#1

Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 07:18
von Angelo | 12.397 Beiträge

Auch DDR Bürger brauchten mal Urlaub,deshalb jetzt meine Frage.In welche Länder konnten DDR Bürger ohne viel Aufwand reisen? Also ich meine damit einfach Koffer packen ins Auto und los fahren. Ging das überhaupt? Oder mußte man auch bei Reisen in andere Sozialistische Länder erst einen Urlaubsantrag stellen? Wie lange durfte man überhaupt die DDR verlassen? Konnte man auch Fliegen? Wie waren die Kontrollen an den Flughäfen? Gab es auch Maschinen die in den Westen abgehoben sind? Reisbüros wo man seine Reise buchen konnte? Ich weiß wieder viele viele Fragen aber würde mich wirklich mal über Aufklärung freuen.


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#2

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 10:04
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Hallo Angelo,

da ich zur damaligen Zeit noch im entsprechenden Altersbereich war, war mein erster Anlaufpunkt Jugendtourist. Ich selbst bin 1986 nach Rumänien geflogen. Die Kontrollen am Flughafen waren in etwa so, wie heute. Allerdings wollten die Kollegen der TAROM (rumänische Fluglinie) unbedingt nochmal jeden nachkontrollieren, was für uns bedeutete, 2 Stunden in der brütenden Hitze auf dem Flugfeld zu stehen, bis jeder einzelne nochmal durchgescannt war. Reisen in die Nachbarländer CSSR und Polen waren unkompliziert mit Personalausweis möglich. Man musste nur vorher Geld umtauschen (CSSR max. 40 Mark = 120 Kronen pro Tag/Person). Bei anderen Staaten ging das nur über staatliche Reisebüros oder über Visum, aber da habe ich selbst keine Erfahrung damit gemacht. Prinzipiell war das sozialistische Ausland eigentlich kein Problem. Ins NSW (Nichtsozialistische Wirtschaftssystem) konnte man auch reisen. In meinem Familien- und Bekanntenkreis gab es zu DDR-Zeiten u.a. auch Reisen nach Malta und Ägypten (Angebot über Jugendtourist).

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#3

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 10:09
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Für Westler: unvorstellbare Prozeduren, die man teilweise als DDR-Bürger absolvieren mußte!

Der visafreie Reiseverkehr war in den 80gern nur noch in die CSSR möglich. Selbst mit Polen wurde nach den Solidarnosc-Protesten der visafreie Reiseverkehr ausgesetzt. Ansonsten mußtest Du "wie als minderjährige Göre bei Papi und Mami" den Staat per Antrag frühzeitig um Erlaubnis fragen. Zum Beispiel konnte es gut sein, daß Dein 2 Monate laufender Antrag auf ein Ausreise-Visum nach Ungarn abgelehnt wurde. Natürlich ohne Angabe von Gründen, versteht sich! Man ist ja bürgerfreundlich zu seinen "Persönlichkeiten der entwickelten, sozialistischen Gesellschaft"...

"Wenn Papa NEIN sagt, heißt es NEIN! Basta!"

Bleiben wir bei Ungarn:
Gründe für eine Ablehnung konnten vermutete Unzuverlässigkeiten in der Einschätzung Deiner Person sein. Dazu kam aber auch das Problem des Geldumtauschs. Ungarn hatte einfach keine Lust, die ollen DDR-Mark gegen wertvollere Forint einzutauschen. Denn in Ungarn konnte man für sein Geld auch etwas bekommen! Westkosmetika gab es in jeder Budapester Drogerie. Andere Waren westlicher Produktion auch. Coca Cola und österreichisches "Gösser"-Pils in den Restaurants, usw.... Öfters auch mal Westreklame an den Gebäuden oder Strassenbahnen in Budapest. Ab 1986 eine Mc-Donalds-Filiale im Zentrum. Nicht ganz der Westen: aber ein bißchen...:"Budapest, das Paris des Ostens"!

Da hieß es für den findigen DDR-Bürger: DM mitnehmen!! Denn das erlaubte Tages-Kontingent, was DDR-Bürger tauschen durften, war auf 40 DDR-Mark pro Tag begrenzt. Dafür bekam man 200 Forint. "Zu wenig zum Leben. Zu viel, um zu sterben" kann ich da nur sagen!
Im Gegensatz zum frechen DDR-Schwindelkurs (DDR-Mark/D-Mark West 1:1!) bekam man als Westdeutscher in Ungarn etwa das 3 1/2-fache für seine harte D-Mark. Natürliche ohne Tausch-Beschränkungszwang von "nur 40 Mark pro Tag".

Natürlich wußten auch die Devisenjäger der DDR an den Grenzen von der Notlage der eigenen Bürger. Wenn sich Westdeutsche über die Kontrollen der DDR-Zöllner beschwerten: ostdeutsche Reisende nach Ungarn hatten da teilweise ganz andere Prozeduren zu ertragen.
Ist ja auch klar: wenn man angesichts einer nahenden "Notlage" bereit ist, seine kostbaren D-Mark an jeder Stelle zu verstecken, sind die DDR-Devisenjäger angehalten, stichpunktartig auch alle Stellen akribisch zu kontrollieren!

Außerdem konnte man als DDR-Bürger versuchen, noch eine weitere "Ungarn-Zollerklärung" zu ergattern. Denn die ungarischen Banken tauschten den (lächerlichen) Tagessatz von 40-DDR-Mark/200 Forint pro Tag unter Vorlage (und Entwertung) der DDR-Zollerklärung. Hatte man eine 2.Zollerklärung, konnte man auch den doppelten Tagessatz tauschen.... Auch da passte der DDR-Zoll am Flughafen oder an den Übergängen höllisch auf...

Für Westler: unvorstellbare Zustände!


erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.07.2009 10:18 | nach oben springen

#4

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 10:39
von Frank (gelöscht)
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@ Rainman:
Da ich unmittelbar an der Grenze zu Tschechien (CSSR) wohne weis ich das mit dem Tagsesuntauschsatz besser ;-).
Der Umtauschsatz pro Tag und Person war bis zuletzt 20 Mark in 60 Kronen. Das lief folgendermaße ab:
Man ging auf die sg. Notenbank der DDR, sagte dort zB. "1 Tag CSSR bitte", legte 20 Mark auf den Tisch und bekam 60 Kronen und einen Umtauschstempel in den Ausweis. An der Grenze bekam man dann einen Ausreisestempel in den Personalausweis gedrückt, der belegte, wann man die DDR verlassen hatte und der bei der Wiedereinreise kontrolliert wurde wie lange man denn weg war. Zu Jedem Geldumtausch mit Stempel gehörte dann auch der Ausreisestempel. So konnte auch kontrolliert werden, dass man vorher beim Umtausch nicht geschummelt hatte und für Beispielsweise 5 Tage Geld umgetauscht hatte, obwohl man nur einen Tag reiste.
Sinn des Ganzen war: Es war genau festgelegt wieviel Geld Du im Ausland in wieviel Tagen auszugeben hast. Es wurde bei der Wiedereinreise durchaus kontrolliert was man an Bargeld mit sich führte, so sollten Tricks unterbunden werden "Kronen zu sammeln", d.h. Umgetauschtes Geld im Ausland nicht auszugeben, mehrmals 1-Tages Sätze umzutauschen, nur wegen des Ausreisestempels kurz über die Grenze zu fahren und wieder umzukehren, um beim 10. Mal genug Geld für eine größere Anschaffung (beliebt waren Kaffeemaschine, Ölradiator, verchromte Wasserhähne usw)zu haben.
Man hatte als Reisender also immer nur ein ganz klar definiertes (knappes) Budget zur Verfügung. Bei längeren Uraubsreisen konnte man noch Benzingutscheine beantragen und erwerben, die man dann an den Tankstellen verwendete.
Wenn man zB nach Ungarn fuhr (nur mit Visum)und die CSSR nur als Transitland benutzte, bekam man von der DDR eine genau definierte Menge Benzingutscheine zugesprochen und einen Tagessatz Tschechische Kronen um sich zB etwas zu essen kaufen zu können. In Ungarn selbst hatte man dann wieder die nach Tagssätzen definierte Menge ungarische Forint und Benzingutscheine, je nach dem Wie lange man blieb.
Als DDR Bürger war man natürlich in den Nachbarländern dafür bekannt dass man im Prinzip knapp mit der Kohle war und so kam es vor, dass man speziell in Ungarn zB. im Restaurant gefragt wurde "Deutsch oder DDR?" und so wurde man dann auch behandelt.
Im Prinzip hörte die DDR-Reisfreiheit schon dabei auf und nicht erst wenn es Richtung Westen gehn sollte. ( Das war eh so gut wie unmöglich)


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#5

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 10:52
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran
Für Westler: unvorstellbare Prozeduren, die man teilweise als DDR-Bürger absolvieren mußte!

