#181

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 12:47
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ich habe mich nie in meinem Leben zu den Andersdenkenden gezählt, sondern immer zu den Denkenden.


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zuletzt bearbeitet 12.02.2014 12:48 | nach oben springen

#182

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 12:50
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #176
So einfach, gegen die Einwanderungspolitik = rechts...

Dann bin ich auch ein "Rechter", ich bin auch gegen diese Politik. Mit dem Gleichsetzen treibt Ihr doch erst die Unzufriedenen nach rechts.

Danke das Du mir erklärt hast wo ich pol. hingehöre, ich werde das bei der nächsten Wahl berücksichtigen




Nein, bitte versteh mich nicht falsch. Ich möchte niemanden in eine Ecke schieben. Selbstverständlich müssen wir auch über Migrationspolitik diskutieren. Und das wird doch auch getan.
Die "Rechten" treten nur immer so triumphal auf, als seien sie die einzigen, die wirkliches Problembewusstsein hätten und alle anderen Politiker Däumchen drehen würden. Ist das wirklich so?
Sind die "Rechten" die Retter "der Entrechteten"?
.


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#183

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 13:30
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

Medienkonferenz des Bundesrates, heute 13.30 Uhr

Theo


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#184

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 13:53
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #182

Die "Rechten" treten nur immer so triumphal auf, als seien sie die einzigen, die wirkliches Problembewusstsein hätten und alle anderen Politiker Däumchen drehen würden. Ist das wirklich so?


Was bitte hat denn das Volk zu erwarten von denen, die gegenwärtig am Ruder sind ? Sie sind es doch, die mit ihrer Handlungs- und Alternativlosigkeit
erst dafür sorgen, das die Menschen sich an denen orientieren, die angeblich ihre Interessen berücksichtigen.
Was soll man denn von Politikern halten, die sich mit schöner Regelmäßigkeit selbst ihre Einkünfte zuteilen, erst jetzt wieder der Beschluß zur Diätenerhöhung, die sich um 5 Mill Hartz IV-Empfänger außer mit Geldzahlung nicht mehr kümmern, die der Wirtschaft keine Regeln auferlegt,
Steuersünder amnestiert, Banken ununterbrochen mit Steuergeldern, mit Volksvermögen, rettet ?
Wen wundert es dann, wenn den Parolen Rechter Parteien Gehör geschenkt wird ?

Zitat
Sind die "Rechten" die Retter "der Entrechteten"?


Sicher nicht, aber :
Nach außen hin wird es suggeriert von den Funktionären, soll die offizielle Politik doch beweisen, daß sie es besser kann !
Aber sie tut es nicht, jedenfalls solange nicht, wie die berühmte und vielzitierte Schere (arm/reich) sich immer und immer schneller weiter öffnet.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#185

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 13:55
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ein wenig OT , aber zur Auflockerung


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#186

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 14:38
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Eine Zustandsbeschreibung aus dem Tessin, Lohndumping und Abwanderung der eigenen Jugend ist mit Auslöser
für das hohe Ablehnungsergebnis .

http://www.sueddeutsche.de/politik/schwe...essin-1.1886258

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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

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#187

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 14:38
von Moskwitschka (gelöscht)
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Europa braucht einen Putsch!

Mich stimmt die gegenwärtige Lage in Europa pessimistisch. Es steht in keiner Bibel geschrieben, dass die Europäische Union in ihrer heutigen Gestalt das Ende des 21. Jahrhunderts erlebt. Sie kann durchaus zerfasern, weil sich die Regierungschefs über den Ernst der Lage überhaupt nicht im Klaren sind.


http://www.zeit.de/2013/49/schmidt-fischer-europa

Wahrscheinlich ist das vielen im Dezember 2013 durchgegangen. Man war ja so mit der GroKo beschäftigt. Und für alle, die ein wenig Nachholebedarf in der bundesrepublikanischen Geschichte brauchen, hier ein Buchtipp:

Mein Europa http://www.buecher.de/shop/politik/mein-...od_id/39710160/

Helmut Schmidt hat das Europa der letzten Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt. Die Artikel und Reden, die dieser Band versammelt, zeugen von dem vielfältigen Engagement eines Europäers aus Leidenschaft. Jetzt steht Europa am Scheideweg: Dies ist auch Thema des Gesprächs zwischen Helmut Schmidt und Joschka Fischer, mit dem das Buch endet.

