#41

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 23.01.2014 22:40
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #3
Weis hier jemand, ob und ggf. wie die Menschen da überprüft wurden, die da mitfahren durften.
Wenn ich das richtig verstehe, dann wurde auch im NSA Halt gemacht und die Menschen kamen ohne weiteres von Bord, so daß ein "nicht mehr zurück kehren" ohne weiteres möglich gewesen wäre.

Und auch hier könnte man einen drolligen Ansatz zu erkennen. Allein schon die Abkürzung NSA ... niedlich. (Es wurde NSW genannte)
Na egal ... das hatten'mer mal mit dem 4krug, der sich bestimmt auch zu diesem Thema gern eingebracht hätte. Aber vielleicht hilft das mal als ersatzweise Antwort auf eine garnicht gestellte Frage?

Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 06:24
von furry | 3.563 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #28
Zitat von Lutze im Beitrag #24
Zitat von seaman im Beitrag #23
Frachtschiffreisen waren bedeutend kostengünstiger.

seaman

gab es die zu DDR-Zeiten?
Lutze


Ja,sehr umfangreich sogar.
Nicht nur für DDR-Bürger.
seaman


Der ehemalige Direktor vom ZIS (Zentralinstitut für Schweißtechnik) in Halle, ich glaube, er hieß Werner Gilde, hat damals ein Buch über eine Frachtermitfahrt geschrieben.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 24.01.2014 08:22 | nach oben springen

#43

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 08:08
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #28
Zitat von Lutze im Beitrag #24
Zitat von seaman im Beitrag #23
Frachtschiffreisen waren bedeutend kostengünstiger.

seaman

gab es die zu DDR-Zeiten?
Lutze


Ja,sehr umfangreich sogar.
Nicht nur für DDR-Bürger.

seaman



Habe ich nie was von gehört.
Für NSW Bürger kann ich mir das durchaus vorstellen um an harte Währung zu kommen aber für den gemeinen DDR Bürger wohl eher nicht bzw. nicht lange.
Ehepartner von Seeleuten durften ja bekanntlich einmal im Jahr mitfahren, aber auch nur wenn es liebe kleine Kinder gab die in der DDR als Pfand zurückblieben.


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#44

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 08:14
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #43
Zitat von seaman im Beitrag #28
Zitat von Lutze im Beitrag #24
Zitat von seaman im Beitrag #23
Frachtschiffreisen waren bedeutend kostengünstiger.

seaman

gab es die zu DDR-Zeiten?
Lutze


Ja,sehr umfangreich sogar.
Nicht nur für DDR-Bürger.

seaman



Habe ich nie was von gehört.
Für NSW Bürger kann ich mir das durchaus vorstellen um an harte Währung zu kommen aber für den gemeinen DDR Bürger wohl eher nicht bzw. nicht lange.
Ehepartner von Seeleuten durften ja bekanntlich einmal im Jahr mitfahren, aber auch nur wenn es liebe kleine Kinder gab die in der DDR als Pfand zurückblieben.



Diese Aussage ist falsch.

seaman

"Habe ich nie was von gehört"

Zitat Schnatte......


zuletzt bearbeitet 24.01.2014 08:17 | nach oben springen

#45

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 08:23
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Wie lange gab es denn diese Frachtschiffreisen für DDR Bürger?
Wer durfte denn da mitfahren?


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#46

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 08:24
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #45
Wie lange gab es denn diese Frachtschiffreisen für DDR Bürger?
Wer durfte denn da mitfahren?






Bis zum Ende der DDR.

seaman


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#47

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 08:30
von seaman | 3.487 Beiträge

Es waren nicht immer Passagiere an Bord von DDR- Frachtschiffen.
Wenn das aber der Fall war, ist es für das Schiff bzw. Reederei eine willkommene zusätzliche Einnahmequelle gewesen.
Die grösste Gruppe an Passagieren stellten wohl die mitreisenden Ehefrauen der Seeleute bzw. vereinzelt auch Familienangehörige/Eltern. Dann kamen im grösserem Umfang DDR- Bürger aus der Kultur (Fernsehfunk, Presse, Schriftsteller usw. ), sowie auch Rentner als Einzelreisende bzw. Ehepaare die eine gesamte Rundreise mit an Bord waren.

Mitunter nahm man auch auf der Rückfahrt DDR- Bürger wieder mit nach Rostock, die im Ausland mit ihren Familien tätig waren:
Botschaftsangehörige,Auslandsmonteure/Bauleiter, Historiker,Journalisten etc.
Es gab auch komplette Rundreisen von Ehepaaren, Einzelpersonen und Familien aus dem westlichen Ausland, die diese Reisen über Reisebüros buchten. Unterwegs konnte es passieren, daß auf einem Streckenabschnitt ein Frachtbegleiter (Supercargo), Lotse, ein Inspekor der DSR oder eine ausländische Person/Gruppe von A nach B befördert wurde, oder man nahm einfach ein Besatzungsmitglied eines anderen Schiffes mit zum gewünschten Ziel.
Passagiere bedeuteten für manche Bereiche mehr Arbeit, aber sie waren in den meisten Fällen eine wertvolle Bereicherung für das Bordleben.
Dokumentarfilmer, wie die Thorndikes, ein betagter Siemens-Ing., der von der ersten Bildübertragung 1928 von der Kaiserkrönung in Japan berichtete...
Teilnehmer der Schlacht von Stalingrad konnte ich auch monatelang befragen.
Ein Ornithologe, der mich zum Staunen brachte, als ich auf der Besatzungsliste das Geburtsjahr 1896 las.... der Mann war fit wie ein Turnschuh und fotografierte und beschrieb alles was fleuchte und Federn hatte.
Später lernte ich Passagiere kennen, die von Alaska nach Feuerland mit dem Fahrrad fahren wollten... (und schafften), sowie gestrandete Weltumsegler. Auch die sogenannten "Überarbeiter" gab es noch- Hand für Koje.
Haarig war es manchmal, wenn ehemalige DDR- Bürgerinnen, die in ein arabisches oder afrikanisches Land geheiratet hatten, zurück wollten und wir konnten sie nicht mitnehmen....
Klar waren es bei den mitreisenden DDR-Bürgern überwiegend Rentner.Wer sonst hatte die Möglichkeit sich bis zu 6 Monate aus dem Arbeitsprozess zu lösen?

seaman


der glatte und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.01.2014 08:36 | nach oben springen

#48

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 13:58
von der glatte | 1.356 Beiträge

Demnach war es wohl doch nicht ein Eiserner Vorhang sondern eher einer mit winzigen Löchern.
Warum habe ich davon nichts mitbekommen?

Es gab ja vom DDR-Reisebüro jedes Jahr so eine Art Katalog (eher eine Art Zeitung), welche über die Reisen ins Ausland (SW) informierte. Die habe ich mir oft im ehemaligen Haus des Reisens am Alex geholt. Das war aber auch schon ein Akt für sich. Denn diese Kataloge waren kaum erhältlich, wenn weg dann weg, wie die Wochenpost oder das Magazin. Im Katalog standen dann die Reisetermine, man suchte sich etwas aus und berwarb sich dafür. Später kam dann eine Antwort vom Reisebüro, meist war das bei mir eine Absage. Na klar, dann musste man noch das passende Kleingeld besitzen, denn schon zwei Wochen Nessebar in Bulgarien, waren ganz schön teuer. Was ich aber sagen will, Reisen in die NSW, waren dort im Katalog nicht zu finden. Auch die Arkona fand ich dort nicht aufgeführt. Da muss es noch ganz andere Kataloge gegeben haben, die aber für den "normalen Werktätigen" nicht zugänglich waren. Oder man teilte solche Reisen von "Oben" zu.

Gab es eventuell auch schon Reisen in die NSW-Länder, welche die lieben Angehörigen im Westen mit harten Devisen für den DDR-Bürger bezahlen konnten? So eine Art "Travel-Genex"? Könnte ich mir vorstellen, dass man auf solche Art auch Plätze auf der Arkona buchen konnte.

Buchen und Reisen waren ja in der DDR zwei ganz verschiedene Schuhe! Wer Buchen konnte, durfte ja unter Umständen nicht Reisen. Wie war das geregelt? Wie war das denn wenn DDR-Bürger eine Reise mit solch einem Schiff (Handelsschiff) unternahmen, brauchten sie einen Pass? Bestimmt nur wenn sie das Schiff im Ausland verlassen durften, sonst bewegte man sich ja auch auf hoher See oder in fremden Häfen auf DDR-Gebiet.
Was wurde bei einem Landgang vom jeweiligen Land an Papieren verlangt? Brauchte man einen Impfpass mit eventuell benötigten Impfungen, wo bekam man die? Wer besorgte das Visum wenn nötig?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#49

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 14:15
von seaman | 3.487 Beiträge

[quote=der glatte|p325370
Wie war das geregelt? Wie war das denn wenn DDR-Bürger eine Reise mit solch einem Schiff (Handelsschiff) unternahmen, brauchten sie einen Pass? Bestimmt nur wenn sie das Schiff im Ausland verlassen durften, sonst bewegte man sich ja auch auf hoher See oder in fremden Häfen auf DDR-Gebiet.
Was wurde bei einem Landgang vom jeweiligen Land an Papieren verlangt? Brauchte man einen Impfpass mit eventuell benötigten Impfungen, wo bekam man die? Wer besorgte das Visum wenn nötig?

Gruß Reiner[/quote]

Klar benötigte man einen Reisepass sonst wäre doch nie eine Einreise ins Ausland möglich gewesen.
Natürlich benötigte man international aktuelle Impfpässe.Einreiseformalitäten wurden nach landesüblichen Vorschriften abgewickelt.
Ein Reisepass in der DDR zu bekommen war den üblichen Modalitäten unterworfen.
So manche Ehefrau eines DDR-Seemanns wurde um ihre Mitreise durch Verweigerung eines Passes/Seefahrtsbuch gebracht.
Schuld war dabei nicht unbedingt das MfS,sondern oft missgünstige und neidische Arbeitskollegen des Betriebes,die ihrer Kollegin die Reise nicht gönnten.Auch die Kaderleitung eines Betriebes musste zustimmen.
Aber frage doch einfach mal Furry zu diesem Thema, der dienstlich auf DSR-Schiffen unterwegs war.

seaman


zuletzt bearbeitet 24.01.2014 16:11 | nach oben springen

#50

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 15:09
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #48

Wie war das geregelt? Wie war das denn wenn DDR-Bürger eine Reise mit solch einem Schiff (Handelsschiff) unternahmen, brauchten sie einen Pass? Bestimmt nur wenn sie das Schiff im Ausland verlassen durften, sonst bewegte man sich ja auch auf hoher See oder in fremden Häfen auf DDR-Gebiet.


Gruß Reiner


Auch wenn oft Botschaften, Militärbasen, Schiffe und Flugzeuge als Teil des Staatsgebiets des zugehörigen Landes bezeichnet wird, ist dem rechtlich nicht so. Das Schiff ist einfach nur ein Schiff.
Es sind Menschen drauf, die üblicherweise eine Staatsbürgerschaft besitzen, das Schiff fährt unter einer Flagge, die eher Seerecht und handelsrechtliche Dinge betreffen, aber das Schiff selbst hat keinen besonderen Völkerrechtlichen Status.
Reist ein Schiff nun in das Hoheitsgebiet eines anderen Staates ein, so gilt dessen Territorialprinzip. Würde also ein ausländisches Schiff in das deutsche Hoheitsgebiet (Küstenmeer) einfahren, so unterliegt es deutschem (Straf-)Recht.


seaman


zuletzt bearbeitet 24.01.2014 15:11 | nach oben springen

#51

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 15:19
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Welchen Stellenwert eine Reise ins NSW für Menschen in der DDR hatte ,konnte ich in der Verwandschaft erleben.
Die Frau eines Seemanns durfte mit ihrem Mann eine 6 monatige Reise mitmachen und hat dafür ihren 5jährigen Sohn für 2 Monate einmal zu den völlig überforderten Schwiegerleuten und 4 Monate bei ihrem Bruder untergebracht.
Es war eine mittlere Katastrophe für alle Beteiligten, außer für die Reisenden.
Die waren unterwegs einmal Japan und zurück.


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#52

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 15:28
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #52
Welchen Stellenwert eine Reise ins NSW für Menschen in der DDR hatte ,konnte ich in der Verwandschaft erleben.
Die Frau eines Seemanns durfte mit ihrem Mann eine 6 monatige Reise mitmachen und hat dafür ihren 5jährigen Sohn für 2 Monate einmal zu den völlig überforderten Schwiegerleuten und 4 Monate bei ihrem Bruder untergebracht.
Es war eine mittlere Katastrophe für alle Beteiligten, außer für die Reisenden.
Die waren unterwegs einmal Japan und zurück.



Natürlich gab es beruflich bedingt solche Fälle.
Das hatte aber nicht unbedingt mit dem Fahrtgebiet-NSW-zu tun,sondern das hätte auch passieren können wenn die Ehefrau ein paar Reisen mit ihrem Mann nach Riga,Klaipeda oder Stettin etc. mitgefahren wäre.
Klar war eine Reise in das NSW verlockender,vergessen sollte man dabei aber nicht,es ging in erster Linie bei diesem knochenharten Job darum,dass Mann und Frau die langen berufsbedingtenTrennungszeiten kompensieren können.
Ansonsten sehe ich das auch nicht systemrelevant.Mitreisende Ehefrauen/Ehepartner aus den alten Bundesländern hatten ähnliche Probleme.

seaman


zuletzt bearbeitet 24.01.2014 15:36 | nach oben springen

#53

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 16:10
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #49
[quote=der glatte|p325370
Wie war das geregelt? Wie war das denn wenn DDR-Bürger eine Reise mit solch einem Schiff (Handelsschiff) unternahmen, brauchten sie einen Pass? Bestimmt nur wenn sie das Schiff im Ausland verlassen durften, sonst bewegte man sich ja auch auf hoher See oder in fremden Häfen auf DDR-Gebiet.
Was wurde bei einem Landgang vom jeweiligen Land an Papieren verlangt? Brauchte man einen Impfpass mit eventuell benötigten Impfungen, wo bekam man die? Wer besorgte das Visum wenn nötig?

Gruß Reiner


Klar benötigte man einen Reisepass sonst wäre doch nie eine Einreise ins Ausland möglich gewesen.
Natürlich benötigte man international aktuelle Impfpässe.Einreiseformalitäten wurden nach landesüblichen Vorschriften abgewickelt.
Ein Reisepass in der DDR zu bekommen war den üblichen Modalitäten unterworfen.
So manche Ehefrau eines DDR-Seemanns wurde um ihre Mitreise durch Verweigerung eines Passes gebracht.
Schuld war dabei nicht unbedingt das MfS,sondern oft missgünstige und neidische Arbeitskollegen des Betriebes,die ihrer Kollegin die Reise nicht gönnten.Auch die Kaderleitung eines Betriebes musste zustimmen.
Aber frage doch einfach mal Furry zu diesem Thema, der dienstlich auf DSR-Schiffen unterwegs war.
seaman [/quote]

Rot: Hatte ich schon mal aus eigenem Erleben berichtet. Da war es völlig egal, daß ich (nebenamtlich) BPO-Sekretär war und ehemaliger Grenzer. Von wegen Vorteile, daß ich nicht lache



seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.01.2014 16:10 | nach oben springen

#54

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 16:33
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #53


Natürlich gab es beruflich bedingt solche Fälle.
Das hatte aber nicht unbedingt mit dem Fahrtgebiet-NSW-zu tun,sondern das hätte auch passieren können wenn die Ehefrau ein paar Reisen mit ihrem Mann nach Riga,Klaipeda oder Stettin etc. mitgefahren wäre.
Klar war eine Reise in das NSW verlockender,vergessen sollte man dabei aber nicht,es ging in erster Linie bei diesem knochenharten Job darum,dass Mann und Frau die langen berufsbedingtenTrennungszeiten kompensieren können.
Ansonsten sehe ich das auch nicht systemrelevant.Mitreisende Ehefrauen/Ehepartner aus den alten Bundesländern hatten ähnliche Probleme.
seaman



Das hatte nur mit dem Fahrgebiet NSW zu tun.
Für diese Reiseziele in der Ostsee hat sicher niemand sein Kind ein halbes Jahr allein gelassen.
Diese Reisen waren sowas wie Nieten für die Seeleute wenn die Angehörigen mitfuhren.
Für die Seeleute war es schon bedeutsam ob sie von Rostock aus nach links in die weite Welt oder nach rechts ins SW abgebogen sind.
Zumindest für die die ich kenne.


zuletzt bearbeitet 24.01.2014 16:34 | nach oben springen

#55

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 16:47
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #55
Zitat von seaman im Beitrag #53


Natürlich gab es beruflich bedingt solche Fälle.
Das hatte aber nicht unbedingt mit dem Fahrtgebiet-NSW-zu tun,sondern das hätte auch passieren können wenn die Ehefrau ein paar Reisen mit ihrem Mann nach Riga,Klaipeda oder Stettin etc. mitgefahren wäre.
Klar war eine Reise in das NSW verlockender,vergessen sollte man dabei aber nicht,es ging in erster Linie bei diesem knochenharten Job darum,dass Mann und Frau die langen berufsbedingtenTrennungszeiten kompensieren können.
Ansonsten sehe ich das auch nicht systemrelevant.Mitreisende Ehefrauen/Ehepartner aus den alten Bundesländern hatten ähnliche Probleme.
seaman



Das hatte nur mit dem Fahrgebiet NSW zu tun.
Für diese Reiseziele in der Ostsee hat sicher niemand sein Kind ein halbes Jahr allein gelassen.
Diese Reisen waren sowas wie Nieten für die Seeleute wenn die Angehörigen mitfuhren.
Für die Seeleute war es schon bedeutsam ob sie von Rostock aus nach links in die weite Welt oder nach rechts ins SW abgebogen sind.
Zumindest für die die ich kenne.




Das wirst Du natürlich besser vom "Hörensagen"kennen.
Kenne etliche NSW-Fahrer die sich in den Flottenbereich Nord-Ostsee versetzen liessen um ihren Familien näher zu sein.Man tauschte sogar.
Richtig ist,ein junger Seemann,ungebunden,möchte in die weite Welt.Der hat auch meist noch keine Ehefrau die mitreisen könnte.
Aber,warum sollte man sein Kind bei möglichen Ein-Monatsreisen länger alleine lassen?

seaman


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#56

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 16:55
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #56
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #55
Zitat von seaman im Beitrag #53


Natürlich gab es beruflich bedingt solche Fälle.
Das hatte aber nicht unbedingt mit dem Fahrtgebiet-NSW-zu tun,sondern das hätte auch passieren können wenn die Ehefrau ein paar Reisen mit ihrem Mann nach Riga,Klaipeda oder Stettin etc. mitgefahren wäre.
Klar war eine Reise in das NSW verlockender,vergessen sollte man dabei aber nicht,es ging in erster Linie bei diesem knochenharten Job darum,dass Mann und Frau die langen berufsbedingtenTrennungszeiten kompensieren können.
Ansonsten sehe ich das auch nicht systemrelevant.Mitreisende Ehefrauen/Ehepartner aus den alten Bundesländern hatten ähnliche Probleme.
seaman



Das hatte nur mit dem Fahrgebiet NSW zu tun.
Für diese Reiseziele in der Ostsee hat sicher niemand sein Kind ein halbes Jahr allein gelassen.
Diese Reisen waren sowas wie Nieten für die Seeleute wenn die Angehörigen mitfuhren.
Für die Seeleute war es schon bedeutsam ob sie von Rostock aus nach links in die weite Welt oder nach rechts ins SW abgebogen sind.
Zumindest für die die ich kenne.




Das wirst Du natürlich besser vom "Hörensagen"kennen.
Kenne etliche NSW-Fahrer die sich in den Flottenbereich Nord-Ostsee versetzen liessen um ihren Familien näher zu sein.Man tauschte sogar.
Richtig ist,ein junger Seemann,ungebunden,möchte in die weite Welt.Der hat auch meist noch keine Ehefrau die mitreisen könnte.
Aber,warum sollte man sein Kind bei möglichen Ein-Monatsreisen länger alleine lassen?

seaman





Da stimme ich Dir zu, wir hatte viele Kollegen. Denen es egal war, ob es von Rostock nach links oder rechts ging. Sie mochten ihren Beruf. Viele die später abstiegen, fingen bei uns auf der Werft in der Taklerei an.Das war ne extra Abteilung.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 17:03
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #57
Zitat von seaman im Beitrag #56
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #55
Zitat von seaman im Beitrag #53


Natürlich gab es beruflich bedingt solche Fälle.
Das hatte aber nicht unbedingt mit dem Fahrtgebiet-NSW-zu tun,sondern das hätte auch passieren können wenn die Ehefrau ein paar Reisen mit ihrem Mann nach Riga,Klaipeda oder Stettin etc. mitgefahren wäre.
Klar war eine Reise in das NSW verlockender,vergessen sollte man dabei aber nicht,es ging in erster Linie bei diesem knochenharten Job darum,dass Mann und Frau die langen berufsbedingtenTrennungszeiten kompensieren können.
Ansonsten sehe ich das auch nicht systemrelevant.Mitreisende Ehefrauen/Ehepartner aus den alten Bundesländern hatten ähnliche Probleme.
seaman



Das hatte nur mit dem Fahrgebiet NSW zu tun.
Für diese Reiseziele in der Ostsee hat sicher niemand sein Kind ein halbes Jahr allein gelassen.
Diese Reisen waren sowas wie Nieten für die Seeleute wenn die Angehörigen mitfuhren.
Für die Seeleute war es schon bedeutsam ob sie von Rostock aus nach links in die weite Welt oder nach rechts ins SW abgebogen sind.
Zumindest für die die ich kenne.




Das wirst Du natürlich besser vom "Hörensagen"kennen.
Kenne etliche NSW-Fahrer die sich in den Flottenbereich Nord-Ostsee versetzen liessen um ihren Familien näher zu sein.Man tauschte sogar.
Richtig ist,ein junger Seemann,ungebunden,möchte in die weite Welt.Der hat auch meist noch keine Ehefrau die mitreisen könnte.
Aber,warum sollte man sein Kind bei möglichen Ein-Monatsreisen länger alleine lassen?

seaman





Da stimme ich Dir zu, wir hatte viele Kollegen. Denen es egal war, ob es von Rostock nach links oder rechts ging. Sie mochten ihren Beruf. Viele die später abstiegen, fingen bei uns auf der Werft in der Taklerei an.Das war ne extra Abteilung.



Neptunwerft?

seaman


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#58

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 17:06
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #58
Zitat von Rostocker im Beitrag #57
Zitat von seaman im Beitrag #56
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #55
Zitat von seaman im Beitrag #53


Natürlich gab es beruflich bedingt solche Fälle.
Das hatte aber nicht unbedingt mit dem Fahrtgebiet-NSW-zu tun,sondern das hätte auch passieren können wenn die Ehefrau ein paar Reisen mit ihrem Mann nach Riga,Klaipeda oder Stettin etc. mitgefahren wäre.
Klar war eine Reise in das NSW verlockender,vergessen sollte man dabei aber nicht,es ging in erster Linie bei diesem knochenharten Job darum,dass Mann und Frau die langen berufsbedingtenTrennungszeiten kompensieren können.
Ansonsten sehe ich das auch nicht systemrelevant.Mitreisende Ehefrauen/Ehepartner aus den alten Bundesländern hatten ähnliche Probleme.
seaman



Das hatte nur mit dem Fahrgebiet NSW zu tun.
Für diese Reiseziele in der Ostsee hat sicher niemand sein Kind ein halbes Jahr allein gelassen.
Diese Reisen waren sowas wie Nieten für die Seeleute wenn die Angehörigen mitfuhren.
Für die Seeleute war es schon bedeutsam ob sie von Rostock aus nach links in die weite Welt oder nach rechts ins SW abgebogen sind.
Zumindest für die die ich kenne.




Das wirst Du natürlich besser vom "Hörensagen"kennen.
Kenne etliche NSW-Fahrer die sich in den Flottenbereich Nord-Ostsee versetzen liessen um ihren Familien näher zu sein.Man tauschte sogar.
Richtig ist,ein junger Seemann,ungebunden,möchte in die weite Welt.Der hat auch meist noch keine Ehefrau die mitreisen könnte.
Aber,warum sollte man sein Kind bei möglichen Ein-Monatsreisen länger alleine lassen?

seaman





Da stimme ich Dir zu, wir hatte viele Kollegen. Denen es egal war, ob es von Rostock nach links oder rechts ging. Sie mochten ihren Beruf. Viele die später abstiegen, fingen bei uns auf der Werft in der Taklerei an.Das war ne extra Abteilung.



Neptunwerft?

seaman



Warnowwerft

Angefügte Bilder:
IMG_0083.JPG

zuletzt bearbeitet 24.01.2014 17:08 | nach oben springen

#59

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 17:18
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #56

Das wirst Du natürlich besser vom "Hörensagen"kennen.
Kenne etliche NSW-Fahrer die sich in den Flottenbereich Nord-Ostsee versetzen liessen um ihren Familien näher zu sein.Man tauschte sogar.
Richtig ist,ein junger Seemann,ungebunden,möchte in die weite Welt.Der hat auch meist noch keine Ehefrau die mitreisen könnte.
Aber,warum sollte man sein Kind bei möglichen Ein-Monatsreisen länger alleine lassen?
seaman




Das kenne ich nicht vom Hörensagen sondern weil ich die beteiligten Personen kenne und die Situation damals miterlebt habe.
An dem Jungen sind die 6 Monate keineswegs spurlos vorüber gegangen.
Es hat Monate gedauert bis zwischen dem Jungen und seiner Mutter wieder ein halbwegs normales Verhältnis entstand.
Er hat ihr das auch nie richtig verziehen.
Das war der Preis den der Junge zahlen musste für eine solche Reise, die für normale DDR Bürger so unerreichbar war wie eine Reise zum Mond.
Aber ein Hartzer kann sich eine solche Reise heute auch nicht leisten. Stimmts Rostocker?


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#60

RE: Mit der MS Arkona in die weite Welt

in Leben in der DDR 24.01.2014 17:18
von seaman | 3.487 Beiträge

An welchem letzten Neubau 1989/90 warst Du beteiligt?

seaman


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