#1

Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 15:08
von Sperrbrecher | 1.661 Beiträge

Wie war eigentlich das Verhalten der Kontrollierenden gegenüber den Reisenden geregelt bzw. befohlen ?

Nach meiner Amnestie und Einstellung des Ermittlungsverfahrens wegen § 213 war ich häufiger Besucher in der DDR und habe die unterschiedlichsten Behandlungsweisen durch die Grenzbediensteten erfahren.

Oftmals fanden die Kontrollen im recht rüden Ton statt, andrerseits wieder in auffallend höflichen, ja sogar freundlichen Gesprächen.

Mir war natürlich klar, daß man bei meinem Erscheinen als amnestierter Straftäter und Grenzverletzer am Grenzübergang nicht unbedingt vor Freude an die Decke sprang, denn dem Kontrollierenden war ja wohl meine Historie als vormaliger DDR-Bürger sicher nicht unbekannt und zumindest durch meinen in den Dokumenten ersichtlichen Geburtsort und meinen Dialekt erklärlich.

Trotzdem hat es mich immer wieder verwundert, wie unterschiedlich doch der Empfang bei der Einreise und letztendlich auch die "Verabschiedung" bei der Ausreise vonstatten ging.

Man gewann bald den Eindruck, daß der Umgangston per Tagesbefehl entsprechend der politischen Großwetterlage vorgegeben wurde, zumal mir die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Grenzbeamten von anderen Besuchern ohne DDR-Vergangenheit auch immer wieder bestätigt wurden.

Die obligatorischen Zollkontrolle fand meistens weniger intensiv statt, weil, wie es aus meiner Akte nunmehr ersichtlich ist, nicht um originäre Zollbeamte, sondern um MfS-Mitarbeiter in Zolluniform gehandelt hat. Denen ging es in den Gesprächen während der Zollkontrolle immer nur um meine "Auswanderung" aus der DDR.

Obwohl sie sich immer recht unwissend darstellten, war denen natürlich mein illegales Verlassen der DDR wohl bekannt. Durch das Studium meiner Akte habe ich dann im Nachhinein erfahren, daß es ihnen wohl um die Ermittlung meines genauen Fluchtweges aus der DDR in die Bundesrepublik ging, um meine MfS-Akte erfolgreich abschließen zu können.

Direkt gefragt haben sie mich natürlich nicht, möglicherweise hätte ich es ihnen sogar gesagt, nun müssen sie wohl dumm sterben (oder sind es bereits), insofern sie es nicht hier im Forum mitgelesen haben.

Diese Befragungen unter dem Deckmantel der Zollkontrolle fanden abrupt ihr Ende, als ich frisch verheiratet, zusammen mit meiner (ausländischen) Frau in die DDR einreiste. Man wollte wohl gegenüber Ausländern als weltoffener Staat einen guten Eindruck hinterlassen.

Kurz danach wurde auch meine MfS-Akte mit der Begründung "...da keine weiteren Erkenntnisse über den Fluchtweg zu ermitteln waren..." geschlossen und im Archiv abgelegt.

Diese Erkenntnisse konnte ich mir selbstverständlich erst nach dem Lesen meiner Akte zusammenreimen. Sollte ich damit falsch liegen oder Wesentliches falsch interpretiert haben, dann würde ich mich über Richtigstellungen oder Ergänzungen von Insidern freuen.

Ich hatte diesen Beitrag vor geraumer Zeit schon mal im NVA-Forum eingestellt.
Leider sind befriedigende Antwort dort ausgeblieben.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 10.03.2014 15:14 | nach oben springen

#2

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 17:03
von elster427 | 789 Beiträge