Die ausgewählten Texte, in einem Zeitraum von über sechzig Jahren entstanden, schlagen den Bogen von den frühen Nachkriegsjahren über die langwierige Diskussion um die Errichtung einer europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bis zur gegenwärtigen Krise. Sich zu Europa bekennen, hieß für Helmut Schmidt immer auch, Opfer zu bringen - und den Bürgern den Sinn dieser Opfer zu erklären. Heute fehlt es vielfach an Verständnis dafür, dass die europäische Integration zu den wichtigsten Interessen der Bundesrepublik gehört, die Stimmung droht zu kippen. Das Zusammenwachsen der Völker Europas war aber von Anfang an ein Geben und Nehmen, und diejenigen, die über die Jahre am meisten davon profitierten, waren wir Deutsche. Der vorliegende Band wirbt für die Fortsetzung der Europäischen Union - im Augenblick ihrer tiefsten Krise.

Ein streitbarer Mann der Helmut Schmidt - ein Sozialdemokrat.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 12.02.2014 14:45 | nach oben springen

#188

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 15:13
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Sozialdemokrat Schmidt war schon immer skeptisch, was die Einwanderung anbelangt
Integration von Muslimen: Altkanzler Schmidt skeptisch

Altkanzler Helmut Schmidt hat sich skeptisch über die Aussichten geäußert, muslimische Migranten in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. “Ich bin sehr skeptisch, was die Einwanderung aus islamischen Kulturen angeht”, sagte Schmidt in einem gemeinsamen “Spiegel”-Gespräch mit Gerhard Schröder. “Bei den Türken, bei den Leuten aus dem Libanon und den islamischen Staaten insgesamt” sehe er ein Problem, so Schmidt. Viele der Zugewanderten lebten in Ghettos, “und das Ghetto verstärkt die Binnenkultur”
http://www.mittelstandcafe.de/integratio...ch-865949.html/


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#189

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 15:24
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Hilfe zur Selbsthilfe, das wäre die einzig sinnvolle Möglichkeit ein gemeinsames Europa zu schaffen. Das was heute passiert ist Neokolonialismus. Während früher der rumänische Bauer Tomaten angepflanzt hat und von dem Ertrag gelebt hat, lohnt es sich heute dank EU-Politik nicht mehr(Import aus NL ist billiger)und der Ex-Bauer tingelt als Hilfsarbeiter mit Hartz4-Aufstockung durch D. Das ist eine kranke Politik.


Heckenhaus und suentaler haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#190

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 15:46
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #188
Sozialdemokrat Schmidt war schon immer skeptisch, was die Einwanderung anbelangt
Integration von Muslimen: Altkanzler Schmidt skeptisch



Und einen der Gründe warum das so ist, und wer in der Verantwortung ist, erläutert Helmut Schmidt hier:



LG von der Moskwitschka


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#191

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 15:52
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

EU braucht Schweiz, nicht umgekehrt
Ohne Alpen-Batterie droht Deutschen der Blackout

Die EU will die Gespräche mit der Schweiz über ein Strom-Abkommen stoppen. Doch Europa braucht das Land für seine Energie-Strategie. Und Deutschland riskiert ohne Schweizer Berge die Energiewende.
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/ar...r-Blackout.html


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#192

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 15:57
von Barbara (gelöscht)
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Auszug aus der Broschüre "Legislaturplanung 2011-2015" des schw. Bundesrates:

[...]
Zurzeit nimmt die Bevölkerung zu, weil viele Ausländerinnen und Ausländer einwandern. Diese Migration bietet Chancen: die Wirtschaft findet Arbeitskräfte, und neue Kulturen bereichern unser Leben.
Doch es gibt auch Risiken: Ausländische Menschen sondern sich ab oder kommen illegal in die Schweiz.



