#101

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 13:28
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #100
Zitat von DoreHolm im Beitrag #97

Nun, das letzte Wort darüber, ob die Wahl einer konservativen Partei, die im Zweifelsfall zuerst die Interessen der ganz Großen vertritt und durchsetzt, ist noch nicht gesprochen.

Wenn es meinem Chef gut geht und der Laden läuft, geht es mir (als Arbeitnehmer) auch gut.

Wenn es ihm und dem Laden schlecht geht, geht es mir auch schlecht.




Rot: So ist es, so lange es nicht gaaanz schlecht läuft. Siehe Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Aktienkurse steigen, wenn die Entlassung von 1000 oder mehr angekündigt ist. Das meine ich auch damit. Aber nichts desto trotz, im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen im Außendienst habe ich darauf geachtet, die Kosten für meine Firma so gering wie vertretbar zu halten und die Gewinne so hoch wie möglich. Was nicht heißt, auf mein Stückchen Kuchen zu verzichten. Von uns 14 ADMs lag ich mit dem Umsatz zwar knapp unter dem Durchschnitt, aber hatte die höchste Marge am Gewinnanteil. Mir war durchaus bewußt, daß ich zwar die Dividente der Aktionäre steigere, aber damit meinen AP und damit auch den meiner Kollegen und der Abteilung sichern helfe. Bleibe aber bei der Meinung, daß in einer Krise eine konservative Partei am ehesten bereit ist, bei den unteren Schichten zu sparen als eine mehr sozialdemokratische Partei und das haben viele eben nicht geschnallt. Geht wohl erst anders, wenn die Karre richtig im Dreck steht und dann, bitteschön, ihr Sozis links von den Konservativen, holt die Karre wieder raus und wenn es nicht schnell genug geht oder sie nicht mehr ganz rauszuziehen ist, dann wird eben wieder konservativ gewählt.

Tschuldigung, eigentlich war das Thema unfähige oder unwillige Politniks.



zuletzt bearbeitet 31.01.2014 13:30 | nach oben springen

#102

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 13:37
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Ja Dore, bevor es was zu verteilen gibt muß es erst mal verdient werden. Das hatten Honecker und Co "vergessen"
Und was die gierigen Kapitalisten anbetrifft ist es in Deutschland so ,daß der Mittelstand und kleinere Firmen die meisten Arbeitsplätze stellen.
Und der Chef ist da oftmals selber der Eigentümer, der nicht so einfach seine Mitarbeiter kündigt, sondern Verantwortung übernimmt und Nachts auch vielleicht nicht schlafen kann, weil er Sorge hat seinen Laden auf Kurs zu halten.


nach oben springen

#103

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 13:42
von 94 | 10.792 Beiträge

Na eine Sache jedenfalls hat der liebe GOtt schonemal gaaaanz gerecht verteilt, den Verstand.
Also mir zumindest ist bis jetzt noch ein Niemand begegnet, welcher sich über einen Mangel an dieser Resource beklagt hät.

Apropo Thema, also ich lese da nix von 'unfähig oder unwillig'. Lutzle meinte mit 'versagte' vielleicht auch 'verzagte' und nicht das auf den ersten Blick vermeintlich zu erkennende Versagen? Na wie auch immer, jedenfalls hatte der Politruk auch 'seelsorgerische Aufgaben', und wenn er halbwegs was auf der Kirsche hatte, dann hat er diese auch wahrgenommen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#104

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 13:46
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #102
Ja Dore, bevor es was zu verteilen gibt muß es erst mal verdient werden. Das hatten Honecker und Co "vergessen"
Und was die gierigen Kapitalisten anbetrifft ist es in Deutschland so ,daß der Mittelstand und kleinere Firmen die meisten Arbeitsplätze stellen.
Und der Chef ist da oftmals selber der Eigentümer, der nicht so einfach seine Mitarbeiter kündigt, sondern Verantwortung übernimmt und Nachts auch vielleicht nicht schlafen kann, weil er Sorge hat seinen Laden auf Kurs zu halten.



Die meine ich auch nicht mit meiner Kritik. Habe zwar auch Mittelständler kennengelernt, die genauso rücksichts- und skrupellos waren wie einige Große, aber das ist nicht typisch. Wobei der Begriff "Mittelständler" eine große Spannbreite umfasst. Unterhalb einer gewissen Beschäftigten- oder Umsatzzahl oder volkswirtschaftlicher Wichtigkeit hört es auch dort auf, wo sie zur Klientel der Konservativen gehören.



nach oben springen

#105

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 13:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Na was meinste denn dann mit Deiner 'Kritik'?

