#1

Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 14:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Hinweis für Geschichtsinteressierte:

Bernd Fischer. Das Ende der HVA. Die Abwicklung der DDR-Auslandsaufklärung.

Es findet eine Buchlesung mit dem Autor Bernd Fischer statt.

Datum: Dienstag, 04. März 2014
Uhrzeit: 19:00 Uhr in der "Junge Welt! - Ladengalerie
Torstr. 6 in 10119 Berlin


Im letzten Jahr der DDR endete auch ihre Auslandsaufklärung . Agenten mussten »abgeschaltet« oder »nach Hause« geholt, ihre Spuren verwischt und die Identität »bereinigt« werden, damit sie vor möglicher Strafverfolgung sicher waren. Oberst Bernd Fischer war mit dieser Abwicklung beauftragt worden. Er handelte im Auftrag der DDR-Regierung und mit Zustimmung des Runden Tisches.


seaman


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#2

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 14:42
von damals wars | 12.113 Beiträge

Sicher vor Nachstellungen seitens des Klassenfeindes waren sie aber damit nicht.quatschten ja nicht alle soviel wie Kronzeuge B.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#3

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 15:01
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Hier das HVA-Ende aus Sicht von Wiki:

Zitat
Auflösung (Abwicklung)[Bearbeiten]
Als Ende 1989 die meisten Bezirksverwaltungen des MfS von Demonstranten besetzt wurden, arbeitete die HVA in der Berliner MfS-Zentrale weiter. Die Mitarbeiter des Dienstes bemühten sich, Akten zu vernichten und „Quellen“ abzuschalten. Während der Umstrukturierungen zum Jahreswechsel 1989/90 wurde die für die Überwachung der KoKo zuständige AG BKK des MfS wegen des verwandten „Arbeitsgegenstandes“ der HVA zugeschlagen. Am 13. Januar 1990 verfügte die DDR-Regierung unter Modrow auf Initiative des Zentralen Runden Tisches die ersatzlose Auflösung des MfS/AfNS und damit auch der kurz zuvor in „Nachrichtendienst der DDR“ umbenannten HVA.
Bei der Erstürmung des MfS-Komplexes in Berlin-Lichtenberg am 15. Januar 1990 blieben die Räume der HVA unangetastet. Am 8. Februar entstand einerseits das Komitee zur Auflösung des ehemaligen AfNS, andererseits wurden drei Regierungsbeauftragte zur Kontrolle des Auflösungsprozesses eingesetzt.
In dem Beschluss der Arbeitsgruppe Sicherheit des Zentralen Runden Tischs vom 23. Februar 1990 zur Auflösung der HVA heißt es in der (getippten) Originalfassung: „Die Kontrolle aller Maßnahmen erfolgt durch das Bürgerkomitee.“ Vom alleinigen Unterzeichner des Dokuments, dem Regierungsbeauftragten der Modrow-Regierung Generaloberst Fritz Peter, wurde, ohne erkennbare Legitimation (keine Gegenzeichnung), die Kontrolle handschriftlich geändert in: „Die Kontrolle erfolgt durch die Arbeitsgruppe Sicherheit im engen Zusammenwirken mit dem Bürgerkomitee und wird durch Herrn Dr. Böhm koordiniert.“ Georg Böhm war Peters Stellvertreter. Damit war die eigentlich beschlossene Kontrolle nur noch Theorie, was später als „genehmigte Selbstauflösung“ bezeichnet wurde.[5] Die Zuordnung der AG BKK zur ehemaligen HVA wurde rückgängig gemacht; inzwischen waren – nach späterer Einschätzung des KoKo-Ausschusses des Bundestags sowie der BStU – etliche Unterlagen aus diesem Bereich verschwunden. Der wie alle MfS-Mitarbeiter Anfang 1990 entlassene HVA-Chef Großmann wurde „Berater“ der umgehend gebildeten Gruppe zur Auflösung der HV A. Die konkrete Abwicklung wurde innerhalb dieser Gruppe von Bernd Fischer geleitet, vormals Oberst und Chef der HVA-Abteilung I. Der Nachrichtendienst sollte zum 1. Juli 1990 vollständig aufgelöst sein.
Fast alle personenbezogenen Unterlagen, Spionageergebnisse und sonstigen HVA-Materialien wurden bis Juni 1990 vernichtet. Dabei unterliefen den „Auflösern“ zwei folgenschwere Fehler:
Einerseits gelangte auf nicht völlig geklärte Weise eine Kopie einer mikroverfilmten Kartei, die später als Rosenholz-Dateien bekannt wurden, zur CIA. Die Beschaffung hieß bei der CIA Operation Rosewood. Die anfangs oft vertretene Auffassung, es handle sich um eine Art Mobilisierungskartei, trifft nicht zu.[6]
Andererseits existierte seit 1987 eine externe Sicherungskopie der SIRA-Datenbank, in der die HVA-Eingangsinformationen als Zusammenfassungen samt einigen Daten zu den liefernden Spionen gespeichert wurden. Diese SIRA-Kopie entging der Vernichtung, kam auf Umwegen ins BStU-Archiv und wurde seit 1998 weitgehend entschlüsselt. Zusammen mit den von der CIA übergebenen Rosenholz-Dateien ermöglichen diese Daten inzwischen tiefe Einblicke in die DDR-Spionage der Jahre 1969 bis 1989.

Als die Gruppe um Fischer dem staatlichen MfS-Auflösungskomitee „fristgemäßen“ Vollzug meldete, waren weder alle Dokumente vernichtet noch die HVA-Firmen korrekt liquidiert. Die Zerstörung ausgelagerter Akten lief sogar nach dem 3. Oktober 1990 weiter; bei F.C. Gerlach und Asimex wurden bis 1991 noch mehrere Hundert Millionen D-Mark Bundesvermögen veruntreut. Die HVA-Auflöser machten in ihrem Abschlussbericht lediglich allgemeine Angaben und verschwiegen die Probleme.



http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptverwaltung_Aufklärung


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zuletzt bearbeitet 27.02.2014 15:03 | nach oben springen

#4

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 15:24
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #3
Hier das HVA-Ende aus Sicht von Wiki:

Zitat
Auflösung (Abwicklung)[Bearbeiten]
Als Ende 1989 die meisten Bezirksverwaltungen des MfS von Demonstranten besetzt wurden, arbeitete die HVA in der Berliner MfS-Zentrale weiter. Die Mitarbeiter des Dienstes bemühten sich, Akten zu vernichten und „Quellen“ abzuschalten. Während der Umstrukturierungen zum Jahreswechsel 1989/90 wurde die für die Überwachung der KoKo zuständige AG BKK des MfS wegen des verwandten „Arbeitsgegenstandes“ der HVA zugeschlagen. Am 13. Januar 1990 verfügte die DDR-Regierung unter Modrow auf Initiative des Zentralen Runden Tisches die ersatzlose Auflösung des MfS/AfNS und damit auch der kurz zuvor in „Nachrichtendienst der DDR“ umbenannten HVA.
Bei der Erstürmung des MfS-Komplexes in Berlin-Lichtenberg am 15. Januar 1990 blieben die Räume der HVA unangetastet. Am 8. Februar entstand einerseits das Komitee zur Auflösung des ehemaligen AfNS, andererseits wurden drei Regierungsbeauftragte zur Kontrolle des Auflösungsprozesses eingesetzt.
In dem Beschluss der Arbeitsgruppe Sicherheit des Zentralen Runden Tischs vom 23. Februar 1990 zur Auflösung der HVA heißt es in der (getippten) Originalfassung: „Die Kontrolle aller Maßnahmen erfolgt durch das Bürgerkomitee.“ Vom alleinigen Unterzeichner des Dokuments, dem Regierungsbeauftragten der Modrow-Regierung Generaloberst Fritz Peter, wurde, ohne erkennbare Legitimation (keine Gegenzeichnung), die Kontrolle handschriftlich geändert in: „Die Kontrolle erfolgt durch die Arbeitsgruppe Sicherheit im engen Zusammenwirken mit dem Bürgerkomitee und wird durch Herrn Dr. Böhm koordiniert.“ Georg Böhm war Peters Stellvertreter. Damit war die eigentlich beschlossene Kontrolle nur noch Theorie, was später als „genehmigte Selbstauflösung“ bezeichnet wurde.[5] Die Zuordnung der AG BKK zur ehemaligen HVA wurde rückgängig gemacht; inzwischen waren – nach späterer Einschätzung des KoKo-Ausschusses des Bundestags sowie der BStU – etliche Unterlagen aus diesem Bereich verschwunden. Der wie alle MfS-Mitarbeiter Anfang 1990 entlassene HVA-Chef Großmann wurde „Berater“ der umgehend gebildeten Gruppe zur Auflösung der HV A. Die konkrete Abwicklung wurde innerhalb dieser Gruppe von Bernd Fischer geleitet, vormals Oberst und Chef der HVA-Abteilung I. Der Nachrichtendienst sollte zum 1. Juli 1990 vollständig aufgelöst sein.
Fast alle personenbezogenen Unterlagen, Spionageergebnisse und sonstigen HVA-Materialien wurden bis Juni 1990 vernichtet. Dabei unterliefen den „Auflösern“ zwei folgenschwere Fehler:
Einerseits gelangte auf nicht völlig geklärte Weise eine Kopie einer mikroverfilmten Kartei, die später als Rosenholz-Dateien bekannt wurden, zur CIA. Die Beschaffung hieß bei der CIA Operation Rosewood. Die anfangs oft vertretene Auffassung, es handle sich um eine Art Mobilisierungskartei, trifft nicht zu.[6]
Andererseits existierte seit 1987 eine externe Sicherungskopie der SIRA-Datenbank, in der die HVA-Eingangsinformationen als Zusammenfassungen samt einigen Daten zu den liefernden Spionen gespeichert wurden. Diese SIRA-Kopie entging der Vernichtung, kam auf Umwegen ins BStU-Archiv und wurde seit 1998 weitgehend entschlüsselt. Zusammen mit den von der CIA übergebenen Rosenholz-Dateien ermöglichen diese Daten inzwischen tiefe Einblicke in die DDR-Spionage der Jahre 1969 bis 1989.

Als die Gruppe um Fischer dem staatlichen MfS-Auflösungskomitee „fristgemäßen“ Vollzug meldete, waren weder alle Dokumente vernichtet noch die HVA-Firmen korrekt liquidiert. Die Zerstörung ausgelagerter Akten lief sogar nach dem 3. Oktober 1990 weiter; bei F.C. Gerlach und Asimex wurden bis 1991 noch mehrere Hundert Millionen D-Mark Bundesvermögen veruntreut. Die HVA-Auflöser machten in ihrem Abschlussbericht lediglich allgemeine Angaben und verschwiegen die Probleme.


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rot mark.
"tolle Leistung", aber heute vor den demokratischen Gerichten ihre Sonderrenten einklagen. Allein für diesen vorausgegangen feindlichen , illloyalen Akt wäre eine 50 % Rentenkürzung für die Beteiligten angemessen. Da haben sie noch aktiv an der Verschiebung des SED Vermögens ins Ausland gearbeitet.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#5

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 15:28
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #4
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #3
Hier das HVA-Ende aus Sicht von Wiki:

Zitat
Auflösung (Abwicklung)[Bearbeiten]
Als Ende 1989 die meisten Bezirksverwaltungen des MfS von Demonstranten besetzt wurden, arbeitete die HVA in der Berliner MfS-Zentrale weiter. Die Mitarbeiter des Dienstes bemühten sich, Akten zu vernichten und „Quellen“ abzuschalten. Während der Umstrukturierungen zum Jahreswechsel 1989/90 wurde die für die Überwachung der KoKo zuständige AG BKK des MfS wegen des verwandten „Arbeitsgegenstandes“ der HVA zugeschlagen. Am 13. Januar 1990 verfügte die DDR-Regierung unter Modrow auf Initiative des Zentralen Runden Tisches die ersatzlose Auflösung des MfS/AfNS und damit auch der kurz zuvor in „Nachrichtendienst der DDR“ umbenannten HVA.
Bei der Erstürmung des MfS-Komplexes in Berlin-Lichtenberg am 15. Januar 1990 blieben die Räume der HVA unangetastet. Am 8. Februar entstand einerseits das Komitee zur Auflösung des ehemaligen AfNS, andererseits wurden drei Regierungsbeauftragte zur Kontrolle des Auflösungsprozesses eingesetzt.
In dem Beschluss der Arbeitsgruppe Sicherheit des Zentralen Runden Tischs vom 23. Februar 1990 zur Auflösung der HVA heißt es in der (getippten) Originalfassung: „Die Kontrolle aller Maßnahmen erfolgt durch das Bürgerkomitee.“ Vom alleinigen Unterzeichner des Dokuments, dem Regierungsbeauftragten der Modrow-Regierung Generaloberst Fritz Peter, wurde, ohne erkennbare Legitimation (keine Gegenzeichnung), die Kontrolle handschriftlich geändert in: „Die Kontrolle erfolgt durch die Arbeitsgruppe Sicherheit im engen Zusammenwirken mit dem Bürgerkomitee und wird durch Herrn Dr. Böhm koordiniert.“ Georg Böhm war Peters Stellvertreter. Damit war die eigentlich beschlossene Kontrolle nur noch Theorie, was später als „genehmigte Selbstauflösung“ bezeichnet wurde.[5] Die Zuordnung der AG BKK zur ehemaligen HVA wurde rückgängig gemacht; inzwischen waren – nach späterer Einschätzung des KoKo-Ausschusses des Bundestags sowie der BStU – etliche Unterlagen aus diesem Bereich verschwunden. Der wie alle MfS-Mitarbeiter Anfang 1990 entlassene HVA-Chef Großmann wurde „Berater“ der umgehend gebildeten Gruppe zur Auflösung der HV A. Die konkrete Abwicklung wurde innerhalb dieser Gruppe von Bernd Fischer geleitet, vormals Oberst und Chef der HVA-Abteilung I. Der Nachrichtendienst sollte zum 1. Juli 1990 vollständig aufgelöst sein.
Fast alle personenbezogenen Unterlagen, Spionageergebnisse und sonstigen HVA-Materialien wurden bis Juni 1990 vernichtet. Dabei unterliefen den „Auflösern“ zwei folgenschwere Fehler:
Einerseits gelangte auf nicht völlig geklärte Weise eine Kopie einer mikroverfilmten Kartei, die später als Rosenholz-Dateien bekannt wurden, zur CIA. Die Beschaffung hieß bei der CIA Operation Rosewood. Die anfangs oft vertretene Auffassung, es handle sich um eine Art Mobilisierungskartei, trifft nicht zu.[6]
Andererseits existierte seit 1987 eine externe Sicherungskopie der SIRA-Datenbank, in der die HVA-Eingangsinformationen als Zusammenfassungen samt einigen Daten zu den liefernden Spionen gespeichert wurden. Diese SIRA-Kopie entging der Vernichtung, kam auf Umwegen ins BStU-Archiv und wurde seit 1998 weitgehend entschlüsselt. Zusammen mit den von der CIA übergebenen Rosenholz-Dateien ermöglichen diese Daten inzwischen tiefe Einblicke in die DDR-Spionage der Jahre 1969 bis 1989.

Als die Gruppe um Fischer dem staatlichen MfS-Auflösungskomitee „fristgemäßen“ Vollzug meldete, waren weder alle Dokumente vernichtet noch die HVA-Firmen korrekt liquidiert. Die Zerstörung ausgelagerter Akten lief sogar nach dem 3. Oktober 1990 weiter; bei F.C. Gerlach und Asimex wurden bis 1991 noch mehrere Hundert Millionen D-Mark Bundesvermögen veruntreut. Die HVA-Auflöser machten in ihrem Abschlussbericht lediglich allgemeine Angaben und verschwiegen die Probleme.


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"tolle Leistung", aber heute vor den demokratischen Gerichten ihre Sonderrenten einklagen. Allein für diesen vorausgegangen feindlichen , illloyalen Akt wäre eine 50 % Rentenkürzung für die Beteiligten angemessen. Da haben sie noch aktiv an der Verschiebung des SED Vermögens ins Ausland gearbeitet.




Gert,

wenn dies alles so klar ist, dürfte es je keine Schwierigkeit gewesen sein gegen die Personen entsprechende Ermittlungen anzustellen , diese anzuklagen und anschließend zu verurteilen .....


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#6

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 15:37
von damals wars | 12.113 Beiträge

Stand und steht nicht Schalk-G.Unter dem persönlichen Schutz vom Finanzminister. Also erfolgten die Geldverschiebungen mit Billigung der damaligen Bundesregierung!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
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#7

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 17:10
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #6
Stand und steht nicht Schalk-G.Unter dem persönlichen Schutz vom Finanzminister. Also erfolgten die Geldverschiebungen mit Billigung der damaligen Bundesregierung!

nein


.
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#8

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 27.02.2014 17:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #5
Zitat von Gert im Beitrag #4
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #3
Hier das HVA-Ende aus Sicht von Wiki:

Zitat
Auflösung (Abwicklung)[Bearbeiten]
Als Ende 1989 die meisten Bezirksverwaltungen des MfS von Demonstranten besetzt wurden, arbeitete die HVA in der Berliner MfS-Zentrale weiter. Die Mitarbeiter des Dienstes bemühten sich, Akten zu vernichten und „Quellen“ abzuschalten. Während der Umstrukturierungen zum Jahreswechsel 1989/90 wurde die für die Überwachung der KoKo zuständige AG BKK des MfS wegen des verwandten „Arbeitsgegenstandes“ der HVA zugeschlagen. Am 13. Januar 1990 verfügte die DDR-Regierung unter Modrow auf Initiative des Zentralen Runden Tisches die ersatzlose Auflösung des MfS/AfNS und damit auch der kurz zuvor in „Nachrichtendienst der DDR“ umbenannten HVA.
Bei der Erstürmung des MfS-Komplexes in Berlin-Lichtenberg am 15. Januar 1990 blieben die Räume der HVA unangetastet. Am 8. Februar entstand einerseits das Komitee zur Auflösung des ehemaligen AfNS, andererseits wurden drei Regierungsbeauftragte zur Kontrolle des Auflösungsprozesses eingesetzt.
In dem Beschluss der Arbeitsgruppe Sicherheit des Zentralen Runden Tischs vom 23. Februar 1990 zur Auflösung der HVA heißt es in der (getippten) Originalfassung: „Die Kontrolle aller Maßnahmen erfolgt durch das Bürgerkomitee.“ Vom alleinigen Unterzeichner des Dokuments, dem Regierungsbeauftragten der Modrow-Regierung Generaloberst Fritz Peter, wurde, ohne erkennbare Legitimation (keine Gegenzeichnung), die Kontrolle handschriftlich geändert in: „Die Kontrolle erfolgt durch die Arbeitsgruppe Sicherheit im engen Zusammenwirken mit dem Bürgerkomitee und wird durch Herrn Dr. Böhm koordiniert.“ Georg Böhm war Peters Stellvertreter. Damit war die eigentlich beschlossene Kontrolle nur noch Theorie, was später als „genehmigte Selbstauflösung“ bezeichnet wurde.[5] Die Zuordnung der AG BKK zur ehemaligen HVA wurde rückgängig gemacht; inzwischen waren – nach späterer Einschätzung des KoKo-Ausschusses des Bundestags sowie der BStU – etliche Unterlagen aus diesem Bereich verschwunden. Der wie alle MfS-Mitarbeiter Anfang 1990 entlassene HVA-Chef Großmann wurde „Berater“ der umgehend gebildeten Gruppe zur Auflösung der HV A. Die konkrete Abwicklung wurde innerhalb dieser Gruppe von Bernd Fischer geleitet, vormals Oberst und Chef der HVA-Abteilung I. Der Nachrichtendienst sollte zum 1. Juli 1990 vollständig aufgelöst sein.
Fast alle personenbezogenen Unterlagen, Spionageergebnisse und sonstigen HVA-Materialien wurden bis Juni 1990 vernichtet. Dabei unterliefen den „Auflösern“ zwei folgenschwere Fehler:
Einerseits gelangte auf nicht völlig geklärte Weise eine Kopie einer mikroverfilmten Kartei, die später als Rosenholz-Dateien bekannt wurden, zur CIA. Die Beschaffung hieß bei der CIA Operation Rosewood. Die anfangs oft vertretene Auffassung, es handle sich um eine Art Mobilisierungskartei, trifft nicht zu.[6]
Andererseits existierte seit 1987 eine externe Sicherungskopie der SIRA-Datenbank, in der die HVA-Eingangsinformationen als Zusammenfassungen samt einigen Daten zu den liefernden Spionen gespeichert wurden. Diese SIRA-Kopie entging der Vernichtung, kam auf Umwegen ins BStU-Archiv und wurde seit 1998 weitgehend entschlüsselt. Zusammen mit den von der CIA übergebenen Rosenholz-Dateien ermöglichen diese Daten inzwischen tiefe Einblicke in die DDR-Spionage der Jahre 1969 bis 1989.

Als die Gruppe um Fischer dem staatlichen MfS-Auflösungskomitee „fristgemäßen“ Vollzug meldete, waren weder alle Dokumente vernichtet noch die HVA-Firmen korrekt liquidiert. Die Zerstörung ausgelagerter Akten lief sogar nach dem 3. Oktober 1990 weiter; bei F.C. Gerlach und Asimex wurden bis 1991 noch mehrere Hundert Millionen D-Mark Bundesvermögen veruntreut. Die HVA-Auflöser machten in ihrem Abschlussbericht lediglich allgemeine Angaben und verschwiegen die Probleme.


http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptverwaltung_Aufklärung


rot mark.
"tolle Leistung", aber heute vor den demokratischen Gerichten ihre Sonderrenten einklagen. Allein für diesen vorausgegangen feindlichen , illloyalen Akt wäre eine 50 % Rentenkürzung für die Beteiligten angemessen. Da haben sie noch aktiv an der Verschiebung des SED Vermögens ins Ausland gearbeitet.




Gert,

wenn dies alles so klar ist, dürfte es je keine Schwierigkeit gewesen sein gegen die Personen entsprechende Ermittlungen anzustellen , diese anzuklagen und anschließend zu verurteilen .....




@Alfred ist richtig, wird sehr unklar sein. Dafür haben diese Leute sicher gesorgt. Gelernt ist eben gelernt.


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#9

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 02.03.2014 12:11
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Harzwanderer!

--------------------
Wikipedia ist mehr zensiert als jedes andere "Wissensportal".
Versuche dort mal Wahres zu schreiben. Wenn es nicht "politisch korrekt" ist, dann taucht es bestenfalls unter der Spalte "Versionsgeschichte" auf. Wenn es nicht umgehend im Nirvana verschwindet.

Wer kennt schon die Hintergründe und in der "Diskussion" bei Wikipedia sind so viele "PolCor"-Trolls, daß die Sucher von wahrer Information dort zum Schuß entnervt rausklicken.
Ich habe mal bei einigen Dingen in und um Lübeck Hintergrundinfos geschrieben, die waren ratz fatz weg. Nicht mal in der "Versionsgeschichte" auffindbar! Und ist jemand zu penetrant, dann wird sein Zugang gesperrt.
So viel zum System-Wiki.

--------------------

Seit Stiller, wurde in der CIA (und nicht nur da) fieberhaft an der Sache gearbeitet. Er hatte zwar keinen direkten Zugang zur Gesamtmaterie, wußte aber von vielen Sachen.
Wolf ist durch seine Aktivitäten in Richtung Israel auch differenziert zu betrachten.
Aber wie man an einigen Idioten in heutigen Medienauftritten sehen kann (die Schabe, der Bohnbüddel usw.) gab es auch charakterschwache bzw. egozentrische Leute, denen man mit einer sehr speziellen Bauchpinselei, ihr Rückgrad mehr als weich machte.
Was bei westlichen Diensten der Normalfall war, daß man eigene Leute schon mal über die Klinge springen ließ wenn es von Vorteil war, hatte bei einigen im MfS nach/während der "Wende" auch einen gewissen Nährboden gefunden.
So nach dem Motto: Nun bin ich mir selbst der Nächste....

Und sein wir mal ehrlich, so "lieb" wie man öffentlich meinte mit den Berufs-MfSlern umgegangen zu sein, war es sehr oft überhaupt nicht.
Wenn wir die Akten der politischen Polizei der BRD (genannt VS) offen hätten, würden 99% der Bundesbürger nach Standgerichten rufen und hätten natürlich alle NIE etwas davon gewußt, geschweige denn davon geahnt.
So ist das eben, wenn die Sieger die Geschichte "offiziell" schreiben.

Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von Harzwanderer im Beitrag #3
Hier das HVA-Ende aus Sicht von Wiki:

Zitat
.......
Einerseits gelangte auf nicht völlig geklärte Weise eine Kopie einer mikroverfilmten Kartei, die später als Rosenholz-Dateien bekannt wurden, zur CIA. Die Beschaffung hieß bei der CIA Operation Rosewood. .....

http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptverwaltung_Aufklärung


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zuletzt bearbeitet 02.03.2014 14:28 | nach oben springen

#10

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 02.03.2014 12:17
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Gert!

Man müßte eher schreiben:
"Nein, unter der Protektion von viel Wichtigeren Leuten".
Und die Geldverschiebungen wurden sicher von Seiten der neuen Herren auch nicht "aktiv bekämpft".
Man wollte ja noch was von einigen ....

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von Gert im Beitrag #7
Zitat von damals wars im Beitrag #6
Stand und steht nicht Schalk-G.Unter dem persönlichen Schutz vom Finanzminister. Also erfolgten die Geldverschiebungen mit Billigung der damaligen Bundesregierung!

nein


zuletzt bearbeitet 02.03.2014 12:19 | nach oben springen

#11

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 21:54
von seaman | 3.487 Beiträge

Ein guter Freund ist bei dieser Buchlesung vor Ort gewesen und hat seine Eindrücke dazu geschildert.
Mit seiner Erlaubnis in Auszügen die gestrige Buchvorstellung:

Trotz Voranmeldung mussten noch zusätzliche Bänke in den Räumlichkeiten aufgestellt werden, die auch nicht ausreichten, jedem Besucher einen Sitzplatz während der ca. 2 stündigen Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

Einige Dinge, die mir aus den Ausführungen von Bernd Fischer und Gästebeiträgen in Erinnerung blieben:

Die Vernichtung der Vorgangs - Akten der HVA fanden in den Räumlichkeiten der HVA in der Frankfurter Allee Ecke Ruschestraße in einer ersten größeren Aktion von Oktober bis Dezember 1989 entsprechend der sich sehr rasch wandelnden Vorstellungen der Arbeit eines DDR Auslandsnachrichtendienstes innerhalb der politischen Veränderungen in der DDR statt.

Im Januar 1990 wurde die Dezimierung des Bestandes der Akten - einhergehend mit der teilweisen Reduzierung des Mitarbeiterbestandes fortgesetzt, wobei das operative Netz bis mindestens Februar 1990 vollständig und funktionsfähig zur Verfügung stand.

Erst mit dem Beschluss des Runden Tisches vom 23.2.1990 über die Auflösung des Auslandsnachrichtendienstes wurden die entsprechenden Aktivitäten eingeleitet und - zumindest was Letzteren betraf - auch umgesetzt. Dies war hauptsächlich bis Ende Mai 1990 abgeschlossen, wobei die finanziellen Möglichkeiten sehr schnell und sehr rapide abnahmen. Man hatte u.a. das Problem, das man nicht mehr ausreichend Mark der DDR hatte, um alle Verbindlichkeiten (z.B. Zahlung für Mieten der bis heute nicht erkannten konspirativen Wohnungen (KW) und legendierten Dienstobjekte der HVA ) zu begleichen, und selbst die geringen Bestände an DM keiner der Gläubiger in der DDR bis zum 30.06.1990 abrechnen konnte.

Man hatte auch zum Schluss Probleme, die Übergabe von Objekten ordnungsgemäß durchzuführen, weil es Kompetenzgerangel der übernehmenden Institutionen gab (Beispiel Streit Deutsche Post vs Bildungsministerium von Regine Hildebrand zur Übernahme der HVA Sendeeinrichtungen in Wernsdorf), einfach keiner da war oder die Bürgerkomitees oder die offiziell Übernehmenden schlicht einige Objekte (z.B. Objekt bzw. Bunker Gosen) vergessen hatten. Aus heutiger Sicht schwer vorstellbar, aber in der damaligen "Zeit des kleinen Chaos" innerhalb der Entwicklungen in der DDR Realität.

Die Aktenvernichtung wurde auch nach der Erstürmung der MfS Zentrale am 15.1.1990 in den Räumlichkeiten der HVA durch die Mitarbeiter mit Genehmigung des Runden Tisches und der Arbeitsgruppe Sicherheit der Bürgerkomittees fortgesetzt, wobei der Karteibestand der IM der HVA aus der Zentralkartei des MfS bereinigt wurde.

Man hielt sich - zum Schutze der Leute, mit denen man jahrelang vertrauensvoll zusammenarbeitete - genau an einige dilletantische Anweisungen von Verantwortlichen des Runden Tisches, die keine Ahnung von der Arbeitsweise/Struktur der HVA hatten.

Als Beispiel sei die Umsetzung der Anweisung zur Entnahme und Vernichtung der Dublikate der IM Karteikarten der HVA in der Zentralkartei des MfS genannt. Diese wurde umgesetzt, wie auch eine weitere Anweisung, die Akten der HVA zu vernichten, wobei die Originale der IM Karteiakten der HVA ja bei der HVA lagen und daher unter diesen Erlass fielen. Somit wurden Originale und Dublikate der IM Karteikarten vollständig wie auch der gesamte Bestand der Arbeitsakten der HVA vernichtet.

Nur ausgewählte Ausgangsakten, das heißt zusammenfassende Ergebnisse der Aufklärungsarbeit der HVA in bestimmten Bereichen (ca 40 laufende Meter Aktenbestand) wurden hinterlassen.

Die Verkollerungsanlage in der Ruschestrasse war zum Zeitpunkt des Umszuges der HVA Restbestände an Akten und Personal (Ende Februar 1990) in die Rödernstrasse am Ende ihrer Leistungsfähigkeit und ging dann einfach kaputt, sodass in Berlin (West) neue Häcksler/Verkollerungsmaschinen beschafft worden sind.

Die HVA Akten wurden in die Rödernstrasse verbracht (siehe Bild oben) und dort in den Kellern weiter vernichtet (z.T neu sortiert, weil Auflösungskomitee der DDR Regierung wechselnde Vorstellungen zu den beabsichtigten Hinterlassenschaften der HVA hatte). Dazu pendelten 2 Lkw Züge mehrere Wochen zwischen Ruschestrasse und Rödernstrasse, wobei man zum Schluss auch die logistische Hilfe der GSSD in Anspruch nahm.

1. Kleine Anekdote am Rande: Der bei der Verkollerung mit Wasser versetzte Papierbrei lief bei einem Transport aus dem für solche Art von Transport nicht konzipierten Lkw bzw. dessen Anhänger aus und hinterlies Spuren auf der Strasse. Dies wurde von aufmerksamen Bürgern an die VP gemeldet. Daraufhin gab es eine Anfrage eines "Bürgerrechtlers", welche atomar verseuchte Substanz man denn da verbringen würde. Also damals traute man dem MfS bzw. der HVA so einiges zu, wobei denen Gosen als Area 51 erspart blieb laugh.gif

2. Kleine Anekdote am Rande: Beim Abtransport der gesicherten Mikroverfilmungen der HVA (diese waren in bleiummantelten Behältnissen) kippte erst der eigene, dann der Transportkran der NVA um (ADK...?) um, sodass man dann einen (in der DDR sehr seltenen) Mobilkran der Deutschen Reichsbahn mit höherer Traglast eingesetzt hatte, um die Behälter zum Abtransport auf Tieflader zu hieven. Die Kollegen der DR halfen unkompliziert, zumal der Präsident der DR in die Räume des Leiters der HVA im Rahmen der Übernahme der Gebäude der HVA durch die DR zu diesem Zeitpunkt bereits dort einzog.

Die Verurteilung von Kunderschafter (IM, Spion ... Begrifflichkeit kann jeder nach eigener Befindlichkeit nutzen) konnte/wurde daher in den danach laufenden Gerichtsprozessen nie an Hand von HVA Original Akten, sondern nur durch Aussagen von Verrätern als Beweismittel vorgenommen (werden).

Teilweise wurden Akten der HVA auch als Kopie an andere Diensteinheiten gegeben, die sich dann aber nur in Fragmenten in deren Aktenbestand wiederfanden.

In den ca 40 Metern Ausgangsakten der HVA, also das was man der Nachwelt als Ergebnis der "HVA Forschungen" präsentieren wollte, befanden sich ca 1240 Seiten einer Zusammenfassung der Überwachungsaktivitäten der NSA gegen ihre eigenen Verbündeten seit den frühen 70er Jahren. Diese Akten wurden am 8.10.1990 (5 Tage nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik) auf Bitte der amerikanischen Dienste an den damaligen Bundesinnenminister Schäuble durch Beamte des BGS aus dem durch die damaligen Bürgerrechtler besetzten MfS Zentralarchiv in der Normannenstrasse entfernt und ungelesen an die Amerikaner übergeben. Also einige der durch E. Snowden gemachten Enthüllungen hätten schon 1990 stattfinden können. Die Berliner Polizei lehnte jede Verantwortung für diese illegale Aktivität ab. Ich spekuliere jetzt mal: Schäuble nutzte seine Weisungskompetenz als Innenminister an den BGS, um unnötige Diskussionen mit der Berliner Politik/Polizei zu vermeiden und "das Problem" schnell und unkompliziert aus der Welt zu schaffen.

Der eine oder andere erinnert sich an die Bilder aus September/Oktober/Dezember 1990 über die Besetzung (mit und ohne Hungerstreik) unter stundenweiser Teilnahme von einem Liedermacher aus Hamburg, der nicht singen kann: Die Bürgerrechtler forderten "Jeder solle seine Akte lesen können". Die US Dienste nahmen dies wörtlich, handelten noch vor dem Erlass eines Gesetzes und hatten - in diesem Falle - ihre(n) (west)deutschen Helfer in Form des Innenmisters für diese aus meiner Sicht illegalen Aktion. 24 Jahre später musste ein ehemaliger Nachfolger von Schäuble in dieser Funktion aus geringerem Anlass wegen des Verdachtes des mündlichen Verrates von vertraulichen Informationen seinen Hut nehmen. So ändern sich die Zeiten....

Wie die unter dem Namen Rosenholz bekannt gewordene HVA Kartei zu den US Diensten gelangte, ist der ehemaligen Führung der HVA bis heute nicht bekannt. Alles und vieles ist in diesem Zusammenhang möglich. Auffällig dabei war bisher nur, das die veröffentlichten, deutschen Ermittlern und Gesprächspartnern der HVA Leute zugänglich gemachten Unterlagen einen Stand aus Mitte 1988 (Mob Planung Herbst 1988 und andere Detals später waren darin nicht enthalten) entsprachen, was es möglich erscheinen lässt, das die Unterlagen über einem anderen Weg zur CIA gelangten, als bisher in der Öffentlchkeit lanciert. Die auch hier im Forum besprochenen Artikel über den Weg der mikroverfilmten HVA Mob Kartei via KGB Karlshorst, Platzierung in einem anderen Land des Ostblocks kann man daher weiterhin in den Bereich von "Spekulatius" oder "gezielter Irreführung der Öffentlichkeit bzw. einschlägig interessierter Kreise durch die "den Deutschen partnerschaftlich verbundenen Besitzer von 100 % der Unterlagen" einordnen. Also WIKI Eintrag muss - zumindest in dieser Beziehung - keiner mehr bemühen auf der Suche nach den Fakten.

Es gab keine Übergabe von Vorgängen oder IM der HVA an sowjetische Dienste. Das wurde sowohl von HVA Seite, als auch von dem zuständigen HVA Kontaktmann des sowjetischen Dienstes abgelehnt. Dies aus rein handwerklichen Gründen. Es wäre einfach unprofessionell und daher von geringem Wert.

Die 2 in der Presse bekannt gewordenen Ausnahmen werden auch heute noch gerne als Beweis und Basis für weitere Spekulationen in dieser Hinsicht genommen. Zum einen war dies die durch den Führunsoffizier von Dieter W. Feuerstein initiierte "Übergabe an russische Dienste". Dieser berichtete persönlich während der Veranstaltung davon. Was in der Presse nicht erwähnt wurde: der FO von Dieter W. Feuerstein stand seit Februar 1990 bereits im Dienste des VS, sodass diese "Übergabe" eine durch den VS initiierte und geführte Aktion war. Der 2. Fall war ein Mitarbeiter der HVA, der von sich aus versuchte, sich dem sowjetischen Dienst anzudienen, was aber nicht funktionierte und mit einer Verurteilung durch ein deutsches Gericht endete.

Eine der wichtigsten Kernaussagen der Veranstaltung lies die Besucher aufhorchen: Auf die Frage des Moderators Peter Wolter, wieviel Prozent der HVA Kundschafter weltweit den nun enttarnt wurden, kam die etwas ausweichende aber dann so verblüffende Aussage von Fischer:

Es wurden eine Reihe von Mitarbeitern der HVA enttarnt und vor Gericht gestellt, was man als Niederlage empfindet. Der überwiegende Teil aber ist bis heute nicht entdeckt. Nachsatz von ihm : Es gab u.a. noch jemanden im BND und jemanden in der CIA.

So ungewöhnlich diese Aussage ist, umso verständlicher ist sie, wenn man sich etwas mit der Arbeitsweise der HVA beschäftigt. Jeder wußte nur das, was er wissen musste innerhalb einer kleinen Zelle.

Die HVA Akten sind vernichtet und waren daher keine Basis für deutsche Ermittlungsbehörden, tätig zu werden. Die Leute, die aufflogen, wurden durch eine sehr übersichtliche Anzahl von "Verrätern" verraten. Die Masse der FO schweigt bis heute oder hat ihr Wissen bereits mit ins Grab genommen.

Sowohl die im NVA Rechenzentrum im Bunker in Garzau in den 1990er Jahren gefundene Sicherheitskopie der SIRA + die Fragmente der ab 1993 dem VS im Rahmen der Aktion "Rosenholz" erst zur Einsicht (die Amis übernahmen diesen Namen - falsch mit tz am Ende geschrieben) und dann in 2003 an die Bundesregierung übergebenen auf 381 CD ROM gespeicherten HVA Karteikarten waren nicht geeignet, diese Leute zu enttarnen. Sie selbst haben es bis heute auch nicht getan.

Fazit:
Interessante Veranstaltung vor interessiertem Publikum................................
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gruss seaman-
Dank an den Berichterstatter.


damals wars, Pitti53, passport, Udo, diegrenzgängerin und Eumel haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.03.2014 23:00 | nach oben springen

#12

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 22:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #11
Ein guter Freund ist bei dieser Buchlesung vor Ort gewesen und hat seine Eindrücke dazu geschildert.
Mit seiner Erlaubnis in Auszügen die gestrige Buchvorstellung:

Trotz Voranmeldung mussten noch zusätzliche Bänke in den Räumlichkeiten aufgestellt werden, die auch nicht ausreichten, jedem Besucher einen Sitzplatz während der ca. 2 stündigen Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

Einige Dinge, die mir aus den Ausführungen von Bernd Fischer und Gästebeiträgen in Erinnerung blieben:

Die Vernichtung der Vorgangs - Akten der HVA fanden in den Räumlichkeiten der HVA in der Frankfurter Allee Ecke Ruschestraße in einer ersten größeren Aktion von Oktober bis Dezember 1989 entsprechend der sich sehr rasch wandelnden Vorstellungen der Arbeit eines DDR Auslandsnachrichtendienstes innerhalb der politischen Veränderungen in der DDR statt.

Im Januar 1990 wurde die Dezimierung des Bestandes der Akten - einhergehend mit der teilweisen Reduzierung des Mitarbeiterbestandes fortgesetzt, wobei das operative Netz bis mindestens Februar 1990 vollständig und funktionsfähig zur Verfügung stand.

Erst mit dem Beschluss des Runden Tisches vom 23.2.1990 über die Auflösung des Auslandsnachrichtendienstes wurden die entsprechenden Aktivitäten eingeleitet und - zumindest was Letzteren betraf - auch umgesetzt. Dies war hauptsächlich bis Ende Mai 1990 abgeschlossen, wobei die finanziellen Möglichkeiten sehr schnell und sehr rapide abnahmen. Man hatte u.a. das Problem, das man nicht mehr ausreichend Mark der DDR hatte, um alle Verbindlichkeiten (z.B. Zahlung für Mieten der bis heute nicht erkannten konspirativen Wohnungen (KW) und legendierten Dienstobjekte der HVA ) zu begleichen, und selbst die geringen Bestände an DM keiner der Gläubiger in der DDR bis zum 30.06.1990 abrechnen konnte.

Man hatte auch zum Schluss Probleme, die Übergabe von Objekten ordnungsgemäß durchzuführen, weil es Kompetenzgerangel der übernehmenden Institutionen gab (Beispiel Streit Deutsche Post vs Bildungsministerium von Regine Hildebrand zur Übernahme der HVA Sendeeinrichtungen in Wernsdorf), einfach keiner da war oder die Bürgerkomitees oder die offiziell Übernehmenden schlicht einige Objekte (z.B. Objekt bzw. Bunker Gosen) vergessen hatten. Aus heutiger Sicht schwer vorstellbar, aber in der damaligen "Zeit des kleinen Chaos" innerhalb der Entwicklungen in der DDR Realität.

Die Aktenvernichtung wurde auch nach der Erstürmung der MfS Zentrale am 15.1.1990 in den Räumlichkeiten der HVA durch die Mitarbeiter mit Genehmigung des Runden Tisches und der Arbeitsgruppe Sicherheit der Bürgerkomittees fortgesetzt, wobei der Karteibestand der IM der HVA aus der Zentralkartei des MfS bereinigt wurde.

Man hielt sich - zum Schutze der Leute, mit denen man jahrelang vertrauensvoll zusammenarbeitete - genau an einige dilletantische Anweisungen von Verantwortlichen des Runden Tisches, die keine Ahnung von der Arbeitsweise/Struktur der HVA hatten.

Als Beispiel sei die Umsetzung der Anweisung zur Entnahme und Vernichtung der Dublikate der IM Karteikarten der HVA in der Zentralkartei des MfS genannt. Diese wurde umgesetzt, wie auch eine weitere Anweisung, die Akten der HVA zu vernichten, wobei die Originale der IM Karteiakten der HVA ja bei der HVA lagen und daher unter diesen Erlass fielen. Somit wurden Originale und Dublikate der IM Karteikarten vollständig wie auch der gesamte Bestand der Arbeitsakten der HVA vernichtet.

Nur ausgewählte Ausgangsakten, das heißt zusammenfassende Ergebnisse der Aufklärungsarbeit der HVA in bestimmten Bereichen (ca 40 laufende Meter Aktenbestand) wurden hinterlassen.

Die Verkollerungsanlage in der Ruschestrasse war zum Zeitpunkt des Umszuges der HVA Restbestände an Akten und Personal (Ende Februar 1990) in die Rödernstrasse am Ende ihrer Leistungsfähigkeit und ging dann einfach kaputt, sodass in Berlin (West) neue Häcksler/Verkollerungsmaschinen beschafft worden sind.

Die HVA Akten wurden in die Rödernstrasse verbracht (siehe Bild oben) und dort in den Kellern weiter vernichtet (z.T neu sortiert, weil Auflösungskomitee der DDR Regierung wechselnde Vorstellungen zu den beabsichtigten Hinterlassenschaften der HVA hatte). Dazu pendelten 2 Lkw Züge mehrere Wochen zwischen Ruschestrasse und Rödernstrasse, wobei man zum Schluss auch die logistische Hilfe der GSSD in Anspruch nahm.

1. Kleine Anekdote am Rande: Der bei der Verkollerung mit Wasser versetzte Papierbrei lief bei einem Transport aus dem für solche Art von Transport nicht konzipierten Lkw bzw. dessen Anhänger aus und hinterlies Spuren auf der Strasse. Dies wurde von aufmerksamen Bürgern an die VP gemeldet. Daraufhin gab es eine Anfrage eines "Bürgerrechtlers", welche atomar verseuchte Substanz man denn da verbringen würde. Also damals traute man dem MfS bzw. der HVA so einiges zu, wobei denen Gosen als Area 51 erspart blieb laugh.gif

2. Kleine Anekdote am Rande: Beim Abtransport der gesicherten Mikroverfilmungen der HVA (diese waren in bleiummantelten Behältnissen) kippte erst der eigene, dann der Transportkran der NVA um (ADK...?) um, sodass man dann einen (in der DDR sehr seltenen) Mobilkran der Deutschen Reichsbahn mit höherer Traglast eingesetzt hatte, um die Behälter zum Abtransport auf Tieflader zu hieven. Die Kollegen der DR halfen unkompliziert, zumal der Präsident der DR in die Räume des Leiters der HVA im Rahmen der Übernahme der Gebäude der HVA durch die DR zu diesem Zeitpunkt bereits dort einzog.

Die Verurteilung von Kunderschafter (IM, Spion ... Begrifflichkeit kann jeder nach eigener Befindlichkeit nutzen) konnte/wurde daher in den danach laufenden Gerichtsprozessen nie an Hand von HVA Original Akten, sondern nur durch Aussagen von Verrätern als Beweismittel vorgenommen (werden).

Teilweise wurden Akten der HVA auch als Kopie an andere Diensteinheiten gegeben, die sich dann aber nur in Fragmenten in deren Aktenbestand wiederfanden.

In den ca 40 Metern Ausgangsakten der HVA, also das was man der Nachwelt als Ergebnis der "HVA Forschungen" präsentieren wollte, befanden sich ca 1240 Seiten einer Zusammenfassung der Überwachungsaktivitäten der NSA gegen ihre eigenen Verbündeten seit den frühen 70er Jahren. Diese Akten wurden am 8.10.1990 (5 Tage nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik) auf Bitte der amerikanischen Dienste an den damaligen Bundesinnenminister Schäuble durch Beamte des BGS aus dem durch die damaligen Bürgerrechtler besetzten MfS Zentralarchiv in der Normannenstrasse entfernt und ungelesen an die Amerikaner übergeben. Also einige der durch E. Snowden gemachten Enthüllungen hätten schon 1990 stattfinden können. Die Berliner Polizei lehnte jede Verantwortung für diese illegale Aktivität ab. Ich spekuliere jetzt mal: Schäuble nutzte seine Weisungskompetenz als Innenminister an den BGS, um unnötige Diskussionen mit der Berliner Politik/Polizei zu vermeiden und "das Problem" schnell und unkompliziert aus der Welt zu schaffen.

Der eine oder andere erinnert sich an die Bilder aus September/Oktober/Dezember 1990 über die Besetzung (mit und ohne Hungerstreik) unter stundenweiser Teilnahme von einem Liedermacher aus Hamburg, der nicht singen kann: Die Bürgerrechtler forderten "Jeder solle seine Akte lesen können". Die US Dienste nahmen dies wörtlich, handelten noch vor dem Erlass eines Gesetzes und hatten - in diesem Falle - ihre(n) (west)deutschen Helfer in Form des Innenmisters für diese aus meiner Sicht illegalen Aktion. 24 Jahre später musste ein ehemaliger Nachfolger von Schäuble in dieser Funktion aus geringerem Anlass wegen des Verdachtes des mündlichen Verrates von vertraulichen Informationen seinen Hut nehmen. So ändern sich die Zeiten....

Wie die unter dem Namen Rosenholz bekannt gewordene HVA Kartei zu den US Diensten gelangte, ist der ehemaligen Führung der HVA bis heute nicht bekannt. Alles und vieles ist in diesem Zusammenhang möglich. Auffällig dabei war bisher nur, das die veröffentlichten, deutschen Ermittlern und Gesprächspartnern der HVA Leute zugänglich gemachten Unterlagen einen Stand aus Mitte 1988 (Mob Planung Herbst 1988 und andere Detals später waren darin nicht enthalten) entsprachen, was es möglich erscheinen lässt, das die Unterlagen über einem anderen Weg zur CIA gelangten, als bisher in der Öffentlchkeit lanciert. Die auch hier im Forum besprochenen Artikel über den Weg der mikroverfilmten HVA Mob Kartei via KGB Karlshorst, Platzierung in einem anderen Land des Ostblocks kann man daher weiterhin in den Bereich von "Spekulatius" oder "gezielter Irreführung der Öffentlichkeit bzw. einschlägig interessierter Kreise durch die "den Deutschen partnerschaftlich verbundenen Besitzer von 100 % der Unterlagen" einordnen. Also WIKI Eintrag muss - zumindest in dieser Beziehung - keiner mehr bemühen auf der Suche nach den Fakten.

Es gab keine Übergabe von Vorgängen oder IM der HVA an sowjetische Dienste. Das wurde sowohl von HVA Seite, als auch von dem zuständigen HVA Kontaktmann des sowjetischen Dienstes abgelehnt. Dies aus rein handwerklichen Gründen. Es wäre einfach unprofesionell und daher von geringem Wert.

Die 2 in der Presse bekannt gewordenen Ausnahmen werden auch heute noch gerne als Beweis und Basis für weitere Spekulationen in dieser Hinsicht genommen. Zum einen war dies die durch den Führunsoffizier von Dieter W. Feuerstein initiierte "Übergabe an russische Dienste". Dieser berichtete persönlich während der Veranstaltung davon. Was in der Presse nicht erwähnt wurde: der FO von Dieter W. Feuerstein stand seit Februar 1990 bereits im Dienste des VS, sodass diese "Übergabe" eine durch den VS initiierte und geführte Aktion war. Der 2. Fall war ein Mitarbeiter der HVA, der von sich aus versuchte, sich dem sowjetischen Dienst anzudienen, was aber nicht funktionierte und mit einer Verurteilung durch ein deutsches Gericht endete.

Eine der wichtigsten Kernaussagen der Veranstaltung lies die Besucher aufhorchen: Auf die Frage des Moderators Peter Wolter, wieviel Prozent der HVA Kundschafter weltweit den nun enttarnt wurden, kam die etwas ausweichende aber dann so verblüffende Aussage von Fischer:

Es wurden eine Reihe von Mitarbeitern der HVA enttarnt und vor Gericht gestellt, was man als Niederlage empfindet. Der überwiegende Teil aber ist bis heute nicht entdeckt. Nachsatz von ihm : Es gab u.a. noch jemanden im BND und jemanden in der CIA.

So ungewöhnlich diese Aussage ist, umso verständlicher ist sie, wenn man sich etwas mit der Arbeitsweise der HVA beschäftigt. Jeder wußte nur das, was er wissen musste innerhalb einer kleinen Zelle.

Die HVA Akten sind vernichtet und waren daher keine Basis für deutsche Ermittlungsbehörden, tätig zu werden. Die Leute, die aufflogen, wurden durch eine sehr übersichtliche Anzahl von "Verrätern" verraten. Die Masse der FO schweigt bis heute oder hat ihr Wissen bereits mit ins Grab genommen.

Sowohl die im NVA Rechenzentrum im Bunker in Garzau in den 1990er Jahren gefundene Sicherheitskopie der SIRA + die Fragmente der ab 1993 dem VS im Rahmen der Aktion "Rosenholz" erst zur Einsicht (die Amis übernahmen diesen Namen - falsch mit tz am Ende geschrieben) und dann in 2003 an die Bundesregierung übergebenen auf 381 CD ROM gespeicherten HVA Karteikarten waren nicht geeignet, diese Leute zu enttarnen. Sie selbst haben es bis heute auch nicht getan.

Fazit:
Interessante Veranstaltung vor interessiertem Publikum................................
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Gruss seaman-
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nun der Stolz über diesen Verein trieft aus jeder Zeile deines Berichtes. Meine Beurteilung dazu : sie sind die Loser der Geheimdienste. Es wurden genug der wichtigen Spione gefasst und verurteilt. Auf die paar Mitläufer die davon kommen werden, kann man pfeifen. Ist heute nach 25 Jahren sowieso uninteressant. Die Weltgeschichte ist weiter gegangen ohne HVA und keiner vermisst sie.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#13

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:08
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #12


nun der Stolz über diesen Verein trieft aus jeder Zeile deines Berichtes. Meine Beurteilung dazu : sie sind die Loser der Geheimdienste. Es wurden genug der wichtigen Spione gefasst und verurteilt. Auf die paar Mitläufer die davon kommen werden, kann man pfeifen. Ist heute nach 25 Jahren sowieso uninteressant. Die Weltgeschichte ist weiter gegangen ohne HVA und keiner vermisst sie.




gert das ist doch dummfug, über die meisten liegen doch keine infos vor, da vernichtet. ich weiß ja das du bei diesen themen hakenkreuze in den augen bekommst. mich interessiert schon, wie das gelaufen ist. danke


damals wars und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.03.2014 23:34 | nach oben springen

#14

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #13
Zitat von Gert im Beitrag #12


nun der Stolz über diesen Verein trieft aus jeder Zeile deines Berichtes. Meine Beurteilung dazu : sie sind die Loser der Geheimdienste. Es wurden genug der wichtigen Spione gefasst und verurteilt. Auf die paar Mitläufer die davon kommen werden, kann man pfeifen. Ist heute nach 25 Jahren sowieso uninteressant. Die Weltgeschichte ist weiter gegangen ohne HVA und keiner vermisst sie.




gert das ist doch dummfug, über die meisten liegen doch keine infos vor, da vernichtet. ich weiß ja das du bei diesen themen hakenkreuze in den bekommst. mich interessiert schon, wie das gelaufen ist. danke



wie kommst du auf Hakenkreuze ? Habe ich je im Forum eine Bemerkung gemacht, die pro Nazis war ? dann zeige sie mir. Ansonsten nimmst du den Ausdruck zurück .


.
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#15

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:15
von damals wars | 12.113 Beiträge

Wer austeilt,...................................


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#16

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:22
von Wolle76 (gelöscht)
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@Gert

Das ist symbolisch gemeint, man könnte auch sagen das Dir die Halsschlagadern schwellen, der Puls in die Höhe Schnellt, Du Dich Aufregst.


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#17

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:23
von Gert | 12.354 Beiträge

[quote=damals wars|p338147]Wer austeilt,...................................[/quote


halte dich doch da raus, ich habe dich nicht angesprochen, daher ist dein niveauloser Einwand gegenstandslos


.
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zuletzt bearbeitet 05.03.2014 23:23 | nach oben springen

#18

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:27
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #16
@Gert

Das ist symbolisch gemeint, man könnte auch sagen das Dir die Halsschlagadern schwellen, der Puls in die Höhe Schnellt, Du Dich Aufregst.


nein Wolle das sehe ich nicht so. Wenn man mich mit Nazisymbolen gleichsetzt, ist das eine bodenlose Provokation, die jeder Grundlage entbehrt.
Ich bin kein Anhänger dieser Ideologie und möchte auch nicht in die Nähe dieser Proleten gerückt werden.


.
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#19

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:45
von WernerHolt (gelöscht)
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mensch gert, nu fahre mal ein paar oktaven runter...
ich habe dich nicht als pro nazi usw bezeichnet ..punkt
google den satz und es kommt z.B sowas heraus

Zitat
Hakenkreuze in den Augen

Beschreibt einen Zustand des starken Hasses oder großer Aggression, angelehnt an den Spruch mit den Dollarzeichen in den Augen, die für Gier stehen...


http://mundmische.de/bedeutung/28162-Hak...ze_in_den_Augen

und du schreibst immer was von: "wer austeilt..."


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#20

RE: Das Ende der HVA

in Spionage Spione DDR und BRD 05.03.2014 23:55
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich muss @Werner Holt Recht geben: " Hakenkreuze in den Augen" ist, zumindest in der Region Berlin-Brandenburg, ein gängiger Begriff. Der nichts mit Nazis oder Nazisymbolen zu tun hat. Trotz des Wortes -Hakenkreuze-.
Ähnlich dem ebenfalls gängigen Ausdruck " dass ist mir ein innerer Reichtsparteitag".

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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