#281

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:19
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #280
Nee @stufrid, eher Isabell - Schitäme


Das ist berühmter von denen aber bei weitem nicht so schön, nach meinem Geschmack zumindest.
Den Chor gibt es übrignes bis heute noch.



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#282

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:36
von Moskwitschka (gelöscht)
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OT

Gehts hier jetzt um Musik? Ich weiß nicht in welcher Klasse, aber im Musikunterricht habe ich damals fürs Vorsingen ne 4 bkommen.


Internationale Arbeiterkampflieder Die Arbeitermarseillaise

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 03.02.2014 22:48 | nach oben springen

#283

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:37
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

OK. dann machen wir auch hier einen Musikthread draus
http://www.youtube.com/watch?v=-ACeSScmt...617D0A&index=43


zuletzt bearbeitet 03.02.2014 22:41 | nach oben springen

#284

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:43
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wo man singt da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 08:06 | nach oben springen

#285

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:44
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #260
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #256
Die Drecksarbeit haben wir niedrigen Dienstgrade gemacht, da saß der Polit meist im Dienstzimmer, seltenst wirklich mal auf der Führungsstelle.


Ich meinte die ideologische Drecksarbeit, dass die gegen Euch normale Soldaten ein Leben wie der sprichwörtliche Gott in der DDR hatten, glaube ich nicht nur, sondern so ergibt sich das auch aus den überlieferten schriftlichen Quellen (insbes. Zeitzeugenberichte).


Rot: studfri, Du tust alles dafür, in die Kategorie der Betonköpfe abzudriften. Dir fehlt das elementarste Vorstellungsvermögen (von Verständnis will ich gar nicht erst reden), wie es in der NVA, speziell den GT in der politischen Arbeit ablief. Du beziehst dich angeblich auf überlieferte schriftliche Quellen und Zeitzeugenberichten. Ich vermute, daß Du diese sehr selektiv ausgewählt hast, die dir eben in Deinen Kopf mit den Brettern auf beiden Seiten gerade noch reinpassen. Was ist denn an der Politschulung so "dreckig" gewesen ? Daß nicht Deine Ideologie vermittelt wurde, vermute ich. Darum dreht sich nämlich alles. Schon das Eintreten für eine Gesellschaftsordnung, die nicht durch den Profit Einzelner gekennzeichnet ist, ruft Deinen Widerspruch hervor und jeder ihrer Protagonisten ist perse erst mal schlecht, dumm, unfähig und was sonst noch alles an negativem. Nach meinen und ich vermute auch anderer GWDler Erfahrungen hatten die Politniks kein anderes Leben als jeder andere Offizier auch und da meine ich, daß es jedem Bundeswehroffizier besser ging.



Pitti53, Alfred, Küchenbulle 79, ABV, Winch und suentaler haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#286

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:52
von Pitti53 | 8.789 Beiträge
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#287

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:54
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #282
OT

Gehts hier jetzt um Musik? Ich weiß nicht in welcher Klasse, aber im Musikunterricht habe ich damals fürs Vorsingen ne 4 bkommen.


Internationale Arbeiterkampflieder Die Arbeitermarseillaise

LG von der Moskwitschka


Na wenn Du was vernünftiges vorgesungen hättest, dann hätte das vlt auch mit den Noten geklappt.



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#288

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:54
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von Altmark01 im Beitrag #277
Zitat von studfri im Beitrag #272


Dafür brauchte man nicht zum MfS zu gehen, ein bisschen aufpassen im Fremdsprachenunterricht auf der POS hätte gereicht.



Ja tatsächlich? Wurde Französisch auf den Schulen in der DDR als Fach angeboten?


Es wurde nicht nur angeboten sondern auch gelehrt, zumindest an unserer Schule. Laut Lehrplan musste man eine zweite Fremdsprache, neben Russisch, lernen. Zur Auswahl standen nur Englisch und Französisch, da an unserer Schule wohl ein Mangel an Englisch-Lehrern herrschte haben wir eben französisch gelernt.

