#41

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 29.03.2014 22:45
von Gelöschtes Mitglied
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@Mike59, danke für Deine netten Worte! Frage: Geht es Die heute schlechter als zu DDR-Zeiten? Ich glaube nicht! Oder? Wen ja, würde es mir Leid tun!
Dann , wen es so wehre , hast Du leider etwas in Deinen neuen Leben falsch gemacht! Man muss sich halt mit dem neuen Bedingungen zu recht finden und wissen wie der Hase läuft! Ja es gibt nun leider keinen mehr, der einen an die Hand nimmt und sagt das ist so und so musst Du es machen! Ja so ist der Kapitalismus, man muss schon etwas tun um mitzureden können! Ist nun halt keine DDR- Führungshand mehr da, das darfst Du und das nicht. Ist halt der Kapitalismus, man muss sich schon etwas damit beschäftigen und das habe ich auch schon in der Zeit der DDR! Deshalb wusste ich auch schon zu der Zeit der DDR , das nicht die Gehaltssumme brutto gleich netto ist! Leider haben viele geglaubt das ist das wahre Gehalt, die es nicht wussten haben natürlich erstmal in den Ofen geschaut, nach der Wende. Ich sage Faktor Schade! Wen man sich einen anderen System unterordnet , muss man schon mal sich damit beschäftigen! Leider haben das die wenigsten getan! Dann war das Geschrei groß,das wusste ich nicht und warum wird mein alter Betrieb zu gemacht! Ja, weil viele einfach nicht mehr unter den Bedingungen rentabel waren, aber leider haben es viele nicht begriffen wie ein Unternehmer denkt. Das ist halt das Problem für viele gewesen und für einige heute noch!!
Grüsse Steffen52


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#42

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 29.03.2014 23:02
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #39
Zitat von steffen52 im Beitrag #34
@mike59, wo war die DDR ein Rechtsstaat? Es war ein Staat, der nicht gesetzmäßig( laut Marx) in den Sozialismus gekommen ist, sonder rein aus den gewonnen Krieg eines sozialistischen Landes (SU), auch der Rest der damaligen sozialistischen Länder! Einfach durch den Gewinn des Krieges aufgezwungen! Da es nicht von den Willen der Bürger des jeweiligen Landes( auch der Bürger der Sowjetzone) abhing sondern einfach von den Besatzern und deshalb einfach, aufgezwungen wurde, konnte es nicht gut gehen! Sollte es noch einmal anderes rum kommen, kann nur der Kapitalismus gesetzmäßig abgelösten werden und nicht einen Volk etwas aufgezwungen werden, wozu die Geschichte noch nicht reif ist und damals war sie und auch Heute noch nicht reif dafür! Das zeigt die Geschichte der Jahre nach 1989 auf der ganzen Welt! Egal ob es immer gut ausgegangen ist für das jeweilige Land! Leider gibt es Länder die so im inneren verfeindet (unterschiedliche Kulturen) sind und die können nur unter einer Knute gemeinsam zusammen leben. Ist Schade, aber leider so! Zum Glück gehört Deutschland nicht dazu und da können wir darüber froh sein. Was aufgezwungenes geht nie gut und das haben wir am eigenen Leibe gespürt ! Deshalb hat sich alles wieder so ein geregelt wie es sein muss. Ein Land und ein Volk!!!! Nun könnt ihr alle die eine andere Meinung haben los legen! Aber bitte erst in Ruhe nachdenken und dann los legen.
Grüsse Steffen52




Aufgezwungen oder nicht ? Ich denke es war richtig nach diesem schrecklichen 3.Reich etwas Neues anzufangen.. Die Idee des Sozialismus ist ja nicht einmal das Schlimme daran gewesen. Es war das wie bzw. welchen Methoden man das Ziel verwirklichen wollte. Ich habe aber sowieso starken Zweifel ob das Individuum Mensch überhaupt dazu fähig ist.Wir sind nun mal Menschen und haben unsere Schwächen.

@Turtle, Du hast ja recht nach dem Ende des 3 Reiches was neues zu machen, aber unter welchen Bedingungen? Ware es richtig, weil der Sieger ein Sozialist war? Deutschland war ein kapitalistischer Staat( Nazistaat) , da kann man nicht einfach sagen, jetzt kommt der gute Sozialist und das klappt! Sie haben es versucht, ist aber gescheitert und das muss man auch als guter Freund der ehemaligen DDR zugeben, so schwer wie es auch für einige sein mag! Es ist nun mal so und die Zeit kann man nun mall nicht zurück drehen, zum Glück! Vielleicht nicht für Jeden! Aber mein Mitleid hält sich in Grenzen!!!
Grüsse Steffen52


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#43

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 29.03.2014 23:25
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #17
Zitat von turtle im Beitrag #11
Mal vorausgesetzt, jemand plante schon vor der NVA eine Flucht, kann ich sehr gut verstehen dass er seine Chance genutzt hat. Warum soll er ein größeres Risiko abwarten? Hätte ich diese Chance gehabt hätte ich sie genutzt, so wären mir eventuell 18 Monate Zuchthaus erspart geblieben.
Hättest Du Dich auch 'freiwillig' zu einer längeren Dienstzeit verpflichtet, um diese Chance zu bekommen?




Du doch nicht etwa mit Hintergedanken damals?? Ne wa?


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#44

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 29.03.2014 23:40
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #43
Zitat von 94 im Beitrag #17
Zitat von turtle im Beitrag #11
Mal vorausgesetzt, jemand plante schon vor der NVA eine Flucht, kann ich sehr gut verstehen dass er seine Chance genutzt hat. Warum soll er ein größeres Risiko abwarten? Hätte ich diese Chance gehabt hätte ich sie genutzt, so wären mir eventuell 18 Monate Zuchthaus erspart geblieben.
Hättest Du Dich auch 'freiwillig' zu einer längeren Dienstzeit verpflichtet, um diese Chance zu bekommen?




Du doch nicht etwa mit Hintergedanken damals?? Ne wa?


Ich hätte mich hervorragend als Gakl geeignet Nur die wollten nicht. Da habe ich eben allein und ohne Auftrag das Gelände hinter dem Zaun erkundet. Hatte leider vergessen die Erbsen für den Rückweg zu streuen, so fand ich den Weg zurück nicht mehr und musste zur Strafe im Westen bleiben


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zuletzt bearbeitet 29.03.2014 23:47 | nach oben springen

#45

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 00:33
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #31
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #30
Zitat von damals wars im Beitrag #27
Unrechtsstaat ist ein Kampfbegriff, damit will man nur nachträglich den kalten Krieg gewinnen.
Für mich waren die ersten 5 Jahre BRD leben in einem Unrechtssstaat, da mir das Recht auf Arbeit verwehrt wurde.


Dann war die DDR also in Deinen Augen ein Rechtsstaat ??



Ja - war sie.


Das stimmt ein Rechtsstaat,aber nur für die jenigen,die der Meinung waren das Recht für sich in Anspruch zu nehmen.
Euch geht es garnicht um Recht oder Unrecht sondern um den Machtverlust und das tut manchmal weher als Materielle Dinge.


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#46

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 09:02
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Na da haben wir eben das entscheidende in der alltäglichen Diskussion. Ich wurde gefragt wie ich es damals empfunden habe und sofort finden sich profunde Kenner der Szene um das damalige Empfinden ins heute zu projizieren.
Aber offensichtlich habe ich mir gemerkt was damals falsch gelaufen ist und vergleiche es mit der Gegenwart. Diese Fähigkeit haben entweder viele Menschen nicht oder sie ist ihnen verloren gegangen.
Es wäre aber bei der Beurteilung der politischen Vorgänge von entscheidendem Vorteil.


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#47

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 09:23
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #27
Unrechtsstaat ist ein Kampfbegriff, damit will man nur nachträglich den kalten Krieg gewinnen.
Für mich waren die ersten 5 Jahre BRD leben in einem Unrechtssstaat, da mir das Recht auf Arbeit verwehrt wurde.


Mir hat damals auch keiner die Arbeit zu Hause vorbei gebracht, musste sie mir suchen.
So ein Unrecht aber auch.


Gert und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.03.2014 09:28 | nach oben springen

#48

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 09:28
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #29
Hallo @Ostlan3., schonemal über den Unterschied zwischen Treuebruch und Verrat nachgedacht? Also was Du beschreibst ist für mich (obwohl, ich durfte es etwas anders erleben), also was Du beschreibst ist für mich ein Treuebruch. Der Verrat qualifiziert sich aus diesem durch niedere Beweggründe. Wie zum Beispiel das Vortäuschen der Treue mit der gezielten Absicht, den Schwurpartner zu schädigen.

Mal eine Frage @Gert, wieso hast'n nicht die Zeit bei der GBK für den schlanken Fuß genutzt, oder gab's da keine Gelegenheit etwa?

Q
@94 gute Frage. Da gibt es einige Gründe. Ich hatte mir 1. vorgenommen nicht zu desertieren, weil ich so weitsichtig gedacht habe, dass mir dann die Tür zur DDR für immer zu war. Desweiteren habe ich 3 jüngere Schwestern, denen ich keine Schwierigkeiten bei ihrer Ausbildung bereiten wollte. Denn bei einer Fahnenflucht wäre in Erfurt in meinem Elternhaus sicher Tabularasa angesagt gewesen. Die waren so schon unangenehm genug nach meiner Flucht.
Über Land ging nicht, weil der Abschnitt der GBK kurz vor dem Priwall endete(ca. 3-4 km ). Von da an waren die grünen Grenzer zuständig ( ich glaube Grenzkommando Nord, kann das sein?) der Winkel vergrößerte sich immer weiter, je weiter du an der Küste nach Osten gingst.
Der Weg über die Lübecker Bucht war weitaus schwieriger, als über Land in der Rhön. Ich hätte etwa 2 -3 km schwimmen müssen bis zur Fahrstrasse der Travemünder Fährschiffe, die stoppten für Flüchtlingen zum Verdruss meines damaligen Kompaniechefs. Ich habe mir das nicht zugetraut, bin nicht so ein Ausdauerschwimmer. Daher war mir die Option Rhön wie 6 Richtige im Lotto. Kennst du das , man bekommt im Leben schon mal eine großartige Chance geboten und erkennt sie auch. Ich habe es als Chance erkannt und habe fest daran geglaubt, dass die Flucht gelingt und sie gelang. Natürlich haben wir sie auch akribisch vorbereitet. Ich habe dem Freund Löcher in den Bauch gefragt über den Aufbau der Grenze und über Sicherungsmaßnahmen.


.
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#49

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 09:34
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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So nahe wie damals sind wohl die meisten dem Westen in ihrem DDR-Leben nicht mehr gekommen, da kann man schon verstehen das man eventuell eine letztmalige Möglichkeit nutzen will.
Die ihre Kameraden dafür über den Haufen geschossen haben, da braucht man wohl kein weiteres Wort drüber verlieren.
Die ohne jemanden zu verletzen rüber gemacht sind, warum nicht, war ihre Entscheidung.


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#50

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 10:13
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

ich habe mal ne Frage die hier ganz gut reinpasst: Zu meiner Zeit flüchtete ein ganz neuer Kraftfahrerer bei seiner ersten Einfahrt in den Schutzstreifen(nach der Einweisung!),
nach dem ganzen Theater und dem Sacksstand rief unser KC zu einer Versammlung, da verkündete er, daß der Fahnenflüchtling Sold. xxx,
nachträglich aus der FDJ ausgeschlossen wird!

War das jetzt so entscheidend? Was war an dieser Mitteilung so wichtig??

gruß h.


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#51

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 10:25
von utkieker | 2.920 Beiträge

Birgit war eine Spielkameradin aus Kindheitstagen, sie war das Nesthäkchen ihrer Familie. Ihre Geschwister Wolfgang und Sybille waren zehn bzw. zwölf Jahre älter als sie. Ihr Bruder Wolfgang hat als Grenzsoldat 1968 bei Boizenburg über die Elbe die DDR verlassen, er wollte nicht bei der Zerschlagung des Prager Frühlings eingesetzt werden. Auch wenn kein Soldat der DDR zur Zerschlagung des Prager Frühlings herangezogen wurde ist das Motiv nachvollziehbar. Die sonst so fröhliche Birgit hat das sehr mitgenommen ihren Bruder nie wieder sehen zu können hat sie traurig gestimmt.
Zehn Jahre später war ich selber Grenzer. Auch wenn in meiner Kompanie niemand stiften gegangen. Dennoch gab es im Abschnitt zwei fahnenflüchtige Pionierkräfte, welche zuvor unseren GAK Stfw. K. als Geisel genommen haben. K. hatte sonst den Schalk im Nacken aber die an ihn vollzogene Geiselnahme hat ihn sichtlich schockiert. Wie ein Häuflein Elend lief er noch Tage später in der Kompanie herum.
Verrat hört sich ziemlich hochtrabend an, in Wirklichkeit wurde es selbst innerhalb der Kompanie sehr viel differenzierter angesehen als es den Propagandisten lieb sein könnte.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#52

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:03
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Füge mal eine Frage hinzu. Ist zwar etwas schwierig zu beantworten. Weil viele aus heutiger Sicht- ja schon immer Wiederstandskämpfer waren und ja gezwungen wurden Grenzdienst zu leisten, sowie sich ja heute irgendwie rechtfertigen müssen.
Also mal die Frage---Wer hätte denn eine Fahnenflucht unterbunden,auch mit Anwendung der Schußwaffe ?


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:17
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #48
Zitat von 94 im Beitrag #29
Hallo @Ostlan3., schonemal über den Unterschied zwischen Treuebruch und Verrat nachgedacht? Also was Du beschreibst ist für mich (obwohl, ich durfte es etwas anders erleben), also was Du beschreibst ist für mich ein Treuebruch. Der Verrat qualifiziert sich aus diesem durch niedere Beweggründe. Wie zum Beispiel das Vortäuschen der Treue mit der gezielten Absicht, den Schwurpartner zu schädigen.

Mal eine Frage @Gert, wieso hast'n nicht die Zeit bei der GBK für den schlanken Fuß genutzt, oder gab's da keine Gelegenheit etwa?

Q
@94 gute Frage. Da gibt es einige Gründe. Ich hatte mir 1. vorgenommen nicht zu desertieren, weil ich so weitsichtig gedacht habe, dass mir dann die Tür zur DDR für immer zu war. Desweiteren habe ich 3 jüngere Schwestern, denen ich keine Schwierigkeiten bei ihrer Ausbildung bereiten wollte. Denn bei einer Fahnenflucht wäre in Erfurt in meinem Elternhaus sicher Tabularasa angesagt gewesen. Die waren so schon unangenehm genug nach meiner Flucht.
Über Land ging nicht, weil der Abschnitt der GBK kurz vor dem Priwall endete(ca. 3-4 km ). Von da an waren die grünen Grenzer zuständig ( ich glaube Grenzkommando Nord, kann das sein?) der Winkel vergrößerte sich immer weiter, je weiter du an der Küste nach Osten gingst.
Der Weg über die Lübecker Bucht war weitaus schwieriger, als über Land in der Rhön. Ich hätte etwa 2 -3 km schwimmen müssen bis zur Fahrstrasse der Travemünder Fährschiffe, die stoppten für Flüchtlingen zum Verdruss meines damaligen Kompaniechefs. Ich habe mir das nicht zugetraut, bin nicht so ein Ausdauerschwimmer. Daher war mir die Option Rhön wie 6 Richtige im Lotto. Kennst du das , man bekommt im Leben schon mal eine großartige Chance geboten und erkennt sie auch. Ich habe es als Chance erkannt und habe fest daran geglaubt, dass die Flucht gelingt und sie gelang. Natürlich haben wir sie auch akribisch vorbereitet. Ich habe dem Freund Löcher in den Bauch gefragt über den Aufbau der Grenze und über Sicherungsmaßnahmen.





Ja von da an,begann die Sicherung durch das GR 6 - 1.GB--1 GK Pötenitz--also Grenzkommando Nord.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:26
von Pit 59 | 10.136 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #52
Füge mal eine Frage hinzu. Ist zwar etwas schwierig zu beantworten. Weil viele aus heutiger Sicht- ja schon immer Wiederstandskämpfer waren und ja gezwungen wurden Grenzdienst zu leisten, sowie sich ja heute irgendwie rechtfertigen müssen.
Also mal die Frage---Wer hätte denn eine Fahnenflucht unterbunden,auch mit Anwendung der Schußwaffe ?


Nee,Nee wir hätten uns dann schon geeinigt,und wären beide gegangen


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#55

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:27
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #52
Füge mal eine Frage hinzu. Ist zwar etwas schwierig zu beantworten. Weil viele aus heutiger Sicht- ja schon immer Wiederstandskämpfer waren und ja gezwungen wurden Grenzdienst zu leisten, sowie sich ja heute irgendwie rechtfertigen müssen.
Also mal die Frage---Wer hätte denn eine Fahnenflucht unterbunden,auch mit Anwendung der Schußwaffe ?


Wie soll man sich das Szenario der Fahnenflucht vorstellen, Kollege rennt los Richtung Zaun und ich schieße ihn in den Rücken oder so ähnlich, oder er will mich und ich bin schneller?
Wäre das "Hände hoch!" gekommen, ich hätte sie ganz schnell hoch genommen, bin kein Held.


zuletzt bearbeitet 30.03.2014 11:34 | nach oben springen

#56

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:36
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #55
Zitat von Rostocker im Beitrag #52
Füge mal eine Frage hinzu. Ist zwar etwas schwierig zu beantworten. Weil viele aus heutiger Sicht- ja schon immer Wiederstandskämpfer waren und ja gezwungen wurden Grenzdienst zu leisten, sowie sich ja heute irgendwie rechtfertigen müssen.
Also mal die Frage---Wer hätte denn eine Fahnenflucht unterbunden,auch mit Anwendung der Schußwaffe ?


Wie soll man sich das Szenario der Fahnenflucht vorstellen, Kollege rennt los Richtung Zaun und ich schieße ihn in den Rücken oder so ähnlich, oder er will mich und ich bin schneller?


Soll es aber von Seite von Fahnenflüchtigen gegeben haben.


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#57

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:37
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #56


Soll es aber von Seite von Fahnenflüchtigen gegeben haben.



Du hast aber nach unterbinden gefragt.


zuletzt bearbeitet 30.03.2014 11:39 | nach oben springen

#58

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:42
von damals wars | 12.147 Beiträge

Ich hatte meine ganze Familie in der DDR, und wir hatten einen starken Familienzusammenhalt, was also hätte ich drüben gewollt?
Es war klar, das ich nach dem Wehrdienst zum Studium gehen werde, warum also hätte ich meine Zukunft gefährden sollen?
Es gab für einen Verrat keinen vernünftigen Grund, ich kann mich auch nicht erinnern,das je disskutiert zu haben.
Mich hätte der Posten schon in den Rücken schießen müssen, um in sein Traumland verschwinden zu können, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht.
Aber die meisten Posten hatten selbst Familie!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#59

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 11:44
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #57
Zitat von Rostocker im Beitrag #56


Soll es aber von Seite von Fahnenflüchtigen gegeben haben.



Du hast aber nach unterbinden gefragt.



Also fragen wir so--Wenn man von jemanden bedroht wird. Beispiel-Posten oder Postenführen,der Fahnenflucht begehen will.Und man hat die möglichkeit dieses auch mit Anwendung der Schußwaffe zu verhindern. Was würde man tun?


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#60

RE: als Grenzsoldat die DDR verraten

in Grenztruppen der DDR 30.03.2014 12:12
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #50
ich habe mal ne Frage die hier ganz gut reinpasst: Zu meiner Zeit flüchtete ein ganz neuer Kraftfahrerer bei seiner ersten Einfahrt in den Schutzstreifen(nach der Einweisung!),
nach dem ganzen Theater und dem Sacksstand rief unser KC zu einer Versammlung, da verkündete er, daß der Fahnenflüchtling Sold. xxx,
nachträglich aus der FDJ ausgeschlossen wird!

War das jetzt so entscheidend? Was war an dieser Mitteilung so wichtig??

gruß h.




Er wird es verkraftet haben.


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