#41

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 01.02.2014 18:32
von Lutze | 8.033 Beiträge

2003 mit der Fähre von Norwegen nach Dänemark,
auch noch Sonntag,bei meinen T4-Bus hatte sich
die Riemenscheibe verabschiedet,
der ADAC hatte mir sehr geholfen,die erste Frage
war gleich,wieviel Kinder sind dabei,
das Fahrzeug wurde zum nächsten Tag in einer
Vertragswerkstatt repariert,
die Unterkunft im Hotel war alles im schon Vorfeld erledigt worden,
und nächsten Tag ging es weiter nach Hamburg
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#42

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 01.02.2014 20:19
von Gelöschtes Mitglied
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Ich war gut 40 Jahre Mitglied, davon einige als Plus-Mitglied. Geholfen haben mir die "Gelben Engel" mehrfach. Und das professionell und umfassend.

Ein Beispiel: Ich war an einem sonnigen Sommersonntagnachmittag mit meiner Familie auf der Autobahn unterwegs, als sich die Zylinderkopfdichtung verabschiedet hat. Glück im Unglück: Das passierte ca. 300 m vor einer Raststätte und der Schwung reichte aus, um es bis dorthin zu schaffen. Wir haben dann gemütlich im Schatten auf einer Terrasse gewartet, bis Hilfe kam.

Die Diagnose war schnell und eindeutig, Unterwegshilfe reichte hier nicht aus. Es wurde ein Abschleppwagen organisiert, der meine Familie und mich mitnahm. Auf dem Hof der Werkstatt wartete dann schon der Leihwagen auf mich, mit dem ich dann die restlichen 100 km nach Hause fahren konnte.

Im Ergebnis musste ich nur den ADAC anrufen, alles andere wurde von denen erledigt. Auf der einen Seite fühlte ich mich schon fast ein wenig bevormundet, habe es aber auf der anderen Seite durchaus genossen, so fürsorglich behandelt zu werden.

In irgendeinem TV-Beitrag wurden auch die Werkstatt-Tests kritisch hinterfragt. Ich habe mal an einem teilgenommen und kann folgendes berichten: Irgendwann bin ich mit meinem A6 nachts auf der Autobahn liegen geblieben: Beide Hauptscheinwerfer hatten sich innerhalb weniger Minuten (und natürlich mitten im Baustellenbereich) verabschiedet. Glücklicherweise lag eine Raststätte unmittelbar am Ende der Baustelle und dort habe ich dann gewartet. Der Pannenhelfer hat lästerlich geflucht, musste er doch (etwas übertrieben) den halben Vorderwagen demonitieren, um an die Scheinwerfer zu kommen. Aber nach einer guten Stunde Fummelei konnte ich dann meine Fahrt fortsetzen.

Einige Wochen später erhielt ich dann einen Fragebogen, mit der meine Zufriedenheit mit der Arbeit des Mitarbeiters abgefragt wurde. Gleichzeitig wurde ich auch gefragt, ob ich bereit wäre, mit meinem Auto an einem Werkstatttest teilzunehmen. Ich sagte zu.

Wieder einige Wochen später erhielt ich die Aufforderung, mich vor meinem nächsten Inspektionstermin mit einem KFZ-Sachverständigen an meinem Wohnort in Verbindung zu setzen. Dort würden dann einige Fehler eingebaut - nichts, was die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs gefährden würde, aber doch alles Mängel, die bei einer ordnungsgemäßen Inspektion auffallen und beseitigt werden müssten. Nach der Inspektion sollte ich wieder den Sachverständigen aufsuchen.

So geschah es dann auch und von den 7 Mängeln, die absichtlich verursacht wurden, hat meine Werkstatt immerhin 6 gefunden und beseitigt. Der Sachverständige war zufrieden - und ich war es auch.

Was die ursprüngliche Kernfunktion des ADAC, die Pannenhilfe für Mitglieder, angeht, kann ich nichts Negatives berichtet und habe auch nie etwas in dieser Richtung gehört. Ob der "Rest" des Konzerns allerdings so aufgestellt und aktiv sein muss, darüber kann man wahrlich geteilter Meinung sein.


Schmiernippel und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 01.02.2014 21:25
von Gelöschtes Mitglied
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Ich bin und war noch nie Mitglied beim ADAC,weil meine PKW-Versicherung das ganze Angebots-Spektrum im Rahmen einer sogenannten "Mobilitätsgarantie" mit einschließt.
Daher ist mir diese ADAC-Story ziemlich Schnuppe.
Doch will ich noch anmerken,einmal war ich vom ADAC angenehm überrascht.
Wir blieben auf der A14 kurzzeitig mit unserem Wagen liegen.
Es war tiefster Winter und sehr kalt/frostig.
Kurz darauf hielt ein Gelber Engel hinter mir und fragte,ob er helfen könnte.
Obwohl ich den Mann gleich informierte,dass ich kein Mitglied sei,wollte er trotzdem unentgeltlich kurz schauen und überprüfte die Zündung.
Und was soll ich sagen,die Hütte sprang an.
Er meinte,dass Eiskristalle vom Luftmassensensor ?? angesaugt wurden und so wahrscheinlich die Elektronik des Wagens kurz aussteigen ließ.
Jedenfalls waren wir froh,dass wir schnell und mit einem guten Gefühl weiterfahren konnten und so noch pünktlich zum Rammsteinkonzert in Berlin ankamen.
Es gab etwas für die Kaffeekasse und weiter ging es.

Übrigens bin ich immer skeptisch,wenn es um irgendwelche Ergebnisse von Umfragen oder Tests geht,egal ob z.B. vom ADAC oder der Stiftung Warentest durchgeführt.
Wer von denen ist wirklich unabhängig?

Nun habsch aber noch was zum ADAC gefunden,dass will ich euch nicht vorenthalten.
Rasen trocknen können die auch ganz gut........wovon wird soetwas bezahlt?
Von den Beiträgen der Mitglieder?????

DER FÖHN-EINSATZ
Hier lesen / Quelle:http://www.welt.de/wirtschaft/article124...er-Stadion.html


Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#44

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 02.02.2014 00:44
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Ich musste die Tage ein wenig den Kopf schütteln. Stand doch in der Zeitung, dass der bei meinem KH stationierte Christop 30 tatsächlich dazu eingesetzt wurde, den Rasen im Eintrachtstadion vor einem Spiel zu "fönen", da er nass war. Lief zwar alles korrekt ab, der Einsatz wurde vom Betreiber korrekt bezahlt und der Notarzt war mit an Bord, um notfalls sofort einen Einsatz zu starten. Aber trotzdem.........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#45

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 02.02.2014 11:18
von Gelöschtes Mitglied
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Noch ein Erlebnis: Es war mitten im Winter und es herrschten deutliche Minusgrade. Ich war in Nordhessen unterwegs, als mich ein menschliches Bedürfnis packte. OK, um einmal zu Pieseln muss ich nicht auf eine Raststätte, dass kann ich auch auf einem Parkplatz mit Toilette erledigen.

Während der Fahrt hatte ich grundsätzlich kein Jackett oder eine Jacke an, ich bin immer im Hemd gefahren. Und hatte keine Lust, wegen dieser paar Meter mir umständlich die Jacke anzuziehen - also ging es so los. Dann fiel mir ein, dass ich kaum noch Zigaretten "am Mann" hatte: Die Vorratsschachtel lag in der Aktentasche zusammen mit dem Koffer mit meinen Übernachtungsutensilien im Kofferraum. Erwähnen muss ich, dass ich damals einen Audi 80 fuhr: Der hatte noch keine Zentralverriegelung, allerdings konnte man den Kofferraum von innen per Seilzug öffnen. Also bin ich auf dem Rückweg von der Toilette zum Auto, habe den Kofferraum aufgeschlossen, aus der Aktentasche die Zigaretten genommen und danach den Deckel zugeknallt. Und da stand ich nun im wahrsten Sinne des Wortes im Hemd: Ich hatte die Schnappverschlüsse des Aktenkoffers mit beiden Händen geöffnet und dazu den Schlüssel aus der Hand gelegt. Und so lag der nun, trocken und sicher, im fest verschlossenen Kofferraum.

Die Autobanmeisterei war per Notrufsäule schnell informiert, sagte mir aber gleich, dass es einige Zeit dauern könne, bis jemand vom ADAC vor Ort sei. Und ich stand da - zitternd und bibbernd. In meiner Not bin ich zum nächstbesten LKW, der dort seine vorgeschriebene Pause absolvierte. Der Fahrer lachte herzlich, als ich ihm von meinem Missgeschick berichtete und ich konnte die Wartezeit in seiner mollig warmen Kabine verbringen. Nach einer guten halben Stunde kam dann der Pannenhelfer und ich habe gestaunt, wie schnell - es hat weniger als eine Minute gedauert - so ein Auto geknackt werden kann.

Warum ich das erzähle? Weil ich heilfroh über die Vielzahl der ADAC-Pannenhelfer war, deren schiere Anzahl von keiner anderen Organisation auch nur annähernd erreicht wurde und wird. Ich habe keine Ahnung, wie lange es beim AvD oder einer anderen Organisation gedauert hätte, vermute aber stark, dass es nicht so schnell gegangen wäre.

Auch deshalb war ich so lange Mitglied in diesem Club.


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#46

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 02.02.2014 15:13
von CASI | 78 Beiträge

Moin,

ich bin seit 1989 Plus Mitglied im ADAC und werde es auch bleiben!
Ich habe die Hilfe des ADAC bislang nur 2 mal in Anspruch genommen und es wurde mir immer absolut professionell geholfen.
1991 einmal ein geplatzter Kühlerschlauch bei meinem steinalten BMW 2002 und Sylvester 2007/08 bei meinem ebenfalls steinalten BMW 520i.
Da hat die Lichtmaschine nach 320000km einfach mal so den Geist aufgegeben. Was für eine Scheiß Qualität, nach so wenig Kilometern doch schon aufzugeben... ;-)
Letzteres Erlebniss war allerdings prägend.
Ich war auf dem Weg zu einer Sylvesterfeier in Dresden. 50km vorher, es war schon dunkel, wurde alles um mich dunkel. Ich dachte schon ich habe was an den Augen...
Es war die Lichtmaschine, was mir das Binken der ABS Lampe und die kurz danach ausgestiegene Gasanlage mit lauten Piepen quittierte. Mit viel Drehzahl, ausgeschalteter Lüftung, Radio habe ich es noch ans Ziel geschafft und habe erstmal Sylvester gefeiert.
Am nächsten morgen (1. Januar) habe ich dann den ADAC angerufen und der stand dann 20 Minuten später vor der Tür, ich hatte noch nicht einmal fertig gefrühstückt.
Nach erstem Check und Starthife gab es dann mit dem Hammer einen deftigen Schlag auf die Lichtmaschine und der Lichtmaschinengeneralstreik war beendet. Der ADAC Techniker sagte mir: Es kann 40km halten (nachrutschende Kohlen nach dem Hammerschlag), kann 400km halten oder auch 4000.. - Wenn noch was sei, sollte ich wieder beim ADAC anrufen.
Gesagt, getan und abgefahren.
Ich bin bis südlich Leipzig gekommen, bis das ABS und die Gasanlage ausstieg, also LiMa völlig im Mors.
ADAC angerufen, 20 Minuten später war der Abschlepper da und hat mein Wägelchen hinten drauf genommen.
Und das mitten in der Pampa!
Der Abschlepper fragte mich, ob ich etwas Zeit hätte, da er noch nen zweiten Auftrag hätte. Es sollte noch ein Golf hinten auf die Brille genommen werden, der mit abgescherter Antribswelle liegen geblieben war. Kein Problem, war ja Feiertag.
Mit dem Golf hinten dran ging es dann zu einer Autoverwertung in der finstersten Pampa. Ich hab nur einen Kommentar abgegeben: Mein Auto verwertet Ihr aber hier nicht!
Nene, meinte der Abschlepper, der geht morgen auf den Lumpensammler und bringt das Wägelchen in ca. 3 Tagen zu Deiner Werkstatt. Während der Zeit haste ein Clubmobil, das auch schon vor der Tür steht.
Der Kollege mit dem gestrandeten Golf hatte auch ein rundumsorglos Paket, nur eben nicht beim ADAC, sondern bei seiner Versicherung. Das war der Fehler! - Er hatte ein Anrecht auf einen Mietwagen mit allem Tamtam, nur war es der 1. Januar mitten in der Pampa und dort ist 1: keine Sixt Zentrale und 2: hat Sixt an dem Tag zu.
Ich habe den armen Kerl dann mit meinem silbernen Club Zafira (was für ein Mistding, aber fuhr) nach Leipzig zum Bahnhof gebracht, damit er nach Hause kommt...
3 Tage später und nach Einwurf "kleiner Münzen" bei der Werkstatt meines geringsten Misstrauens konnte ich dann mein schönes altes Wägelchen wieder repariert in Empfang nehmen und das Clubmobil dort abgeben.
Sowas nenne ich Service! - Da zahle ich auch lieber einen Cent mehr!
Zu der momentanen ADAC Affäre: Da haben es die obersten Vorstände mal wieder etwas zu bunt getrieben und diese Personen sollten ganz klar auch entfernt werden!
Einen gewissen Lobbyismus kann jeder, der die Motorwelt auch nur gelegentlich durchblättert klar erkennen.

Mit vielen Grüßen,
Carsten, der die Arbeit der gelben Engel überaus schätzt!



Grenzverletzerin und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 02.02.2014 18:48
von berlin3321 | 2.517 Beiträge

Zitat
Blieb auf der Autobahn liegen, ADAC wollte helfen, Bedingung Mitgliedschaft



Das kann normalerweise nicht sein und darf auch nicht sein. Da wird ein Mitarbeiter von sich aus den Knebel angesetzt haben.

Der ADAC ist gemeinnützig (der e.V.) und hilft jedem Kraftfahrer unendgeldlich auf den Autobahnen. Dabei spielt es keine Rolle ob eine Mitgliedschaft existiert.

Jedoch wird die Art und der Umfang der Hilfeleistung in Abhängigkeit zur Mitgliedschaft gesetzt.

Und das, denke ich, ist berechtigt und legitim. Der zahlende Kunde erhält eine deutlich umfassendere Hilfe wie der Schutzbriefkunde. Der e.V. darf übrigens seine Leistung aufgrund der Rechtsform e.V. nicht den Versicherern wie z.B. Arroganz Versicherung in Rechnung stellen, eben weil gemeinnützig e.V.

Um dieses "Hindernis" zu umgehen werden in diesen Fällen dann häufig Vetragsunternehmen geschickt die dann mit der Arroganz abrechnen können bzw. direkt kassieren.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
CASI hat sich für diesen Beitrag bedankt
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