#41

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #36
Zitat von jecki09 im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #30

[quote=hast du mal danach gefragt, wie 40 Jahre lang Bürger der DDR, die in die Mühlen der Stasi kamen durch die Hölle gingen? Man kann darüber streiten, ob die Veröffentlichung durch Bild eine gute oder schlechte Sache war. Gut ist, dass wir eine solche freie Presse haben, da schließe ich Spiegel , Stern und andere mit ein, die so etwas veröffentlichen. Das hält hoffentlich in der Zukunft solche Menschen mit einem solch miesen Charakter wie es die IM waren, davon ab, noch mal Menschen anzuschwärzen und ins Unglück zu stürzen. Keiner musste ein Verräter werden, es genügte ein klares Nein und die Stasi hat kapiert.Ich habe einmal Nein gesagt und es passierte gar nichts.


Was wäre, wenn Spiegel, BILD oder sonst ein Blatt, die Namen derer veröffentlichen würde, die für die alte BRD und gegen die alte BRD spioniert/gekundschaftet oder sonst wie auch gearbeitet haben.

Die hätten auch NEIN sagen können. Keiner muss ein Verräter werden, es genügt ein klares Nein" .

ABER, wer sagt, wer ein Verräter ist oder wer ein Freund/Beschützer des Staates. Auch hier kommt es auf den jeweiligen Standpunkt und Sichtweise an: wer ist Spion oder wer ist "Kundschafter".

Beispiel:
Waren Richard Sorge oder Mata Hari - Spion oder nicht??


Ich bin ganz sicher kein Freund der Stasi ,- und ich bin mit Sicherheit einer der Angeschissenen durch die IM´s ,- denn nur durch diese erfuhr die Stasi das, was sie wissen wollte .
Trotzdem kann ich mich nicht dazu durchringen ,- alle IM´s als Verräter oder gewissenlose Kerle zu klassifizieren, ich glaube - sehr viele von denen haben mit der Überzeugung ,- dem Staat einen guten Dienst zu erweisen ,- für die Schwarzkittel gearbeitet !
Wäre dem nicht so ,- dann frage ich mich-was ist mit den ganzen SED-Parteimitgliedern ?

Die haben sich durch ihre Mitgliedschaft-und oft auch durch ihr Auftreten-offen zum Staat DDR bekannt ,- sich also auch in verantwortung für den Staat DDR gesetzt -wurde auch nur einer von denen derart gehetzt ??

Für mich persönlich waren die Genossen - die nach der Wende schlagartig zu westlichen Demokraten wurden ,- einfach nur Schleim....



es besteht ein kleiner Unterschied zwischen SED Mitgliedern und IM's der aber sehr wichtig ist bei der Betrachtung dieser Problematik.
Ein SED Mitglied konntest du a) am " Bonbon" erkennen oder b) du wusstest. dass er Mitglied dieser Partei war. Das war ja nichts geheimes.Darauf konnte man sich einstellen.
Der IM im Gegensatz dazu hat aber konspirativ gearbeitet, das ist ganz entscheidend. Warum sind denn so viele nach der Wende aus allen Wolken gefallen, von wem sie verraten wurden ? Der DDR Bürger lief doch herum mit 2 Identitäten, das wusst auch die Stasi. Also hat sie diesen Weg über IMs gewählt, um an verlässliche, aus ihrer Sicht, Infos zu kommen. Einem SED Parteifunktionär hättest du sicher nie Fluchtabsichten mitgeteilt, aber wieviel IMs waren Verräter von Fluchtabsichten? Also ich meine, diese IMs hatten einen schlechten Charakter. Sie taten es ohne Not sondern meistens um zu Vergünstigungen jeglicher Art zu kommen. Das ist besonderns verwerflich.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hapedi, Ostlandritter und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2014 07:33 | nach oben springen

#42

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #22
In Halle hatte ja die Bild die IM- liste veröffentlicht.
Und nicht alle waren IM. Auch die Leute, die ihre Wohnungen als konspirativen Dreffpunkt zur Verfügung stellten, wurden als IM ausgeschmiert.
Und die sind wirklich durch die Hölle gegangen. Sch..e an der Wohnungstür war noch das mildeste der Selbstgerechten.


