#41

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 14:37
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #39
Zitat von seaman im Beitrag #1
Bin in den letzten Tagen hier im Forum wieder häufiger über den Begriff "Aufarbeitung" gestolpert.
Aufarbeitung der DDR-Geschichte,aber auch persönliche Aufarbeitung des Einzelnen wird eingefordert.
Wie muss/soll man sich das z.b. beim Letzteren vorstellen?
Eine Diskussion,die zum Täter-Opfer Tribunal mutiert?

Wie seht ihr das?

seaman

Ich bin nicht mit dem Strom der Partei geschwommen, habe nicht absichtlich sabotiert, sondern habe mein ganz
privates individuelles Leben gelebt, in Familie. Zu unserem privaten Vorteil !
Ich habe nicht applaudiert, habe nicht protestiert, genauso, wie es heute Millionen Deutsche auch tun.
Ich habe niemandem geschadet, habe ich da irgend etwas aufzuarbeiten ? Ich glaube nicht.
Und den Meisten von uns geht es ebenso.

Für mich ist die DDR politisch abgeschlossen, und ich sehe auch überhaupt keine Veranlassung, daran etwas zu ändern.
Ich bin nicht verantwortlich für das, was andere Personen taten, muß mich nicht verbiegen, nicht verbeugen, nicht entschuldigen.
Bei niemandem.
Mich interessiert auch nicht das Kabinett des Herrn Knabe. Das Wissen um die Existenz genügt mir. In meiner Verantwortung wurde
es einst nicht betrieben. Ich wußte nicht einmal davon.

Wenn wir, die Generation derer, die die DDR von Grund auf erlebt haben, jetzt anfangen sollten, "aufzuarbeiten", ist das Unfug.
Ich frage mich, warum heute immer wieder vom "Aufarbeiten" gefaselt wird, haben Generationen vor uns jemals jahrzehntelang ihre
Vergangenheit "aufgearbeitet" ?


Die Vergangenheit sollte beerdigt werden, ein paar Gedenkstätten und Schluß. Es war einmal, jetzt ist es Geschichte !
Und nicht immer das Geklage : Der war böse, der war schlecht, der hat was gemacht usw., bereut er auch genug ?


Grün: Ja, Heckenhaus, es gibt eben Leute, hier im Forum nur ganz, ganz wenige, da kann sich ein ehemaliger aktiv die DDR Unterstützender noch so sehr selbst aufarbeiten, es wird nie genug sein. Hatte es kürzlich woanders schon geschrieben, da können sich Funktionsträger oder auch kleine SED-Mitglieder bis zur Selbstverleugnung mit Asche überschütten, es wird nie genug sein. Das ist schon so bei der immer wiederkehrenden Forderung an die Linke, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Wenn es nach deren Forderungen geht, würde es die Linke nicht mehr als linke Partei geben. Da könnte sie sich gleich auflösen und ihre Stimmen gleichmäßig auf die anderen Parteien verteilen. Manchmal erscheint es mir, daß dieser Personenkreis seinerseits nicht verlernen darf, den "aufrechten Gang" beizubehalten. Die meisten Anderen, die wirklich Verbrechen begangen haben, sind bereits nach Bundesrecht abgeurteilt worden und es wurde sich da wegen des Gleichheitsgrundsatzes damit schwer getan.



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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 14:42 | nach oben springen

#42

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 14:57
von Gert | 12.354 Beiträge

Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben wie ich es vor 4 Wochen in einem Post angekündigt habe.
Nun hat aber mein spezieller Freund @seaman eine Flasche aufgemacht, dessen entweichender Geist mich inspiriert, hierzu etwas zu schreiben. Ich mache eine Ausnahme.

Es geht um die Verantwortlichkeit für alles, was die SED von 1946 bis zu ihrer Auflösung getan hat.
Das Dasein der SED fing schon mit einer Straftat an, nämlich Erpressung mit Gewaltandrohung durch die Sowjetarmee und hier speziell durch ihren Terrorarm NKWD, für die Mitglieder der SPD in diese Einheitspartei einzutreten. Einige Widersacher haben bitter für ihren Widerstand bezahlt.

Daraufhin arbeitet die SED an der Staatsgründung der DDR die dann 1949 durchgeführt wurde. Im Vorfeld fanden schon durch die Sowjets später aber auch durch die SED zahlreiche Enteignungen von Produktionsmitteln statt, daruafhin flüchteten viele Firmen nach WD, der Rest verschwand als Reparation irgendwo in Karaganda und verrottete in der Steppe.
Unter diesen schlimmen Bedingungen geschah der Wiederaufbau. Da dieser dem Einpeitscher Ulbricht nicht schnell genug ging, beschloss er und seine SED die Arbeiter noch mehr auszubeuten, in dem man die Arbeitsnormen ständig hochsetzte. Eine Normerhöhung ist / war faktisch eine Lohnkürzung. Das ging bis zum 17.Juni 53 gut, dann kam es zum Arbeiteraufstand. Der Grund für diese Revolte wurde seitens der SED natürlich bei den reaktionärsten Kreisen im Westen, bei den Imperialisten und Kriegstreibern in WD geortet.
( Das übliche Spielchen)
Es wurde überharte Urteile gegen vermeintliche oder tatsächliche Rädelsführer von dem kommunistischen Fallbeil H. Benjamin und ihren Genossen erlassen und vollstreckt. Danach trat Friedhofsruhe ein in der DDR. Die SED regierte mit harter Hand unter dem Schutz der Sowjetarmee. In den Folgejahren kam es zu weiteren Einschnitten, wie Mauerbau, rigide bis tödliche Grenzbefestigungen, weitere Enteignungwellen von PM, bis 1972 quasi die letzte Zeitungsbude verstaatlicht war.
Die Folge: eine ineffiziente Warenproduktion und Verteilung führte zu einem unbefriedigendem Lebensstandard der wiederum eine Vetternwirtschaft und Korruption hervorbrachte. Der Abstand im Lebensstandard zu WD wuchs und wuchs und mit ihr die Unzufriedenheit der Leute und die Menschen hatten keine Alternative zu dieser miserablen Politik, weil sie gewaltsam eingesperrt waren.
Der Staat gerierte sich, wie ein Monopolist sich eben zu geben pflegt nämlich anmaßend, herrisch, ungerecht, strafend auf allen Ebenen gegenüber denen, die nur einen Millimeter von den vom Staat vorgegebenen Normen abwichen. Der Bürger war quasi entmündigt auf vielen Positionen und Ebenen.
Wer war also hierfür verantwortlich? Ich vermeide das Wort Täter. Nach meiner Einschätzung ist dies in erster Linie die SED und damit meine ich nicht nur das ZK und das Politbüro sondern jedes einzelne Mitglied der SED ist mitverantwortlich. Es gab keine „ Mitläufer „ so wie es sie auch in der Nazizeit nicht gab. Jeder der das Bonbon am Revers trug ist für mich in der Verantwortung für diese miserable Entwicklung dieses Staates aber auch für die Menschenrechtsverletzungen, für Morde, Unterdrückung, Erpressung und andere Straftaten, die der Staatsapparat anordnete. Mit- und hauptverantwortlich ist natürlich aus meiner Sicht an 2.Stelle auch der Sicherheitsapparat der SED, das ist vor allem das MfS. Das war der verlängerte Arm der Partei und der hat gnadenlos zugeschlagen, wo es die Partei für richtig hielt. Da das MfS keine Wehrpflichtigen beschäftigte, sind das für mich alles aktive und voll verantwortliche Beteiligte an diesen Vorgängen. Denn sie waren ja auch gleichzeitig ohne Ausnahme SED Mitglieder!


Im Falle der wehrpflichtigen Grenzsoldaten sehe ich da keine direkte Mitverantwortung, denn sie hatten zu gehorchen, ansonsten siehe oben. Ich selbst habe ja auch 18 Monate Grenzdienst gemacht und in dieser Zeit eine Festnahme eines Flüchtlings gehabt. Also war ich auch ein Rädchen in diesem von der SED zu verantwortenden Sicherheitsapparat für sie, für das Volk aber auch Terrorapparat. Ich stand aber innerlich nicht dahinter. So wie ich auch die Offizieren damals nicht als meine Genossen ansah, vor allem nicht den Politeinpeitscher.
So nun kann sich jeder heraussuchen, wo er stand und wo er heute steht.

Ich möchte noch eine Bemerkung zu den vielen Angriffen, denen sich der User studfrie hier ausgesetzt sieht, machen. Wenn ich das richtig sehe, waren in seinen Posts keine persönlichen Beleidigungen anderer User enthalten, umgekehrt hatte er aber einiges einzustecken, dass ich als sehr grenzwertig ansehe. Vor allem wird auf den Umstand reflektiert, dass er jung ist und die meisten seiner „Gegner „ alt sind.

Leute, es ist keine Verdienst ein alter Sack zu sein, es ist auch kein Ausweis von Intelligenz ein alter Sack zu sein. Es besteht überhaupt keine Veranlassung, sein Lebensalter als Qualitätsmerkmal in diese Diskussionen zu bringen. Ich kenne einige dumme „ alte Säcke „ und ich kenne auch einige sehr kluge aber noch junge Menschen. Ich finde, in diese Diskussion sollte mehr Sachlichkeit einziehen und auf die Inhalte bezogen gesprochen werden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#43

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 14:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #39
Zitat von seaman im Beitrag #1

seaman

Ich bin nicht mit dem Strom der Partei geschwommen, habe nicht absichtlich sabotiert, sondern habe mein ganz
privates individuelles Leben gelebt, in Familie. Zu unserem privaten Vorteil !
Ich habe nicht applaudiert, habe nicht protestiert, genauso, wie es heute Millionen Deutsche auch tun.
Ich habe niemandem geschadet, habe ich da irgend etwas aufzuarbeiten ? Ich glaube nicht.
Und den Meisten von uns geht es ebenso.

Für mich ist die DDR politisch abgeschlossen, und ich sehe auch überhaupt keine Veranlassung, daran etwas zu ändern.
Ich bin nicht verantwortlich für das, was andere Personen taten, muß mich nicht verbiegen, nicht verbeugen, nicht entschuldigen.
Bei niemandem.




Da sind wir ja schon mittendrin, deshalb einmal die folgende Episode mit der Bitte um eine kleine Bewertung.
Im Jahre 1987 sollte im Bahnbetriebswerk eine Jugendlok, verbunden mit Planstelle und somit im Gegensatz zum Dispopersonal (Springer) relativ lange voraus geregelten Schichtplänen geben.
Auch war die Zugehörigkeit zu einer Planmaschine, hier eine Baureihe 131 (heute 231/232) eine recht prestigeträchtige Angelegenheit, jedoch ohne finanzielle Relevanz.
Da es aber sieben Bewerber unter 30 Jahren für drei (die 4. war der Brigadier) Stellen gab, alle gleich qualifiziert und interessiert waren, mußte eine Entscheidung getroffen werden, wer das Rennen macht.
Da es eine Jugendlok mit revolutionären Ehrennamen war, mußten es auch FDJler sein, der Brigadier (Jahrgang 1948!! war gesetzt, da wurde dienstrangbedingt eine Ausnahme gemacht), diese Bedingung wurde nur noch von fünf Bewerbern erfüllt.
Ab diesem Moment blieb nur noch die berufliche Aktivität (diszipliniert, unfallfrei, Überstunden) und gesellschaftliche Verpflichtungen (Trainer, FDJ- Sekretär, Gewerkschaftskassierer, Feuerwehr...) als Bewertungskriterium übrig und jemand, der wie Du eben nicht über das notwendige Maß hinaus aktiv war, blieb eben Dispolokführer.
Wie bewertest Du heute solche Vorgänge ?
War das ein Einfallstor zum Unrechtsstaat ?
Haben engagierte Leute, egal unter welcher Flagge, die Preise versaut ?
Ist es Willkür, bei gleichen beruflichen "Vergleichsdaten" gesellschaftlich engagierte Personen zu bevorzugen ?
Nur einmal nebenbei bemerkt, die Planstellen in meiner Gemeinde werden ganz offensichtlich nach ähnlichen Prämissen vergeben, ich möchte das nur mal einstreuen, bitte nicht ausschlachten.



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#44

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 15:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #33
... ,aber um ihn geht es mir eindeutig hier nicht .Sorry.
Ach so! Na gut, ich dacht schon ...
Und zumindest Gert hat nun schonema 'zugeschlagen' *grins*


Doch nun mal zu der Aussage ...
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #26
Es war eine Schweinerei Menschen in diesen sinnlosen Konflikt zu bringen an der Grenze schießen zu müssen!
So nach dem Motto wenn Keiner kam, braucht auch Keiner schießen? Da klingt doch nicht etwa eine Meinung der vorletzten MfV-Chefin der Verflossenen an?
Ich zitiere:
"Es lässt einen nicht ruhig, wenn ein junger Mensch auf diese Weise ums Leben kommt. Man hat sich vor allem auch immer gefragt: Wieso hat er das riskiert? Warum? Denn das braucht ja nicht sein. Der brauchte ja nicht über die Mauer zu klettern. Diese Dummheit mit dem Leben zu bezahlen, das ist schon bitter."
Quelle: www.merkur-online.de/aktuelles/politik/-2259254.html

Achso, @Rüganers Beitrag von vor einem Monat braucht's eigentlich keine Ergänzung, wenn man sich mal in der studierend-friedlicher Kunst des verstehenden Lesens übet, odär? ... Staat ohne Staatsgrenze #296


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 15:18 | nach oben springen

#45

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 15:19
von Udo | 1.258 Beiträge

@gert
Schön, dass du wieder da bist.
Ich habe dich vermisst.
Nun haben wir wieder eine ordentliche streitkultur.
Danke!!!


Gert und turtle haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#46

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 15:22
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #42
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben wie ich es vor 4 Wochen in einem Post angekündigt habe.
Nun hat aber mein spezieller Freund @seaman eine Flasche aufgemacht, dessen entweichender Geist mich inspiriert, hierzu etwas zu schreiben. Ich mache eine Ausnahme.

Es geht um die Verantwortlichkeit für alles, was die SED von 1946 bis zu ihrer Auflösung getan hat.
Das Dasein der SED fing schon mit einer Straftat an, nämlich Erpressung mit Gewaltandrohung durch die Sowjetarmee und hier speziell durch ihren Terrorarm NKWD, für die Mitglieder der SPD in diese Einheitspartei einzutreten. Einige Widersacher haben bitter für ihren Widerstand bezahlt.

....


Leute, es ist keine Verdienst ein alter Sack zu sein, es ist auch kein Ausweis von Intelligenz ein alter Sack zu sein. Es besteht überhaupt keine Veranlassung, sein Lebensalter als Qualitätsmerkmal in diese Diskussionen zu bringen. Ich kenne einige dumme „ alte Säcke „ und ich kenne auch einige sehr kluge aber noch junge Menschen. Ich finde, in diese Diskussion sollte mehr Sachlichkeit einziehen und auf die Inhalte bezogen gesprochen werden.




Es ist wahr, was Du über die Vergangenheit schreibst, ich selbst habe mir über die demontierten Gleise, sagen wir mal entlang der heute hochfrequentierten Saaletalbahn so meine Gedanken gemacht, hab andererseits aber die zerstörten russischen Dörfer nicht gesehen und hätte auch ohne vier Jahre Stabüunterricht die Reaktion der russischen Besatzer zu verstehen versucht.
Wir waren die Nazideutschen und der Westen hat seine Reparationen 1948 eingestellt, somit kann es durchaus so sein, daß sich die Wut der Russen noch erhöht haben kann, obwohl der Krieg schon aus war, was weiß ich denn.
Diese Wut kann durchaus auch in Hysterie ausgeartet sein, fast jeder Russe hatte doch Opfer unter den Familienangehörigen zu beklagen, das kann eben nicht unter den Tisch fallen, bei allem Verständnis um den gnadenlosen Rückbau unserer dringend benötigten Infrastruktur.
Aber irgendwo muß es auch neu wieder anfangen, meine Generation kam im Sommer der DDR zur Welt, die ersten Früchte waren reif, ich mußte weder den Acker umgraben, noch Wälder roden, alles war schon gemütlich eingerichtet in diesem, meinem Staat.
Warum also sollte ich diese Nachkriegsordnung im Alltag so hoch wichten, daß mir die Sicht für die praktischen Notwendigkeiten der Gegenwart (= der DDR- Jahre) verbaut würde ?
@Gert, ich fände es schade, wenn Du hier Deine Aktivitäten einstellen würdest, wir brauchen die kritische Gegenrede, dafür warst Du ein Garant.
Auch hast Du in der Vergangenheit Perspektiven aufgezeigt, in die ich allein nicht hineingefunden hätte, sagen wir mal bei Deiner Sicht auf den Henkel- Konzern im Zusammenhang mit dessen wenig ruhmreichen Ost- Engagement in Genthin, wir hatten das ja ausdiskutiert und ich bin mit hohem Erkenntnisgewinn raus gegangen.
Zum Schluß muß ich noch sagen, daß es mich auch nervt, wenn immer wieder bestimmte user benannt werden, die hier zu etatmäßigen Wadenbeißern stigmatisiert werden, nach dem Motto "Laß das bloß nicht den .... lesen" oder ähnlichem.



Gert und SEG15D haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 15:58
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #43



Wie bewertest Du heute solche Vorgänge ?
War das ein Einfallstor zum Unrechtsstaat ?
Haben engagierte Leute, egal unter welcher Flagge, die Preise versaut ?
Ist es Willkür, bei gleichen beruflichen "Vergleichsdaten" gesellschaftlich engagierte Personen zu bevorzugen ?
Nur einmal nebenbei bemerkt, die Planstellen in meiner Gemeinde werden ganz offensichtlich nach ähnlichen Prämissen vergeben, ich möchte das nur mal einstreuen, bitte nicht ausschlachten.



Solche Vorgänge waren fast normal, wenn auch ungerecht. Wer sich politisch angagierte, wurde gepuscht.

Mit Unrechts-STAAT hat das weniger zu tun, eher mit Engstirnigkeit, denn ich kenne auch andere Beispiele aus meiner Zeit auf dem Bau
in Berlin, in denen sogar Parteilose bevorzugt wurden, dank besserer Eignung.

Willkür ist es nicht, sondern ungerecht und oft auch dumm. Wenn es erfolgt, Duckmäusertum des Vorgesetzten, oder heimliches Vitamin B.
Oder von "oben" angeordnet, was eigentlich normal war. Der "Parteigenosse" als Vorbild und Aktivist. Das hat schon keinen mehr aufgeregt.

War alltäglich, wer hat denn die Orden abgefaßt, nebst Prämie ? Nicht der einfache Arbeiter, nein, der Genosse, möglichst mit Funktion.
Aber das ist bis heute vergleichsweise ähnlich, wo gibt es Gerechtigkeit ?

Nur, was gibt es jetzt hier aufzuarbeiten ?


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#48

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 16:17
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von manudave im Beitrag #32
@werner holt:
Ich bestreite vehement, dass irgendwo in Deutschland jemandem was von Schiesswütigen rambos erzählt wird. Ich persönlich habe mittlerweile tausende interessierte Menschen zu diesem Thema getroffen, aber diese Aussage habe ich noch nie gehört - selbst von Opfern nicht.


Früher haben das etliche Westdeutsche aber sicherlich so gesehen.
Wenn z.B. auf der Tribüne Wittingen/Waddekath wieder mal eine Busladung mit DDR-Guckern stand, dann waren die Standartrufe halt "Schweine" und "Mörder" mit denen wir bedacht wurden.
Ob das schon so richtig aus den Köpfen raus ist, wer weiß.


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 16:18 | nach oben springen

#49

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 16:17
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Nun sind wir wieder bei 45 Jahre DDR - Geschichte und mit ihrer Abrechnung aus verschiedenen Perspektiven. Das wievielte mal in diesem Forum?

Das Thema "Aufarbeitung" habe ich eher anders verstanden. Eher als ein sehr persönliches Thema. Und vor allem als einen Rückblick auf die letzten 25 Jahre. Es war damals, 1989/90 für viele ein Bruch. Jeder ist damit unterschiedlich umgegangen. Die einen haben verdrängt und haben sich in neue Perspektiven gestürzt, andere haben sich in Vereinen egal welcher couleur organisiert, widerum andere haben sich ins stille Kämmerlein zurückgezogen. Dann gibt es die, die Bücher geschrieben haben oder in den verschiedensten Foren Spuren hinterlassen. Ich könnte noch zig andere Wege beschreiben.

Über diese Erfahrungen, die jeder einzelne dabei gemacht hat - bei seiner ganz "persönlichen Aufarbeitung" - nicht Abrechnung - war für mich der Grund mich in diesen thread zu beteiligen. Auch für mich, um die Gedankenwelt der anderen kennen zu lernen.

Nun werden einige kommen und sagen - Das geht nicht. Doch es geht. Das beste Beispiel sind für mich @turtle und @Rainman2 . Sie sind für mich Maßstab und Orientierung zu gleich.

In diesem Sinne verabschiede ich mich aus diesem thread, und mache demnächst einen eigenen auf.

LG von der Moskwitschka


turtle und Hans haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.01.2014 16:19 | nach oben springen

#50

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 16:18
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #47
Zitat von Hackel39 im Beitrag #43



Wie bewertest Du heute solche Vorgänge ?
War das ein Einfallstor zum Unrechtsstaat ?
Haben engagierte Leute, egal unter welcher Flagge, die Preise versaut ?
Ist es Willkür, bei gleichen beruflichen "Vergleichsdaten" gesellschaftlich engagierte Personen zu bevorzugen ?
Nur einmal nebenbei bemerkt, die Planstellen in meiner Gemeinde werden ganz offensichtlich nach ähnlichen Prämissen vergeben, ich möchte das nur mal einstreuen, bitte nicht ausschlachten.



Solche Vorgänge waren fast normal, wenn auch ungerecht. Wer sich politisch angagierte, wurde gepuscht.

Mit Unrechts-STAAT hat das weniger zu tun, eher mit Engstirnigkeit, denn ich kenne auch andere Beispiele aus meiner Zeit auf dem Bau
in Berlin, in denen sogar Parteilose bevorzugt wurden, dank besserer Eignung.

Willkür ist es nicht, sondern ungerecht und oft auch dumm. Wenn es erfolgt, Duckmäusertum des Vorgesetzten, oder heimliches Vitamin B.
Oder von "oben" angeordnet, was eigentlich normal war. Der "Parteigenosse" als Vorbild und Aktivist. Das hat schon keinen mehr aufgeregt.

War alltäglich, wer hat denn die Orden abgefaßt, nebst Prämie ? Nicht der einfache Arbeiter, nein, der Genosse, möglichst mit Funktion.
Aber das ist bis heute vergleichsweise ähnlich, wo gibt es Gerechtigkeit ?
Nur, was gibt es jetzt hier aufzuarbeiten ?



Grün: Da haben einige führende Leute bei Euch versagt, z.B. der BGLer, der durch eben auch die parteilosen Arbeiter gewählt wurde (oder wollte kein anderer diese Funktion ausüben ?)

Grün: Ob es geglaubt wird, ist mir egal, aber SED-Zugehörigkeit brachte nahezu Null Punkte bei der Entscheidung für eine Auszeichnung. Da ging es um Qualitätsarbeit, Arbeitsdisziplin, ehrenamtliche Funktionen (nicht nur im Betrieb), erst dann kam alles Andere. Im Gegenteil, staatliche Leiter der obersten und mittleren Ebene, der BGLer und der BPO-Sekretär hatten die "Arschkarte", egal wie gut sie ihre Arbeit machten. Wenn sie glück hatten, kamen sie einmal in ihrer Arbeitszeit ran. Nicht zu vergessen auch, daß gerade SED-Mitglieder oftmals auch die ehenamtlich aktivsten waren, was ja auch von ihnen erwartet wurde.



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#51

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 16:20
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #23
@turtle
Du hast ihm den richtigen rat gegeben.
Soetwas kann man nur mit verständnisvollen menschen bzw freunden aufarbeiten.


Möchte noch etwas ergänzend hinzufügen. Zur persönlichen Aufarbeit gehören besondere Ereignisse die uns auch noch m Nachhinein stark belasten dazu. Ein Grenzer von der Notwendigkeit seiner Aufgabe überzeugt ,handelt aus Überzeugung das Richtige zu tun und vereitelt einen Grenzdurchbruch. Er wird belobigt ,Gewissenkonflikte hat er nicht. Es war seine Aufgabe wenn es erforderlich ist die Waffe einzusetzen.
Grenzverletzer wurden als rücksichtslose Verbrecher dargestellt. Es kommt die "Wende" plötzlich war alles Unrecht ,die Politik in der DDR, die Grenze und alles was damit zu tun hat. Er bekommt starke Gewissenskonflikte .Anvertrauen getraut er sich keinen nach der Wende. Dabei wäre professionelle Hilfe das einzig Richtige. Er verändert sich ,fängt an zu trinken ,seine Ehe zerbricht.
Ausgerechnet mir einem Flüchtling erzählt er seine Geschichte. Ich sehe was los ist und versuche ihm klar zu machen das er nur ein kleines Rad im Getriebe war. Erzähle ihm von dem Polizisten der im Dienst zur Waffe greifen musste ,von dem Soldaten im Kriegseinsatz und von seinen Kameraden denen es wie ihm ging . So lange er von der Richtigkeit überzeugt war das Richtige getan zu haben ,hatte er keine Probleme damit.
Weist Du was sagte ich ,als Du damals geschossen hast warst Du überzeugt das es richtig war. Dein Schießen war somit im Einklang mit Deiner Überzeugung. Hake es ab . Nun siehst Du vieles anders ,wir lernen alle dazu. darauf kommt es an. Wenn nötig müssen wir eben mit der Vergangenheit abschließen um gestärkt Neues zu beginnen. Noch einmal wird es sicherlich nicht so leicht sein Dich zu missbrauchen.
Ich habe wenigstens versucht zu verstehen wieso, warum so viel möglich war. Sollte ich ihn hassen? Hass macht krank , ich müsste dann selber zum Seelebdoktor.


seaman, DoreHolm, Hans, elster427, Hackel39, exgakl, Lutze, grenzgänger81, hslauch, Küchenbulle 79 und Waldmeister haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 16:50
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #50


Ob es geglaubt wird, ist mir egal, aber SED-Zugehörigkeit brachte nahezu Null Punkte bei der Entscheidung für eine Auszeichnung. Da ging es um Qualitätsarbeit, Arbeitsdisziplin, ehrenamtliche Funktionen (nicht nur im Betrieb), erst dann kam alles Andere. Im Gegenteil, staatliche Leiter der obersten und mittleren Ebene, der BGLer und der BPO-Sekretär hatten die "Arschkarte", egal wie gut sie ihre Arbeit machten. Wenn sie glück hatten, kamen sie einmal in ihrer Arbeitszeit ran. Nicht zu vergessen auch, daß gerade SED-Mitglieder oftmals auch die ehenamtlich aktivsten waren, was ja auch von ihnen erwartet wurde.



Ist eine Sache persönlicher Erfahrungen. bei uns wurde es so geschildert, wie von mir beschrieben, wenngleich wir auch alle den Kopf geschüttelt haben.
Die Orden bekamen die Brigadiere mit Parteibuch, DSF-Nadel, Kampfgruppenmitgliedschaft und großer Klappe.
Das wurde bei den Versammlungen schon immer ausgekungelt. Ganz selten war dann anstandshalber ein "verdienter Arbeiter" dabei.
Und junge, wirklich gute Leute nur, wenn sie ebenfalls...siehe oben.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#53

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 16:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #47
Zitat von Hackel39 im Beitrag #43






Solche Vorgänge waren fast normal, wenn auch ungerecht. Wer sich politisch angagierte, wurde gepuscht.

Mit Unrechts-STAAT hat das weniger zu tun, eher mit Engstirnigkeit, denn ich kenne auch andere Beispiele aus meiner Zeit auf dem Bau
in Berlin, in denen sogar Parteilose bevorzugt wurden, dank besserer Eignung.

Willkür ist es nicht, sondern ungerecht und oft auch dumm. Wenn es erfolgt, Duckmäusertum des Vorgesetzten, oder heimliches Vitamin B.
Oder von "oben" angeordnet, was eigentlich normal war. Der "Parteigenosse" als Vorbild und Aktivist. Das hat schon keinen mehr aufgeregt.

War alltäglich, wer hat denn die Orden abgefaßt, nebst Prämie ? Nicht der einfache Arbeiter, nein, der Genosse, möglichst mit Funktion.
Aber das ist bis heute vergleichsweise ähnlich, wo gibt es Gerechtigkeit ?

Nur, was gibt es jetzt hier aufzuarbeiten ?




Nur wenige Jahre später geschah auch im Bahnbetriebswerk, was bei Dir auf dem Bau passierte, man konnte groß nicht mehr sortieren, die Not hat die Ideologie angefressen, am Ende der DDR konnte man auch mit einer Gesamt- 3-4 auf dem Zeugnis die Direktausbildung zum Lokführer machen, selbst der Wehrdienst wurde in dieser Endzeit der DDR auf den Loks der DR abgeleistet.
Diese Not war ja immerhin auch eine Chance, die aber leider zu spät kam.
Sie zehrte am Herrschaftsanspruch der SED, das ist meine heutige Wertung.
Was es jetzt und hier aufzuarbeiten gibt ?
Nun ja, in einer ähnlichen Not befindet sich unsere aktuelle Bundesregierung indem sie mit unbezahlbaren Wohltaten die Sicherheitspolster der Sozialkassen verballert um vom Volk geliebt zu werden.
Jene Rücklagen haben die aktiven Kerne dieser Gesellschaft erwirtschaftet und sie werden nicht zur Zukunftssicherung aufgewendet sondern zur Konservierung der Macht und diese fatale Duplizität des Wirkens sozialpolitischer Eiferer hätte ich ohne DDR- Biografie niemals erkannt.



DoreHolm und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 17:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #44
Zitat von seaman im Beitrag #33
... ,aber um ihn geht es mir eindeutig hier nicht .Sorry.
Ach so! Na gut, ich dacht schon ...
Und zumindest Gert hat nun schonema 'zugeschlagen' *grins*


Doch nun mal zu der Aussage ...
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #26
Es war eine Schweinerei Menschen in diesen sinnlosen Konflikt zu bringen an der Grenze schießen zu müssen!
So nach dem Motto wenn Keiner kam, braucht auch Keiner schießen? Da klingt doch nicht etwa eine Meinung der vorletzten MfV-Chefin der Verflossenen an?
Ich zitiere:
"Es lässt einen nicht ruhig, wenn ein junger Mensch auf diese Weise ums Leben kommt. Man hat sich vor allem auch immer gefragt: Wieso hat er das riskiert? Warum? Denn das braucht ja nicht sein. Der brauchte ja nicht über die Mauer zu klettern. Diese Dummheit mit dem Leben zu bezahlen, das ist schon bitter."
Quelle: www.merkur-online.de/aktuelles/politik/-2259254.html

Achso, @Rüganers Beitrag von vor einem Monat braucht's eigentlich keine Ergänzung, wenn man sich mal in der studierend-friedlicher Kunst des verstehenden Lesens übet, odär? ... Staat ohne Staatsgrenze #296



Hast de falsch verstanden,

Es ging mir generell um den Konflikt, nicht um den konkreten Moment. Wenn man Menschen nur noch mit dem Tod halten kann, da ist doch der "Wurm drin" und genau diese sinnlose Politik mußten die Grenzer ausbaden. Die Lebensbedingungen und die Motivation im Land zu bleiben, das hätte geändert werden müssen und nicht der "Supergau" des Todes strapazieren um Menschen im Land zu halten....


grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 17:53
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #54
Hast de falsch verstanden, ...

Na wenn Du meinst, aber dann erkläre doch mal, wieso die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen für Einige dann wohl doch keine sinnvolle Alternative darstellte? Ein paar Wenige kammen ja immer noch ganz vorne an.

Überall auf der Welt stellt ein unrechtmäßiger Grenzübertritt zumindest eine OWi dar. Insofern nicht außergewöhnliches, viele Staaten haben sich deshalb für die Grenzüberwachung entschieden. Die DDR entschied sich aus vielleicht mal noch näher zu beleuchtenden Gründen an der Außengrenze des Warschauer Vertrages für eine Grenzsicherung. ABER, nun kommts ... für mich war die Deklaration des ungesetzlichen Grenzübertritts zum Verbrechen die eigentliche 'Schweinerei'. Na oder eigentlich auch noch nicht, sondern das sich dann (also wenn eine Tat vom Gesetzgeber zum Verbrechen erklärt wird) einige (nicht alle, aber einige) Täter auch verbrecherich verhielten.

Achso, die Kenntnis des Unterschieds Grenzüberwachung./.Grenzsicherung setzte ich mal voraus, ist hoffentlich kein Problem?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 17:54 | nach oben springen

#56

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 18:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #55
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #54
Hast de falsch verstanden, ...

Na wenn Du meinst, aber dann erkläre doch mal, wieso die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen für Einige dann wohl doch keine sinnvolle Alternative darstellte? Ein paar Wenige kammen ja immer noch ganz vorne an.

Überall auf der Welt stellt ein unrechtmäßiger Grenzübertritt zumindest eine OWi dar. Insofern nicht außergewöhnliches, viele Staaten haben sich deshalb für die Grenzüberwachung entschieden. Die DDR entschied sich aus vielleicht mal noch näher zu beleuchtenden Gründen an der Außengrenze des Warschauer Vertrages für eine Grenzsicherung. ABER, nun kommts ... für mich war die Deklaration des ungesetzlichen Grenzübertritts zum Verbrechen die eigentliche 'Schweinerei'. Na oder eigentlich auch noch nicht, sondern das sich dann (also wenn eine Tat vom Gesetzgeber zum Verbrechen erklärt wird) einige (nicht alle, aber einige) Täter auch verbrecherich verhielten.

Achso, die Kenntnis des Unterschieds Grenzüberwachung./.Grenzsicherung setzte ich mal voraus, ist hoffentlich kein Problem?


Ich glaube wir reden an einander vorbei...

Es besteht doch ein Zusammenhang zwischen Ordnungswidrigkeit und Verbrechen und der Durchsetzung der Gesetze im "Grenzregime".
Eine Ordnungswidrigkeit mit solch drastischen Mitteln zu verfolgen, undenkbar...
In der Richtung hast Du vollkommen Recht, nur ein ungsetzlicher Grenzübertritt wie "Falschparker" behandeln?

Meine Meinung heute, entweder ich kann einen Antragsteller überzeugen, oder ich sollte ihn ziehen lassen. Nur Steine in den Weg legen und dann wenn der "Überzeugungsresistende" nicht bleiben will und die Flucht riskiert, dann mit der blanken Gewalt - das ist keine Lösung.

Der Ansatz die Leute mit Zwang zu halten war falsch...., ich höre schon die Häme es wär doch keiner geblieben.....


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#57

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 18:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #51
Zitat von Udo im Beitrag #23
@turtle
Du hast ihm den richtigen rat gegeben.
Soetwas kann man nur mit verständnisvollen menschen bzw freunden aufarbeiten.


Möchte noch etwas ergänzend hinzufügen. Zur persönlichen Aufarbeit gehören besondere Ereignisse die uns auch noch m Nachhinein stark belasten dazu. Ein Grenzer von der Notwendigkeit seiner Aufgabe überzeugt ,handelt aus Überzeugung das Richtige zu tun und vereitelt einen Grenzdurchbruch. Er wird belobigt ,Gewissenkonflikte hat er nicht. Es war seine Aufgabe wenn es erforderlich ist die Waffe einzusetzen.
Grenzverletzer wurden als rücksichtslose Verbrecher dargestellt. Es kommt die "Wende" plötzlich war alles Unrecht ,die Politik in der DDR, die Grenze und alles was damit zu tun hat. Er bekommt starke Gewissenskonflikte .Anvertrauen getraut er sich keinen nach der Wende. Dabei wäre professionelle Hilfe das einzig Richtige. Er verändert sich ,fängt an zu trinken ,seine Ehe zerbricht.
Ausgerechnet mir einem Flüchtling erzählt er seine Geschichte. Ich sehe was los ist und versuche ihm klar zu machen das er nur ein kleines Rad im Getriebe war. Erzähle ihm von dem Polizisten der im Dienst zur Waffe greifen musste ,von dem Soldaten im Kriegseinsatz und von seinen Kameraden denen es wie ihm ging . So lange er von der Richtigkeit überzeugt war das Richtige getan zu haben ,hatte er keine Probleme damit.
Weist Du was sagte ich ,als Du damals geschossen hast warst Du überzeugt das es richtig war. Dein Schießen war somit im Einklang mit Deiner Überzeugung. Hake es ab . Nun siehst Du vieles anders ,wir lernen alle dazu. darauf kommt es an. Wenn nötig müssen wir eben mit der Vergangenheit abschließen um gestärkt Neues zu beginnen. Noch einmal wird es sicherlich nicht so leicht sein Dich zu missbrauchen.
Ich habe wenigstens versucht zu verstehen wieso, warum so viel möglich war. Sollte ich ihn hassen? Hass macht krank , ich müsste dann selber zum Seelebdoktor.


Als Grenzsoldat musste ich damals an der Grenze dienen . Wie tausende Grenzsoldaten sind wir nicht freiwillig zur NVA gegangen , Wer überzeugt von dem ganzen System war ,der hat sich für längere Zeit dorthin verpflichtet . Dein Vergleich mit Polizisten , Soldaten die heute im Kriegseinsatz sind , sie haben sich den Beruf ausgesucht.
Überleg doch mal , es hätte dich ein Grenzsoldat bei deiner Flucht angeschossen und du würdest heute noch darunter leiden . Wie wäre denn heute deine Reaktion , auf den der geschossen hat , die die Befehle zum Schießen gegeben haben ?
. . .MfG ratata


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 18:33 | nach oben springen

#58

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 18:33
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #1
Bin in den letzten Tagen hier im Forum wieder häufiger über den Begriff "Aufarbeitung" gestolpert.
Aufarbeitung der DDR-Geschichte,aber auch persönliche Aufarbeitung des Einzelnen wird eingefordert.
Wie muss/soll man sich das z.b. beim Letzteren vorstellen?
Eine Diskussion,die zum Täter-Opfer Tribunal mutiert?

Beispiel in etwa:
" Man wird schon sich selbst und sein Denken und Handeln damals (und teilweise wohl auch noch heute, wie man hier erschreckenderweise erleben kann) zur allgefälligen Disposition stellen müssen und zwar mit offenem Ende. "

Oder so:
"Es ging in dem Thread seinerzeit um die Erkennbarkeit der DDR als Diktatur für die jenigen, die in ihr lebten.......
Ein solcher Thread enthielte eine ganz erhebliche Menge an "Sprengstoff", was vor allem dann gilt, wenn man dieses Thema konsequent weiterentwickelt und weiter führt. Das würde keinesfalls hier geschehen, da bin ich mir völlig sicher, denn dafür müsste man (d.h. jeder Diskutant) sich selbst und sein eigenes Leben bislang kritisch hinterfragen und genau dazu wären die meisten hier nicht bereit, denn man hat sich schon viel zu sehr in einer der sehr bequemen Ecke des ehemaligen Klassenfeindes eingerichtet. Das Gras im Garten hat man so riesig wachsen lassen, dass Schilfgras da noch klein gegen ist. Da duldet man dann kein Kamel mehr, das vlt etwas von dem Gras wieder weg frisst. "Wir" hört man es immerzu zwischen den Zeilen rufen ".....wir sind Klasse und Spitze". Bei einer solchen Einstellung erübrigt sich in der Tat dann eine Diskussion.



Bedeutet also,jeder der damals in diesem Staat DDR lebte und sich bewusst engagierte,soll gefälligst ein Büßerhemd nach Aufforderung eines vorgeblichen Jugendlichen(studfri) anziehen und aktiv Reue üben.
Zur Belohnung wird er dann am Nasenring wie ein Tanzbär zum Spott des Forums(bzw.Foren) und der Öffentlichkeit zum Abschuss freigegeben.
"........und zwar mit offenen Ende"

Wie seht ihr das?

seaman



Hallo Seaman,
ich nehme mal an, du meinst Aufarbeitung im Sinne von Vergangenheitsbewältigung.
"Vergangenheitsbewältigung hat individuelle und kollektive Bedeutung. Bewältigt werden müssen Negatives, Verdrängtes und Belastendes, seelische Verletzungen und Schuldgefühle. Weil Vergangenheit nicht „bewältigt“ – also endgültig erledigt - werden kann, wird inzwischen mehrheitlich der Begriff Vergangenheitsaufarbeitung oder Aufarbeitung der Vergangenheit vorgezogen. "
Soweit ein Zitat aus Wiki, was die Sache ganz schön umschreibt.
War es nicht der große Fehler der Nachkriegszeit, eben keine Vergangenheitsaufarbeitung zu betreiben? Sollen wir diesen Fehler nochmal wiederholen?"Das ganze hat nichts mit Büßertum zu tun, sondern eben eher mit kritischer Selbstreflexion. Und da gehören Fragen von Jugendlichen dazu. Haben sich nicht die Altnazis genauso über die Fragen der (damals jugendlichen) 68iger eschauffiert, wie es hier gerade geschieht?
Ist nicht eine Kernfrage: Wie weit trägt ein "Mitläufer" durch seine Passivität zum Entstehen und zum Erhalt eines diktatorischen Regimes bei?
Oder in wie weit spielte der deutsche Untertanengeist mal wieder eine Rolle?
Wer weiß, vielleicht muss auch ich eines Tages meine Vergangenheit kritisch aufarbeiten...........
Fragen und kritisches Hinterfragen können weh tun, müssen es auch zuweilen. Sonst kann nichts neues entstehen. Der, der fragt, steht moralisch immer auf dem höheren Podest, weil er die Zeit auf seiner Seite hat und nicht sich in der damaligen Zeit behaupten musste. Allerdings sehe ich darin nix negatives.
Mein Respekt gehört den Leuten, die über ihren eigenen Schatten springen und anfangen, sich selbst zu reflektieren!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#59

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 18:57
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #42
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben wie ich es vor 4 Wochen in einem Post angekündigt habe.
Nun hat aber mein spezieller Freund @seaman eine Flasche aufgemacht, dessen entweichender Geist mich inspiriert, hierzu etwas zu schreiben. Ich mache eine Ausnahme.

Es geht um die Verantwortlichkeit für alles, was die SED von 1946 bis zu ihrer Auflösung getan hat.
Das Dasein der SED fing schon mit einer Straftat an, nämlich Erpressung mit Gewaltandrohung durch die Sowjetarmee und hier speziell durch ihren Terrorarm NKWD, für die Mitglieder der SPD in diese Einheitspartei einzutreten. Einige Widersacher haben bitter für ihren Widerstand bezahlt.

Daraufhin arbeitet die SED an der Staatsgründung der DDR die dann 1949 durchgeführt wurde. Im Vorfeld fanden schon durch die Sowjets später aber auch durch die SED zahlreiche Enteignungen von Produktionsmitteln statt, daruafhin flüchteten viele Firmen nach WD, der Rest verschwand als Reparation irgendwo in Karaganda und verrottete in der Steppe.
Unter diesen schlimmen Bedingungen geschah der Wiederaufbau. Da dieser dem Einpeitscher Ulbricht nicht schnell genug ging, beschloss er und seine SED die Arbeiter noch mehr auszubeuten, in dem man die Arbeitsnormen ständig hochsetzte. Eine Normerhöhung ist / war faktisch eine Lohnkürzung. Das ging bis zum 17.Juni 53 gut, dann kam es zum Arbeiteraufstand. Der Grund für diese Revolte wurde seitens der SED natürlich bei den reaktionärsten Kreisen im Westen, bei den Imperialisten und Kriegstreibern in WD geortet.
( Das übliche Spielchen)
Es wurde überharte Urteile gegen vermeintliche oder tatsächliche Rädelsführer von dem kommunistischen Fallbeil H. Benjamin und ihren Genossen erlassen und vollstreckt. Danach trat Friedhofsruhe ein in der DDR. Die SED regierte mit harter Hand unter dem Schutz der Sowjetarmee. In den Folgejahren kam es zu weiteren Einschnitten, wie Mauerbau, rigide bis tödliche Grenzbefestigungen, weitere Enteignungwellen von PM, bis 1972 quasi die letzte Zeitungsbude verstaatlicht war.
Die Folge: eine ineffiziente Warenproduktion und Verteilung führte zu einem unbefriedigendem Lebensstandard der wiederum eine Vetternwirtschaft und Korruption hervorbrachte. Der Abstand im Lebensstandard zu WD wuchs und wuchs und mit ihr die Unzufriedenheit der Leute und die Menschen hatten keine Alternative zu dieser miserablen Politik, weil sie gewaltsam eingesperrt waren.
Der Staat gerierte sich, wie ein Monopolist sich eben zu geben pflegt nämlich anmaßend, herrisch, ungerecht, strafend auf allen Ebenen gegenüber denen, die nur einen Millimeter von den vom Staat vorgegebenen Normen abwichen. Der Bürger war quasi entmündigt auf vielen Positionen und Ebenen.
Wer war also hierfür verantwortlich? Ich vermeide das Wort Täter. Nach meiner Einschätzung ist dies in erster Linie die SED und damit meine ich nicht nur das ZK und das Politbüro sondern jedes einzelne Mitglied der SED ist mitverantwortlich. Es gab keine „ Mitläufer „ so wie es sie auch in der Nazizeit nicht gab. Jeder der das Bonbon am Revers trug ist für mich in der Verantwortung für diese miserable Entwicklung dieses Staates aber auch für die Menschenrechtsverletzungen, für Morde, Unterdrückung, Erpressung und andere Straftaten, die der Staatsapparat anordnete. Mit- und hauptverantwortlich ist natürlich aus meiner Sicht an 2.Stelle auch der Sicherheitsapparat der SED, das ist vor allem das MfS. Das war der verlängerte Arm der Partei und der hat gnadenlos zugeschlagen, wo es die Partei für richtig hielt. Da das MfS keine Wehrpflichtigen beschäftigte, sind das für mich alles aktive und voll verantwortliche Beteiligte an diesen Vorgängen. Denn sie waren ja auch gleichzeitig ohne Ausnahme SED Mitglieder!

Im Falle der wehrpflichtigen Grenzsoldaten sehe ich da keine direkte Mitverantwortung, denn sie hatten zu gehorchen, ansonsten siehe oben. Ich selbst habe ja auch 18 Monate Grenzdienst gemacht und in dieser Zeit eine Festnahme eines Flüchtlings gehabt. Also war ich auch ein Rädchen in diesem von der SED zu verantwortenden Sicherheitsapparat für sie, für das Volk aber auch Terrorapparat. Ich stand aber innerlich nicht dahinter. So wie ich auch die Offizieren damals nicht als meine Genossen ansah, vor allem nicht den Politeinpeitscher.
So nun kann sich jeder heraussuchen, wo er stand und wo er heute steht.

Ich möchte noch eine Bemerkung zu den vielen Angriffen, denen sich der User studfrie hier ausgesetzt sieht, machen. Wenn ich das richtig sehe, waren in seinen Posts keine persönlichen Beleidigungen anderer User enthalten, umgekehrt hatte er aber einiges einzustecken, dass ich als sehr grenzwertig ansehe. Vor allem wird auf den Umstand reflektiert, dass er jung ist und die meisten seiner „Gegner „ alt sind.

Leute, es ist keine Verdienst ein alter Sack zu sein, es ist auch kein Ausweis von Intelligenz ein alter Sack zu sein. Es besteht überhaupt keine Veranlassung, sein Lebensalter als Qualitätsmerkmal in diese Diskussionen zu bringen. Ich kenne einige dumme „ alte Säcke „ und ich kenne auch einige sehr kluge aber noch junge Menschen. Ich finde, in diese Diskussion sollte mehr Sachlichkeit einziehen und auf die Inhalte bezogen gesprochen werden.



ach so , jetzt wird also mit zweierlei maaß gemessen ?
man könnte allerdings denken das alle bewaffneten organe der ehemaligen ddr zur stabiliesierung und schutz der selbigenn zu gange waren !
dich mit eingeschlossen @ Gert !
bei deinen ausführungen ( rot mark ) bekomme ich regelmäßig 'augentinnitus' und glaube einfach nicht was manche hier der öffentlichkeit preisgeben !!
nicht nur das du unbescholltene bürger als verbrecher und straftäter bezeichnest sondern führst vergleiche auf , die du immer wieder mit den Nazi's in verbindung bringst .
weder habe ich in der damaligen zeit einen anderen bürger terrorisiert noch eine straftat begangen ,
weder unterdrückt noch erpresst ,
weder bedroht und eingeschüchtert noch zusammengeschlagen oder vergewaltigt !
soll ich noch mehr aufzählen was hier in zukunft noch alles 'kommt' , was nach heutigem recht den strafbestand der verleumdung gleicht ?
im übrigen kannte ich sehr viele die für drei jahre bei uns ihren dienst versehen haben und nich in der SED waren !!
behauptungen , lügen und halbwahrheiten kann man hier einbringen , sollte sie aber auch beweisen können !!
vor allem aber nicht , pauschalisieren und personen oder gruppen in einem öffentlichen forum , ohne grund , zu verurteilen !!
das kann ich auch , aber warum ( Frage) !!!



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 18:58
von damals wars | 12.113 Beiträge

Das die, die nicht schießen mussten, darüber heute froh sind, zeigt doch, das die Grenze uns nicht zu Unmenschen gemacht hat!
Und wer etwas aufzuarbeiten hat, kann das ja hier tun.
Und wer was zu erzählen hat, kann sich der Empathie der Mitglieder sicher sein.
Das Wissen der Mitglieder ist auch Dank der breitgefächerten Zugehörigkeit zu verschiedenen Sicherheits- und Staatsorganen (neuerdings sogar eine Ostseeente!) so umfassend, das Märchenerzähler mit und ohne Auftrag schnell entlarvt werden!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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