#181

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 16:37
von elster427 | 789 Beiträge

@94
irgendwie verwechselst du die Freds .#1 hat nichts mit Geld zu tun.
Bitte richtig stellen
mfg jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
zuletzt bearbeitet 29.01.2014 16:40 | nach oben springen

#182

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 16:51
von 94 | 10.792 Beiträge

Dein fordernder Ton ist umgekehrt reziprok zu der von Dir zur Schau gestellten Medienkompetenz. Vielleicht mal dem Link durch Anklicken folgen? Es soll ja nicht nur dieser Thread einen Beitrag #1 haben, odär? Und wenn der Klopper-Thread nicht ab #104 sein Wesen grundlegend geändert hätte, na dann hätte ich's wohl dort geschrieben.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.01.2014 16:52 | nach oben springen

#183

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 16:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #177
Zitat von Gert im Beitrag #174
Zitat von elster427 im Beitrag #169
@elster427 , also so wie ich es in Erinnerung habe, waren es Soldaten bzw. Uffze auf Zeit. Sie bekamen auch mehr Geld als ich als einfacher GWD Leistender. Ich bekam wimre 80 Mark Wehrsold. Kann aus eigener Erfahrung berichten, dass mich 1962 ein Bekannter aus einem Jugendclub, den ich immer besuchte um bestimmte Musik zu hören, ansprach und für das Wachregiment FD warb. Ich kann mich dunkel erinnern, dass er von 3 Jahren Dienstzeit und einem Gehalt sprach. Das sind ja doch für mich Berufssoldaten bzw. Soldaten auf Zeit und keine GWD Leistende.
Dass es parteilose Angehörige des Mfs gab, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Natürlich beweisen bis zum letzten Mann kann ich es auch nicht. So wie man heute in Tendenzbetrieben wie Betrieben der kath. Kirche nicht arbeiten kann, wenn man nicht Katholik ist, so war das beim MfS als Parteiloser ebenso nicht möglich.

Hallo @Gert
zu den Dreiendern beim MfS, die bekamen kein Gehalt sondern Wehrsold und waren auch keine
Berufssoldaten.

Parteilose MA des MfS- Ich kann dir alleine von der Güst Drewitz etwa 7-8 Leute nennen , welche nicht Parteimitglieder waren.
Deren Höchster Dienstgrad an der Güst war dann der Oberfeldwebel.Sie mußten aber trotzdem an allen Parteiveranstaltungen teilnehmen
Weiter mit der Beförderung ging es nur als Parteimitglied.
Dazu kamen die vielen Handwerker, Gärtner,Verkäuferinnen, Köche, Kellnerinnen,Frisörinnen, Reinigungskräfte usw.
welche zwar Mitarbeiter des MfS waren , aber nicht unbedingt Parteimitglieder sein mußten.
Wir waren da weiter als die Kirche!
MfG Jan



Jan, an die Putze und den Koch hatte ich dabei nicht gedacht. Aber sag mal, wer war denn so unterbelichtet und hat sich für volle 3 Jahre verpflichtet für ein Taschengeld ( Wehrsold ) ? Ist für mich kaum vorstellbar. Oder gibt es noch ein anderes Motiv, von dem ich nichts weiss ?


Mehrere tausend Menschen als unterbelichtet zu bezeichnen finde ich eine Frechheit.




Alfred, ich finde es eine Frechheit Soldaten auf Zeit, die sich für 3 Jahre verpflichten, mit einem Wehrsold in dieser Höhe abzuspeisen. Ich kenne den Betrag nicht, aber ich kannte mein Wehrsold und das waren monatlich 80 Mark ( 1963/64),nur davon kann ich ausgehen. Der Jan ( elster ) hat es mir so mitgeteilt. Wenn du andere, bessere Informationen hast, dann schreib sie in Mark und Pfennig. Dann korrigiere ich meine Wertung.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#184

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 17:00
von seaman | 3.487 Beiträge

Denke, habe die Antworten bekommen,die ich zu meiner Fragestellung erhoffte.
Danke, an Alle die sich bisher zum Thema sachlich eingebracht haben.
Habe wertvolle Erkenntnisse gewonnen.