[/quote]


(alles) Rotmark: Nein mußte man nicht. man konnte und durfte, da die 2. Fremdsprache (an der POS) fakultativ, also/ und freiwillig war
siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fakultativer_Unterricht


Gruß Axel
80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2014 22:58 | nach oben springen

#289

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 22:57
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #272
Zitat von Altmark01 im Beitrag #268
Zitat von studfri im Beitrag #265


Und gut in französischer Sprache konnte man sich augenscheinlich auch beim MfS ausbilden lassen, wie mir bekannt ist.



Dafür brauchte man nicht zum MfS zu gehen, ein bisschen aufpassen im Fremdsprachenunterricht auf der POS hätte gereicht.



Ja tatsächlich? Wurde Französisch auf den Schulen in der DDR als Fach angeboten?


Grün: studfri, jetzt hast Du aber was gucken lassen. Ich mußte richtig lachen, weil ich eine ähnliche Frage schon mal von einem Westdeutschen gehört hatte. Zeigt mir eingentlich nur, wie hinterwäldlerisch mache Bundis in ihren Kenntnissen über die DDR sind, dann aber auf die Kacke hauen wollen, wie es uns gegangen zu sein hatte.
Es muß so etwa Anfang des Jahrtausends gewesen sein. Ich war wegen spezieller Klebprobleme bei einem Kunden meines Kollegen in Saarbrücken. Wir kamen irgendwie darauf zu sprechen, daß ich mich dort und dort nur auf englisch unterhalten kann. Die erstaunte Frage der Frau des Kunden: "Aber sie durften doch in der DDR kein Englisch lernen ?". Soll ich noch was dazu sagen ? Nur meine eigene Faulheit hat mich daran gehindert, damals, 1960, in der 7. Klasse Englisch oder Französisch fakultativ zu belegen. Aber dieses thema hatten wir hier schon mal und es wäre OT, wenn ich das jetzt auswalzen würde. Nimms also ganz einfach als neue Erkenntnis, daß es so war und die DDR nicht so hinterwäldlerisch war wie von einigen Altbundis hier gern dargestellt.



harzstreuner, Küchenbulle 79, EK82I und Winch haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#290

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 23:02
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #282
OT

Gehts hier jetzt um Musik? Ich weiß nicht in welcher Klasse, aber im Musikunterricht habe ich damals fürs Vorsingen ne 4 bkommen.


Internationale Arbeiterkampflieder Die Arbeitermarseillaise

LG von der Moskwitschka


Für Singen hatte ich immer eine "1". Bis zum Stimmbruch, von da an sang(k) ich immer tiefer.



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#291

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 23:02
von studfri | 762 Beiträge

Also von hinterwäldnerisch hat niemand gesprochen, ich noch am allerwenigsten.

Mir war bekannt, dass Russisch als erste Fremdsprache gelehrt wurde. Dass man später auch englisch nehmen konnte, wenn man wollte, war mir auch bekannt. Das man auch Französisch einfach so wählen konnte, war mir bis eben nicht bekannt.



zuletzt bearbeitet 03.02.2014 23:33 | nach oben springen

#292

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 03.02.2014 23:25
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #286
[eine ellenlange Playlist]
Bis zum bitteren Ende schauen

