#101

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #95
Zitat von steffen52 im Beitrag #91
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
Grüsse Steffen52


ich habe nichts erwartet..., wie kann man etwas erwarten, ich habe mich in meine kleine private "heile" Welt zurück gezogen. Ich war deswegen kein "Gegner" der DDR, ich kam nur mit einigen "Auswüchsen" nicht mehr klar.

@Bürger der DDR, also doch! Gewusst das in der DDR etwas an die Wand gefahren wird, aber schön wie die drei Affen ,nix hören, nix sehen, nix sagen!
Aber die, die etwas gesagt haben, das waren die Staatsfeinde!
Grüsse Steffen52


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#102

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:22
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #98

Um Verständnis gebeten ? Sehe ich nicht so. Ich habe meine Ansicht zu einer Pauschalkritik dargelegt, nichts anderes. Das mit abgewandeltem "Das mußt Du politisch sehen" kenne ich auch, aus der Zeit vor 1990. Das akm mir immer so vor wie wenn ein Vorgesetzter sagte "Lassen sie sich was einfallen", wenn er selbst keine Lösung zu bieten hatte.



Na dann frage ich dich konkret. Warum hast du Dein Parteibuch nicht einfch hin geschmissen? Zum Beispiel 1968? Oder 1976? Oder 1985?

Alles ereignissreiche Jahre, die viele andere zum Nachdenken gebracht haben.

@DoreHolm Ich will keine Antworten. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es auch ne Menge anderer Menschen in der DDR gab, die denken konnten und Ideale hatten.

LG von der Moskwitschka


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.01.2014 22:25 | nach oben springen

#103

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:22
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Man kann aber auch ohne weiteres davon ausgehen, daß es in den Betrieben eine Klientel gab, die grundsätzlich alles negierte, was von der Partei kam auch wenn die konkrete Aktivität ursächlich überhaupt nichts mit der SED zu tun hatte.
Ich denke da an unsere Sportfeste, aus der sich viele BSG- Mitglieder, die z. B. aktive Fußballer waren demonstrativ heraus hielten und das wohl nicht aus Angst, sich vor den Amateuren zu blamieren, sondern aus reiner Fundamentalopposition heraus, das zumindest wurde mir in der Nachwendezeit recht eindrucksvoll offenbart.
Das gleiche gilt für meine privaten Gespräche mit kirchlich orientierten Jugendlichen am Arbeitsplatz, die waren absolut nicht dafür zu begeistern, an Veranstaltungen des Jugendverbandes teilzunehmen um dort ihre Gedanken einzubringen.
Wenn die Angst vor einem Verrat an irgendwelche Stellen durch mich gehabt hätten, so gäbe es auch diese Gespräche nicht, die übrigens sowohl unter vier Augen als auch in bunt zusammengewürfelten Gruppen stattfanden.
Nein, es war sehr oft auch die ausgestreckte Hand, die weggeschlagen wurde, so zumindest mein Eindruck.
Selbstverständlich kann man das auch als Vereinnahmungsversuch deklarieren, diese Auslegung überlasse ich jedem selbst aber es kam schon vor, daß das Blauhemd für viele ein rotes Tuch war.
Meine selbstkritische Bilanz hat seinen Schwerpunkt in der Negierung des Pluralismus, das Ziehen an einem Strang unter Einbeziehung aller Stabsmitglieder des Bahnbetriebswerks in die Jugendarbeit war ein kapitaler Fehler, den ich mit einem klitzekleinem Feedback abgestellt hätte, das kam aber nicht.
Übrigens ist die Aufarbeitung tatsächlich wohl niemals abgeschlossen, erst vor wenigen Tagen hatte ich auf einer Heimreise im Zug einen Ex- Kollegen nach weit über 15 Jahren wieder getroffen, der mit dem Abstand der Jahrzehnte einige Episoden unseres gemeinsamen Bahnalltags aus seiner Perspektive schilderte, die meine Standortbestimmung zum ehemaligen staatlichen Leiter doch etwas korrigiert hatte.



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#104

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:27
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #88
Zitat von DoreHolm im Beitrag #83
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #80
Der #49 kann es nun wirklich nicht gewesen sein.
Ich verstehe die ganze Aufregung in diesem Tread nicht?




Rot: Vielleicht ist der Beitrag #42 von Gert gemeint. Insbesondere der untere Abschnit: "Wer war also hierfür verantwortlich ? ...bis: ....ohne Ausnahme SED-Mitglieder". Das ist für mich wieder so ein undifferenzierter Rundumschlag, den man in die Tonne treten kann, weil absolut nicht zutreffend. Er ignoriert, daß es eine Menge SED-Mitglieder gab, denen der ganz oben verzapfte Mist durchaus bewust war und die versuchten, da an der Basi stehend, unter diesen Rahmenbedingungen das Beste für die Gesellschaft daraus zu machen. Nicht für den Machterhalt der Politbüromitglieder oder ähnlicher Größen, sondern ganz schlicht und einfach für das Funktionieren ihres Betriebes, für ihre Kollegen, für den Zusammenhalt ihrer Brigaden und was sonst noch für eine funktionierende Gesellschaft wichtig ist. Allerdings das alles, und das ist ihr eigentliches "Verbrechen", unter dem Vorzeichen einer weitestgehend in gesellschaftlichem Eigentum der PM befindlichen Gesellschaft. Und dafür, für einen solchen Einsatz und dieser Motivation, muß sich hier niemand schämen und schon gar nicht rechtfertigen müssen.



Ich glaube, wir hatten schon einmal dieses Argument: Wo ein Genosse ist, ist die Partei. Wer mit solchen Sprüchen operiert hat, wer dann auch noch dieser Partei die absolute führende Rolle zuordnete, wohlgemerkt durch sich selbst, nicht etwa durch die Bevölkerung ( denn die machte schon lange dies, was man von ihr verlangte und mitunter auch schon im vorauseilenden Gehorsam), wer dann noch sang: Die Partei hat immer recht, ja der muss nun heute doch nicht so tun, als wäre die Masse der Mitglieder im Widerstand gewesen, immer die Faust in der Tasche geballt.
Es mag Polemik sein, wenn @Gert schreibt, dass alle Mitglieder der SED Schuldige sind, aber in der Wahrnehmung derjenigen, die damals nicht in der dieser Partei waren, hat keiner dieser Parteimitglieder öffentlich dagegen geputscht. Dies mag intern ja anders gewesen sein.
Und DoreHolm für das Funktionieren der Betriebe haben in der Mehrzahl Nichtparteimitglieder geknobelt, gekämpft und geschuftet, denn so viele von Euch Parteimitgliedern es auch gegeben haben mag, wir anderen waren in der Überzahl. Also dies musst Du nun nicht als tolle Leistung der Parteiarbeiter hervorheben.
Nein, nein, in die Tonne muss man Gerts Aussage nicht, er liegt zumindest nicht so doll falsch.



Grün: Habe ich geschrieben, daß es die SED-Mitglieder an der Basis waren und nicht die parteilosen Kollegen ? Es ist schon komisch, das zieht sich hier wie ein roter Faden durch das ganze Forum "Alles was sie sagen/schreiben, kann gegen Sie verwendet werden" und da sind einige, entweder mit voller Absicht oder wegen des Unvermögens, richtig und verstehend lesen zu können, ganz fix bei der Sache. Natürlich waren die SED-Mitglieder zahlenmäßig in der Minderheit. In den o.g. Beitrag von Gert #42, auf den ich mich bezog, ging es nur um SED-Mitglieder und nicht um alle anderen Kollegen. Im Betrieb, in den Brigaden und Vereinen waren das in erster Linie Kollegen mit den gleichen Aufgaben wie die anderen. Da wurde zwar mal durch parteilose Kollegen gefrotzelt, aber das war es auch. Ich rede hier von meinen Erlebnissen, kann die also auch nicht verallgemeinern. Unterschieden wurde die SED-Mitglieder nur darin, daß von ihnen ein etwas überdurchschnittlicheres Engagement erwartet wurde und Verfehlungen eher angekreidet wurden.



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#105

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von steffen52 im Beitrag #101
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #95
Zitat von steffen52 im Beitrag #91
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
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Heute sind doch fast alle Staatsfeinde und haben die DDR verabscheut.....


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#106

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:28
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #101
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #95
Zitat von steffen52 im Beitrag #91
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
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@Bürger der DDR, also doch! Gewusst das in der DDR etwas an die Wand gefahren wird, aber schön wie die drei Affen ,nix hören, nix sehen, nix sagen!
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Na, ruhig Blut........nach dem Kapitulieren vor der Staatsmacht und der Aufgabe der eigenen politischen Ziele, gefolgt von dem Rückzug ins Privatleben, ist doch beste deutsche Biedermeiermentalität........das hat Tradition in Ost und West!


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#107

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #86
[quote=Gert|p326878]

Da das MfS keine Wehrpflichtigen beschäftigte, sind das für mich alles aktive und voll verantwortliche Beteiligte an diesen Vorgängen. Denn sie waren ja auch gleichzeitig ohne Ausnahme SED Mitglieder!


Wie bezeichnet man eigentlich die Leute , welche sich für drei Jahre zum Wehrersatzdienst zum MfS für
die Wach und Sicherungseinheiten bzw zum WR FED verpflichtet hatten?

Und nicht alle MA des MfS waren Mitglieder der SED. Selbst an den Güst gab es parteilose MA!
Es ist aber einfacher, alle in einen Topf und dann wirds schon die Richtigen treffen.
Also alle SED Mitglieder ,vor allem das MfS waren an allem Schuld!
mfg jan






@elster427 , also so wie ich es in Erinnerung habe, waren es Soldaten bzw. Uffze auf Zeit. Sie bekamen auch mehr Geld als ich als einfacher GWD Leistender. Ich bekam wimre 80 Mark Wehrsold. Kann aus eigener Erfahrung berichten, dass mich 1962 ein Bekannter aus einem Jugendclub, den ich immer besuchte um bestimmte Musik zu hören, ansprach und für das Wachregiment FD warb. Ich kann mich dunkel erinnern, dass er von 3 Jahren Dienstzeit und einem Gehalt sprach. Das sind ja doch für mich Berufssoldaten bzw. Soldaten auf Zeit und keine GWD Leistende.
Dass es parteilose Angehörige des Mfs gab, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Natürlich beweisen bis zum letzten Mann kann ich es auch nicht. So wie man heute in Tendenzbetrieben wie Betrieben der kath. Kirche nicht arbeiten kann, wenn man nicht Katholik ist, so war das beim MfS als Parteiloser ebenso nicht möglich.
Letztlich alle SED Mitglieder, um deine Frage zu beantworten, waren verantwortlich ( ich sprach nicht von Schuld) für die Entscheidungen, die in diesem Staat getroffen wurden, auch für die, die später als Gesetzesverstöße oder gar als Verbrechen klassifiziert wurden. Die Verantwortung kann man differenzieren, ein einfaches Mitglied ohne Funktion hatte natürlich weniger Einfluss als ein Parteisekretär.
Insofern potenziert sich die Verantwortlichkeit mit der ansteigenden Positionierung in diesem Parteiapparat. Die banale Ausrede, der Führer ( der Partei) ist an allem Schuld gilt nicht. Ohne das "Fussvolk" wäre das alles nicht möglich gewesen. Wie heisst das schöne deutsche Sprichwort :
Mitgegangen, mitgefangen, ........

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#108

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #106
Zitat von steffen52 im Beitrag #101
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #95
Zitat von steffen52 im Beitrag #91
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
Grüsse Steffen52


ich habe nichts erwartet..., wie kann man etwas erwarten, ich habe mich in meine kleine private "heile" Welt zurück gezogen. Ich war deswegen kein "Gegner" der DDR, ich kam nur mit einigen "Auswüchsen" nicht mehr klar.

@Bürger der DDR, also doch! Gewusst das in der DDR etwas an die Wand gefahren wird, aber schön wie die drei Affen ,nix hören, nix sehen, nix sagen!
Aber die, die etwas gesagt haben, das waren die Staatsfeinde!
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Na, ruhig Blut........nach dem Kapitulieren vor der Staatsmacht und der Aufgabe der eigenen politischen Ziele, gefolgt von dem Rückzug ins Privatleben, ist doch beste deutsche Biedermeiermentalität........das hat Tradition in Ost und West!


Genau das brauchen wir in dem Thema, auf der einen Seite waren für Euch Menschen die Ihre Segel nach dem Wind hängen "Wendehälse", die anderen "Betonköpfe", Schwarz und Weiß....
Ihr seid mir ein paar Experten
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#109

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:38
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #96
Zitat von DoreHolm im Beitrag #92
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #84
@DoreHolm , machst du es dir mit deiner Aussage nicht etwas zu einfach? Wenn es denn so viele SED - Mitglieder gab, denen der 'Mist' bewusst war...ja warum habt ihr dann nix geändert (?) - zum Wohle des Volkes.



Hatte es schon mal woanders geschrieben, aber hier in Kürzester Kurzfassung:
1. Illusionen, etwas bewegen zu können.
2. Mehr oder weniger eingebunden in eine Ideologie, die keine radikalen Schritte zulies. Auch aus dem Wissen, wo solche Schritte hinführen können.
3. Ignorierung von Zustandsinfos durch die Regierenden und Disziplinierung von Abweichlern.

Reichts vorerst in der Kurzfassung ?


Naja...ok...reicht !

zu 1.) Bewegen kann man nur mit dem Volk - nicht gegen das Volk
zu 2.) das Jahr 89 hat doch gezeigt, es geht ohne radikalen Schritte
zu 3.) Also doch: Die Partei hat immer Recht?!



So weit, so gut. Mit radikalen Schritten, und das ist wieder ein Mißverstehen und das weist Du, meinte ich nicht gewaltsame Änderungen. Ein radikaler Schritt war es trotzdem, weil es genau zu dem geführt hat, was wir jetzt haben, nämlich einen Kapitalismus, bei dem nur noch das Geld zählt und der, wenn es sein muß, auch über Leichen gehen würde.
Zu 3. Was soll das schon wieder ? Wo habe ich das gesagt ? Natürlich hatten die unteren Organe an der Basis weitestgehend Recht mit ihren Einschätzungen der Situation in der Bevölkerung und der Wirtschaft. Du unterstellst hier wieder, daß damit die oberste Führung gemeint war, mit dem Recht haben, oder ?

Verstehend lesen, bitte und nicht auslegend bis es passt.



Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:39
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #108
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #106
Zitat von steffen52 im Beitrag #101
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #95
Zitat von steffen52 im Beitrag #91
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
Grüsse Steffen52


ich habe nichts erwartet..., wie kann man etwas erwarten, ich habe mich in meine kleine private "heile" Welt zurück gezogen. Ich war deswegen kein "Gegner" der DDR, ich kam nur mit einigen "Auswüchsen" nicht mehr klar.

@Bürger der DDR, also doch! Gewusst das in der DDR etwas an die Wand gefahren wird, aber schön wie die drei Affen ,nix hören, nix sehen, nix sagen!
Aber die, die etwas gesagt haben, das waren die Staatsfeinde!
Grüsse Steffen52


Na, ruhig Blut........nach dem Kapitulieren vor der Staatsmacht und der Aufgabe der eigenen politischen Ziele, gefolgt von dem Rückzug ins Privatleben, ist doch beste deutsche Biedermeiermentalität........das hat Tradition in Ost und West!


Genau das brauchen wir in dem Thema, auf der einen Seite waren für Euch Menschen die Ihre Segel nach dem Wind hängen "Wendehälse", die anderen "Betonköpfe", Schwarz und Weiß....
Ihr seid mir ein paar Experten
.


Jetzt machste dir es etwas zu einfach. Es gab ja immerhin auch Leute, die bis zum Schluß an das Lebensmodell Sozialismus geglaubt haben, gegen die Auswüchse gekämpft haben und zwar bis zum Schluß!


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#111

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #100
Zitat von ek40 im Beitrag #97

Und ein sich verfolgt fühlendes Ex-Organ hat sich für heute schon verabschiedet, dass war doch mal vernünftig.


ek40...You made my day...hihi...
Das freut mich.


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#112

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:48
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #99
Dore, du kannst ja diskutiert haben, mit wem du willst, das Lied hat es gegeben und diese Textzeile kommt ja nicht von ungefähr.
Und nichts anderes stellt auch @Gert fest, wenn er meint, dass alle Mitglieder dieser Partei da mitgemacht haben, weil auch nach deiner Aussage, die Disziplinierung der Mitglieder da war und keiner aufmuckte, bzw. die Oberen die Meinung der Unteren einfach ignorierten. Wenn Du wirklich zu dieser letzteren Aussage stehst, na dann frage ich mich echt, wie konntest Du da mitmachen, wenn Deine Meinung doch schon von vornherein nicht gefragt war?


Ja, das Lied hat es gegeben und ich habe es nicht gedichtet und wenn, dann ganz sicher nicht diese Textpassage reingenommen. Man muß auch als Genosse nicht alles gut finden, was da von oben kommt.

Schrieb ich doch schon. Wegen der Illusion, etwas bewegen zu können. Diesen Rat hatte ich auch einem jungen Genossen gegeben,der wegen Unzufriedenheit austreten wollte, daß er drin bleiben muß, wenn er etwas ändern will. Wenn er erst mal draußen ist, hat er noch weniger Einfluss. Ich habe ihn nicht zur Bank gehauen wegen seiner Meinung.



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#113

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:50
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.

@Bürger der DDR
meinst du diese Frage wirklich ernst ? Mit dem deiner Frage folgenden Satz beantwortest du exakt den gesellschaftlichen Wert dieser Parteien.
Sie waren die Vasallen der SED, gleichgeschaltet in den ersten Nachkriegsjahren. Sie mussten ihren Kopf auf den Amboss der SED legen und wurden damals so behämmert, dass sie selbigen nie wieder auch nur einen Millimeter höher hoben, als die "führende Kraft" der Arbeiterklasse.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#114

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:51
von Gelöschtes Mitglied
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@Schuddelkind
Aufarbeitung, ist wie schon gesagt etwas persönliches.


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#115

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:53
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #105

Grüsse Steffen52


"Wer frei von Sünde ist werfe den ersten Stein...."
Heute sind doch fast alle Staatsfeinde und haben die DDR verabscheut.....
Polemik,Quatsch!


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 22:55 | nach oben springen

#116

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:53
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Um nochmal auf den Begriff "Aufarbeitung" zurückzukommen, nochmal was aus Wiki.

"Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 ergaben sich sehr ähnliche Probleme und Fragen in Bezug auf die Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung der Verbrechen des SED-Regimes, der Funktionsträger verschiedener Ebenen, aber auch einfacher Bürger. Ein Kernproblem war und ist dabei: Wie lässt sich eine wirkliche gesellschaftliche und historische Aufarbeitung der Verantwortung und Schuld Einzelner im Interesse der Opfer und der Gesamtgesellschaft mit dem Bemühen um Integration von Personen und Gruppen vereinbaren, welche in die Verbrechen der SED-Diktatur involviert waren? Dabei waren und sind bei Teilen der Bevölkerung der Neuen Bundesländer sehr ähnliche Verdrängungsmuster und Rechtfertigungsmodelle wie nach 1945 zu beobachten."

Der renommierte Historiker Hans-Ulrich Wehler antwortete auf die Frage, ob man einen Schlussstrich unter die Vergangenheitsbewältigung der DDR-Geschichte ziehen sollte, im Jahr 2007:

„Nein, das wäre fatal. Und zum Glück ist das – außer von manchen Leuten aus der Ex-PDS – nur selten öffentlich zu hören. Natürlich hätten die gern, dass ihre kleine Mörderrepublik endlich aus dem Fokus kommt. Aber das wird nicht geschehen. Die DDR war ein mörderisches Regime, das viele Menschenleben auf dem Gewissen hat. Es gibt keinen Grund, in der Erinnerung daran nachzulassen. Von einem Schlussstrich kann keine Rede sein. (…) Eine intensive Beschäftigung mit der DDR-Vergangenheit ist dringend geboten. Die Konsequenzen dieses Staates sind doch nicht nur in Bitterfeld, sondern auch in der Gesellschaft noch über Jahrzehnte zu beobachten.“


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#117

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 23:01
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #113
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.

@Bürger der DDR
meinst du diese Frage wirklich ernst ? Mit dem deiner Frage folgenden Satz beantwortest du exakt den gesellschaftlichen Wert dieser Parteien.
Sie waren die Vasallen der SED, gleichgeschaltet in den ersten Nachkriegsjahren. Sie mussten ihren Kopf auf den Amboss der SED legen und wurden damals so behämmert, dass sie selbigen nie wieder auch nur einen Millimeter höher hoben, als die "führende Kraft" der Arbeiterklasse.




Ich würde es etwas anders bezeichnen, aber so ähnlich ist es auch gemeint gewesen. Letzlich war es der Typ Menschen, egal in welcher Partei....
Nur die einen waschen ihre Hände heute in Unschuld und an allem waren die Genossen schuld.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#118

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 23:07
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #116
Um nochmal auf den Begriff "Aufarbeitung" zurückzukommen, nochmal was aus Wiki.

"Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 ergaben sich sehr ähnliche Probleme und Fragen in Bezug auf die Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung der Verbrechen des SED-Regimes, der Funktionsträger verschiedener Ebenen, aber auch einfacher Bürger. Ein Kernproblem war und ist dabei: Wie lässt sich eine wirkliche gesellschaftliche und historische Aufarbeitung der Verantwortung und Schuld Einzelner im Interesse der Opfer und der Gesamtgesellschaft mit dem Bemühen um Integration von Personen und Gruppen vereinbaren, welche in die Verbrechen der SED-Diktatur involviert waren? Dabei waren und sind bei Teilen der Bevölkerung der Neuen Bundesländer sehr ähnliche Verdrängungsmuster und Rechtfertigungsmodelle wie nach 1945 zu beobachten."

Der renommierte Historiker Hans-Ulrich Wehler antwortete auf die Frage, ob man einen Schlussstrich unter die Vergangenheitsbewältigung der DDR-Geschichte ziehen sollte, im Jahr 2007:

„Nein, das wäre fatal. Und zum Glück ist das – außer von manchen Leuten aus der Ex-PDS – nur selten öffentlich zu hören. Natürlich hätten die gern, dass ihre kleine Mörderrepublik endlich aus dem Fokus kommt. Aber das wird nicht geschehen. Die DDR war ein mörderisches Regime, das viele Menschenleben auf dem Gewissen hat. Es gibt keinen Grund, in der Erinnerung daran nachzulassen. Von einem Schlussstrich kann keine Rede sein. (…) Eine intensive Beschäftigung mit der DDR-Vergangenheit ist dringend geboten. Die Konsequenzen dieses Staates sind doch nicht nur in Bitterfeld, sondern auch in der Gesellschaft noch über Jahrzehnte zu beobachten.“


Rot: Da kennt der gute Mann nicht die Umfrageergebnisse unter der Bevölkerung der neuen Bundesländer.
Pink: Mit diesen Begriffen diskreditiert er sich als seriöser und unvoreingenommener Historiker. Den würde ich auf eine Stufe stellen mit H.Knabe und Konsorten.



Damals87 und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.01.2014 23:08 | nach oben springen

#119

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 23:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #116
Um nochmal auf den Begriff "Aufarbeitung" zurückzukommen, nochmal was aus Wiki.

"Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 ergaben sich sehr ähnliche Probleme und Fragen in Bezug auf die Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung der Verbrechen des SED-Regimes, der Funktionsträger verschiedener Ebenen, aber auch einfacher Bürger. Ein Kernproblem war und ist dabei: Wie lässt sich eine wirkliche gesellschaftliche und historische Aufarbeitung der Verantwortung und Schuld Einzelner im Interesse der Opfer und der Gesamtgesellschaft mit dem Bemühen um Integration von Personen und Gruppen vereinbaren, welche in die Verbrechen der SED-Diktatur involviert waren? Dabei waren und sind bei Teilen der Bevölkerung der Neuen Bundesländer sehr ähnliche Verdrängungsmuster und Rechtfertigungsmodelle wie nach 1945 zu beobachten."

Der renommierte Historiker Hans-Ulrich Wehler antwortete auf die Frage, ob man einen Schlussstrich unter die Vergangenheitsbewältigung der DDR-Geschichte ziehen sollte, im Jahr 2007:

„Nein, das wäre fatal. Und zum Glück ist das – außer von manchen Leuten aus der Ex-PDS – nur selten öffentlich zu hören. Natürlich hätten die gern, dass ihre kleine Mörderrepublik endlich aus dem Fokus kommt. Aber das wird nicht geschehen. Die DDR war ein mörderisches Regime, das viele Menschenleben auf dem Gewissen hat. Es gibt keinen Grund, in der Erinnerung daran nachzulassen. Von einem Schlussstrich kann keine Rede sein. (…) Eine intensive Beschäftigung mit der DDR-Vergangenheit ist dringend geboten. Die Konsequenzen dieses Staates sind doch nicht nur in Bitterfeld, sondern auch in der Gesellschaft noch über Jahrzehnte zu beobachten.“



Aus welchem "Knabengarten" hast du das wieder ausgegraben..... , wenn es gegen Diktaturen geht, warum wehrt sich heute keiner?

Muß mal im Keller ein paar Artikel aus dem "Neuen Deutschland" ausgraben, die hatten noch mehr Niveau


DoreHolm und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 23:14
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #119
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #116
Um nochmal auf den Begriff "Aufarbeitung" zurückzukommen, nochmal was aus Wiki.

"Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 ergaben sich sehr ähnliche Probleme und Fragen in Bezug auf die Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung der Verbrechen des SED-Regimes, der Funktionsträger verschiedener Ebenen, aber auch einfacher Bürger. Ein Kernproblem war und ist dabei: Wie lässt sich eine wirkliche gesellschaftliche und historische Aufarbeitung der Verantwortung und Schuld Einzelner im Interesse der Opfer und der Gesamtgesellschaft mit dem Bemühen um Integration von Personen und Gruppen vereinbaren, welche in die Verbrechen der SED-Diktatur involviert waren? Dabei waren und sind bei Teilen der Bevölkerung der Neuen Bundesländer sehr ähnliche Verdrängungsmuster und Rechtfertigungsmodelle wie nach 1945 zu beobachten."

Der renommierte Historiker Hans-Ulrich Wehler antwortete auf die Frage, ob man einen Schlussstrich unter die Vergangenheitsbewältigung der DDR-Geschichte ziehen sollte, im Jahr 2007:

„Nein, das wäre fatal. Und zum Glück ist das – außer von manchen Leuten aus der Ex-PDS – nur selten öffentlich zu hören. Natürlich hätten die gern, dass ihre kleine Mörderrepublik endlich aus dem Fokus kommt. Aber das wird nicht geschehen. Die DDR war ein mörderisches Regime, das viele Menschenleben auf dem Gewissen hat. Es gibt keinen Grund, in der Erinnerung daran nachzulassen. Von einem Schlussstrich kann keine Rede sein. (…) Eine intensive Beschäftigung mit der DDR-Vergangenheit ist dringend geboten. Die Konsequenzen dieses Staates sind doch nicht nur in Bitterfeld, sondern auch in der Gesellschaft noch über Jahrzehnte zu beobachten.“



Aus welchem "Knabengarten" hast du das wieder ausgegraben..... , wenn es gegen Diktaturen geht, warum wehrt sich heute keiner?

Muß mal im Keller ein paar Artikel aus dem "Neuen Deutschland" ausgraben, die hatten noch mehr Niveau



@Bürger der DDR
Na ja, es ist vielleicht eine etwas drastische Ausdrucksweise, aber im Kern ist sie wahr. Die DDR hat viele Menschenschicksale ins Unglück gestürzt und hat auch, vor allem in und aus ihren Flegeljahren Blut an den Händen kleben.
Apropo Knabe, du scheinst ja seine Bücher zu kennen, da du sie immer benennst und zitierst. Welche hast du denn gelesen ?



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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 23:15 | nach oben springen



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