seaman


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#185

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 17:00
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #183
Zitat von Alfred im Beitrag #177
Zitat von Gert im Beitrag #174
Zitat von elster427 im Beitrag #169
@elster427 , also so wie ich es in Erinnerung habe, waren es Soldaten bzw. Uffze auf Zeit. Sie bekamen auch mehr Geld als ich als einfacher GWD Leistender. Ich bekam wimre 80 Mark Wehrsold. Kann aus eigener Erfahrung berichten, dass mich 1962 ein Bekannter aus einem Jugendclub, den ich immer besuchte um bestimmte Musik zu hören, ansprach und für das Wachregiment FD warb. Ich kann mich dunkel erinnern, dass er von 3 Jahren Dienstzeit und einem Gehalt sprach. Das sind ja doch für mich Berufssoldaten bzw. Soldaten auf Zeit und keine GWD Leistende.
Dass es parteilose Angehörige des Mfs gab, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Natürlich beweisen bis zum letzten Mann kann ich es auch nicht. So wie man heute in Tendenzbetrieben wie Betrieben der kath. Kirche nicht arbeiten kann, wenn man nicht Katholik ist, so war das beim MfS als Parteiloser ebenso nicht möglich.

Hallo @Gert
zu den Dreiendern beim MfS, die bekamen kein Gehalt sondern Wehrsold und waren auch keine
Berufssoldaten.

Parteilose MA des MfS- Ich kann dir alleine von der Güst Drewitz etwa 7-8 Leute nennen , welche nicht Parteimitglieder waren.
Deren Höchster Dienstgrad an der Güst war dann der Oberfeldwebel.Sie mußten aber trotzdem an allen Parteiveranstaltungen teilnehmen
Weiter mit der Beförderung ging es nur als Parteimitglied.
Dazu kamen die vielen Handwerker, Gärtner,Verkäuferinnen, Köche, Kellnerinnen,Frisörinnen, Reinigungskräfte usw.
welche zwar Mitarbeiter des MfS waren , aber nicht unbedingt Parteimitglieder sein mußten.
Wir waren da weiter als die Kirche!
MfG Jan



Jan, an die Putze und den Koch hatte ich dabei nicht gedacht. Aber sag mal, wer war denn so unterbelichtet und hat sich für volle 3 Jahre verpflichtet für ein Taschengeld ( Wehrsold ) ? Ist für mich kaum vorstellbar. Oder gibt es noch ein anderes Motiv, von dem ich nichts weiss ?


Mehrere tausend Menschen als unterbelichtet zu bezeichnen finde ich eine Frechheit.




Alfred, ich finde es eine Frechheit Soldaten auf Zeit, die sich für 3 Jahre verpflichten, mit einem Wehrsold in dieser Höhe abzuspeisen. Ich kenne den Betrag nicht, aber ich kannte mein Wehrsold und das waren monatlich 80 Mark ( 1963/64),nur davon kann ich ausgehen. Der Jan ( elster ) hat es mir so mitgeteilt. Wenn du andere, bessere Informationen hast, dann schreib sie in Mark und Pfennig. Dann korrigiere ich meine Wertung.



Der monatl. Sold lässt sich an Hand der Tabelle erkennen http://home.snafu.de/veith/besoldun.htm dabei bitte nicht nur auf das Geld für den Dienstgrad achten sondern zusätzlich die Planstellen beachten....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#186

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 17:04
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #182
Dein fordernder Ton ist umgekehrt reziprok zu der von Dir zur Schau gestellten Medienkompetenz. Vielleicht mal dem Link durch Anklicken folgen? Es soll ja nicht nur dieser Thread einen Beitrag #1 haben, odär? Und wenn der Klopper-Thread nicht ab #104 sein Wesen grundlegend geändert hätte, na dann hätte ich's wohl dort geschrieben.

Also es sollte kein fordernder Ton sein! Ich schreibe so wie es mir aus den Fingern geht!
Es ist ja toll , deine Beiträge zu verfolgen, doch irgendwann möchte man normal mitlesen können.
Versuch es mal und vielleicht verstehen dich dann einige mehr!
Viel Spass noch Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#187

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 19:15
von seaman | 3.487 Beiträge

Bis gestern Abend ging es hier um beim Thema "Aufarbeitung" zu bleiben........
Mittlerweise ist hier aktuell,ob der Wehrsold überspitzt vor 50 Jahren in der DDR in Scheinen oder Aluchips ausgezahlt wurde.
Wieder geht ein Thema über den Deister.
Schade,aber mittlerweile normal.