Ist das ein Befähl? Vergisses! Schade um die Bandbreite *grins*

Und stufrid, das mit dem 'einfach so' kam drauf an. Es gab auch Schulen mit spanisch und/oder portugiesisch, besonders Anfang der 70er kamen die arg in Mode. Und nicht an jeder Schule wurden auch alle zweiten Fremdsprachen angeboten. Auch waren für die zweite Fremdsprache gewisse schulische Leistungen nötig, geschätzt ein Viertel aller Schüler der POS kammen in den Genuß. Anders dann auf der Penne zum Abitur (EOS). Da war die zweite Fremdsprache obligatorisch, auf Schulen mit erweitertem Sprachunterricht kam eine dritte Fremdsprache dazu und teilweise wurde auch der Fachunterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern in der ersten Fremdsprache (welche dann nicht mehr unbedingt Russisch war) gehalten.
Doch zurück zu den Politruks und etwas allgemeiner zu den Offizieren. An der OHS wurde nicht nur Sprach-, sondern auch Fachunterricht in Russisch, der Kommandosprache des WV gegeben. Allerdings, die einzige Vokabel aus dem Taktikunterricht, welche aus dem Befehl auf Russisch an einen mot.Schützenzug bei mir hängen geblieben ist ... Курган

Aber achso, das iss ja jetzt och'n Musikfred ... na denne http://youtu.be/qzGmYe0NJ1M


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2014 23:27 | nach oben springen

#293

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:05
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wie weltläufig war doch unsere DDR.
An meiner Schule gab es keinen Französischunterricht , sondern nur Englisch.
Und für den normalen DDR Bürger , der in den Genuss von Fremdsprachenunterricht in Englisch oder Französisch kam, hatten sich die Anwendungsmöglichkeiten der erworbenen Kenntnisse mit der Beendigung der Schulausbildung sowieso fast vollständig erledigt und fielen dem Vergessen anheim.


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 08:08 | nach oben springen

#294

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:11
von ABV | 4.202 Beiträge

Bei uns gab es auch nur den Englisch-Unterricht. Das Fremdsprachenangebot hing vom Vorhandensein eines dementsprechenden Fachlehrers ab.
Logischerweise! Ich weiß aber, dass es Schulen gab an denen Französisch angeboten wurde.
Ich meine jetzt die Sprache, nicht das einer eine falsche Vorstellung vom Schulbetrieb in der DDR bekommt.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#295

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:12
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #293
Wie weltläufig war doch unsere DDR.
An meiner Schule gab es keinen Französischunterricht , sondern nur Englisch.
Und für den normalen DDR Bürger , der in den Genuss von Fremdsprachenunterricht in Englisch oder Französisch kam, hatten sich die Anwendungsmöglichkeiten der erworbenen Kenntnisse mit der Beendigung der Schulausbildung sowieso fast vollständig erledigt und fielen dem Vergessen anheim.



Hallo schnatterinchen
Ich durfte nicht englisch lernen als zweite Fremdsprache weil ich in russisch immer eine glatte fünf hatte . Das war in den 60iger Jahren .


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#296

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:18
von seaman | 3.487 Beiträge

Wie sah es mit der Fremdsprache Spanisch aus?

seaman


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#297

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:29
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #296
Wie sah es mit der Fremdsprache Spanisch aus?

seaman


Mir ist nicht bekannt, dass dieses Fach an einer POS / EOS angeboten wurde.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#298

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:39
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #297
Zitat von seaman im Beitrag #296
Wie sah es mit der Fremdsprache Spanisch aus?

seaman


Mir ist nicht bekannt, dass dieses Fach an einer POS / EOS angeboten wurde.

Gruß Uwe



Habe mal eine Dolmetscherin aus der DDR in Managua kennengelernt,die erzählte mir es gab ab 1970 an ein paar POS/EOS Spanischunterricht.
Selber stammte sie aus Erfurt.

seaman


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 08:39 | nach oben springen

#299

RE: versagte Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 08:46
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #256
Die Drecksarbeit haben wir niedrigen Dienstgrade gemacht, da saß der Polit meist im Dienstzimmer, seltenst wirklich mal auf der Führungsstelle.

Ah, wie ich diese Stubengequatsche doch liebe ... reflektiert, durchsetzt von tiefer Kenntnis der Materie, wertvoll ...