Die Strategie des Bundesrates

Der Bundesrat geht davon aus, dass auch in Zukunft viele Menschen aus dem Ausland in die Schweiz kommen. Er will diese Zuwanderung steuern.
Der grösste Teil dieser Menschen kommt regulär in die Schweiz, um hier zu arbeiten. Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt werden, sollen in der Schweiz bleiben können und Schutz finden. Ausländerinnen und Ausländer bereichern unser Leben, wenn sie aktiv daran teilnehmen (z.B. in Vereinen) und unsere Sprachen lernen. Diese Integration will der Bundesrat unterstützen. Zugleich rechnet der Bundesrat damit, dass weiterhin viele Menschen aus wirtschaftlicher Not irregulär in die Schweiz kommen.
Wird ihr Asylgesuch abgelehnt, so sind sie rasch in ihre Heimat zurückzuführen.
Der Bundesrat will ihnen dabei wenn nötig helfen (Rückkehrhilfe).
Internationale Zusammenarbeit soll dazu beitragen, dass sich Menschen nicht gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen.


Erforderliche Massnahmen zur Zielerreichung

Der Bundesrat will das Asylgesetz ändern und die Verfahren beschleunigen.
Der grösste Teil der Asylverfahren soll damit rasch und in neu geschaffenen, speziellen Verfahrenszentren erledigt werden. Steigt die Zahl der Asylgesuche vorübergehend
an (z.B. wegen eines Kriegs im Ausland), so will der Bundesrat das Personal für die Befragungen und die Unterkünfte für die Asylsuchenden rasch bereitstellen können. So lassen sich die Verfahren auch in Ausnahmesituationen kurz halten. Zugleich will der Bundesrat den Rechtsschutz verbessern und die freiwillige Rückkehr der Asylsuchenden unterstützen. Die Betreuungspersonen sollen mit ihnen dazu regelmässig persönliche Gespräche führen. Das Parlament hat diese Massnahme des Bundesrats ergänzt. Es fordert, dass der Bundesrat die bestehenden Abkommen zwischen der Schweiz und anderen Staaten zur Rücknahme von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern umsetzt und solche Abkommen mit weiteren Staaten abschliesst. Das Parlament erhofft sich, dass dies die Rückführung abgewiesener Asylbewerberinnen und Asylbewerber erleichtert.
Die Integration von Ausländerinnen und Ausländern, die auf Dauer in der Schweiz bleiben wollen, ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen. Gemäss dem 2010 und 2011 entwickelten «Integrationsplan» soll die Absicht und Pflicht zur Integration ausländischer Menschen in allen Sparten der Gesellschaft umgesetzt und gesetzlich verankert werden: zum Beispiel in der Bildung, im Gesundheitswesen und bei der Arbeit. Der Bundesrat will seine Anstrengungen zur Integration auch auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen, Müttern
und Mädchen ausrichten. Umgekehrt erwartet er von den Ausländerinnen und Ausländern, dass sie sich tatsächlich integrieren wollen, sich mit der Schweizer Kultur vertraut machen und eine Landessprache lernen.
Zudem will der Bundesrat die Hintergründe der Zuwanderung näher beleuchten.
Dazu will er einen Bericht «Personenfreizügigkeit und Zuwanderung» erarbeiten. Der Bericht soll die Zuwanderung aus den Staaten der EU/EFTA sowie
aus anderen Staaten (Drittstaaten, z.B. Russland oder Serbien) genau analysieren.
Weiter soll er darstellen, welche Folgen die Zuwanderung für die Wirtschaft und Gesellschaft hat. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Zuwanderung in Zukunft noch besser beeinflussen zu können. [...]
--------------------------------------------

zu finden ist diese Broschüre auf der Seite des Schweizerischen Bundesrates

http://www.admin.ch/br/org/strat/00205/index.html?lang=de
.


