#21

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 18.04.2014 09:55
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Girod habe ich auch einiges, sehr gut.


Ich habe erst mal alle Kriminalfälle aus Ruhla usw., aus Treffurt, Lauchröden und von der Eisenbahn gesucht. bin jetzt im Jahre 1916, muß noch geschrieben und getippt werden. Dauert immer etwas lange.
Habe dabei gemerkt, das im Krieg wenige Meldungen ich finde, entweder gab es wenige Reporter oder die Täter waren alle an der Front.
habe auch sehr viel über Eisenach gelesen, bringe ich auch mal.
Trenne seit gestern die Morde und die Selbstmorde


hundemuchtel 88 0,5 und turtle haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#22

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 18.04.2014 17:53
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #13
@turtle

Schau Dir das mal an


http://www.technoseum-blog.de/?p=437

Und rate mal woher dieser Automat kommt

LG von der Moskwitschka

EDIT Leipzig schien damals eine Hochburg bei der Herstellung von Spieluhren und -automaten gewesen zu sein http://www.alte-spieluhren.de/lochplatten_spieldosen.htm


Da der Automat in einer Gaststätte stand, nehme ich an, dass es ein Orchestrion war

Der vor 100 Jahren verstorbene Franz Rudolph Wurlitzer wurde Marktführer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Rudolph_Wurlitzer
Sehr bald kamen statt der Metallscheiben Hollerith Lockkarten als Datenträger zur Anwendung


Theo


damals wars und turtle haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#23

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 12:46
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

1909
Lauchröden
5.11
In der letzten Zeit fanden einige Einbrüche in Eisenach, Hörschel und in Lauchröden statt.
Am 4.11. ging der Müller von L. nachts auf die Straße, er hörte Geräusche in der Jütefeindischen Gaststätte, weckte den Gendarmerie-Wachtmeister Schödel auf. Der umstellte mit seinem Hund und dem Müller und seinem Sohn die Gaststätte und wartete bis der Dieb aus einem Fenster kam.
es ist der Arbeiter Hermann Ochs.


turtle, eisenringtheo und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#24

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 13:08
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

1910
Ruhla
2.05
Ein Mann fand unter einem Reisighaufen auf seinem Boden etwas lebendiges. Er holte den Wachtmeister Würzig. Beide fanden in einem Sack einen Mann, der sofort verhaftet wurde.

Thal
2.9
Die Eisenacher Ferienkammer verurteilte in 6 stündiger Verhandlung gestern den Lehrer Villing aus Kittelsthal zu 8 Monaten Gefängnis. Ihm wurde ein Verbrechen an eine 13 jährige Schülerin vorgeworfen.
2.11
Am 30.08 wurde in Ohrdruf die Frau Bockröder vom Täter Wilhelm Bach aus Hornhausen ermordet. Er konnte mit einem Fahrrad entkommen ,welches er am 23.09 verkaufen wollte um mit dem Erlös über die belgische Grenze zu entkommen. Der Ruhlaer Wachtmeister Würzig verhaftete ihn und seinem
Freund den Stallschweizer Alfred Forster aus Neustadt an der Saale.


nach oben springen

#25

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 14:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zum Schwerpunkt der Notzuchtverbrechen (heißt heute wohl Sexualdelikte) hier einmal aus der internen Zeitschrift "Die Volkspolizei" von 1957 ein paar Details aus der Vorgehensweise der damaligen Ermittler, verbunden mit recht bemerkenswerten Kritiken an die Adresse der Sachbearbeiter, die wohl nicht immer die notwendige Sorgfalt walten ließen und so die Ermittlungsarbeiten beeinträchtigten.



Zwar versuchte man Tätergruppen schon vorab einzukreisen, indem man gerade Sexualverbrechern Schwachsinn und geistige Unzurechnungsfähigkeit bescheinigte, oft war man damit jedoch auf dem Holzweg wie der Kreuzworträtselfall Jahrzehnte später noch dokumentieren sollte.
Ich meine, daß genau diese Vorsortierung der Verbrechensbekämpfung in diesem Segment eher abträglich war, unterstelle den Kriminalisten aber nicht, daß sie mit Blick auf Überarbeitung, den schnellen Erfolg oder gar Ruhm den Täter "passend" gemacht haben.
Skandale dieser Art sind ja kürzlich erst in den USA publik geworden.
Am Ende des Artikels stellt man fest, daß bei der Ermittlung solcher Straftaten sich zahlenmäßig das "Ertappen auf frischer Tat" mit dem langwierigem Ermittlungserfolg die Waage hielt, um den Sinn von einem ordentlichen Streifendienst zu bestätigen.
Vielleicht sollten unsere Innenminister des Bundes und der Länder so etwas einmal zur Kenntnis nehmen.



