#21

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 20.01.2014 10:10
von rotrang (gelöscht)
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Ja Leute
Euer Reserveobjekt könnte in Lenzen gewesen sein. Das Gebäude vom Stab 2.GB am Rudowersee
Rotrang


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#22

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 20.01.2014 10:17
von Udo | 1.267 Beiträge

Hallo rotrang, wir hatten uns doch schon mal verständigt, dass ich Deine Heimat wie meine Westentasche ...
Den Rudower See kenne ich nur vom Seeende. Tolle Partys auf dem Zeltplatz gefeiert. Dort habe ich meine erste (und letzte) Bekanntschaft mit Pfeffi gemacht. In Lenzen gab es in einer Kleingartensparte immer ein sogenanntes Gurkenfest. Waren wir auch öfters.
Beschreibe mir mal, wo dieses Reserveobjekt liegt bzw gib mir mal die Strasse, damit ich es "ergurgeln" kann.


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#23

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 20.01.2014 10:24
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

@Udo, die U-Schule Perleberg war es definitv nicht, es war eine ganz normale Kompanie, wie man sie so kennt, mit dem Neubau, Sackigebäude, Garagen, Pilzund Sturmbahn. Wir wurden mit 4 W50 rausgefahren und verteilt. Immer 3-er Posten. Entweder mit Sprechfunk oder dem guten R109.

Es kann Lenzen gewesen sein, es ist zu lange her. Ich erinnere mich allerdings noch an einen GAKL(Fähnrich) der uns einwies, ich sehe ihn noch direkt vor mir. Der war so 45 Jahre hatte braune lockige kurze Haare und ein Rötliches Gesicht(Wetter!!!!) Er hat die Einweisung sehr ausführlich gemacht und hatte sich sehr viel Zeit genommen für uns.
Vielleicht kennt ihn einer, er war absolut sympatisch.

gruß h.


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#24

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 20.01.2014 10:34
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #22
Hallo rotrang, wir hatten uns doch schon mal verständigt, dass ich Deine Heimat wie meine Westentasche ...
Den Rudower See kenne ich nur vom Seeende. Tolle Partys auf dem Zeltplatz gefeiert. Dort habe ich meine erste (und letzte) Bekanntschaft mit Pfeffi gemacht. In Lenzen gab es in einer Kleingartensparte immer ein sogenanntes Gurkenfest. Waren wir auch öfters.
Beschreibe mir mal, wo dieses Reserveobjekt liegt bzw gib mir mal die Strasse, damit ich es "ergurgeln" kann.

Rudowersee , Hechtfurtssiedlung auf der gegenüberliegende Seite ist die Badeanstallt, und die Gartenanlage. Heute ist dort das Landschulheim.


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zuletzt bearbeitet 20.01.2014 10:42 | nach oben springen

#25

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 20.01.2014 14:17
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #15
1975 als Praktikant hat man mich zu einer 4 wöchigen Urlaubsvertretung nach Sülzhayn verdonnert. Mit Passierschein ausgerüstet reiste ich täglich mit meinem Dienstmotorrad an.
In meiner Mittagspause, die unterschiedlich lang sein konnte, da ich als "Alleinunterhalter" mein Tagwerk schaffen musste, fuhr ich immer die Strasse Richtung Ellrich an eine Stelle am Waldrand, von der ich einen herrlichen Blick in das Tal nach Walkenried hatte. Für die Kenner der Gegend, zu meinem "Beobachtungsposten fuhr ich kurz vor dem Brechpunkt der Strasse rechts in den Wald. Links von der Strasse war ein Rinderstall.
Es war ein eigenartiges Gefühl. Da breitete sich unter einem die Landschaft bis zum Horizont aus, man konnte die Autos weit entfernt sehen, ein Kalkwerk (Kutzhütte) war am arbeiten, davor im Tal aber fast Totenstille in der Landschaft, und wäre ich nur ein paar hundert Meter weiter gefahren, ....?


kenn mich da ganz gut aus,wenn es die Stelle ist die ich meine bist Du an einem Heizhaus vorbei und Kindergarten,
zum so genannten Steinkreuz,der Wald waren die Ausläufer des Ellricher Stadtwald,man konnte dort weit in den Westharz schauen.

MfG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#26

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 20.01.2014 14:29
von furry | 3.578 Beiträge

Zitat von Batrachos im Beitrag #25
Zitat von furry im Beitrag #15
1975 als Praktikant hat man mich zu einer 4 wöchigen Urlaubsvertretung nach Sülzhayn verdonnert. Mit Passierschein ausgerüstet reiste ich täglich mit meinem Dienstmotorrad an.
In meiner Mittagspause, die unterschiedlich lang sein konnte, da ich als "Alleinunterhalter" mein Tagwerk schaffen musste, fuhr ich immer die Strasse Richtung Ellrich an eine Stelle am Waldrand, von der ich einen herrlichen Blick in das Tal nach Walkenried hatte. Für die Kenner der Gegend, zu meinem "Beobachtungsposten fuhr ich kurz vor dem Brechpunkt der Strasse rechts in den Wald. Links von der Strasse war ein Rinderstall.
Es war ein eigenartiges Gefühl. Da breitete sich unter einem die Landschaft bis zum Horizont aus, man konnte die Autos weit entfernt sehen, ein Kalkwerk (Kutzhütte) war am arbeiten, davor im Tal aber fast Totenstille in der Landschaft, und wäre ich nur ein paar hundert Meter weiter gefahren, ....?


kenn mich da ganz gut aus,wenn es die Stelle ist die ich meine bist Du an einem Heizhaus vorbei und Kindergarten,
zum so genannten Steinkreuz,der Wald waren die Ausläufer des Ellricher Stadtwald,man konnte dort weit in den Westharz schauen.

MfG Batrachos


Das Heizhaus stand zu der Zeit noch nicht, aber wir meinen die gleiche Stelle.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#27

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 21.01.2014 08:38
von Hansteiner | 1.417 Beiträge

mein "Erster Blick"in den Westen....
es muss so 65/66 etwa gewesen sein. Meine Freunde aus der Nachbarschaft waren zugezogen aus Holbach. Es waren gerade Sommerferien da kamen wir auf die Idee, wir fahren mit dem Fahrrad mal hin. Sie wollten mir mal zeigen wo sie gewohnt haben.
Ihr Vater war KC in Klettenberg. Also nichts dabei gedacht und los.
Der Schlagbaum KP Schiedungen war geöffnet und da sind wir einfach durchgefahren, ohne irgendeine Kontrolle.
In Holbach haben sie mir dann allesmögliche gezeigt und ich fragte: wo ist denn nun die Grenze?
Also weiter nach Klettenberg, immer schön durchs Grenzgebiet. Aber irgendwie hat uns keiner für "voll" genommen. Klettenberg durch Str.nach Branderode ein alter GSZ und in einiger Entfernung ein Holz-BT. Wir stellten die Fahrräder ab und sahen uns alles an. Als wir dann eine Bewegung auf dem BT festellten wurde uns doch ein wenig "mulmig" und wir machten uns wieder auf den Rückweg nach Klettenberg.
Auch die zweite Durchfahrt KP Schiedungen war OV.
Später haben wir gedacht, was hätten die mit uns gemacht wenn wir erwischt worden ?
Aber als Kind mit 10/12 Jahren sieht man das etwas anders, nur die reine Neugier wars ja. Und meine Kumpels sagten, unser Vater ist KC da kann uns nichts passieren.
Ja, so war das damals.

VG H.



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#28

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 21.01.2014 16:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Mein erster Blick in den Westen ging nach Norden. Es war kein direkter Blick, sondern mehr ein Blick auf die Schwedenfähre im Fährhafen von Saßnitz. In der Nähe vom Bahnhof Saßnitz gab es einen kleinen Ausblick von oben auf den Fährhafen. Dort war ja immer Betrieb wenn eine Fähre gerade angelegt hatte und die Rangierloks ganze Züge in die Fähre schoben oder herauszogen. Für mich als Freund der Eisenbahn schon als Kind eine besondere Welt. Menschen sah ich im Auto oder zu Fuß über eine angelegte Brücke im Bauch der Fähre verschwinden. Oben auf dem Bahnhof Saßnitz kamen Züge an mit gut klingenden Namen wie "Neptun- Express", "Saßnitz-Express" oder "Berlinaren".

Damals gab es sogar einen D-Zug-Verbindung von Dresden Hbf. nach Malmö, der war sogar für den "Binnenverkehr" zwischen Dresden Hbf. und Saßnitz freigegeben. Wenn ich mit dem Zug zur Tante fuhr, hörte ich gern die Lautsprecherdurchsagen in den Bahnhöfen unterwegs.

"Achtung, Achtung, der eingefahrene D-Zug aus Dresden Hauptbahnhof fährt weiter nach Malmö, über Stralsund, Rügendamm, Saßnitz, Saßnitz Hafen und Trelleborg, Schweden. Wir wünschen allen Fahrgästen eine angenehme Reise."

Solch einen Satz hörte man nicht so oft und schon kaum wenn man selbst mit im Zug war. Naja, das klang schon wie weite Welt. Aber spätestens in Saßnitz war Schluss, schon vorher hatten sich die Leute der Trapo ein Bild von den Reisenden gemacht. Wir nannten das immer "Gesichtskontrolle". Auf dem Bahnhof Saßnitz dann wurde der Zug nochmals durchgesehen und fuhr auf ein Gleis außerhalb des Bahnsteiges weiter. Hier wurden dann die Kurswagen, welche auf die Fähre gingen, abgehangen und sicherlich nochmals kontrolliert. Die Gleisschleife zum Grenzbahnhof Saßnitz Hafen ging in einem großen Bogen durch ein Stück der Stadt hindurch zum Bahnhof nach unten. Dort stand dann der Zug und wurde sicherlich nochmals kontrolliert bevor er auf das Fährschiff geschoben wurde.
Das dauerte natürlich seine Zeit und ich konnte daher noch schnell vom Bahnhof zum Aussichtspunkt und sah dann den Wagen nach.

Später in Berlin erlaubte die Charite meinen Einblick nach Westberlin. Es gab ja die Häuser unmittelbar am Humboldthafen. Doch auch wenn man dort nur spazieren ging, konnte man das große grüne Schild mit dem weißen "S" vom alten S-Bahnhof Lehrter Stadtbahnhof deutlich sehen. Man hörte die Züge und die Durchsagen vom Bahnhof wie "Zug nach Friedrichstraße, Einsteigen Bitte".

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#29

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 21.01.2014 16:54
von Vogtländer (gelöscht)
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Passt faßt in den andren Thread rein!


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#30

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 21.06.2014 18:02
von Batrachos | 1.549 Beiträge

[quote=Batrachos|p323787]Hallo,
von Berlin kann ich jetzt nicht mit reden dafür aber vom Südharz.
Wenn man in Ellrich gewohnt hat,was im ehemaligen Sperrgebiet liegt,konnte man schon öfter von verschiedenen Stellen einen
Blick in den "Westen" erhaschen.
Die Häuser von Zorge ( feindwärts) konnte man regelmäßig sehen.
Wenn man von Sülzhayn ( freundwärts) den Sandglinz runter nach Ellrich gefahren ist konnte man bis nach Walkenried
und zum Gipswerk Kutzhütte schauen ( beides feindwärts). Man hatte vom Sandglinz und einigen anderen Stellen einen wunderschönen
Blick in den Westharz. Desweiteren hat man vom Sandglinz den Stöberhai sehen können. ( ehemalige Abhörstation der Franzosen http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%B6berhai ). Auch gleich nebenan den Ravensberg hatte man gut im Auge. http://de.wikipedia.org/wiki/Ravensberg_(Harz)
Wenn wir wir in der Schule waren konnte man den Aussichtspunkt Juliushütte der oberhalb vom Bahnhof Ellrich lag recht gut sehen.
Wenn die Westbesucher dort waren,konnte man vom Klassenzimmer gut erkennen welche Farben sie trugen. http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64088.
Ein besonderes Highlight für die Einwohner war,wenn in Walkenried der letzte Tag vom Schützenfest war. Dann gab es immer ein großes Feuerwerk was von der Zorger Straße besonders gut zu sehen war. Wenn der Wind günstig stand konnte man sogar Die Kapelle mit dem Moderator hören.
Massen von Einwohnern zogen dann zur Zorger Straße und feierten ausgelassen und verfolgten das Feuerwerk am Montagabend.
Sicherlich hatten die Posten und der KGsi in dieser Zeit besonders viel Streß.

MfG Batrachos[/Quote

hier mal noch ein paar Bilder http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64052 der weiße Punkt ist der Ravensberg

http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64065 GüSt Mackenrode( Thüringen)-Nüxei ( Bad Sachsa Niedersachsen)

http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64068 der Ravensberg konnte man nicht nur im Sperrgebiet sehen

http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64071 Unterzorge, konnte man gut von Ellrich sehen

http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64077 Stöberhai ehemaliger Horchposten der Franzosen, von Ellrich und Sülzhayn
gut einsehbar

http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64082 Neuhof ( Niedersachsen) von Branderode ( 500m Schutzstreifen)
gut einsehbar


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#31

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 21.06.2014 18:17
von Batrachos | 1.549 Beiträge

noch mehr Bilder.

http://germany.eurocampsite.org/campingphoto.aspx?pid=64087 Blick feindwärts zum Bahnhof Ellrich mit Sperranlagen.
Wo die beiden Loks stehen ist der Bahnhof.

MFG Batrachos


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#32

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 22.06.2014 07:49
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Meinen ersten bewussten Sichtkontakt mit dem Westen hatte ich 1972 mit 9 Jahren im thüringischen Römhild. Dort war ich im Ferienlager. Wir machten eine Wanderung auf den Kleinen Gleichberg und hatten von dort einen schönen Blick in das westliche Vorland der Rhön. Der Große Gleichberg war gesperrt, weil sich dort oben eine russische Abhörstation befand. Wolfmannshausen und Behrungen auf der thüringischen sowie Sondheim und Roßrieth auf der bayerischen Seite waren gut zu sehen. Zwischen Ihnen zogen sich wie ein verwinkeltes Band die Sperranlagen durch die Landschaft. Es fiel auf, dass die Ackerflächen auf der Ostseite größer und zusammenhängender waren und auf der Westseite wie ein bunter Teppich aus kleinen Flicken aussahen. Auf den DDR-Wanderkarten suchte man die Orte im Grenzgebiet und auf der bayerischen Seite vergeblich. Umso beeindruckter war ich, als oben auf dem Berg ein älteres Ehepaar eine alte Wanderkarte aus den 50er Jahren herausholte, auf der alles noch zu sehen war, einschließlich des Grenzverlaufes, alter Straßen und Eisenbahnlinien. Das hatte meine Neugier geweckt und war vielleicht der Keim meines späteren Interesses für historische Karten und Fotos bzw. auch für die Grenze und allem was damit zusammenhing.

Gruß Kalubke

p.s. Die Anwesenheit meiner Wenigkeit in diesem Forum habt Ihr also diesen Beiden zu verdanken, die wahrscheinlich nicht mehr unter uns weilen.



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zuletzt bearbeitet 22.06.2014 11:23 | nach oben springen

#33

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 22.06.2014 10:50
von ABV | 4.202 Beiträge

Als ich im März / April 1986 nach Beendigung der VP-Schule mein Praktikum in der "Wache Mitte", des Wachkommando Missionschutz absolvierte, konnte ich vom Speiseraum direkt hinüber zum gegenüberliegenden Spreeufer schauen. Man sah auch Autos und LKW vorbeifahren. Das ganze war ebenso faszinierend wie unwirklich. Selbstverständlich sahen die Vorgesetzten nicht gern, wenn uniformierte Volkspolizisten am Fenster "hingen" um in den "Westen" zu schauen.
Eines Tages wurde der, der Wache gegenüberliegende B-Turm von Westberlin aus, mit Hartgummigeschossen bepflastert. Nicht gerade die feine Art! Das nahmen dann unsere Vorgesetzten zum Anlass, dass "Herumlungern" am Küchenfenster ganz zu verbieten. Von wegen der Gefahr und so.
Als ganz verrückt empfand ich persönlich, wenn die Flagge am nahen Reichstag im Wind flatterte. Weil man das Geräusch der Fahne beim Wachestehen im Innenhof ganz deutlich hören konnte. "Kunststück", der Reichstag befand sich ja nur ein paar Meter entfernt. Und lag doch völlig unerreichbar in einer völlig anderen Welt.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#34

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 22.06.2014 19:10
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Zitat von Rothaut im Beitrag #12
wenn ich auf dem Bürgersteig nach Hause lief(es ging ca 300 meter geradeaus)..hielten sie vorher kurz an und ich sah wie der Beifahrer etwas auf den B-Steig stellte. Meist war es ne Coca-Cola oder Schokolade.Naja...da hat sich die "kleine Rothaut" aber gefreut.
Gruß Rothaut



ja ja Rothaut, da hast dein Vater für eine Dose Cola verkauft. Na warte das erzähle ich Ihm

Schlutup



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#35

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 22.06.2014 19:59
von Heckenhaus | 5.146 Beiträge

Uns konnte man die Aussicht auf den Westen gar nicht verbauen. Wir wohnten damals in Berlin-Schönholz,
im 3. Stock. Abstand bis zur Grenzlinie ca 300-400 Meter, aber alles nur Kleingärten u.ä. bis zum Bahndamm,
hinter dem dann Westberlin lag.
Gab aber nicht viel zu sehen außer die Mietshäuser im Westen, und ein paar Mal das Feuerwerk, welches regelmäßig
im Sommer am Schäfersee in Reinickendorf abgebrannt wurde.
Blick verbauen ging nur auf den ehemals relativ offenen Straßen Richtung West, und das gründlich. Waren nämlich alles
Bahnbrücken, die wunderbar mit Betonplatten zugepackt wurden.
Hier ein paar Ansichten aus der Gegend
http://www.ansichtskarten-pankow.de/mauer.htm


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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zuletzt bearbeitet 22.06.2014 20:00 | nach oben springen

#36

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 22.06.2014 20:12
von Kalubke | 2.299 Beiträge

... zu #8 fällt mir noch ein alter DDR-Witz ein:

Was ist, wenn der Fernsehturm in Berlin umkippt?

Dann kannste mit'm Fahrstuhl nach'm Westen fahren!

Gruß Kalubke



Schlutup hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.06.2014 20:13 | nach oben springen

#37

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 22.06.2014 20:41
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #3
.

Ich habe seit 1978 im Norden von Berlin gewohnt. Und wenn ich mit dem Fahrrad zur Konsumkaufhalle nach Rosenthal gefahren bin, hatte ich immer das Märkische Viertel mit seinen Hochhäusern im Blick. Alltag. Besonders nahe war mir aber das Märkische Viertel Silvester, wenn dort das Silvesterfeuerwerk in die Luft geballert wurde, das bunter und zahlreicher war als in Niederschönhausen. Da hat man sich nahe gefühlt. Egal ob Ost oder West, es wurde ausgelassen dasselbe Fest gefeiert.




Zur Skyline vom Märkischen Viertel fallen mir die Kommentare meiner Eltern wieder ein, wenn wir von Lichtenberg über Pankow zu Verwandten nach Nauen fuhren und dort vorbei kamen: "Guckt mal, da ist die Westberliner Steinwüste." Solche statements waren scheinbar damals hipp unter den Genossen. Als dann in Marzahn und Hellersdorf ähnliche "Wüsten" entstanden, waren solche Kommentare auf einmal nicht mehr hipp und auch nicht mehr zu hören.

Gruß Kalubke



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#38

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 23.06.2014 10:29
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Ich hatte meinen ersten Blick bei der ersten Tagschicht bei Freienhagen.

"Vielleicht ist das Gras drüben blau", dachte ich unmittelbar zuvor.

Natürlich nicht ernsthaft.
Aber der Gedankengang zeigt, wie fremd mir der "in natura" nie gesehene Westen war...............


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#39

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 06.12.2014 16:51
von DirkUK | 298 Beiträge

Kiefholz Strasse Ecke Lohmuehlen Strasse in Berlin Treptow.Damals arbeitete ich in dem Gebaeude mit dem Schornstein rechts im Bild. Das ist and der ehemaligen Bahnstrecke Terptow-Goerlitzer Bahnhof glaube ich. Das Tor und die Beschauerbruecke war eine Mini-GueS fuer Gueterzuege. Machmal konnte man dort Gueterzuege durch die Tore Richtung WB fahren sehen.


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#40

RE: mein Blick in den Westen

in DDR Zeiten 06.12.2014 18:23
von EK 70 | 233 Beiträge



1964 Klassenfahrt nach Berlin.



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