#221

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 11.08.2012 09:59
von Fritze (gelöscht)
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Ach Ihr tut mir so leid !!! Ich hatte keine Zeit ,um an Malle oder den Goldstrand zu denken.Statt dessen wurde ich vom FDGB oder meinem Betrieb als Rettungsschwimmer angefordert,bekam die Überstunden vor Ort ausbezahlt , und "musste " mich mit hübschen Studentinnen begnügen ,oder besser wohl vergnügen.Dann gab es noch diverse Tramp -und Motorradtouren nach Masuren oder Bessarabien.Und ja ,auch zu Hause blieb ich ohne Langeweile !


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#222

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 24.09.2012 19:52
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ich habe mir meinen Auslandsurlaub immer selbst gestaltet. Mal übers Wochenende nach Stettin, mal nach Prag und den Jahresurlaub 4Wochen eine Rundreise Tschechei,Ungarn,Rumänien und Bulgarien. Mal getrampt, oder mit Zug oder Flugzeug und später mit Trabant Kombi um das Kolibri-Faltboot mitzunehmen. Einmal bin ich sogar durch Polen und die Sowjetunion Transit nach Rumänien gefahren. Das auch noch ohne DDR-Genehmigung. Das Visa für die Ostblockstaaten nannte sich kurioserweise " Genehmigung zum visafreien Reiseverkehr" und musste man minimum 30Tage vor Reiseantritt beantragen. Für die Sowjetunion hatte ich, obwohl beantragt, aber keines bekommen. Da ich in Berlin wohnte und zufälligerweise Unter den Linden spazierenging, kam ich auf die Idee mal beim sowjetischen Botschafter vorbeizuschauen. Dem herren erklärte ich das ich mal bei unserem sozialistischen Brudervolk vorbeischauen möchte, das mir aber die DDR-Behörden eine Einreise verwehren. Er gab mir seine Telefonnummer und teilte mir mündlich, mit das ich durch die Sowjetunion fahren darf , da er mir eine persönliche Genehmigung erteilt. Nach 12 Stunden Wartezeit an der polnisch-sowjetischen Grenze kam die poln. Kontrolle. In der kilometerlangen Schlange war mein Wartburg 353W das einzige DDR Fahrzeug. Der Pole wies mich darauf hin das ich kein Visa für die UdSSR habe, als ich ihm die Story von der persönlichen Genehmigung durch die UdSSR Botschaft schilderte , schüttelte er nur mit dem Kopf und wünschte mir viel Spass mit den sowjetischen Kollegen. Die sowjetischen Genossen der Grenzabfertigung waren auch sichtlich schockiert einen DDR-Bürger ohne VISA anzutreffen, aber als ich meinen Zettel mit der Telefonnummer des Botschafters vorlegte und einigen Telefongesprächen mit Vorgesetzten durfte ich ins Bruderland einreisen. Dort gab es eine festgelegte Transitstrecke die man nicht verlassen durfte. An der ersten Abfahrt fuhr ich natürlich gleich in die nächste Stadt um unser Bruderland auch kennen zu lernen. Ich hatte noch nicht die Zündung ausgeschaltet, nachdem ich auf dem Markt parkte als mich zwei Milizautos schon in die Mitte nahmen. Zuerst wollten sie 50Rubel Strafe, aber als ich überschwenglich Breshnew-Honnecker Drushba und was von Brat(Bruder)von mir gab, legte sich die Stimmung und man lies mich weiterfahren.

Für mich waren die ganzen Auslandsreisen immer ein Abenteuerurlaub. Die Umtauschbegrenzungen waren zwar ärgerlich, aber mit ein wenig Kreativität, kam ich immer an alle benötigten Barmittel in allen Währungen. Die tschechischen Kronen gab es am Ostbahnhof bei der Bank. Zuerst in die Kneipe und 2-3 Penner suchen und fragen ob sie dieses Jahr noch in die CSSR reisen, dann ins Auto und für 10Mark Provision haben die mir auf ihren Personalausweis jeweils 1200M also 3600Kronen umgetauscht. Da konnte ich mir dann einen richtigen Super-Urlaub gönnen.
Das Problem war nur immer der Devisen-Schmuggel über die Grenze. Die Kronen wurden in drei Gummischläuche verpackt, mit Kerzenwachs abgedichtet , dann beim Wartburg der Schwimmer des Tankes entfernt und das Ganze an einer Angelleine im Tank versenkt.
Waren schon spannende Zeiten und nicht so blöd, wie heute ein All-inklusive Badeurlaub.


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#223

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 24.09.2012 20:34
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Ich finde die Diskussion nach dem "Wohin" eher nebensächlich. Für mich war es wichtig, sich zu erholen, Spaß zu haben und
neue Leute kennenzulernen. Das ging auch mit Jugendtourist.....nur mal am Rande.

Bei 20 Tagen Urlaub im Jahr haste schon überlegt, wielange der Sommerurlaub sein sollte.
Länger als 10 Arbeitstage wollte und konnte ich dafür nicht opfern.
Ein Beispiel:

Mit Jugendtourist Goldstrand gebucht, 14 Tage mit Flug. Kurz vorher Info: Flug gestrichen (Grund weiß ich nicht mehr), Ausweichen auf Bahn!
Wir gerüsselt, weil Reisezeit auf 2 Tage gestiegen...
Jedoch haben wir auf unserer Bahnreise mit wenig Komfort sehr viele neue Bekanntschaften geknüpft und nach dem Durchfahren der "Bruderländer von West nach Ost den Verlust der Lebensqualität feststellen müssen. Während in Tschechien und der Slowakei noch alles im grünen Bereich zu sein schien, hatten wir den Absturz in Rumänien direkt vor Augen.
Dem Zug hinterherlaufende , bettelnde Kinder in Fetzen, nicht Klamotten, prägten das Bild. Das tat wirklich weh!
Wir haben alles an Eßbarem aus dem Fenster geworfen, was zu entbehren war. Ich werde das nie vergessen!
Der rumänische neue Dracula hatte wohl ganze Arbeit geleistet!

Das Land war kritzegrau von der industriellen Verschmutzung, sowas hatte ich vorher nie gesehen.
Erst im Gebirge besserte sich dieses Bild.

Der Urlaub selbst war genial, das Schwarze Meer hat eben etwas.
Wir haben auch Jugendliche anderer Länder kennengelernt und die Pille schlucken müssen, daß Geld die Welt regiert:
Der Bundesgermane , der Engländer war mit seiner Währung in der Disse der King, die Mädels dort (Einheimisch) waren leicht zu prostituieren...
Sehr herzlich war jedoch ein Treffen mit Ukrainern im Weinkeller: wir haben uns abwechselnd unsere "Sauflieder" zum Besten gegeben.
Zum Schluß saßen alle gemeinsam am Tisch und radebrechten mit schwerer Zunge.....

Auch das werde ich nicht vergessen!

Gruß vom SEG15D



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#224

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 13:22
von Gelöschtes Mitglied
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Wir waren mit Jugendtourist auch mal für 2 Wochen in Rumänien,am Schwarzen Meer in Saturn.
Ich kann bestätigen was SEG15D über die Sozialistische Armut schreibt.
Es war einfach katastrophal,überall wurde man von Kindern und auch Erwachsenen angebettelt.
Und das in einer Urlauberhochburg,dazu überall Unrat und Dreck.
Auffällig viele Versehrte bzw. Behinderte Menschen liefen dort in Lumpen herum.......
Die Mädchen gingen mit jedem mit,der ihnen etwas zum Essen gab oder Nylonstrümpfe,Parfüm,Seife,Deo etc. anbot.
Die Hygiene im Hotel und den Zimmern waren unter aller Sau.

Auch wir traten an die Kinder und Bedürftigen alles an Essbaren ab was wir konnten.
Holte man sich ein Eis,standen Kinder mit sehr großen Augen vor einem.
Wir schafften es einmal eines selbst zu essen,die anderen wurden gleich durchgereicht.
Für uns stand nach dieser Reise fest,nie wieder Rumänien!!!
Wir dachten uns nur,Mensch da geht es uns noch richtig gut unter Erich........


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#225

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 15:33
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Rumänien war echt der Hammer. Das kann ich bestätigen. In Bukarest wollte ich mal im besten Hotel am Platz was essen, gab aber nichts. Ich habe 2Bier bestellt und gleich einen ganzen Sektkühler neben dem Tisch bekommen so ca. 12Flaschen. Das waren ja dann auch Kilokalorien. In Brasov war ich auch im besten Hotel am Platz , eine wunderschöne Einrichtung , Lilien auf den Tischen und in Echtleder eingebundene Speisekarten in allen Sprachen. Dann kam der Kellner: haben wir nicht, haben wir nicht,haben wir nicht... Was haben Sie denn? Einen Fisch mit vielen Gräten , Kartoffeln und so eine Art Spinat(eher Gras) zu einem totalen Wucherpreis. Dann wollte ich mal Bier kaufen in einem Geschäft. Bier gab es, aber nicht für mich, denn man musste leere Flaschen abgeben. Die hatte ich leider vergessen. Ich habe noch irgendwo zu Hause Bilder, die ich in Bukarest aufgenommen habe , da haben sich die Menschen in der Warteschlange gegenseitig auf die Fresse geschlagen , weil es im Geschäft Hühner gab.
Auch die Tankstellen waren ein Erlebnis. der Rumäne hat im Monat 15l Benzin bekommen. Die Ausnahmen waren Bukarest und Constanta, dort gab es 60l je Monat. An jeder Tankstelle standen 2 Kameraden von der Securitate die verhindern sollten , das Rumänen von Ausländern Benzintalons abkaufen. Die Straßen waren frei, da gab es außer Zigeunerpanjewagen nicht viel Verkehr. Wenn ich durch Rumänien gefahren bin , hatte ich ein Messer mit 40cm an der Frontscheibe und eine Axt in der Türhalterung. Scheibe nie mehr als 5cm abgesenkt , Motor nicht abstellen und auch mal die Situation einfach Gas geben um sich aus der Menge zu befreien, ohne Rücksicht auf Verluste. Geschwindigkeitsüberschreitung kostete in der Regel 2Schachteln Zigaretten.
Korruption ist bei dieser Nation tief genetisch verankert. Aber ich habe auch sehr nette Leute kennen gelernt. Die freundlichsten Regionen in Rumänien waren die Berge im Transfagaras. Da gab es echt noch Menschen, deren Identität nicht unter dem System gelitten hatte.
Allein über Rumänien zu Zeiten des realen Sozialismus, könnte man Bücher schreiben.
Habe leider im Moment noch keine Zeit dafür.


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#226

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 16:43
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Trotz extremer und offensichtlicher Armut habe ich in Rumänien fast nur positive Erfahrungen gemacht.
Welcher Bauer würde eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Trampern aus verschiedenen Ländern, welche in einem Gebirgsdorf strandeten, in seiner Scheune schlafen lassen und alle am anderen Morgen mit einem Frühstück versorgen? Das Hühner, ein Schwein und anderes Getier gleichberechtigt im einzigen Raum der Hütte lebten mußte nicht wirklich stören.
Selbst unsere Kraxen reisten mal ausversehen auf einem separaten LKW durch die Karpaten, der Fahrer wartete geduldig auf den LKW welcher uns transportierte, um uns unsere Kraxen zu übergeben.

Bukarest war allerdings nichts für Individualreisende und damit für Selbstversorger. Wir waren froh das wir Milch und Brot, wesentlich mehr gab es auch nicht, erwerben konnten.
Auf dem platten Land gab es komischerweise etwas mehr zu essen und da wurden wir auch noch überwiegend eingeladen sobald wir als Ausländer erkannt wurden. Was an sich nicht so schwierig war, stachen wir doch schon optisch durch Kleidung und Haartracht von den Rumänen ab.

Phänomenal war auch das in Ermanglung eines öffentlichen Verkehrsnetzes, sprich Bus, alles vom Kleinkind angefangen bis zur Oma mit teilweise riesigem Gepäck trampte. Wer nimmt schon eine Oma inklusive 170Liter Kühlschrank mit? Ja Rumänen.
Wobei diese "Gefälligkeiten" von den Mitgenommenen dem Fahrer meist vergütet wurde, meist in Form von Fahrgeld.....

Über die Touristengegenden am Meer kann ich nichts sagen, die haben wir gemieden.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#227

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 16:53
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Für uns stand nach dieser Reise fest,nie wieder Rumänien!!!
Wir dachten uns nur,Mensch da geht es uns noch richtig gut unter Erich........@EK40

Ja über Rumänien ist alles geschrieben .Ceausescu war ja einer der perversesten Diktatoren,man denke nur an die Kinderheime.Erich verlieh Ihm 1988 den Karl-Marx Orden.


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#228

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:04
von Alfred | 6.841 Beiträge

Pit 59,

bitte nicht vergessen, Ceaucescu erhielt auch die höchste von der Bundesrepublik Deutschland für Staatsoberhäupter zu vergebende Auszeichnung, die Sonderstufe des Großkreuzes.


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#229

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:05
von 94 | 10.792 Beiträge

Karpaten, insbesondere das Olttal ... einfach nur toll!
Irgendwo stand (steht noch) so ein Denkmal rum, eine riesige Figur mit gebündelten Blitzen in den Händen. Irgendwie 'schwächelen' gerade meine Findmaschinen, aber vielleicht kennt ja einer das Teil namentlich. Hatte auf'm Schrottplatz mal einen Rumänen deswegen angesprochen. Er kannte es und schriebs mir auch auf'n Zettel. Aber der iss och wech, hmm!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#230

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:07
von josy95 | 4.915 Beiträge

P@Pit59, Du hast schon recht, was Ceausescu anbelangt. Als erzstalinistischer Despot kann er sich getrost in die Reihe hiner die größten Despoten und Mordbuben des 20. Jahrhunderts wie Stalin, Hitler, Pol Pot. Idi Amin Dada usw. einreihen.

Und Du stellst sehr treffend fest, das es uns in der DDR im Gegensatz zum damaligen Durchschnitts- Rumänen eher blendend ging. Ein sehr guter Kollege von mir ist mit einer Rumänin verheiratet, in etwa unser Jahrgang. Ich selbst bin nie dort gewesen, aber alle, die ich kenne und die dort waren, sprechen von einer wunderbaren und herzlichen Gastfreundschaft.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#231

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:07
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Ja Alfred hast Recht,genau so eine Sauerei.


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#232

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:10
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #228
Pit 59,

bitte nicht vergessen, Ceaucescu erhielt auch die höchste von der Bundesrepublik Deutschland für Staatsoberhäupter zu vergebende Auszeichnung, die Sonderstufe des Großkreuzes.





@Alfred, ...auch das sollte man keinesfalls vergessen!


@Alfred, ich könnte jetzt googeln, hab aber null Bock. Wann war das (Jahr)?
Aber er erhielt samt seines despotischen Weibes die einzige und endlos gerechte Strafe für seine Verbrechen, für sein ekelhaftes Treiben und Tun als Vasalle Stalins...!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 25.09.2012 17:12 | nach oben springen

#233

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:17
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #232
Zitat von Alfred im Beitrag #228
Pit 59,

bitte nicht vergessen, Ceaucescu erhielt auch die höchste von der Bundesrepublik Deutschland für Staatsoberhäupter zu vergebende Auszeichnung, die Sonderstufe des Großkreuzes.





@Alfred, ...auch das sollte man keinesfalls vergessen!


@Alfred, ich könnte jetzt googeln, hab aber null Bock. Wann war das (Jahr)?
Aber er erhielt samt seines despotischen Weibes die einzige und endlos gerechte Strafe für seine Verbrechen, für sein ekelhaftes Treiben und Tun als Vasalle Stalins...!


josy95



Josy,

dies war 1971. Aber auch da war die Lage in Rumänien sehr kompliziert.

Ich kann mich noch erinnern, wie gerade WESTLICHE Politiker Ceau. immer in den Himmel lobten. Dies gehört auch zur Wahrheit der Geschichte.


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#234

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:22
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

In Rumänien konnte man als Ossi nur 20Mark je Tag umtauschen, aber auch abgetragene Nylonhemden oder benutzte Lippenstifte verkaufen. Ich hatte damals einen Medizinstudenten mit Auslandserfahrung kennengelernt der hatte seinen ganzen Rucksack mit Nylonhemden vollgestopft und zu 100Lei in Bukarest verkauft. Das beste waren seine Antibabypillen. Der Typ hat sie einzeln verkauft für 20Lei das Stck. Deswegen haben die heute so viele Kinder.


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#235

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:30
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

[quote=josy95|p209981]



..... Treiben und Tun als Vasall Stalins...!


Das Dumme ist daran nur das der Despot, dessen Vasall Ceaușescu gewesen sein soll, bereits 12 Jahre zuvor verstarb. Ceaușescu kam 1965 an die Macht .....

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#236

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 17:45
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ceaușescu hat seine eigenen Vorstellungen gehabt. Der hat alles exportiert, deswegen hatte Rumänien zwar leere Geschäfte aber keine Staatsschulden. Polizeistaat durch und durch, kann man ihm bei den ganzen Zigeunern aber auch nicht so richtig verdenken. Da braucht es eine starke Hand.
Dieses Land so richtig zu lenken ist noch niemandem gelungen und auch heute gibt es die selben Probleme. Von der Natur her ein Gottes Geschenk, nur eben das Menschenmaterial....


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#237

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 18:25
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #236

Dieses Land so richtig zu lenken ist noch niemandem gelungen und auch heute gibt es die selben Probleme. Von der Natur her ein Gottes Geschenk, nur eben das Menschenmaterial....


Da hast du recht. Als Präsident würde ich mich nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen, wenn die grosse Mehrheit die Abwahl vorantreibt und 90% der Wähler das unterstützen
http://de.wikipedia.org/wiki/Traian_B%C4%83sescu
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatskrise...%C3%A4nien_2012
Theo


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#238

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 18:44
von Ex-Huf (gelöscht)
avatar

Zitat von Eisenacher im Beitrag #236
Ceaușescu hat seine eigenen Vorstellungen gehabt. Der hat alles exportiert, deswegen hatte Rumänien zwar leere Geschäfte aber keine Staatsschulden. Polizeistaat durch und durch, kann man ihm bei den ganzen Zigeunern aber auch nicht so richtig verdenken. Da braucht es eine starke Hand.
Dieses Land so richtig zu lenken ist noch niemandem gelungen und auch heute gibt es die selben Probleme. Von der Natur her ein Gottes Geschenk, nur eben das Menschenmaterial....


Hallo Eisenacher,

Du hast in o.a. Beitrag sicherlich schon eine richtige Einschätzung für die Verhältnisse in Rumänien zu jener Zeit abgegeben, allerdings das Wort "Menschenmaterial" stimmt mich enorm nachdenklich, weil niemand kann sich als Regierender sein Volk aussuchen.
Und hinter dem "Menschenmaterial" stehen tausende individuelle Menschen, ganz egal wo auf der Welt.

VG Huf


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#239

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 20:08
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ich war vielleicht 15mal in Rumänien, da habe ich sie alle kennen gelernt, auch die Guten. Die gibt es natürlich auch. Nur die Summe ergibt das "Humankapital". Da sieht es durchwachsen aus, jedenfalls nach meinen persönlichen Erfahrungen. Ich war bei allen , bei Nico seinen Leuten aus der Führungsebene und bei den Verlorenen der Gesellschaft. Das der Mob da mal am Ende eine Kuh fliegen lassen hat und das toleriert wurde ist auch verständlich. Da musste einfach mal die Luft raus. Nur haben die EX-Leute vom Nico wieder das Ruder übernommen und da schaut der westliche Investor recht blöd aus der Wäsche, falls er sich nicht an die örtlichen Gegebenheiten anpassen kann und sich weigert Schutzgeld abzudrücken. Nur wer das Land nicht kennt, kann für einen EU-Beitritt gestimmt haben. Alles nur persönliche Meinung, vielleicht kann mich jemand verbessern der Rumänien aktuell besser kennt. Ich war schon länger nicht vor Ort, habe aber von fundamentalen Änderungen bisher nix mit bekommen.
In Siebenbürgen brauchte man kein Ortsschild um zu sehen ob man sich in einem rumänischen oder von Siebenbürgern bewohnten Dorf befand. Da reicht der Blick auf den Vorgarten. Das ist wie in Belgien, da bekommt man auch ohne Landkarte mit, wenn man bei den Wallonen ist.

Aber sonst hast Du natürlich recht, man darf ein Volk nicht über einen Kamm scheren, da gibt es schon individuelle Verschiedenheiten.


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#240

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 22:04
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Wir DDR - Bürger konnten in alle RGW Staaten reisen. Obwohl es in der DDR auch schöne Ecken gab, habe ich es vorgezogen bis heute meinen Urlaub im Ausland zu verbringen.
Seit 1976 - 1989 habe ich als Hobby und kostenlos Campingreisen organisiert. Da ich auch Vorsitzender eines Motorsport - und Touristik-Clubs hatten wir auch viele Möglichkeiten.
In Rumänien war ich auf vielen PKW - Rundreisen mit Übernachtung auf Campingplätzen und in der freien Natur unterwegs. Natürlich haben wir auch viele Seiten Rumäniens aber auch die wunderbaren Menschen kennengelernt.
Da ich 1990 mein Hobby zum Beruf gemacht habe - bin ich heute unter anderen einer der wenigen deutschen Kurreisenanbieter nach Rumänien.
Ich sage immer: wenn ich nicht seit 16 Jahren jedes Jahr Kururlaub in Rumänien machen würde, ich währ nicht so fit wie heute!


MfG
Jawa350
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