#41

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:09
von DonFerrando | 17 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #36
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #30
Ich würde die Frage nochmal lesen...

Und das der in 'Die Glocken von Nowgorod' aus der Atze 5/82 erwähnte rein fiktive General Wilcke namensgleich mit einem BW-General zu dieser Zeit war, reiner Zufall, odär? ...
http://ddr-comics.de/atze/nowgo.htm
http://ddr-comics.de/bummi/timm2.htm


An diese Geschichte kann ich mich sogar noch erinnern!

Eben mal einen Stapel alte Atze von 1979 durchgeblättert....

Geschichten von der Roten Armee 2.WK
Vom Hakenpflug zur E-Lok (Berlin-hellersdorf)
Klaus Störtebeker
Schuggel und Sabotage im Nachkriegsberlin
Ferienlagerausflug und Wanderung
Blaue Fahnen über Marzahn

also es ist von allem was dabei, ich für meinen Teil finde es nicht schlimm.



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#42

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:12
von damals wars | 12.145 Beiträge

Als ich von der Mitwirkung vom Hubertusknaben hörte, war für mich die Sendung schon gestorben.
Der Name bürgt doch schon für Qual.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Heckenhaus, Udo, Küchenbulle 79 und elster427 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:15
von Heckenhaus | 5.130 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #42
Als ich von der Mitwirkung vom Hubertusknaben hörte, war für mich die Sendung schon gestorben.
Der Name bürgt doch schon für Qual.

Dieser Mann hat anscheinend ebenso ein Abo wie verschiedene Politiker und andere Experten in den gängigen Talk-Shows,
die ich mir mittlerweile abgewöhnt habe, anzuschauen. Es war jedes Mal vertane Zeit.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#44

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:17
von DonFerrando | 17 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #43
Zitat von damals wars im Beitrag #42
Als ich von der Mitwirkung vom Hubertusknaben hörte, war für mich die Sendung schon gestorben.
Der Name bürgt doch schon für Qual.

Dieser Mann hat anscheinend ebenso ein Abo wie verschiedene Politiker und andere Experten in den gängigen Talk-Shows,
die ich mir mittlerweile abgewöhnt habe, anzuschauen. Es war jedes Mal vertane Zeit.


Stimmt, dann werden sie auch noch als Experten vorgestellt. Fast in dieselbe Kategorie fällt für mich Frau Urban vom Leipziger Schulmuseum.



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#45

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 14:20
von DonFerrando | 17 Beiträge

Ist er eigentlich schon auf dem Niveau von Sudel-Ede?



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#46

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 17:32
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Niemand muß Dargebotenes unreflektiert übernehmen, wie man es früher verlangte.

Eine Dokumentation kann auch informativ sein, wenn man gewisse Ansichten nicht teilt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#47

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 17:41
von Heckenhaus | 5.130 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #46
Niemand muß Dargebotenes unreflektiert übernehmen, wie man es früher verlangte.

Eine Dokumentation kann auch informativ sein, wenn man gewisse Ansichten nicht teilt.

Stimmt, und in manchen Fällen entwickelt man dann mehr Sympathien für die DDR, als man je hatte.
Einfach, weil diese ewige Besserwisserei der Medien, mit Falschmeldungen und Halbwahrheiten durchsetzt, permanent
wachsende Ablehnung erzeugt. Da helfen meine persönlichen Ansichten nicht weiter, die eigentlich nicht hinterwäldnerisch
sind.
Aus genau diesem Grunde meide ich solche Sendungen meist.


.
.
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#48

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 17:46
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #14
Ich habe mir die Sendung angesehen. Wie schon den 1. Teil. Wenn für den Beitrag Noten zu vergeben wären, würde ich mich für die Note "Gut" entscheiden!
Vieles deckte sich mit eigenem Erleben. Zum Beispiel das stundenlange Anstehen nach einer guten Jeanshose. Und dem bangen Gefühlen im Angesicht des immer kleiner werdenden Vorratsstapels. Oder an das verlockende, aber überteuerte Angebot eines "Delikatladens". Wie oft hat man selbst Abends oder Nachts am Radio gesessen und per Kassette "Westmusik" mit geschnitten. Obwohl, zu meiner Zeit ab 1980, konnte sich der geneigte Musikfan auch in den Programmen von DDR-Sendern mit den gängigen Hits aus dem "Westen" versorgen. An dieser Stelle sollte das Jugendradio "DT 64" vom Berliner Rundfunk, oder die Wunschsendung " Hier treffen sich Freunde" von "Stimme der DDR" nicht unerwähnt bleiben.
Bei einigen Aussagen in der Sendung hätte ich mir mehr Sorgfalt gewünscht. Zum Beispiel beim Vergleich der Kriminalität in der DDR und der Bundesrepublik. So wurde gesagt, dass in der DDR 750 Verbrechen auf 100.000 Einwohner entfielen. Während das Verhältnis in der BRD 3500: 100.000 Einwohner lautete. Weil, so der Kommentator in der DDR Delikte wie Körperverletzung, Diebstahl und Hausfriedensbruch als Verfehlungen galten und daher in der Statistik nicht mitgezählt wurden.
Falsch! Weil: 1. Versteht man unter Verbrechen alle Straftaten für die der Gesetzgeber eine Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis vorsieht! Also schwere Straftaten. 2. Ob ein Diebstahl in der DDR als Straftat oder Verfehlung eingeordnet wurde, hing von der konkreten Höhe des Schadenshöhe ab. Die Obergrenze lag bei 50 Mark der DDR.
3. Körperverletzungen konnten durchaus auch als Straftaten, bei schweren Körperverletzungen sogar als Verbrechen einqualifiziert werden. Das hing ebenfalls von der Intensität und den eingetretenen Folgen ab. Leichte Körperverletzungen konnten auch als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.
Mir kam es jedenfalls so vor, als wenn die Autoren der Sendung generell Schwierigkeiten mit den Begriffen "Straftat" und " Verbrechen" haben.
Merke: Jedes Verbrechen ist eine Straftat! Aber nicht jede Straftat ist ein Verbrechen!

Was mich noch störte:
In einigen Szenen wurde suggeriert, dass es in der DDR eine unverhältnismäßig hohe Polizeidichte gegeben hätte. Und das sämtliche Maßnahmen überwiegend der Überwachung der Bevölkerung dienten.
Richtig ist: Operativ arbeitende Polizisten gab es, zumindest auf dem Lande, weniger als heute. Die Hauptaufgabe der Polizei und der "Freiwilligen Helfer" bestand auch in der DDR, im Schutz der Bevölkerung vor Kriminalität! Wobei man natürlich nicht verschweigen darf, dass auch die VP in bestimmte, eher der politischen Überwachung dienenden Aspekte eingebunden war. Im Interesse eines ausgewogenen und gerechten Geschichtsbildes sollte die Betrachtung weder auf den einen noch auf den anderen Aspekt beschränkt bleiben!

Als nervtötend empfand ich die Auftritte des unsäglichen Achim Menzel. Der sich ja selbst schon mal als " Mick Jagger des Ostens" bezeichnet hat. Oh je, der arme Mick!

Bei einigen Aussagen, zum Beispiel denen von Roland Jahn bezüglich des Unmöglichkeit Kritik an erkannten Misständen zu üben, kommt man nicht daran vorbei, dem Redner beizupflichten. Und sich zu fragen, warum man das damals einfach so hingenommen hat.

Ein "komisches Gefühl" überkam mich bei den " Wenn ich groß bin, dann gehe ich zur Volksarmee" singenden Kindergartenkindern. Die Bilder sprechen für sich. Und werfen kein gutes Bild auf die DDR. Für mich war an dieser Stelle jedenfalls fremdschämen angesagt!

Gruß an alle
Uwe[quote]


@ABV
Uwe , für diese Bewertung möchte ich nicht nur den Dank Knopf drücken, sondern dir ausdrücklich gratulieren für diese ausgewogene und faire Beurteilung. Ich habe den Film auch angeschaut und die gleichen Empfindungen gehabt. Auch bei der Darstellung Polizeidichte und Kriminalitätsrate hatte ich das Gefühl, dass das ein misslungener Vergleich war. Die Filmemacher hätten das besser weggelassen. Na ja und der Achim Mänzel


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 05.02.2014 17:47 | nach oben springen

#49

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 17:50
von Udo | 1.265 Beiträge

@Heckenhaus
Du sprichst mir aus der Seele. Ich will die ddr nicht wieder haben, aber die ständigen falschen Darstellungen vom leben dort, provozieren einen festen "klassenstandpunkt".