seaman


Küchenbulle 79 und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.01.2014 19:20 | nach oben springen

#188

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 19:30
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Ich möchte noch was zum Thema Aufarbeitung sagen.
Alleine die Tatsache sich hier im Forum anzumelden, die Auseinandersetzung mit Personen aller Couleur - ob positiv oder negativ , zeigt doch bei den meisten hier, die Bereitschaft zur Aufarbeitung.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

seaman, Lutze, damals wars und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#189

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 19:35
von Rüganer (gelöscht)
avatar

Zitat von elster427 im Beitrag #167
I
In meiner Jugend habe ich selten politische Entscheidungen in der DDR hinterfragt, da man mir diese Dinge im Elternhaus
nahebrachte.
Dazu kam ,mein Heimatort war Potsdam Eiche - also auch durch die Eltern meiner Mitschüler und das Vorhandensein der JHS - Juristischen Hochschule des MfS ,welches meine politische Meinung stark mitbeeinflußte.
Das Nachdenken über mein bisheriges Leben und die Veränderungen welche sich daraus ergaben, wird wohl bei Studfri nie einsetzen , da er nicht an solch einen Wendepunkt in seinem Leben kommen wird.

Für mich stand in frühester Jugend fest, das ich Berufsoffiziier werden wollte.
Die Entscheidung fürs MfS und dabei für die Güst Drewitz fiehl während meiner Berufsausbildung , wo ich auch Kandidat der SED wurde.
All diese Entscheidungen habe ich selber für mich getroffen- was ich damals dachte.
Heute weiß ich , das man mich auf diesen Weg geschoben hat. Nicht durch meine Eltern, sondern durch Gespräche mit dem Werber des MfS .
Die Arbeit als Passkontrolleur hat mich begeistert , trotz der widrigen Umstände des Dienstes. Diese Tätigkeit ist im Grunde in allen
Staaten das selbe , nur mit anderen politischen Voraussetzungen. Selbst in der BRD war die Tätigkeit die Selbe wie in der DDR.
Am Anfang war man hochmotiviert nach den "Feinden" der Republik zu suchen - wozu man natürlich auch Übersiedler und Flüchtlinge
zählte.
So ab 1988 fingen dann die ersten Diskusionen in den Kollektiven an , über die erhöhten Angriffe auf die Grenze, den Dauerdruck auf die GT und die Frage , warum lassen wir die Leute nicht reisen um diesen Druck abzubauen.
Viele hier im Forum stellen sich wahrscheinlich vor -überall Wanzen -Zuträger -oder sonst was!
Gab es bestimmt auch, doch man konnte ohne Angst darüber reden.
Als dann die ersten aus Prag in den Westen durften und in Dresden diese Polizeischlacht stattfand,
begannen bei uns immer mehr Genossen offen über die Frage des Sinnes von diesem Vorgehen nachzudenken und auch in
Parteiversammlungen zu reden.
Mein persönliches Nachdenken begann in Maputo im November 89 wo man uns mit den Worten -"Was wollt ihr noch hier , keiner braucht euch noch" begann.
Der Rest wird zu persönlich und bleibt ungesagt.
MfG Jan




Hallo @elster427,

dein Beitrag ist einer der ganz wenigen hier im Forum, der für mich sehr ehrlich, sachlich und auch nach dem Willen zur persönlichen Aufarbeitung klingt und die beginnt man ja schon damit, dass man sich etwas von der Seele schreibt. Was für mich jedoch besonders wertvoll an deinem Beitrag ist, Du schreibst sehr gut, wie Du zu Deiner Einstellung gekommen bist, Deine Eltern, Dein Umfeld und dieser Satz: All diese Entscheidungen habe ich selber für mich getroffen- was ich damals dachte und Deine heutige Erkenntnis: Heute weiß ich , das man mich auf diesen Weg geschoben hat
Ich finde es überaus ehrlich von Dir und dafür meinen Dank.
Andere, wie ich, hatten so ein Umfeld nicht und andere Eltern, deswegen hatte man auch einen weitaus kritischeren Standpunkt zum Staat und wenn man dann erst mal irgendwo bildlich gesprochen, welche auf das Maul bekommen hat, dann ging einem das alles kilometerweit am A vorbei.
Doch Dein Beitrag hilft mir, zumindest ein wenig diejenigen zu verstehen, die da so überzeugt gewesen sind.


seaman, Grenzverletzerin, Damals87, RudiEK89, DoreHolm, andyman, matloh und Waldmeister haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#190

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 19:40
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #189
Zitat von elster427 im Beitrag #167
I
In meiner Jugend habe ich selten politische Entscheidungen in der DDR hinterfragt, da man mir diese Dinge im Elternhaus
nahebrachte.
Dazu kam ,mein Heimatort war Potsdam Eiche - also auch durch die Eltern meiner Mitschüler und das Vorhandensein der JHS - Juristischen Hochschule des MfS ,welches meine politische Meinung stark mitbeeinflußte.
Das Nachdenken über mein bisheriges Leben und die Veränderungen welche sich daraus ergaben, wird wohl bei Studfri nie einsetzen , da er nicht an solch einen Wendepunkt in seinem Leben kommen wird.

Für mich stand in frühester Jugend fest, das ich Berufsoffiziier werden wollte.
Die Entscheidung fürs MfS und dabei für die Güst Drewitz fiehl während meiner Berufsausbildung , wo ich auch Kandidat der SED wurde.
All diese Entscheidungen habe ich selber für mich getroffen- was ich damals dachte.
Heute weiß ich , das man mich auf diesen Weg geschoben hat. Nicht durch meine Eltern, sondern durch Gespräche mit dem Werber des MfS .
Die Arbeit als Passkontrolleur hat mich begeistert , trotz der widrigen Umstände des Dienstes. Diese Tätigkeit ist im Grunde in allen
Staaten das selbe , nur mit anderen politischen Voraussetzungen. Selbst in der BRD war die Tätigkeit die Selbe wie in der DDR.
Am Anfang war man hochmotiviert nach den "Feinden" der Republik zu suchen - wozu man natürlich auch Übersiedler und Flüchtlinge
zählte.
So ab 1988 fingen dann die ersten Diskusionen in den Kollektiven an , über die erhöhten Angriffe auf die Grenze, den Dauerdruck auf die GT und die Frage , warum lassen wir die Leute nicht reisen um diesen Druck abzubauen.
Viele hier im Forum stellen sich wahrscheinlich vor -überall Wanzen -Zuträger -oder sonst was!
Gab es bestimmt auch, doch man konnte ohne Angst darüber reden.
Als dann die ersten aus Prag in den Westen durften und in Dresden diese Polizeischlacht stattfand,
begannen bei uns immer mehr Genossen offen über die Frage des Sinnes von diesem Vorgehen nachzudenken und auch in
Parteiversammlungen zu reden.
Mein persönliches Nachdenken begann in Maputo im November 89 wo man uns mit den Worten -"Was wollt ihr noch hier , keiner braucht euch noch" begann.
Der Rest wird zu persönlich und bleibt ungesagt.
MfG Jan




Hallo @elster427,

dein Beitrag ist einer der ganz wenigen hier im Forum, der für mich sehr ehrlich, sachlich und auch nach dem Willen zur persönlichen Aufarbeitung klingt und die beginnt man ja schon damit, dass man sich etwas von der Seele schreibt. Was für mich jedoch besonders wertvoll an deinem Beitrag ist, Du schreibst sehr gut, wie Du zu Deiner Einstellung gekommen bist, Deine Eltern, Dein Umfeld und dieser Satz: All diese Entscheidungen habe ich selber für mich getroffen- was ich damals dachte und Deine heutige Erkenntnis: Heute weiß ich , das man mich auf diesen Weg geschoben hat
Ich finde es überaus ehrlich von Dir und dafür meinen Dank.
Andere, wie ich, hatten so ein Umfeld nicht und andere Eltern, deswegen hatte man auch einen weitaus kritischeren Standpunkt zum Staat und wenn man dann erst mal irgendwo bildlich gesprochen, welche auf das Maul bekommen hat, dann ging einem das alles kilometerweit am A vorbei.
Doch Dein Beitrag hilft mir, zumindest ein wenig diejenigen zu verstehen, die da so überzeugt gewesen sind.



..und nich nur Dir sondern einigen anderen auch würde ich mal sagen, wobei ich mich da durchaus einschliesse.



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#191

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 20:09
von elster427 | 789 Beiträge

@Gert
habe mich sachkundig gemacht.
Die Dreiänder im FED haben zwischen 400 und 500 Mark
monatlich bekommen.
Das war 1972/73
gruß jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#192

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 20:30
von Gelöschtes Mitglied
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@elster427, Deinen Beitrag habe ich mit großen erstaunen gelesen und bin begeistert ,das Du ehrlich hier im Forum bist! ( Zöllner waren eigentlich nie meine Freunde, weil sie mich bei jeden Grenzübertritt aus der CSSR zur DDR raus genommen haben und mein Auto aufs feinste auseinander genommen haben. Weil ich mich in Prag mit Westverwandschaft getroffen habe und die Genossen wussten im Vorfeld immer Bescheid, wo ich war, was ich für Geschenke dabei hatte u.s.w.) Das nur am Rande! Hat nix mit Deiner Person zu tun! O.K.
Grüsse Steffen52


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#193

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 20:33
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #192
@elster427, Deinen Beitrag habe ich mit großen erstaunen gelesen und bin begeistert ,das Du ehrlich hier im Forum bist! ( Zöllner waren eigentlich nie meine Freunde, weil sie mich bei jeden Grenzübertritt aus der CSSR zur DDR raus genommen haben und mein Auto aufs feinste auseinander genommen haben. Weil ich mich in Prag mit Westverwandschaft getroffen habe und die Genossen wussten im Vorfeld immer Bescheid, wo ich war, was ich für Geschenke dabei hatte u.s.w.) Das nur am Rande! Hat nix mit Deiner Person zu tun! O.K.
Grüsse Steffen52


Hallo @steffen52
ich muß dir leider mitteilen , ich war kein Zöllner - ich war Passkontrolleur!!!
Zoll = blaue Uniform!!
PKE = Grenztruppen Uniform!!!
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#194

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 20:40
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@elster427, pardon, das wusste ich nicht! Also nix gegen Deiner damaligen Arbeit, das sage ich nix gegen Deinen damaligen Dienst!
Aber gegen die Zöllner, das lasse ich stehen, Du bist dabei raus!
Grüsse Steffen52


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#195

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 20:46
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ich habe mal erlebt, wie die tchechischen Zöllner an der Grenze DDR- CSSR auf einen polnischen PKW reagiert haben. Sofort brachte einer einen Tisch, und der PKW wurde gründlichst kontrolliert. Das fand ich sehr beeindruckend.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#196

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 21:06
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von damals wars im Beitrag #195
Ich habe mal erlebt, wie die tchechischen Zöllner an der Grenze DDR- CSSR auf einen polnischen PKW reagiert haben. Sofort brachte einer einen Tisch, und der PKW wurde gründlichst kontrolliert. Das fand ich sehr beeindruckend.


@damals wars, siehst und so musst Du Dir das bei mir vorstellen, eben nur umgekehrt, da war es der DDR-Zoll und ein Lada in der DDR zugelassen!
Ohne Tisch, sondern in einer Garage des Zolls! Bei minus 10 Grad, war sehr erlebnisreich für mich und das nicht nur einmal!
Grüsse Steffen52


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#197

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 29.01.2014 21:07
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #174
Zitat von elster427 im Beitrag #169
@elster427 , also so wie ich es in Erinnerung habe, waren es Soldaten bzw. Uffze auf Zeit. Sie bekamen auch mehr Geld als ich als einfacher GWD Leistender. Ich bekam wimre 80 Mark Wehrsold. Kann aus eigener Erfahrung berichten, dass mich 1962 ein Bekannter aus einem Jugendclub, den ich immer besuchte um bestimmte Musik zu hören, ansprach und für das Wachregiment FD warb. Ich kann mich dunkel erinnern, dass er von 3 Jahren Dienstzeit und einem Gehalt sprach. Das sind ja doch für mich Berufssoldaten bzw. Soldaten auf Zeit und keine GWD Leistende.
Dass es parteilose Angehörige des Mfs gab, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Natürlich beweisen bis zum letzten Mann kann ich es auch nicht. So wie man heute in Tendenzbetrieben wie Betrieben der kath. Kirche nicht arbeiten kann, wenn man nicht Katholik ist, so war das beim MfS als Parteiloser ebenso nicht möglich.

Hallo @Gert
zu den Dreiendern beim MfS, die bekamen kein Gehalt sondern Wehrsold und waren auch keine
Berufssoldaten.

Parteilose MA des MfS- Ich kann dir alleine von der Güst Drewitz etwa 7-8 Leute nennen , welche nicht Parteimitglieder waren.
Deren Höchster Dienstgrad an der Güst war dann der Oberfeldwebel.Sie mußten aber trotzdem an allen Parteiveranstaltungen teilnehmen
Weiter mit der Beförderung ging es nur als Parteimitglied.
Dazu kamen die vielen Handwerker, Gärtner,Verkäuferinnen, Köche, Kellnerinnen,Frisörinnen, Reinigungskräfte usw.
welche zwar Mitarbeiter des MfS waren , aber nicht unbedingt Parteimitglieder sein mußten.
Wir waren da weiter als die Kirche!
MfG Jan



Jan, an die Putze und den Koch hatte ich dabei nicht gedacht. Aber sag mal, wer war denn so unterbelichtet und hat sich für volle 3 Jahre verpflichtet für ein Taschengeld ( Wehrsold ) ? Ist für mich kaum vorstellbar. Oder gibt es noch ein anderes Motiv, von dem ich nichts weiss ?


700 Mark waren schon ein Haufen Geld,
selbst in der Ausbildung hatte ich mehr Geld, als ich(mangels Möglichkeiten) ausgeben konnte!
Kleidung, Essen kostenlos!
Und beim Studium gab es 100 Mark mehr Stip.
Alles im allem hat es sich gelohnt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#198

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 30.01.2014 06:03
von furry | 3.563 Beiträge

Ist es denn so schwer, beim Thema zu bleiben?

Aufarbeitung (10)


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#199

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 30.01.2014 06:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #179
Tja es gab auch unter Genossen solche , solche und Idioten!
Und diese gab es überall!!
mfg jan


Den #178 würde ich nicht mal als Idioten bezeichnen, wir waren uns damals in vielen Fragen auch einig, es war also keine Feindschaft fürs Leben.
Seine Schwärmereien über die Militärzeit bei der NVA konnte ich eben nicht nachvollziehen, womöglich fühlte er sich ja auch dadurch provoziert, daß ich die Reichsbahnstruktur als militärisch definiert hatte und somit ja lebenslang diente, ich wußte da auch keine bessere Antwort drauf.
Das "Versäumnis" des Grundwehrdienstes bis zum Zeitpunkt solcher Diskussionen waren für den einfach nur ein Makel und für mich eben nicht, Genosse hin oder her.
Im Allgemeinen kommt es bei der ganzen Aufarbeitung auch sehr stark darauf an, auf welche Art man damals biografisch durch die DDR reiste, ich selbst sah mich im D- Zug, der nur Station machte, wenn es das FDJ- Kampfprogramm, der Jahresplan vom Anglerverband oder die privaten Urlaubswochen zuließen während andere im Nahverkehrszug viel mehr sahen als ich oder sogar die Wandersleute, die heute eine vollkommen andere DDR beschreiben als ich sie kennen gelernt hatte.
Man merkt das, wenn man Bücher aus dieser Zeit ein zweites Mal liest oder Filme von damals anschaut.
Gute Schriftsteller und Kunstschaffende der DDR waren grundsätzlich keine D- Zugfahrer sondern Beobachter während man selber möglicherweise sogar inspiriert und aufgescheucht durch solche Lieder http://www.youtube.com/watch?v=VUr8fheh3Ok (Berluc...Gradaus) ganz anders unterwegs war als es ratsam gewesen wäre.
Andernfalls hätte ich aus der damaligen Zeit beispielsweise auch viel mehr Fotos von meinem beruflichen und privatem Alltag gemacht, jeder der das getan hat war eben ein Wanderer und kann in solchen Foren möglicherweise bessere Beiträge bringen, wie sich ja auch schon abzeichnet.
Fürs erste soll das erst mal meinerseits genügen, hab nun eine 10.000 km Arbeitswoche im Dreieck Wustermark- Aachen- Basel vor mir und es sieht nicht danach aus, daß ich irgendwo dazwischen Station mache, womöglich bereue ich das weitere 20 Jahre später aufs Neue, aber wenigstens mache ich nun Fotos....



zuletzt bearbeitet 30.01.2014 06:46 | nach oben springen

#200

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 30.01.2014 08:46
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #174
Oder gibt es noch ein anderes Motiv, von dem ich nichts weiss ?



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