An dieser spektakulären Veröffentlichung werden sich wohl bis in alle Ewigkeit die Geister scheiden.
Einerseits war es das reinigende Gewitter, da diffuse Andeutungen und Mutmaßungen über diese oder jene Person anders kein Ende genommen hätten und andererseits war es ein moderner Pranger, eine Zeitreise in die Inquisition.
Ich bekam übrigens später mehr als einmal zu hören, "Nanu, ist ja ein Wunder, daß ausgerechnet du nicht dabei warst..." , woraufhin ich nur entgegnete, daß alles nur Zufall war, wenn man mich zur Mitarbeit geworben hätte, dann wäre ich auch dabei gewesen.
Leider stand dem meine seit jeher offene Art entgegen, die hätten nicht viel Freude an mir gehabt.
Ein Indikator für die Bewertung meiner Mitmenschen war der Umgang mit diesen Listen aber ohne weiteres, denn wenn ich mich erinnere mit welchem Geifer am Schandmaul manche dieser Mitbürger diese Zeitungsseiten angeschleppt und herumgereicht hatten, dann wird mir heute noch übel.
Für die neuen Personalchefs der Reichsbahn war das aber ein gefundenes Fressen, so leicht konnten sie danach nie wieder Eisenbahner aufs Abstellgleis schieben wie nach dieser Auflistung staatsfeindlicher Elemente in Uniform.
Schließlich müssen Eisenbahner staatstreu sein und da kommen IM's natürlich nicht in Frage, die "sauberen" Reichsbahner habens aber auch bloß nicht ins Beamtenverhältnis geschafft, so wichtig war die Staatstreue dann auch wieder nicht.



zuletzt bearbeitet 04.04.2014 21:24 | nach oben springen

#43

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:23
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #40
Zitat von steffen52 im Beitrag #38
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #36
Zitat von jecki09 im Beitrag #34
Zitat von Gert im Beitrag #30

[quote=hast du mal danach gefragt, wie 40 Jahre lang Bürger der DDR, die in die Mühlen der Stasi kamen durch die Hölle gingen? Man kann darüber streiten, ob die Veröffentlichung durch Bild eine gute oder schlechte Sache war. Gut ist, dass wir eine solche freie Presse haben, da schließe ich Spiegel , Stern und andere mit ein, die so etwas veröffentlichen. Das hält hoffentlich in der Zukunft solche Menschen mit einem solch miesen Charakter wie es die IM waren, davon ab, noch mal Menschen anzuschwärzen und ins Unglück zu stürzen. Keiner musste ein Verräter werden, es genügte ein klares Nein und die Stasi hat kapiert.Ich habe einmal Nein gesagt und es passierte gar nichts.


Was wäre, wenn Spiegel, BILD oder sonst ein Blatt, die Namen derer veröffentlichen würde, die für die alte BRD und gegen die alte BRD spioniert/gekundschaftet oder sonst wie auch gearbeitet haben.

Die hätten auch NEIN sagen können. Keiner muss ein Verräter werden, es genügt ein klares Nein" .

ABER, wer sagt, wer ein Verräter ist oder wer ein Freund/Beschützer des Staates. Auch hier kommt es auf den jeweiligen Standpunkt und Sichtweise an: wer ist Spion oder wer ist "Kundschafter".

Beispiel:
Waren Richard Sorge oder Mata Hari - Spion oder nicht??


Ich bin ganz sicher kein Freund der Stasi ,- und ich bin mit Sicherheit einer der Angeschissenen durch die IM´s ,- denn nur durch diese erfuhr die Stasi das, was sie wissen wollte .
Trotzdem kann ich mich nicht dazu durchringen ,- alle IM´s als Verräter oder gewissenlose Kerle zu klassifizieren, ich glaube - sehr viele von denen haben mit der Überzeugung ,- dem Staat einen guten Dienst zu erweisen ,- für die Schwarzkittel gearbeitet !
Wäre dem nicht so ,- dann frage ich mich-was ist mit den ganzen SED-Parteimitgliedern ?

Die haben sich durch ihre Mitgliedschaft-und oft auch durch ihr Auftreten-offen zum Staat DDR bekannt ,- sich also auch in verantwortung für den Staat DDR gesetzt -wurde auch nur einer von denen derart gehetzt ??

Für mich persönlich waren die Genossen - die nach der Wende schlagartig zu westlichen Demokraten wurden ,- einfach nur Schleim....


@Ostlandritter, da kann ich nicht Deiner Meinung sein! Ein guter Freund, mit dem du jeden Scheiß gemacht hast, der Dich aber dann bei dieser Firma in den Dreck zieht, der ist für Dich kein Verräter b.z.w. gewissenloser Kerl. Wer dann?Diese Leute sind für mich viel schlimmere Finger gewesen, als die Hauptamtlichen! Obwohl sie es waren die sie dazu gebracht haben so etwas tun und das auch oft mit Erpressung oder vorgaukeln von Erleichterungen! Für mich ist dieses eben Verrat, an meiner Person gewesen und das kann ich diesen Personen nicht verzeihen, weil es nix mit Freundschaft zu tun hatte, denn darunter verstehe ich etwas anderes! Egal wie die Situation diesen so genannten (Freundes) gewesen ist, hätte er mit mir darüber gesprochen, ich hätte es verstanden und gemeinsam hätte wir das Beste daraus gemacht! Einen ins Gesicht lachen und dann in den Ar... treten. Nein Danke!! Das sind und bleiben für mich gewissenlose Verräter!
Grüsse Steffen52


@steffen52 :Da gebe ich Dir vollkommen Recht !

Ich habe in meinen Beitrag versucht ,- die Motivation der IM´´s zu verstehen ,- und mich persönlich haben wohl hauptsächlich meine Arbeitskollegen betreut....

Bei persönlichen Freunden oder Verwandten ist das natürlich nochmal eine ganz andere Geschichte ,- da würde ich dann wahrscheinlich auch die Zähne fletschen !

A propos ,- ich hab noch nie in meine Stasi-Akte reingeschaut,-
kann man sich den Dreck zuschicken lassen - oder muss ich da extra nach berlin fahren ??

Das interessiert mich nun langsam wirklich,- obwohl ich auch Schiss vor eventuellen Enttäuschungen hab ,- die ich mir bisher lieber ersparte...


@Ostlandritter, musst erst mal bei Deiner nächsten BStU-Stelle einen Antrag stellen, dann bekommst Du Bescheid, ob sie eine finden und wen ja, dauert es bis 2 Jahre! Dann bekommst Du einen Lesetermin., kannst Dir alles in Ruhe durch lesen und was Dir am Herzen liegt, da machen sie Kopien davon und die schicken sie Dir nach Hause. Auch die Klarnamen bekommst Du heute mitgeteilt, was vor ein paar Jahren noch nicht möglich war! So war es bei mir. Steht viel Kalauer darin, aber auch sehr viel Interessantes ! Weißt Du noch was Du am dem Geburtstag vor zig Jahren alles getrunken hast und wie viel, wer alles dabei war und was der und der gesagt hat, war manchmal lustig zu lesen, wen es nicht so traurig wäre!
Grüsse Steffen52


Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.04.2014 07:34 | nach oben springen

#44

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #42
Zitat von damals wars im Beitrag #22
In Halle hatte ja die Bild die IM- liste veröffentlicht.
Und nicht alle waren IM. Auch die Leute, die ihre Wohnungen als konspirativen Dreffpunkt zur Verfügung stellten, wurden als IM ausgeschmiert.
Und die sind wirklich durch die Hölle gegangen. Sch..e an der Wohnungstür war noch das mildeste der Selbstgerechten.


An dieser spektakulären Veröffentlichung werden sich wohl bis in alle Ewigkeit die Geister scheiden.
Einerseits war es das reinigende Gewitter, da diffuse Andeutungen und Mutmaßungen über diese oder jene Person anders kein Ende genommen hätte und andererseits war es ein moderner Pranger, eine Zeitreise in die Inquisition.
Ich bekam übrigens später mehr als einmal zu hören, "Nanu, ist ja ein Wunder, daß ausgerechnet du nicht dabei warst..." , woraufhin ich nur entgegnete, daß alles nur Zufall war, wenn man mich zur Mitarbeit geworben hätte, dann wäre ich auch dabei gewesen.
Leider stand dem meine seit jeher offene Art entgegen, die hätten nicht viel Freude an mir gehabt.
Ein Indikator für die Bewertung meiner Mitmenschen war der Umgang mit diesen Listen aber ohne weiteres, denn wenn ich mich erinnere mit welchem Geifer am Schandmaul manche dieser Mitbürger diese Zeitungsseiten angeschleppt und herumgereicht hatten, dann wird mir heute noch übel.
Für die neuen Personalchefs der Reichsbahn war das aber ein gefundenes Fressen, so leicht konnten sie danach nie wieder Eisenbahner aufs Abstellgleis schieben wie nach dieser Auflistung staatsfeindlicher Elemente in Uniform.
Schließlich müssen Eisenbahner staatstreu sein und da kommen IM's natürlich nicht in Frage, die "sauberen" Reichsbahner habens aber auch bloß nicht ins Beamtenverhältnis geschafft, so wichtig war die Staatstreue dann auch wieder nicht.



das ist auch gut so Hackel, ich seh keine Notwendigkeit, dass ein Lokführer Beamter sein muss oder ein Telekom Techniker für Telefondienste.
Gut, dass das gestrichen wurde sonst gings uns noch schlechter in derZukunft mit der Staatsverschuldung


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#45

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:27
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #39
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #25
@lutze bist Du wirklich zu naiv oder ist es Dir zu ruhig hier geworden? Deine gedanklichen Verknüpfungen wirklich Klasse....

Ich gehe noch ein Stück weiter, da die Stasi die Menschen in der DDR so drangsaliert hat, kam es zum Umsturz. Das Große- Deutschland konnte sich nun wieder auf Auslandseinsätze besinnen. Aus diesem Grund gehen die Toten der Auslandseinsätze auf das Konto der Stasi




solche Schlussfolgerung kann man auch nur mit "no comment" abtun, weil so was von sinnlos


Sorry, ich habe den Beitrag nicht mit "Ironie" gekennzeichnet. das war mein Fehler. Ich hatte wohl von manchen Lesern zuviel ... erwartet.


zuletzt bearbeitet 04.04.2014 21:27 | nach oben springen

#46

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:28
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #45
Zitat von Gert im Beitrag #39
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #25
@lutze bist Du wirklich zu naiv oder ist es Dir zu ruhig hier geworden? Deine gedanklichen Verknüpfungen wirklich Klasse....

Ich gehe noch ein Stück weiter, da die Stasi die Menschen in der DDR so drangsaliert hat, kam es zum Umsturz. Das Große- Deutschland konnte sich nun wieder auf Auslandseinsätze besinnen. Aus diesem Grund gehen die Toten der Auslandseinsätze auf das Konto der Stasi




solche Schlussfolgerung kann man auch nur mit "no comment" abtun, weil so was von sinnlos


Sorry, ich habe den Beitrag nicht mit "Ironie" gekennzeichnet. das war mein Fehler. Ich hatte wohl von manchen Lesern zuviel ... erwartet.

oh sorry humoristische Einlagen von dir, mmh kann mich nicht erinnern. Dann nehme ich alles zurück


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#47

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ist die Ironie nicht der "kleine Bruder" der Wahrheit

Auf manche "Verknüpfung", kann man nur mit ähnlich qualitativen "Verknüpfungen" antworten.


nach oben springen

#48

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:37
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #44
Zitat von Hackel39 im Beitrag #42
[quote=damals wars|p344672] wieder nicht.

[/rot]

das ist auch gut so Hackel, ich seh keine Notwendigkeit, dass ein Lokführer Beamter sein muss oder ein Telekom Techniker für Telefondienste.
Gut, dass das gestrichen wurde sonst gings uns noch schlechter in derZukunft mit der Staatsverschuldung


Sehr richtig, aus der heutigen Perspektive des Privatbahnlokführers muß ich schon feststellen, daß die konkurrierenden Berufsbeamten (West) der DB Schenker uns Monat für Monat neue Chancen am Güterverkehrsmarkt eröffnen.
Übrigens sind im westlichen Bahnsektor nach wie vor überwiegend Beamte unterwegs, die haben Bestandsschutz, sind aber kaum mehr unter 50, so gesehen hat sich das sowieso bald erledigt. Ich wollte nur die Doppelmoral der damaligen Verantwortlichen thematisieren, aber was hätten die auch machen sollen ?
Wenn die IM's dabei geblieben wären, hätte Lutze vielleicht doch noch seine Statistik über Todesopfer bekommen, zu vergiftet war damals die Atmosphäre im Angesicht des wirtschaftlichen Untergangs und der neuen Konkurrenzsituation unter den Mitarbeitern.



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.04.2014 21:39 | nach oben springen

#49

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:43
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Als ich das Thema heute las...hmmm...ich dachte nur...nicht schon wieder das leidige Schtasiiiiithema. Ich fühle mich dann beim lesen wie in der 199sten Runde im Hamsterrad.

Mittlerweile sehe ich die MA des MfS aus einer anderen Perspektive. Die, welche auch hier aus ihrer Sicht berichteten, die Motivationen beschrieben haben, warum sie für die Firma gearbeitet haben...haben sich ein Stück weit auch das Recht...als Mensch und nicht als Monster dazustehen...verdient. Klingt vielleicht von einem DDR-Flüchtling schizophren aber genau da, fängt für mich Aufarbeitung an...verstehen wollen...nicht müssen. Ich finde den Titel des hier eröffneten Themas sehr despektierlich...fast schon unverschämt.

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...und schon gar aus niederen Beweggründen. Wenn allerdings auf Personen Druck ausgeübt wurde...wie auch immer...muss man mal in sich gehen und sich fragen: Wie weit wäre ich gegangen...


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

jecki09, utkieker und Krepp haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#50

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:56
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
Als ich das Thema heute las...hmmm...ich dachte nur...nicht schon wieder das leidige Schtasiiiiithema. Ich fühle mich dann beim lesen wie in der 199sten Runde im Hamsterrad.

Mittlerweile sehe ich die MA des MfS aus einer anderen Perspektive. Die, welche auch hier aus ihrer Sicht berichteten, die Motivationen beschrieben haben, warum sie für die Firma gearbeitet haben...haben sich ein Stück weit auch das Recht...als Mensch und nicht als Monster dazustehen...verdient. Klingt vielleicht von einem DDR-Flüchtling schizophren aber genau da, fängt für mich Aufarbeitung an...verstehen wollen...nicht müssen. Ich finde den Titel des hier eröffneten Themas sehr despektierlich...fast schon unverschämt.

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...und schon gar aus niederen Beweggründen. Wenn allerdings auf Personen Druck ausgeübt wurde...wie auch immer...muss man mal in sich gehen und sich fragen: Wie weit wäre ich gegangen...


Danke, Du gibst mir den Glaube an die Menschheit und Vernunft einen Teil zurück.


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#51

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 21:58
von Schuddelkind | 3.509 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #50
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
Als ich das Thema heute las...hmmm...ich dachte nur...nicht schon wieder das leidige Schtasiiiiithema. Ich fühle mich dann beim lesen wie in der 199sten Runde im Hamsterrad.

Mittlerweile sehe ich die MA des MfS aus einer anderen Perspektive. Die, welche auch hier aus ihrer Sicht berichteten, die Motivationen beschrieben haben, warum sie für die Firma gearbeitet haben...haben sich ein Stück weit auch das Recht...als Mensch und nicht als Monster dazustehen...verdient. Klingt vielleicht von einem DDR-Flüchtling schizophren aber genau da, fängt für mich Aufarbeitung an...verstehen wollen...nicht müssen. Ich finde den Titel des hier eröffneten Themas sehr despektierlich...fast schon unverschämt.

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...und schon gar aus niederen Beweggründen. Wenn allerdings auf Personen Druck ausgeübt wurde...wie auch immer...muss man mal in sich gehen und sich fragen: Wie weit wäre ich gegangen...


Danke, Du gibst mir den Glaube an die Menschheit und Vernunft einen Teil zurück.


Naja, genau so sollte man es sehen, wenn man nicht völlig vernagelt ist,oder?


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen

#52

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 22:12
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
Als ich das Thema heute las...hmmm...ich dachte nur...nicht schon wieder das leidige Schtasiiiiithema. Ich fühle mich dann beim lesen wie in der 199sten Runde im Hamsterrad.

Mittlerweile sehe ich die MA des MfS aus einer anderen Perspektive. Die, welche auch hier aus ihrer Sicht berichteten, die Motivationen beschrieben haben, warum sie für die Firma gearbeitet haben...haben sich ein Stück weit auch das Recht...als Mensch und nicht als Monster dazustehen...verdient. Klingt vielleicht von einem DDR-Flüchtling schizophren aber genau da, fängt für mich Aufarbeitung an...verstehen wollen...nicht müssen. Ich finde den Titel des hier eröffneten Themas sehr despektierlich...fast schon unverschämt.

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...und schon gar aus niederen Beweggründen. Wenn allerdings auf Personen Druck ausgeübt wurde...wie auch immer...muss man mal in sich gehen und sich fragen: Wie weit wäre ich gegangen...

Ja,@Grenzverletzerin, Ja, Mädel hast schon nicht ganz Unrecht, aber in der Situation war ich nicht und man kann sie auch nicht so einfach beantworten! War halt auf der bösen Seite, aus Sicht der DDR- Führung, obwohl ich keinen etwas böses getan habe! War halt eben, aus verschiedenen Dingen, anderer Meinung, hatte etwas Einsicht in dem Ablauf der Finanzlage der DDR und da habe ich mich halt mal darüber ausgelassen und das Scheind den Herren nicht gefallen zu haben! Nun kommt das aber wieder mit Druck von der Firma auf die IMs und das ist auch sehr traurig, was man unternohmmen hat, um die Leute für sich zu gewinnen! Aber man kann eben in dieser Sache geteilter Meinung sein und sich bis zum Sank Nimmerleinstag darüber streiten, warum, weswegen, weshalb !
Grüsse Steffen52


nach oben springen

#53

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 22:23
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Aber gab es denn nicht auch hier eine Grauzone zwischen bedingungslosen freiwilligen Denunziantentum und der Erpressung zur Mitarbeit ?
Im Einzelfall der Thematik Interzonenzüge könnte man das innerhalb von Minuten klären, ob es die gab oder nicht, dazu müßten sich Grenzschützer äußern, da ich selbst nichts mit diesen Zügen zu tun hatte.
Der komplette Plan 1 (Interzonenzüge Probstzella, Gutenfürst, Bebra) des Bw Halle P soll angeblich in der Liste der BILD- Zeitung vertreten gewesen sein und so frage ich einmal in die Runde, ob es denn legitim ist, ausschließlich solche Personen für derartige Dienste aufzustellen.
Ist es denn nicht von der Sache her im Sinne der Reisenden, wenn der Lokführer der in Bebra auf den Bundesbahngelände eben nicht abhaut sondern statt dessen auf seinen Gegenzug wartet ?
Wiegt die Berufsehre schwerer, mögliche Fluchtaspiranten notfalls über die Bespitzelung von genau solchen Zügen fernzuhalten, damit die Chefs zu Hause nicht jeden Tag um die Rückkehr ihres Personals zittern müssen und alle Fahrgäste pünktlich wieder im Osten ankommen oder ist es eher legitim, sehenden Auges den potentiellen Flüchtling in Reichsbahnuniform gewähren zu lassen und eben nicht anzuschwärzen ?
Alles das muß man doch auch im Zusammenhang mit den Zeiten sehen.
Einen großen Schritt weiterkommen würden wir hier, wenn man erfahren könnte inwiefern es überhaupt lösbar wäre, eine solche Flucht in die Tat umzusetzen, immerhin ist man ja schon im Westen , das wäre doch ein Kinderspiel.
Wer kann näheres zu diesen Abläufen erläutern, die Trapo war meines Wissens nur im Zug (wie lange überhaupt ?) und ist nicht mit der Lok mitgefahren, die Abstellplätze und Wartegleise z. B. in Bebra scheinen recht weiträumig auseinander zu liegen.
Ich komme da nicht weiter, zwar kenne ich Personale, die damals rüber fahren konnten, die reden aber keinen Klartext bzw. behaupten sie dazu gehört zu haben, stochern aber scheinbar genauso im Nebel wie ich.
Eine Antwort könnte die Zwänge der damaligen Betroffenen ein wenig beschreiben und eine Bewertung der allgemeinen Problematik "Spitzel/ IM- freiwillig oder nicht" erleichtern.



nach oben springen

#54

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 22:39
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #52
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
Als ich das Thema heute las...hmmm...ich dachte nur...nicht schon wieder das leidige Schtasiiiiithema. Ich fühle mich dann beim lesen wie in der 199sten Runde im Hamsterrad.

Mittlerweile sehe ich die MA des MfS aus einer anderen Perspektive. Die, welche auch hier aus ihrer Sicht berichteten, die Motivationen beschrieben haben, warum sie für die Firma gearbeitet haben...haben sich ein Stück weit auch das Recht...als Mensch und nicht als Monster dazustehen...verdient. Klingt vielleicht von einem DDR-Flüchtling schizophren aber genau da, fängt für mich Aufarbeitung an...verstehen wollen...nicht müssen. Ich finde den Titel des hier eröffneten Themas sehr despektierlich...fast schon unverschämt.

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...und schon gar aus niederen Beweggründen. Wenn allerdings auf Personen Druck ausgeübt wurde...wie auch immer...muss man mal in sich gehen und sich fragen: Wie weit wäre ich gegangen...

Ja,@Grenzverletzerin, Ja, Mädel hast schon nicht ganz Unrecht, aber in der Situation war ich nicht und man kann sie auch nicht so einfach beantworten! War halt auf der bösen Seite, aus Sicht der DDR- Führung, obwohl ich keinen etwas böses getan habe! War halt eben, aus verschiedenen Dingen, anderer Meinung, hatte etwas Einsicht in dem Ablauf der Finanzlage der DDR und da habe ich mich halt mal darüber ausgelassen und das Scheind den Herren nicht gefallen zu haben! Nun kommt das aber wieder mit Druck von der Firma auf die IMs und das ist auch sehr traurig, was man unternohmmen hat, um die Leute für sich zu gewinnen! Aber man kann eben in dieser Sache geteilter Meinung sein und sich bis zum Sank Nimmerleinstag darüber streiten, warum, weswegen, weshalb !
Grüsse Steffen52


Lieber @steffen52 , ich war auch nie in so einer Situation...GsD...dafür war ich wohl auch zu gradlinig in meiner Anti-DDR-Haltung. Aber , wenn man mir z.B. mit dem Entzug meines Sohnes gedroht hätte...nur mal so als Bsp, ...
Letztendlich sagst du es selber...warum streitet man sich noch...wir sind 25 Jahre in Freiheit..was auch jeder darunter verstehen mag und/oder will...da halt ichs mit dem ollem Wowi: "Und das ist gut so" Es ist Unrecht geschehen und das darf nicht vergessen werden aber es sind daran nicht einzelne Menschen Schuld gewesen sondern das System!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#55

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 22:50
von andyman | 1.875 Beiträge

Hallo.RDas ein EX DDR innenminister zu dieser Einschätzung kommt und seine Gleichgesinnten als Bestätiger anführt überascht nicht wirklich,politische Aussagen des Dr.Diestel sollten jedoch sehr skeptisch betrachtet werden und mMn.nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt sind.[/rot]https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118941542 Lgandyman
[/quote]

Weiß Du eigentlich, aus welcher Bürgerbewegung Diestel kommt und für was er als letzter Innenminister der DDR verantwortlich war.
Es mag unterschiedliche Ansichten geben, aber ich schätze ein, er war ein Mann, der die Abwicklung aller bewaffneten Organe (außer NVA, da war der Veräppelmann zuständig) so gestaltet hatte, daß die Mitarbeiter dieses Bereiches das Gesicht wahren konnten. Es kommt im "das Ende der HVA" als auch in seinen Memoieren zum Ausdruck.
[/quote]

Hallo.@DoreHolm
Für die Tätigkeit der Abwicklung gebührt Dr.Diestel sicher die Achtung der abgewickelten Organe,als Anwalt gehört es zu seinen Tätigkeitsmerkmalen keine Frage.Mein Einwand richtet sich an die anwaltliche Unterstützung von Prominenten denen IM Tätigkeit vorgeworfen wurde,es gab mehrere Prozesse in denen sie von Dr. Diestel vertreten wurden,für mich eine Verletzung der anwaltlichen Loyalität,als Ex DDR Innenminister, ausserdem einige private Entgleisungen die sicher nicht in seiner Biographie erwähnt worden sind.Das bringt mich zu meiner Einschätzung und da bin ich im Land M/V nicht allein,Dr. Diestel ist ein Wendehals und nichts weiter. Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.04.2014 22:51 | nach oben springen

#56

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.04.2014 22:56
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Genau so es keine exakte Zahl der Toten an der Grenze gab,so gibt es auch keine verläßliche Zahl über Tote in Zusammenhang mit dem Mfs.Wobei die Dichte der Vorfälle am Anfang sicher höher war wie im letzen Drittel der DDR.



Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#57

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.04.2014 07:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Die Grenzvorfälle sollten sicherlich vom MfS etwas vertuscht werden weil die DDR spätestens seit Helsinki auch so etwas ähnliches wie Demokratie spielen wollte, aber die Kacke befohlen wurde von weiter oben und weiter östlich.


zuletzt bearbeitet 05.04.2014 07:16 | nach oben springen

#58

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.04.2014 16:39
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #54

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...


