. (Ungefähr, wo die Harzquerbahn über die Kreuzung fährt) Die waren alle in schwarzen Anzügen, so übertrieben förmlich. Im Osten lief eigentlich niemand sonst so rum. Keine Ahnung, ob das allgemein deren interner Schick war, so rumzulaufen.


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zuletzt bearbeitet 23.04.2014 20:27 | nach oben springen

#28

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:29
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #26
Zitat von Alfred im Beitrag #7
Zitat von matloh im Beitrag #4
Wurde in der Öffentlichkeitsarbeit auch erwähnt, warum es notwendig war, so eine große Zahl an IMs einzusetzen, wie deren Arbeitsweise war und warum das Überwachungsnetz des MfS dichter war als in den meisten anderen Staaten?

cheers matloh


Stand immer alles im Stat. Jahrbuch der DDR, Anhang, besonderer Teil.



Ich glaube, die meisten DDR-Bürger haben da nicht nachgelesen. Jeder wußte, daß es einen Geheimdienst gibt und der sich u.a. auch mit Vorgängen im Inneren beschäftigt. Aber wie viele da hauptamtlich angestellt waren, ich denke, das war der großen Mehrheit unbekannt und hat wohl auch nur die Wenigsten richtig interessiert. Also kein akuter Grund für öffentliche Rechtfertigungen ob der personellen Größe dieses Apparates. Das sind zwar meine eigenen persönlichen Erinnerungen, aber ich denke, so falsch liege ich da nicht.



Rot Mark: die genaue Zahl der Hauptamtlichen Mitarbeiter war auch im MfS nur ganz wenigen bekannt. Wie eben vieles was das MfS betrifft, nur ganz wenigen, oder den direkt damit befassten Mitarbeitern bekannt war.
Dadurch können durchaus Missverständnisse entstehen: wenn zum Beispiel ein früherer MfS-Mitarbeiter, der seinen Dienst als Passkontrolleur versehen hat, nach dem dienstlichen Ablauf in einer Kreisdienststelle befragt, wird der wahrscheinlich mit den Schultern zucken. Und sich unter Umständen den Vorwurf einhandeln, aus bloßem Unwillen nicht über die Vergangenheit reden zu wollen. Dabei kann er zu diesem Thema gar nichts beitragen. Zumindest nicht aus eigenem Erleben! Der dann oft gehörte Vorwurf " Du warst doch bei der Stasi, du musst das doch wissen!", ist absoluter Unfug. Wird aber leider des Öfteren praktiziert.

Gruß Uwe


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#29

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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MfS in der Öffentlichkeit kam offiziell nur ein, zwei mal im Jahr vor - Wenn zu Höhepunkten Beförderungen und Auszeichnungen anstanden. Da kam auch das ND und andere Organe, wie die der Bezirke nicht dran vorbei.

Alles andere war für mich - vor allem irgendwelche Filme - halbseiden oder anders: "Marketing".

Und wenn jetzt wieder die Kundschafter des Friedens ins Spiel kommen sollten, so gab es für mich nur eine - Ruth Werner. Aber die gehörte zu einer anderen Epoche.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 23.04.2014 20:32 | nach oben springen

#30

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #21
War es Angst ,oder nur Misstrauen bei mir? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Mir genügte schon die vage Vermutung "der ist bei der Stasi" einen Bogen darum zu machen. Mag mit daran gelegen haben in welchem Umfeld man sich bewegte. Mit meiner Einstellung damals hätte ich bestimmt keinen verständnisvollen Zuhörer vom MfS gefunden. Dabei bin ich überzeugt das beiderseitiges gewolltes Nichtverstehen ein Fehler war .Das ist hier allerdings meiner Sicht. Nach meiner Haft und unter welchen Bedingungen ich leben musste wurde die Abneigung noch größer.
Damals war es allein das Wort "Stasi" das bei mir Unbehagen auslöste. Heute denke ich differenzierter.