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#193

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:04
von Barbara (gelöscht)
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Aus der FAZ:


Welche Ausländer künftig noch in die Schweiz dürfen


11.02.2014 ·
Die Mehrheit hat entschieden, dass die Einwanderung aus der EU begrenzt werden soll. Wie viele Einwanderer dürfen noch kommen? Wird der Familiennachzug begrenzt? Antworten auf die drängendsten Fragen.


Die von den Schweizern am Sonntag angenommene Volksinitiative sieht Kontingente für Zuwanderer vor. Was bedeutet das?

Die Schweiz muss sich künftig auf eine Obergrenze festlegen. Damit wird vorgegeben, wie viele Menschen innerhalb eines Jahres höchstens einwandern dürfen. In der bisherigen Debatte taucht zumeist die Zahl von etwas mehr als 80.000 Zuwanderern auf, die derzeit jährlich ins Land kommen. Dabei handelt es sich allerdings um die Nettozuwanderung, also die Aufrechnung von Zu- und Abwanderung.

Da sich die Abwanderung allerdings so gut wie gar nicht steuern lässt, sind Kontingente allenfalls für die Bruttozuwanderung sinnvoll. Im vergangenen Jahr waren dies für die Schweiz knapp 125.000 Personen. Umgerechnet auf die Bevölkerung zählt die Schweiz damit mehr Zuwanderer als jedes andere Industrieland und fast fünf Mal so viel wie Deutschland. Nimmt die Regierung in Bern das Ergebnis der Abstimmung ernst, müsste sie nun innerhalb von drei Jahren eine Grenze definieren, die deutlich niedriger liegt. Genaue Vorgaben gibt es durch die Initiative jedoch keine. Die Höhe des Deckels und die Umsetzungsregeln werden entscheidend sein für die praktische Bedeutung der Initiative.

Existieren Erfahrungen mit einem solchen Instrument?

Die Schweiz selbst kann auf eine gewisse Tradition mit Kontingenten zurückblicken. Während der Übergangsfristen zur Personenfreizügigkeit wurden bis zum Sommer 2007 an Bürger der Kern-EU-Staaten begrenzte Mengen an Aufenthaltstiteln mit kürzerer (ein bis zwei Jahre) und längerer Laufzeit vergeben. Für Polen, Tschechen, Ungarn und die anderen Mittelosteuropäer waren diese Übergangsregeln länger in Kraft, für Bulgaren und Rumänen gelten solche Kontingente noch heute, und für das jüngste EU-Mitglied Kroatien sind noch gar keine speziellen Bestimmungen ausverhandelt.

Für welche Ausländergruppen greifen die künftigen Regeln?

Die Volksinitiative sieht ausdrücklich eine gemeinsame Obergrenze für Arbeitsmigranten, auch Saisonkräfte, sowie Familiennachzügler und Asylbewerber vor. Für Thomas Liebig, Migrationsfachmann der OECD, spielt gerade die aus seiner Sicht ungewöhnliche Verknüpfung von Arbeitsmigration und anderen, auch humanitären Motiven eine große Rolle für die Zustimmung zur Initiative. „Obwohl die praktische Bedeutung der Initiative vor allem im Bereich der Personenfreizügigkeit liegt, wurden bewusst auch Nicht-EU-Gruppen wie die Asylbewerber einbezogen, was suggeriert, dass man auch diese begrenzen könnte“, glaubt Liebig.

Die Zahl der jährlich gestellten Asylanträge ist jedoch schwer vorhersagbar. Sie wird erheblich von externen Faktoren wie Kriegen oder Regimewechseln in anderen Ländern beeinflusst. Gäbe es also in einem Jahr relativ viele Asylsuchende, müssten Familiennachzug und/oder Arbeitsmigration gedrosselt werden, damit das Gesamtkontingent eingehalten würde. Bislang hat die Schweiz den frühen Nachzug von Kindern gefördert und galt international als vorbildlich, weil dadurch die Chancen auf eine gelungene Integration steigen.

Wie ist der Familiennachzug in anderen Ländern geregelt?

