#21

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 15:12
von ABV | 4.204 Beiträge

Ich kann ebenfalls bestätigen, dass es in vielen DDR-Institutionen reichlich militärisch zuging. Auch in normalerweise eher zivilen Einrichtungen wie der VP. Dort führten die Offiziere zum Beispiel bis Mai 1990, militärische Dienstgrade. Zur Bewaffnung der VP gehörten nicht nur die klassischen Polizeiwaffen, sondern auch Handgranaten, Artillerie, Schützenpanzerwagen und panzerbrechende Waffen. Mindestens einmal im Halbjahr musste sich jeder Volkspolizist, nicht nur die Wehrpflichtigen der Bereitschaftspolizei, einer klassischen Infanterieausbildung, inklusive Sturmbahn und Schutzausbildung, unterziehen. Einmal in zwei Jahren wurde ein so genanntes " Gruppengefechtsschießen" durchgeführt. Ganz normale Schutzpolizisten konnten im Ernstfall auch als Mot-Schützen eingesetzt werden. Was ja nun eigentlich nicht Sinn und Zweck einer Polizeiausbildung sein sollte.

Gruß an alle
Uwe


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#22

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 15:23
von damals wars | 12.213 Beiträge

SPWs sind der heutigen Polizei nicht unbekannt-
Die Wasserwerfer nicht zu vergessen. Und die Gaskranken!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#23

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 16:15
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Die Westberliner Polizei besaß auch militärische Schützenwaffen (MG, Selbsladegewehre, Panzerfäuste) und Handgranaten. Ebenso die "Kampfgruppen des Beamtenstandes" (sog. freiwillige Polizeireserve Westberlin).



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#24

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 16:53
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #21
Ich kann ebenfalls bestätigen, dass es in vielen DDR-Institutionen reichlich militärisch zuging. Auch in normalerweise eher zivilen Einrichtungen wie der VP.



Das die Meldestelle nicht Sache von Uniformierten im Polizeirevier sein muß - daran mußte sich der gelernte DDR-Bürger auch erst gewöhnen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#25

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 18:51
von Eddy | 83 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #8
@Eddy,
ich, und nicht nur ich, habe die von Dir geschilderte Realität anders aufgenommen, nämlich als geforderte Routine ohne innere Begeisterung.
Das hatte mit Opposition lange nichts zu tun. Man ließ die Appelle lustlos über sich ergehen - ebenso wie die Vorbeimärsche zum 1. Mai.
Dieser innere Widerspruch zwischen offiziell und tatsächlich war weit verbreitet *
Der geringe bis fehlende Fanatismus war ein Unterschied zur Nazizeit.
Deshalb fand ich Uniformträger in der Öffentlichkeit nie als militant, zumindest im Alltag. Über die Vopos hat man eher Witze gemacht.
Die (oft) Dickbäuche der "Kampfgruppe" waren auch keine martialische Erscheinung und genossen vor allem das gemeinsame Feiern nach den "Manövern".
Und nimm uns Grenzer selbst. "Wessis" haben mir stets gesagt, dass sie Angst vor uns hatten. Was soll ich dazu sagen...
Nur Paraden und Offiziere in Ohrenhosen erinnerten fatal an alte Zeiten zuvor.
In der zivilen Öffentlichkeit war die Aufmerksamkeit gegenüber der Armee ähnlich gleichgültig wie heutzutage.
....

