#201

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 14:41
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #179
...Es ist schon eigenartig , da wird die simple Frage
- wieviele Tote gehen auf das Konto der Staatssicherheit -
als eine Art HEXENJAGD eingeordnet .
Warum ?
Warum gibt es auf diese Frage von den Insidern des MfS keine sachlichen Hinweise ?
Warum wird denn im eindeutigen Fall Gartenschläger so rumgeeiert ?
....Da gibt es den Fall - Rudi Arnstadt - , der von einem Angehörigen des BGS erschossen wurde , vom BGS bei dem ich auch meinen Dienst getan habe .
Und ja , der getötete Rudi Arnstadt geht auf das Konto des BGS , ob jetzt Notwehr oder nicht , er wurde von einem BGSler erschossen .

Warum fällt es Euch so schwer Klartext zu reden ?!?!


Weil es so gegensätzliche Beispiele sind.
Leute wie Hr. Gartenschläger haben eindeutig kriminell gehandelt. Mögen seine Motive (auch Haß ist ein Motiv...) gesehen werden, wie die jeweilige Seite will. Seine Aktion war nicht rechtmäßig und somit hatten die eingesetzten Soldaten das Recht, ihn festzunehmen und Widerstand auch mit Gewalt zu brechen. Er kommt auf sein eigenes Konto, nicht auf das des MfS.
So wie ein x-beliebiger Krimineller, der rechtmäßig agierende Polizisten unter Feuer nimmt und dabei getötet oder verletzt wird, eben sein eigenes Opfer ist und nicht das der Polizisten.
Da mag man zum Motiv stehen wie man will.
Hr. Arnstadt wurde vielleicht in Notwehr (weil er überreagierte) aber eben sehr wahrscheinlich nur in vermeintlicher Notwehr erschossen. Es gibt sogar Anhaltspunkte dafür, dass selbst die vermeintliche Notwehr nur konstruiert wurde. Beweisbar jedoch ist das nicht (mehr). In jedem Fall, auch wenn Hr. Arnstadt überreagierte, war seine Handlungsweise eigentlich korrekt (korrekt kann auch sehr sinnlos sein...) und die des BGS sehr zweifelhaft. Dies aus Irrtum über den Grenzverlauf womöglich nicht mit Vorsatz sondern vor Angst. Deshalb kommt Hr. Arnstadt eben auf das Konto des BGS.
Ein Toter kommt auf dessen Konto, dessen rechtswidrige Tat die Ursache für die Aktion setzte, die zum Tode führte oder der diese Aktion ausführte, wenn sie rechtswidrig war.
Warum mauert das ehemalige MfS? Ja, warum wohl? Es gibt, Momentaufnahmen wie von Hr. Snowden mal abgesehen, kein Beispiel dafür, dass irgendwelche sensible Akten (west-) deutscher Dienste auch nur ansatzweise offengelegt werden. Heraus kommen nur gesiebte Daten. Aus Sicht des MfS ist dies grundsätzlich anders aber irgendwie ist da das Ergebnis analog. Angesichts der aktuellen Praxis der Strafverfolgung würde ich alles andere für außerordentlich reziprok geistreich halten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 14.04.2014 14:44 | nach oben springen

#202

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 15:08
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #123
Stellt sich für mich die Frage , warum musste das MfS hochqualifizierte Mitarbeiter abstellen , um die Verbrennung von Selbstmördern abzusichern und warum wurden diese Vorgänge nicht durch das krematorium eigene Fachpersonal durchgeführt .
Wurden Selbstmörder aus anderen DDR Staatseinrichtungen auch unter Ausschluss der zuständigen Mitarbeiter der Krematorien verbrannt ?
Wurden die Familien der Selbstmörder über den Beisetzungswunsch der betreffenden Personen befragt oder wurde von staatswegen eine Verbrennung angeordnet und wenn WARUM ???

Wenn kein einziger Fall bewiesen ist , schließt es diesen Fall aber nicht automatisch aus , somit die Fragestellung von Lutze in der Themeneröffnung berechtigt .