@turtle, ich hatte mit den Leuten , wo es bekannt war, keine Probleme! Man saß im Wirtshaus zusammen und da es bekannt war, hat man sich bei gewissen Themen zurück gehalten, vor allem diese Herren haben mehr Witze über die DDR gemacht als wir Normalos! Jetzt kommt meine Wut wieder hoch, die schlimmeren waren die IMs( Ins Gesicht lachen und danach in den Ar... treten) Habe schon oft darüber geschrieben, aber das ist für mich das übelste was es gibt b.z.w. gab!!
Grüsse steffen52


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#31

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:35
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #18
Zitat von Merkur im Beitrag #15
Zitat von ABV im Beitrag #14
Außerdem fanden diese Medienprodukte nicht unbedingt das Interesse der breiten Bevölkerung.
Gruß Uwe


Ich ging bisher immer davon aus, dass beispielsweise "For Eyes Only" oder "Das unsichtbare Visier" sog. Straßenfeger waren und auf breites Interesse stießen.


@Merkur, bestimmt in den Bezirken der DDR, wo man kein Westfernsehen empfing!
Grüsse steffen52


Lila: Irrtum, steffen52. In Erfurt konnten alle zwei bzw. spärter drei Westprogramme empfangen werden. Habe beide File gesehen und fand sie spannend, auch wenn ich mich in meinen damals jungen Jahren noch nicht sonderlich für Politik interessiert habe. Ja, sicher gab es Leute, die sich solche Filme schon aus Prinzip her nicht anschauten sondern lieber eine Heimatfilm aus den Alpen oder einen Holywood-Monumentalfilm, aber die Interessen sind eben unterschiedlich und ich finde nicht, daß in beiden Filmen vorrangig und übermäßig antikapitalistische und antiimperialistische Polemik und Propaganda gemacht wurde. Es ging um Freund und Feind, um Gut und Böse, stimmt, allerdings nicht so plump wie in den Tageszeitungen der SED. Ohne eine spannende Handlung aber mit plumper Phrasendrescherei hätte die sich selbst ein guter Genosse nicht angetan.



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#32

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:35
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ich saß mal im Roten Rathaus in der vollen Kellerkneipe am Tisch mit welchen vom Wachregiment FD (war dorthin "platziert" worden) . Die haben sich weggesetzt als sie merkten, dass ich Westler bin. Die hätten dafür richtig Ärger kriegen können.


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#33

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:35
von Lutze | 8.030 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
Grüsse steffen52

ein ehemaliger Kollege von mir wurde direkt von der Arbeit
durch MfS-Mitarbeiter abgeholt,zimperlich waren die nicht,
was die Öffentlichkeit entsprach
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#34

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:37
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge
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#35

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:41
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #31
Zitat von steffen52 im Beitrag #18
Zitat von Merkur im Beitrag #15
Zitat von ABV im Beitrag #14
Außerdem fanden diese Medienprodukte nicht unbedingt das Interesse der breiten Bevölkerung.
Gruß Uwe


Ich ging bisher immer davon aus, dass beispielsweise "For Eyes Only" oder "Das unsichtbare Visier" sog. Straßenfeger waren und auf breites Interesse stießen.


@Merkur, bestimmt in den Bezirken der DDR, wo man kein Westfernsehen empfing!
Grüsse steffen52


Lila: Irrtum, steffen52. In Erfurt konnten alle zwei bzw. spärter drei Westprogramme empfangen werden. Habe beide File gesehen und fand sie spannend, auch wenn ich mich in meinen damals jungen Jahren noch nicht sonderlich für Politik interessiert habe. Ja, sicher gab es Leute, die sich solche Filme schon aus Prinzip her nicht anschauten sondern lieber eine Heimatfilm aus den Alpen oder einen Holywood-Monumentalfilm, aber die Interessen sind eben unterschiedlich und ich finde nicht, daß in beiden Filmen vorrangig und übermäßig antikapitalistische und antiimperialistische Polemik und Propaganda gemacht wurde. Es ging um Freund und Feind, um Gut und Böse, stimmt, allerdings nicht so plump wie in den Tageszeitungen der SED. Ohne eine spannende Handlung aber mit plumper Phrasendrescherei hätte die sich selbst ein guter Genosse nicht angetan.


