#81

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 12:56
von Alfred | 6.862 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #79
Zitat von Alfred im Beitrag #76
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #75
Zitat von Alfred im Beitrag #74


Mielke seine Ablösung als Minister spielte doch im Oktober noch keine Rolle.



Meinst du?
Irgendwie scheint ihr damals wirklich einiges nicht ganz verstanden zu haben.


Nur damit Du zufrieden bist, kann ich ja nicht schreiben, dass Mielke schon Anfang Oktober 1989 abgelöst werden sollte.
Man sollte sich schon an die Fakten halten.



Fakt war wohl vor allem das die Deppen-Brigade in Berlin allen Ernstes glaubte mit dem Bauernopfer ihres Brigadiers, dem sie vorher jahrelang förmlich hinten rein gekrochen sind, sich selbst und ihren Laden noch irgendwie halten zu können.



Du solltest dich vielleicht mal etwas intensiver mit den Ereignissen 1989 beschäftigen, als solchen Unfug zu schreiben.
Aber Mielke und seine Ablösung sind hier ja eigentlich nicht das Thema.


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#82

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 13:03
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #81




Du solltest dich vielleicht mal etwas intensiver mit den Ereignissen 1989 beschäftigen, als solchen Unfug zu schreiben.
Aber Mielke und seine Ablösung sind hier ja eigentlich nicht das Thema.



Stimmt, etwas OT, aber nochmal kurz zum Unfug, als ich mich 89 mit den Ereignissen von 1989 beschäftigte empfand ich als einfacher DDR-Bewohner die Inthronierung des vorgesehenen Thronfolgers als den größten Unfug überhaupt weil sich deshalb nämlich rein gar nichts änderte.
So, gut nun, weiter mit MfS


zuletzt bearbeitet 06.04.2014 13:13 | nach oben springen

#83

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 13:12
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #82
... als ich mich 1989 mit den Ereignissen von 89 beschäftigte empfand ich als einfacher DDR-Bewohner die Inthronierung des vorgesehenen Thronfolgers als den größten Unfug überhaupt.
Ach, du meinst meinen Onkel, das lachende Pferd mit dem verkorksten Gesichtsschnorchel samt seiner angeschwärzten Augenringe in der Larve?


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#84

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 13:16
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von HG19801 im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #82
... als ich mich 1989 mit den Ereignissen von 89 beschäftigte empfand ich als einfacher DDR-Bewohner die Inthronierung des vorgesehenen Thronfolgers als den größten Unfug überhaupt.
Ach, du meinst meinen Onkel, das lachende Pferd mit dem verkorksten Gesichtsschnorchel samt seiner angeschwärzten Augenringe in der Larve?


Du kannst Verwandtschaft haben
Das rot markierte schreib mal hier lieber nicht, dafür hab ich von Verehrern schon mal mächtig Schimpfe bekommen


zuletzt bearbeitet 06.04.2014 13:19 | nach oben springen

#85

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 13:43
von Moskwitschka (gelöscht)
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Na dann wollen wir uns mal wieder erinnern. Ich jedenfalls empfand das damals als Kosmetik. Auch wenn man die Köpfe ausgewechselt hat - es roch immer noch nach - die Partei hat immer recht und beansprucht die Führung auch in der Wendezeit.


Erich Honecker - Rücktrittserklärung (18.10.89)


Tagesschau vom 18.10.1989: Honecker tritt zurück

Hier die Antrittsrede von Egon Krenz vom 18.10.1989 http://www.cvce.eu/obj/antrittsrede_von_...0d3d2df42a.html


Aktuelle Kamera vom 08.11.1989: Neue SED-Führung

Zwanzig Jahre später erklärten uns die Beteiligten wie es wirklich war - nur finde ich leider nicht die Doku.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 06.04.2014 13:44 | nach oben springen

#86

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 13:49
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und so setzte sich das auch Wochen später im Amt für Nationale Sicherheit fort - damit wir wieder zum MfS kommen


DFF - Doku - 1990 - Elf99 Spezial - Sesam öffne dich

LG von der Moskwitschka


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#87

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 14:25
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #84
Zitat von HG19801 im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #82
... als ich mich 1989 mit den Ereignissen von 89 beschäftigte empfand ich als einfacher DDR-Bewohner die Inthronierung des vorgesehenen Thronfolgers als den größten Unfug überhaupt.
Ach, du meinst meinen Onkel, das lachende Pferd mit dem verkorksten Gesichtsschnorchel samt seiner angeschwärzten Augenringe in der Larve?


Du kannst Verwandtschaft haben
Das rot markierte schreib mal hier lieber nicht, dafür hab ich von Verehrern schon mal mächtig Schimpfe bekommen
Na ja, für seine buckelige Verwandtschaft kann ja bekanntlich niemand nix. Aber es ist nun mal leider so, dass das lachende Pferd just am gleichen Tag wie meine Mutter geboren wurde und somit eine zwillingsähnliche Scheinverwandtschaft zu meiner Person existiert.

... und ein lachendes Pferd ist und bleibt diese Stilblüte des real existierenden Sozialismus nun mal. Dabei hätte es Onkel E. noch schlimmer treffen können, gibt es doch Leute, die meinen, schon Pferde vor der Apotheke kotzen gesehen zu haben.

Aber zurück zu den geheimdienstlichen Buhmännern ...


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#88

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 14:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und dann gehen wir mal weiter in der Geschichte. Und in diesem Zusammenhang möchte ich an einen Beitrag von @94 erinnern

Zitat von 94 im Beitrag RE: das MfS,und ihre Informationen
Hier mal ein Ansatz, wie das MfS/AfNS zum 'Prügelknaben' gemacht wurde. Und wenn ich mir den bisherigen Verlauf des 'Gesprächs' in diesem Thread so betrachte, gelungen! Über das 'Warum?' kann man streiten ...
http://www.horch-und-guck.info/hug/archi.../heft-63/06312/


In der von ihm angegeben Quelle Sündenbock Stasi? kann man folgendes lesen

Die Partei versuchte in den nächs­ten Tagen nach außen hin möglichst viel Abstand zur Stasi zu gewinnen. Am 8. Dezember verkündete Modrow den verdutzten Stasi-Oberen die Ablösung von General Schwanitz und die Auflösung des AfNS. Dabei ging es Modrow zunächst nicht darum, die Stasi-Leute fallen zu lassen. Sein Sicherheitsberater war schließlich kein geringerer als Markus Wolf. Es wurde wenig bekannt darüber, wie stark der Ex-Spionagechef hinter den Kulissen gewirkt hat. Die künftige deutsche Einheit war in diesen Tagen längst beherrschendes Thema der Demonstrationen. Modrow plante nun, einen Verfassungsschutz zu bilden, von der Formulierung bewusst angelehnt an die Bundesrepublik. Dieses Sprungbrett in den Inlandsgeheimdienst der Bundesrepublik sollte zwar nur rund ein Fünftel so viele Mitarbeiter wie das MfS beherbergen, wäre damit aber noch immer wesentlich größer als alle bundesdeutschen Nachrichtendienste zusammen gewesen. Die Spionageabteilung sollte mehr oder minder komplett erhalten bleiben.

Doch auch diese Option gaben Modrow und Gysi schließlich auf, als es ums Ganze ging, die Rettung der Partei. Zudem war das durchsichtige Manöver von Anfang Januar 1990 gescheitert, als mittels Beschwörung einer übermächtigen – und im Falle der Beschmierung des Treptower Ehrenmals vermutlich inszenierten – rechtsradikalen Gefahr der DDR-Bevölkerung dieser „neue Verfassungsschutz“ schmackhaft gemacht werden sollte. Am 13. Januar 1990 beschloss der Ministerrat, die Bildung eines Verfassungsschutzes bis zu den Volkskammerwahlen im Frühjahr auszusetzen.


Da fragt sich der geneigte Leser - Waren es nicht die eigenen Genossen die die Stasi zum Buhmann gemacht haben um die Partei zu retten?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 06.04.2014 14:46 | nach oben springen

#89

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 17:02
von ABV | 4.204 Beiträge

Die Tendenz die Stasi zum Buhmann zu machen, war während der Wendezeit weit verbreitet. Das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen! Besonders beliebt war anscheinend bei einigen Betriebsleitern, Plakate mit der Aufschrift " Wir stellen keine ehemaligen MfS-Mitarbeiter ein", vor den Werkstoren aufzustellen. Mit solchem Aktionismus gelang es einigen wunderbar, von eigenen Verfehlungen in der Vergangenheit abzulenken. Zum Beispiel von der Tatsache, dass so mancher Betriebsdirektor, LPG-Vorsitzender etc, in der DDR weitaus mehr Einfluss und Schuld an der eingetretenen Misere hatte, als so mancher MfS-Mitarbeiter!
Auch in der VP ging man auf Distanz zum MfS. Als sich Ende November 1989 ein paar von Entlassung bedrohter Stasi-Mitarbeiter beim Leiter des VPKA Seelow nach den Möglichkeiten einer eventuellen Übernahme in den VP-Dienst erkundigen wollten, wies sie der Oberstleutnant brüsk ab.
Mehr noch: anschließend prahlte er in einer Dienstversammlung noch damit herum und meinte: " Ich lasse mir doch von denen nicht meine Polizei versauen!"
Wenige Wochen zuvor hatte der selbe Offizier noch " vom engen Schulterschluss mit den Organen des MfS zur Bewältigung der jetzigen politisch angespannten Situation" geredet. Mittlerweile selbst in der Öffentlichkeit unter Druck geraten, konnten solche "Befreiungsschläge" in der Bevölkerung durchaus für Ansehen sorgen.
Im Prinzip brauchte man nur die Sätze: " Was sollte ich denn machen? Das hat doch die Stasi so angeordnet. Ich wollte das doch auch nicht", zu murmeln, um Absolution zu bekommen. Selbst ein 1. Sekretär einer SED-Kreisleitung äußerte in einer öffentlichen Versammlung mit Unschuldsmiene: "Ob Sie das nun glauben oder nicht, aber auch ich war längst nicht alle Aktionen der Staatssicherheit im Kreisgebiet eingeweiht!"
Schon stöhnten die Massen: " Die Stasi hat gemacht was sie wollte. Selbst den armen SED-Kreischef haben diese Banditen überrumpelt".
Na ja, äh erstens musste der "Erste" auch gar nicht jede Aktion des MfS kennen. Zweifelhaft, ob dem Mann das überhaupt interessiert hätte. Zweitens wurde er seitens der Kreisdienststelle der Staatssicherheit bestens über die Lage im Kreis informiert und drittens, hat er die Lageberichte meistens ungelesen in den Papierkorb geschmissen! Das hat der Genosse 1. Sekretär natürlich besser verschwiegen.

Gruß an alle
Uwe


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zuletzt bearbeitet 06.04.2014 17:32 | nach oben springen

#90

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 17:37
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #89
Die Tendenz die Stasi zum Buhmann zu machen, war während der Wendezeit weit verbreitet. Das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen! Besonders beliebt war anscheinend bei einigen Betriebsleitern, Plakate mit der Aufschrift " Wir stellen keine ehemaligen MfS-Mitarbeiter ein", vor den Werkstoren aufzustellen. Mit solchem Aktionismus gelang es einigen wunderbar, von eigenen Verfehlungen in der Vergangenheit abzulenken.

Gruß an alle
Uwe


@ABV
Hallo, Uwe !
Echt ,- sowas gab es ??

Och Mönsch ,- da hab ich ja was verpasst - hab die Wende nur im TV miterlebt....

Aber , - Dein Beitrag gefällt mir recht gut - jedoch hab ich irgendwie den Eindruck ,- daß Du die STASI nicht wirklich verurteilen möchtest.
Sicher ,- am Dilemma der DDR haben viele mitgewirkt ,- auch ich war manchmal der Meinung " aus unseren Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen ",
aber- die Stasi war nun mal nicht nur Schild und Schwert der Partei ,- diesen Part sollte sie ja auch erfüllen !

Leider hat sich seit 1961 ,- als die paar äußeren Feinde endlich abgeschottet waren ,- die STASI zu einem unkontrollierten Selbstläufer entwickelt - ihr Operationsgebiet war nun die eigene Bevölkerung - und entsprechend vergiftete sich auch das einst so hoffnungsvolle Klima in der Gesellschaft.

Ich weiss ,- das ca. ein halbes Jahr vor dem Zusammenbruch der DDR einge jüngere Stasi-Offiziere über einen gemäßigteren Kurs nachdachten,-
selbst mir gegenüber - der ich für sie ja doch ein Feind war.
Doch waren dies Ausnahmen bzw. zu späte Erkenntnisse - und so wurde der Moloch von den historischen Gegebenheiten überrollt.

Abgesehen von Deinen oben beschriebenen Diskriminierungen fehlt mir letztendlich doch jedes Verständnis für die Jungs vom MfS....

MfG von Jürgen ,- dem Ostlandritter


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 06.04.2014 17:38 | nach oben springen

#91

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 17:46
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von ABV im Beitrag #89
Die Tendenz die Stasi zum Buhmann zu machen, war während der Wendezeit weit verbreitet. Das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen! Besonders beliebt war anscheinend bei einigen Betriebsleitern, Plakate mit der Aufschrift " Wir stellen keine ehemaligen MfS-Mitarbeiter ein", vor den Werkstoren aufzustellen. Mit solchem Aktionismus gelang es einigen wunderbar, von eigenen Verfehlungen in der Vergangenheit abzulenken. Zum Beispiel von der Tatsache, dass so mancher Betriebsdirektor, LPG-Vorsitzender etc, in der DDR weitaus mehr Einfluss und Schuld an der eingetretenen Misere hatte, als so mancher MfS-Mitarbeiter!
Auch in der VP ging man auf Distanz zum MfS. Als sich Ende November 1989 ein paar von Entlassung bedrohter Stasi-Mitarbeiter beim Leiter des VPKA Seelow nach den Möglichkeiten einer eventuellen Übernahme in den VP-Dienst erkundigen wollten, wies sie der Oberstleutnant brüsk ab.
Mehr noch: anschließend prahlte er in einer Dienstversammlung noch damit herum und meinte: " Ich lasse mir doch von denen nicht meine Polizei versauen!"
Wenige Wochen zuvor hatte der selbe Offizier noch " vom engen Schulterschluss mit den Organen des MfS zur Bewältigung der jetzigen politisch angespannten Situation" geredet. Mittlerweile selbst in der Öffentlichkeit unter Druck geraten, konnten solche "Befreiungsschläge" in der Bevölkerung durchaus für Ansehen sorgen.
Im Prinzip brauchte man nur die Sätze: " Was sollte ich denn machen? Das hat doch die Stasi so angeordnet. Ich wollte das doch auch nicht", zu murmeln, um Absolution zu bekommen. Selbst ein 1. Sekretär einer SED-Kreisleitung äußerte in einer öffentlichen Versammlung mit Unschuldsmiene: "Ob Sie das nun glauben oder nicht, aber auch ich war längst nicht alle Aktionen der Staatssicherheit im Kreisgebiet eingeweiht!"
Schon stöhnten die Massen: " Die Stasi hat gemacht was sie wollte. Selbst den armen SED-Kreischef haben diese Banditen überrumpelt".
Na ja, äh erstens musste der "Erste" auch gar nicht jede Aktion des MfS kennen. Zweifelhaft, ob dem Mann das überhaupt interessiert hätte. Zweitens wurde er seitens der Kreisdienststelle der Staatssicherheit bestens über die Lage im Kreis informiert und drittens, hat er die Lageberichte meistens ungelesen in den Papierkorb geschmissen! Das hat der Genosse 1. Sekretär natürlich besser verschwiegen.

Gruß an alle
Uwe




Hallo Uwe,
war es nicht eher so, dass in der Wendezeit sehr viel an die Oberfläche der Wahrnehmung „des doofen Restes“ spülte, was in einer Gemengelage aus Geheim, Sicherheit und Privilegien wahrgenommen wurde. Ob es nun das Waffenlager in Kavelsdorf war, die Berichte am Runden Tisch über das Vernichten der Akten im Mfs , bzw. dessen Nachfolger oder auch nur Berichte über Wandlitz oder diese diversen Jagdhütten. Dies alles und die Chance, denen nun eins auszuwischen, die diesen Scheiß jahrelang geschützt hatten, denen, die erkannt oder unerkannt im Betrieb oder im Verein die Ohren langmachten und letztendlich das falsche Wort weitertrugen, dass dem Bürger dann die Reise zur Westverwandschaft versaute, dies führte doch zu diesen :“ Stasi in die Produktion“ Rufen und dann wiederum zur Ausgrenzung. Derjenige, der schlechte Erfahrungen mit diesem Zweig der Staatsmacht hatte, oder auch nur glaubte, dass er schlechte Erfahrungen hätte, wollte doch wirklich nicht mit solchen Menschen zusammen arbeiten. Ein Umstand, der auch den Wirren der Wende geschuldet ist, aber menschlich verständlich. Nun kommt dann eben hinzu, dass man die Chance hat, seine Akte anzufordern und zu lesen: Was? Karl – Heinz hat genau berichtet, dass ich während meines Westbesuches auch noch nach Holland gefahren bin, deswegen war diese Fahrt auch meine letzte zur Tante nach Aachen…Dieser Dreckskerl…
Also kommt in vielen Fällen auch noch der Hass auf diese Spitzel hinzu, ob nun begründet oder unbegründet – Fakt ist – in 80 Prozent der Fälle ist Karl – Heinz ein Schwein und Verräter. Und gerade diese Menschen sind es, die dieses Organ in Verruf gebracht haben und die Diskussion am Kochen halten.
Richtig, man hört heute Handys ab, man kann es zumindest, man liest e-mails mit – man kann es zumindest, aber man lässt mich deswegen trotzdem reisen, man lässt mich eine Firma gründen und man gibt mir sogar die Möglichkeit privat Waffen zu erwerben, um damit im Schützenverein zu trainieren. Alles trotzt eventueller Überwachung und hoffentlich ohne Spitzel, die wieder um mich herumschnüffeln.


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#92

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 17:51
von ABV | 4.204 Beiträge

Hallo @Ostlandritter !
Mir steht eine Verurteilung der Staatssicherheit nicht zu! Einerseits weil ich in der glücklichen Lage bin, niemals mit dem MfS aneinander gerasselt zu sein. Wenn dem so wäre, dann würde ich höchstwahrscheinlich auch ganz anders reden! Andererseits war ich ja früher selbst bei der Volkspolizei, Mitglied der SED und vom Sozialismus überzeugt. Gerade deshalb steht es mir nicht zu, auf andere mit Fingern zu zeigen. Da ich ja selbst ein paar Jahre in einem " militärischen Organ" der DDR diente und weiß wie es dort zuging, kann ich mich auch in die Zwänge besser hineindenken. Zwänge, denen auch MfS-Mitarbeiter ausgesetzt waren! Man sollte es kaum glauben.
Innerhalb der VP bestand ein recht ambivalentes Verhältnis zum MfS. Bereits weit vor der Wende. Man respektierte die "Genossen von der anderen Feldpostnummer" zwar, so richtig zu tun haben wollte mit ihnen aber auch niemand. Ebenso wusste niemand, welche Aufgaben der Genosse XY, der einem zuvor im VPKA noch freundlich die Hand gab, eigentlich zu erfüllen hatte. Außerdem bestand kein Zweifel daran, dass der freundliche Genosse XY einem bei Vorlage eines entsprechenden Anlasses, " ganz schnell die Beine weg haut."
Trotz des tiefen Misstrauens, gab es jedoch kaum jemand, oder keinen, der an der Notwendigkeit des MfS zweifelte. Soweit ging die Ablehnung nun doch nicht.

Gruß Uwe


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#93

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 17:54
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #91
Zitat von ABV im Beitrag #89
Die Tendenz die Stasi zum Buhmann zu machen, war während der Wendezeit weit verbreitet. Das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen! Besonders beliebt war anscheinend bei einigen Betriebsleitern, Plakate mit der Aufschrift " Wir stellen keine ehemaligen MfS-Mitarbeiter ein", vor den Werkstoren aufzustellen. Mit solchem Aktionismus gelang es einigen wunderbar, von eigenen Verfehlungen in der Vergangenheit abzulenken. Zum Beispiel von der Tatsache, dass so mancher Betriebsdirektor, LPG-Vorsitzender etc, in der DDR weitaus mehr Einfluss und Schuld an der eingetretenen Misere hatte, als so mancher MfS-Mitarbeiter!
Auch in der VP ging man auf Distanz zum MfS. Als sich Ende November 1989 ein paar von Entlassung bedrohter Stasi-Mitarbeiter beim Leiter des VPKA Seelow nach den Möglichkeiten einer eventuellen Übernahme in den VP-Dienst erkundigen wollten, wies sie der Oberstleutnant brüsk ab.
Mehr noch: anschließend prahlte er in einer Dienstversammlung noch damit herum und meinte: " Ich lasse mir doch von denen nicht meine Polizei versauen!"
Wenige Wochen zuvor hatte der selbe Offizier noch " vom engen Schulterschluss mit den Organen des MfS zur Bewältigung der jetzigen politisch angespannten Situation" geredet. Mittlerweile selbst in der Öffentlichkeit unter Druck geraten, konnten solche "Befreiungsschläge" in der Bevölkerung durchaus für Ansehen sorgen.
Im Prinzip brauchte man nur die Sätze: " Was sollte ich denn machen? Das hat doch die Stasi so angeordnet. Ich wollte das doch auch nicht", zu murmeln, um Absolution zu bekommen. Selbst ein 1. Sekretär einer SED-Kreisleitung äußerte in einer öffentlichen Versammlung mit Unschuldsmiene: "Ob Sie das nun glauben oder nicht, aber auch ich war längst nicht alle Aktionen der Staatssicherheit im Kreisgebiet eingeweiht!"
Schon stöhnten die Massen: " Die Stasi hat gemacht was sie wollte. Selbst den armen SED-Kreischef haben diese Banditen überrumpelt".
Na ja, äh erstens musste der "Erste" auch gar nicht jede Aktion des MfS kennen. Zweifelhaft, ob dem Mann das überhaupt interessiert hätte. Zweitens wurde er seitens der Kreisdienststelle der Staatssicherheit bestens über die Lage im Kreis informiert und drittens, hat er die Lageberichte meistens ungelesen in den Papierkorb geschmissen! Das hat der Genosse 1. Sekretär natürlich besser verschwiegen.

Gruß an alle
Uwe




Hallo Uwe,
........................
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Also kommt in vielen Fällen auch noch der Hass auf diese Spitzel hinzu, ob nun begründet oder unbegründet – Fakt ist – in 80 Prozent der Fälle ist Karl – Heinz ein Schwein und Verräter. Und gerade diese Menschen sind es, die dieses Organ in Verruf gebracht haben und die Diskussion am Kochen halten.
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hoffentlich ohne Spitzel, die wieder um mich herumschnüffeln.





Hallo, Rüganer ,- das entspricht etwa dem , was auch ich meinte !

Und diese vielen Karl-Heinze waren ein Produkt der Stasi zur Bespitzelung der Bevölkerung
-darum :

Diese Schuld geht eindeutig an die Stasi ,- und an ihre Karl-Heinze natürlich ebenso...

Gruß vom Jürgen


....................................
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#94

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 17:56
von ABV | 4.204 Beiträge

@Rüganer
Ja, du hast es auf dem Punkt gebracht: der persönliche Vertrauensbruch ist das schlimmste was einem passieren kann! Und gerade das ist ja sehr, sehr oft passiert. Das eben der vermeintlich beste Kumpel Dinge ausplauderte, dem man ihm vorher gutgläubig anvertraute. So etwas kann niemand mehr gut machen. Auch nach so vielen Jahren nicht.

Gruß Uwe


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#95

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 18:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich glaube den SED-Oberen war innerlich klar das sie in der eigenen Bevölkerung genau den tatsächlichen Rückhalt hatten wie er sich 89 gezeigt hat, also haben sie dieses Monstrum erschaffen.
Warum für jemanden die Arbeit in so was interessant ist, keine Ahnung, vielleicht Spaß am geheimen, gute Möglichkeiten eines Studiums, nicht zuletzt der wirkliche Glaube die Feinde des Sozialismus ausmerzen zu müssen, Uniform-Fetisch, eigentlich alles nachvollziehbar.
Aber wie geschrieben, zu dem gemacht was es war haben es die unfehlbaren Führer der DDR-Arbeiterklasse.


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#96

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 18:36
von Alfred | 6.862 Beiträge

ABV,

es war eben ab einen bestimmten Zeitpunkt nicht mehr „IN“ sich mit MA des MfS zu „schmücken“.
Es war „IN“ bei fast allen Sachverhalten immer auf das MfS zu zeigen, weil auch bekannt war, dass dem MfS keine oder geringe Möglichkeiten einräumt wurden, sich zu den verschiedensten Sachverhalten zu äußern.
Personen aus den verschiedensten Bereichen, die bis 1989 dem MfS in den Arsch gekrochen sind, waren jetzt die großen Aufklärer und Gegner.
Da spielte es keine Rolle, ob es sich um Angehörige der VP, der NVA, Künstler oder Personen aus anderen Bereichen handelte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Personen die bis 1989 die größten Kriecher waren, sich in der Zeit ab 1989 am meisten gewandelt haben. Interessant war, wie sich Personen nach 1989 einbrachten. Sie waren zwar keine IM des MfS pflegten aber einen weit aus besseren Kontakt zum MfS, als manch ein IM. Diese Personen erhoben jetzt den moralischen Zeigefinger.


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#97

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 18:43
von damals wars | 12.218 Beiträge

"Stasi in die Produktion" war so eine Forderung von 1989.
Bei uns in BUNA fing ein ehemaliger in der Betriebskontrolle an.
Die Mitarbeiterin, die ihn einarbeiten durfte, hatte zumindest die Einsicht,
das sie sich an der Umsetzung dieser Forderung beteiligen musste.
Einheit von Wort und Tat.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 06.04.2014 18:44 | nach oben springen

#98

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 19:06
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #89
Die Tendenz die Stasi zum Buhmann zu machen, war während der Wendezeit weit verbreitet. Das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen! Besonders beliebt war anscheinend bei einigen Betriebsleitern, Plakate mit der Aufschrift " Wir stellen keine ehemaligen MfS-Mitarbeiter ein", vor den Werkstoren aufzustellen. Mit solchem Aktionismus gelang es einigen wunderbar, von eigenen Verfehlungen in der Vergangenheit abzulenken. Zum Beispiel von der Tatsache, dass so mancher Betriebsdirektor, LPG-Vorsitzender etc, in der DDR weitaus mehr Einfluss und Schuld an der eingetretenen Misere hatte, als so mancher MfS-Mitarbeiter!

... und da gab es auch die Losung "Stasi in die Volkswirtschaft!" Wozu eigentlich? Leute mit drei linken Pfoten waren im wirklich wahren Arbeiter- und Bauernleben ohnehin nicht zu gebrauchen.
Diejenigen der staatssicherheitlichen Zunft, die abgebrüht genug waren ihr Mäntelchen in den politischen Wind zu hängen und getreu dem Motto "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe" zu folgen sind heute die emsigen Nachtwächter - äh, ich meine Personenschützer - der von ihnen einst als Klassenfeinde postulierten Politniks.
Scheiße schwimmt halt immer oben. Soviel zur sogenannten Stasi-Aufarbeitung, die im Grunde genommen nur die letzten und damit angreifbaren Glieder einer einst schier unendlich langen Kette ein knappes Vierteljahrhundert nach der Wende anprangert und zum moralischen Schafott führt.

Um eins unmissverständlich klarzustellen: Ich bin sicherlich kein Befürworter all dessen, was in der DDR und damit verbunden unter der Ägide des MfS ablief. Allerdings befremdet es mich immens, dass man heute - nahezu ein Vierteljahrhundert nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland - mit einer mikroskopischen Akribie nach dem sucht, was man seit Kriegsende 1945 im "Westen" hinsichtlich nationalsozialistischer Vergangenheit ganz bewusst unterlassen hat.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#99

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 19:51
von Gelöschtes Mitglied
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Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass es, wie beschrieben, immer noch die ungebrochene Tendenz gibt, das Wirken des MfS der ehem. DDR als ein völlig normales Handeln eines Staates und seiner Geheimdienste auch heute darstellt.
Ich weiß nicht, wie oft ich es in diesem Forum schrieb, die berechtigte Kritik richtet sich nicht an die Abwehr von Auslands- und/oder Wirtschaftsspionage. Sondern an den oftmals im vorauseilenden Gehorsam geschulter Schergen, um die eigene Bevölkerung wissentlich einzuschüchtern!

Der berechtigt kritik- und verachtungswürdige Knackpunkt ist und bleibt die vielgescholtene und oftmals heute schon verstummende Kritik an der Beschnüffelung nach innen! Das Beobachten und niederträchtig auswertende Urteil über rechtschaffende Bürger, nicht selten absichtlich zu deren Nachteil.
Die verfassungswidrig "gewonnenen", teilweise völlig falsch interpretierten Ergebnisse dieser Schnüffelarbeit, ob gewollt oder nicht gewollt, sind das Maß der Dinge, an der sich das verbrecherische System des MfS der ehem. DDR festmacht, undzwar ohne Ausreden!
Niemand wird dies reinwaschen werden, und jeder Versuch, dies alles zu relativieren, ist nach nunmehr fast 25 Jahren zwar nicht im Wesen, aber in der Erscheinung, mit der Bagatellisierung von Nazi-Verbrechen vergleichbar!!!

Wer sich als ehem. MA des MfS der glücklicherweise untergegangenen DDR noch heute dazu berufen fühlt, dies bewusst zu leugnen oder schön zu reden, mag verachtet sein, hatte er doch genug Zeit, in sich zu gehen.

Und nun wieder , walte Hugo, es wäre anders herum gekommen...

VG Klaus


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#100

RE: DDR Sicherheitsorgane / Stasi Buhmänner für die EwigkeitGeheimdienste

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.04.2014 20:16
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #99
Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass es, wie beschrieben, immer noch die ungebrochene Tendenz gibt, das Wirken des MfS der ehem. DDR als ein völlig normales Handeln eines Staates und seiner Geheimdienste auch heute darstellt.
Ich weiß nicht, wie oft ich es in diesem Forum schrieb, die berechtigte Kritik richtet sich nicht an die Abwehr von Auslands- und/oder Wirtschaftsspionage. Sondern an den oftmals im vorauseilenden Gehorsam geschulter Schergen, um die eigene Bevölkerung wissentlich einzuschüchtern!

Der berechtigt kritik- und verachtungswürdige Knackpunkt ist und bleibt die vielgescholtene und oftmals heute schon verstummende Kritik an der Beschnüffelung nach innen! Das Beobachten und niederträchtig auswertende Urteil über rechtschaffende Bürger, nicht selten absichtlich zu deren Nachteil.
Die verfassungswidrig "gewonnenen", teilweise völlig falsch interpretierten Ergebnisse dieser Schnüffelarbeit, ob gewollt oder nicht gewollt, sind das Maß der Dinge, an der sich das verbrecherische System des MfS der ehem. DDR festmacht, undzwar ohne Ausreden!
Niemand wird dies reinwaschen werden, und jeder Versuch, dies alles zu relativieren, ist nach nunmehr fast 25 Jahren zwar nicht im Wesen, aber in der Erscheinung, mit der Bagatellisierung von Nazi-Verbrechen vergleichbar!!!

Wer sich als ehem. MA des MfS der glücklicherweise untergegangenen DDR noch heute dazu berufen fühlt, dies bewusst zu leugnen oder schön zu reden, mag verachtet sein, hatte er doch genug Zeit, in sich zu gehen.

Und nun wieder , walte Hugo, es wäre anders herum gekommen...

VG Klaus



Ja, was wäre passiert ? Da hätte es in den alten Budesländern genug Wendehälse gegeben. Und viele Beamte der verschiedensten bundesdeutschen GD wären zum MfS übergelaufen. Ganz zu schweigen von den Polizei - und Zollbeamten. Nichts anderes wäre passiert.



passport


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