Also ich lese den #95 von Dir so, das alle Diejenigen, welche das Wahl-Kreuz nicht an der Deiner klassenstandpunktlich gefestigten Weltanschauung entsprechenden Stelle machen, leichte bis mittelschwere kognitive Defizite haben.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#106

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 16:36
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #88
... @ Rainman2, da bin ich nicht ganz deiner Ansicht. Den die SU, hat auch genug Waffen in gewisse Konfliktgebiete geliefert und sie nicht verschenkt , sondern auch da stand immer ein Absicht dahinter, egal wie es da aus ging in diesen gewissen Ländern, bezahlen mussten sie auch dafür! Um ein gewisses Ziel durch zu setzen, ist für mich auch eine Art des Profites! Habe wieder ein Land den Sozialismus erhalten oder auf gedrückt. Ist auch eine Art des Gewinnes! Sehe doch mal heute, wen man von den heutigen Krisengebieten was sieht, was haben die Kämpfer Kaschis. Für mich ist das auch eine andere Art , um Geld zu machen ! Also soweit entfernt sind die Länder die Waffen herstellen nicht! Egal ob böse oder gut, die Hauptsache ist es bringt mir was! Jeder für seine Interessen heute wie gestern! Den aus Matsch und Dreck wurden sie nicht hergestellt, also mussten sie bezahlt werden , egal von wem! Deshalb ist die Politik und bleibt, egal von welcher Seite, eine Hure!!!
Grüsse Steffen52

Hallo @steffen52 ,

das ist ja mal schön, dass wir über so eine Frage einen eleganten Schlenker zum "Kerngeschäft" des Politoffiziers machen. Meine Antwort auf Deine Feststellung hätte damals wie folgt ausgesehen haben können:
Die Aussage "Eine Art des Profits" entzieht sich jeglicher Form der Definition. Somit kann man damit in einer Auseinandersetzung nichts anfangen. Etwas anfangen könnte man mit der Definition eines anerkanntermaßen brauchbaren Ökonomen, nämlich (wen verblüfft das jetzt?) Karl Marx. Dieser bezeichnet den Profit als das "eigentliche Produkt des Kapitals". Einen Verkaufserlös kann man nicht einfach so als Profit nehmen. Profit setzt eine Kapitalinvestition voraus mit dem Ziel, über den Mehrwert einen Profit zu erzielen. Nun kann man auch im Sozialismus unterstellen, dass es staatliche Gesellschaften gab, die produzierten, um durch Verkäufe auf dem Weltmarkt Gewinne vor allem in Form "harter Währung" zu realisieren. In diesem Fall könnte man von einem Profit sprechen. Aber: Die Waffenproduktion im Sozialismus basierte nicht generell auf der Investition von Kapital. Die Waffenproduktion zum Eigenbedarf beispielsweise stellt im Sozialismus eine Minderung des Nationaleinkommens dar. Dieser kann man entgegenwirken, indem man Teile veralteter oder nicht mehr benötigter Technik verkauft. Der Erlös stellt dann aber im klassischen Sinne keinen Profit dar. Im Kapitalismus steht hinter jeder produzierten Waffe eine Kapitalinvestition und somit ein Profitinteresse. Ob es nun der eigene Staat aus den Steuermitteln kauft oder ein anderer. Die Aneignung dieses Profits erfolgt auch generell privatkapitalistisch. Im Sozialismus erhöhen Verkaufserlöse oder meinetwegen auch Profite im oben genannten Sinn lediglich das Nationaleinkommen des Staates. Das ist der grundlegende Unterschied.

Ich finde, ich hätte nicht ganz unrecht gehabt. Für die Teilnahme an der Diskussion hätte ich Dir nach Lage vielleicht noch eine Note 2 gegeben.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Schuddelkind, 80er und harzstreuner haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#107

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 16:54
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #105
Na was meinste denn dann mit Deiner 'Kritik'?

Also ich lese den #95 von Dir so, das alle Diejenigen, welche das Wahl-Kreuz nicht an der Deiner klassenstandpunktlich gefestigten Weltanschauung entsprechenden Stelle machen, leichte bis mittelschwere kognitive Defizite haben.


Was wäre denn dann die Stelle, die Dir mit "gefestigtem Klassenstandpunkt" vorschwebt ? Für mich ist das alles, was sich links von CDU/CSU und FDP findet. Es gibt einen Arbeitnehmerflügel in der CDU, klar, aber der gibt eben nicht die Richtung vor. Ich höre heute noch die Rufe vor der ersten Wahl nach der Wende "CeeeDeeeUuuu !, DIE haben das Geld, DIE investieren und schaffen Arbeitsplätze, DIE zahlen gute Löhne " Und nun ? Wenige Monate nach der Wahl wollte hier in Thüringen fast niemand diese Partei gewählt haben. 45% Stimmen für die. Wenn sie niemand gewählt hat, wo kamen dann die Stimmen her ? Das meine ich damit, daß es eine große Anzahl Leute gibt, die sich bezüglich der Konservativen einigen Illusionen hingeben. Da ist es für mich erst mal zweitrangig, wenn vorerst eine erfolgreichere Wirtschaftspolitik gemacht wurde. Vorerst . Unter einer CDU-Regierung würde ich nicht ausschließen, daß die BW mit in den Irak eingerückt wäre oder zumindest umfangreiche hilfestellung vor Ort geleistet hätte. Auch sowas meine ich.



nach oben springen

#108

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 17:52
von 94 | 10.792 Beiträge

Naja, wird jetzt oT, aber zuerst mal die Begrifflichkeiten. Der gefestigte (Klassen-)Standpunkt klingt (und klang zur Zeit der Verflossen schon) für mich immer auch nach Stillstand, Starköpfigkeit, ... na und so in der Art. Ich selber bin (damals war ich auf dem Weg dazu) der Meinung, öfters mal den Standpunkt wechseln und es ergeben sich vollkommen neue Blickwinkel. Das mag für den gefestigten Standhaften opportun erscheinen, eröffnet aber doch erst Einblicke sozusagend in die dritte Dimension des Höhlengleichnisses.
Doch bleiben wir erstmal linear, Du sprichst von dem klassischen politschen Spektrum mit Parteien links und rechts und deren Ziel, möglichst viele Wählerstimmen abzugreifen. Hmm, kennste das Eisverkäufer-am-Strand-Problem; Nö? Na vielleicht als Hotellings Gesetz. Das beschreibt so ziemlich genau das Dilemma, in welchem die 'freiheitliche Demokratien' im Informationszeitalter stecken. Um bei den Eisverkäufern zu bleiben; Beide treffen sich in der Mitte der Uferpromenade um überhaupt noch Umsatz machen zu können. Und aus Kosteneinsparunsgründen wird fusioniert. Aktueller Begriff in Teutschland dafür ... GroKo
Und auch 'Deine' PDS macht da keine Ausnahme, mal wieder schön zu bemerken war als man sich neulich an der 'Heiligen Sarah' vergriff. Der Lanz nur eine Marionette, die Schlagwörter lieferte ganz geschickt Jörges. Gut der hat hinterher auch dann bissel rumgequengelt, wieso jetzt der Lanz und nicht er den Shitstorm bekam. Doch was macht die gute Sarah ... statt sich mit dem Stern-Journalist auf Augenhöhe argumentativ auseinander zusetzten, versuchte die Halbiranerin lieber medienwirksam (fast wie Larissa die Erste im DC) beim Abstimmvolk zu punkten. Und das klappt och noch ... Onlinepedition ... sowas aber och. Das ist doch Kaschperlestheater!
Na wie auch immer, bemühe mal die Suchfunktion zum 5.11., aber eine triviale Lösung iss das auch nicht.