Auch hierbei sollte man differenzieren. Es gab durchaus eine Reihe von IM und GMS, die eine wirklich wichtige Arbeit zum Wohle der Bürger geleistet haben. Dazu ein Beispiel:
In einem Krankenhaus berichtet ein Arzt, der als IM tätig war, seinem Führungsoffizier von Unregelmäßigkeiten auf einer Neugeborenen-Station (versalzene Muttermilch). Das veranlasste das MfS zu Ermittlungen und am Ende wurde eine Serie von Tötungsdelikten an Neugeborenen durch medizinisches Personal aufgedeckt und aufgeklärt.
War dieser IM ein Denunziant oder hat er einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung und Aufklärung schwerer Straftaten geleistet ?



Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#59

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.04.2014 17:27
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo Merkur!

Nun daß es immer Ausnahmen von einer gewissen Regel gibt, steht denke ich außer Zweifel. Und so mancher hat sicher auch guten Vorsatzes zu handeln geglaubt.
Aber wer seine Bevölkerung/Mitmenschen im Interesse anderer Mächte schädigt (hier zu Lande), oder wer Menschen persönlich in Mitleidenschaft zieht, weil sie in ihrer Meinung nicht "richtig" liegen (hier und in der DDR), der fällt meines Erachtens schon unter den Spruch:
"Das größte Schw... im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."

Leider wird aber auch das komplette Konstrukt des MfS immer wieder mal zu Unrecht in einen Topf geworden. Es gab ja auch Aktivitäten, die sich im kriminalistischen Feld bewegten, oder im tatsächlichen Schutz vor Schädigungen der Bevölkerung. Gerade nach dem Krieg war das garnicht einmal selten.

Bitte jetzt nicht wieder eine "Reinwaschungsvermutung" äußern!

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von Merkur im Beitrag #58
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #54

Bei den IMs sehe ich das wesentlich differenzierter. Da gehe ich mit @steffen52 mit...Denunziantentum hasse ich wie die Pest...gestern wie heute...

Auch hierbei sollte man differenzieren. .....
War dieser IM ein Denunziant oder hat er einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung und Aufklärung schwerer Straftaten geleistet ?


nach oben springen

#60

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.04.2014 17:33
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #8

Kinder wurden an der Berliner Mauer erschossen,
vertuschen wollte man es,
auf welchen Mist ist das gewachsen?,
und das noch als Verkehrstote aussehen zu lassen,
das hatten wir schon hier im Forum,
für mich einfach nur,nein,sehr grausam
Lutze



Hallo,
War das richtig oder falsch? Wäre es besser das so zu behandeln wie in den 50er und 60er-Jahren mit Kinder, Spielen und
Munitionsfunde aus dem Krieg? Eltern wurden aufgefordert darauf zu achten daß die Kinder damit und dort nicht spielen.
Also auch Eltern und Kinder instruieren daß der Grenzbereich klein Abenteurspielplatz ist. Wäre das menschlich besser
inkl. Aussprache daß die Eltern wegen mangelnder Aufsichtsführung mitschuldig waren?



nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
In den Raum gestellt - Thema: Der unendliche Kampf gegen die DDR-"Staatssicherheit" und der real existierende Verfassu
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Feliks D.
211 21.02.2014 14:35goto
von Bürger der DDR • Zugriffe: 9735
DDR Mythos: Die Staatssicherheit war nur eine Geheimpolizei aber alle hatten Angst?
Erstellt im Forum Mythos DDR und Grenze von Angelo
170 23.02.2010 22:08goto
von Sonny • Zugriffe: 7091
" Hippies" beim Wasunger Karneval und die Staatssichheit !
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von kinski112
22 19.03.2016 11:28goto
von bürger der ddr • Zugriffe: 2583
Anatomie der Staatssicherheit - MfS - Handbuch
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Sauerländer
23 14.10.2009 21:25goto
von Pitti53 • Zugriffe: 2080
Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
307 17.12.2013 00:41goto
von frank • Zugriffe: 18530
Das Ministerium für Staatssicherheit und der Terrorismus in Deutschland
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
0 03.08.2009 14:22goto
von Angelo • Zugriffe: 549
Rund 100 ehemalige Offiziere der DDR- Staatssicherheit im Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
80 12.11.2014 19:48goto
von damals wars • Zugriffe: 6690
Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Angelo
230 10.03.2016 19:28goto
von SET800 • Zugriffe: 21625

Besucher
26 Mitglieder und 75 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 2317 Gäste und 164 Mitglieder, gestern 3810 Gäste und 192 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557589 Beiträge.

Heute waren 164 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen