#121

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 20:04
von Barbara (gelöscht)
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Also das hat der Kaiser heute vor 100 Jahren dem Heer und der Marine gesagt: "...jener gewaltige kriegerische Geist, der den Feind, wo er ihn findet angreift."






Das hat er dem deutschen Volk gesagt: "nun aber wil man uns demütigen"





Das hat die Kaiserin den deutschen Frauen gesagt - "der Kampf aber wird ungeheurer, die Wunden werden unzählige sein...".





und das hat der serbische Kronprinz Alexander im eigenen Land gesagt:





wer möchte kann in dem Link noch Verlautbarungen aus den anderen Ländern lesen:

http://www.stahlgewitter.com/14_08_06.htm


Auf jeden Fall waren sie alle unschuldig am Ausbruch des Krieges .
.


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#122

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 20:16
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #119
Zitat von Barbara im Beitrag #115

Zitat
(...)Mit minimalen Einsatz konnten auch grosse Verbände aufgehalten werden. Stacheldraht und MG waren der Grund für den langandauernden Stellungskrieg im Westen ohne grosse Geländegewinne oder Verluste aber mit sehr hohen Verlusten auf beiden Seiten

Theo


Ich verstehe das "aber" nicht?
.

Die Verluste standen in keinem Verhältnis zum Erfolg, und zwar auf beiden Seiten, das heisst es gab viele Tote, aber "im Westen nichts neues". Wäre nicht massive Unerstützung aus den USA gekommen, wäre der Krieg noch jahrelang weitergegangen mit noch viel mehr Toten. Die Panzer (mit denen Stacheldrahtsperren und Schützengräben überwinden kann, spielten im ersten Weltkrieg noch keine Rolle, sie waren noch zu wenig ausgereift.)
Bei Beginn des Krieges rechneten die Kriegsgegner mit raschen Erfolgen ("Zu Weihnachten sind wir wieder zu Hause"). Stattdessen wuchsen die Schützengräben zu ganzen Systemen und je länger der Krieg dauerte, umso festgefahrener wurde die Lage. Die vielen Offensiven liefen immer nach dem folgenden Muster ab. Zuerst wurde durch die Artillerie tagelang Sperrfeuer auf die gegnerischen Stellungen gegeben. Die Angegriffenen mussten in ihren feuchten Gräben ausharren, oft gab es Einschläge mit vielen Toten, den übrigen schlug das aufs Gemüt, nicht wenige bekamen Fussbrand und starben. Dann erfolgte der Angriff auf breiter Linie. Meist nur bis zu den Flandenzäunen. Dort endete die Angriffe mit einem Blutbad. Die verbliebenen Angreifer mussten sich in ihre Gräben zurückziehen. Da der Gegner geschwächt war, folgte nun rasch die Gegenoffensive, ebenfalls mit langem Artilleriesperrfeuer und später der Sturmangriff. Und so ging das monate-, ja jahrelang weiter.
Was heute das grösste Problem wäre, der Nachschub, war damals noch keines. Flugzeuge, die den Nachschub hätten stören können, spielten noch keine grosse Rolle. Also wurden regelmässig Waffen, Lebensmittel und neue Soldaten herangeführt. Die Heimat hingegen musste hungern. Vielen Kinder starben.
Nun zum "Aber". Da es kaum Geländegewinne oder -verluste gab, sah sich keine Seite als potentieller Verlierer und sich veranlasst, einen Waffenstillstand und eine "ehrenvolle" Niederlage anzustreben. Also ging der Krieg immer weiter.
Theo




Ah, ok. Das "aber" ist also kein Einwand zu dem was ich in #110 schrieb über die Eigendynamik der Gewalt, eher im Gegenteil.

"sah sich keine Seite als potentieller Verlierer" - eben! Und doch haben alle verloren.

Denn, was da auch "verloren" wurde neben den unzählligen Toten, war das, was sich dann im NS-Regime und im 2. WK entfesselte.
.
Da sind wir wieder bei Hackel, dass die Spezies Mensch (bis heute), nichts gelernt hat.
Die ganze Welt kann in Flammen stehen - aber keiner sieht sich als potenziellen Verlierer.
Absurd und vollkommen irrational.
.
.


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#123

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 20:24
von Georg | 1.003 Beiträge

.......und dann begann der Krieg. Er begann - klingt für mich wie ein Naturereignis, oder so.
Ich mache mal auf die Probleme des Bundestages aufmerksam:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801950.pdf


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#124

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 21:05
von damals wars | 12.113 Beiträge

die Panzer spielten auch im ersten Weltkrieg eine bedeutende Rolle bei der Niederlage des deutschen Heeres, sie jagten die deutschen Richtung Grenze. auch die Deutschen erkannten diese Rolle und setzten Beutetanks gegen ihre Gegner ein, auch gegen die Innenpolitischen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#125

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 21:38
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #120
Zitat von Ari@D187 im Beitrag #117
Zitat von Hackel39 im Beitrag #108
[...]
Mag sein, daß es manchen hier zu weit geht, aber meine Diagnose ist nicht der waffenstarrende Kriegstreiber Wilhelm II als alleinverantwortlicher Akteur des Krieges, sondern die Borniertheit, der Übermut und Müdigkeit (alles erreicht zu haben...) der übrigen Mächte Europas brachten erst dieses explosive Gemisch für ein unumkehrbares Experiment hervor.

Inwiefern war Kaiser Wilhelm II. denn ein Kriegstreiber?

Gruß
Ari



Nunja, der neue Riese Deutschland begann schließlich 1880 mit dem Aufbau eines Kolonialreiches und in den anderthalb Jahrzehnten vor dem Krieg gab es definitiv einen Rüstungswettlauf hauptsächlich mit den Briten und Franzosen, wobei es nicht nur um Granaten und Kanonen ging sondern auch um Mißtrauen und Prestige.
Parlamentarische Vorlagen zur Heeresvermehrung und mehrere wachstumsorientierte Flottengesetze setzte man trotz Einwänden der SPD fast 1:1 durch und wetteiferte beispielsweise mit Großbritannien um die größte Flotte der Welt und beschloß 1913 den "Wehrbeitrag" wobei man hier nur die Reichen anpackte, da nur zahlen mußte, wer das vierfache Durchschnittseinkommen bezog oder ein Vermögen besaß, das achtmal so hoch wie dieses Durchschnittseinkommen war.
[...]

Sehr schön beschrieben. Es fand ein Rüstungswettlauf statt und in Frankreich herrschte ein ausgeprägter Revanchismus.
Insgesamt sehe ich einen Kaiser Wilhelm II. daher nicht als einen Kriegstreiber.

Recht gut komprimiert:
https://www.youtube.com/watch?v=exUEymfpLXo

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#126

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 22:30
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Ja der Bericht ist sehr informativ, im Prinzip kann man sagen, daß der Kriegsanlaß genausogut ein von U- Booten versenktes Passagierschiff oder der Beschuß eines gegnerischen Verwaltungsgebäudes hätte sein können.
Will heißen, daß der Flammpunkt des Kontinents knapp über dem Gefrierpunkt lag.
Unklar ist, was die Anmerkung des Moderators über die Dominanz der Aufarbeitung des 2. WK gegenüber dem Ersten in Deutschland zu bedeuten hat, wahrscheinlich hat der Faschismus die Deutschen noch mehr geprägt als das Ende der Monarchie mit eben diesem Vorereignis, man könnte auch sagen, daß nach einem Bauchschuß der vorher verstauchte Knöchel ganz und gar vergessen ist, man hat wohl nur eine begrenzte Leidens- bzw. Aufarbeitungsfähigkeit, es kann aber auch andere Ursachen haben.



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#127

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.08.2014 22:32
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Die Franzosen haben nie vergessen, dass sie 1871 vernichtend geschlagen wurden. Damals kam es kurz nach Kriegsende in Zürich zum sogenannten "Tonhallekrawall.
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D17245.php
Theo


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#128

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 07.08.2014 15:40
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #126
Ja der Bericht ist sehr informativ, im Prinzip kann man sagen, daß der Kriegsanlaß genausogut ein von U- Booten versenktes Passagierschiff oder der Beschuß eines gegnerischen Verwaltungsgebäudes hätte sein können.
Will heißen, daß der Flammpunkt des Kontinents knapp über dem Gefrierpunkt lag.
Unklar ist, was die Anmerkung des Moderators über die Dominanz der Aufarbeitung des 2. WK gegenüber dem Ersten in Deutschland zu bedeuten hat, wahrscheinlich hat der Faschismus die Deutschen noch mehr geprägt als das Ende der Monarchie mit eben diesem Vorereignis, man könnte auch sagen, daß nach einem Bauchschuß der vorher verstauchte Knöchel ganz und gar vergessen ist, man hat wohl nur eine begrenzte Leidens- bzw. Aufarbeitungsfähigkeit, es kann aber auch andere Ursachen haben.




"Mit offenen Karten" ist immer wieder eine gute Quelle für unaufgeregte und sachliche Aufbereitung von Geschichte.

"Unklar ist, was die Anmerkung des Moderators über die Dominanz der Aufarbeitung des 2. WK gegenüber dem Ersten in Deutschland zu bedeuten hat..."

Ich verstehe das als HInweis darauf, dass möglicherweise oft zu wenig die Kausalität zwischen den beiden Kriegen dargestellt wurde, denn ohne all die Ereignisse am Anfang des 20. Jhdt. die letztlch in den I WK mündeten ist der 2. WK nicht verstehbar.
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#129

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 07.08.2014 16:15
von Moskwitschka (gelöscht)
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Im Sommer 2014 ist eine Frau in Berlin im Alter von 103 Jahren gestorben - Elfriede Brüning. Sie hat beide Weltkriege erlebt.

Einer ihrer letzten Gedanken, die sie im Sterben geäußert hat, haben mich unendlich traurig, aber auch wütend gemacht:

»Ist diese Welt nicht furchtbar?«, fragt sie mich mit schwacher Stimme. »Diese verdammten Kriege.«

http://www.neues-deutschland.de/artikel/...ist-sommer.html

Über hundert Jahre gelebt - in einen Krieg hineingeboren, im Bewußtsein neuer Kriege gestorben.

Was nutzt das erinnern, die vielen Worte von Politikern bei Gedenkveranstaltungen, wenn nach Verklingen der europäischen Hymne "An die Freude", die Geräusche von Waffen, egal wo in der Welt, die Oberhand gewinnen.

LG von der Moskwitschka


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#130

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 08.08.2014 16:04
von Barbara (gelöscht)
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Danke für diesen Link, liebe Moskwitschka, ich kannte Elfriede Brüning nicht, werde den Artikel nochmal ausführlicher lesen.
Ich wurde an meine Mutter erinnert, die erst vor zwei Jahren verstorben ist und über deren Tod ich immer noch nicht hinweg gekommen bin.

Sie sagte sehr oft, und zwar meistens (für mich) sehr zusammenhanglos "hoffentlich gibt es keinen Krieg mehr", das in der Zeit des Kalten Krieges, in dem ich mich emotional im tiefsten Frieden wähnte.

Sie sind uns Mahner, diese Menschen, die so viel erlebt haben.
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#131

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 08.08.2014 16:24
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #123
.......und dann begann der Krieg. Er begann - klingt für mich wie ein Naturereignis, oder so.
Ich mache mal auf die Probleme des Bundestages aufmerksam:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801950.pdf


Zwar vermag ich nicht einzuschätzen, was der verlinkte Antrag der Linkspartei bei Dir an Reaktionen auslöst, diese Initiative ist aber angesichts der politischen Gleichgültigkeit mit der oft Gesetze und Beschlüsse im Parlament durchgewunken werden einfach nur berechtigt.
Die Mahnung, sich seiner Verantwortung als politische Führungskräfte mit diesem historischen Erbe zu stellen und immer mal wieder das große Ganze zu bewerten ist mit Blick auf die deutschen Kriegsaktivisten von damals durchaus angemessen.
Egal was jeder an Schuld und Mitschuld hier abwägen will, entscheidend ist, daß deutsche Soldaten als erste ihr Land verlassen haben in diesem Konflikt und zwar mit Vernichtungswaffen im Gepäck und das war nun mal die rote Linie, die übertreten wurde.
Es ist wie beim Scheunenbrand, bei dem der Bauer die Benzinkanister herumstehen hat, sich die Brandmeldeanlage spart, keinen Feuerlöscher im Raum hat oder was weiß ich was, Schuld ist immer derjenige, der zuletzt das Streichholz in der Hand hatte.
Aber Brandstifter sind ja auch nur Menschen, warum sollen die sich nicht verteidigen dürfen, nicht wahr ?
Die Linksfraktion spielt sich hier keinesfalls als Richter oder Vollstrecker auf, erst recht nicht ist sie auf Stimmenfang, nein, offensichtlich sind das die einzigen, die noch im Stande sind, einen tagesaktuellen Bezug zum Weltgeschehen herzustellen.
Labern und trauern können die alle ganz gut, ach ist das schön, wenn alle sich einig sind in ihrer Trauer um die Opfer und was sind wir doch für Helden, wenn jede Stadt über 100.000 Einwohner seinen Ehrenfriedhof hat, aber Show must go on...laßt uns weiter Rheimetall & Co ins Aktiendepot hauen und auf billige Kartoffeln wegen des Rußlandembargos hoffen.



Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#132

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 08.08.2014 17:22
von Georg | 1.003 Beiträge

@Hackel39
Ja - so sehe ich es auch. Der I. WK soll nicht als Naturereignis vermarktet werden. Es gab auch eine Gegenstimme ! Und an die wollt ich nur erinnern.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#133

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 08.08.2014 17:30
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Die Linke sieht sich in der Tradition der KPD, aber sie ist in der Opposition. Somit wird Liebknecht keine Ehrung oder Tafel bekommen.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801950.pdf
http://www.das-parlament.de/2014/28-30/I...k/51240438.html
Theo


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#134

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 08.08.2014 18:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Frau Lotze findet den Antrag der Linken, den ehemaligen SPD- Abgeordneten Liebknecht explizit zu ehren also giftig, der ist genauso giftig wie Lafontaine, weil auch er es nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, dieser Asozialdemokratischen Partei, die sie zu Schröders Zeiten war anzugehören.
Beide verließen ihre Parteien, weil diese zu Marionetten des Unrechts verkommen waren, sie sahen mit einer erschreckenden Treffsicherheit die jeweiligen Folgen (Krieg bzw. Niedriglohnterror im Zusammenhang mit der H- Reform...ALG II) voraus und die Zeit gab ihnen einfach nur Recht.

Liebknecht nennt Roß und Reiter mit einer beeindruckenden Präzision, so einen hat diese kriegslüsterne Lobby mit seinen politischen Marionetten offenbar nicht mehr ausgehalten.
Man nehme sich die Zeit für diesen Text:

http://wirwollenkeinenkrieg.wordpress.co...aten-in-andere/

Es kann nicht schaden, auch mal auf den Großvater zu hören, Nachkriegskind H. Lotze (Jg. 58) hatte sicherlich auch mal einen, den sie fragen konnte.



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#135

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 08.08.2014 21:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #133
Die Linke sieht sich in der Tradition der KPD, aber sie ist in der Opposition. Somit wird Liebknecht keine Ehrung oder Tafel bekommen.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801950.pdf
http://www.das-parlament.de/2014/28-30/I...k/51240438.html
Theo






Wie hoch die Wertschätzung für Karl Liebknecht ist, zeigt ja bereits der Sitz der Parteizentrale, da hätte auch Marx, Engels oder Lenin stehen können, die Nachfolgepartei wendet sich von den Klassikern ab ohne sie natürlich zu ächten, diese Prioritätensetzung ist aber eine Ansage mit der zwar noch lange nicht alle, wohl aber die Führung der Linken dem Volk gegenübertritt.
Daß die Repräsentanten des Staates möglichst unauffällig gedenken wollen ist auch eine Ansage.



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#136

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 09.08.2014 12:30
von Barbara (gelöscht)
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Stolz und Vorurteil
Deutsch-jüdische Soldaten zwischen Vaterlandsliebe und Antisemitismus


Fast 100.000 deutsche Juden zogen 1914 in den Ersten Weltkrieg, viele von einem glühenden Patriotismus beseelt. Dennoch wurde den Juden "Drückebergerei" vorgeworfen und Hetze gegen sie betrieben.


"Stärker als je zuvor lodert in uns die Liebe zum deutschen Vaterland. Dass leider Gottes in der Heimat die ehrlosen Stimmen der Verleumdung noch nicht verstummt sind (…) macht uns traurig. Was wollen sie denn mehr als unser Blut? Mögen sie doch an dem vergossenen unserer Glaubensbrüder ihre Rassestudien treiben."
Der Infanterie-Leutnant der Reserve Fritz Mayer an seine Eltern.


"Am Morgen weckt mich der Trompeter. Die Strapazen der Felddienstübung und des Marsches ertrage ich mühelos. Ich bin froh darüber: Das Blut für das Vaterland fließen zu lassen ist nicht schwer."
Der Reichstagsabgeordnete Ludwig Frank an eine Freundin.


"Ich bin als Deutscher ins Feld gezogen, mein Vaterland zu schützen. Aber auch als Jude, um die volle Gleichberechtigung meiner Glaubensbrüder zu erstreiten."
Text auf einem Zettel, den der Jagdflieger Leutnant Josef Zürndorfer bei sich trug, als seine Maschine bei einem Übungsflug in Berlin-Johannisthal abstürzt.[...]


http://www.deutschlandradiokultur.de/ers...ticle_id=294059


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#137

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 09.08.2014 12:43
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #131
[...]Egal was jeder an Schuld und Mitschuld hier abwägen will, entscheidend ist, daß deutsche Soldaten als erste ihr Land verlassen haben in diesem Konflikt und zwar mit Vernichtungswaffen im Gepäck und das war nun mal die rote Linie, die übertreten wurde.[...]

Das ist die Wirkung. Die Ursachen dafür liegen, wie weiter vorne diskutiert, woanders.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#138

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 09.08.2014 13:39
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #137
Zitat von Hackel39 im Beitrag #131
[...]Egal was jeder an Schuld und Mitschuld hier abwägen will, entscheidend ist, daß deutsche Soldaten als erste ihr Land verlassen haben in diesem Konflikt und zwar mit Vernichtungswaffen im Gepäck und das war nun mal die rote Linie, die übertreten wurde.[...]

Das ist die Wirkung. Die Ursachen dafür liegen, wie weiter vorne diskutiert, woanders.

Gruß
Ari




Aus meinem Wehrkundeunterricht weiß ich fast nichts mehr aber der Genosse Oberleutnant sagte mindestens einmal pro Unterrichtsstunde
Lieber 1000x verhandeln als 1 x schießen.
Ich habe nur für mich mal dort die Linie gezogen, so wie ein Schiedsrichter.
Dessen Entscheidungen sind ja oftmals auch strittig oder gar objektiv falsch, wenn die Torkamera die Wahrheit offenbart.
Ich sehe immer das Bild des rollenden Panzers vor mir, der kurz vor dem Demonstranten stoppt, weiß jedoch nicht, ob es Aufnahmen des 17. Juni oder des Mauerbaus waren, solche Gratwanderungen entscheiden jedoch oft über Eskalation oder Diplomatie in der Folge.
Selbst wenn die Deutschen provoziert worden sind womit auch immer, Säbelrasseln ist nicht verboten und Nervenstärke kann Leben retten.
Daran hat es den Schlußläufern der Monarchie gefehlt.



harald148 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.08.2014 18:37 | nach oben springen

#139

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 09.08.2014 14:16
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #138
(..)
Ich sehe immer das Bild des rollenden Panzers vor mir, der kurz vor dem Demonstranten stoppt, weiß jedoch nicht, ob es Aufnahmen des 17. Juni oder des Mauerbaus war, solche Gratwanderungen entscheiden jedoch oft über Eskalation oder Diplomatie in der Folge.
Selbst wenn die Deutschen provoziert worden sind womit auch immer, Säbelrasseln ist nicht verboten und Nervenstärke kann Leben retten.
Daran hat es den Schlußläufern der Monarchie gefehlt.

(Achung Ironie)
Axe Werbung, derzeit nicht im ukrainischen Fernsehen gesendet...
http://youtu.be/63b4O_2HCYM?t=25s
Theo


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#140

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 10.08.2014 18:10
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #135
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #133
Die Linke sieht sich in der Tradition der KPD, aber sie ist in der Opposition. Somit wird Liebknecht keine Ehrung oder Tafel bekommen.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/019/1801950.pdf
http://www.das-parlament.de/2014/28-30/I...k/51240438.html
Theo






Wie hoch die Wertschätzung für Karl Liebknecht ist, zeigt ja bereits der Sitz der Parteizentrale, da hätte auch Marx, Engels oder Lenin stehen können, die Nachfolgepartei wendet sich von den Klassikern ab ohne sie natürlich zu ächten, diese Prioritätensetzung ist aber eine Ansage mit der zwar noch lange nicht alle, wohl aber die Führung der Linken dem Volk gegenübertritt.
Daß die Repräsentanten des Staates möglichst unauffällig gedenken wollen ist auch eine Ansage.


Das Karl-Liebknecht-Haus wurde von der KPD gebaut oder erworben und trägt seinen Namen, seit es der Sitz der KPD war. Die PDS hat den Namen beibehalten.



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