Doch nun zurück zum Politunterricht ... da möchte ich dem Rainman noch nachträglich zu der gelungen argumentativen Kette gratulieren. Welche natürlich nur solange auch gefunzt hätte, solange sich kein Werktätiger (oder Nachkomme eines Werktätigen) zum Beispiel des VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa unter den zu beschulenden Grundwehrdienern befand und (normal hätte der ja die Gusche gehalten) diesem der Pelz gejuckt hätte.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Rainman2, Grenzverletzerin und exgakl haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.01.2014 18:09 | nach oben springen

#109

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 18:47
von damals wars | 12.204 Beiträge

Hat sich doch die böse Halbiranerin von Lanz dauernd unterbrechen! Wie aber bekommt man so einen ungezogenen Buben in Griff?
Schläge dürften kaum helfen, sie kämen um Jahre zu spät. Das der Shitstorm viel geholfen hätte, konnte ich auch nicht beobachten!
Der ist so!
Am besten ersetzen durch den Besten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#110

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 19:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Das war dann der reale Beweis für die Internet-Weißheit 'Diskutiere nicht mit Trollen/Dummen/Idioten ...' 1)

Anstatt sich auf einen argumentativen Schlagabtausch mit Jörges einzulassen, zu der ich die von Dir so genannte 'böse Halbiranerin' intellektuell durchaus befähigt halte, gefällt sie sich in der Rolle der niedergemachten Schönen, wenn auch bissel verrucht Geheimnisvollen. Demnächst entdecken die Parteien dann noch das Dschungelcamp als Propagandaplattform? Und überhaupt, was erlauben Strunz, ähm Lanz?! Seit wann ist Wetten dass ein Politmagazin ... nagut, ich habs als Beispiel in diesen Thread gebracht, nun muß ich damit leben.

Ich hätte mir lieber gewünscht, das sie mal so 'zurückgefaucht' hätte, das dem Sternredakteur die Lust auf das folgende Machwerk 2) vergangen wäre ...
http://www.stern.de/politik/deutschland/...ht-2085007.html


1) ohne Wertigkeit in der Auffindhäufigkeit des Spruches: 9.930.000 Trolle, 9.090.000 Dumme und nur 338.000 Idioten
2) tapfer die Werbung überstehen, bei mir war's Cisco *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 31.01.2014 19:18 | nach oben springen

#111

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 20:48
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Nach meinem Eindruck werden aber nunmehr einige Dinge völlig unpassend durcheinandergebracht!

Jedenfalls war die monatliche Polit-Schulung alle 4 Wochen als UaZ im GAR völliger Humbug, die getönten Parolen so weit weg von der Realität...
Für mein Verständnis, allerdings heute, bleibt mir sowieso verschlossen, warum eine Armee Polit-Offiziere als Ständige Begleitung der "Handelnden", allerdings in sicherer Entfernung, brauchte? Als Motivation oder eher Einpeitscher?
Natürlich war die erste Linie an der ehemaligen Staatsgrenze mit GWDlern und UaZ befehlsmäßig besetzt, ggf. mit BU.
Politniks tranken Mengen an Kaffee, ein Klischee?

VG Klaus


nach oben springen

#112

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 20:56
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #111
Nach meinem Eindruck werden aber nunmehr einige Dinge völlig unpassend durcheinandergebracht!

Jedenfalls war die monatliche Polit-Schulung alle 4 Wochen als UaZ im GAR völliger Humbug, die getönten Parolen so weit weg von der Realität...
Für mein Verständnis, allerdings heute, bleibt mir sowieso verschlossen, warum eine Armee Polit-Offiziere als Ständige Begleitung der "Handelnden", allerdings in sicherer Entfernung, brauchte? Als Motivation oder eher Einpeitscher?
Natürlich war die erste Linie an der ehemaligen Staatsgrenze mit GWDlern und UaZ befehlsmäßig besetzt, ggf. mit BU.
Politniks tranken Mengen an Kaffee, ein Klischee?
VG Klaus


Rot: Ja, so war´s wohl auch zum größten Teil. Die Berufssoldaten hatten zwar auch mit den allgemeinen Versorgungsproblemen zu tun, aber wie es im nicht-militärischen Bereich zuging, werden diese zumeist nur aus Gesprächen im Bekannten- und Verwandtenkreis mitbekommen haben, ohne diese hautnah erlebt zu haben. Mein Hobbyfreund, Hauptmann bzw. dann Major in EF, mit dessen Familie wir freundschaftlich verkehrten, hatte mir mal gesagt, daß er durch mich doch einige Dinge erfährt, die so nicht in den Politschulungen gelehrt werden. Ihm wurde einmal nahegelgt, die Freundschaft nicht zu eng werden zu lassen. Vermutlich wegen meiner Hobbykontakte in die BRD.



zuletzt bearbeitet 31.01.2014 20:56 | nach oben springen

#113

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 21:36
von mibau83 | 831 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #111
Nach meinem Eindruck werden aber nunmehr einige Dinge völlig unpassend durcheinandergebracht!

Jedenfalls war die monatliche Polit-Schulung alle 4 Wochen als UaZ im GAR völliger Humbug, die getönten Parolen so weit weg von der Realität...
Für mein Verständnis, allerdings heute, bleibt mir sowieso verschlossen, warum eine Armee Polit-Offiziere als Ständige Begleitung der "Handelnden", allerdings in sicherer Entfernung, brauchte? Als Motivation oder eher Einpeitscher?
Natürlich war die erste Linie an der ehemaligen Staatsgrenze mit GWDlern und UaZ befehlsmäßig besetzt, ggf. mit BU.
Politniks tranken Mengen an Kaffee, ein Klischee?

VG Klaus


ja ein klischee wenn man es nicht besser weiß oder in einem GAR seine Zeit verbrachte. GAR und GR, dass waren unterschiede wie tag und nacht! manch einer sollte einfach stille sein, wenn leute erzählen die da vorne standen und von ihrem erlebten berichten.


nach oben springen

#114

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 21:59
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #113
Zitat von Hufklaus im Beitrag #111
Nach meinem Eindruck werden aber nunmehr einige Dinge völlig unpassend durcheinandergebracht!

Jedenfalls war die monatliche Polit-Schulung alle 4 Wochen als UaZ im GAR völliger Humbug, die getönten Parolen so weit weg von der Realität...
Für mein Verständnis, allerdings heute, bleibt mir sowieso verschlossen, warum eine Armee Polit-Offiziere als Ständige Begleitung der "Handelnden", allerdings in sicherer Entfernung, brauchte? Als Motivation oder eher Einpeitscher?
Natürlich war die erste Linie an der ehemaligen Staatsgrenze mit GWDlern und UaZ befehlsmäßig besetzt, ggf. mit BU.
Politniks tranken Mengen an Kaffee, ein Klischee?

VG Klaus


ja ein klischee wenn man es nicht besser weiß oder in einem GAR seine Zeit verbrachte. GAR und GR, dass waren unterschiede wie tag und nacht! manch einer sollte einfach stille sein, wenn leute erzählen die da vorne standen und von ihrem erlebten berichten.




Nunja Kaffee haben wir an der Linie alle gesoffen und nicht nur den.
Die StPA. waren in der GK jedenfalls nicht in "sicherer Entfernung" oder du musst es besser erklären, eventuell liege ich da falsch. Da gab es Luschen und wirklich gute Männer - mit guten Männern meine ich Vorgesetzte die versucht haben das leben im DHS der GT erträglich zu machen. Der Politunterricht ist da nur eine Nuance des Zusammenlebens gewesen.
Dies ganz unabhängig von dem Sinn oder Unsinn des damaligen Dienstes.


nach oben springen

#115

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 22:35
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ich überlege gerade wer die Rolle des Polit-Offiziers bei uns im Westen gespielt hat.Wenn es sowas in dieser Richtung überhaupt gab.



nach oben springen

#116

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 22:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Es wurde ja schon erwähnt, dass Politunterricht in der Ausbildung oder dann draussen am Kanten nicht vergleichbar waren.
In der Ausbildung war es die totale Rotlichtbestrahlung,die man wohl oder übel über sich ergehen lassen musste......
Einfach belastend,verlogen und äußerst langweilig.
Da wäre ich/wir lieber jedesmal die 3000m gelaufen,als mir diese Märchenstunden antun zu müssen.

Am Kanten war es doch eher entspannt,ich kann nicht mal sagen,wie oft wir dort "Schulung" hatten,weil ich mich eigentlich gar nicht daran erinnern kann.
Oft kann es jedenfalls nicht gewesen sein.
Einen Polit gab es in unserer Kompanie, es war Oberleutnant Koschxxxxx.,genannt der rote Koko.
Ein schlechter Mensch war er nicht,eigentlich ließ er uns in Ruhe.
Ausser wenn es zum Grenzdienst raus ging,er Führungsoffizier war und wir den Abgang klopften und ihn dazu mit unseren Taschenlampen Rotlicht vom LO gaben......
Dann durften wir schonmal nach dem GD per Huf in die Kompanie zurück traben.
Doch das war uns die Sache wert.