Es gibt kein internationales Abkommen mit allgemeinen Standards. „Es wird aber zumindest in den OECD-Ländern selten in Frage gestellt, dass Zuwanderer, die sich dauerhaft aufhalten, auch ihre Angehörigen nachkommen lassen können“, sagt Liebig. Allerdings existieren auch zwischen den Industrieländern deutliche Unterschiede. Als ein Baustein für Kanadas erfolgreiche Zuwanderungspolitik gilt zum Beispiel, dass Arbeitskräfte, die das Punktesystem erfolgreich durchlaufen haben, nicht nur sofort einen Daueraufenthaltsstatus erlangen, sondern vom ersten Tag an auch ihre Familie mitbringen können.

In Deutschland ist dies zwar für Nicht-EU-Bürger mittlerweile auch möglich, allerdings zunächst nur mit einer temporären Aufenthaltserlaubnis, was für die Betreffenden deutlich weniger Planungssicherheit bedeutet. EU-Bürger können ohnehin nach Deutschland kommen, ob allein oder mit Angehörigen. Wegen der EU-Erweiterung gerade um Polen und Rumänien hat sich die Bedeutung des Familiennachzugs in der Vergangenheit deutlich verringert, sagt Liebig, auch wenn das Hauptnachzugsland Türkei weiterhin nicht zur EU gehört. Allerdings kämen mittlerweile auch weniger Geringqualifizierte, dafür mehr Studenten vom Bosporus nach Deutschland als früher.

Welche Personen wandern bislang in die Schweiz ein?

Die Schweiz ist das Land mit dem höchsten Anteil an Einwanderung aus der Europäischen Union. Zuletzt kamen den Angaben zufolge drei von vier dauerhaften Zuwanderern aus einem der Unionsländer, sie sind sehr gut in den Arbeitsmarkt integriert. Das restliche Viertel entfällt auf Arbeitsmigranten aus dem Rest der Welt, auf Familiennachzügler sowie auf anerkannte Asylbewerber und humanitäre Härtefälle, wobei diese „humanitären Gründe“ mit 6 Prozent den kleinsten Teil ausmachen.

Deutschland im Vergleich hat gerade im Süden Europas ebenfalls an Attraktivität gewonnen. Mittlerweile stammen auch zwei Drittel der Einwanderer nach Deutschand aus der EU. Der Anteil der humanitären Migranten unter den Neuzugängen ist mit 4 Prozent hierzulande niedriger als in der Schweiz, der Familiennachzug fällt mit 18 Prozent jedoch 4 Prozentpunkte höher aus.



http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/re...n-12796978.html


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#194

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:15
von damals wars | 12.206 Beiträge

Michail Chodorkowski Ist sicher ein Kontingent Flüchtling.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#195

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:16
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das Ganze klingt ja eigentlich vernünftig. Integrationswillige Migranten sind willkommen, der Bodensatz der Anderen nur auf der Tasche liegt und das gesellschaftliche Zusammenleben gefährdet, soll bleiben wo der Pfeffer wächst. Kriminelle und Asoziale bekommen ein ewig gültiges One-Tour-Ticket in die kalte Heimat und gut ist es.
Da sollte die Schweizer Ausländerpolitik anderen Ländern Vorbild sein.


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.02.2014 16:17 | nach oben springen

#196

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:25
von Barbara (gelöscht)
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Wieviel davon nun bereits in Umsetzung sich befand bzw. befindet, mögen die Schweizer beurteilen.

Tatsache aber ist, dass sich nicht die Rechts-Populisten damit schmücken können, als "die Retter der Nation" zu sein.
Ich glaube, dass sie ihrem eigenen Land mit dieser Volksinitiative u.U. einen Bärendienst erwiesen haben, wir werden sehen.
------------------------------------

Damit nochmal klar ist wer maßgeblich hinter der SVP steht:

Christoph Blocher
"Der Oberschweizer "

Er ist 73, Milliardär und ganz nach dem Geschmack konservativer Schweizer. Mit der Zustimmung zu seiner Initiative gegen die „Masseneinwanderung“ erlebt der alte Kämpfer Blocher eine politische Neugeburt. ...[...]