Der visafreie Reiseverkehr war in den 80gern nur noch in die CSSR möglich. Selbst mit Polen wurde nach den Solidarnosc-Protesten der visafreie Reiseverkehr ausgesetzt. Ansonsten mußtest Du "wie als minderjährige Göre bei Papi und Mami" den Staat per Antrag frühzeitig um Erlaubnis fragen. Zum Beispiel konnte es gut sein, daß Dein 2 Monate laufender Antrag auf ein Ausreise-Visum nach Ungarn abgelehnt wurde. Natürlich ohne Angabe von Gründen, versteht sich! Man ist ja bürgerfreundlich zu seinen "Persönlichkeiten der entwickelten, sozialistischen Gesellschaft"...

"Wenn Papa NEIN sagt, heißt es NEIN! Basta!"

Bleiben wir bei Ungarn:
Gründe für eine Ablehnung konnten vermutete Unzuverlässigkeiten in der Einschätzung Deiner Person sein. Dazu kam aber auch das Problem des Geldumtauschs. Ungarn hatte einfach keine Lust, die ollen DDR-Mark gegen wertvollere Forint einzutauschen. Denn in Ungarn konnte man für sein Geld auch etwas bekommen! Westkosmetika gab es in jeder Budapester Drogerie. Andere Waren westlicher Produktion auch. Coca Cola und österreichisches "Gösser"-Pils in den Restaurants, usw.... Öfters auch mal Westreklame an den Gebäuden oder Strassenbahnen in Budapest. Ab 1986 eine Mc-Donalds-Filiale im Zentrum. Nicht ganz der Westen: aber ein bißchen...:"Budapest, das Paris des Ostens"!

Da hieß es für den findigen DDR-Bürger: DM mitnehmen!! Denn das erlaubte Tages-Kontingent, was DDR-Bürger tauschen durften, war auf 40 DDR-Mark pro Tag begrenzt. Dafür bekam man 200 Forint. "Zu wenig zum Leben. Zu viel, um zu sterben" kann ich da nur sagen!
Im Gegensatz zum frechen DDR-Schwindelkurs (DDR-Mark/D-Mark West 1:1!) bekam man als Westdeutscher in Ungarn etwa das 3 1/2-fache für seine harte D-Mark. Natürliche ohne Tausch-Beschränkungszwang von "nur 40 Mark pro Tag".

Natürlich wußten auch die Devisenjäger der DDR an den Grenzen von der Notlage der eigenen Bürger. Wenn sich Westdeutsche über die Kontrollen der DDR-Zöllner beschwerten: ostdeutsche Reisende nach Ungarn hatten da teilweise ganz andere Prozeduren zu ertragen.
Ist ja auch klar: wenn man angesichts einer nahenden "Notlage" bereit ist, seine kostbaren D-Mark an jeder Stelle zu verstecken, sind die DDR-Devisenjäger angehalten, stichpunktartig auch alle Stellen akribisch zu kontrollieren!

Außerdem konnte man als DDR-Bürger versuchen, noch eine weitere "Ungarn-Zollerklärung" zu ergattern. Denn die ungarischen Banken tauschten den (lächerlichen) Tagessatz von 40-DDR-Mark/200 Forint pro Tag unter Vorlage (und Entwertung) der DDR-Zollerklärung. Hatte man eine 2.Zollerklärung, konnte man auch den doppelten Tagessatz tauschen.... Auch da passte der DDR-Zoll am Flughafen oder an den Übergängen höllisch auf...

Für Westler: unvorstellbare Zustände!



Dann war ich ganz und gar nicht findig.
Ich hatte weder Westgeld noch Forumschecks.
Ich konnte noch nicht einmal einen entfernten Verwante im Westen aufweisen.
War schon ne arme S.. wenn ich mir das heute so überlege.
Zum Glück kam die Wende.
Jetzt kenne ich viele aus dem Westen.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#6

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 10:57
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Der Oss`n ist immer in die CSSR gefahren.
Nach Prag, das war auch ok, oder zum Zelten nach Doksy.
Vielleicht kennt es ja jemand.
Da konnte man damals noch im Hochwald riesige Lagerfeuer machen und toll am See baden gehen.
Und für die paar Kronen hat es dann auch noch für ne Büchse Ölsardienen gelangt.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
zuletzt bearbeitet 29.07.2009 11:01 | nach oben springen

#7

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 11:12
von FSK-Veteran (gelöscht)
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@Oss´n:
Und dann darfst Du nicht vergessen, daß Du als DDR-Bürger in Ungarn ja noch eine Unterkunft brauchtest.
Mit Deinen 200 Ft. pro Tag...

Keine Westkontakte?
Na, Du konntest ja versuchen, irgendwo Westler anzuquatschen. Als Westler war das in Ostberlin nichts ungewöhnliches. Tauschkurse 1:4 waren freundschaftlich. 1:5 waren normal. 1:6 oder 1:7 hat es gegeben....
Warst Du Handwerker? "Blaue Fliesen" (DM) haben Dinge möglich gemacht, die ansonsten in der DDR kaum zu realisieren waren....

Apropos Ostberlin. Irgendwann bin ich am "Haus des Reisens" vorbei. Da war tatsächlich eine Reise ausgeschrieben nach Bulgarien. Vielleicht, weil es um die Nebensaison ging....
12 Tage Flug und Hotel: 2300 und nochwas DDR-Mark! PRO PERSON!! Ca. 4700 DDR-Mark für 2 Personen! Eine Frechheit. 600-800 haben die Leute verdient....

In Bulgarien sind sie dann auf die NECKERMANN-Touristen aus der Bundesrepublik getroffen. Das waren oft die, die sich Spanien und Griechenland nicht leisten konnten: wer wollte denn ansonsten in den Ostblock? Im Westen hat man manchmal gewitzelt: "...die Arbeitlosen fliegen nach Bulgarien..."

In Antwort auf:
DDR-Bürger in der Minderheit am "Goldstrand"
Wir flogen ja damals von Berlin-Schönefeld ab. Und da wurden wir in Berlin in Gruppen zusammengestellt. Die Leute kamen ja aus allen Richtungen. Dreißig, vierzig Personen umfasste eine Reisegruppe. Wir hatten Verpflegungskupons und 32 Lewa Taschengeld pro Person. Damit konnte man natürlich keine großen Sprünge machen. Aber es waren hier viele Westdeutsche, wir haben viele Beziehungen geknüpft und haben dadurch ziemlich viel gutgemacht - wir wurden eingeladen und bekamen dies und jenes geschenkt.

Wir aus der DDR waren immer die Minderheit am "Goldstrand". Die meisten Urlauber kamen aus Westeuropa – Holländer, Schweden, Engländer und natürlich Westdeutsche. War ja auch spottbillig für sie: "Neckermann" warf die Bulgarienreisen für 400 Westmark auf den Markt – wir mussten 2.500 "Ost" dafür bezahlen.



Quelle:
http://www.mdr.de/damals/6461484.html

390 DM pro Person für 14 Tage Albena. Und die Bulgaren sind um die kapitalistischen DM-Touristen freundlichst herungeschwänzelt, während die DDR-Klassenbrüder für ihre 2300 DDR-Mark behandelt wurden, wie der letzte Dreck...


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 11:41 | nach oben springen

#8

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 12:51
von Ernest | 210 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran


390 DM pro Person für 14 Tage Albena. Und die Bulgaren sind um die kapitalistischen DM-Touristen freundlichst herungeschwänzelt, während die DDR-Klassenbrüder für ihre 2300 DDR-Mark behandelt wurden, wie der letzte Dreck...

======================================================0

so ähnlich hatte ich es 1974 in Mamaia (Rumänien ) erlebt.
Über Jugendtourist, gleich nach meiner Armeezeit, bin ich mit meinem Arbeitskollegen dort hingeflogen.
Wir haben zwar nur etwa 760 DDR-Mark bezahlt, aber trotzdem.
Tauschen durften wir ja nur einen minimalen Satz. Groß auf die "Tassen hauen" konnte man damit nicht.
An jeder Ecke kam die Frage: """"" DU deutsch, du tauschen wollen ??? """"". Beim ersten Mal hatte ich mich riesig gefreut, konnte ich doch mein Taschengeld aufbessern und habe lächelnd ""Jaaaaaaaaaaaaaaaa" gesagt. Als ich dann mein Ostgeld hervorkramte, konnte der sich vor Lachen gar nicht mehr einkriegen und hat mich einfach stehen lassen.
Beim zweiten Mal fragte ein anderer gleich """"" demokratique oder federal?????"""""" . Hmmmmmm....als ich dann sagte, DDR, da fiel ihm abfällig die Kinnlade nach unten und mit einer abweisenden Handbewegung verschwand er.
Schon war mir klar, dein Geld wollen sie nicht.
Kurz vor der Abreise sprach mich noch einer in unserer Anlage an und fragte: """sie DDR ???""". Der wollte DDR-Geld tauschen. Erst kam mir das spanisch vor, unser Geld will doch keiner. Nur umständlich erklärte er uns, sie wollen im Herbst nach Leipzig zur Messe und dürfen da auch nur begrenzt Geld tauschen. Das war zwar kurz vor unserer Abreise, aber getauscht hatte ich trotzdem. So konnte ich wenigstens noch einige Andenken kaufen.

Ansonsten wurden wir zwar nicht direkt wie Dreck behandelt, aber das man zur 2. Klasse gehörte, merkte man ständig.

Wir waren da anfangs immer in einer Disco.........anfangs ging es, nur dann mit einen Mal...........Eintritt nur gegen DM.
Wenn auch nicht viel, für uns jedoch blieben in dem Moment die Türen geschlossen.
Naja, aber ansonsten war es trotzdem schön. Das Essen war zwar mies, nur zu der Zeit hat man so etwas weggesteckt.

Das war eigentlich zu DDR-Zeiten meine einzigste Flugreise.
Später, schon verheiratet mit Tochter,sind wir sehr oft ins Riesengebirge gefahren....Pec, Rokytnice und so.
War eigentlich auch schön. Man war mal raus, hatte eine schöne Gegend und sah mal andere Leute.
Man mußte eben das Beste daraus machen.

So richtig "Reisen" konnte man erst nach der Wende.
Wenn ich bedenke, was mein Enkelsohn mit seinen 9 Jahren schon gesehen hat..........darauf mußte ich 40 Jahre warten.
Als er 4 war, nahemn wir ihn das erste mal mit, nach Ägypten. Fliegen wollte er nicht, mit dem Bus wäre es ok. Also sagte ich zu ihm..........wir fahren mit dem Bus.
Am Flughafen wollte er schon in den ersten besten Bus einsteigen. Ich sagte ""nein, ins Gebäude müssen wir erst""".
Als wir dann durch den Schlauch zum Flieger gingen, sah er unten einen Bus stehen und sagte.........""" ohhhh Opa, unser Bus wartet schon.""" Plötzlich stand er vor dem Einstig in den Flieger. Da kam nur eine kurze Drehung nach hinten und der Ausruf """"""""""" Ich fliege nicht"""". Ich dachte, pohhhhhhh, jetzt geht das Theater los. Nur die Stewardess hatte sanft auf ihn eingeredet und als ich ihm versprach, der Flieger rollt nur nach Ägypten, na und wenn, dann hebt er nur ein klitzekleines Stückchen ab, war er zufrieden. Kaum im Flieger, schlief er auch schon. Beim Aussteigen sah er dann das riesige Flugzeug, war voll begeistert und Fliegen war mit einem mal seine Welt.
Das nur mal am Rande.
Mittlerweile waren wir 8mal mit ihm weg.

Aber ansonsten...Reisen zu DDR-Zeiten und heute........kein Vergleich.

So, muß mich sputen.........Spätschicht.

Gruß
Herbert


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#9

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 13:17
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Also: wir haben Leute aus der DDR in Ungarn getroffen. Ins Cafe, dort zufällig getroffen und sie mit höflicher Nachfrage auf´n Bier oder auf ne Cola eingeladen. Die standen in Budapest buchstäblich auf der Strasse mit ihren 200 Ft. Das war ein Satz, der darauf angelegt war, die eigenen Bürger wie Penner unter der Brücke schlafen zu lassen. War den DDR-deutschen Touristen aber auch egal: die wollten nur ein bißchen "Freiheit" und "weite Welt" schnuppern. Eben einen Kontrast zu ihrer häßlichen, kleinen DDR. An der Donaupromenade gab es eine IBUSZ-Privatzimmervermittlung. Himmel und Menschen. Aus der DDR natürlich... Da gab es Privatzimmer 1. und 2.Klasse. Die Zimmer 1.Klasse haben uns Westler lächerliche 20 DM pro Nacht gekostet. Die DDR-Deutschen bibberten, ein freiwerdendes Zimmer 2.Klasse für Forint zu bekommen. Ich glaube, für ein Zimmer ging fasst der gesamte Forint-Tagessatz drauf... Hatte man halt nichts zu fressen! Auch gut, Hauptsache in Budapest und des Nachts einmal über die westlich beleuchtete Donaupromenade....


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 13:21 | nach oben springen

#10

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 13:24
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
390 DM pro Person für 14 Tage Albena. Und die Bulgaren sind um die kapitalistischen DM-Touristen freundlichst herungeschwänzelt, während die DDR-Klassenbrüder für ihre 2300 DDR-Mark behandelt wurden, wie der letzte Dreck...


Stimmt. Ist zwar schon ewig lange her aber da kann ich mich noch gut entsinnen. Habe öfter mal Leute mit in den Intershop genommen weil sie für ihr Geld nichts kaufen konnten. Schon irgendwie depremierend. Was mir in guter Erinnerung geblieben ist waren die Unterkünfte für die Leute aus der UDSSR (siehe Bild). Ich hätte sowas nie für möglich gehalten wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.

Angefügte Bilder:
Bulgarien3001.jpg


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 13:26 | nach oben springen

#11

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 13:26
von FSK-Veteran (gelöscht)
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BOOOAAAH!

Starker Tobak....


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 13:28 | nach oben springen

#12

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 13:33
von Musiker12 | 822 Beiträge

Wirklich die absolute Katastrophe. Die Hotels waren zwar auch nicht das was man sich so vorstellt aber diese Buden. Ich dachte das wären Strandhütten oder so bis ich dahinter gekommen bin, dass es die "Hotels" für die Russen sind.

Unser Hotel sah so aus

Angefügte Bilder:
Bulgarien18001.jpg


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#13

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 13:38
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Unglaublich

Ich habe eben am PC wirklich einen Lachanfall bekommen!

Und das hat bittesehr nichts mit Überheblichkeit zu tun! Sondern mit einer Qualität des Tragischen, die so bohrend ist, daß man schon wieder lachen muß, um sich innerlich zu befreien...

Dazu meine Erlebnisse mit den DDR-Urlaubern in der ungarischen VR in Budapest...
Absolut kafkaesk, das alles!


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 13:41 | nach oben springen

#14

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 13:54
von Musiker12 | 822 Beiträge

Ich habe gerade mach nachgedacht. Das müsste 1980 oder 81 gewesen sein. Ist schon unglaublich sowas. Sind nicht lange dort geblieben. Von da aus ging es auf einen Russendampfer. Das war dann Luxus pur. Alles nur gegen Dollar. War schon beeindruckend.

Angefügte Bilder:
Bulgarien15001.jpg


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#15

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 14:24
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Na es wäre doch gelacht, wenn ich da nicht noch "einen drauf" setzen könnte!

Ich kannte H.und W.
2 Wirtsleute, "Gaststättenleiter" einer "Tanzgaststätte" der "HO Gastätten Berlin-P."

Die hatten natürlich Geld wie Heu. Wenn z.B. ne Weinflasche bestellt wurde, wurde sie hinten geöffnet und ein "Korken-Schwapps" abgegossen. Der landete jedoch in einem riesigen Weckglas. Mit Sieb einem großen Trichter. Im Osten wurde ja fleissig gesoffen. Im Nu war das Weckglas voll. Eine leere Flasche des teuersten österreichischen Weins wurde genommen. Und die Pulle davon neu abgefüllt und neu verkauft. Oder Meßbecher schräg gehalten. Oder ein "Toast Hawaii": laut Karte mit Ananas. Ab 22 Uhr, wenn die Meuten schon besoffen waren, wurde aber Kürbis serviert. Oder, oder, oder....Hat sich nie jemand beschwert! Kein Wunder: alle wollten ja das nächste mal wieder eingelassen werden, herausgelesen aus der stets riesigen Warteschlange vergnügungssüchtiger DDR-Bürger vor der Tür.....

Kurz und gut: man hatte also genug DDR-Geld. So konnte mir die Wirtin folgendes erzählen:

Kreuzfahrt auf dem schwarzen Meer. Das schiff: voll. U.a. mit DDR-Bürgern. Und mit Westdeutschen.
Die DDRler bekamen rote Bordkarten. Die Westler blaue. Über Unterschiede bei der Verpflegung weiß jeder DDR-Reisende in diesen Gegenden immer wieder zu berichten. Aber die Krönung der Ungleichbehandlung offenbarte sich in sengender Hitze an Bord des Schiffes! Die Ostler standen in "ihrer" Etage oben an der Reeling.
Und durften den Westlern zugucken, wie die "eins tiefer" im kühlen Schiffs-Swimmingpool planschten und sich erholten.

W. erzählte mir damals in Ostberlin: "Wir waren sauer. Haben gekocht vor Wut"...

Wahrscheinlich nicht nur vor Wut: sondern auch wegen der großen Hitze...


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 14:51 | nach oben springen

#16

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 14:58
von Musiker12 | 822 Beiträge

Bürger aus der DDR auf dem Schiff? Das weiß ich garnicht. Ging ja kreuz und quer über das schwarze Meer, unter Anderem auch nach Istanbul wo keiner mehr was kontrolliert hat. Den Türken war es glaube ich egal wo einer her kam. War zwar zu der Zeit noch Militärregierung (alle bewaffnet bis auf die Knochen) aber sonst hat man davon nichts gemerkt.

Kneipe in Berlin P. Welche war das denn? Ich bin immer in die Partythek nach Pankow. War so weit ich weiß in privater Hand und getränkemäßig bestens sortiert. Whisky, Weinbrand, alles aus dem Westen. Bier bekam man dort nicht. Sekt floß da meist in strömen, ich glaube 1850 hieß der. Mein Gott das ist alles so lange her. Man vergißt ja auch so viel. Nur das Club Cola schmeckte nicht so besonders mit dem Whisky. Irgenwann kannte man dann den Türsteher und man konnte an der Schlange vorbei. Ausrede war: der hat reserviert. Habe immer versucht noch jemanden mit rein zunehmen weil mir die wartenden leid taten.

Was ich völlig vergessen habe, konnte ich eingentlich meine Westkohle drüben lassen? Ich konnte zwar mit rein nehmen was ich wollte (musste halt nur angegeben werden) aber haben die das konrolliert wenn ich wieder raus bin??? Ich glaube nicht aber ich weiß es nicht mehr. DDR - Mark durfe nicht ausgeführt werden. Gegen den Umtauschschein konnte man das auf der Staatsbank der DDR deponieren. Da müßte noch jede Menge von mir liegen . Wo ist das eigentlich abgeblieben. War ja immerhin mein Geld.



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#17

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 15:02
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Na, nach Instanbul ist das Ding bestimmt nicht geschippert! Ob ne Rundfahrt oder nur osteurop. Anlaufhäfen: keine Ahnung...

Die "Partythek" war es nicht. Da gab es übrigens noch was anderes privates: "Yucca" hieß das Ding, glaube ich.

DM konntest Du mitnehmen. Wenn Du in der Zollerklärung "70" eingetragen hast. Und "40" getauscht hast, konntest Du halt die "7" in eine "3" verbessern. Bei Nachfragen hast Du dann gesagt "...hab´mich bei der Einreise verschrieben...".

Und nu? Was sollten die dazu groß sagen?


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 15:09 | nach oben springen

#18

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 15:09
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Na, nach Instanbul ist das Ding bestimmt nicht geschippert!


Dann gabs da doch unterschiede. Wußte ich auch nicht. Ich könnte mich jetzt auch nicht erinnern, dass da Bürger der DDR an Bord waren. Aber wie gesagt, alles ewig lange her und bei meiner Alzheimer..... Man vergißt zu viel.



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#19

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 15:16
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
DM konntest Du mitnehmen. Wenn Du in der Zollerklärung "70" eingetragen hast. Und "40" getauscht hast, konntest Du halt die "7" in eine "3" verbessern. Bei Nachfragen hast Du dann gesagt "...hab´mich bei der Einreise verschrieben...".


Tauschen mussen wir ja die 25 Mark. Oder waren es 20? Das war das Eintrittsgeld wie ich immer gesagt habe. Aber man hat ja Westgeld dabei gehabt (einmal hatte ich 86 Mille in der Tasche. Der Grenzer hat bisschen blöd geschaut aber sonst nichts gesagt. Auf meine Frage ob das ein Problem ist wurde das verneint) nur weiß ich halt nicht mehr ob die bei der Ausreise kontrolliert haben was ich drüben gelassen habe.

Naja, gehört ja nicht so zum Thema hier.



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#20

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 29.07.2009 15:40
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zum Thema!

Hier ein paar DDR-Postkartengrüße:

In Antwort auf:
Postkarte vom 16.6.1969


Liebe Frau Schumann!

Vom schwarzen Meer die allerherzlichsten Grüße. Es ist sehr schön. Schönes sonniges Wetter und eine herrliche Brandung. Baden täglich. Hier sehr viele West-Deutsche mit kleinen Kindern. Auch sehr viele Russen. Gestern ein junger Mann aus der DDR ertrunken.
Wir hoffen, es geht Ihnen gut. Am 27sten Freitags wollte ich vormittags vorbeikommen u. sehr bitten, mir das türkis. Kleid (für die zweite Fahrt möchte ich es gerne kürzer haben) zu kürzen.
Alles, alles Liebe und Gute von meinem Mann...



In Antwort auf:
Postkarte vom 8.8.1978

Liebe Eltern!
Sind wieder in Losenez gelandet, jetzt mehr als doppelt so teuer (1,35 pro Pers., 1,20 Auto + 1,20 Zelt) u. übervoll. Das Kreuz vorn auf d. Karte ist "Korall", Euer damaliger Zeltplatz, Preis etwa 1,60 Lewa. Sonst alles beim alten, Wasser, Luft u. Sonne herrlich, FKK existiert auch noch. Waren fast eine Woche in Rumänien, wir wollten nicht weiterfahren, weil es so schön war. Haben sehr nette Bekanntschaften gemacht, Siebenbürgen aus Hermannstadt. Fahren auf d. Rückweg hin u. bleiben eine Weile. Viele Grüße!
Karola u. Thomas




In Antwort auf:
Postkarte vom 10.8.1975

Viele Urlaubsgrüße vom Schwarzen Meer senden Tanja u. Familie. Man kann es mit Worten kaum beschreiben, wie schön es hier ist. 35-40 Grad im Schatten, wir sind nur im Wasser. 10 Pfund Pfirsiche kosten genauso viel wie 2 Fl. Berliner (Bier, Anm. d. Red.).
Also leben wir fast nur von Obst.
Rund um uns zelten nur Ausländer.



In Antwort auf:
Postkarte vom 2.6.1986

Schwarzes Meer
Liebe Mutti, wir hatten eine Reise voller schöner Eindrücke bei bestem Wetter. Ich muss jetzt gedanklich erstmal sortieren. Rumänien ist ein wunderschönes Land mit schwer arbeitender Landbevölkerung.
Keine Technik. Alles war mit der Harke bei glühender Hitze auf den Feldern.
In Ungarn und Bulgarien nicht. Liebe Grüße L + H




In Antwort auf:
Postkarte vom 17.8.1987

Lieber Manfred!
Direkt vom Strand in Slantchew Briag schreiben wir Dir nun unsere Flitterwochengrüße. Wir sind hier in Pomorie gut gelandet, das Quartier ist auch gut. Wir haben nur wenig zu klagen.
Wie eben DDR-Touristen behandelt werden.

Bis bald, es grüßen Dich ganz herzlich
Birgit und Stephan



Quelle:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,463906-2,00.html


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 15:59 | nach oben springen


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