#21

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 18:37
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #20
Pitti genau deiAussage inn # 9 ist nicht gelöscht
Mit freundlichen Grüßen Marder


Doch


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#22

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 18:39
von Marder | 1.413 Beiträge

DANKE, dann hat mein Browser wohl länger gebraucht.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#23

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 18:47
von andyman | 1.875 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #22
DANKE, dann hat mein Browser wohl länger gebraucht.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Und ich dachte im OSTEN passiert alles 40 Jahre später.LGandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#24

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 18:52
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #19
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #12
Ausgerechnet von Pitti da was zu erwarten, da muß ich wirklich lachen.


Schnatter, der Mensch irrt solange er lebt

Ich habs getan

Hallo @Pitti53 ,

na gut, wenn Du soviel Großmut zeigst, sei es akzeptiert. Aus meiner Sicht hätte hier auch ein Ordnungsgong ertönen können, denn hinter der flapsigen Bemerkung steckt immerhin eine Beleidigung. Aber wenn Du es locker siehst, will ich hier nicht verkrampfen. Das wollte ich zum einen loswerden.

Zum zweiten @Marder und auch an alle anderen: Wir haben keinen "Dienstplan". Wer da ist, schaut mal über die Threads, ob irgendwo irgendwer irgendwas anstellt, das nach dem oberbehördlichen Einschreiten schreit. "Schlimm", wenn man sich in so einer Situation mal durch einen längeren Thread kämpft, weil man selbst den Überblick gewinnen oder gar ein paar Worte schreiben will. Da kann es durchaus schon mal sein, dass an einem lauschigen Samstag Nachmittag ein Thread mal ein paar Stündchen "unbeobachtet" bleibt. Genau dafür gibt es die "Melden-Funktion". Mit dieser Funktion erhalten alle Admins eine PM, die ihnen bei aktivierter Aktualisierungsfunktion im Status der Anmeldung sofort Kenntnis über eine entsprechende Nachricht gibt.

Ist das geklärt? Danke für die Meldung. Danke an Pitti für die schnelle Reaktion nach der Meldung, und an alle: Noch viel Spaß in einem Forum, in dem man sich auch künftig gegenseitig respektiert. Danke für die Aufmerksamkeit, Ende meiner Ausführungen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#25

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 18:57
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Nun ja, ich finde auch, dass "Die Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen eV." eine nützliche und sehr sinnvolle Einrichtung war. Sowohl für die geflohenen DDR Bürger als auch für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland. Die DDR Propaganda hatte nämlich das Lügen-Thema "MfS Agenten infiltrieren BRD und BND als unechte DDR Flüchtlinge" wiederholt erfolgreich in Film, Funk und Presse erfolgreich inszeniert; so erfolgreich, dass es auch Teile der BRD Presse übernahmen. Viele Westdeutsche wurden verunsichert und bekamen Berührungsängste mit den Geflohenen.
Theo
Edit: Rechtschreibung


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zuletzt bearbeitet 01.03.2014 18:59 | nach oben springen

#26

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 22:35
von Wahlhausener | 273 Beiträge

hinter der flapsigen Bemerkung steckt immerhin eine Beleidigung.
Rainman, ich weiß. Ich bin ganz sicher nicht als Diplomat geboren. Aber meine Eltern haben mir bestimmte Werte vermittelt und die vermisse ich bei Gert. Deßwegen muß ich ihn gelegentlich verhöhnen( xxxxxxxxxxxxxxxxxx) . Dieses ewige Kommunisten sind Scheiße geht mir gewaltig auf den Sack. Gestern kam wieder der Bericht über kriminelle Staatsanwälte(Unschuldig im Gefängnis) , im neuen Spiegel das Gleiche , in Spon die Mißachtung der Immunität durch Frankfurter Zollgelump. Wenn er meint dieses Land ist besser, seine Meinung und krigt von mir Re.

ich dachte das mit den Beleidigungen war geklärt? Gelbe Karte.....!!! exgakl....


