#1

Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 20:04
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Ich lese immer das Hunde an der Leine an der Grenze gelaufen sind und das die viel Hunger hatten und das einige user die gefüttert haben.
Die waren doch auf die Flüchtlinge abgerichtet.
Meine Fragen
Wer und wie hat man die abgerichtet?
Wie haben die Flüchtlinge das Hindernis überwunden?
Wie viele wurden gebissen?
Als man die Grenze abbaute, was hat man mit den Hunden gemacht?


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#2

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 20:11
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

habe gerade den guten Artikel von der Grenzgängerin gelesen.
War schon eine merkwürdige Zeit


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#3

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 20:26
von Gelöschtes Mitglied
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@thomas 48, ich weis nur von meiner Zeit, im GR, da habe ich für die Hunde das Futter aus der Abdeckerei geholt und an die GK aus geliefert, das die Grenzer nie weit ran gegangen sind, zum füttern, sondern es vom weiten hin geworfen haben! Den diese armen Geschöpfe, haben keinen Unterschied zwischen Zivil und Uniform gemacht! Sie wurden auch von einigen aus langer Weile geärgert und es wurde auch viel Schindluder getrieben mit den armen Tieren! Nach dem Mauerfall, habe ich gehört, wurden die meisten eingeschläfert! Vielleicht weiß einer mehr darüber!
Grüsse Steffen52


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#4

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 20:35
von utkieker | 2.920 Beiträge

Die Trassenhunde waren als Wach- und Schutzhunde meistens ungeeignet, mußten nur mächtig laut bellen (eher zur Abschreckung). Die Hunde wurden regelmäßig versorgt und wurden zusätzlich von Grenzposten verwöhnt. Ich behaupte mal 8 von 10 Trassenhunden waren handzahm wie Schoßhündchen und wollten alle "nur" spielen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#5

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 20:39
von Gelöschtes Mitglied
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Was an der Grenze mit den Hunden gemacht wurde war eine Schweinerei, als Tierschützer rege ich mich heute noch darüber auf.


Batrachos hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 21:42
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

utkiker,
meinst du das wirklich?


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#7

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 21:47
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #6
utkiker,
meinst du das wirklich?

ja, wir haben uns hin und wieder einen Hund von der Trasse genommen und sind mit ihm Gassi gegangen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Dassi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 21:51
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #4
Die Trassenhunde waren als Wach- und Schutzhunde meistens ungeeignet, mußten nur mächtig laut bellen (eher zur Abschreckung). Die Hunde wurden regelmäßig versorgt und wurden zusätzlich von Grenzposten verwöhnt. Ich behaupte mal 8 von 10 Trassenhunden waren handzahm wie Schoßhündchen und wollten alle "nur" spielen.

Gruß Hartmut!


Das kann ich bestätigen, war in meinem Abschnitt ähnlich.


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
Dassi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.04.2014 21:51 | nach oben springen

#9

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 22:02
von Freienhagener | 3.862 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #4
Ich behaupte mal 8 von 10 Trassenhunden waren handzahm wie Schoßhündchen und wollten alle "nur" spielen.



Das kann ich bestätigen. Wir hatten welche zur Erholung in der Kompanie (das zeigt schon, daß es ihnen an der Trasse nicht gut ging).

Aber wenn sie Zivilisten begegneten, rasteten sie aus.

Bezeichnend - oder?


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#10

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 22:09
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #9
Zitat von utkieker im Beitrag #4
Ich behaupte mal 8 von 10 Trassenhunden waren handzahm wie Schoßhündchen und wollten alle "nur" spielen.



Das kann ich bestätigen. Wir hatten welche zur Erholung in der Kompanie (das zeigt schon, daß es ihnen an der Trasse nicht gut ging).

Aber wenn sie Zivilisten begegneten, rasteten sie aus.

Bezeichnend - oder?


Kann ich nicht bestätigen, hab nie einen Zivilisten an der Trasse erlebt!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#11

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 22:16
von Freienhagener | 3.862 Beiträge

Wir im Dorf, auf dem Weg zur Grenze, schon.............

Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 12.04.2014 22:16 | nach oben springen

#12

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 22:19
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Dass die Hunde auf Flüchtlinge abgerichtet waren, ist ein Gerücht. Den Vierbeinern war es egal wen sie bissen. Wie hätten sie denn z.B. im Dunkeln zwischen Grenzern und Flüchtenden unterscheiden sollen.
Wenn wir an den Lauftrassen oder Gattern vorbei kamen, dann drehten die Biester ganz schön durch. Von mehrheitlich handzahmen Schoßhündchen kann ich jedenfalls kaum etwas berichten.
Ja, es gab schon mal den einen oder anderen Bello, der jemanden an sich ran ließ. Das konnte jedoch gewaltig nach hinten losgehen. Wir hatten so einen "Hundeliebhaber" in der Kompanie, der das bitter bezahlen musste: Zerbissener Arm, zerfetzte Uniform.
Wir waren nicht besonders angetan, wenn sich so ein Tier losgerissen hatte und durch die Postenbereiche streunte.

Gefüttert wurden die Hunde mittels Zuwerfen vom Fahrzeug aus. Zumindest habe ich das so erlebt.

Wie die Kläffer von den Hundemollis ausgetauscht, an- oder abgeleint wurden habe ich nicht gesehen.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


rasselbock hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.04.2014 22:20 | nach oben springen

#13

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 22:50
von Schlutup | 4.103 Beiträge

Hier ein kurzer Bericht über die Fütterung:



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#14

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 22:55
von Schlutup | 4.103 Beiträge

GK,Grenztruppen,Hundeführer,GSSZ,Schutzh­unde,
Lo,AlarmgruppeFährtenhund:



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#15

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 23:00
von Schlutup | 4.103 Beiträge

Aus einem Werbeheft der GT:



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#16

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 12.04.2014 23:18
von utkieker | 2.920 Beiträge

Es gab gut ausgebildete Diensthunde, aber die waren mit Sicherheit nicht an der Trasse. Die Trassenhunde waren "2. Wahl", waren entweder zu verspielt oder Wesensgestört (extrem aggressiv). Versorgt wurden die Hunde vom Batalionstab aus. In der Kompanie hatten wir keine Hunde. Einen besonderen Spaß haben sich die Heimgänger zum Abschluß des Diensthalbjahres gemacht, in dem sie Trassenhunde im rot- gelben Sportzeug gekleidet haben.
Überwiegend waren die Hunde an der Trasse (Ost)deutsche Schäferhunde wurden aber nicht weiter ins Zuchtprogramm aufgenommen, zu mal sie als Diensthunde untauglich waren. Viele Hunde wurden nach der Wende eingeschläfert, weil sie dem Zuchtziel (West)deutscher Schäferhunde nicht entsprachen. Tierschützer haben das zu Recht kritisiert. Es tut wirklich in Seele weh, wenn man bedenkt was die Tiere nicht alles durchgemacht haben bei Tag und Nacht waren sie den Witterungen ausgesetzt.
Es gab da ein Gerücht, daß Trassenhunde auf dem zugefrorenen Arendsee eingesetzt wurden und nach dem Eis taute im See ertrunken sind. Ob das stimmt weiß ich nicht, zumindestens war es nicht zu meiner Dienstzeit!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#17

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 13.04.2014 09:19
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

moin, also bei uns wurden KEINE Trassenhunde abgerichtet, wer hätte das denn auch machen sollen. Wir hatten 130 Hunde zu versorgen und 20 in der Zwingeranlage, 4 Soldaten waren den ganzen Tag damit beschäftigt die Hunde draußen mit Futter und Wasser zu versorgen. 2 Soldaten waren in der Zwingeranlage, haben täglich!!! die Zwinger gereinigt, Hunde gestriegelt, Futter gekocht usw. es war selten mal Zeit eine Fährte für unsere Fährtenhunde zu legen, ganz zu schweigen davon mal mit dem eigenen Hund rauszugehen, das habe ich meißt nach Dienstschluss getan.

Bekommen haben wir die Hunde welche für den Dienst am Laufseil oder im Laufgang vorgesehen waren als ausgemusterte Polizeihunde, entweder waren sie alt, oder sie eigneten sich nicht für Zuchtzwecke(Knickohr, unerwünschte Körperhaltung usw.) oder sie waren labil vom Wesen her(Verhaltensgestört). Wenn wir welche bekamen hatten wir 20 min um an den Hund ranzugehen, anzuleinen und ihn in den Zwinger zu bringen oder gleich auf´n LO und ab an die Laufleine. Gefüttert wuden die kleinen Kameraden JEDEN Tag, außer Sonntags, da war Stehtag.
Die Hunde wurden jeden Tag mit einer Suppe gefüttert, zusätzlich bekamen jeden Tag Wasser. Gehungert haben unsere Hunde nicht, ich glaube auch nicht was immer in den Medien steht, daß die Grenzerhunde wissentlich nur sporadisch versorgt wurden, damit sie besonders scharf sind!!
Welcher hungrige Hund beißt einen Menschen um ihn zu erlegen und aufzufressen, ein halbverhungerter Hund ist schwach und eigenet sich garnicht für den harten Job, außerdem ist er anfälliger für Krankheiten, und fällt dann aus...., was ja nun wirklich nicht gewollt war!!!

Wenn Hunde an der Leine oder im Laufgang eine Person anbellt gibt es mehrere Gründe, wenn man sich mal mit einem Hund beschäftigt und ihn respektiert, was sehr wichtig ist wird man feststellen, daß kein Hund von Natur aus aggressiv ist, ok es gibt Ausnahmen, ich sag mal 1%.

Eine ganz andere Sache ist es mit den Kampfhundattacken, da möchte ich mich nicht zu auslassen!!!

gruß h.


zweedi04, utkieker und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 13.04.2014 11:42
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #1
Ich lese immer das Hunde an der Leine an der Grenze gelaufen sind und das die viel Hunger hatten und das einige user die gefüttert haben.
Die waren doch auf die Flüchtlinge abgerichtet.
Meine Fragen
Wer und wie hat man die abgerichtet?
Wie haben die Flüchtlinge das Hindernis überwunden?
Wie viele wurden gebissen?
Als man die Grenze abbaute, was hat man mit den Hunden gemacht?



hallo thomas 48, rotmark: das wäre toll gewesen wenn das einer gekonnt hätte, hätte er es sich schwer bezahlen lassen können von den GT!!! Dann wären die Hunde draußen zu uns Grenzern zahm gewesen wie die Langohren in ihrem Stall, denn Grenzer wären ja keine Flüchtlinge, das hätte ein darauf abgerichteter Hund immer gemerkt.

gruß h.


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#19

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 13.04.2014 12:18
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #1
Ich lese immer das Hunde an der Leine an der Grenze gelaufen sind und das die viel Hunger hatten und das einige user die gefüttert haben.
Die waren doch auf die Flüchtlinge abgerichtet.
Meine Fragen
Wer und wie hat man die abgerichtet?
Wie haben die Flüchtlinge das Hindernis überwunden?
Wie viele wurden gebissen?
Als man die Grenze abbaute, was hat man mit den Hunden gemacht?


Also echt? Ist die Zeit schon wieder reif für ein neues Thema in Bezug auf Hunde und Grenze?
Diensthunde an der Mauer
Hunde an der Grenze - alle!!
Trassenhunde
Irgendwann wird es schon mal so stehenbleiben, dass die Hunde an der Grenze auf Menschen abgerichtet waren, man muß es einfach nur oft genug wiederholen.
Wenn es dann noch ein Forum gäbe, nur eines, in dem dieses Thema schon seit gut 5 Jahren immer wieder behandelt würde und man eine Suchfunktion hätte, welche bei allen Widrigkeiten auch noch Ergebnisse liefert, es wäre nicht auszudenken.


zuletzt bearbeitet 13.04.2014 12:19 | nach oben springen

#20

RE: Hunde an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 13.04.2014 13:15
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

tut mir leid, habe nicht nach dem Thema gesucht und habe noch nichts davon gelesen.
Dies Fragen habe ich schon einige Wochen
Thomas


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