Diese Selbstmörder waren Menschen, die sich in einer für sie ausweglosen Situation das Leben nahmen und damit eine höchst peinliche Situation für das jeweilige Staatsorgan schufen. Weil es aus deren Sicht nicht sein sollte und nie hätte passieren dürfen und den Staat hätte bloßstellen können. Weil man Fehler gemacht hatte bei der Bewachung und die Möglichkeit sah, das der politische Gegner dies medienwirksam hätte ausschlachten können.
Das galt überhaupt nicht für alle Selbstmörder in der DDR.
Oder bei Grenztoten, weil es bei glücklichen DDR-Bürger eben keinen Grund für die Flucht aus dem Staat gab, zu geben hatte und damit auch keine Grenztoten geben konnte. So ein Ereignis öffentlich zuzugeben also eine Niederlage bedeutete.
Ich würde bezweifeln, das die begleitenden MfS-ler etwas anderes waren als einfache Wachen.
Bei rechtskräftig verurteilten Hingerichteten war es analog. Kriminalität war gesellschaftspolitisch etwas höchst unsozialistisches und im Idealfall konnte es im Sozialismus keine wirkliche Schwerstkriminalität geben. Wenn doch, dann nur möglichst kleinzuhalten. Die Hinrichtung hatte nichts mit Abschreckung zu tun sondern mit Vorsorge (der nicht mehr...) und auch schlichter Rache. Da war es besser, wenn alles geheim ablief. Die Fassade benötigte keine Kratzer.

Was die Berechtigung der Fragestellung unter diesen Gesichtspunkten betrifft, nun, ganz einfach. Da wo wir jetzt leben, kommen unangenehme Geschichten durch Zufall oder Medien heraus und die Protagonisten gehören immerhin zum System. Jene, deren Geständnisse du einforderst, wissen, das sie hier bei Gelegenheit immer als Feinde behandelt werden... Es gibt Akten, das reicht eigentlich.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#203

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 15:19
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #139
...Sie haben Leute um die Ecke gebracht mit Helfern und Helfershelfern und glauben uns heute verklickern zu können, sie wären so nicht gewesen.
Lasst Euch doch von diesen Burschen nichts erzählen!

Jeder für sich sollte mal darüber nachdenken, was wäre wohl gewesen, wenn es irgendwie, auch mit Blutvergießen in der DDR weiter gegangen wäre...? Oder, wenn es heute plötzlich umschwenken würde...?

Dann findet man die Antwort, auch für jene User hier im Forum, die sich der ehemaligen Angehörigkeit dieser Truppe lobsudeln, schämt Euch...

VG Klaus


Irgendwie habe ich im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, das nicht jene Schärfsten waren, die Stellung beziehen sondern jene, die bereits lange vor ihrer Geburt immer schon dagegen waren... Die waren früher auch an der Fahne orientiert.
Es ist viel leichter, bequemer und vermittelt Geborgenheit mit den Wölfen als allein zu heulen. Ist nun mal so.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#204

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 15:36
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #202

Diese Selbstmörder waren Menschen, die sich in einer für sie ausweglosen Situation das Leben nahmen und damit eine höchst peinliche Situation für das jeweilige Staatsorgan schufen.


Gegenmeinung:

1. Ausweglose Situationen gab es real nicht, das war allenfalls nur persönlich-subjektive Verirrung. Wenige Personen mit sehr schmerzhaften Erkrankungen die auch kaum mit Morphium usw. niederzuhalten waren, Verlust fast jeder persönlichen Mobilität mal als Ausnahme betrachtet.

( parkatisch, nach Schwerverbrechen wie Raubüberfall, nach wieviel Jahren war man in der DDR bei guter Führung vielleicht im Kohlehandel Briketträger, bei der Meloration mit Spaten beschäftigt usw. ausserhalb von Haftanstalten ? Gab es eine Perspektive für fast jeden? )

2. Das Vertuschen und Verschweigen kann auch schlicht gewesen sein Nachahmungen möglichst nicht als Gedanken aufkommen zu lassen, also eine tief humanitäre Absicht und Haltung.



zuletzt bearbeitet 14.04.2014 15:40 | nach oben springen

#205

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 15:54
von S51 | 3.733 Beiträge

Es ist schwierig, nach Motiven zu fragen. In der Natur der Sache lag (und liegt es bei Selbsttötungen in Gewahrsam oder Haft auch heute), dass es in solchen Fällen nur selten Abschiedsbriefe gibt.
Auch lediglich subjektiv aussichtslose Situationen können sich verhängnisvoll auswirken. In der DDR einem offensiv auftretenden Gegner den Eindruck erwecken, dass ihn seine eigenen Kameraden nun als Spitzel sehen... ich weiß nicht, was da aussichtsloser sein könnte.
Solche Beispiele waren es...
Oder Fälle, wo sich die Angehörigen abwandten. Von den Behörden so gar nicht gewollt oder gesehen. Weil das Rauslassen nach 12 bzw. 24 Stunden eigentlich völlig normal war, sofern nicht wirklich ein Haftgrund nachweisbar war. Die Freunde des oder der Betreffenden dies aber völlig anders interpretierten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#206