Hallo Sperrbrecher, wenn man wie du , als ehemaliger DDR Bürger an einer Güst erschienen bist ,und im Hinterkopf hattest , die warten nur auf mich , kann ich dich beruhigen ,es war nicht so. Das Auftreten der PK war so unterschiedlich , weil jeder Mensch anders ist. Dazu kommt, wenn du am Beginn einer Schicht erschienst , war der MA meist freundlich,.Wenn er wegen zu hohen Verkehrsaufkommen nach 12 Stunden an dein uto trat, konnte es sein,das er schon gereizt den Reisenden gegenüber aufrtat. Es war nämlich keine Ausnahme das die Dienstschichten bis zu 14 bis 16 Stunden verlängert wurden , bis kein Auto mehr auf dem Hof war.
Ich kenne keinen Zöllner der auch Mitarbeiter des MfS war. Ausserdem , wenn du zur Zollkontrolle fuhrst , wurde der Reihnfolge nach abgefertigt und da war keiner der nur auf dich wartete.
Am Geburtsort hat sich bei uns keiner hochgezogen. Entweder du warst fahndungsmäßig erfast oder nicht. Wenn nicht ,wußte keiner etwas über deine Geschichte.
Bei deiner Vergangenheit warst du sensibel auf jedes Wort und jeden Tonfall eingestellt. Da kann man schon mal fehlinterprätieren.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 17:16
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #2
Hallo Sperrbrecher, wenn man wie du , als ehemaliger DDR Bürger an einer Güst erschienen bist ,und im Hinterkopf hattest , die warten nur auf mich , kann ich dich beruhigen ,es war nicht so. Das Auftreten der PK war so unterschiedlich , weil jeder Mensch anders ist. Dazu kommt, wenn du am Beginn einer Schicht erschienst , war der MA meist freundlich,.Wenn er wegen zu hohen Verkehrsaufkommen nach 12 Stunden an dein uto trat, konnte es sein,das er schon gereizt den Reisenden gegenüber aufrtat. Es war nämlich keine Ausnahme das die Dienstschichten bis zu 14 bis 16 Stunden verlängert wurden , bis kein Auto mehr auf dem Hof war.
Ich kenne keinen Zöllner der auch Mitarbeiter des MfS war. Ausserdem , wenn du zur Zollkontrolle fuhrst , wurde der Reihnfolge nach abgefertigt und da war keiner der nur auf dich wartete.
Am Geburtsort hat sich bei uns keiner hochgezogen. Entweder du warst fahndungsmäßig erfast oder nicht. Wenn nicht ,wußte keiner etwas über deine Geschichte.
Bei deiner Vergangenheit warst du sensibel auf jedes Wort und jeden Tonfall eingestellt. Da kann man schon mal fehlinterprätieren.
mfg Jan



das ist aber ganz schön hart, diese Arbeitszeit. Hattet ihr keine Gewerkschaft ? ( das letztere soll witzig gemeint sein, nicht um dich oder andere zu veräppeln )


.
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Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#4

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 17:26
von elster427 | 789 Beiträge

Wenn du Ostern Pfingsten oder Ferienanfang um 04.00 Uhr gegonnen hast und um 16.00 Uhr Feierabend haben solltest, die Autos aber noch bis zun Funkturm standen und keine Kräfte mehr zur Verfügung standen dich rauszulösen, wurde solange gearbeitet , bis das letzte Auto vom Hof war. Wenn das erst um 20 Uhr war, dann war das halt so!
Jan


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#5

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 17:34
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Ein Thema, zu dem ich hoffentlich nicht störe:

So wie die Elster es beschrieb, kann es unterschrieben werden. Auch wenn es manche nervt: Die Zöllner waren Zöllner, die mit der Uniform der GT waren MfS-Leute. Das einige bei den Zöllnern gleichwohl IM waren, ist auch kein Geheimnis. Solltest Du weiter nichts als den 213 auf dem Kerbholz gehabt haben, kann es sein, dass maximal die territoriale Diensteinheit (aus Deinem ehemaligen Wohnort) wissen wollte, wann Du wo eingereist/ausgereist bist. Daher wirst Du in dem Fall ggf. in der Kartei gelegen haben. Eine Info an diese Diensteinheit ging dann über das OLZ (Operatives Leitzentrum) der Abt. VI – fertig. Möglich wäre auch die Anordnung dieser Diensteinheit zu einer besonderen (z. B. tiefgründigen) Zollkontrolle. Der Zöllner wusste definitiv nicht, wessen Du in der DDR ehemals beschuldigt wurdest. Anhand Deines Geburtsortes konnte er sich höchstens seinen Reim drauf machen. Die Paßkontrolleure an der Linie übrigens auch. Wahrscheinlich war es auch, dass je nach Zeit, die gerade zur Verfügung stand, der Paßkontrolleur Dir noch ein Gespräch aufdrängelte, um tatsächlich eine Information aus Dir herauszuholen und diese zu Papier zu bringen. So nach dem Motto: „Im Prozess der Kontrolle und Abfertigung wurde bekannt, dass …“.