Heckenhaus, DoreHolm, Küchenbulle 79 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 17:51
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #42
Als ich von der Mitwirkung vom Hubertusknaben hörte, war für mich die Sendung schon gestorben.
Der Name bürgt doch schon für Qual.



ich hatte an anderer Stelle schon mal den Vorschlag gemacht, einen neuen Thread aufzumachen für Knabe und Co
Mein Namensvorschlag : Kotzkübel Hubertusknaben, dort kannst du ( und andere ) dann bei jeder Gelegenheit reiern gehen, bis das Zäpfchen auf den Schuhsohlen angekommen ist.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#51

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:06
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #50
Zitat von damals wars im Beitrag #42
Als ich von der Mitwirkung vom Hubertusknaben hörte, war für mich die Sendung schon gestorben.
Der Name bürgt doch schon für Qual.



ich hatte an anderer Stelle schon mal den Vorschlag gemacht, einen neuen Thread aufzumachen für Knabe und Co
Mein Namensvorschlag : Kotzkübel Hubertusknaben, dort kannst du ( und andere ) dann bei jeder Gelegenheit reiern gehen, bis das Zäpfchen auf den Schuhsohlen angekommen ist.




Das klingt ja schon nach Zensur Und im anderen Thread kommt man dann mit der gleichen Forderung.


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:09
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Wer an eine Dokumentation von 2x45 Min mit einer übertriebener Erwartungshaltung herangeht das alles aus der 40jährigen Geschichte der DDR gerecht , umfassend und detailliert dargestellt wird, der hat nach der Sendung durchaus Grund enttäuscht oder frustriert zu sein.

Vieles wurde nur Streiflichtartig angerissen, als Schlagwort erwähnt.
Genauso gut könnte eine Sendung über das Deutschland in der Zeit von 1871 bis 1914 funktionieren in der der Sohn abschließend zu seinem Papa sagt, jetzt kann ich es verstehen das ihr da weg wolltet ......

Eine von den abschließenden Bemerkungen hat mir gut gefallen; im Resümee sagt R. Jahn sinngemäß das er; und sein Freundeskreis; damals unterm Strich ein gutes Leben hatte, nicht wegen des Staates sondern trotz des Staates.
Diese Aussage fand ich gut haben sich doch diese holzschnittartigen Übertreibungen über bestimmte Sachverhalte relativiert.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Heckenhaus, DoreHolm und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2014 18:37 | nach oben springen

#53

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:10
von Heckenhaus | 5.130 Beiträge

Das triffts ganz gut, @Nostalgiker


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#54

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:15
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #52
Wer an eine Dokumentation von 2x45 Min mit einer übertriebener Erwartungshaltung herangeht das allem aus der 40jährigen Geschichte der DDR gerecht , umfassend und detailliert dargestellt wird hat nach der Sendung durchaus Grund enttäuscht oder frustriert zu sein.

Vieles wurde nur Streiflichtartig angerissen, als Schlagwort erwähnt.
Genauso gut könnte eine Sendung über das Deutschland in der Zeit von 1871 bis 1914 funktionieren in der der Sohn abschließend zu seinem Papa sagt, jetzt kann ich es verstehen das ihr da weg wolltet ......

Eine von den abschließenden Bemerkungen hat mir gut gefallen; im Resümee sagt R. Jahn sinngemäß das er; und sein Freundeskreis; damals unterm Strich ein gutes Leben hatte, nicht wegen des Staates sondern trotz des Staates.
Diese Aussage fand ich gut haben sich doch diese holzschnittartigen Übertreibungen über bestimmte Sachverhalte relativiert.

Gruß
Nostalgiker


das ist deine Auffassung,es ist alles Realität gewesen in der Doku.Da war nichts mit Lüge,so wie es mit uns gemacht wurde


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#55

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:21
von Waldmeister | 149 Beiträge

Hallo @all

Auch ich hatte Dank der schlechten Schauspielleistung des Herrn von und seines Sohnes sowie den teilweise zitierten Stereotypen hin und wieder nur Kopfschütteln übrig. ("Wir wurden mit vorgehaltenen Kalaschnikows vom Strand in Warnemünde vertrieben"). Gerade solche sensationellen Schilderungen provozieren Gegenrede. Thema EK-Bewegung: Gab es, aber eben nicht überall. Bei uns sind welche abgegangen, weil sie einen Kameraden mit Spee und Bürste abgeschrubbt haben (mangelnde Hygiene). Und zwar sofort und ohne mit der Wimper zu zucken. In unserem Zug (später Kompanie) gab es keine derartigen Auswüchse. Weil wir im Sicherungsdienst Einer auf den Anderen angewiesen waren. Wie im Grenzdienst.

Auch falsch war die Aussage: man musste sich 3 Jahre verpflichten, um zu studieren. Totaler Quatsch. Aber es wird so ein bisschen DDR-Disneyland konstruiert, lässt sich halt mundgerechter vermarkten.

Keiner redet die Tätärä schön, ich will sie nicht eine Sekunde wieder haben. Aber die besten Sekunden des zweiten Teils waren auch die letzten. Unisono wurde mit unterschiedlichen Worten gesagt: ich hatte eine gute Zeit in der Tätärä. Bei jedem mit unterschiedlichen Details und Erlebnissen. Immer individuell. Und nicht im Sinne: Damals war ALLES schlecht. Wie der Beitrag überwiegend gestaltet war.

Davon abgetrennt sehe ich allerdings Menschen und ihr Schicksal, die von einigen Mächtigen damals und einigen ihre Helfer UNGERECHTFERTIGT UND MEIST GESETZWIDRIG zahllose Maßnahmen des Staates erleiden und erdulden mussten und sich dem meist nur durch Freikauf, Flucht usw. entziehen konnten (wenn das überhaupt ging). Aber oft sind es nicht diejenigen, die das große Wort führen. Sondern Leute, die aus ihrem Wohlstandssessel mitreden und festlegen: Das hättet ihr doch alles sehen müssen! Und wer nicht mindestens Opposition war hat bei Stasi, Polizei oder SED sein Zuhause gehabt. Nein, neben Schwarz-Weiß hat es eben auch noch viele andere Farben gegeben. Leider nicht an den Häusern. Und über die Mängel im Staat wurde auch bereits viel geschrieben. Deshalb: Thema verfehlt, es hieß doch eigentlich: Damals war NICHT alles schlecht.

Waldmeister


User, der keine Fremdzitate für sein Selbstwertgefühl benötigt.
Heckenhaus und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2014 18:25 | nach oben springen

#56

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #28
Mein Eindruck ist, Klischees wurden nicht ausgelassen, wie üblich in solchen Sendungen zur DDR-Geschichte.
Das Thema Kindergarten scheint überall unterschiedlich gehandhabt worden zu sein, meine Kids sahen solche Einrichtungen
in Berlin (Lichtenberg, Marzahn und Friedrichshain, sowie in Neutrebbin /Oderbruch), nichts von wegen NVA, Blümchen und
solchem Schmunz. Nicht mal ein Besuch in Marxwalde !
Ganz normale kindgerechte Erziehung, und das merkt man heute, es ist politisch nichts geblieben von damals, keine Spätfolgen.

Auch scheint es, das es unterschiedliche Erfahrungen gibt bei den Usern hier, je älter und je mehr Erfahrungen mit diesem Staat,
desto weniger Einfluß wohl durch die Politik. Anscheinend hat sich das erst im letzten Jahrzehnt der DDR zugespitzt, und
da waren die "Alten" bereits resistend gegen politische Beeinflussung.

Negativ bei solchen "Dokumentationen" empfinde ich, das fast immer Personen befragt werden, die ins Schema passen, den
Maurer, Schlosser oder die Näherin oder Busfahrerin von nebenan, die eigentlich die große Masse repräsentativ vertreten könnten,
fehlen.
Hier müssen sogenannte Promis herhalten, die oft seit Urzeiten andere Meinungen vertraten.
.

@Heckenhausen, mit dem Satz, das es für ältere User, die 40 Jahre und länger in dieser DDR gelebt haben, die eine andere Erfahrung gemacht haben! Gebe ich Dir recht und das muss man immer sehen! Wann geboren und was erlebt in diesem Staat!
Grüsse Steffen52


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:31
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #56
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #28
Mein Eindruck ist, Klischees wurden nicht ausgelassen, wie üblich in solchen Sendungen zur DDR-Geschichte.
Das Thema Kindergarten scheint überall unterschiedlich gehandhabt worden zu sein, meine Kids sahen solche Einrichtungen
in Berlin (Lichtenberg, Marzahn und Friedrichshain, sowie in Neutrebbin /Oderbruch), nichts von wegen NVA, Blümchen und
solchem Schmunz. Nicht mal ein Besuch in Marxwalde !
Ganz normale kindgerechte Erziehung, und das merkt man heute, es ist politisch nichts geblieben von damals, keine Spätfolgen.

Auch scheint es, das es unterschiedliche Erfahrungen gibt bei den Usern hier, je älter und je mehr Erfahrungen mit diesem Staat,
desto weniger Einfluß wohl durch die Politik. Anscheinend hat sich das erst im letzten Jahrzehnt der DDR zugespitzt, und
da waren die "Alten" bereits resistend gegen politische Beeinflussung.

Negativ bei solchen "Dokumentationen" empfinde ich, das fast immer Personen befragt werden, die ins Schema passen, den
Maurer, Schlosser oder die Näherin oder Busfahrerin von nebenan, die eigentlich die große Masse repräsentativ vertreten könnten,
fehlen.
Hier müssen sogenannte Promis herhalten, die oft seit Urzeiten andere Meinungen vertraten.
.

@Heckenhausen, mit dem Satz, das es für ältere User, die 40 Jahre und länger in dieser DDR gelebt haben, die eine andere Erfahrung gemacht haben! Gebe ich Dir recht und das muss man immer sehen! Wann geboren und was erlebt in diesem Staat!
Grüsse Steffen52


Da gebe ich Dir Recht und für mich sind stets Zeitzeugen---die in der DDR gelebt haben.


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#58

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 18:36
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #54
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #52
Wer an eine Dokumentation von 2x45 Min mit einer übertriebener Erwartungshaltung herangeht das alles aus der 40jährigen Geschichte der DDR gerecht , umfassend und detailliert dargestellt wird, der hat nach der Sendung durchaus Grund enttäuscht oder frustriert zu sein.


das ist deine Auffassung,es ist alles Realität gewesen in der Doku.Da war nichts mit Lüge,so wie es mit uns gemacht wurde


@Harra318 es ist erstaunlich das Du in dem von mir zitierten Satz Lügen hineininterpretieren möchtest.

@steffen52 , um mal ganz pingelig zu sein mehr als 40 Jahre konnte keiner, auch wenn er gerne gewollt hätte in der DDR leben.
Gut, es waren 40 Jahre und 34 Tage bis zu Mauerfall und dann schleppte sich das Hinscheiden noch gut 10 Monate hin .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#59

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 19:07
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #58
Zitat von Harra318 im Beitrag #54
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #52
Wer an eine Dokumentation von 2x45 Min mit einer übertriebener Erwartungshaltung herangeht das alles aus der 40jährigen Geschichte der DDR gerecht , umfassend und detailliert dargestellt wird, der hat nach der Sendung durchaus Grund enttäuscht oder frustriert zu sein.


das ist deine Auffassung,es ist alles Realität gewesen in der Doku.Da war nichts mit Lüge,so wie es mit uns gemacht wurde


@Harra318 es ist erstaunlich das Du in dem von mir zitierten Satz Lügen hineininterpretieren möchtest.

@steffen52 , um mal ganz pingelig zu sein mehr als 40 Jahre konnte keiner, auch wenn er gerne gewollt hätte in der DDR leben.
Gut, es waren 40 Jahre und 34 Tage bis zu Mauerfall und dann schleppte sich das Hinscheiden noch gut 10 Monate hin .....

Gruß
Nostalgiker



@Nostalgiker, Du bist ja wirklich pingelig!. Gut den nehmen wir noch die dazu die damals in der Ostzone gelebt haben( nach 1945), ist das für Dich o.k.?
Grüsse steffen52


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#60

RE: "Nicht alles war schlecht", ZDF-History

in Presse Artikel Grenze 05.02.2014 19:10
von exgakl | 7.235 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #59
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #58
Zitat von Harra318 im Beitrag #54
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #52
Wer an eine Dokumentation von 2x45 Min mit einer übertriebener Erwartungshaltung herangeht das alles aus der 40jährigen Geschichte der DDR gerecht , umfassend und detailliert dargestellt wird, der hat nach der Sendung durchaus Grund enttäuscht oder frustriert zu sein.


das ist deine Auffassung,es ist alles Realität gewesen in der Doku.Da war nichts mit Lüge,so wie es mit uns gemacht wurde


@Harra318 es ist erstaunlich das Du in dem von mir zitierten Satz Lügen hineininterpretieren möchtest.

@steffen52 , um mal ganz pingelig zu sein mehr als 40 Jahre konnte keiner, auch wenn er gerne gewollt hätte in der DDR leben.
Gut, es waren 40 Jahre und 34 Tage bis zu Mauerfall und dann schleppte sich das Hinscheiden noch gut 10 Monate hin .....

Gruß
Nostalgiker



@Nostalgiker, Du bist ja wirklich pingelig!. Gut den nehmen wir noch die dazu die damals in der Ostzone gelebt haben( nach 1945), ist das für Dich o.k.?
Grüsse steffen52


ich hatte schon immer das Gefühl ihr sprecht euch ab....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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