Meine letzte Woche an der Grenze?!
Kompaniechef im Urlaub. Der Stellvertreter KC führte. Ich musste 2 Nächte in Folge die Übernahme und Übergabe der beiden Bauabschnitte (Grenzsignalzaun und Minendemontage) persönlich durchführen. Das hieß kaum Schlaf bei vollem Dienst am Tag. In der dritten Nacht konnte ich dann langsam mal ins Bett gehen. Ich flog kurz nach dem Einschlafen wieder raus. Ein Grenzposten hatte auf einer Wiese freundwärts des Grenzsignalzauns neben einem Scheinwerfer einen Schatten gesehen (Nachts, Anfang Oktober, mit einer Lampe schnell drübergeleuchtet, auf mehr als 100 Meter). Der StKC übernahm die Führung auf der Führungsstelle, ich übernahm die Führung in der Einheit. Nach und nach flog die ganze Kompanie raus, selbst die Küchenbesatzung musste mit raus zur Verstärkung der Abriegelung. Es blieben der UvD, die Wache, 6 trunkene Ausgänger und ich. Dann kam eine Kontrolle vom Grenzkommando Süd. Die durfte ich von Nachts um 2 Uhr bis morgens bespaßen, denn sie konnten weder in den Abschnitt, noch bekamen sie einen Kaffee. Nach der Lage und der Planungsvorbereitung schickte mich der StKC gegen 9:30 Uhr erst einmal ins Bett, die Lage war inzwischen aufgehoben - ergebnislos.

Ich legte mich gegen 10:00 Uhr hin. Um 11:00 wurde ich geweckt. Im Bereich der "Schattenlage" waren eine Untergrabung am Grenzsignalzaun und Spuren auf dem K2 gefunden worden. Ich sprang in die Felddienstuniform, rannte an der Küche vorbei, ließ mir ein Brötchen und eine Boulette in die Hand drücken, schwang mich zu einem Grenzaufklärer auf das Motorrad und wir fuhren zu der Stelle. Es war auf den ersten Blick klar, dass es sich um eine alte, freigespülte Spur handelte und die Untergrabung stammte von einem Fuchs. Ich musste bis 16:00 Uhr am Ort bleiben, da noch ein Stellvertreter des Bataillonskommandeurs die Sache untersuchen und bestätigen sollte. Ich rief danach die Führungsstelle an und teilte meinen Entschluss mit, zur Einheit zurück zu handeln. Ich erhielt aber den Befehl auf die Führungsstelle zu kommen. Dort teilte mir der Leutnant, einer unserer Zugführer mit, ich hätte den Befehl die Führung auf der Führungsstelle zu übernehmen bis sechs Uhr. Ich schaute auf meine Uhr, es war etwa 16:30 Uhr und murmelte, dass das ja nicht mehr lange hin sei. Da kam die Präzisierung: Morgens um 6:00 Uhr. Da wir an dem Tag wieder aus dem durch die Lage verschobenen Dienstzyklus in den geplanten zurückkehren wollten, waren die Schichten verschoben. Gegen 24:00 Uhr erfolgte eine Ablösung im Abschnitt. Ich bat, für mich die Postenversorgung mitzugeben. Es waren 2 kleine Äpfelchen, denn der Aufzug war offiziell unter 6 Stunden. Am Morgen kam ich in die Kompanie. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich an 5 Tagen gerade mal insgesamt 5 Stunden geschlafen - nicht zusammenhängend.

Da kam der Befehl: Kontrolle des K6 durch Offiziere der Kompanieführung. Das ließ darauf schließen, dass "jemand Drüben angekommen war" - das konnte aber sogar mehrere Regimentsabschnitte umfassen. der StKC und ich teilten uns den Abschnitt auf. Ich ging zusammen mit einem eigenen Posten und dem eigentlichen K6-Kontrollposten den K6 ab. Inzwischen war ich so übermüdet, dass ich zwischendurch in einer Halluzination ein Minenwarnschild sich in einen Mann im weißen Anzug verwandeln sah, der über den K6 ging. Ich hielt die Streife kurz an und wusch mir erst einmal in der nächsten Pfütze das Gesicht ab. Als wir fertig waren, bekam ich einen Anschiss, warum das mit der Streife so lange gedauert hätte. Zurück in der Einheit aß ich erst einmal etwas. Wie das weiter über den Tag ging, weiß ich nicht mehr. Für die Nacht war ich als Diensthabender Stellvertreter eingesetzt. Ich konnte wenigstens schlafen. Ich legte mich gleich in der Kompanie in ein Bett.