Die Laune und das Auftreten der Kontrolleure von Zoll und MfS wurden hier auch schon ausführlich beleuchtet, auch hier gilt der Hinweis von der Elster. Es gab bei 500 PK in Marienborn vom Stinkstiefel bis zum ewig Lächelnden alle Sorten von Menschen, so war auch das Auftreten. Die Situation kam dann hinzu (zeitliche Belastung, nerviger Vorgesetzter, lange nicht in der Klappe – Kantine gesessen, die Alte ewig nicht gef… usw.). Ebi (Kollege) hat mal ein Reisender gefragt, warum es auf seiner Spur langsamer geht, als auf der Nebenspur. Er sagte nur: „Weil der nebenan mehr verdient als ich.“ Manch Reisender hatte gelacht, anderer fühlte sich glatt verscheißert, wenn Du verstehst, was ich auch damit sagen will.

friedliche Grüße Andreas


elster427, Gert und hslauch haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.03.2014 17:35 | nach oben springen

#6

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 18:07
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #2
(...). Entweder du warst fahndungsmäßig erfast oder nicht. Wenn nicht ,wußte (...)
mfg Jan

Und was heisst das konkret? Wurde bei der Ausstellung des Berechtigungsscheins zum Erhalt eines Visums ein "Auftrag" zu Handen von PKE oder Zoll erstellt (z.B. Überprüfung des PkW bezüglich §105 und 106 StGB) oder wie muss ich mir das vorstellen?
Theo


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#7

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 18:34
von elster427 | 789 Beiträge

Mit dem Berechtigungsschein hat das nichts zu tun. An der Güst gab es Fahndungsmittel in denen jedes KfZ und jede Person geprüft wurde. Wer erfasst war ,bei dem gab die fahndungsersuchende Diensteinheit Maßnahmen vor , welche durch die PKE umgesetzt wurden.
mfg Jan


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#8

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 18:52
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #5
Ein Thema, zu dem ich hoffentlich nicht störe:

So wie die Elster es beschrieb, kann es unterschrieben werden. Auch wenn es manche nervt: Die Zöllner waren Zöllner, die mit der Uniform der GT waren MfS-Leute. Das einige bei den Zöllnern gleichwohl IM waren, ist auch kein Geheimnis. Solltest Du weiter nichts als den 213 auf dem Kerbholz gehabt haben, kann es sein, dass maximal die territoriale Diensteinheit (aus Deinem ehemaligen Wohnort) wissen wollte, wann Du wo eingereist/ausgereist bist. Daher wirst Du in dem Fall ggf. in der Kartei gelegen haben. Eine Info an diese Diensteinheit ging dann über das OLZ (Operatives Leitzentrum) der Abt. VI – fertig. Möglich wäre auch die Anordnung dieser Diensteinheit zu einer besonderen (z. B. tiefgründigen) Zollkontrolle. Der Zöllner wusste definitiv nicht, wessen Du in der DDR ehemals beschuldigt wurdest. Anhand Deines Geburtsortes konnte er sich höchstens seinen Reim drauf machen. Die Paßkontrolleure an der Linie übrigens auch. Wahrscheinlich war es auch, dass je nach Zeit, die gerade zur Verfügung stand, der Paßkontrolleur Dir noch ein Gespräch aufdrängelte, um tatsächlich eine Information aus Dir herauszuholen und diese zu Papier zu bringen. So nach dem Motto: „Im Prozess der Kontrolle und Abfertigung wurde bekannt, dass …“.

Die Laune und das Auftreten der Kontrolleure von Zoll und MfS wurden hier auch schon ausführlich beleuchtet, auch hier gilt der Hinweis von der Elster. Es gab bei 500 PK in Marienborn vom Stinkstiefel bis zum ewig Lächelnden alle Sorten von Menschen, so war auch das Auftreten. Die Situation kam dann hinzu (zeitliche Belastung, nerviger Vorgesetzter, lange nicht in der Klappe – Kantine gesessen, die Alte ewig nicht gef… usw.). Ebi (Kollege) hat mal ein Reisender gefragt, warum es auf seiner Spur langsamer geht, als auf der Nebenspur. Er sagte nur: „Weil der nebenan mehr verdient als ich.“ Manch Reisender hatte gelacht, anderer fühlte sich glatt verscheißert, wenn Du verstehst, was ich auch damit sagen will.

friedliche Grüße Andreas


rot mark.
.... der ist gut. Da hätte ich auch lauthals gelacht.Der Kontroller war schlagfertig.
An meinem Geburtsort hätte mich die PKE nicht der DDR zuordnen können, der liegt nämlich in Österreich


.
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#9

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 19:12
von exgakl | 7.237 Beiträge

ach du liebe Scheiße Gert....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 22:20
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #9
ach du liebe Scheiße Gert....



wie soll ich denn das verstehen, Karsten? oder so


.
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#11

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 23:07
von Pitti53 | 8.790 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #9
ach du liebe Scheiße Gert....


Ja ja , da gabs doch so einen Ösi....@Gert

Aber den haste jetzt nicht wirklich verstanden?


zuletzt bearbeitet 10.03.2014 23:20 | nach oben springen

#12

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.03.2014 23:09
von Sperrbrecher | 1.661 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #2
Ich kenne keinen Zöllner der auch Mitarbeiter des MfS war. Ausserdem , wenn du zur Zollkontrolle fuhrst , wurde der Reihnfolge nach abgefertigt und da war keiner der nur auf dich wartete.

Das würde ich doch bezweifeln, denn ich wurde zur Zollkontrolle immer auf eine Sonderspur eingewiesen.

Es kam ein anderer Zöllner, der sich intensiv mit mir beschäftigte und sich auch für meine Ausreisemodalitäten aus der DDR (legal oder illegal ?) interessierte. Die Fahrzeugkontrolle erledigte er so nebenbei, es war anscheinend für ihn nicht so vordringlich, das Gespräch war wohl wichtiger.

Erst als ich mit meiner (ausländischen) Frau in die DDR einreiste änderte sich diese Verfahrensweise und diese Gespräche fanden nicht mehr statt, man beließ es bei einer oberflächlichen Fahrzeugkontrolle.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#13

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.03.2014 07:11
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #11
Zitat von exgakl im Beitrag #9
ach du liebe Scheiße Gert....


Ja ja , da gabs doch so einen Ösi....@Gert

Aber den haste jetzt nicht wirklich verstanden?
Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass Du alle Personen, die in Österreich geboren sind, unter Gerneralverdacht stellst, oder?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#14

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.03.2014 17:15
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #10
Zitat von exgakl im Beitrag #9
ach du liebe Scheiße Gert....



wie soll ich denn das verstehen, Karsten? oder so



Mööönsch Gert.... oller Östereicher, iss ja keen Wunder, dass Du wieder zurück wolltest... ok bis Östereich hast Du es ja nicht mehr geschafft, aber immerhin, Düsseldings geht ja och... wa?

P.S. da muß man ja richtig aufpassen das "r" nicht so hart auszuschreiben


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 11.03.2014 17:16 | nach oben springen

#15

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.03.2014 17:16
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #13
Zitat von Pitti53 im Beitrag #11
Zitat von exgakl im Beitrag #9
ach du liebe Scheiße Gert....


Ja ja , da gabs doch so einen Ösi....@Gert

Aber den haste jetzt nicht wirklich verstanden?
Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass Du alle Personen, die in Österreich geboren sind, unter Gerneralverdacht stellst, oder?

cheers matloh


sicher ist sicher....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#16

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.03.2014 21:56
von LO-Wahnsinn | 3.490 Beiträge

Ich weis zwar nicht wie es an den DDR Übergängen war, aber eins weis ich aus meinem Beruf heraus.
Und das ist das ich die Aussagen der PKE hier bestätigen kann, Beamte/Bedienstete sind auch nur Menschen mit all ihren Fehlern und Launen und eins darf man nicht vergessen, sie haben Dienstanweisungen, deswegen stehn sie da und machen ihren Job, auch wenns einen als Reisender manchmal arg nervt.
Wer wirklich glaubt gefühlte Schikane gabs nur an der DDR Grenze, der war wohl noch nie mit dem Auto in den "richtigen" Ländern.
Ich fahre seit 20 Jahren mit dem Lkw international, also rein in Drittländer, rein in die EU, ich muss manchmal schmunzeln wenn DDR Reisende über die "Schikanen" berichten die ihnen zuteil wurden.
Morgen gehts z.B. nach Serbien, dass ist ob des ganzen Kontrollprozeders sehr easy, naja der Ungar ist bischen bissig aber mittlerweile kennt man sich ja sozusagen auch schon und man wird von kleinen Spielchen verschont.
Beim Serben wars von jeher easy sowohl bei der Einreise nach Serbien als auch bei der Ausreise aus Serbien egal in welche Richtung.
Und das trotz das ich Deutscher bin und es ja eigentlich heisst die Serben hätten ein Problem mit den Deutschen, geschichtlich aus dem 2.WK als auch aus der Zeit nach 1990 als dort unten Krieg war, aber nix.
Aber wehe ich reise in die EU ein, ob nach Ungarn oder nach Kroatien, wobei Kroatien da noch erträglicher ist.
Dort läuft man ein Programm ab, selbst mit leerem Lkw, obwohl man als EU Bürger, als Schengen Bürger in die EU einreist.
Reise ich z.B. in Torjanovka/Valimaa von Russland nach Finnland ein, Halte ich am finnischen Kontrollposten, gehe mit meinem Pass ins Gebäude und bin nach 1 Minuten wieder draussen und das wars.
Beim Ungarn stehe ich erstmal im Stau wegen dem Zirkus, selbst wenn mal kein Stau ist brauche ich mit einem leeren Fahrzeug ohne Zollabwicklung eine ganze Stunde für die Einreise in die EU.

Einmal mit mir mit dem Lkw auf den Pflüchtlingspfaden mit gefahren, also Strecken wo eine starke Flüchtlingsbewegung stattfinden, oder Hauptwege des Drogenschmuggels, wer dann noch meint er wurde an der DDR Grenze absichtlich schikaniert, der hat scheinbar eher ein politisches Problem als das eines Reisenden.

Das nur mal als Beipsiel für all die die meinen, an der DDR Grenze wurden sie "besonders" behandelt.
DAS mags auch gegeben haben, ich glaube schon das es auch PKE gab die sich ihren Teil dachten und entsprechend "sorgfältiger" waren, aber auch sowas ist mir schon passiert und ganz ohne 213er oder anderes.
Vor etwa 7 Jahren, Einreise von der Türkei nach Bulgarien mit leerem und ganz neuem Lkw, 6 Stunden Drogenkontrolle, Beginn mit XRay, Ende mit Einräumen ALL meiner Sachen, also wirklich alles, ich musste die ganze Hütte leer räumen, die ich im Lkw habe, was man so dabei hat wenn man 4-8 Wochen unterwegs ist.
Und der Kontrolleur, ein Kriminalbeamter der Drogenfahndung, war mir gegenüber gewiss nicht negativ eingestellt, wir haben uns dabei ganz prima und friedlich unterhalten, auch über privates. Der machte seinen Job, dafür bekommt er seine Kohle. Klar war das nervig, ich hatte halt Pech, ich war eben dran.
Als ich dann beim Bulgaren ankam, gings wieder in die XRay(Röntgenanlage), als das fertig war sollte ich wieder ausräumen, das war wohl nicht mein Tag. :-D
Als ich dem Bulgaren um Erbarmen bat, lachte er, machte nur eine grobe Sichtkontrolle und wünschte mir gute Fahrt.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#17

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.03.2014 02:26
von Eumel | 139 Beiträge

Elster hat schon alles dazu gesagt. Wenn deine Sperre gelöscht war, dann bist du raus gewesen. Sollte noch was anderes gelaufen sein, dann kann durchaus auch noch eine Übergabe an den Zoll oder eine Meldung drin gewesen sein. Allerdings ging dann die Übergabe an den normalen Zoll. War aber eine absolute Ausnahme.

Bei der Frage nach Berechtigungsschein: Da haben manche gemogelt. Es ist richtig, dass (häufig) nach Geburtsort geschaut wurde. Verdrehte Geburtsdaten war da nicht selten. Es gab auch Fälle, wo man (oder Frau) durch Heirat den Namen änderte. Manche wurden dann entdeckt und zurück geschickt. Mehr als ein "Ihre Einreise in die DDR ist nicht gestattet" gab es aber nicht.


elster427 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.03.2014 11:06
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Habe mich gestern Abend mit meiner Frau darüber unterhalten wie viele Freunde und Bekannte uns ab Mitte der 80er doch durch offizielle Ausreise durch Antrag abhanden gekommen waren.
Ich meinte das welche noch vor dem Mauerfall wieder zu Besuch gekommen wären, sie beharrte darauf (machen ja Frauen manchmal) das ein offiziell Ausgereister nicht mehr in die DDR durfte, man hätte sich nur z.B. in der CSSR heimlich treffen können.
Wisst ihr noch wie das gehandhabt wurde?


zuletzt bearbeitet 22.03.2014 11:09 | nach oben springen

#19

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.03.2014 11:28
von Sperrbrecher | 1.661 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #18

Wisst ihr noch wie das gehandhabt wurde?


Ich glaube nicht, dass es da eine allgemein gültige Regelung gab.
Das wurde wohl eher von Fall zu Fall unterschiedlich gehandhabt.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#20

RE: Besuche in der DDR als amnestierter 213er

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2014 19:03
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #19
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #18

Wisst ihr noch wie das gehandhabt wurde?


Ich glaube nicht, dass es da eine allgemein gültige Regelung gab.
Das wurde wohl eher von Fall zu Fall unterschiedlich gehandhabt.


Sie wurden ja offiziell aus der DDR-Staatsbürgerschaft entlassen, war ja keine Straftat und ich dachte sie durften daher zu Besuch kommen.
Haben sich aber damals wirklich viele in der Tschechei getroffen, steht dem wieder etwas entgegen, weiß keiner was genaues?


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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