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 20:26
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #139
Wie damals Menschen zu Tode kamen wurde schon auf Druck der Stasi auf dem Totenschein gefälscht, die fallen unter keine Statistik, und wie die 2. Leichenschau vor der Krementierung aussah, möchte ich gar nicht wissen.
Sie haben Leute um die Ecke gebracht mit Helfern und Helfershelfern und glauben uns heute verklickern zu können, sie wären so nicht gewesen.
Lasst Euch doch von diesen Burschen nichts erzählen!


Jeder für sich sollte mal darüber nachdenken, was wäre wohl gewesen, wenn es irgendwie, auch mit Blutvergießen in der DDR weiter gegangen wäre...? Oder, wenn es heute plötzlich umschwenken würde...?

Dann findet man die Antwort, auch für jene User hier im Forum, die sich der ehemaligen Angehörigkeit dieser Truppe lobsudeln, schämt Euch...

VG Klaus



Ich war von 1981 - 1990 MA des MfS. Die ersten 3 Jahre als HIM bei der Äusseren Abwehr der HA I und danach bis Januar 1990 bei der Aufklärung der HA I. Während dieser Zeit habe ich weder Leute um die Ecke gebracht noch habe ich als Helfer oder Helfershelfer dabei mitgewirkt. Auch habe ich zu keiner Zeit während meines Dienstes von derartigen Dingen auch nur ansatzweise gehört oder etwas erfahren.

Mein Vater war von 1971 - 1980 Reg.- Kdr. im Elbabschnitt. 1997 wurde gegen ihn ein EV der Schweriner Staaatsanwaltschaft eröffnet. Da mein Vater zum damaligen Zeitpunkt schwer erkrankt war, kümmerte ich mich um die Dinge um das EV und erhielt somit über den RA umfassende Akteneinsicht. Anfangs sehr reserviert und vorsichtig kam ich immer mehr zu der Überzeugung, dass er seinen Dienst an der Elbgrenze ohne jedwede blutrünstigen Gedanken versehen hat. Zur Einstellung des Verfahrens führten dann Zeugenaussagen von durch die Staatsanwaltschaft geladene Zeugen (ehemalige GWD'ler/UaZ), die glaubhaft darstellen konnten, dass ihr "Regimenter" seine Soldaten nie zur Vernichtung von Grenzverletzern aufgefordert hätte, sondern besonnenes Verhalten von allen Verantwortlichen, insbesondere von den Offizieren einforderte.

Es gab sie also auch - die Verantwortungsvollen.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
josy95, RudiEK89, ABV und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#207

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 20:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von S51 im Beitrag #203
Zitat von Hufklaus im Beitrag #139
...Sie haben Leute um die Ecke gebracht mit Helfern und Helfershelfern und glauben uns heute verklickern zu können, sie wären so nicht gewesen.
Lasst Euch doch von diesen Burschen nichts erzählen!

Jeder für sich sollte mal darüber nachdenken, was wäre wohl gewesen, wenn es irgendwie, auch mit Blutvergießen in der DDR weiter gegangen wäre...? Oder, wenn es heute plötzlich umschwenken würde...?

Dann findet man die Antwort, auch für jene User hier im Forum, die sich der ehemaligen Angehörigkeit dieser Truppe lobsudeln, schämt Euch...

VG Klaus


Irgendwie habe ich im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, das nicht jene Schärfsten waren, die Stellung beziehen sondern jene, die bereits lange vor ihrer Geburt immer schon dagegen waren... Die waren früher auch an der Fahne orientiert.
Es ist viel leichter, bequemer und vermittelt Geborgenheit mit den Wölfen als allein zu heulen. Ist nun mal so.



Was für eine infame Bemerkung!

Dich, @S51 habe ich bis heute für einen relevanten, authentischen und rein rhetorisch gesehen wertvollen Grundstein dieses Forums gehalten, der immer das Ganze im Blick bewahrt, die Lage schon erfasst und somit glaubhaft seine eigene Vergangenheit mit Deinen vielfältigen Erlebnissen in das Forum einfließen ließest.
Deine zitierte Bemerkung bleibt befremdlich für mich und kann allenfalls als eine Fremdeinwirkung gewertet werden, ich hoffe , es ist kein reflexartiger Rückfall in längst vergangene Zeiten...

VG Klaus


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#208

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.04.2014 20:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von S51 im Beitrag #202
Zitat von B208 im Beitrag #123
Stellt sich für mich die Frage , warum musste das MfS hochqualifizierte Mitarbeiter abstellen , um die Verbrennung von Selbstmördern abzusichern und warum wurden diese Vorgänge nicht durch das krematorium eigene Fachpersonal durchgeführt .
Wurden Selbstmörder aus anderen DDR Staatseinrichtungen auch unter Ausschluss der zuständigen Mitarbeiter der Krematorien verbrannt ?
Wurden die Familien der Selbstmörder über den Beisetzungswunsch der betreffenden Personen befragt oder wurde von staatswegen eine Verbrennung angeordnet und wenn WARUM ???

Wenn kein einziger Fall bewiesen ist , schließt es diesen Fall aber nicht automatisch aus , somit die Fragestellung von Lutze in der Themeneröffnung berechtigt .


Diese Selbstmörder waren Menschen, die sich in einer für sie ausweglosen Situation das Leben nahmen und damit eine höchst peinliche Situation für das jeweilige Staatsorgan schufen. Weil es aus deren Sicht nicht sein sollte und nie hätte passieren dürfen und den Staat hätte bloßstellen können. Weil man Fehler gemacht hatte bei der Bewachung und die Möglichkeit sah, das der politische Gegner dies medienwirksam hätte ausschlachten können.
Das galt überhaupt nicht für alle Selbstmörder in der DDR.
Oder bei Grenztoten, weil es bei glücklichen DDR-Bürger eben keinen Grund für die Flucht aus dem Staat gab, zu geben hatte und damit auch keine Grenztoten geben konnte. So ein Ereignis öffentlich zuzugeben also eine Niederlage bedeutete.
Ich würde bezweifeln, das die begleitenden MfS-ler etwas anderes waren als einfache Wachen.
Bei rechtskräftig verurteilten Hingerichteten war es analog. Kriminalität war gesellschaftspolitisch etwas höchst unsozialistisches und im Idealfall konnte es im Sozialismus keine wirkliche Schwerstkriminalität geben. Wenn doch, dann nur möglichst kleinzuhalten. Die Hinrichtung hatte nichts mit Abschreckung zu tun sondern mit Vorsorge (der nicht mehr...) und auch schlichter Rache. Da war es besser, wenn alles geheim ablief. Die Fassade benötigte keine Kratzer.

Was die Berechtigung der Fragestellung unter diesen Gesichtspunkten betrifft, nun, ganz einfach. Da wo wir jetzt leben, kommen unangenehme Geschichten durch Zufall oder Medien heraus und die Protagonisten gehören immerhin zum System. Jene, deren Geständnisse du einforderst, wissen, das sie hier bei Gelegenheit immer als Feinde behandelt werden... Es gibt Akten, das reicht eigentlich.


Und an dieser Stelle, mein Freund(?), verhebst Du Dich wiederholt in diesem Forum an der Interpretation vorliegender Befunde, egal, welcher Art!

Zunächst kannst Du ja mal der geneigten Forumöffentlichkeit das Jahr Deiner Approbation als Arzt und Deine Urkunde als Facharzt für Gerichtsmedizin/heute Rechtsmedizin vorlegen.
Die von Dir hier vorgelegten Befunde können entweder nicht von Dir stammen, oder Du plauderst entsprechend Deinem Eid(?) geleistete Tatsachen aus wegen perfider Wichtigtuerei!

Schönen Gruß von mir!
Klaus


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#209

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 19:11
von Merkur | 1.019 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #139
Sie haben Leute um die Ecke gebracht mit Helfern und Helfershelfern und glauben uns heute verklickern zu können, sie wären so nicht gewesen.Lasst Euch doch von diesen Burschen nichts erzählen!

VG Klaus


Ich finde Deine pauschalen Bemerkungen deplatziert. Du verurteilst hier tausende MfS-Mitarbeiter zu unrecht. Auch in Kreisen des medizinischen Personals, also Deiner Berufssparte, gab und gibt es genügend Menschen, die "Leute um die Ecke gebracht" haben. Ich würde aber niemals auf die Idee einer Pauschalverurteilung dieser Menschen in medizinischen Berufen kommen. Aber eines ist gewiss: Die "Todesengel in Weiß" haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen, als Mitarbeiter des MfS. Und die Taktik der Vertuschung und des Nicht-Wissen-Wollens ist in diesen Kreisen weit verbreitet.
Übrigens hat das MfS auch Todesengeln in Weiß das Handwerk gelegt.



passport und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.04.2014 19:13 | nach oben springen

#210

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 19:21
von Merkur | 1.019 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #202
[quote=B208|p346382] Bei rechtskräftig verurteilten Hingerichteten war es analog. Kriminalität war gesellschaftspolitisch etwas höchst unsozialistisches und im Idealfall konnte es im Sozialismus keine wirkliche Schwerstkriminalität geben. Wenn doch, dann nur möglichst kleinzuhalten. Die Hinrichtung hatte nichts mit Abschreckung zu tun sondern mit Vorsorge (der nicht mehr...) und auch schlichter Rache. Da war es besser, wenn alles geheim ablief. Die Fassade benötigte keine Kratzer.



Es war doch aber gar nicht immer so und es kam auf den Einzelfall an. Ich habe noch mehrere Zeitungsartikel aus dem real existierenden Sozialismus, in denen von Todesurteilen berichtet wurde.



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#211

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 19:48
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #209
Zitat von Hufklaus im Beitrag #139
Sie haben Leute um die Ecke gebracht mit Helfern und Helfershelfern und glauben uns heute verklickern zu können, sie wären so nicht gewesen.Lasst Euch doch von diesen Burschen nichts erzählen!

VG Klaus


Ich finde Deine pauschalen Bemerkungen deplatziert. Du verurteilst hier tausende MfS-Mitarbeiter zu unrecht. Auch in Kreisen des medizinischen Personals, also Deiner Berufssparte, gab und gibt es genügend Menschen, die "Leute um die Ecke gebracht" haben. Ich würde aber niemals auf die Idee einer Pauschalverurteilung dieser Menschen in medizinischen Berufen kommen. Aber eines ist gewiss: Die "Todesengel in Weiß" haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen, als Mitarbeiter des MfS. Und die Taktik der Vertuschung und des Nicht-Wissen-Wollens ist in diesen Kreisen weit verbreitet.
Übrigens hat das MfS auch Todesengeln in Weiß das Handwerk gelegt.





[rot]@Merkur
Deine Meinung zum Thema und zu den geäußerten Beiträgen sind eine reflexhafte Reaktion aus vergangenen Zeiten. Ich selbst habe mir diesbezüglich nichts vorzuwerfen und die von Dir erwähnten Verbrecher in weißen Kitteln verurteile ich so wie Du.
Allerdings, das "Wirken" des MfS bezüglich von Ärzten in der DDR wäre ein sehr spezielles Thema, bei dem die Truppe, die Du hier so vehement verteidigst, gar nicht gut wegkommt! Dafür habe ich sehr sensible Belege.

VG Klaus
[/rot[/


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#212

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 20:07
von Merkur | 1.019 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #211

[rot]@Merkur
Deine Meinung zum Thema und zu den geäußerten Beiträgen sind eine reflexhafte Reaktion aus vergangenen Zeiten. Ich selbst habe mir diesbezüglich nichts vorzuwerfen und die von Dir erwähnten Verbrecher in weißen Kitteln verurteile ich so wie Du.
Allerdings, das "Wirken" des MfS bezüglich von Ärzten in der DDR wäre ein sehr spezielles Thema, bei dem die Truppe, die Du hier so vehement verteidigst, gar nicht gut wegkommt! Dafür habe ich sehr sensible Belege.

VG Klaus
[/rot[/



Da Du meine Vergangenheit überhaupt nicht einordnen kannst, bewegst Du dich hinsichtlich der Thematik "reflexhafte Reaktion aus vergangenen Zeiten" im Bereich der Spekulationen. Und Spekulationen sind immer ungenau, wenig präzise bzw. ein stochern im Nebel ohne den nötigen Durchblick.
Genau so, wie Du Dir nichts vorzuwerfen hast, hat sich auch die große Masse der Mitarbeiter des MfS, die Du pauschal verurteilst, nichts vorzuwerfen.
Über das Thema Mediziner und MfS können wir sehr gern diskutieren. Das Thema ist breit gefächert und es gibt Für und Wider. Vor Deinen sensiblen Belegen ist mir nicht Bange.



zuletzt bearbeitet 15.04.2014 20:09 | nach oben springen

#213

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 20:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #212
Zitat von Hufklaus im Beitrag #211

[rot]@Merkur
Deine Meinung zum Thema und zu den geäußerten Beiträgen sind eine reflexhafte Reaktion aus vergangenen Zeiten. Ich selbst habe mir diesbezüglich nichts vorzuwerfen und die von Dir erwähnten Verbrecher in weißen Kitteln verurteile ich so wie Du.
Allerdings, das "Wirken" des MfS bezüglich von Ärzten in der DDR wäre ein sehr spezielles Thema, bei dem die Truppe, die Du hier so vehement verteidigst, gar nicht gut wegkommt! Dafür habe ich sehr sensible Belege.

VG Klaus
[/rot[/



Da Du meine Vergangenheit überhaupt nicht einordnen kannst, bewegst Du dich hinsichtlich der Thematik "reflexhafte Reaktion aus vergangenen Zeiten" im Bereich der Spekulationen. Und Spekulationen sind immer ungenau, wenig präzise bzw. ein stochern im Nebel ohne den nötigen Durchblick.
Genau so, wie Du Dir nichts vorzuwerfen hast, hat sich auch die große Masse der Mitarbeiter des MfS, die Du pauschal verurteilst, nichts vorzuwerfen.
Über das Thema Mediziner und MfS können wir sehr gern diskutieren. Das Thema ist breit gefächert und es gibt Für und Wider. Vor Deinen sensiblen Belegen ist mir nicht Bange.



Na dann, "Danke gleichfalls", Mediziner gibt es ungeachtet meiner Person immer noch (es geht hier übrigens nicht um mich), die STASI gibt es nicht mehr, auch wenn Ihr Euch noch so in den Netzwerken bemüht!

VG Klaus


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#214

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 20:43
von Merkur | 1.019 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #213
Na dann, "Danke gleichfalls", Mediziner gibt es ungeachtet meiner Person immer noch (es geht hier übrigens nicht um mich), die STASI gibt es nicht mehr, auch wenn Ihr Euch noch so in den Netzwerken bemüht!

VG Klaus




Warum eierst Du jetzt rum ? Das es Mediziner noch immer gibt ist mir durchaus klar und dass das MfS nicht mehr existiert, auch.
Mir ging es auch nicht um den Mediziner Huf in Persona, sondern darum, dass Dein Weg der pauschalen Verurteilung tausender Menschen nicht akzeptabel und hinnehmbar ist, genau wie eine undifferenzierte Verurteilung der Mediziner. Mir ist auch nicht bekannt, dass es in Netzwerken Bemühungen gibt, das MfS zum Leben zu erwecken. Aber eines gibt es: Die Bemühungen um eine reale Darstellung der vielschichtigen Aufgaben dieses Sicherheitsorgans, eingebettet in die historischen Zusammenhänge des existierenden Kalten Krieges. Und das ist gut so.



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.04.2014 20:44 | nach oben springen

#215

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 20:55
von Gelöschtes Mitglied
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@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


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#216

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.04.2014 22:59
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #215

Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen ..........................
VG Klaus


Hallo,
eben für dich nicht hinnehmbar, andere sehen das mit der Legalität und Legitimtät anders.
Übrigens, was war ein IM, im Prinzip jemand der gegenüber dem Ministerium sich verpflichtete anonyme Anzeigen zu verfassen. Auch die BRD-Kripo geht anonymen Hinweisen nach. In der DDR hatte man eben die Ansicht auch Berichte über Meinungen, Kontakte usw. sammeln zu müssen.

Aber wem hat das geschadet der NICHT gegen DDR-Rechtsvorschriften verstieß? Daß staatlicherseits besondere Leitungspositionen Förderung und Privilegien neben fachlicher Kompetenz auch Loyalität zum Staat abforderte kann man als richtig oder falsch sehen, die DDR-Politik sah das als notwendig.

Im Übrigen, es dürfte völlig weisse Blätter kaum bei jemand gegeben haben, also war je nach Posten immer ein Kompromiß nötig.



Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#217

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 00:59
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


wer will jemanden analysieren , ich dich , liegt mir aber von so was fern .
ich werde aber nicht zulassen das du auf diesem weg ,und da werde ich noch auf andere beiträge von dir antworten, diese plattform
für deinen persönlichen rachefeldzug benutzt .
ich werde mein damaliges handeln hier wohl erklären und darbieten können, fals dies hier ein admin nicht verbietet .
deine meinung ist mir da eher zweit oder aufwärts - rangig .



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#218

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 01:35
von hexenmeister67 | 148 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Hallo. So wie ich das lese erweckt das den Eindruck als wenn alles was das MfS getan hat nicht rechtmäßig gewesen wäre aber ist das nicht nur schwarz weiß denken? Wenn man anderen das Recht nehmen will sich zu äußern Zitat ´´Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. `` Zitat Ende macht man doch vom Prinzip dasselbe wie man dem System vorwirft was für ein Sinn hat das? Jeder hat das Recht seine Handlungen zu erklären auch offen in einen Forum. Wenn man verlangt das bestimmte Personengruppen dieses Recht nicht mehr haben ist das schon bedenklich ist es nicht das was man den anderen vorwirft die Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Fakt ist doch nicht alles war unrechtmäßig es kommt auch auf die Sichtweise an. Gruß



frank hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#219

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 01:56
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #179
tja , FRANK ,

Es ist schon eigenartig , da wird die simple Frage
- wieviele Tote gehen auf das Konto der Staatssicherheit -
als eine Art HEXENJAGD eingeordnet .
Warum ?
Warum gibt es auf diese Frage von den Insidern des MfS keine sachlichen Hinweise ?
Warum wird denn im eindeutigen Fall Gartenschläger so rumgeeiert ?
Notwehr , bewaffneter Angriff auf die Staatsgrenze , Verhinderung einer Straftat und und und . Immer und immer wieder diese schönfärberei .
Da wird aufgerechnet mit gelösten Kriminalfällen , da wird eine IM Tätigkeit damit gerechtfertigt , daß ein zuständiger Arzt einen Skandal in einer Klinik aufgedeckt hat . Da wird etwas in die positive Waagschale gelegt , ABER warum ? wenn die negative Waagschaale doch leer ist , wenn es nichts gab was sich das MfS und spezielle Mitarbeiter des MfS vorwerfen könnte . Immer wieder der Versuch einer Rechtfertigung durch den Fingerzeig auf andere Geheimdienste wenn man eine Antwort schuldig bleibt .
@frank,
Jetzt meine konkreten Fragen an Dich und bitte konkrete Antworten , ohne wenn und aber .
Wurde Gartenschläger durch Angehörige des MfS getötet und kann man ihn , dem Thema entsprechend zuordnen .

Da gibt es den Fall - Rudi Arnstadt - , der von einem Angehörigen des BGS erschossen wurde , vom BGS bei dem ich auch meinen Dienst getan habe .
Und ja , der getötete Rudi Arnstadt geht auf das Konto des BGS , ob jetzt Notwehr oder nicht , er wurde von einem BGSler erschossen .

Warum fällt es Euch so schwer Klartext zu reden ?!?!


vom kopfstand langsam wieder auf die beine kommen , wie soll ein ehemaliger mfs -angehöriger solch eine frage beantworten ???
es kann doch bei jedem geheimdienst dieser welt nur eine geringe anzahl von personen über solche operationen überhaupt kenntnis haben ,
ist wohl ja irgendwie logisch??

man hat zwar in seiner laufbahn beim mfs viel mitbekommen und gehöhrt aber das prinzip des mfs war nun mal : was du nicht zu deiner dienstdurchführung brauchst, brauchst du auch nicht zu wissen .
ist in allen geheimdiensten dieser welt wahrscheinlich anlehnend genauso ???



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#220

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 08:47
von Merkur | 1.019 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Es mag sein, dass Du die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten nicht bevorzugst, es wundert mich aber. Mein Angebot, diese mit Dir zu führen, steht. Insbesondere können wir diese auch gern mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen-MfS (med. Personal als IM, Zusammenarbeit MfS-Institute für Gerichtliche Medizin usw.) führen. Ich habe damit kein Problem, obwohl ich mir der Ambivalenz durchaus bewusst bin.
Warum sollen denn die Mitarbeiter des MfS die Rechtmäßigkeit ihres Handelns nicht begründen oder analysieren ? Ich denke, dass diese Deine Sichtweise darin begründet liegt, dass Du weder dass breit angelegte Aufgabenspektrum des MfS verinnerlich hast, noch in der Lage bist, durch welche Prägung auch immer, Dich objektiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.



passport und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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