#1

wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 14:37
von Lutze | 8.029 Beiträge

gibt es darüber eine Statistik?,
Grenzverletzungen wurden verschleiert,
Familien wurden zerstört,
sicherlich noch einiges mehr,
alles im Auftrag der Partei,
ich hätte da keine ruhige Minute
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 15:14
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
gibt es darüber eine Statistik?,
Grenzverletzungen wurden verschleiert,
Familien wurden zerstört,
sicherlich noch einiges mehr,
alles im Auftrag der Partei,
ich hätte da keine ruhige Minute
Lutze


Rot Mark: Ja, im MfS wurde jeder von der Staatssicherheit ermordete akribisch erfasst. Unterschieden wurde dabei in den jeweiligen Todesarten: ertränkt, erschossen, vergiftet und überfahren. Die "Operativen Diensthabenden" der Kreis und Objektdienststellen des MfS hatten jeden Morgen bis 04:00 Uhr, dem ODH der Bezirksverwaltung die konkrete Anzahl der in den letzten Stunden ermordeten Mitbürger fernschriftlich zu melden. Dieser erfasste diese dann und meldete sie direkt ins Ministerium. Dort wurden die Zahlen zusammengefasst und dem Minister persönlich zum Dienstbeginn auf den Tisch gelegt.
An jedem 01. des Monats mussten sich die Dienststellen verpflichten, eine gewisse Anzahl von Einwohnern ihres Verantwortungsbereiches zu ermorden. Um es auf den Punkt zu bringen: zwischen den Diensteinheiten bestand ein regelrechter "sozialistischer Wettbewerb" im Killen.

Gruß Uwe


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Damals87, Hans, DoreHolm, Feliks D., GilbertWolzow und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 15:44
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #2
Zitat von Lutze im Beitrag #1
gibt es darüber eine Statistik?,
Grenzverletzungen wurden verschleiert,
Familien wurden zerstört,
sicherlich noch einiges mehr,
alles im Auftrag der Partei,
ich hätte da keine ruhige Minute
Lutze


Rot Mark: Ja, im MfS wurde jeder von der Staatssicherheit ermordete akribisch erfasst. Unterschieden wurde dabei in den jeweiligen Todesarten: ertränkt, erschossen, vergiftet und überfahren. Die "Operativen Diensthabenden" der Kreis und Objektdienststellen des MfS hatten jeden Morgen bis 04:00 Uhr, dem ODH der Bezirksverwaltung die konkrete Anzahl der in den letzten Stunden ermordeten Mitbürger fernschriftlich zu melden. Dieser erfasste diese dann und meldete sie direkt ins Ministerium. Dort wurden die Zahlen zusammengefasst und dem Minister persönlich zum Dienstbeginn auf den Tisch gelegt.
An jedem 01. des Monats mussten sich die Dienststellen verpflichten, eine gewisse Anzahl von Einwohnern ihres Verantwortungsbereiches zu ermorden. Um es auf den Punkt zu bringen: zwischen den Diensteinheiten bestand ein regelrechter "sozialistischer Wettbewerb" im Killen.

Gruß Uwe





der war jetzt echt gut
aber leider gibt es immer noch Leute die sowas glauben,wenn sie so etwas lesen,traurig aber war.

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#4

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 15:59
von Lutze | 8.029 Beiträge

man macht sich lächerlich über mich,
dann gab es doch keine Toten seitens des MfS
Lutze


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#5

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 16:05
von rotrang (gelöscht)
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #4
man macht sich lächerlich über mich,
dann gab es doch keine Toten seitens des MfS
Lutze


Lutze auf seitens des Mfs gab es glaube ich jedenfalls keine Toten.
Lasse Dich nicht unterkriegen , bist halt unser Lutze.


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#6

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 16:06
von Passer | 74 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #4
man macht sich lächerlich über mich,
dann gab es doch keine Toten seitens des MfS
Lutze

Statistiken laden gern zum fälschen ein... und dienen in der Regel denen, der sie erstellt.

Es gab mit Sicherheit Tote... ich bin mir sicher das ein Roland Jahn, diese aus dem Hut zaubern könnte...

Passer


1981-1984 MFS PKE
1985-1989 MFS Abt. VI/OLZ/Fahndung
1990 Fahndungsoffizier GBK (GT)
1990-1991 Kontrolloffizier f. Rückbau d. Grenzanlagen

François Mitterrand: "Ich war das Produkt meiner Erziehung und meines Milieus!"
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#7

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 16:07
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #4
man macht sich lächerlich über mich,
dann gab es doch keine Toten seitens des MfS
Lutze


Mensch Lutze: kein Geheimdienst der Welt führt eine Statistik über selbst verbrochene Morde! Schon allein deshalb ist die Frage reichlich naiv!
Was das MfS betrifft: es gibt eine Reihe von ernst zu nehmenden Verdachtsfällen. Zum Beispiel der Fußballer Lutz Eigendorf. Noch fehlen jedoch eindeutige Beweise! Wie in vielen anderen Fällen eben auch.
Das es Mordaufträge gab, halte ich für durchaus denkbar! Aber Geheimdienste sind Meister in der Verschleierung, so dass diese Fälle möglicherweise nie ganz aufgeklärt werden.
Außerdem: solange keine eindeutigen Fakten auf dem Tisch liegen, sollte man sich vor vorschnellen Urteilen hüten!

Gruß Uwe


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#8

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 16:35
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #7
Zitat von Lutze im Beitrag #4
man macht sich lächerlich über mich,
dann gab es doch keine Toten seitens des MfS
Lutze


Mensch Lutze: kein Geheimdienst der Welt führt eine Statistik über selbst verbrochene Morde! Schon allein deshalb ist die Frage reichlich naiv!
Was das MfS betrifft: es gibt eine Reihe von ernst zu nehmenden Verdachtsfällen. Zum Beispiel der Fußballer Lutz Eigendorf. Noch fehlen jedoch eindeutige Beweise! Wie in vielen anderen Fällen eben auch.
Das es Mordaufträge gab, halte ich für durchaus denkbar! Aber Geheimdienste sind Meister in der Verschleierung, so dass diese Fälle möglicherweise nie ganz aufgeklärt werden.
Außerdem: solange keine eindeutigen Fakten auf dem Tisch liegen, sollte man sich vor vorschnellen Urteilen hüten!

Gruß Uwe

Kinder wurden an der Berliner Mauer erschossen,
vertuschen wollte man es,
auf welchen Mist ist das gewachsen?,
und das noch als Verkehrstote aussehen zu lassen,
das hatten wir schon hier im Forum,
für mich einfach nur,nein,sehr grausam
Lutze


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#9

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 16:40
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #8
Kinder wurden an der Berliner Mauer erschossen,
vertuschen wollte man es,
auf welchen Mist ist das gewachsen?,
Lutze


Das an der Grenze geschossen wurde dürfte jedem klar sein. Nur warum sollen diese Toten auf das Konto der Staatssicherheit gehen ?



passport, S51, Batrachos, DoreHolm, Feliks D. und GilbertWolzow haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 16:51
von Merkur | 1.018 Beiträge

Lutze, für Dich mal zum nachdenken.
Dr. Peter-Michael Diestel charakterisierte treffend:
"Man hat die IM aufs Schafott geführt, um mit dem Osten abrechnen zu können (....) Das Stasi-Syndrom - das haben meine Recherchen, wie auch die Gleichgesinnter ergeben - forderte inzwischen mehr Todesopfer als die Mauer (...) Menschen, die nach riesengroßen Konflikten keinen Ausweg mehr fanden und den Selbstmord fatalerweise als die Lösung ihres Problems sahen."

Auch grausam oder ?



passport, Ostlandritter, SCORN, DoreHolm und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.04.2014 16:51 | nach oben springen

#11

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 17:05
von ABV | 4.202 Beiträge

@Lutze: ich gehe davon aus, dass es Fälle gab, in denen Kinder von Grenzsoldaten erschossen wurden. Schlimm genug! Die DDR setzte alles daran, um politischen Schaden zu verhindern, dass diese Vorfälle bekannt wurden. Bei der Verschleierung der wahren Todesumstände trat die Staatssicherheit auf den Plan. Was ebenfalls sehr schlimm ist!!!!!
Aber: diese Toten gehen trotz allem nicht auf das Konto der Staatssicherheit!! Oder meinst du etwa, dass die Kinder a) im Auftrag des MfS von den Grenztruppen oder b) vom MfS selbst erschossen wurden?
Du müsstest einfach mal bei dem von dir selbst eröffneten Thema bleiben und nicht ständig herum eiern! Verschleierung von Todesursachen und Morde sind zwei Paar verschiedene Schuhe!!!

Gruß Uwe


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#12

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 17:06
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #10
Lutze, für Dich mal zum nachdenken.
Dr. Peter-Michael Diestel charakterisierte treffend:
"Man hat die IM aufs Schafott geführt, um mit dem Osten abrechnen zu können (....) Das Stasi-Syndrom - das haben meine Recherchen, wie auch die Gleichgesinnter ergeben - forderte inzwischen mehr Todesopfer als die Mauer (...) Menschen, die nach riesengroßen Konflikten keinen Ausweg mehr fanden und den Selbstmord fatalerweise als die Lösung ihres Problems sahen."

Auch grausam oder ?

das Wort "Freiheit" war wohl ein Fremdwort
Lutze


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#13

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 17:07
von ABV | 4.202 Beiträge

Und der Begriff " verstehendes Lesen" offenbar auch.


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bendix und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 17:15
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #11
@Lutze: ich gehe davon aus, dass es Fälle gab, in denen Kinder von Grenzsoldaten erschossen wurden. Schlimm genug! Die DDR setzte alles daran, um politischen Schaden zu verhindern, dass diese Vorfälle bekannt wurden. Bei der Verschleierung der wahren Todesumstände trat die Staatssicherheit auf den Plan. Was ebenfalls sehr schlimm ist!!!!!
Aber: diese Toten gehen trotz allem nicht auf das Konto der Staatssicherheit!! Oder meinst du etwa, dass die Kinder a) im Auftrag des MfS von den Grenztruppen oder b) vom MfS selbst erschossen wurden?
Du müsstest einfach mal bei dem von dir selbst eröffneten Thema bleiben und nicht ständig herum eiern! Verschleierung von Todesursachen und Morde sind zwei Paar verschiedene Schuhe!!!

Gruß Uwe

diese Kinder wollte man ein zweites mal umbringen,
das ist mehr als schlimm genug
Lutze


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wer nicht kämpft hat schon verloren
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#15

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 17:49
von utkieker | 2.915 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #2
Zitat von Lutze im Beitrag #1
gibt es darüber eine Statistik?,
Grenzverletzungen wurden verschleiert,
Familien wurden zerstört,
sicherlich noch einiges mehr,
alles im Auftrag der Partei,
ich hätte da keine ruhige Minute
Lutze


Rot Mark: Ja, im MfS wurde jeder von der Staatssicherheit ermordete akribisch erfasst. Unterschieden wurde dabei in den jeweiligen Todesarten: ertränkt, erschossen, vergiftet und überfahren. Die "Operativen Diensthabenden" der Kreis und Objektdienststellen des MfS hatten jeden Morgen bis 04:00 Uhr, dem ODH der Bezirksverwaltung die konkrete Anzahl der in den letzten Stunden ermordeten Mitbürger fernschriftlich zu melden. Dieser erfasste diese dann und meldete sie direkt ins Ministerium. Dort wurden die Zahlen zusammengefasst und dem Minister persönlich zum Dienstbeginn auf den Tisch gelegt.
An jedem 01. des Monats mussten sich die Dienststellen verpflichten, eine gewisse Anzahl von Einwohnern ihres Verantwortungsbereiches zu ermorden. Um es auf den Punkt zu bringen: zwischen den Diensteinheiten bestand ein regelrechter "sozialistischer Wettbewerb" im Killen.

Gruß Uwe


Sorry @ABV,

von dir bin ich eigentlich Besseres gewohnt. Ich habe nichts gegen Sarkasmus und Ironie als stilistisches Mittel, denke aber, daß in diesen Fall mehr Ernsthaftigkeit nötig wäre.

mit besten Grüßen vom Ostseestrand ins Oderland
Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#16

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 18:04
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #10
Lutze, für Dich mal zum nachdenken.
Dr. Peter-Michael Diestel charakterisierte treffend:
"Man hat die IM aufs Schafott geführt, um mit dem Osten abrechnen zu können (....) Das Stasi-Syndrom - das haben meine Recherchen, wie auch die Gleichgesinnter ergeben - forderte inzwischen mehr Todesopfer als die Mauer (...) Menschen, die nach riesengroßen Konflikten keinen Ausweg mehr fanden und den Selbstmord fatalerweise als die Lösung ihres Problems sahen."

Auch grausam oder ?


Besonders grausam finde ich die Tatsache ,- daß es auch in diesem Problembereich mal wieder die Kleinen voll erwischt hat ,- und die Großen blieben relativ ungeschoren !

Erinnert mich fatal an die Niederlage der deutschen Wehrmacht und ihre Folgen....

Man kann über die IM denken , was man will - aber das die Stasi diese Leute so bedenkenlos der rachsüchtigen Bevölkerung überliess , war eine moralische Sauerei und stellt die Integrität der Stasi im Nachinein in Frage !

Ich erfuhr nach der Wende von zwei Selbstmorden aus meinem Bekanntenkreis - daß diese Leute uns im Interesse der Stasi ausgehorcht haben - ist eine Seite und ich hätte diese zwei gern über ihre Motivation befragt.
Die zwei hatten eine Familie und Kinder - ich mag mir garnicht vorstellen wollen- was für Seelenqualen die Beiden vor ihrem Suizidentschluss durchmachen mussten.
Vor kurzem las ich auf der Internet-Plattform der Stasi "insiderkomitee" ,- da hat sich irgend so ein Stasi-Oberfuzzi lapidar dafür entschuldigt ,- daß man vergaß - die Identität der IM´s besser zu schützen ,- ich kann garnicht so viel fressen ,- wie ich kotzen möchte...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 18:05
von ABV | 4.202 Beiträge

Du hast ja recht Hartmut. Normalerweise ist das auch nicht meine Art. Aber wenn jemand fragt, " ob es Statistiken zu vom MfS verübten Morden gab", konnte ich nur mit Sarkasmus reagieren.
Weil:
a) wer soll denn diese Statistik geführt haben?
b) wir haben dieses Thema schon seit Jahren wieder und wieder durchgekaut. Ohne eine befriedigende Antwort zu bekommen.
Und da kommt ;Lutze und fragt nach Statistiken und konkreten Zahlen! Genauso gut hätte er auch fragen können, wie oft ein MfS-Observant während seiner Dienstzeit " Staatsfeinde" fotografiert hat.

Gruß Uwe


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#18

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 18:08
von Passer | 74 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #12
Zitat von Merkur im Beitrag #10
Lutze, für Dich mal zum nachdenken.
Dr. Peter-Michael Diestel charakterisierte treffend:
"Man hat die IM aufs Schafott geführt, um mit dem Osten abrechnen zu können (....) Das Stasi-Syndrom - das haben meine Recherchen, wie auch die Gleichgesinnter ergeben - forderte inzwischen mehr Todesopfer als die Mauer (...) Menschen, die nach riesengroßen Konflikten keinen Ausweg mehr fanden und den Selbstmord fatalerweise als die Lösung ihres Problems sahen."

Auch grausam oder ?

das Wort "Freiheit" war wohl ein Fremdwort
Lutze


Nein, kein Fremdwort, aber für die viele unerreichbar... genauso wie das Recht auf Selbstbestimmung... das es in der DDR faktisch nicht gab...

Gibt es offiziell bekannt gewordene Kindermorde?

Passer


1981-1984 MFS PKE
1985-1989 MFS Abt. VI/OLZ/Fahndung
1990 Fahndungsoffizier GBK (GT)
1990-1991 Kontrolloffizier f. Rückbau d. Grenzanlagen

François Mitterrand: "Ich war das Produkt meiner Erziehung und meines Milieus!"
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#19

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 18:12
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Passer im Beitrag #18
..

Gibt es offiziell bekannt gewordene Kindermorde?

Passer


Aus dem Bereich der Kriminalität ?



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#20

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 18:14
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #16
Zitat von Merkur im Beitrag #10
Lutze, für Dich mal zum nachdenken.
Dr. Peter-Michael Diestel charakterisierte treffend:
"Man hat die IM aufs Schafott geführt, um mit dem Osten abrechnen zu können (....) Das Stasi-Syndrom - das haben meine Recherchen, wie auch die Gleichgesinnter ergeben - forderte inzwischen mehr Todesopfer als die Mauer (...) Menschen, die nach riesengroßen Konflikten keinen Ausweg mehr fanden und den Selbstmord fatalerweise als die Lösung ihres Problems sahen."

Auch grausam oder ?


Besonders grausam finde ich die Tatsache ,- daß es auch in diesem Problembereich mal wieder die Kleinen voll erwischt hat ,- und die Großen blieben relativ ungeschoren !

Erinnert mich fatal an die Niederlage der deutschen Wehrmacht und ihre Folgen....

Man kann über die IM denken , was man will - aber das die Stasi diese Leute so bedenkenlos der rachsüchtigen Bevölkerung überliess , war eine moralische Sauerei und stellt die Integrität der Stasi im Nachinein in Frage !

Ich erfuhr nach der Wende von zwei Selbstmorden aus meinem Bekanntenkreis - daß diese Leute uns im Interesse der Stasi ausgehorcht haben - ist eine Seite und ich hätte diese zwei gern über ihre Motivation befragt.
Die zwei hatten eine Familie und Kinder - ich mag mir garnicht vorstellen wollen- was für Seelenqualen die Beiden vor ihrem Suizidentschluss durchmachen mussten.
Vor kurzem las ich auf der Internet-Plattform der Stasi "insiderkomitee" ,- da hat sich irgend so ein Stasi-Oberfuzzi lapidar dafür entschuldigt ,- daß man vergaß - die Identität der IM´s besser zu schützen ,- ich kann garnicht so viel fressen ,- wie ich kotzen möchte...



Das erinnert mich an die Diskussion über die ehemalige Landtagspräsidentin von Brandenburg, Gerlinde Stobrawa. Die Frau bekleidete zu DDR-Zeiten einen hohen Posten im " Rat des Bezirkes Frankfurt (Oder)". Kein Aas hat nach der Wende gefragt, welche Verantwortung die Dame für etwaige verhängnisvolle Entscheidungen in der Wirtschaft auf sich geladen hat. Jahrelang durfte sie dieses hohe Amt bekleiden. Bis herauskam, dass sie sich 1989 mit einem MfS-Mitarbeiter über einen weiteren leitenden Mitarbeiter ihrer Abteilung unterhalten und dem Stasi-Mann ein paar flapsige Bemerkungen über den Parteisekretär gesteckt hat. Was dem " Angeschwärzten" nachweislich nicht geschadet hat. Erst nach Bekanntwerden der Vorwürfe musste sie ihren Posten räumen.
Fazit: man konnte in der DDR gewesen sein was man wollte. Hauptsache kein IM!

Gruß Uwe


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