Hallo Micha,
Du hast aus Deiner erlebten Sicht sicher Recht. Was ich geschrieben habe, ist ja auch meine Sicht und die muss in keinster Weise die Sicht der Masse sein. "geforderte Routine ohne innere Begeisterung" mag für Vieles zutreffen im damaligen organisierten gesellschaftlichen Leben. Aber das Leben unter- und miteinander war doch wohl nicht gekünstelt, das Zusammenhalten war echt, Ausnahmen gab es sicher auch. Man sprach miteinander, es gab gemeinsame Feiern auf dem Dorf und in der Kneipe war auch alles ok bis der erste Suffkopp Stunk anfing. In den Stadtbereichen sicher ähnlich.
Für die Großveranstaltungen der Partei- und Massenorganisationen, wie 7. März (FDJ), 1. Mai (Kampft- und Feiertag), 7. Oktober (DDR), 13. Dezember (Pionierorganisation) und andere. Es gab ja auch zu fast allen Berufen den "Tag des .....". Hier stimme ich Dir zu, da war oft keine Begeisterung vorhanden, weil man musste. Ich erinnere mich, dass es Zeiten gab, da bekam jeder Teilnehmer an der Maidemonstartion 5,00 Mark für die Teilnahme, hier zog nur das Geld, die Begeisterung blieb zu Hause.
Zum inneren Widerspruch zwischen offiziell und tatsächlich gibt es auch wieder Unterschiede. Ich empfand diesen in meiner Schul- und Lehrzeit nicht, auch später während des Studiums nicht. Spürbar wurde diese Geschichte für mich erst, als ich mich als Politoffizier mit dem Stimmungs- und Meinungsbild auseinander setzen musste. Da kam es schon zu Konfliktsituationen, die nicht immer einfach zu meistern waren, zumal wir unser Wissen auch nur aus Presse, Rundfunk und Fernsehen nahmen und wie diese Medien tickten wissen wir alle. Es fehlte einfach an Offenheit und ehrlichen Einschätzungen zur Lage im Staat. Das Täuschen und Vertuschen, das Verfolgen von Andersdenkenden war schon befremdend. Uns Offizieren fehlte einfach der konkrete Kontakt mit der Realität im Land. Ich hatte in Dranske, 80 km entfernt von der größten Kreisstadt der DDR Stralsund, keine Ahnung wie es dort mit der Wirtschaft stand. Die Werft, im Gegensatz zu heute, arbeitete ununterbrochen an unserer Fischfangflotte und auch für das sozialistische Ausland. Welche ökonomischen und finanziellen Probleme innerbetrieblich auftraten sagte man uns nicht. Noch schlechter stand es mit der Information zum südlichen Teil, zum Industrieteil der Republik. Ehrlich gesagt, wir kämpften auch nicht um das Wissen, da wir mit dem militärischen Bereich schon eine Menge zu tun hatten, was auch nicht immer leicht war. Waffenbrüderschaft, öffentlich ja, gemeinsame Veranstaltungen zwischen Einheiten ja, aber politisch wurden wir hier völlig verarscht.
Du schreibst, das die BRD-Leute vor Euch Grenzern ständig Angst hatten. Nun, das ist natürlich auch der gegnerischen Propaganda zuzuschreiben. Von unseren Grenzern und NVA-Angehörigen wurde doch kein "friedliches Bild" aufgezeigt. Ich habe aus den 60er Jahren Flugblätter im Museum, wenn man die liest, muss man Angst bekommen. So nach dem Motto: Kleinkinder fressende Kommunisten kommen!
Auf See gestaltete sich das ähnlich hart. Unseemännisches Verhalten, Gefährdung von Schiff und Besatzung, international gesperrte Schießgebiete von uns wurden während des Schießens befahren, bis hin zum Zeigen des Henkerknotens am Mast des Bootes oder das unerlaubte tiefe Überfliegen der Schiffe durch NATO-Flugzeuge zeigten uns schon die Realität. So manch ein Seemann der Volksmarine hat da seine Meinung zum Dienst geändert, gut wir hatten auf unseren fahrenden Einheiten nur Drei- und Vierjährige, dazu Berufssoldaten, da war die Ausgangssituation oft eine andere. Aber zimperlich waren diese Situationen nie.
Und weil man der Öffentlichkeit aufgrund unserer absolut übertriebenen Geheimhaltung nicht die Wahrheit über den Dienst an der Grenze und der NVA sagte, wurden wir als Uniformträger "ausgegrenzt", wurden wir, wie Du schreibst, gleichgültig betrachtet.
Wir können heute darüber diskutieren wie wir wollen, die historische Situation damals ändern wir nicht mehr. Und was hätte wenn brauchen wir auch nicht zu diskutieren, weil es auch nicht zur Änderung führt.
Das Leben in der DDR war militarisiert, es schrieben schon andere User dazu. Welche Form und Art ist sicher Auffassungssache.
Eddy


Der lebende Zeitzeuge ist der Alptraum eines Historikers.
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#26

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 10:31
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Hallo Eddy,
danke Dir für die umfangreiche Erklärung.
Auch meine Schilderung ist ausdrücklich subjektiv.

