#81

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 20:50
von Gelöschtes Mitglied
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@gert, endlich wieder mal einer der weiß von was er spricht! Finde deinen Kommentar gut und hoffe es denken auch ein Einige darüber nach!
Aber es wird bestimmt gleich wieder alles schlecht geschrieben! Man muss auch ein paar Dinge mit offenen Augen sehen und nicht sich immer verschliessen, was es gab das gab es nun mal! Ohne wen und aber!
Grüsse Steffen52


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#82

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:17
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #80
Der #49 kann es nun wirklich nicht gewesen sein.
Ich verstehe die ganze Aufregung in diesem Tread nicht?



Frank's Versuch, den Unterschied zwischen "Zwang" und "Freiwilligkeit" zu verstehen, ist schon im Ansatz gescheitert. Darum kloppt er ein wenig um sich, in der Hoffnung, nicht sich selbst zu treffen........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#83

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:27
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #80
Der #49 kann es nun wirklich nicht gewesen sein.
Ich verstehe die ganze Aufregung in diesem Tread nicht?




Rot: Vielleicht ist der Beitrag #42 von Gert gemeint. Insbesondere der untere Abschnit: "Wer war also hierfür verantwortlich ? ...bis: ....ohne Ausnahme SED-Mitglieder". Das ist für mich wieder so ein undifferenzierter Rundumschlag, den man in die Tonne treten kann, weil absolut nicht zutreffend. Er ignoriert, daß es eine Menge SED-Mitglieder gab, denen der ganz oben verzapfte Mist durchaus bewust war und die versuchten, da an der Basi stehend, unter diesen Rahmenbedingungen das Beste für die Gesellschaft daraus zu machen. Nicht für den Machterhalt der Politbüromitglieder oder ähnlicher Größen, sondern ganz schlicht und einfach für das Funktionieren ihres Betriebes, für ihre Kollegen, für den Zusammenhalt ihrer Brigaden und was sonst noch für eine funktionierende Gesellschaft wichtig ist. Allerdings das alles, und das ist ihr eigentliches "Verbrechen", unter dem Vorzeichen einer weitestgehend in gesellschaftlichem Eigentum der PM befindlichen Gesellschaft. Und dafür, für einen solchen Einsatz und dieser Motivation, muß sich hier niemand schämen und schon gar nicht rechtfertigen müssen.



elster427, SEG15D, passport, Küchenbulle 79, Damals87 und frank haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#84

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:35
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

@DoreHolm , machst du es dir mit deiner Aussage nicht etwas zu einfach? Wenn es denn so viele SED - Mitglieder gab, denen der 'Mist' bewusst war...ja warum habt ihr dann nix geändert (?) - zum Wohle des Volkes.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:41
von SEG15D | 1.121 Beiträge

Na, dann mal Nachhilfestunde:
§1
Der Chef hat recht.

§2
Falls der Fall eintreten sollte, daß der Chef im Unrecht ist, tritt automatisch §1 in Kraft.

Erinnert mich sehr an das derzeitige Raum-Zeit-Kontinuum...

SEG15D



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#86

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:41
von elster427 | 789 Beiträge

[quote=Gert|p326878]

Da das MfS keine Wehrpflichtigen beschäftigte, sind das für mich alles aktive und voll verantwortliche Beteiligte an diesen Vorgängen. Denn sie waren ja auch gleichzeitig ohne Ausnahme SED Mitglieder!


Wie bezeichnet man eigentlich die Leute , welche sich für drei Jahre zum Wehrersatzdienst zum MfS für
die Wach und Sicherungseinheiten bzw zum WR FED verpflichtet hatten?
Und nicht alle MA des MfS waren Mitglieder der SED. Selbst an den Güst gab es parteilose MA!
Es ist aber einfacher, alle in einen Topf und dann wirds schon die Richtigen treffen.
Also alle SED Mitglieder ,vor allem das MfS waren an allem Schuld!
mfg jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
DoreHolm, passport und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.01.2014 21:43 | nach oben springen

#87

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:53
von Gelöschtes Mitglied
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Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#88

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:56
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #83
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #80
Der #49 kann es nun wirklich nicht gewesen sein.
Ich verstehe die ganze Aufregung in diesem Tread nicht?




Rot: Vielleicht ist der Beitrag #42 von Gert gemeint. Insbesondere der untere Abschnit: "Wer war also hierfür verantwortlich ? ...bis: ....ohne Ausnahme SED-Mitglieder". Das ist für mich wieder so ein undifferenzierter Rundumschlag, den man in die Tonne treten kann, weil absolut nicht zutreffend. Er ignoriert, daß es eine Menge SED-Mitglieder gab, denen der ganz oben verzapfte Mist durchaus bewust war und die versuchten, da an der Basi stehend, unter diesen Rahmenbedingungen das Beste für die Gesellschaft daraus zu machen. Nicht für den Machterhalt der Politbüromitglieder oder ähnlicher Größen, sondern ganz schlicht und einfach für das Funktionieren ihres Betriebes, für ihre Kollegen, für den Zusammenhalt ihrer Brigaden und was sonst noch für eine funktionierende Gesellschaft wichtig ist. Allerdings das alles, und das ist ihr eigentliches "Verbrechen", unter dem Vorzeichen einer weitestgehend in gesellschaftlichem Eigentum der PM befindlichen Gesellschaft. Und dafür, für einen solchen Einsatz und dieser Motivation, muß sich hier niemand schämen und schon gar nicht rechtfertigen müssen.



Ich glaube, wir hatten schon einmal dieses Argument: Wo ein Genosse ist, ist die Partei. Wer mit solchen Sprüchen operiert hat, wer dann auch noch dieser Partei die absolute führende Rolle zuordnete, wohlgemerkt durch sich selbst, nicht etwa durch die Bevölkerung ( denn die machte schon lange dies, was man von ihr verlangte und mitunter auch schon im vorauseilenden Gehorsam), wer dann noch sang: Die Partei hat immer recht, ja der muss nun heute doch nicht so tun, als wäre die Masse der Mitglieder im Widerstand gewesen, immer die Faust in der Tasche geballt.
Es mag Polemik sein, wenn @Gert schreibt, dass alle Mitglieder der SED Schuldige sind, aber in der Wahrnehmung derjenigen, die damals nicht in der dieser Partei waren, hat keiner dieser Parteimitglieder öffentlich dagegen geputscht. Dies mag intern ja anders gewesen sein.
Und DoreHolm für das Funktionieren der Betriebe haben in der Mehrzahl Nichtparteimitglieder geknobelt, gekämpft und geschuftet, denn so viele von Euch Parteimitgliedern es auch gegeben haben mag, wir anderen waren in der Überzahl. Also dies musst Du nun nicht als tolle Leistung der Parteiarbeiter hervorheben.
Nein, nein, in die Tonne muss man Gerts Aussage nicht, er liegt zumindest nicht so doll falsch.


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#89

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 21:56
von Moskwitschka (gelöscht)
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Oder anders gesagt - @DoreHolm diese ewige Bettelei nach Veständnis kann bei anderen ganz schnell vom Zuhören auf Unverständnis umschlagen.

Wie oft habe ich in den letzten 25 Jahren immer wieder gehört - Das musst Du verstehen. Irgendwann kommt der Punkt, wo ich mich frage, warum bittet jeder um Verständnis? Zumal es nicht um das Verstehen von Frank, den BPO einer 200 Mann Klitsche geht, sondern Du in Deinem Beitrag um das Verständnis für eine undefinierbaren Masse bittest, die mir in der DDR kein Verständnis entgegengebracht hat und die auch noch heute zum Teil damit Schwierigkeiten hat.

So jetzt habe ich Luft abgelassen und kann wieder zuhören.

LG von der Moskwitschka


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.01.2014 22:01 | nach oben springen

#90

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:06
von Lutze | 8.038 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #86
[quote=Gert|p326878]

Da das MfS keine Wehrpflichtigen beschäftigte, sind das für mich alles aktive und voll verantwortliche Beteiligte an diesen Vorgängen. Denn sie waren ja auch gleichzeitig ohne Ausnahme SED Mitglieder!


Wie bezeichnet man eigentlich die Leute , welche sich für drei Jahre zum Wehrersatzdienst zum MfS für
die Wach und Sicherungseinheiten bzw zum WR FED verpflichtet hatten?
Und nicht alle MA des MfS waren Mitglieder der SED. Selbst an den Güst gab es parteilose MA!
Es ist aber einfacher, alle in einen Topf und dann wirds schon die Richtigen treffen.
Also alle SED Mitglieder ,vor allem das MfS waren an allem Schuld!
mfg jan





ich habe damals so gedacht,das gebe ich ehrlich zu,
woher sollte man auch wissen,was damals beim MfS abgelaufen ist,
als Jugendlicher war ich viel in der DDR unterwegs,
selten allein,meine Klamotten waren nun mal Jeans,
und keine Uniform gewesen,ich habe viele Leute kennengelernt,
die mit dem DDR-System nicht zufrieden waren,
oft wurde gesagt,pass auf,mit wen du dich unterhälst,
für mich war ein Horch und Kucker dasselbe in Zivil gewesen,
als einer der in Uniform steckte
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#91

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
Grüsse Steffen52


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#92

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:07
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #84
@DoreHolm , machst du es dir mit deiner Aussage nicht etwas zu einfach? Wenn es denn so viele SED - Mitglieder gab, denen der 'Mist' bewusst war...ja warum habt ihr dann nix geändert (?) - zum Wohle des Volkes.



Hatte es schon mal woanders geschrieben, aber hier in Kürzester Kurzfassung:
1. Illusionen, etwas bewegen zu können.
2. Mehr oder weniger eingebunden in eine Ideologie, die keine radikalen Schritte zulies. Auch aus dem Wissen, wo solche Schritte hinführen können.
3. Ignorierung von Zustandsinfos durch die Regierenden und Disziplinierung von Abweichlern.

Reichts vorerst in der Kurzfassung ?



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#93

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:08
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #83
Rot: Vielleicht ist der Beitrag #42 von Gert gemeint. Insbesondere der untere Abschnit: "Wer war also hierfür verantwortlich ? ...bis: ....ohne Ausnahme SED-Mitglieder". Das ist für mich wieder so ein undifferenzierter Rundumschlag, den man in die Tonne treten kann, weil absolut nicht zutreffend. Er ignoriert, daß es eine Menge SED-Mitglieder gab, denen der ganz oben verzapfte Mist durchaus bewust war und die versuchten, da an der Basi stehend, unter diesen Rahmenbedingungen das Beste für die Gesellschaft daraus zu machen. Nicht für den Machterhalt der Politbüromitglieder oder ähnlicher Größen, sondern ganz schlicht und einfach für das Funktionieren ihres Betriebes, für ihre Kollegen, für den Zusammenhalt ihrer Brigaden und was sonst noch für eine funktionierende Gesellschaft wichtig ist. Allerdings das alles, und das ist ihr eigentliches "Verbrechen", unter dem Vorzeichen einer weitestgehend in gesellschaftlichem Eigentum der PM befindlichen Gesellschaft. Und dafür, für einen solchen Einsatz und dieser Motivation, muß sich hier niemand schämen und schon gar nicht rechtfertigen müssen.





Dore und noch was. Wenn man also nach 2 Tagen Tüftelei endlich das Maschinchen aus dem NSW wieder zum laufen hatte, dann war man natürlich froh und stolz und schlug sich auf die Brust. Ja, aus damaliger Sicht ein toller Erfolg, große Leistung und die Produktion ging wieder auf volle Leistung. Deswegen muss sich heute weder Du noch ich schämen. Nur - 2 Tage oder 48 Stunden... an anderem orte hätte man den Kundendienst angerufen und das Ding wäre nach spätestens der Hälfte der Ausfallzeit wieder gelaufen... soweit der Unterschied zwischen gesellschaftlichem Besitz an diesen PM und privatem Besitz...


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#94

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:11
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #88
Zitat von DoreHolm im Beitrag #83
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #80
Der #49 kann es nun wirklich nicht gewesen sein.
Ich verstehe die ganze Aufregung in diesem Tread nicht?




Rot: Vielleicht ist der Beitrag #42 von Gert gemeint. Insbesondere der untere Abschnit: "Wer war also hierfür verantwortlich ? ...bis: ....ohne Ausnahme SED-Mitglieder". Das ist für mich wieder so ein undifferenzierter Rundumschlag, den man in die Tonne treten kann, weil absolut nicht zutreffend. Er ignoriert, daß es eine Menge SED-Mitglieder gab, denen der ganz oben verzapfte Mist durchaus bewust war und die versuchten, da an der Basi stehend, unter diesen Rahmenbedingungen das Beste für die Gesellschaft daraus zu machen. Nicht für den Machterhalt der Politbüromitglieder oder ähnlicher Größen, sondern ganz schlicht und einfach für das Funktionieren ihres Betriebes, für ihre Kollegen, für den Zusammenhalt ihrer Brigaden und was sonst noch für eine funktionierende Gesellschaft wichtig ist. Allerdings das alles, und das ist ihr eigentliches "Verbrechen", unter dem Vorzeichen einer weitestgehend in gesellschaftlichem Eigentum der PM befindlichen Gesellschaft. Und dafür, für einen solchen Einsatz und dieser Motivation, muß sich hier niemand schämen und schon gar nicht rechtfertigen müssen.



Ich glaube, wir hatten schon einmal dieses Argument: Wo ein Genosse ist, ist die Partei. Wer mit solchen Sprüchen operiert hat, wer dann auch noch dieser Partei die absolute führende Rolle zuordnete, wohlgemerkt durch sich selbst, nicht etwa durch die Bevölkerung ( denn die machte schon lange dies, was man von ihr verlangte und mitunter auch schon im vorauseilenden Gehorsam), wer dann noch sang: Die Partei hat immer recht, ja der muss nun heute doch nicht so tun, als wäre die Masse der Mitglieder im Widerstand gewesen, immer die Faust in der Tasche geballt.
Es mag Polemik sein, wenn @Gert schreibt, dass alle Mitglieder der SED Schuldige sind, aber in der Wahrnehmung derjenigen, die damals nicht in der dieser Partei waren, hat keiner dieser Parteimitglieder öffentlich dagegen geputscht. Dies mag intern ja anders gewesen sein.
Und DoreHolm für das Funktionieren der Betriebe haben in der Mehrzahl Nichtparteimitglieder geknobelt, gekämpft und geschuftet, denn so viele von Euch Parteimitgliedern es auch gegeben haben mag, wir anderen waren in der Überzahl. Also dies musst Du nun nicht als tolle Leistung der Parteiarbeiter hervorheben.
Nein, nein, in die Tonne muss man Gerts Aussage nicht, er liegt zumindest nicht so doll falsch.



Rot: Daß die Partei nicht immer recht hat, darüber habe ich in der GK mit einem Buffz diskutiert, wohlgemerkt nachdem ich mit Westsender auf illagelem Radio erwischt wurde. Mir ist nichts passiert, weil ich die besseren Argumente habe. Also bitte nicht pauschalieren, weil ich mir die Jacke, die mir einige hier reichen wollen, nicht anziehen muß.



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#95

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:12
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von steffen52 im Beitrag #91
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Will ja nicht ablenken, zum Thema SED Mitglieder..., was war mit den Blockparteien?
Mitglieder der Blockparteien waren sogar an den Bezirkspartei Schulen. Bitte nicht an der Parteimitgliedschaft festmachen.....

Und @Grenzverletzerin , ja man hat gesehen es lief vor den Baum. Für mich trat dieser Moment ein als ich für ein jahr an einer Bezirksparteischule war. Dort lernte ich den wiss. Sozialismus kennen, dort lernte ich auch den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach diesem Jahr änderte sich für mich die Sichtweise, mit dem Ergebnis - Rückzug und Resignation.


@Bürger der DDR, wen Du schon als geschultest Mitglied der SED resigniert hast, nun die Frage was wolltest Du da von den Nichtmitgliedern erwarten?
Grüsse Steffen52


ich habe nichts erwartet..., wie kann man etwas erwarten, ich habe mich in meine kleine private "heile" Welt zurück gezogen. Ich war deswegen kein "Gegner" der DDR, ich kam nur mit einigen "Auswüchsen" nicht mehr klar.


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#96

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:15
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #92
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #84
@DoreHolm , machst du es dir mit deiner Aussage nicht etwas zu einfach? Wenn es denn so viele SED - Mitglieder gab, denen der 'Mist' bewusst war...ja warum habt ihr dann nix geändert (?) - zum Wohle des Volkes.



Hatte es schon mal woanders geschrieben, aber hier in Kürzester Kurzfassung:
1. Illusionen, etwas bewegen zu können.
2. Mehr oder weniger eingebunden in eine Ideologie, die keine radikalen Schritte zulies. Auch aus dem Wissen, wo solche Schritte hinführen können.
3. Ignorierung von Zustandsinfos durch die Regierenden und Disziplinierung von Abweichlern.

Reichts vorerst in der Kurzfassung ?


Naja...ok...reicht !

zu 1.) Bewegen kann man nur mit dem Volk - nicht gegen das Volk
zu 2.) das Jahr 89 hat doch gezeigt, es geht ohne radikalen Schritte
zu 3.) Also doch: Die Partei hat immer Recht?!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#97

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:16
von Gelöschtes Mitglied
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Der #42 von @Gert hat für mich den Nagel auf den Kopf getroffen,Zeilen,die nachdenklich und teilweise betroffen machen,...auch zur eigenen Person.
Aufarbeiten?Hm? Für mich ist es eher ein Zurückblicken und Erinnern.
Und dafür ist dieses Forum auch eine gute Plattform.
Wer möchte,kann eben seine Geschichte hier aufarbeiten.
Auf jedenfall sind wir mit unseren Beiträgen auch Geschichtsschreiber.

Desweiteren finde ich es ebenfalls nicht gut,wenn hier immer wieder durch diverese User,auf "deeeen jungen Menschen" ,verbal unter der Gürtellinie eingedroschen wird. (Schade,gibt es doch für solches den Klopp-Thread.)
Das scheint in jedem Thema zum "Volkssport" zu werden.
Erscheint er mal nicht,wird quasi nach ihm geschrien........

Und ein sich verfolgt fühlendes Ex-Organ hat sich für heute schon verabschiedet, dass war doch mal vernünftig.

Edit: Huch ,Jerd falsch jeschrieben.


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 22:28 | nach oben springen

#98

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:16
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #89
Oder anders gesagt - @DoreHolm diese ewige Bettelei nach Veständnis kann bei anderen ganz schnell vom Zuhören auf Unverständnis umschlagen.

Wie oft habe ich in den letzten 25 Jahren immer wieder gehört - Das musst Du verstehen. Irgendwann kommt der Punkt, wo ich mich frage, warum bittet jeder um Verständnis? Zumal es nicht um das Verstehen von Frank, den BPO einer 200 Mann Klitsche geht, sondern Du in Deinem Beitrag um das Verständnis für eine undefinierbaren Masse bittest, die mir in der DDR kein Verständnis entgegengebracht hat und die auch noch heute zum Teil damit Schwierigkeiten hat.
So jetzt habe ich Luft abgelassen und kann wieder zuhören.
LG von der Moskwitschka



Um Verständnis gebeten ? Sehe ich nicht so. Ich habe meine Ansicht zu einer Pauschalkritik dargelegt, nichts anderes. Das mit abgewandeltem "Das mußt Du politisch sehen" kenne ich auch, aus der Zeit vor 1990. Das kam mir immer so vor wie wenn ein Vorgesetzter sagte "Lassen sie sich was einfallen", wenn er selbst keine Lösung zu bieten hatte.



zuletzt bearbeitet 28.01.2014 22:41 | nach oben springen

#99

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:17
von Rüganer (gelöscht)
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Dore, du kannst ja diskutiert haben, mit wem du willst, das Lied hat es gegeben und diese Textzeile kommt ja nicht von ungefähr.
Und nichts anderes stellt auch @Gert fest, wenn er meint, dass alle Mitglieder dieser Partei da mitgemacht haben, weil auch nach deiner Aussage, die Disziplinierung der Mitglieder da war und keiner aufmuckte, bzw. die Oberen die Meinung der Unteren einfach ignorierten. Wenn Du wirklich zu dieser letzteren Aussage stehst, na dann frage ich mich echt, wie konntest Du da mitmachen, wenn Deine Meinung doch schon von vornherein nicht gefragt war?


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#100

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 22:18
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #97

Und ein sich verfolgt fühlendes Ex-Organ hat sich für heute schon verabschiedet, dass war doch mal vernünftig.


ek40...You made my day...hihi...


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