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...r-12794760.html


Der ist ganz sicher am Wohlergehen der einfachen Schweizer Bevölkerung interessiert, vor allem der Tessiner, ganz ganz sicher !
.


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#197

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:33
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #196


Der ist ganz sicher am Wohlergehen der einfachen Schweizer Bevölkerung interessiert, vor allem der Tessiner, ganz ganz sicher !
.



Sicher nicht mehr und nicht weniger, als was den Politikern der übrigen Länder, die EU vorneweg, das Wohl ihrer Bürger am Herzen liegt.
Die kümmern sich alle nur um sich selbst.
Oder konnten wir uns jemals unsere Gehälter selbst erhöhen ?


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#198

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:37
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Mir persönlich ist es schnurzpiepegal, ob nun ein Rechtspopulist, ein Linkspopulist oder ein Mittelpopulist etwas sagt. Mir geht es da mehr um den Inhalt. Einen klugen Satz von Gysi erkenne ich da genau so an , wie eine kluge Rede von Jörg Haider.


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#199

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:41
von Moskwitschka (gelöscht)
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Also mir ist Herr Blocher seit dem Wahlkampf 2007 bekannt, durch Gesprächer mit schweizer Bekannten.

Er redet nicht besonders gut, dafür laut. Er spricht mit viel Verve, aber wenig Charisma. Er ist wankelmütig in seinen Positionen, aber im Augenblick, da er sie vertritt, gibt er sich felsenfest überzeugt. Er wirkt bäuerisch und volkstümlich, gehört jedoch zur politischen Elite des Landes und als Milliardär und Exunternehmer auch zur wirtschaftlichen. Und er ist zugleich Justizminister und Oppositionsführer: Christoph Blocher, 67-jährig, der Mann, der das politische System der Schweiz aufmischt.

http://www.zeit.de/2007/43/Schweiz_Blocher

Was damals aber besonders die Gemüter erregte war ein online - Spiel

"Zottel rettet die Schweiz" heißt das Online-Spiel, das die Schweiz in der letzten Woche vor dem Wahltag nochmals in Aufregung versetzt. Zottel hat eine klare Aufgabe: "Stopp kriminelle Ausländer", heißt eine Variante, in der es darum geht, schwarze Schafe daran zu hindern, die Schweizer Grenze zu passieren. Die schwarzen Schafe stehen in der SVP-Logik natürlich für "kriminelle Ausländer". "In kaum einem anderen Land ist der Ausländeranteil so hoch wie in der Schweiz. Hoch ist auch der Anteil von Ausländern, die hier kriminell werden", heißt es zu Beginn des Spiels. Also steht Zottel am Zoll, senkt die Hörner zum Angriff und stößt schwarze Schafe mit lautem Knall weit von der Grenze.

Punkte sammelt außerdem derjenige, der möglichst viele Richter auf die Hörner nimmt, die Ausländer einbürgern wollen. Oder EU-Kommissare aus dem Land kickt, die hinter Schweizer Steuergeld her sind. Oder grüne Verkehrsaktivisten umrempelt. Wer schlecht spielt, erhält auch schlechte Prognosen für das Land serviert: "Ei, ei, es sieht düster aus in der Schweiz. Wollen Sie eine blühende Schweiz, wählen Sie SVP."


http://www.spiegel.de/politik/ausland/wa...e-a-511627.html

LG von der Moskwitschka


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#200

RE: Spannende Abstimmung in der Schweiz

in Themen vom Tage 12.02.2014 16:43
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #198
Mir persönlich ist es schnurzpiepegal, ob nun ein Rechtspopulist, ein Linkspopulist oder ein Mittelpopulist etwas sagt. Mir geht es da mehr um den Inhalt. Einen klugen Satz von Gysi erkenne ich da genau so an , wie eine kluge Rede von Jörg Haider.



Im Gegensatz zu Gysi hat Haider nicht einen einzigen klugen Satz gesagt!

Was glaubst du was kommt, wenn z.B. die polit. Rechte einer ihren zentralen Forderungen "Ausländer raus" durchsetzen könnte? Was meinst du was danach kommt?
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