Anbei mal noch 2 Bildchen aus der Knolle Halbersatdt.
Dort sieht man z.B. unsere Gruppe bei einer dieser Rotlichtbestrahlungen oder provokanter ausgedrückt,....Gehirnwäschen.
Es war einfach nur zum einschlafen,was man wohl auch an einigen Gesichtern auf den Fotos gut ablesen kann.



ek40


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#117

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 22:55
von chantre | 425 Beiträge

Ich glaube in der Bundeswehr gibts für die Aufgabe des PO den Militärgeistlichen.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.01.2014 22:55 | nach oben springen

#118

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 23:21
von 94 | 10.792 Beiträge

Nicht ganz, gehört doch bei GT (und NVA) der StPA neben dem StKC und natürlich dem KC zur Kompanieführung. Insofern ist er im Alltag eher mit einem der Kompanieeinsatzoffiziere (KpEinsOffz; ich dachte wir bei GT waren schon krude, aber was für eine Abk.), von denen es ja auch in den meisten Strukturen der BuWe jeweils 2 pro Kompanie gab/gibt, zu vergleichen.
Militärseelsorge gab's in der DDR nicht, wobei es ja in einigen Gegenden gerade im Eichsfeld ja auch 'Zweckbündnisse' entstanden sein sollen ...
Zeitmäßig war der Politunterricht übrigens nur eine Nebenerscheinung in der GK, so 4h/Monat wimre für die GWDler? Die UaZ wurden dann vom KC 'geschult', bin mir da aber nimmer so sicher?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#119

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 23:26
von Mike59 | 7.979 Beiträge

94er schreib einfach nicht so hochtrabend.

Sorry 94er, ich hab es noch einmal gelesen. Ich habe wohl etwas falsch reagiert. Dein Ansatz ist gut!


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.01.2014 23:40 | nach oben springen

#120

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 31.01.2014 23:38
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Oha, da kommt wieder einiges kräftig durcheinander.

@Zermatt : Es gibt keine vergleichbare Rolle für den Politoffizier in der Bundeswehr. Wenn hier immer und immer wieder von der Politische Schulung geschrieben wird, dann ist das nur eine der dienstlichen Aufgaben des Politstellvertreters gewesen. In erster Linie und vor allem anderen war er ein hauptamtlicher Parteiarbeiter, der strikt für die Führende Rolle der Partei in seiner Einheit zu sorgen hatte. Das bezog sich auf seine Arbeit mit seinem Kommandeur genauso, wie auf die Einflussnahme gegenüber den Vorgesetzten, seine Unterstützung in der der Arbeit der Grundorganisation der SED etc. bis hin zur politischen Arbeit im Sinne der SED. Einzelne Facetten seiner Arbeit mit der Inneren Führung oder dem Militärseelsorger zu vergleichen ist möglich, aber nicht zielführend.

@94 : Es war eine Schulung mit 8 Stunden (8 x 45 Minuten) in der entsprechendes Selbststudium Bestandteil sein sollte. Meistens verkürzte sich diese Zeit aufgrund dienstlicher Obliegenheiten, gestattet war das nicht. In einem gebe ich Dir uneingeschränkt Recht: Der Politstellvertreter der Grenzkompanie war ein vollwertiger Stellvertreter des Kompaniechefs. In der Kompaniesicherung hatte er genauso die Führung der Grenzkompanie im Grenzdienst zu übernehmen, wie der Kompaniechef und der Stellvertreter des Kompaniechefs. Und das meint nicht die Position des Kommandeurs Grenzsicherung, sondern den gesamten Führungsprozess von der Planung, Entschlussmeldung, Befehlsgebung bis hin zur unmittelbaren Führung der Grenzkompanie rund um die Uhr.

Ansonsten werde ich heute still lächelnd über dem Widerspruch einschlafen, wie eine Veranstaltung, die keinen interessierte und die meisten einschläferte eine geeignete Gehirnwäsche gewesen sein soll. Ach, Scheiß drauf, werft doch mit Euren Versatzstücken. Habe ich früher auch gemacht. Führt zu nichts, schläfert eher ein, aber wenn man meint, etwas Gutes getan oder gesagt zu haben, fühlt man sich doch gleich wieder besser. Gelle?!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.01.2014 23:39 | nach oben springen



Besucher
2 Mitglieder und 29 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 322 Gäste und 25 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558539 Beiträge.

Heute waren 25 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen