#101

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 10:01
von wosch (gelöscht)
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[quote="Pitti53"]dann kennste ja auch in schwerin das petermännchen? geht hier immer noch um[/qu

Persönlich begegnet ist dieser Schloßgeist mir noch nie, zu DDR-Zeiten sollte man ihn angeblich in Bützow gesehen haben, vielleicht weiß Felix ja Genaueres hierüber?[ Die Fähre über den Pfaffenteich hatte mal seinen Namen, mit der sind wir oft gefahren wenn wir vom Bahnhof kamen.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#102

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 10:05
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

die fähre gibt es immer noch und hat noch ihren alten namen.nur die preise sind gestiegen


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#103

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 10:29
von Rüganer (gelöscht)
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Komisch, ich hatte immer meinen Ostseeplatz sicher, jedes Jahr und zu jeder Jahreszeit...
Nur musste ich dafür bei Mutter'n zu Haus das Dach reparieren, die Wasserleitung legen, Bodenkammer ausbauen und all solch Zeug, während meine Frau und die Kinder am Strand lagen.
Ich denke mit Grauen an die Verpflegung, lange Schlangen am Imbiss auf dem Parkplatz an der Straße nach Thiessow,
Schlangen an der Gaststätte in Gager, Gedränge beim Verkauf von Getränken im Dorfkonsum. Wer Platt sprach, hatte schon mal immense Vorteile und wer noch die Verkäuferin kannte, der konnte vom Lieferanteneingang sein "Hafenbräu" wegtragen, in Tüten getarnt...
Der Hühnerstall und die Garage wurden selbst bezogen, ( auf Mönchgut war das wohl so, selbst in Binz kenne ich welche ) um den Gästen das wohnzimmer zu vermieten. Stammgäste, die sich mit Kupplungsscheiben für den Wartburg und anderen begehrten Dingen das Wohlwollen der Quartierseltern sicherten. Ich ging vor der Wende auch wieder nach Rügen zurück, wollte 6 "Sachsenzimmer" bauen und mir so ein Einkommen sichern, nun - der Plan schlug fehl, heute ist die Nachfrage nicht mehr so, dass es sich lohnt.
Auslandsurlaub - meine Frau und ich haben unsere Flitterwochen in Albena verbracht, ein Erlebnis, wir hatten auch eine 2. Zollerklärung dabei und konnten somit noch einmal Geld tauschen. Interessant war die Frage des Kellners in Rumänien, wohin wir einen Tagesausflug unternahmen - Neckermann oder Honneckermann?
Später erzählten Kollegen von ihren Fahrten nach Bulgarien und Rumänien, einer baute sich sogar einen Zusatztank in seinen Polski Fiat ein, damit er unterwegs nicht Geld für Benzin ausgeben musste. Er war eine rollende Bombe, hatte 150 Liter Sprit unter der Rückbank dabei, muss aber wohl durch alle Kontrollen gekommen sein.
Ich denke, dieses Befriedigen der Reiselust, dass man dies nur bedingt konnte, war ein großes Manko.
Als ich 1991 in London dann auf dem Trafalgar Square stand, diesem Platz der in meinem ersten Englisch - Lehrbuch beschrieben war, da hab ich mich immmer wieder gefragt, warum durftest du dies nicht schon früher erleben...
Zum Glück können meine Frau und ich es uns heute leisten, dahin zu fahren wohin wir fahren möchten, dafür habe ich aber auch die Verantwortung für eine Firma an der Backe und mitunter den Angstschweiß wegen ausbleibender Zahlungen auf der Stirn.


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#104

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 11:03
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rüganer
Komisch, ich hatte immer meinen Ostseeplatz sicher, jedes Jahr und zu jeder Jahreszeit...
Nur musste ich dafür bei Mutter'n zu Haus das Dach reparieren, die Wasserleitung legen, Bodenkammer ausbauen und all solch Zeug, während meine Frau und die Kinder am Strand lagen.
Ich denke mit Grauen an die Verpflegung, lange Schlangen am Imbiss auf dem Parkplatz an der Straße nach Thiessow,
Schlangen an der Gaststätte in Gager, Gedränge beim Verkauf von Getränken im Dorfkonsum. Wer Platt sprach, hatte schon mal immense Vorteile und wer noch die Verkäuferin kannte, der konnte vom Lieferanteneingang sein "Hafenbräu" wegtragen, in Tüten getarnt...
Der Hühnerstall und die Garage wurden selbst bezogen, ( auf Mönchgut war das wohl so, selbst in Binz kenne ich welche ) um den Gästen das wohnzimmer zu vermieten. Stammgäste, die sich mit Kupplungsscheiben für den Wartburg und anderen begehrten Dingen das Wohlwollen der Quartierseltern sicherten. Ich ging vor der Wende auch wieder nach Rügen zurück, wollte 6 "Sachsenzimmer" bauen und mir so ein Einkommen sichern, nun - der Plan schlug fehl, heute ist die Nachfrage nicht mehr so, dass es sich lohnt.
Auslandsurlaub - meine Frau und ich haben unsere Flitterwochen in Albena verbracht, ein Erlebnis, wir hatten auch eine 2. Zollerklärung dabei und konnten somit noch einmal Geld tauschen. Interessant war die Frage des Kellners in Rumänien, wohin wir einen Tagesausflug unternahmen - Neckermann oder Honneckermann?
Später erzählten Kollegen von ihren Fahrten nach Bulgarien und Rumänien, einer baute sich sogar einen Zusatztank in seinen Polski Fiat ein, damit er unterwegs nicht Geld für Benzin ausgeben musste. Er war eine rollende Bombe, hatte 150 Liter Sprit unter der Rückbank dabei, muss aber wohl durch alle Kontrollen gekommen sein.
Ich denke, dieses Befriedigen der Reiselust, dass man dies nur bedingt konnte, war ein großes Manko.
Als ich 1991 in London dann auf dem Trafalgar Square stand, diesem Platz der in meinem ersten Englisch - Lehrbuch beschrieben war, da hab ich mich immmer wieder gefragt, warum durftest du dies nicht schon früher erleben...
Zum Glück können meine Frau und ich es uns heute leisten, dahin zu fahren wohin wir fahren möchten, dafür habe ich aber auch die Verantwortung für eine Firma an der Backe und mitunter den Angstschweiß wegen ausbleibender Zahlungen auf der Stirn.




Endlich mal ein Artikel mit dem ich mich auch anfreunden kann. Die Frage "Ost oder West?" ist mir in allen sozialistischen Ländern ´, die ich besucht hatte (Sowjetunion, Tschechoslowakei, Ungarn und Polen) direkt oder indirekt gestellt worden und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, daß wir mit der Westwährung immer "zuvorkommender" behandelt wurden als der Urlauber aus der DDR! Ich will mit meiner Aussage hier Keinem auf den "schlips treten", aber wer ehrlich zurücklicken (Achtung Pitti) tut, wird dieses nicht leugnen können! Daß dem DDR-Urlauber trotzt Allem schöne Erinnerungen an diesen Urlauben hängen geblieben sind, zeigt mitunter auch wie "trist" es manchmal in der DDR zugegangen sein muß!! Ich kann mich noch daran erinnern, wie meine Schwester vor Emotionen geweint hatte, als sie mit mir das erste Mal auf einer Fähre die Seegrenze nach Dänemark überfuhr und Keiner stand da, der sie daran hinderte!! (Das war noch zu DDR-Zeiten und damit sie die Genehmigung bekam um in die BRD reisen zu dürfen, mußte erst mal ihre Tante in Lübeck sterben"). Den Bundespersonalausweis bekam sie innerhalb von 15 Minuten auf dem Lübecker Einwohner-Meldeamt, damit konnte sie mit nach Dänemark reisen, aber die gemachten Erinnerungsfotos von da, durfte sie in der DDR nicht sehen lassen, da die Reise nach Kopenhagen und das mit dem DPA Folgen für sie gehabt hätte. Auch heute sagt sie mir immer wieder, die 3 Tage Kopenhagen waren ihr schönstes Urlaubserlebnis, obwohl sie auch am Plattensee und sonstwo im sozialistischen ausland gewesen war!! Nun bin ich wieder soweit abgeschweift, deswegen nur noch:
Schöne Grüße aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 21.05.2010 11:06 | nach oben springen

#105

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 11:38
von Huf (gelöscht)
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Als Kinder und Jugendliche haben wir jahrelang unbeschwerte Ferien in Prerow verbracht. Der Betrieb meiner Mutter hatte dort mehrere BASTEI-Wohnwagen mit Vorzelt zu stehen.
Ostsee war stets super. Die Versorgungslage dort war zwar nicht berauschend, aber niemand ist verhungert oder verdurstet.
In den späten Achtzigern war ich mehrmals auf Rügen in Göhren. Auch prima Urlaubstage!
Als Studenten waren wir mal 4 Wochen in der Ukraine, 3 Wochen arbeiten im Krankenhaus in Donezk, 1 Woche Lager am Asowschen Meer, davon sprechen wir heute noch!


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#106

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 12:53
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Huf
Als Kinder und Jugendliche haben wir jahrelang unbeschwerte Ferien in Prerow verbracht. Der Betrieb meiner Mutter hatte dort mehrere BASTEI-Wohnwagen mit Vorzelt zu stehen.
Ostsee war stets super. Die Versorgungslage dort war zwar nicht berauschend, aber niemand ist verhungert oder verdurstet.
In den späten Achtzigern war ich mehrmals auf Rügen in Göhren. Auch prima Urlaubstage!
Als Studenten waren wir mal 4 Wochen in der Ukraine, 3 Wochen arbeiten im Krankenhaus in Donezk, 1 Woche Lager am Asowschen Meer, davon sprechen wir heute noch!



Huf, ich will jetzt Keinem den Appetitt verderben wenn ich jetzt schreibe, daß ich auch als Jugendlicher auf dem großen FKK-Zeltplatz in Prerow war, ich glaube es war Block G oder H, aber die sanitären Angelegenheiten unter aller Sau waren ( Bei der Hitze krochen die Maden schon vorne aus der Tür von der Toilettenanlage raus und die Mädels gingen zum Ka...n lieber in das Wäldchen nebenan, wo sie ihre Fahrräder angeschlossen hatten
Ansonsten waren es auch für mich herrliche Tage, an der Pumpe gab es nachmittags oft Kasperletheater und die Grenze war dann immer soooooo weit weg!!
Von zu Hause wurde mitgenommen oder im Paket zugeschickt: Kartoffeln, Mohrrüben und sonstiges Gemüse, als Kühlschrank wurde ein Loch in den Sand gebuddelt, Kino gab´s in einer Freilichtbühne und im Zweimann-Zelt schliefen wir zu Viert!! Den Platzmeister konnten wir nicht leiden, der lief immer angezogen rum, obwohl wir auf ´nen FKK-Platz waren. Nachts sahen wir Scheinwerfer, die den Fischen die Nacht zum Tage machen konnten und uns daran erinnern sollten, wo unsere Grenze war! Ja, Prerow, Heringsdorf, Ahrenshoop, Kühlungsborn, Boltenhagen, Warnemünde und und und, es hätte so schön sein können wenn..., ja wenn!!! Obwohl, wenn man da war, war es schon sehr schön und das auch zur DDR-Zeit!!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#107

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 13:08
von Möwe (gelöscht)
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Auch ich als Möwe hatte keine Sorgen mit einem Platz an der Ostsee, war ja eh das ganze Jahr hier oben.Zu meinem großen Beschähmen muss ich aber zugeben,dass auch meine Eltern zu denen gehörten, die einige Plätze in unserem Nest für erholugsbedürftige Arbeiter aus den anderen Landesteilen bereitstellten.Das lief über den fdgb.Dazu noch einige Privatgäste.(ein Paar aus Gera war fast 45 Jahre im Sommer unsere Gäste)Natürlich ging das nur bei gutem Futter.Woher sollten wir sonst E-Material,Grillkohle und den von mir bevorzugten Aromatique-Kräuter gekommen.Ansonsten Hatte ich immer nicht viel Vom Sommer, da ich schon früh mit in unserer Backstube gearbeitet habe(bitte jetzt keine Disskosion über Kinderarbeit in der ddr!!!)Meinen Urlaub verbrachte ich dann immer bei meiner Oma in Gager(Süd-Rügen) (hallo Rüganer,wo musstest du denn in Gager anstehen??daran kan ich mich nicht erinnern!).Später war ich dann bei einige Male bei meiner Schwester in Berlin (Treptow,Grenzgebiet,Passierschein und unten vorm Block schon der GSZ.)Nach der Wende war die Welt sooo groß-Zypern,Barbados,Mauritius Kuba- Hauptsache es ist Wasser in der Nähe.Jetzt mit Möwin ist die welt wieder etwas kleiner, aber trotzdem noch schön. Gruss Möwe


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#108

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 13:08
von Rüganer (gelöscht)
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Huf, ich will jetzt Keinem den Appetitt verderben wenn ich jetzt schreibe, daß ich auch als Jugendlicher auf dem großen FKK-Zeltplatz in Prerow war, ich glaube es war Block G oder H, aber die sanitären Angelegenheiten unter aller Sau waren ( Bei der Hitze krochen die Maden schon vorne aus der Tür von der Toilettenanlage raus und die Mädels gingen zum Ka...n lieber in das Wäldchen nebenan, wo sie ihre Fahrräder angeschlossen hatten
Ansonsten waren es auch für mich herrliche Tage, an der Pumpe gab es nachmittags oft Kasperletheater und die Grenze war dann immer soooooo weit weg!!
Von zu Hause wurde mitgenommen oder im Paket zugeschickt: Kartoffeln, Mohrrüben und sonstiges Gemüse, als Kühlschrank wurde ein Loch in den Sand gebuddelt, Kino gab´s in einer Freilichtbühne und im Zweimann-Zelt schliefen wir zu Viert!! Den Platzmeister konnten wir nicht leiden, der lief immer angezogen rum, obwohl wir auf ´nen FKK-Platz waren. Nachts sahen wir Scheinwerfer, die den Fischen die Nacht zum Tage machen konnten und uns daran erinnern sollten, wo unsere Grenze war! Ja, Prerow, Heringsdorf, Ahrenshoop, Kühlungsborn, Boltenhagen, Warnemünde und und und, es hätte so schön sein können wenn..., ja wenn!!! Obwohl, wenn man da war, war es schon sehr schön und das auch zur DDR-Zeit!!

Schönen Gruß aus Kassel. [/quote]


Wosch, da komm heute mal an den Strand von Prora, da ist alles FKK und die Spanner kommen in Klamotten und setzen sich da hin und glotzen, obwohl da ein inoffizielles Schild FKK steht. Aber eben inoffiziell... Die verklemmten Brüder und Schwestern haben so viel Einfluss genommen, dass die Strände immer weiter für textiles Baden reserviert wurden. Ach ja und Hundestrände gibt es nach der Wende ja auch, der Hund - mitunter mehr wert als der Mensch!?
Zum Glück hab ich ein Boot und dadrauf kann ich machen, was ich will...
Gruß von der Insel

der Rüganer


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#109

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 13:34
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Möwe
Auch ich als Möwe hatte keine Sorgen mit einem Platz an der Ostsee, war ja eh das ganze Jahr hier oben.Zu meinem großen Beschähmen muss ich aber zugeben,dass auch meine Eltern zu denen gehörten, die einige Plätze in unserem Nest für erholugsbedürftige Arbeiter aus den anderen Landesteilen bereitstellten.Das lief über den fdgb.Dazu noch einige Privatgäste.(ein Paar aus Gera war fast 45 Jahre im Sommer unsere Gäste)Natürlich ging das nur bei gutem Futter.Woher sollten wir sonst E-Material,Grillkohle und den von mir bevorzugten Aromatique-Kräuter gekommen.Ansonsten Hatte ich immer nicht viel Vom Sommer, da ich schon früh mit in unserer Backstube gearbeitet habe(bitte jetzt keine Disskosion über Kinderarbeit in der ddr!!!)Meinen Urlaub verbrachte ich dann immer bei meiner Oma in Gager(Süd-Rügen) (hallo Rüganer,wo musstest du denn in Gager anstehen??daran kan ich mich nicht erinnern!).Später war ich dann bei einige Male bei meiner Schwester in Berlin (Treptow,Grenzgebiet,Passierschein und unten vorm Block schon der GSZ.)Nach der Wende war die Welt sooo groß-Zypern,Barbados,Mauritius Kuba- Hauptsache es ist Wasser in der Nähe.Jetzt mit Möwin ist die welt wieder etwas kleiner, aber trotzdem noch schön. Gruss Möwe




Danke Möwe, haste gut gezwitschert! (Keine Ironie)
Schönen Gruß aus Kassel.


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#110

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 21.05.2010 13:42
von wosch (gelöscht)
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[quote="Rüganer)


Wosch, da komm heute mal an den Strand von Prora, da ist alles FKK und die Spanner kommen in Klamotten und setzen sich da hin und glotzen, obwohl da ein inoffizielles Schild FKK steht. Aber eben inoffiziell... Die verklemmten Brüder und Schwestern haben so viel Einfluss genommen, dass die Strände immer weiter für textiles Baden reserviert wurden. Ach ja und Hundestrände gibt es nach der Wende ja auch, der Hund - mitunter mehr wert als der Mensch!?
Zum Glück hab ich ein Boot und dadrauf kann ich machen, was ich will...
Gruß von der Insel

der Rüganer[/quote]


Hundstrände finde ich nicht verkehrt, ich mag diese Tierchen nämlich sehr und ich denke mal wo genug Platz für Menschen ist sollte man Bello und Co auch nicht ausgrenzen!
Ansonsten laß die Sonne wieder scheinen, lieber Gott, damit wir uns wieder naß machen können. Hinein mit Geschrei, daß der Pi..el wieder auf Normalgröße kommt!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 21.05.2010 13:43 | nach oben springen

#111

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 22.05.2010 21:58
von turmwache (gelöscht)
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UUUhrlauub

richtig genossen hatte ich den sommer89 in bansin
115,00 Mark ddr vollpension abzüglich bkv zulage = summa summarum 84,00 Mark der ddr für 14 tage zuzüglich an u. abreise und spesen /pro person.
highlits waren "Internationales Tanzturnier der Amateure " dieses schöne gebäude wo diese veranstaltung stattfand, wie soviele in diesem ort sind nun dank eines zugereisten bürgermeisters: parkplätze, außerdem mein erstes und letztes haeve metall konzert , auf dem ich auf grund meines kurzen haarschnittes ausgefragt wurde woher ich denn sei, außerdem hatte ich sportmäßig gelb-rot an. zur erklärung. nebenan vom fkk war ein großer ferienkomplex des mfs.
vorher wahren wir in boltenhagen bzw. klütz u.wohlenberger wiek u. auch mal born, davor kannte ich nur Grütz an der havel (klietzer acker= Truppen ÜP; dort haben wir wochenendler den ersten unangekündigten abschuß einer groß behnitzer LUNA-M in 500m entfernung miterleben müssen.auf grund sofortiger proteste der naherholungssuchenden erfolgte dann nie wieder einsolcher start ---ich habe einen solchen knall nie wieder unangekündigt erleben müssen, es war furchtbar, kleine kinder rannten plötzlich traumatisiert los und überschlugen sich mit einer schlimmen rolle vorwärts an gespannten koppelzaupfählen, ich habe heute noch die bilder vor augen...............) dort in der datsche meiner eltern.
(jetzt suche ich ein klitzekleines grundstück an der küste zum aufstellen eines fertigteil-bungalows.)
als wir damals über jugendtourist in die su fahren wollten war es plötzlich nicht mehr so unbedingt "nötig"(perestroika)
hattet ihr von mir schon die westdeutschen verhaltenregeln dortiger lehrer im umgang mit schülern von mir gesehen ---momentan weiß ich nicht wo die hier im forum gerade liegen.

...............wie muß es den menschen in afghanistan u.dem irak bzw jugoslawien ergen oder ergangen sein, wenn NATO-Bomben einschlugen??????
tw


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#112

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 22.05.2010 22:04
von turmwache (gelöscht)
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noch ein urlaub erlebte ich 76 in binz u. bergen, schlafen am strand im strandkorb, bis ich dann am tage in der hitze eingeschlafen war und wir von den einheimischen in der mitropa erfuhren, das nächtigen am strand verboten sei, so nächtigten wir also auf dem bahnhof von bergen- -ja ohne trapo kontrolle.
tw


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#113

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 22.05.2010 22:39
von turmwache (gelöscht)
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[quote="turmwache"]UUUhrlauub


hattet ihr von mir schon die westdeutschen verhaltenregeln dortiger lehrer im umgang mit schülern von mir gesehen ---momentan weiß ich nicht wo die hier im forum gerade liegen.

hier noch mal eine kopie von den BRAVO u. Playboy geschulten westmännern verfasst.
tw

Angefügte Bilder:
DSC05518.JPG

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#114

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 22.05.2010 23:07
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Turmwache, "das Ding ist doch ein Scherz", war mein erster Eindruck. Aber nein, sie meinten es bitterernst.Das war der Westen, wie er leibt und lebte, das Mittelalter, was die Moral betraf, zumindest in den Schulen.
Ansonsten Pornoläden an jeder Ecke,nackte Mädchen und Jungen in jeder Jugendzeitung aber der Lehrer muss ins Gebüsch springen, so ein herlicher Quatsch.
Oh, waren wir weit und so "unverdorben".

R-M-R


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#115

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 03.06.2010 14:25
von wosch (gelöscht)
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Zitat von wosch

Auf meine konkreten Fragen wurde mir bis jetzt nicht geantwortet, deswegen versuche ich es jetzt noch einmal! Jedermann ist aufgerufen seinen Beitrag in Form eines einfachen "Ja" oder "Nein" abzugeben! Kein Dankeschön im Vorraus für die "Verweigerer"!

Auf die Frage, wo man im Urlaub hin konnte, bzw. nicht durfte, fällt mir spontan ein: Nicht überall hin! Davon abgesehen, in der DDR gab es sehr schöne Ecken, in die man teilweise auch nicht rein durfte! Es kam auch manchmal darauf an, wer man war und was man war. Zu Reisen in die befreundeten Bruderländer brauchte man teilweise selbst eine Genehmigung vom eigenen Staat, ins nichtsozialistische Ausland mußte man in der Regel schon so alt sein, daß das Laufen schon langsam zur Qual wurde und innerhalb der DDR mußte man sich, um einen Ferienplatz zu ergattern, oft mit dem zufrieden geben, was die staatliche Fürsorge übrig ließ!! Wer einen Urlaubs-Platz an der Ostsee hatte, bzw. bekam konnte sich freuen, auch wenn er in gewissen Bereichen mit besonderen Einschränkungen leben mußte! Über den "Freien" Deutschen Gewerkschaftsbund gab es die begehrten Plätze, wer da aber das Sagen hatte ist ja wohl noch bekannt: der Alkoholiker Harry Tisch läßt grüssen!! Der hatte garantiert keine Probleme mit solch banalen Dingen wie ´nen Platz an der Sonne, allerdings bekam er die dafür etwas später![/blau]



Ich habe meinen Beitrag von vorhin noch mal hier her geholt, weil ich Denjenigen, die meinten ich hätte hier mal wieder Nonsens geschrieben, die Chance geben möchte, in Ruhe sich jeden einzelnen Satz davon noch einmalzu Gemüte zu führen! Ich denke es bedarf der Klärung ob das was ich geschrieben hatte, stimmt oder nicht!!

Durfte man überall hin um Urlaub zu machen? Ja oder Nein?

Gab es in der DDR schöne Ecken, in die man nicht rein durfte? Ja oder Nein?

Mußte man sich für bestimmte Bruderländer die Erlaubnis zum Dahinreisen vom eigenen Staat holen? Ja oder Nein?

Durfte der DDR-Bürger ohne triftigen Grund ins westliche Ausland reisen? Ja oder Nein?

War es so, daß das Angebot an Ferienplätzen an der Ostsee für den DDR-Bürger in ausreichendem Maße vorhanden war und er nicht auf die Vergabe durch den FDGB, bzw. des Betriebes angewiesen war? Ja oder Nein?

Hatte man überall an seinem Urlaubsplatz, gerade an der Ostsee oder im Harz, uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und das zu jeder Tag-Und Nachzeit? Ja oder Nein?

Durfte der Urlauber zB. in Prerow zum Beispiel sein Paddelboot von zu Hause mit ans Wasser nehmen und mal einfach ein paar hundert Meter rauspaddeln, auch wenn er nicht die Absicht hatte flitzen zu gehen? Ja oder Nein?

Hatte Harry Tisch, der Chef vom Ganzen, für seine Person.....? Ja oder Nein?


So dann beantwortet Ihr doch bitte mal die von mir aufgestellten Fragen und dann sagt mir ob ich was falsches geschrieben hatte!
Für all Diejenigen, die aus meinen Zeilen gelesen haben daß ich der Nachwelt einen Bären aufbinden möchte: Ich kann Euch versichern daß ich sehr wohl weiß, daß es Privatquartiere gab, aber ich weiß auch daß die in der Regel schon für Jahre immer an die gleichen Personen vergeben waren und der Rest der Bevölkerung konnte die Ostsee im Schnelldurchlauf erleben, oder er mußte sich auf den riesigen Zeltplätzen sein Dach über´n Kopf bauen.
All das hat natürlich der Freude keinen Abruch getan, Hauptsache man konnte auf dem Wasser den Horizont sehen, zum Ärgern war sowieso keine Zeit, denn zu kurz war der Urlaub immer!

Schönen Gruß aus Kassel.


Schönen Gruß aus Kassel.


[/quote]


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#116

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 03.06.2010 16:30
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von wosch

Auf meine konkreten Fragen wurde mir bis jetzt nicht geantwortet, deswegen versuche ich es jetzt noch einmal! Jedermann ist aufgerufen seinen Beitrag in Form eines einfachen "Ja" oder "Nein" abzugeben! Kein Dankeschön im Vorraus für die "Verweigerer"!
Auf die Frage, wo man im Urlaub hin konnte, bzw. nicht durfte, fällt mir spontan ein: Nicht überall hin! Davon abgesehen, in der DDR gab es sehr schöne Ecken, in die man teilweise auch nicht rein durfte! Es kam auch manchmal darauf an, wer man war und was man war. Zu Reisen in die befreundeten Bruderländer brauchte man teilweise selbst eine Genehmigung vom eigenen Staat, ins nichtsozialistische Ausland mußte man in der Regel schon so alt sein, daß das Laufen schon langsam zur Qual wurde und innerhalb der DDR mußte man sich, um einen Ferienplatz zu ergattern, oft mit dem zufrieden geben, was die staatliche Fürsorge übrig ließ!! Wer einen Urlaubs-Platz an der Ostsee hatte, bzw. bekam konnte sich freuen, auch wenn er in gewissen Bereichen mit besonderen Einschränkungen leben mußte! Über den "Freien" Deutschen Gewerkschaftsbund gab es die begehrten Plätze, wer da aber das Sagen hatte ist ja wohl noch bekannt: der Alkoholiker Harry Tisch läßt grüssen!! Der hatte garantiert keine Probleme mit solch banalen Dingen wie ´nen Platz an der Sonne, allerdings bekam er die dafür etwas später![/blau]
Ich habe meinen Beitrag von vorhin noch mal hier her geholt, weil ich Denjenigen, die meinten ich hätte hier mal wieder Nonsens geschrieben, die Chance geben möchte, in Ruhe sich jeden einzelnen Satz davon noch einmalzu Gemüte zu führen! Ich denke es bedarf der Klärung ob das was ich geschrieben hatte, stimmt oder nicht!!
Durfte man überall hin um Urlaub zu machen? Ja oder Nein? NEIN
Gab es in der DDR schöne Ecken, in die man nicht rein durfte? Ja oder Nein? JA
Mußte man sich für bestimmte Bruderländer die Erlaubnis zum Dahinreisen vom eigenen Staat holen? Ja oder Nein? JA
Durfte der DDR-Bürger ohne triftigen Grund ins westliche Ausland reisen? Ja oder Nein? NEIN
War es so, daß das Angebot an Ferienplätzen an der Ostsee für den DDR-Bürger in ausreichendem Maße vorhanden war und er nicht auf die Vergabe durch den FDGB, bzw. des Betriebes angewiesen war? Ja oder Nein? NEIN
Hatte man überall an seinem Urlaubsplatz, gerade an der Ostsee oder im Harz, uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und das zu jeder Tag-Und Nachzeit? Ja oder Nein? NEIN Es gab auch THÜRINGEN!
Durfte der Urlauber zB. in Prerow zum Beispiel sein Paddelboot von zu Hause mit ans Wasser nehmen und mal einfach ein paar hundert Meter rauspaddeln, auch wenn er nicht die Absicht hatte flitzen zu gehen? Ja oder Nein? NEIN
Hatte Harry Tisch, der Chef vom Ganzen, für seine Person.....? Ja oder Nein?
So dann beantwortet Ihr doch bitte mal die von mir aufgestellten Fragen und dann sagt mir ob ich was falsches geschrieben hatte!
Für all Diejenigen, die aus meinen Zeilen gelesen haben daß ich der Nachwelt einen Bären aufbinden möchte: Ich kann Euch versichern daß ich sehr wohl weiß, daß es Privatquartiere gab, aber ich weiß auch daß die in der Regel schon für Jahre immer an die gleichen Personen vergeben waren und der Rest der Bevölkerung konnte die Ostsee im Schnelldurchlauf erleben, oder er mußte sich auf den riesigen Zeltplätzen sein Dach über´n Kopf bauen.
All das hat natürlich der Freude keinen Abruch getan, Hauptsache man konnte auf dem Wasser den Horizont sehen, zum Ärgern war sowieso keine Zeit, denn zu kurz war der Urlaub immer!

Schönen Gruß aus Kassel.
Schönen Gruß aus Kassel.




[/quote]

OK ?
Theo 85/2


zuletzt bearbeitet 03.06.2010 16:34 | nach oben springen

#117

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 03.06.2010 21:28
von wosch (gelöscht)
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Ich habe meinen Beitrag von vorhin noch mal hier her geholt, weil ich Denjenigen, die meinten ich hätte hier mal wieder Nonsens geschrieben, die Chance geben möchte, in Ruhe sich jeden einzelnen Satz davon noch einmalzu Gemüte zu führen! Ich denke es bedarf der Klärung ob das was ich geschrieben hatte, stimmt oder nicht!!
Durfte man überall hin um Urlaub zu machen? Ja oder Nein? NEIN
Gab es in der DDR schöne Ecken, in die man nicht rein durfte? Ja oder Nein? JA
Mußte man sich für bestimmte Bruderländer die Erlaubnis zum Dahinreisen vom eigenen Staat holen? Ja oder Nein? JA
Durfte der DDR-Bürger ohne triftigen Grund ins westliche Ausland reisen? Ja oder Nein? NEIN
War es so, daß das Angebot an Ferienplätzen an der Ostsee für den DDR-Bürger in ausreichendem Maße vorhanden war und er nicht auf die Vergabe durch den FDGB, bzw. des Betriebes angewiesen war? Ja oder Nein? NEIN
Hatte man überall an seinem Urlaubsplatz, gerade an der Ostsee oder im Harz, uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und das zu jeder Tag-Und Nachzeit? Ja oder Nein? NEIN Es gab auch THÜRINGEN!
Durfte der Urlauber zB. in Prerow zum Beispiel sein Paddelboot von zu Hause mit ans Wasser nehmen und mal einfach ein paar hundert Meter rauspaddeln, auch wenn er nicht die Absicht hatte flitzen zu gehen? Ja oder Nein? NEIN
Hatte Harry Tisch, der Chef vom Ganzen, für seine Person.....? Ja oder Nein?
So dann beantwortet Ihr doch bitte mal die von mir aufgestellten Fragen und dann sagt mir ob ich was falsches geschrieben hatte!
Für all Diejenigen, die aus meinen Zeilen gelesen haben daß ich der Nachwelt einen Bären aufbinden möchte: Ich kann Euch versichern daß ich sehr wohl weiß, daß es Privatquartiere gab, aber ich weiß auch daß die in der Regel schon für Jahre immer an die gleichen Personen vergeben waren und der Rest der Bevölkerung konnte die Ostsee im Schnelldurchlauf erleben, oder er mußte sich auf den riesigen Zeltplätzen sein Dach über´n Kopf bauen.
All das hat natürlich der Freude keinen Abruch getan, Hauptsache man konnte auf dem Wasser den Horizont sehen, zum Ärgern war sowieso keine Zeit, denn zu kurz war der Urlaub immer!






OK ?
Theo 85/2
[/quote]


Danke Theo 85/2 dafür daß Du Dir die Mühe gemacht hattest!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 03.06.2010 21:33 | nach oben springen

#118

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 03.06.2010 21:36
von Landeposten (gelöscht)
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Hallo,Wie jetzt wosch,nur ein einfaches "DankeTheo"?? Ist das alles?Da hätte ich jetzt mehr erwartet.
Gar kein triumphal erhobener,virtueller Zeigefinger? Wie zB.:Ihr arme unterdrückte...


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#119

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 03.06.2010 21:36
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Bitte, das war nun wirklich keine Mühe!

Theo 85/2


zuletzt bearbeitet 03.06.2010 21:37 | nach oben springen

#120

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 27.07.2012 21:34
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zum Beispiel nach Ungarn: Es war eine Erlebnisreise die schon ein halbes Jahr vorher begann. Meine damalige Freundin,(heutige Frau) und ich hatten uns das Urlaubsziel Ungarn raus gesucht bzw. hat es sich durch glückliche Umstände so ergeben. In unserer Stadt arbeiteten damals so genannte Gastarbeiter aus Ungarn die wir rein zufällig bei einem Abendessen in der Gaststätte kennen gelernt hatten. In der Unterhaltung stellte sich heraus, dass er in der Nähe des Balaton wohnt genauer gesagt in Marcali. Es entstand eine freundschaftliche Beziehung. Nun waren wir eifrig daran am arbeiten damit der Urlaub in Ungarn auch stattfinden kann, denn die Ostsee( Binz) und (Kühlungsborn) hatten wir schon ein Jahr davor bereist. Nun kommen die Urlaubsvorbereitungen. Der Ungar hat uns angeboten, dass wir das Quartier in DDR Mark bezahlen können, dass war natürlich sehr hilfreich und außerdem sehr interessant für unser Urlaubsbudget. 1987 konnten wir DDR-Bürger 1700 Ft. umtauschen. Auf der Staatsbank der DDR fragte mich die Mitarbeiterin damals ob ich das ganze Jahresbudget also die 1700 Ft. haben möchte. Meine damalige Freundin und ich schauten uns nur dumm an. Ich sagte nur ja ja. Die Vorfreude war ständig im steigen, zumal wir auch noch das Visum erhalten haben, nun stand nichts mehr im Weg. Um unser Taschengeld etwas aufzustocken habe ich meinen ungarischen Freund gefragt was man zum Beispiel mitbringen könnte um es in Ungarn zu verkaufen. Er antwortete mir, es wäre sehr geschickt wenn ich zum Beispiel Haushaltsgeräte(elektrische Handmixer) damals von AKA- Elektrik. Zu DDR Zeit kamen sie 123.00 Mark. Ich habe gleich acht Stück gekauft, er sagte Herrenunterwäsche wär auch ein guter Verkaufsschlager ebenso wie Hausschuhe. Diese Ratschläge haben wir alle befolgt und unseren Kofferraum voll gepackt. Durch die lange Fahrt, es waren genau 780 km gewesen, haben wir unsere tschechischen Kronen nur für das tanken eingeplant, was wir damals in Prag, und in Bratislava getätigt haben. Dasselbe wieder auf der Rückfahrt. Nun wollten wir ja auch in Ungarn durch die Gegend fahren, unsere Forint dagegen wollten wir ja in schicke Modekleidung auf dem Pullovermarkt in Fonyod umsetzen. Also was habe ich gemacht, bei meinem Wolga die Rückbank ausgebaut, an der Stelle habe ich drei 20 l Kanister liegend befestigt. Außerdem hatte ich noch fünf ausgewaschene Fit-Kanister (a 10 Liter ) mit Benzin befüllt, in dem Fußraum gelagert und abgedeckt. Damit hatte ich noch einmal 110 liter Benzin bei mir. Es war mir auch damals klar, dass es eine fahrbare Bombe ist. Beim parken habe ich mich auch abseits gestellt, von den anderen. Außerdem hatten wir unseren gesamten Verpflegungsvorrat für die 14 Tage mitgenommen. Natürlich auch Genussmittel wie zum Beispiel Wein. Wir waren zwei Personen aber die Kara hing durch, als wenn fünf Personen damit befördert werden. Zur damaligen Zeit hatte man auch m Montag`s in Fonyod Gelegenheit noch einmal 100 DDR Mark umzutauschen, nur gegen Vorlage des Ausweises. In Gaststätten Mittagessen sind wir nicht gegangen, wir haben uns begnügt mit dem Fisch der an den Imbissbuden sehr gut geschmeckt hat und der Langosch. Dieser Urlaub hatte uns damals sehr gut gefallen ich bin nur unzufrieden geworden mit dem Umrechnungssatz, Ost und West. Nur ein Beispiel, ich habe mir einen Anorak gekauft auf dem Markt in Fonyod, musste bezahlen, umgerechnet 130 DDR Mark, der Westdeutsche 27 DM. Das selbe wie soeben beschrieben mit dem Fisch an der Imbissbude, für uns drei Mark, der Westdeutsche 0,65 DM. Das macht einen unzufrieden.
Mfg Harra 318

(sollte etwas nicht 100 % korrekt sein @damals wars, ich lasse mich gern belehren zum Beispiel Preisangabe, Artikel, Bezeichnung, Ortsangabe, Fahrtrichtung, Ortsnamen, Lebensmittelbezeichnung, Personenbezeichnungen, es kann auch möglich sein das ich einen i-Punkt vergessen habe, dann lasse es mich bitte wissen.) Vielen Dank im Voraus


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