nach oben springen

#26

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 15:18
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #25


Zwar versuchte man Tätergruppen schon vorab einzukreisen, indem man gerade Sexualverbrechern Schwachsinn und geistige Unzurechnungsfähigkeit bescheinigte, oft war man damit jedoch auf dem Holzweg wie der Kreuzworträtselfall Jahrzehnte später noch dokumentieren sollte.



Das man bei einem solchen Ereignis einschlägig Vorbestrafte oder Erfasste (in Richtung sex. Missbrauch von Kindern) überprüft, liegt in der Natur der Sache. Im Kreuzworträtselfall ging aber keine der aufgestellten Versionen in Richtung Schwachsinnige oder geistig Unzurechnungsfähige. Vielmehr bestätigten sich einige der aufgestellten Versionen zum Täter.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#27

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 15:35
von ABV | 4.202 Beiträge

Die Kriminalwissenschaft hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Dazu gehört unter anderem, dass mit dem Blödsinn einen Verbrecher quasi " an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen" unbedingt dazu. Mörder und Vergewaltiger können auch hochintelligent und gut aussehend sein! Gerade solche Typen sind hochgefährlich. Wie das Beispiel des amerikanischen Serienmörder Ted Bundy zeigt. Auf den smarten Sunnyboy sind eine Menge Frauen hereingefallen und haben den "Irrtum" anschließend mit dem Leben bezahlt.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#28

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 16:35
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #27
Die Kriminalwissenschaft hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt.
Gruß Uwe


Nur leider, so mein Eindruck, in Deutschland oftmals nicht. Hier habe ich den Eindruck, dass Lehre und Forschung oft nicht den gewachsenen Anforderungen entsprechen. Viele Betätigungsfelder, so z. B. die Kriminaltaktik, liegen brach.



nach oben springen

#29

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 16:43
von ABV | 4.202 Beiträge

Ja, wahrscheinlich hapert es in Deutschland, wie so oft, am Geld. Dessen ungeachtet: was mich am meisten fasziniert, ist die Entwicklung der DNA-Analysen. Vor allem dann, wenn Morde die fünfzehn, zwanzig oder noch mehr Jahre zurückliegen, doch noch aufgeklärt werden können. Späte Gerechtigkeit ist besser als gar keine.
Aber auch da gbt es wieder Hindernisse: zum Beispiel wenn man nicht mehr genau klären kann, ob es sich tatsächlich um einen Mord oder um einen Totschlag handelte. Mord verjährt ja bekanntlich nicht. Totschlag jedoch nach dreißig Jahren. Meiner Meinung nach sollten Tötungsdelikte grundsätzlich nicht verjähren! Damit schafft man lange unentdeckt gebliebenen Tätern nur ein zusätzliches Schlupfloch.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#30

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 16:52
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zum Thema Streifentätigkeit wäre es einmal interessant von den Aktiven zu erfahren, ob hier und heute immer noch von einer "Trefferqote" von 50 % (wie am Ende des Artikels bemerkt, Beitrag #25) auszugehen ist und ob eine solche Angabe von damals überhaupt seriös ist.
Gilt das Ansprechen eines Kindes durch eine unbekannte Person bereits als vereitelte Straftat oder mußte erst mehr passiert sein, z. B. eine sich anbahnende Entführung, wo waren die Grenzen für die statistische Erfassung, ab wann kam es zum Ermittlungsverfahren- damals und heute.
Leider nutzt die Polizei tatsächlich nicht die technischen Möglichkeiten des digitalen Medienzeitalters, das Potenzial dafür ist vorhanden.
Als ich einmal eine Wartezeit auf einen stark verspäteten Zug hatte, sprach ich an einem Infomobil der Polizei einen der Sachverstöändigen an, warum man sich in Deutschland so schwer damit tut, Handyaufnahmen offensichtlicher Straftaten nicht effizienter zu verwerten, so wie das z. B. in New York passiert.
Es würde eine einfache und überall verfügbare Email- Adresse, analog zum Notruf, genügen, um Filmaufnahmen, z. B. Sachbeschädigungen und Schlägereien sofort in die Ermittlungen einzubeziehen ohne Rücksicht auf Datenschutz und Informantenpreisgabe, das alles tut meiner Meinung nach überhaupt nichts zur Sache sobald der Schaden da ist.
Der Uniformierte sah mich recht irritiert an und meinte, daß so etwas technisch nicht so einfach ist und der Filmer sich in Gefahr bringen würde.
Mich überzeugt so etwas überhaupt nicht, ich fand es einfach nur borniert, ohne es ihm zu sagen und ging meiner Wege.



zuletzt bearbeitet 21.04.2014 16:54 | nach oben springen

#31

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 17:03
von ABV | 4.202 Beiträge

@Hackel39
Deutschland hat ziemlich strenge Datenschutzrichtlinien. Ein Verstoß dagegen gehört bereits zu den "absoluten Todsünden"! Tatsächlich ist technisch vieles nicht, oder nur unter größerer Anstrengung möglich, als im Fernsehen gezeigt. Ich finde es zum Beispiel absolut witzig, wenn ein normaler Sachbearbeiter vom Schreibtisch aus, Handys ortet.
Ob das Ansprechen von Kindern bereits als versuchte Straftat zählt, kann man pauschal nicht sagen. Meist wird es wohl am endgültigen Beweis hapern. Des Weiteren kommt es auf den konkreten Inhalt des Gespräches an.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


nach oben springen

#32

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 17:36
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #31
@Hackel39
Deutschland hat ziemlich strenge Datenschutzrichtlinien. Ein Verstoß dagegen gehört bereits zu den "absoluten Todsünden"! Tatsächlich ist technisch vieles nicht, oder nur unter größerer Anstrengung möglich, als im Fernsehen gezeigt. Ich finde es zum Beispiel absolut witzig, wenn ein normaler Sachbearbeiter vom Schreibtisch aus, Handys ortet.
Ob das Ansprechen von Kindern bereits als versuchte Straftat zählt, kann man pauschal nicht sagen. Meist wird es wohl am endgültigen Beweis hapern. Des Weiteren kommt es auf den konkreten Inhalt des Gespräches an.

Gruß Uwe


Nein Uwe, am Beispiel der Handyaufnahmen meinte ich, daß gefilmte Straftaten direkt und notfalls auch anonym an ein zentrales Postfach eines Polizeiservers gesandt werden könnten, später würde der Zeuge dann Kontakt zur Polizei aufnehmen, eine angefügte Rückrufnummer kann der Aufnahme ja beigefügt werden um für Rückfragen den beobachteten Tatverlauf konkretisieren zu können.
Einen solche Bericht über die technischen Möglichkeiten hatte ich einmal im Fernsehen gesehen und wo Züge auf Funksignal fahren und Drohnen ohne Besatzung Bomben abwerfen können ist so etwas auch lösbar, wenn es gewollt wäre aber leider sind Opfer keine zahlenden Kunden und die Versicherungen als mögliche Interessenten solcher Projekte halten wie immer erst mal die Taschen zu.
Ich hatte übrigens schon illegale Müllhalden an unser Ordnungsamt per Handyaufnahme übermittelt, da waren verräterische Details wie Stromzähler, ein Mopedkennzeichen und bestimmte Zeitschriften mit Adressaufklebern enthalten, was draus geworden ist, weiß ich allerdings auch nicht, bedankt hatten die sich aber immerhin.
Ich schätze die Lage jedoch realistisch genug ein, daß so etwas im Sande verläuft, ich meinte allerdings auch, daß bei größeren Straftaten derartige Aufnahmen nützlich sein könnten.



nach oben springen

#33

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 17:46
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte…
Zu Hackels #30 :
Schwer zu vergleichen, weil – die eingestellte Zeitung ist von 1957, und da waren die rechtlichen Grundlagen – in beiden damaligen…- eben auch anders als heute. Genauso wie die jeweils eingesetzten polizeilichen Mittel.
In einem Punkt – respektive in einer Annahme-hast Du aber sicher Recht: Vorbeugende Streifentätikeit , wann findet diese heute noch statt, und wo? Und 50 % Trefferquote – na ja, da ist nicht genau gesagt, 50 % von was. Von eingeleiteten Ermittlungsverfahren? – ist da sicher nicht gemeint.
Und die Sache mit den Handy-Filmen – wir haben nun mal ein grundlegend anderes Rechts-und Justitzsystem als die Amis. Und daran hat sich die Behörde zu halten. Bestes Beispiel: Das Gequatsche einiger Provinzpolitiker hier in Berlin, man müsse sich an der damals so hoch gelobten
Null-Toleranz-Politik des New Yorker Bürgermeisters (war´s Giuliani - oder ein anderer?) im Bezug auf Polizeiarbeit ein Beispiel nehmen und das auch so machen. Schön, aber ein Riesenreinfall- weil-man hätte vorher etliche Gesetze ändern müssen – also schlief es leise weinend ein. Wie einige andere, ähnlich tolle Ideen.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich kriminalistische Arbeitsmethoden weiterentwickeln, und auch eingesetzt werden. Sogar erfolgreich ! Man muss dabei aber sehen, das Polizeiarbeit eben meist Kleinarbeit ist, die eben nicht durch die Presse geht, es interessiert eben nicht, wenn irgend ein Kleinkrimineller erwischt wird. Ist aber ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Und sicher notwendig.
Soviel zur „Verteidigung“. Damit Du aber sehen kannst, das ich die Sache durchaus differenziert
sehe: Die Letzten vier Innensenatoren von Berlin haben alle den Satz: Mehr Grün (jetzt Blau) auf die Straßen! propagiert.
Schon die Logik sagt ja, drei können das Ziel nicht so erreicht haben. Das stimmt m.M. nach leider.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
turtle und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#34

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 19:16
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Ruhla
1912
24.04
Ein Mann aus Winterstein hat sein 3 Monate altes Kind so geschlagen und geschüttelt ,das es am Montag starb. Die Leiche hatte Wunden am Hals und am Kopf. Die Mutter soll an der Krümme wohnen. Der Täter wurde gestern in Winterstein verhaftet,.
8.09
Gestern wurde im Pfarrhaus G-T. eingebrochen. Der Schreibtisch und die Schränke wurden aufgebrochen und 40.00 Mark gestohlen.
10.09
Der Einbrecher ein Kellner aus Thal wurde heute verhaftet und dem Amtsgericht übergeben.

1914
24.10
Der vorbestrafte Arbeiter Casparie aus Ruhla W.-A. wurde wegen erneuten Diebstählen vom Landgericht zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#35

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 19:35
von damals wars | 12.186 Beiträge

Michael Bloomberg
Während seiner Amtszeit sank die Kriminalitätsrate, die bereits unter seinem Vorgänger Giuliani stark gesunken war, weiter. Das wichtigste Mittel für diese Senkung war die kontroverse „Stop and Frisk“- Methode, bei der Bürger von der Polizei routinemäßig angehalten und auf Waffen und illegale Substanzen durchsucht werden. Kritisiert wurde dabei unter anderem, dass ein unverhältnismäßig großer Anteil der kontrollierten Personen Afro-Amerikaner und Latinos war. „Stop and Frisk“ wurde von einem Bundesgericht der USA im August 2013 als inkompatibel mit der amerikanischen Verfassung bezeichnet und damit verboten.[13]


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#36

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 19:50
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Lauchröden
1912
16.03
Das Eisenacher Schwurgericht verurteilte den 20 jährigen Müller Christoph August wegen fahrlässigen Falscheid zu 3 Monaten Gefängnis.

Thal
1913
23.06
Das Schwurgericht verurteilte heute den Arbeiter Emil Seebach aus Kittelsthal zu 5 Jahren Zuchthaus und zu 5 Jahren Ehrverlust . Er überfiel am 10.3 ein Mann zwischen Kittelsthal und Farnroda

Farnroda
1914
17.06
Am Tode der 80 jährigen Witwe Kaiser war der Tischler Fritz Debes schuld. Er hat nach einer Vergewaltigung der alten Frau, sie beim Treppen runtergehen sie so geschuppt, das sie danach starb.


nach oben springen

#37

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 19:54
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Hubert,
Danke, hätt ich jetzt glatt dem falschen Bürgermeister zugerechnet.
Ich kenn diese "Methode" allerdings als "Zero Toleranz" - gehen wir mal davon aus, das das selbe gemeint ist.
Mit dem deutschen Rechtssystem eben nicht kompatibel.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#38

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.04.2014 20:20
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #36
Lauchröden
1912
16.03
Das Eisenacher Schwurgericht verurteilte den 20 jährigen Müller Christoph August wegen fahrlässigen Falscheid zu 3 Monaten Gefängnis.

Thal
1913
23.06
Das Schwurgericht verurteilte heute den Arbeiter Emil Seebach aus Kittelsthal zu 5 Jahren Zuchthaus und zu 5 Jahren Ehrverlust . Er überfiel am 10.3 ein Mann zwischen Kittelsthal und Farnroda

Farnroda
1914
17.06
Am Tode der 80 jährigen Witwe Kaiser war der Tischler Fritz Debes schuld. Er hat nach einer Vergewaltigung der alten Frau, sie beim Treppen runtergehen sie so geschuppt, das sie danach starb.


Hallo Thomas,
Was mich sehr zum Nachdenken anregt ist, ob es damals möglicherweise doch eine höhere Hemmschwelle für kriminelle Handlungen gegeben haben könnte, wenn man als Folge damit rechnen mußte, den eigenen oder den Namen eines Familienmitglieds in der Zeitung lesen zu müssen.
Von denen nahm doch bestimmt keiner mehr einen Knochen, auch wenn es eigentlich unangemessen ist von den Verbrechen einzelner Familienmitglieder auf die gesamte "Restverwandtschaft" irgendwelche Schlußfolgerungen zu ziehen.
Ob so ein Pranger gerechtfertigt ist oder nicht mag kontrovers zu diskutieren sein, ich schlage mich schon mal auf die Seite der Befürworter, auch im Interesse potentieller Opfer.
Ich bedaure sogar, daß hierzulande nicht einmal regionale Serienstraftäter öffentlich benannt werden dürfen, man hat selbst schon Angst davor die einschränkende Täterbeschreibung "ausländisch" anzuwenden, da so etwas sofort diskriminierend rüberkommen könnte.
Auch wäre mit Blick auf die historische Berichterstattung interessant, ob es damals schon Gegendarstellungen in den Zeitungen gab zu möglicherweise falsch wieder gegebenen Sachverhalten, vielleicht kannst Du es aufklären.
Sicherlich gab es auch eine Dunkelziffer von Suizidentscheidungen vor dem Hintergrund des Verlustes von Ansehen und Würde durch die Schande, die Straftaten von Familienangehörigen über Verwandte gebracht haben, dann wiederum ist der Pranger alles andere als fortschrittlich, wobei in der damals wenig mobilen Gesellschaft auch der Wegzug aus der Gegend eine Lösung gewesen wäre.
Da wären wir auch schon bei der Frage, ob es denn damals so etwas wie ein polizeiliches Führungszeugnis gab.



turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 29.04.2014 17:21
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Ruhla
1915
16.12
Der verschollene Meerschaumarbeiter Karl Ferdinand Wilhelm Iffert, geb. am 18.10.1841, wird als tot erklärt. Weitere Auskünfte erteilt der Abwesendheitspfleger Polizeiwachtmeister Alfred Zocher.
1920
14.02
In der Kirche (W-T) wurde am Sonntag nach dem Gottesdienst zwei aus Silber schweren Abendmahlteller gestohlen.
16.02
Für die Ergreifung der Täter die in der Kirche die Opferstöcke aufbrachen wird eine Belohnung von 800 Mark festgelegt.


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#40

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 29.04.2014 17:36
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Farnroda
1916
13.03
Am Samstag brach in dem Haus des Kaufmanns Louis Baumbach ein Feuer aus. Die Feuerwehr konnte das Haus außer dem Dachstuhl noch retten. Wegen den Verdachtes der Brandstiftung wurde der Kaufmann sofort verhaftet.

Thal
5.06
Wegen der Ermordung von 15 Einwohnern am 25.03 bei Mechterstädt durch marburger Burschenschaftlern beginnt am 17.06 am Landgerichtsgebäude in Marburg vor dem Kriegsgericht der ehemaligen 22. Division eine Verhandlung statt


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
13 Mitglieder und 45 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 3787 Gäste und 178 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558348 Beiträge.

Heute waren 178 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen