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#61

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2014 21:58
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Hallo Ratata, ich glaube Krelle schmollt etwas.

Der Hesselfuchs


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#62

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2014 22:31
von Pitti53 | 8.944 Beiträge | 152 Punkte
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Zitat von frank55 im Beitrag #50

Zitat
Lasst bitte einen früheren VOPO nicht dumm sterben


Hab so das Gefühl hier im Forum .. viele trauern ihren üblen Job nach .. Gerade die .. Vo.. waren im Grenzsperrgebiet die Schlimmsten .. Eigendlich müssten hier einige ganz still sein denn wenn das andere wüssten ......................



Meinst du das du hier richtig bist?


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#63

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2014 13:02
von IM Kressin | 1.000 Beiträge | 1266 Punkte
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Zitat von ratata im Beitrag #58
Zitat von Merlini im Beitrag #57
Hallo Ratata, ich kenne noch Lieder für ein ganzes Gesangsbuch.

nur ein Ausschnitt: " wer die Grenze hat erfunden hat an eines nicht gedacht, hätt er doch an jeden Grenzpfahl einen Bierhahn angebracht" soviel zum Alkoholverbot im Dienst und auf der GK.

Der Hesselfuchs


Wäre das nicht schön gewesen , die Bierleitung vom Westen mit Becks Bier und wir hätten ,mit Krelle , Zoll , B208 und den anderen einen Saufen können . ratata



@ratata
@merlini


Wenn ich auch nicht explizit eingeladen wurde,
geselle ich mich dennoch mal zu Euch …

auch einen Goldbrand in Ehren, werde ich nicht verwehren …


Die Vielfältigkeit zeichnet dieses Forum aus. Beiträge von Zöllnern/Grenzdienst
finden Gäste/User auch bei der Grenztruppe, BGS und wie hier „Überwachung Westgrenze“,
alldieweil die Thematik eng beieinander liegt. Das Interesse vorhanden ist, bestätigen die zahlreichen Zugriffe auf diese Bereiche.

BGS und Grenztruppe waren schon in vergangener Zeit zahlreicher, was heute die Mitgliederzahl der User widerspiegelt.

Bedingt durch diese Tatsache gibt es nicht nur weniger Beiträge von der kleine BSG des BGS, die Zeit (für dieses Forum)
spielt auch eine nicht unwesentliche Rolle, da wir als junge Beamte mit 40 Dienstjahren noch voll im Beruf stehen und
nach 47 Dienstjahren mit 65 Lebensjahren den Ruhestand genießen dürfen, wenn wir es dann noch gesundheitlich können.

Um Krelle zu ermutigen, schreibe ich noch einen Beitrag zum Grenzdienst.

@Krelle

Du hast Recht, der GÜ, Bild 2 von links, untere Reihe, „Achterberg Springbiel“,

mit Schorsch auf dieser MZVE war ich der Einsatz „aB“ von Eisvogel 7/7.

Gruß Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#64

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2014 14:38
von FRITZE (gelöscht)
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@Krelle Deine Beiträge habe ich immer mit grossem Interesse gelesen ! Bitte weitermachen ! Auch die anderen Berichte und Beschreibungen der Marine im Netz fand ich ! ! !

FRITZE

edit Schreibfehler


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.12.2014 14:39 | nach oben springen

#65

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2014 14:49
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Zitat von Dandelion im Beitrag #56
Zitat von Krelle im Beitrag #47
Ich habe das komische Gefühl, dass sich nur wenige Leute für den Zoll bzw. für "diese" Themen interessieren.
Manchmal - auch jetzt - frage ich mich, ob ich "hier" überhaupt noch "richtig" bin.
Ich trete dann mal wieder zurück.... und lese mehr, als dass ich schreibe.

Falsch, @Krelle : Ich habe in den 60er Jahren meine Ausbildung zum Speditionskaufmann gemacht und die Zolldeklaration bzw. -abfertigung gehörte zu meinen täglichen Aufgaben: Egal ob per Schiff (mit dem damals noch in Emmerich ausgestellten "Rheinmanifest"), per LKW (lange vor T1 / T2, dafür öfter mit den Carnet-TIR), Bahn oder Luftfracht am Flughafen Düsseldorf. Und wenn ich die Augen schließe, sehe ich immer noch den DGZT und das grüne "Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik" (hieß das so?) vor mir. Und eine Vielzahl der unterschiedlichsten Formulare und Abfertigungsmöglichkeiten wie der aktiven oder der passiven Veredelung, dem Carnet ATA und anderen mehr.

Am Zoll und allem, was damit zusammenhängt, bin ich immer noch sehr interessiert.




Hallo Dandelion!
Es freut mich, dass Dir damals die beruflichen Tätigkeiten Spass gemacht haben. Ich hatte während meiner Zollanwärter-Zeit meine Schwierigkeiten mit dem Thema Zollrecht. Die Warenabfertigung hat mich nie sonderlich interessiert. Etwas Langweiligeres als das "Eintarifieren" konnte ich mir kaum vorstellen. Ich bin nur wegen des Dienstes an der innerdeutschen Grenze zum Zoll gegangen. Streifendienst wollte ich dort verrichten (am liebsten bis zu meiner Pension...); den fand ich immer spannend. Wenn der einzelne BGS-Beamte öfter an der innerdeutschen Grenze Streife gehen/fahren hätte können, dann wäre der Bundesgrenzschutz für mich die bessere Wahl gewesen. Aber diese PVB im BGS hatten auch andere Aufgaben und wenn sie nicht gerade auf irgendwelchen Einsätzen waren, dann verbrachten sie manche Stunde in den Kasernen. Nein, das wollte ich nun auch nicht; ich wollte täglich an der innerdeutschen Grenze unterwegs sein, dazu mit einem Hund. Möglichkeiten, meine Träume/Wünsche zu realisieren, bot damals nur der Zoll. Darum bewarb ich mich dort und wurde schließlich eingestellt. Mit dem Zollrecht musste ich mich natürlich insoweit anfreunden, als dass es die Ausbildung zu meistern galt. Den Großteil des Erlernten habe ich dann wieder über Bord geworfen nach meiner Versetzung zum Zollkommissariat Lübeck-Süd. Ich hätte es später, nach der "Wende", auch kaum noch gebrauchen können, da sich auf der gesetzlichen und fachlichen Schiene so vieles geändert hatte. Und auch heute noch ziehe ich das "Zollfremde" den ureigenen Zollaufgaben vor. Ich bin seit 21 Jahren in der Vollstreckung tätig. Ich hoffe, das bis zum "Schluss" machen zu können... ansonsten müsste ich beim Zoll wieder bei "Null" anfangen (und dazu fehlt mir die Lust, vielleicht auch die Kraft. Allmählich darf "Feierabend" werden)


chantre und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.12.2014 15:50 | nach oben springen

#66

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2014 18:08
von IM Kressin | 1.000 Beiträge | 1266 Punkte
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Zitat von Krelle im Beitrag #65
Zitat von Dandelion im Beitrag #56
Zitat von Krelle im Beitrag #47
Ich habe das komische Gefühl, dass sich nur wenige Leute für den Zoll bzw. für "diese" Themen interessieren.
Manchmal - auch jetzt - frage ich mich, ob ich "hier" überhaupt noch "richtig" bin.
Ich trete dann mal wieder zurück.... und lese mehr, als dass ich schreibe.

Falsch, @Krelle : Ich habe in den 60er Jahren meine Ausbildung zum Speditionskaufmann gemacht und die Zolldeklaration bzw. -abfertigung gehörte zu meinen täglichen Aufgaben: Egal ob per Schiff (mit dem damals noch in Emmerich ausgestellten "Rheinmanifest"), per LKW (lange vor T1 / T2, dafür öfter mit den Carnet-TIR), Bahn oder Luftfracht am Flughafen Düsseldorf. Und wenn ich die Augen schließe, sehe ich immer noch den DGZT und das grüne "Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik" (hieß das so?) vor mir. Und eine Vielzahl der unterschiedlichsten Formulare und Abfertigungsmöglichkeiten wie der aktiven oder der passiven Veredelung, dem Carnet ATA und anderen mehr.

Am Zoll und allem, was damit zusammenhängt, bin ich immer noch sehr interessiert.




Hallo Dandelion!
Es freut mich, dass Dir damals die beruflichen Tätigkeiten Spass gemacht haben. Ich hatte während meiner Zollanwärter-Zeit meine Schwierigkeiten mit dem Thema Zollrecht. Die Warenabfertigung hat mich nie sonderlich interessiert. Etwas Langweiligeres als das "Eintarifieren" konnte ich mir kaum vorstellen. Ich bin nur wegen des Dienstes an der innerdeutschen Grenze zum Zoll gegangen. Streifendienst wollte ich dort verrichten (am liebsten bis zu meiner Pension...); den fand ich immer spannend. Wenn der einzelne BGS-Beamte öfter an der innerdeutschen Grenze Streife gehen/fahren hätte können, dann wäre der Bundesgrenzschutz für mich die bessere Wahl gewesen. Aber diese PVB im BGS hatten auch andere Aufgaben und wenn sie nicht gerade auf irgendwelchen Einsätzen waren, dann verbrachten sie manche Stunde in den Kasernen. Nein, das wollte ich nun auch nicht; ich wollte täglich an der innerdeutschen Grenze unterwegs sein, dazu mit einem Hund. Möglichkeiten, meine Träume/Wünsche zu realisieren, bot damals nur der Zoll. Darum bewarb ich mich dort und wurde schließlich eingestellt. Mit dem Zollrecht musste ich mich natürlich insoweit anfreunden, als dass es die Ausbildung zu meistern galt. Den Großteil des Erlernten habe ich dann wieder über Bord geworfen nach meiner Versetzung zum Zollkommissariat Lübeck-Süd. Ich hätte es später, nach der "Wende", auch kaum noch gebrauchen können, da sich auf der gesetzlichen und fachlichen Schiene so vieles geändert hatte. Und auch heute noch ziehe ich das "Zollfremde" den ureigenen Zollaufgaben vor. Ich bin seit 21 Jahren in der Vollstreckung tätig. Ich hoffe, das bis zum "Schluss" machen zu können... ansonsten müsste ich beim Zoll wieder bei "Null" anfangen (und dazu fehlt mir die Lust, vielleicht auch die Kraft. Allmählich darf "Feierabend" werden)



@Dandelion

Diesen Bestseller „Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik“ gibt es noch immer.

Seit Jahren hat es allerdings einen blauen Einband, „das blaue Buch der Sympathie“
lag bei mir immer während der Abfertigung und später als Bearbeiter von Anträgen griffbereit, weil ich durch das Blättern im Verzeichnis in Kürze (schneller als mit dem PC) hundertprozentig an die zutreffende Fundstelle gelangte.

Krelle hat aber ins Schwarze getroffen, während meines Abschlußlehrgangs in Berlin, wo ohnehin die Ablenkung groß war, mußte ich „Zollrecht pauken“ während GAD und Grenzpolizeirecht mit Gesetzesgrundlagen mir keine Schwierigkeiten bereiteten, diesen Lehrstoff konnte ich mir mühlos einprägen.



"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

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#67

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2014 19:33
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Oh ja - das "geliebte" Zollrecht: Eine ganz kleine Strophe des Liedes kann ich mitsingen:

Während des Studiums an der DAV in Bremen hatten wir auch ein Kurzseminar "Einführung in das Zollrecht" oder so ähnlich. Geleitet wurde es vom ehemaligen Direktor (oder Leiter? Weiß ich nicht mehr) der OFD Bremen. Der Mann war phantastisch: Er bekam es fertig, uns dieses elend knochentrockene Thema heiter und humorvoll zu vermitteln. Geht nicht? Doch, es geht. An einen dieser Jokes kann ich mich heute noch erinnern:

"Wenn Sie morgens früh um 03.00 h an der Pforte des Zollamts klingeln und im dritten Stock öffnet sich ein Fenster, aus dem heraus der Inhalt eines wohlgefüllten Nachttopfs über Sie entleert wird - dann war das die Ablehnung eines Zollantrags wegen Nichteinhaltung der Dienststunden"

Wir haben gegröhlt, waren putzmunter - und es blieb was hängen. In diesem Fall bis heute.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 08.12.2014 12:05
von zoll (gelöscht)
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #62
Zitat von frank55 im Beitrag #50

Zitat
Lasst bitte einen früheren VOPO nicht dumm sterben


Hab so das Gefühl hier im Forum .. viele trauern ihren üblen Job nach .. Gerade die .. Vo.. waren im Grenzsperrgebiet die Schlimmsten .. Eigendlich müssten hier einige ganz still sein denn wenn das andere wüssten ......................


Meinst du das du hier richtig bist?


Warum sollte er hier, und gerade hier, nicht richtig sein? Darf nicht jeder seine Meinung sagen? Der Staat, der damals DDR hieß, ist doch hoffentlich für immer Vergangenheit!!!
ZOLL


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 24.11.2015 11:24
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Moin
im Landesarchiv Schleswig habe ich ein Foto und einen Text zu "Flug- und Grenzbeobachtungestellen des BGS" gefunden.
Leider war eine Kopie nicht mglich.
Das Foto zeigt einen Beamten aus dem Jahre 1954 in Wietingsbek, ca. 5 km östwärts RZ, der an einem Holzverschlag mit Ofenheizung steht (Ofenrohr wurde durch die Wand geführt). Die Bildbeschreibung hieß:
GSA West IV, Flug- und Grenzbeobachtungsstelle.
So was soll es auch im Raum Lübeck - Hubertus gegeben haben. Auch dort war die West IV damals zuständig.
Frage: kennt noch jemand solche Postenstellungen?
Das kann nichts mit den vermutlich später aufgestellten FB - Dienst (Funkbeobachtungstelle) zu tun haben, die waren ja dem BMI direkt unterstellt und nicht im Grenzdienst, die waren zu geheim.


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#70

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 24.11.2015 16:05
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #27
Darf ich auch mal eine Frage stellen? Wie war das beim BGS, war im Ernstfall auch eine militärische Grenzverteidigung vorgesehen? Wenn ja, mit welchen Mitteln?


Moin
bis 89 gab es im Verteiding- und Spannungsfall die Planung, dass sich die BGS - Abteilungen in einen Sammelraum (für die Ratzeburger war es der Raum Bad Oldesloe) zurückziehen, nachdem die 6. Division aus Neumünster sich im Abschnitt mit den ersten Kräften einsatzbereit gemacht hatte. Zu diesem Zeitpunkt wären die Wallmeistergruppen bei der Vorbereitung der Brückensperrungen und Brückensprengungen. In einer zweiten Phase wäre der Rückzug ins Hinterland für die Ratzeburger der Kreis Dithmarschen vorgesehen gewesen. Dies wurde, ich meine alle 4 - 5 Jahre als Stabrahmenübung überprüft.
Bei meinem letzten Einsatz bei der NATO Übung Cimex/Wintex, ich meine 1985, wurde das Ganze dann mit Teileinheiten geübt. Ich "durfte" beim Territorialkommando SH an der Übung solange teilenhmen, bis der BGS im Sammelraum Dithmarschen für den Objektschutz der Erdölbetriebe etc. eingesetzt war. Dann konnte ich abrücken und hatte Feierabend. Was die Budneswehr dann weiter geübt hat, blieb mir verschlossen, war aber glaube ich auch gut so.
Der BGS hatte Kombattantenstatus, aber was hieß das schon. Familie sollte an der Grenze bleiben und die Truppe zog sich zurück. Sche..planung, meine ich. Ob die BGS`ler, wenn alle das gewußt hätten, da mit gespielt hätte ist fraglich.


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#71

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 24.11.2015 18:45
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Ich war in der 70er und 80er Jahren beim BGS in Lübeck. Soweit ich mich erinnere, ging es immer an die Dänische Grenze zur verstärkten Grenzüberwachung, wenn wieder einmal eine hochrangige Persönlichkeit von der RAF ermordet worden war. Wir mussten an die Dänische Grenze und dort die "Grüne Grenze" durch Mot-Streifen überwachen.
Manchmal ging es auch zur Kontrollstelle am Fährbahnhof Puttgarden auf Fehmarn, wo wir die Einzeldienstbeamten im Schichtdienst verstärkten.
Es konnte durchaus passieren, dass Freitags, wenn man ins Wochenende wollte, die Schranke an der Unterkunftswache dicht war und man zurück in die Hundertschaft musste.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)


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#72

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 24.11.2015 19:18
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Interessanter Thread, habe ich bei Eröffnung irgendwie überlesen.
Trotzdem will ich auch noch etwas dazu beitragen:

Dazu muß ich allerdings ein wenig weiter ausholen.
Als im November 1980 (mein Gott, dass ist jetzt fast auf den Tag genau 35 Jahre her) mein Leben als Zöllner begann, hatte ich ähnlich wie @Krelle eigentlich immer die Zonengrenze als Arbeitsgebiet im Kopf.
Das Gefühl an dieser sensiblen Nahtstelle eingesetzt zu sein, faszinierte mich als 16jährigen Jüngling schon ungemein.
Im Laufe des Einführungslehrganges an der Zollschule Berlin lernte ich jedoch sehr rasch, dass Grenzaufsichtsdienst an der DL nicht alles war, was zöllnerisch zu bearbeiten war.
So hatte auch ich die gesamte Ausbildungszeit so meine Probleme mit Fächern wie WuP (Warenursprung und Präferenzen), Zolltarifrecht oder gar HKR (Haushalt-Kassen-Rechnungswesen.... oh Gott...) .
Fächer wie Grenzolldienst und Grenzpolizeirecht und natürlich Sport und Schießen lagen mir eher.

In dieser Anfangszeit der Ausbildung sah ich im Fernsehen auch den Film "Himmel ohne Sterne" (war hier im Forum auch schon mal Thema).
Und genauso stellte ich mir den Grenzdienst vor.
Hier ICH als Verteidiger der freiheitlichen Demokratie.......dort die Grenztruppen, die ich zwar nicht als Feind, aber doch als "bösen" Widersacher gesehen habe.
Wie im Film dachte ich, dass man bei einer Flucht den Flüchtenden helfen kann und dann vielleicht ein Held ist im Kampf gegen den "bösen" Osten.
Ich bitte zu bedenken, dass ich damals 16 Jahre jung war.

Im Zuge der Ausbildung lernte ich dann sehr schnell, dass die Realität eine andere ist.
Gerne hätte ich auch mal so einen MZVE Einsatz mitgemacht , kann mich aber nicht erinnern, dass Berliner Zöllner dazu jemals angefordert wurden.
So ist mir in meiner aktiven Zeit das Erlebnis "Internationale Grenze" nicht zu Teil geworden.
Ein enger Kollege und Freund wechselte 1984 zum ZA Bad Bentheim an der holländischen Grenze, wo ich ihn dann auch besuchte.
Erst da habe ich so eine "richtige" zöllnerische" Tätigkeit hautnah miterleben können.
Besonders in Erinnerung sind mir die holländischen Kollegen der "Mare Chaussee", dem Pendant zum deutschen BGS. Lustiges Völkchen.

Der Alltag an der Zonengrenze wurde dann schnell sehr eintönig.
Waren die ersten Streifen noch voll aufregend (mit MP 5 über den Böttcherberg (für Ortsunkundige: nahe der Glienicker Brücke) gegenüber GR 44, recht unübersichtliches Gelände, sehr enge Grenzwege, mit den GT fast Auge in Auge.... ich fühlte mich wie James Bond ..) wurde das Ganze dann mit den Jahren einsilbig.
Weder gab es ständig Fluchten (in 11 Jahren GZD nur eine "live" erlebt) noch andere, große Zwischenfälle.
So wurde man älter, ruhiger und mehr und mehr abgeklärt.
Trotzdem war ich gerne an der Zonengrenze tätig.

So, ist jetzt ein bischen OT geworden... Sorry... habe wohl heute meinen "Erzähltag" erwischt.

Gruß Frank



ek40, Fritze, 94 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 24.11.2015 21:45
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Zitat von Zange im Beitrag #71
Ich war in der 70er und 80er Jahren beim BGS in Lübeck. Soweit ich mich erinnere, ging es immer an die Dänische Grenze zur verstärkten Grenzüberwachung, wenn wieder einmal eine hochrangige Persönlichkeit von der RAF ermordet worden war. Wir mussten an die Dänische Grenze und dort die "Grüne Grenze" durch Mot-Streifen überwachen.
Manchmal ging es auch zur Kontrollstelle am Fährbahnhof Puttgarden auf Fehmarn, wo wir die Einzeldienstbeamten im Schichtdienst verstärkten.
Es konnte durchaus passieren, dass Freitags, wenn man ins Wochenende wollte, die Schranke an der Unterkunftswache dicht war und man zurück in die Hundertschaft musste.


So 82/83 kam es zu Terroralarm und da bin ich mit meinem Einsatzzug eine Woche an der dänischne Grenze gewesen, von der Nordsee bis zur Ostsee, allerdings ohne die Insel Sylt, schade eigentlich. Die Streifen waren harmlos. Die Grenze war nicht sichtbar markiert, es gab da zwar Grenzsteine, aber in der Landschaft kaum zu sehen. Wir haben mehr gestanden und beobachtet, ob irgendwelche Personen die Grenze überschreiten wollten, aber die Ortskundigen hatten uns schnell erkannt und hielten sich zurück undTerroristen uzm Glück auch.


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#74

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 25.11.2015 09:38
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Hallo Ratze,

82/83 kommt gut hin. Ich war nämlich bis Aug.82 in Bonn und war dann in der Walderseekaserne. Der Alarm kam auf jeden Fall nach meiner "Bonnzeit".


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)


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#75

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 23.01.2017 13:55
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Die Unterbringung zu den MZVE-Einsätzen hing ab vom Zufall, es war reine Glücksache, welchen Hotelstandard man erhielt.

Nostalgiefans kamen in diesem von @krelle beschriebenen Hotel voll auf ihre Kosten.

Die Zimmer und das Mobiliar vom Hotel "Bonke" hatten das Flair der 50-er Jahre.

Der Zoll als Finanzverwaltung mietete die billigsten Kaschemmen, das Entscheidende war:

Billig muss es sein, unterster Knallerpreis!


Die Seniorchefin, von uns „Oma Bonke“ genannt (mit ihrer Zustimmung) war eine herzliche und resolute Person.

Nach Dienstende ging es in die Gaststube, wo Oma Bonke das Bier zapfte.

Es erübrigt sich zu erwähnen, dass es nie bei nur einem Bier blieb.

Schmierte sie uns eigentlich auch belegte Brote zum Mitnehmen oder gab es diese Verpflegung in einer anderen Unterkunft @krelle ?

Frag mich was Schweres!

Ich belegte das 2. Zimmer von rechts in der ersten Etage oder war es die zweite?

Front zur Hauptstraße!

An Nachtruhe bzw. Schlaf war nicht zu denken. Entweder Fenster geschlossen halten und versuchen, bei Affenhitze zu schlafen

oder bei geöffnetem Fenster mit und ohne Brausebrand. Das eine wie das andere ein Ding der Unmöglichkeit.

Ohne alkoholische Getränke als Einschlafhilfe war Ruhe unmöglich, insbesondere nach Nachtdiensten.

Meine Kammer hatte auch kein TV. Um nicht völlig von der Außenwelt und Nachrichten abgeschottet zu sein, mietete ich

in Nordhorn für einen Zwanziger eine Flimmerkiste für die Dauer unseres Einsatzes.

Das Geld war eine Fehlinvestition. Ich habe die Glotze nie genutzt.


Nach dem Dienst und Abendessen ging es zum Bier zu Oma Bonke in die Schänke, weiter nach Nordhorn oder beides im Doppel.

In der Gaststube befand sich auf der linken Seite des Tresens eine Glasvitrine, gefüllt mit hausgemachten Frikadellen.

Wir bemerkten nie eine Änderung der Auslagen.


Sollten es etwa immer die gleichen Buletten sein?

Nach geraumer Zeit und dem Verstreichen von einigen Tagen, reichlich Genuss von Hopfenblütentee, fasste ich Mut und

verzehrte die Klopse ohne nachhaltige, gesundheitliche Probleme.

Denkbar ist auch eine gewisse Form von Grundimmunisierung des Körpers.

Leber und Nieren wurden gut durchspült, Keimen und Viren blieb kaum eine Chance zum Überleben.


Für die ersten MZVE-Einsätze mietete die Zollverwaltung aus Knauserei Doppelzimmer mit Doppelbetten.

Einander fremde Kollegen wurden gezwungen, nicht nur das Zimmer, sondern auch das Bett zu teilen.

Der Zoll bot damit die für den Dienstbetrieb wichtige Möglichkeit des Kennenlernens, wenn auch unter widrigen

Bedingungen.


Ehrenhalber will ich auch mitteilen, dass nach massenhaften Beschwerden schließlich Abstand genommen wurde von dieser Art

der Anmietung von Doppelzimmern.


Im Hotel „Bonke“ verfügten wir als Minimum über Einzelzimmer, nicht modern, immerhin aber Einzelzimmer.

Durch herzliche Atmosphäre wurde für das ökonomische Equipment ein Ausgleich geschaffen.


Die Geschichte der MZVE-Einsätze, die Erfahrungen zur Entstehung und Verlauf sind breit gefächert, sie können nicht

vollumfänglich dargelegt werden.

Diverses bleibt ungeschrieben in der Erinnerung, so soll es bleiben!


Es grüßt Euch

Kressin


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der alte Grenzgänger, krelle, furry, Fritze, lhsecurity und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#76

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 23.01.2017 14:09
von der alte Grenzgänger | 1.145 Beiträge | 67 Punkte
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #75
...
Diverses bleibt ungeschrieben in der Erinnerung, so soll es bleiben!

Es grüßt Euch
Kressin






Siggi


"Der Tonfall des Landes, in dem man geboren ist, haftet im Verstand und im Herzen wie in der Sprache"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 23.01.2017 17:42
von krelle | 85 Beiträge | 42 Punkte
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Stark, dass Du Dich noch an so viele Einzelheiten erinnern kannst, @IM Kressin. Ich habe schon so viel vergessen, was diese MZVE betrifft. Auch zu diesem Hotel kann ich nicht mehr viel sagen. Bei der vorherigen MZVE, an der ich teilnahm, ging es nach Wallsbüll bei Flensburg. Da musste ich mir ein Zimmer (und sogar das große "Ehebett"!) mit Joachim Schl. (ZKom RZ) teilen. Nun, der Zoll tat wirklich alles, um weitestgehend zu sparen.... Wenigstens kannte ich mich da oben an der dänischen Grenze aus, da ich beim HZA Flensburg ausgebildet worden bin und mir die Dienststellen / Örtlichkeiten vertraut waren.



Fritze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.01.2017 19:02 | nach oben springen

#78

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 23.01.2017 21:49
von harbec | 62 Beiträge | 7 Punkte
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Hallo!

Habe die Westgrenze, die dänische Grenze, die Ostseeküste vom Priwall bis Heringsdorf, die Ostgrenze bis nach Tschechien runter erst nach 1992
kennengelernt. Das aber reichlich und nicht zu knapp. Westgrenze war hauptsächlich Rauschgift und an den restlichen Grenzen waren es Menschen aus fernen Ländern, die nach Deutschland wollten.

Mit die schönste Zeit war der Bereich an der dänischen Grenze, da war ordentlich was los. Am Anfang N - S, später S - N. Egal ob am Norddeich, bei Böglum oder der Bereich Handewitt, Flensburg mit Kupfermühle und Wassersleben. Die Aufgriffszahlen waren recht hoch. Die Menschen liefen einem ja fast schon ins Auto. Der Job hat Spaß gemacht und die Überstunden liefen. Zum Schluss bin ich fast ohne Karte gefahren und kannte fast jede Ecke mit Vornamen.

Gruß harbec



Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 23.01.2017 21:58
von thomas 48 | 3.815 Beiträge | 232 Punkte
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Zitat von harbec im Beitrag #78
Hallo!

Habe die Westgrenze, die dänische Grenze, die Ostseeküste vom Priwall bis Heringsdorf, die Ostgrenze bis nach Tschechien runter erst nach 1992
kennengelernt. Das aber reichlich und nicht zu knapp. Westgrenze war hauptsächlich Rauschgift und an den restlichen Grenzen waren es Menschen aus fernen Ländern, die nach Deutschland wollten.

Mit die schönste Zeit war der Bereich an der dänischen Grenze, da war ordentlich was los. Am Anfang N - S, später S - N. Egal ob am Norddeich, bei Böglum oder der Bereich Handewitt, Flensburg mit Kupfermühle und Wassersleben. Die Aufgriffszahlen waren recht hoch. Die Menschen liefen einem ja fast schon ins Auto. Der Job hat Spaß gemacht und die Überstunden liefen. Zum Schluss bin ich fast ohne Karte gefahren und kannte fast jede Ecke mit Vornamen.

Gruß harbec

Kennt ihr die Rote Gasse in Flensburg?


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#80

RE: Grenzüberwachung an den Westgrenzen der "Alten Bundesrepublik"

in Bundesgrenzschutz BGS 23.01.2017 22:06
von harbec | 62 Beiträge | 7 Punkte
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #79
[quote=harbec|p592832]Hallo!


Kennt ihr die Rote Gasse in Flensburg?


Hallo!

Wenn ich recht entsinne, könnte das der P..f gewesen sein. Sind wir, glaube ich, ab und zu dran vorbei gefahren.
Die Masse der Einsatzzeiten waren wir in Bredstedt untergebracht. Also wenn in die Stadt, dann Bredltown o. Husum.

Gruß harbec



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