@DoreHolm, meinte ja auch Dresden und Umgebung! Welcher Film nun besser war, darüber lässt sich streiten! Wichtig war für uns Jugendlichen war, die Hauptsache aus den Westen. War nun mal so, zu dieser Zeit! Haben ja auch unter schlimmen Bedingungen die Hitparade von Radio Luxemburg(KW) gehört!
Grüsse steffen52


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#36

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:44
von Gelöschtes Mitglied
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Weiter, im Jahre 1984, wir waren inzwischen Studenten der Medizin der höheren Semester an der MA Magdeburg, besuchten wir demzufolge regelmäßig die Kliniken zu Lehrveranstaltungen.
Das vorherige Umkleiden in Klinikkleidung war die unabdingbare Voraussetzung zur berechtigten Teilnahme.
In dieser Zeit wurde mir mal mein Personalausweis, den ich stets sicher in der Brusttasche meines Parkas trug, gestohlen.
Anzeige beim VPKA in MD, die haben mich sofort in die Bezirksbehörde MD geschickt, und dort wurde ich erstmals in meinem Leben verhört, als hätte ich etwas getan...
Um es abzukürzen, ich erhielt am Folgetag einen PM-12 oder so, und damit einen Makel, den ich damals zunächst nicht begriff.
Erst nach zwei Monaten, ohne äußeres Zutun erhielt ich einen neuen, regelrechten PA...

Damals hatte ich schon Zweifel, völlig unbegründet, meine Frau beschwichtigte mich noch, alles sei nur Zufall, aber es war kein Zufall...

VG Klaus


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#37

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 20:50
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Im Telefonbuch standen sie auch.


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#38

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:00
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #33
Zitat von steffen52 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
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ein ehemaliger Kollege von mir wurde direkt von der Arbeit
durch MfS-Mitarbeiter abgeholt,zimperlich waren die nicht,
was die Öffentlichkeit entsprach
Lutze


Mensch Lutze: das Thema beschäftigt sich mit der Selbstdarstellung des MfS in der Öffentlichkeit!! Und nicht wie die Öffentlichkeit das MfS gesehen hat.

Gruß Uwe


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#39

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:05
von Lutze | 8.030 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #38
Zitat von Lutze im Beitrag #33
Zitat von steffen52 im Beitrag #25
Zitat von Lutze im Beitrag #19
es kam schon einiges in der DDR-Öffentlichkeit rüber,
Ausreise-Antrag abgelehnt,Fluchtversuch unternommen,
nach der Haft immer noch in der DDR,
das waren keine Einzelfälle
Lutze

@Lutze, aber nicht von dem MfS aus in die Öffentlichkeit, sondern nur von Mund zu Mund!! Das meinte ich!
Grüsse steffen52

ein ehemaliger Kollege von mir wurde direkt von der Arbeit
durch MfS-Mitarbeiter abgeholt,zimperlich waren die nicht,
was die Öffentlichkeit entsprach
Lutze


Mensch Lutze: das Thema beschäftigt sich mit der Selbstdarstellung des MfS in der Öffentlichkeit!! Und nicht wie die Öffentlichkeit das MfS gesehen hat.

Gruß Uwe


gibt es da einen großen Unterschied?
Lutze


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#40

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2014 21:07
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #36
Weiter, im Jahre 1984, wir waren inzwischen Studenten der Medizin der höheren Semester an der MA Magdeburg, besuchten wir demzufolge regelmäßig die Kliniken zu Lehrveranstaltungen.
Das vorherige Umkleiden in Klinikkleidung war die unabdingbare Voraussetzung zur berechtigten Teilnahme.
In dieser Zeit wurde mir mal mein Personalausweis, den ich stets sicher in der Brusttasche meines Parkas trug, gestohlen.
Anzeige beim VPKA in MD, die haben mich sofort in die Bezirksbehörde MD geschickt, und dort wurde ich erstmals in meinem Leben verhört, als hätte ich etwas getan...
Um es abzukürzen, ich erhielt am Folgetag einen PM-12 oder so, und damit einen Makel, den ich damals zunächst nicht begriff.
Erst nach zwei Monaten, ohne äußeres Zutun erhielt ich einen neuen, regelrechten PA...

Damals hatte ich schon Zweifel, völlig unbegründet, meine Frau beschwichtigte mich noch, alles sei nur Zufall, aber es war kein Zufall...

VG Klaus


Hallo Klaus!
Meintest du die Bezirksbehörde der VP, oder die das MfS? Hat man dir konkret etwas vorgeworfen, oder wurdest du "nur" befragt? Ein Zufall war das sicher nicht, dass dir der Ausweis "gestohlen" wurde. Wenn ich mich recht erinnere, schränkte ein PM-12 die eigene Mobilität verdammt ein. Vielleicht wollte man dich eine zeitlang vor Ort binden?

Gruß Uwe


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