Nachts wurde ich durch eine Lage geweckt. Eine Auslösung Grenzsignalzaun, glaube ich, die der Kommandeur Grenzsicherung führen konnte. Plötzlich gab es ein Problem: Das Auto der befohlenen Kontrollstreife sprang nicht an. Ich wurde wieder geweckt und befahl, halb schlaftrunken, der Fahrer der KMS solle fahren. Dieser kam zu mir, ließ sich die Bestätigung im Fahrtenbuch unterschreiben, sagte mir etwas, dass er morgens in den Regimentsstab fahren solle. Ich antwortete irgendwas mit Vorrang der Grenzsicherung. Die Lage dauerte länger, ich schlief derweilen wieder, etwas anderes konnte ich nicht tun. Der Fahrer kam morgens in die Kompanie zurück und traf den Fähnrich, mit dem er in den Regimentsstab fahren sollte. Er verweigerte die Fahrt, da er nicht genügend Schlaf gehabt hätte. Statt mich nun zu wecken, was korrekt gewesen wäre, rief der Fähnrich im Bataillonsstab an. Von dort wurde ich geweckt und angeschnauzt, ob ich mir schon mal überlegt hätte, ob ich den richtigen Beruf gewählt hätte. Morgens bei der Lage kam der nächste Anschiss. Einer der Stellvertreter des Bataillonskommandeurs ließ mich ans Telefon holen und faltete mich persönlich zusammen. Beim Auflegen sprach ich dann meinen Spruch: Wenn das hier so weitergeht, frühstücke ich bald in Weimarschmieden.

Sorry, das musst ich nochmal loswerden. @Grenzwolf62 : Der Dreck, durch den wir bisweilen durchmussten klebte nicht zwingend an den Stiefeln.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


ABV, Winch, 80er, suentaler, schulzi, exgakl, Schuddelkind, GZB1 und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.02.2014 08:49 | nach oben springen

#300

RE: Zweifelnde Polit-Offiziere

in Grenztruppen der DDR 04.02.2014 09:05
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von linamax im Beitrag #295
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #293
Wie weltläufig war doch unsere DDR.
An meiner Schule gab es keinen Französischunterricht , sondern nur Englisch.
Und für den normalen DDR Bürger , der in den Genuss von Fremdsprachenunterricht in Englisch oder Französisch kam, hatten sich die Anwendungsmöglichkeiten der erworbenen Kenntnisse mit der Beendigung der Schulausbildung sowieso fast vollständig erledigt und fielen dem Vergessen anheim.



Hallo schnatterinchen
Ich durfte nicht englisch lernen als zweite Fremdsprache weil ich in russisch immer eine glatte fünf hatte . Das war in den 60iger Jahren .




Ja genau, das war bei uns auch so, daß da nicht alle bei Englisch mitmachen durften.
Das war so 80. Ich weiß garnicht mehr was die Ausgeschlossenen in der Zeit gemacht haben und wenn ich mir das überlege, da hat keiner von den Eltern der vom Englischunterricht ausgeschlossenen aufgemuckt. War halt DDR. Da wurde wegen solcher Petitessen nicht gemuckt.
Was das mit der "Mode" spanisch und portugiesisch anbetrifft , kann ich mir nur so erklären , das in dieser Zeit der antiimperialistische Kampf in Übersee- Ländern mit diesen Sprachen erfolgreich erschien.
Ich kenne niemanden, der spanisch oder portugiesisch in der Schule lernen konnte.


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