Bereits als Kind fiel mir auf, daß die Erwachsenen insgeheim kritisch eingestellt waren. Ich fand das normal und wußte genau, daß man niemanden "verpetzen" durfte.
Dabei ging es nicht um wahre Opposition. Mein Vater war auch SED-Mitglied.

Ich hab mir diese kritische Haltung generell bewahrt.
Manche meinen, wenn man der DDR kritisch gegenübersteht, dann wäre man automatisch der BRD gegenüber unkritisch.

Das natürlichste ist aber ein gesundes Mißtrauen gegenüber beiden Systemen.

Letztendlich aber muß man sein ganz persönliches Leben meistern, egal wo man lebt.
Für Alternativen gibts heute mehr Freiräume.

Gruß
Micha


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zuletzt bearbeitet 14.03.2014 10:37 | nach oben springen

#27

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 15:04
von Gert | 12.362 Beiträge

ich war ja als ex DDR Bürger an den Anblick von Uniformen gewöhnt, aber als ich 1972 nach fast 8 Jahren "Enthaltsamkeit" wieder die größte und schönste DDR der Welt betrat, fiel mir schon das öffentliche Bild mit all den Varianten von Uniformen auf. Im Rheinland sah man höchstens tagsüber mal ein paar BW und britische Soldaten, die mit einem oder zwei Militärfahrzeugen durch die Stadt fuhren und irgendetwas zu besorgen hatten. Das wars dann aber auch schon.
Als ich das erste Mal einreiste und meine Frau die PKE Soldaten von weitem sah, sagte sie, die sehen ja fast wie SS aus. Ich erschrak ziemlich und zischte sie an, den Mund zu halten. Sie ist keine gebürtige Deutsche, sondern kommt aus einem ehemals von Deutschen besetzten Land.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#28

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 17:36
von ABV | 4.204 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #27
ich war ja als ex DDR Bürger an den Anblick von Uniformen gewöhnt, aber als ich 1972 nach fast 8 Jahren "Enthaltsamkeit" wieder die größte und schönste DDR der Welt betrat, fiel mir schon das öffentliche Bild mit all den Varianten von Uniformen auf. Im Rheinland sah man höchstens tagsüber mal ein paar BW und britische Soldaten, die mit einem oder zwei Militärfahrzeugen durch die Stadt fuhren und irgendetwas zu besorgen hatten. Das wars dann aber auch schon.
Als ich das erste Mal einreiste und meine Frau die PKE Soldaten von weitem sah, sagte sie, die sehen ja fast wie SS aus. Ich erschrak ziemlich und zischte sie an, den Mund zu halten. Sie ist keine gebürtige Deutsche, sondern kommt aus einem ehemals von Deutschen besetzten Land.




Jetzt mal ganz ohne politische Hintergedanken: als ich mich einmal, im März 1989, in meiner Einsatzuniform zufällig im Spiegel sah, schoss mir dieser Gedanken ebenfalls durch den Kopf!
Zum besseren Verständnis: die Einsatzuniform bestand neben der Uniformjacke, aus Stiefelhose und Knobelbechern. Ein um die Taille geschlungener brauner Riemen, an dem die Pistolentasche getragen wurde, komplettierte den fatalen Eindruck. Ich war damals selbst ein wenig erschrocken, verdrängte den Eindruck aber schnell wieder.
Wenn aber heute jemand sagt, das bestimmte DDR-Uniformen durchaus Assoziationen an die Nazi-Zeit erweckten, dann kann ich das absolut verstehen!

Gruß Uwe


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#29

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 17:50
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Ja, die Ohrenhosen fand ich auch immer unangenehm, weil sie im Film die Nazibösewichter trugen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 14.03.2014 18:16 | nach oben springen

#30

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 18:12
von Gelöschtes Mitglied
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Wen man die NVA Uniform sah, konnte man sagen, fast so wie die von der Wehrmacht( bis auf den Adler). Auch die Stechschritte preußisch exakt, wie die der Zeit davor!
Grüsse Steffen52


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#31

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 18:21
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Als ich das erste Mal einreiste und meine Frau die PKE Soldaten von weitem sah, sagte sie, die sehen ja fast wie SS aus. Ich erschrak ziemlich und zischte sie an, den Mund zu halten. Sie ist keine gebürtige Deutsche, sondern kommt aus einem ehemals von Deutschen besetzten Land.@Gert

Genau dieses Gedanken hatte mal in der Ausbildung,als so ein Vollidiot breitbeinig und brüllend ,was die Lunge hergibt, auf dem Flur stand.
Leider habe ich Ihn im Zivilen Leben nicht noch einmal getroffen.


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#32

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 19:39
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Peter , die schlimmsten waren die in der Ausbildung , die drei Winkel an den Ärmeln hatten , du weißt doch , ich kenne einen der schre.. und lese... kann. aber wie schon geschrieben, die bereiten Hosen und dann noch die Schirmmütze , den Draht drinnen so eingeknickt , Ähnlichkeiten gab es schon . ratata


zuletzt bearbeitet 14.03.2014 19:40 | nach oben springen

#33

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 20:02
von andyman | 1.882 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #26
Hallo Eddy,
danke Dir für die umfangreiche Erklärung.
Auch meine Schilderung ist ausdrücklich subjektiv.[/bla

[blau]Ich hab mir diese kritische Haltung generell bewahrt.
Manche meinen, wenn man der DDR kritisch gegenübersteht, dann wäre man automatisch der BRD gegenüber unkritisch.

Das natürlichste ist aber ein gesundes Mißtrauen gegenüber beiden Systemen.

Letztendlich aber muß man sein ganz persönliches Leben meistern, egal wo man lebt.
Für Alternativen gibts heute mehr Freiräume.

Gruß
Micha


@Freienhagener Super.Kannst du Gedanken lesen?Danke auch an @Eddy für sein umfangreiches Statement.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#34

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 20:41
von Eddy | 83 Beiträge

Männer,
vergesst bitte nicht wie die Uniformen der NVA entstanden. Mit Gründung der KVP 1950 wurden Kader gesucht und zwar aus dem Bestand ehemaliger Wehrmachtsangehörigen. Die meisten hohen Dienstgrade wie Generäle hatten sich ja versucht in amerikanische oder englische Gefangenschaft zu retten. Die bei den Sowjets in Gefangenschaft kamen, kehrten in der Masse erst 1955 zurück nach Deutschland. Also blieben gediente Zehnenter oder kleinere Offiziersdienstgrade für den Ausbilderbestand der KVP zur Verfügung. Ehemalige Offiziere, bei den Seestreitkräften waren es Friedrich Elchlepp, ehemaliger Oberleutnant zur See bei der KM und Felix Scheffler war Steward bei der Handelsmarine, wurde als Soldat zur Wehrmacht gezogen, ging 1941 in sowjetische Gefangenschaft und kam über das NKFD wieder zurück. Also völlig unbeleckt in Fragen Militär. Diese Männer erhielten den Auftrag Uniformen für die Seestreitkräfte zu entwerfen. Ergebnis: Formen der Wehrmacht und KM wurden fast 100%ig übernommen, nur Effekten verändert. So entstanden bis 1956 diese Uniformen oder glaubt Ihr die haben uns die Russen geschenkt? Nicht umsonst sprach man bei der NVA von preußischen Drill, auch der wurde übernommen aber ein wenig abgeschwächt. Auch hier wurden ehemalige Wehrmachtsangehörige als Ausbilder gewonnen und die kannten nur diesen Ton. Geschadet hat er eigentlich keinem, wenn man nicht gerade sensibel war.
Soweit dazu.
Eddy


Der lebende Zeitzeuge ist der Alptraum eines Historikers.
passport und Winch haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 21:02
von Gelöschtes Mitglied
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@Eddy, ich gebe Dir ja soweit recht, man hat es ja auch gesehen. Aber was mich eigentlich immer gewundert hat, das man dann etwas später nicht die Uniformen geändert hat? Haben die Genossen das nicht gesehen oder war es eine Kostenfrage?Mal ein Beispiel was ich als ganz junger Mensch erlebt habe.
Bei uns ist gleich der Friedhof und ein Soldat der NVA(der im Manöver getötet wurden) wurde mit allem militärischen Bibabo zu Grabe getragen. Genau vor unserem Haus formierten sich die Ehrenkompanie, mit Karabinern und vollem Klimbim( wie es halt so war). Was rief meine Großmutter" Steffen komme schnell die Wehrmacht ist wieder da"! Wen ich daran denke muss ich heute noch lachen.Da kann man nur sagen, fast gleich. Oder?
Grüsse Steffen52


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#36

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 21:12
von Eddy | 83 Beiträge

Genauso ist es @Steffen52,
das deutsche Militär gibt es ja auch schon viel länger als es die DDR gegeben hat. Und was drin ist, ist drin, da hatte Oma schon Recht im ersten Augenblick.
Es gab ab 1983 Versuche etwas an der Uniform zu ändern, es gab neue Kleidungsstücke, die aus leichtem Stoff waren, also keine Säcke mehr. Es gab andere Kopfbedeckungen nur von den Schulterstücken wollte man sich einfach nicht trennen, außer bei den Kampfanzügen, da war ab 1989 etwas vorgesehen. Eigentlich eine unendliche Geschichte.
Eddy


Der lebende Zeitzeuge ist der Alptraum eines Historikers.
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#37

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 21:17
von Gelöschtes Mitglied
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@Eddy, wurde es nur versucht oder hat man es auch schon getragen? Wurde abgelehnt oder aus kosten Gründen verworfen?
Grüsse Steffen52


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#38

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 21:24
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #37
@Eddy, wurde es nur versucht oder hat man es auch schon getragen? Wurde abgelehnt oder aus kosten Gründen verworfen?
Grüsse Steffen52

Der Eddy bin ich nun zwar nicht, Kosten haben zu diesem Zeitpunkt offensichtlich keine Rolle gespielt. Die Geschichte der Deutschen Uniformen ist ein weites Thema, zu dem es hier im Forum mindestens einen Tread gibt. Die Uniform für die NVA wie sie war wurde gewählt weil sie eine deutsche Uniform war.


zuletzt bearbeitet 14.03.2014 21:24 | nach oben springen

#39

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 21:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mike59 im Beitrag #38
Zitat von steffen52 im Beitrag #37
@Eddy, wurde es nur versucht oder hat man es auch schon getragen? Wurde abgelehnt oder aus kosten Gründen verworfen?
Grüsse Steffen52

Der Eddy bin ich nun zwar nicht, Kosten haben zu diesem Zeitpunkt offensichtlich keine Rolle gespielt. Die Geschichte der Deutschen Uniformen ist ein weites Thema, zu dem es hier im Forum mindestens einen Tread gibt. Die Uniform für die NVA wie sie war wurde gewählt weil sie eine deutsche Uniform war.


Eine Uniform mit nicht sehr viel Ruhm in Sinne des Sozialismus! Keine gute Antwort! Hättest mal Eddy antworten lassen, der weiß da bestimmt besser Bescheid! Ich bin der Meinung das es in den 80 Jahren schon etwas um die Kosten ging! Rechne mal durch wen man jeden der bei der NVA- Armee war, neu eingekleitet hätte, denke das ist schon eine beachtliche Summe und die zu händel war bestimmt etwas zu viel für die langsam klamm werdende DDR! Oder?
Grüsse Steffen52


Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Die militärische Gesellschaft

in DDR Staat und Regime 14.03.2014 22:06
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #39
Zitat von Mike59 im Beitrag #38
Zitat von steffen52 im Beitrag #37
@Eddy, wurde es nur versucht oder hat man es auch schon getragen? Wurde abgelehnt oder aus kosten Gründen verworfen?
Grüsse Steffen52

Der Eddy bin ich nun zwar nicht, Kosten haben zu diesem Zeitpunkt offensichtlich keine Rolle gespielt. Die Geschichte der Deutschen Uniformen ist ein weites Thema, zu dem es hier im Forum mindestens einen Tread gibt. Die Uniform für die NVA wie sie war wurde gewählt weil sie eine deutsche Uniform war.


Eine Uniform mit nicht sehr viel Ruhm in Sinne des Sozialismus! Keine gute Antwort! Hättest mal Eddy antworten lassen, der weiß da bestimmt besser Bescheid! Ich bin der Meinung das es in den 80 Jahren schon etwas um die Kosten ging! Rechne mal durch wen man jeden der bei der NVA- Armee war, neu eingekleitet hätte, denke das ist schon eine beachtliche Summe und die zu händel war bestimmt etwas zu viel für die langsam klamm werdende DDR! Oder?
Grüsse Steffen52

Erklär mal das mit den Kosten, ich denke ich bin lernfähig. Die Antwort von @Eddy erübrigt sich ja dadurch nicht. Ich freu mich drauf.


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