Signatur gelöscht...


zuletzt bearbeitet 01.03.2014 22:55 | nach oben springen

#27

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2014 22:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Wahlhausener im Beitrag #26
hinter der flapsigen Bemerkung steckt immerhin eine Beleidigung.
Rainman, ich weiß. Ich bin ganz sicher nicht als Diplomat geboren. Aber meine Eltern haben mir bestimmte Werte vermittelt und die vermisse ich bei Gert. Deßwegen muß ich ihn gelegentlich verhöhnen(xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx) . Dieses ewige Kommunisten sind Scheiße geht mir gewaltig auf den Sack. Gestern kam wieder der Bericht über kriminelle Staatsanwälte(Unschuldig im Gefängnis) , im neuen Spiegel das Gleiche , in Spon die Mißachtung der Immunität durch Frankfurter Zollgelump. Wenn er meint dieses Land ist besser, seine Meinung und krigt von mir Re.

@Wahlhausener, mag ja sein das Du einige Dinge anders siehst, aber ich bin der Meinung wir sind alle in einer normale Kinderstube groß geworden und deshalb ist meine Meinung, das man sich ohne Beleidigung auseinander setzen kann! Dazu kommt noch, das einige die Du angreifst etwas älteres Baujahr sind und hat vielleicht etwas im Leben mehr erlebt haben. Deshalb etwas Achtung und etwas in dieser Person rein versetzen und dann schreiben!
Auch Deine Meinung zählt und keiner ,der nicht mit Dir übereinstimmt betitelt Dich! Also, sage Deine Meinung zu einen Thema und bleibe bitte auf den Teppich!!!
Grüsse Steffen52


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zuletzt bearbeitet 01.03.2014 22:55 | nach oben springen

#28

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2014 23:06
von Zeitzeuge1969 | 14 Beiträge

Antwort an @Gert =
Als die Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen (DGSB ) mit mir in Kontakt trat, war ich zuerst skeptisch und vorsichtig, denn ich wollte nicht zum Spielball werden zwischen Ost und West. Wie schon in meinem Bericht erwähnt, erwies sich die DGSB für mich als unaufdringlicher Ratgeber.
Warum gibt es von Dir keinen Fluchtbericht , Gert ?
Gruß Siggi / Zeitzeuge1969

An @Zeitzeuge1969
danke für den interessanten Bericht. Das was du nach der Flucht erlebt hast lief bei mir in ähnlicher Form ab incl. Betreuung durch die deutsche Gesellschaft für soziale Bez.. . die waren wirklich sehr nett und haben vor allen Gefahren gewarnt, die evtll. durch Kontakt mit DDR Behörden entstehen können. Auch praktische Lebenshilfe und Tips im Umgang mit Behörden wurden gemacht. Man fühlte sich dadurch im Anfang nicht so allein gelassen. Siehst du das auch so ?

Gruß Gert[/quote]


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zuletzt bearbeitet 02.03.2014 23:18 | nach oben springen

#29

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2014 23:31
von Zeitzeuge1969 | 14 Beiträge

http://ubm.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2006/981/pdf/diss.pdf
Kapitel 7.1 Seite 245 (pdf Nummerierung S. 260)
.


zuletzt bearbeitet 02.03.2014 23:32 | nach oben springen

#30

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.03.2014 00:41
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #7
Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Das das damals so relativ einfach klappte, kann ich mir vorstellen. Meine Grenzerzeit war 67/68 und unsere GK lag in einer Holzbaracke auch ca. gut einen halben Kilometer von dem löcherigen Stacheldraht weg. Dazu noch gab es bei uns (Westberlin) keine Minen und keine Reglemtierung in dieser Art für den Ausgang.
Was aus den Kindern geworden ist, würde mich auch interessieren. Bis zu einem bestimmten Alter wurden sie ganz sicher zurückgeschickt, aber wo war diese Grenze des Alters, ab wann sie frei entscheiden konnten, in ein westdeutsches Heim bzw zu Verwandten zu kommen oder zurück zu den Eltern geschickt zu werden ?



soweit ich mich erinnere, wurden Jugendliche unter 16 Jahren zurückgeschickt, wenn die Eltern in der DDR sie anforderten. In Giessen habe ich keine solchen jungen Menschen getroffen.



Ich habe solche Jugendlichen 1968 getroffen. Wenn noch wenige Monate bis zum 18. Geburtstag fehlten wurde das Aufnahmeverfahren so lange hingezogen bis sie 18 waren, Nach den DDR Gesetzen waren sie somit volljährig . In der BRD war man das damals erst mit 21. Habe aber selber erlebt das welche zurück in die DDR mussten wenn die Eltern darauf bestanden. Die waren über 16Jahre.


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#31

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.03.2014 08:39
von Paramite | 414 Beiträge

Sehr schöner "Bericht".

Vielleicht erklärt dies auch, warum es einige GKn in dieser Gegend gab, die vieles etwas strenger nahmen, wie andere. Nach Aussagen von Anwohnern und LPG Angehörigen, war es so, dass die Kompanie Göddeckenrode alles sehr streng nach Vorschrift nahm und 2-3 km weiter in Wülperode lief alles etwas "lockerer" ab.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#32

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 12.11.2014 21:08
von pik24 | 50 Beiträge

Zitat

Keine Wunder: Diese Gesellschaft gehörte zur "Psychologischen Kampfführung der Bundeswehr", eine Diensstelle der Bundeswehr.
http://ubm.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2006/981/pdf/diss.pdf
Kapitel 7.1 Seite 245 (pdf Nummerierung S. 260)
Theo



Die in der PDF abgebildete "Arbeiterzeitung" habe ich selber als Kind auf einer Wiese
unweit meines Wohnortes gefunden. Da ich ca. 20 Kilometer der Grenze entfernt aufwuchs, fand
ich einige Male Flugblätter. Wir Kinder und auch die Eltern haben darin gerne gestöbert,
obwohl auch nur reine Propaganda der Inhalt waren.



zuletzt bearbeitet 12.11.2014 21:08 | nach oben springen

#33

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.07.2015 15:53
von Maki | 3 Beiträge

wow, vielen Dank fürs bereitstellen. Finde so Zeitzeugen Berichte unheimlich interessant und der Beitrag wurde sehr gut beschrieben konnte es in meinem Kopf ein bisschen bildlich nachgehen.



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#34

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.07.2015 22:27
von Zeitzeuge1969 | 14 Beiträge

Zitat von Maki im Beitrag #33
wow, vielen Dank fürs bereitstellen. Finde so Zeitzeugen Berichte unheimlich interessant und der Beitrag wurde sehr gut beschrieben konnte es in meinem Kopf ein bisschen bildlich nachgehen.


Hallo Maki ,
Danke für den Kommentar das freut mich, das mein Schreiben ein Vorstellungs-Effekt erzeugte.
Ich habe schon manchmal gedacht während des Schreibens, ist vielleicht zuviel Nebensächliches und wollte einiges an Text weg lassen.
Aber dann wären die Zusammenhänge schlecht zu verstehen.
Deine Antwort gibt mir Befriedigung , das mein langer Bericht so ok ist.

Grüße von Zeitzeuge1969


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#35

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.07.2015 22:43
von Zeitzeuge1969 | 14 Beiträge

Zitat von Zeitzeuge1969 im Beitrag #28
Antwort an @Gert =
Als die Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen (DGSB ) mit mir in Kontakt trat, war ich zuerst skeptisch und vorsichtig, denn ich wollte nicht zum Spielball werden zwischen Ost und West. Wie schon in meinem Bericht erwähnt, erwies sich die DGSB für mich als unaufdringlicher Ratgeber.
Warum gibt es von Dir keinen Fluchtbericht , Gert ?
Gruß Siggi / Zeitzeuge1969

An @Zeitzeuge1969
danke für den interessanten Bericht. Das was du nach der Flucht erlebt hast lief bei mir in ähnlicher Form ab incl. Betreuung durch die deutsche Gesellschaft für soziale Bez.. . die waren wirklich sehr nett und haben vor allen Gefahren gewarnt, die evtll. durch Kontakt mit DDR Behörden entstehen können. Auch praktische Lebenshilfe und Tips im Umgang mit Behörden wurden gemacht. Man fühlte sich dadurch im Anfang nicht so allein gelassen. Siehst du das auch so ?

Gruß Gert


Hallo Gert ,
ja, ich sehe das auch so, sie machten 1 oder 2 x im Jahr brieflichen Kontakt bis zur Wende 1989
Und man konnte immer dort um Rat fragen. Dort waren ehrenamtliche Mitarbeiter vom öffentlichen Dienst ,im Rentenalter.

Herzliche Grüße von Zeitzeuge1969


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zuletzt bearbeitet 27.07.2015 23:26 | nach oben springen

#36

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.07.2015 23:42
von Zeitzeuge1969 | 14 Beiträge

Zitat von Zeitzeuge1969 im Beitrag #35
[quote=Zeitzeuge1969|p337424]Antwort an @Gert =
Als die Deutsche Gesellschaft für Sozialbeziehungen (DGSB ) mit mir in Kontakt trat, war ich zuerst skeptisch und vorsichtig, denn ich wollte nicht zum Spielball werden zwischen Ost und West. Wie schon in meinem Bericht erwähnt, erwies sich die DGSB für mich als unaufdringlicher Ratgeber.
Warum gibt es von Dir keinen Fluchtbericht , Gert ?
Gruß Siggi / Zeitzeuge1969

An @Zeitzeuge1969
danke für den interessanten Bericht. Das was du nach der Flucht erlebt hast lief bei mir in ähnlicher Form ab incl. Betreuung durch die deutsche Gesellschaft für soziale Bez.. . die waren wirklich sehr nett und haben vor allen Gefahren gewarnt, die evtll. durch Kontakt mit DDR Behörden entstehen können. Auch praktische Lebenshilfe und Tips im Umgang mit Behörden wurden gemacht. Man fühlte sich dadurch im Anfang nicht so allein gelassen. Siehst du das auch so ?

Gruß Gert


Hallo Gert ,
ja, ich sehe das auch so, sie machten 1 oder 2 x im Jahr brieflichen Kontakt bis zur Wende 1989
Und man konnte immer dort um Rat fragen. Dort waren ehrenamtliche Mitarbeiter vom öffentlichen Dienst ,im Rentenalter.



Hier ein Schreiben an mir von der DGSB.
Siehe Anhang
Meine Frage war damals, ob ich problemlos die Transitstrecken von Berlin-West nach Westdeutschland benutzen darf,oder eine Verhaftung drohen könnte von seitens der DDR.

Herzliche Grüße von Zeitzeuge1969

Anmerkung : Damit der Text groß zu lesen erscheint, auf die Anhänge klicken .


ek40, eisenringtheo, Cambrino, Fritze, josy95, 94, exgakl und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.07.2015 23:56 | nach oben springen

#37

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.07.2015 09:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Zeitzeuge1969 im Beitrag #36


Hallo Gert ,
ja, ich sehe das auch so, sie machten 1 oder 2 x im Jahr brieflichen Kontakt bis zur Wende 1989
Und man konnte immer dort um Rat fragen. Dort waren ehrenamtliche Mitarbeiter vom öffentlichen Dienst ,im Rentenalter.



Hier ein Schreiben an mir von der DGSB.
Siehe Anhang
Meine Frage war damals, ob ich problemlos die Transitstrecken von Berlin-West nach Westdeutschland benutzen darf,oder eine Verhaftung drohen könnte von seitens der DDR.

Herzliche Grüße von Zeitzeuge1969

Anmerkung : Damit der Text groß zu lesen erscheint, auf die Anhänge klicken .




Hallo @Zeitzeuge1969
sehr heikle Sache damals , als FF. Ich war ja auch Angehöriger GT , bin aber 1/2 Jahr nach meiner Entlassung erst geflüchtet, als Zivilist.
Trotzdem haben sie mir ihre Betreuung angeboten, die ich anfangs auch gern angenommen habe. So konnte ich schon Weihnachten 1972, gut 7 Jahre nach meiner Flucht nach Erfurt fahren um meine ganze Familie zu besuchen. Es ging mir aber wie dir, ich war sehr misstrauisch und habe vor dem ersten Besuch im damaligen innerdeutschen Ministerium angerufen, ob mir da etwas zustoßen könne. Sie sagten mir aber, dass ich als ziviler Flüchtling nichts zu befürchten hätte und wenn doch,sollte ich die damals neue StäV in Ostberlin verständigen.
Als ich in Wartha die PKE Angehörigen zum ersten Male in den GT Uniformen sah, wurde mir schon etwas mulmig. Meine junge Frau und mein 2 jähriger Sohn waren dabei. Es lief aber alles korrekt ab. Für mich war dieser erste Besuch wie "Triumphzug aus Aida", ich hatte das gute Gefühl : "Gert alles richtig gemacht". Na ja ist lange her und nun sind wir eins, was ich sowieso glaubte nicht mehr erleben zu können. Man konnte ja von außen nicht erkennen, wie faul dieser Apfel "DDR" von innen war.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Cambrino, josy95, Zeitzeuge1969 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.07.2015 09:50 | nach oben springen

#38

RE: Meine Fahnenflucht im Harzvorland am 14.November 1969

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.09.2015 02:19
von Cambrino | 201 Beiträge

Hallo, erst einmal Gruß an Alle und vielen Dank für die interessanten Beiträge.
Wegen der Transitwege : Auch ich bin 3 Monate nach meiner Entlassung geflüchtet ( 10.02.63 ), meine Fluchtgeschichte habe ich hier im Forum schon geschrieben.
Diese Gesellschaft von der hier die Rede ist, habe ich nicht kennen gelernt und war mir auch nicht bekannt. Hatte ja auch schon nach 5 Tagen einen Arbeitgeber mit Unterkunft und 10 Tage nach meiner Flucht war mein erster Arbeitstag. Bis zur Amnestie 1972 und auch später waren die Transit Strecken ein Fangeisen für ehemalige DDR Flüchtlinge, die es wagten die Transitwege durch die DDR zu benutzen. Davor wurde auch immer öffentlich gewarnt. Ich habe meine Stasi Akten studiert (ca.100 Seiten ). In dem Antrag auf Haftbefehl des VPKA Wernigerode an die Staatsanwaltschaft Wernigerode schrieb der Leiter des VPKA Major Brü. "zum Zwecke der Wiederergreifung bei Transitfahrten des Beschuldigten ist die Ausstellung eines Haftbefehls gerechtfertigt. Verletzte Rechtsgrundlage § 8 Paßgesetz".
Der Haftbefehl wurde vom Kreisgericht Wernigerode ausgestellt. Nach der Amnestie eine Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 16.11.72 an das Kreisgericht, den Haftbefehl nun auf zu heben. Nach 6 Monaten mit Beschluß vom 17.05.73 wurde der Haftbefehl vom 04.04.63 gemäß §132 der StPO aufgehoben. Also war mein Haftbefehl nach der Amnestie noch bis 17.05.73 gültig. Hätte also bis dahin noch Schwierigkeiten bekommen können. Bin auch erst 1974 das erste mal zu Besuch zu meinen Eltern gefahren.

Es grüßt Euch CAMBRINO


Zeitzeuge1969, Sonne und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.09.2015 21:40 | nach oben springen



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