#41

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 17:26
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Ja, statt sich der gemeinsamen Geschichte zu stellen, wird wieder gespalten. Denn wer den ZEIT - Artikel aus dem Jahr 1984 in meinem Beitrag #14 aufmerksam gelesen hat, wird unter anderem auch das gelesen haben

Viel Wind um nichts also? Keineswegs. Mit dem künftigen Aids-Test ließe sich vielleicht die gegenwärtige Kontroverse beilegen. Doch abgesehen davon, daß dieser Aids-Test frühestens Ende 1985 in der Bundesrepublik angewandt werden könnte, bleibt ein großes moralisches Problem bestehen: das weithin unbekannte Problem nämlich, daß die Bundesrepublik, daß wir alle von der „Spendebereitschaft“ der Armen dieser Welt profitieren.

Das würde auch das "Kurzzeitige" 1984/1985 erklären. Denn in der DDR hinter dem eisernen Vorhang war das "sauberste Blut" zu holen - keine Drogenproblematik mit unsauberen Spritzen, keine Reisen ins Ausland mit erhöhter Ansteckungsgefahr. Ich möchte hier nicht spekulieren - aber so mögen einige von den Verantwortlichen in der Bundesreplik gedacht haben in den damlas unsicheren Zeiten von Blutkonserven und -produkten. War nicht Frau Süßmuth damals Gesundheitsministerin? Noch kann man sie fragen.

Und genauso wie man bei Esda die Billigstrumpfhosen für die Bundesrepublik hergestellt hat, so ist bestimmt auch die eine oder andere Blutspende eines DDR - Bürgers in der Bundesreublik gelandet. Und es waren nicht nur Häftlinge die für den Ost - West - Handel gearbeitet und gespendet haben.

Ich muss mich an der Stelle selbst zügeln.

LG von der Moskwitschka


utkieker, Heckenhaus, Damals87 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 17:39 | nach oben springen

#42

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 17:44
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von utkieker im Beitrag #40
Wie konnte es nur passieren, daß in der marktwirtschaftlich orientierten Bundesrepublik ein Engpass eintritt. Die kleinen Brüdern und Schwestern der größten DDR aller Zeiten ließen sich nicht lumpen und belieferten den "Klassenfeind" mit Blutkonserven. Statt sich für die schnelle humanitäre Hilfe zu bedanken nun der Vorwurf nach 30 Jahren, das Blut stammt ja von Kriminellen - igitt!
Leider lässt die Bereitschaft Blut zu spenden durch eine kontraproduktive Aufklärung nach, zu sehr werden Risiken und Nebenwirkungen oftmals hysterisch gegen den erwarteten gesellschaftlichen Nutzen aufgewogen. Mitte der 80er Jahre gab es zu dem eine allgemeine Verunsicherung wegen AIDS.....

Gruß Hartmut!


@utkieker, ging ja nicht um humanitäre Hilfe gegenüber des Klassenfeindes, sondern nur um harte Währung! Den auch nicht aus Freundschaft hat
sich der Erich H, damals mit dem größten Feindes der DDR(Strauß) an einen Tisch gesetzt. Man wollte ja um allen Umständen noch lange, die schon
kränkelten DDR erhalten! Wo her die Blutkonserven kamen , war völlig unwichtig, die Hauptsache sie standen zur Verfügung und man konnte
damit D-Mark machen! Es wurde soviel für einen Apfel und Ei verschleudert, da kam die Nachfrage nach Blut ganz recht. Um was es da ging, war unwichtig, die Hauptsache Devisen!
Grüsse Steffen52


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#43

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 17:52
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #40
... das Blut stammt ja von Kriminellen - igitt!...
Es ging wohl nicht darum, ob das Blut von Kriminellen, Offizieren, Bäckern, Männern, Frauen oder sonst irgendwem stammt, sondern darum, ob die Blutspender die Spende freiwillig durchgeführt haben. Bzw. umgekehrt, ob die DDR eine Zwangslage der Betroffenen ausgenutzt hat um ihre wirtschaftliche Lage aufzubessern.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
Schuddelkind und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#44

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 18:20
von PF75 | 3.294 Beiträge

Man kann ja auch mit Vergünstigungen einen gewissen Zwang ausüben wie hier schon beschrieben wurde," spendest du haste frei,wenn nicht muste was tuen".
Wurde im den Gefängnissen körperlicher oder "nur " moralischer Zwang ausgeübt ? das kam aber nicht so richtig zur Sprache.Wurden alle Gefangenen oder nur nur die politischen zur Ader gelassen ?
Ist aber sicherlich egal da es ja in einer Diktatur passierte.
Wenn ich heute zu Überstunden "überredet "werde(wir wollen ja noch länger zusammen arbeiten )ist das kein Zwang ?nur weil es heute eine Demokratie seien soll .


Batrachos und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#45

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 18:32
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #44
Man kann ja auch mit Vergünstigungen einen gewissen Zwang ausüben wie hier schon beschrieben wurde," spendest du haste frei,wenn nicht muste was tuen".
Wurde im den Gefängnissen körperlicher oder "nur " moralischer Zwang ausgeübt ? das kam aber nicht so richtig zur Sprache.Wurden alle Gefangenen oder nur nur die politischen zur Ader gelassen ?
Ist aber sicherlich egal da es ja in einer Diktatur passierte.
Wenn ich heute zu Überstunden "überredet "werde(wir wollen ja noch länger zusammen arbeiten )ist das kein Zwang ?nur weil es heute eine Demokratie seien soll .


So lang die Studie nicht veröffentlicht ist und wir somit wissen, was da drin steht, ist die ganze Diskussion hirnrissig. Was ich bis jetzt gelesen habe, beziehen sich die Aussagen der bei der Stasi gefundenen IM-Berichte auf die Aussagen von Krankenschwestern, die der Meinung waren, es wäre Zwang ausgeübt worden. Tja, hatten die nur den Eindruck oder haben die Häftlinge das erzählt? Beurteilen kann man das nur, wenn man die Aktenlage kennt......


Intellektuelle spielen Telecaster
Heckenhaus und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 18:34 | nach oben springen

#46

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 19:27
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Bei einem Lehrgang 1984 in Gransee habe ich auch mit allen (?) anderen Teilnehmern freiwillig spenden dürfen. Da gab es keine größeren Diskussionen. Mit der Freiwilligkeit war das genau so, wie der Regenmann es beschrieb. Es könnte also sein, dass auch von mir ein wenig in den Westen gelangt ist. Nicht auszudenken.... Wenn die Sache mit dem Verkauf stimmt, dann bestätigen sich für mich Dinge, die wir eigentlich alle wissen: Die DDR hat (fast) alles zu Devisen gemacht, was möglich war, um der wirtschaftlichen Talfahrt die Geschwindigkeit zu nehmen und 2. ist es dem Westen ziemlich egal, mit wem und womit Geschäfte gemacht werden, wichtig ist der Gewinn.

Soweit ich mich erinnere, hat es beim bayrischen (und wohl auch beim sächsischen) DRK vor Jahren einige größere Ungereimtheiten i. ZH mit Blutspenden gegeben.

Was SET800 schreibt, darf man nicht in aller Konsequenz zu Ende denken.

friedliche Grüße Andreas


nach oben springen

#47

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 19:41
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
doch unbedingt, mit allen Konsequenzen durchDENKEN, eine Frage der Humanität ist es aber welche Schlußfolgerungen
und Handlungen daraus abgeleitet werden.

Allgemein gilt zwischen vorsätzlichem Töten und wahloser Anwendung extrem teurer Medizin für sehr wenige Einzelne gibt
es Zwischenformen die den Gesamtgesundheitstand und die mittlere Lebenserwartung mehr anheben.

Ja utilitaristisch denken, die begrenzten Mittel für die Optimierung des Gesamterfolges einsetzen.

Extrembeispiel und international solidarisch gedacht: Die Bluterpräperate NICHT herstellen, auch von denen welche sterben lassen
und mit dem Geld in Tanzania Malaria-Phrophylaxe betreiben, dann bleibt sogar noch Geld für Müterberatung dort
damit Familienplanung nur zu 2 - 3 Kindern als Normalfall führt.



nach oben springen

#48

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:09
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Sind nicht auch die Seefahrer der DSR in den NSW Häfen bei Landgang heimlich für eine Handvoll Dollars Blutspenden gegangen?


nach oben springen

#49

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:15
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #47
[...]Extrembeispiel und international solidarisch gedacht: Die Bluterpräperate NICHT herstellen, auch von denen welche sterben lassen

[...]

Wer ist grün?? Homosexuelle, Behinderte, Bluter...unwertes Leben?? Ich weiß, du bezogst dich hier auf die Bluter...aber wer deine Beiträge genau liest, erkennt dass du es beliebig anwenden würdest...nur eine Frage des Themas!!
Was würde mein bester Freund jetzt sagen: Pfui Deibel!!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#50

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:16
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #48
Sind nicht auch die Seefahrer der DSR in den NSW Häfen bei Landgang heimlich für eine Handvoll Dollars Blutspenden gegangen?





"Andere Geldquellen, wie z.B. das finanziell lukrative Blutspenden waren eher verpönt, wusste man doch, daß diese Konserven auf direktem Wege den US-Truppen im Vietnamkrieg zur Verfügung gestellt wurden."


Schaust Du hier:
Geschichten aus der Seefahrt (3)


nach oben springen

#51

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:25
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
aber wer deine Beiträge genau liest, erkennt dass du es beliebig anwenden würdest...nur eine Frage des Themas!!




Hallo,
Gegenargumentation:
Ist EIN Bluter es wert daß wegen dessen Lebenserhaltung 15 Menschen in Tanzania an Malaria sterben? Geldmittel können
eben nur EINMAL ausgegeben werden....

Es ist Allokation, Rationierung im Gesundheitswesen!



nach oben springen

#52

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:32
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #51

Ist EIN Bluter es wert daß wegen dessen Lebenserhaltung 15 Menschen in Tanzania an Malaria sterben?



Diese Frage darf gar nicht so im Raum stehen, falscher Ansatz.

friedliche Grüße Andreas


nach oben springen

#53

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:32
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #51
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
aber wer deine Beiträge genau liest, erkennt dass du es beliebig anwenden würdest...nur eine Frage des Themas!!




Hallo,
Gegenargumentation:
Ist EIN Bluter es wert daß wegen dessen Lebenserhaltung 15 Menschen in Tanzania an Malaria sterben? Geldmittel können
eben nur EINMAL ausgegeben werden....

Es ist Allokation, Rationierung im Gesundheitswesen!


Ich weiß nicht, wie das bei Dir ist, aber ich zahle hier in Deutschland jeden Monat an die Krankenkasse meinen Beitragssatz. Den zahl ich nicht, damit sonst wo auf der Welt irgendjemand eine medizinische Leistung erhält. Ergo erwarte ich, dass das Gesundheitswesen meine Behandlung, Medikamente ect. bezahlt. Für alles andere ist die Entwicklungshilfe zuständig!


Intellektuelle spielen Telecaster
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#54

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 20:56
von Fritze (gelöscht)
avatar

Als ich heute im Laufe des Tages im Radio diese Meldung hörte ,dachte ich mir ,das gibt bestimmt paar Wortmeldungen im Forum .
Das es nun schon 3 Seiten sind ,was solls ?
Wer von den Wortmeldern hier ist eigentlich Nichtspender `?
Ich war grade 18 Jahre alt (musste man ja zum Blutspenden sein ) da ging unsere ganze Lehrlingsklasse(bis auf zwei ) geschlossen zum Blutspenden . Erst hatten sich auf Anfrage ,nur wenige gemeldet . Ist ja eventuell unbequem . Dann appellierte unser Klassenlehrer ,gleichzeitig unser Fahrlehrer , es könne ja bei einem Unfall jeden treffen . Da sahen alle die Notwendigkeit ein , gezwungen oder Nachteile hatte niemand !
Dann ging ich so zwei Mal im Jahr ,mit Vorliebe am Freitag
In Perleberg auf U-Schule wurde auch geworben . Und obwohl mit Sa von Mittag an mit frei und extra Imbiss (Kaffee und Kuchen sowie Fressbeutel mit Südfrüchten ) gelockt wurde gingen aus meiner Kompanie nicht mal 10 Mann .
Sosse abnehmen , zum Speisesaal fressen fassen und danach schön im Trainingsanzug abducken .
Die Anderen durften derweil Reviere reinigen und das nicht zu knapp . Ihr seht es war schon eine andere Vorstellung als das erste Mal !
Nach der Dienstzeit , mein erster Tag bei der VP , bin gleich mit meinem Kumpel ,der schon länger dabei war ins KKH zum Blutspenden .
Anfang der 1990er Jahre ging ich auch regelmässig , obwohl ich dafür frei nehmen musste .Aber ich hatte ja keine Kosten im Gesundheitswesen ,also dachte ich ist doch okay !
!995 ich wohnte bereits ein halbes Jahr im tiefsten Westen ,da fragte mich ein Arbeitskollege ob ich mit in die Uniklinik kommen würde ,es gäb auch Geld dafür . Boah ,was Gutes tun und dann noch bezahlt !
Ich weiss nicht mehr ab wann , es kein Geld fürs Blut gab . Dann bin ich noch zwei oder dreimal gegangen .
Irgendwann isses dann eingeschlafen ,nee am Geld lags nicht ! ! !
Vielleicht aus Bequemlichkeit ?!
In Meiner Familie und auch meiner Fraus Familie haben alle die selbe Blutgruppe ,also wenn einer was braucht ,können wir uns helfen.
Aber ich geh spenden ,damit das DRK das Blut teuer an die Krankenhäuser verkaufen kann , nee ohne meiner Vater Sohn ! ! !
Es gehört ja zum guten Ton ,nach Katasthrophen und Naturgewalten zum Spenden aufzurufen .Bevor die Werbung im Fernsehen anläuft habe ich bereits meinen Beitrag überwiesen .Sei es 1997 beim Oderhochwasser oder bei den beiden Elbehochwässern .
Aber wenn mir mit entstellten oder aufgeblähten Afrikanerkindern ein schlechtes Gewissen gemacht werden soll ,dann krieg ich das K........... !
Skandale im Spendenwesen (Unicef) oder die dubiose Vergabetechnik bei Organtransplantationen haben mich davon abgehalten für all und jedes zu spenden .
Fritze



.
Edit : Rechtschreibefehler


Batrachos, Küchenbulle 79 und Peter42 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 21:01 | nach oben springen

#55

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 21:09
von damals wars | 12.219 Beiträge

Wir durften bei uns auf Arbeit spenden, natürlich ohne Geld. Es gibt welche, die gehen Plasma "spenden", gegen Geld. Mein Blut nehmen sie auf Grund einer Erkrankung nicht mehr.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#56

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 21:23
von damals wars | 12.219 Beiträge

Jetzt wird der Hubertusknabe eine Blutspendezelle errichten! Mit einem drehbaren Kreuz, auf dem die Häftlinge festgeschnallt wurden und das Blut abgepumpt wurden. Je nach dem, wieviel der Westen bestellt hatte. Wie das damals ebend so gehandhabt wurde.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#57

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 21:28
von Lutze | 8.042 Beiträge

zu meiner Zeit im Strafvollzug hat keiner nach einer Blutspende gefragt,
und wenn ich es gewußt hätte,mein Blut geht in den Westen,
warum nicht,für Blutsbrüder und Schwestern hätte ich es gerne getan
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#58

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 21:38
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #24
Was heisst "wollen"? Da wurde zugweise angetreten, ohne Gleichschritt Marsch Richtung Med-Punkt, Jacken aus, hinlegen, rechter Arm frei und hatte man sich gerade an das hübsche Gesicht der Krankenschwester gewöhnt, war man schon wieder draussen, Fresspaket empfangen und weiter zum Dienst.
So lief das.

Hi Udo,

so habe ich das auch aus meiner Zeit der Grundausbildung beim Bund in Erinnerung.

Zu den Blutspenden lief vor einigen Jahren mal eine Reportage im Fernsehen. Demnach ziemlich zweischneidig, da mit dem gespendeten Blut sehr viel Geld durch Handel/Verkauf gemacht wird.

Gruß
Ari

Edit: Zitat korrigiert


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
Hapedi und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.01.2014 18:41 | nach oben springen

#59

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 21:59
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

War auch Blutspender. Bis ich beim Ausfüllen des Fragebogens wohl mal einen Fehler gemacht habe. Trotz Vorlage meines Impfausweises wollten sie den Saft nicht mehr. Es gab belegte Brötchen und Pralinen. Schön, haben geschmeckt.

Eben kam es wieder in den Nachrichten. Diese Sau wird jetzt wohl wieder mal einige Wochen lang durch´s Dorf getrieben. Da wurden den Häftlingen Nachteile unterstellt, wenn sie sich nicht bereiterklären. Eventuelle Vorteile wurden natürlich nicht genannt. Es wird so sein wie mit der Produktion in Haftanstalten für Westkunden: Viel Rummel um Selbstverständlichkeiten. Es hat keinen zweck, sich deshalb noch heiß zu machen. Wer´s kritiklos frisst, wäre selbst durch Sachargumente in seiner Meinung nicht beeinflussbar.



Damals87 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 22:04 | nach oben springen

#60

RE: DDR vekaufte Häftlingsblut in den Westen

in DDR Staat und Regime 15.01.2014 22:16
von josy95 | 4.915 Beiträge

Der Umstand als solches, das selbst Blut oder Blutkonserven zu Devisen gemacht wurden, stelle ich generell nicht in Frage.

Schaut man in die heutige Zeit, wird man schnell gewahr, wie ein perfider Handel mit Spenderorganen funktioniert. Und im selbigen Atemzuge ging es heute durch die Medien, das die Zahl der Spendewilligen, der letztendlich gespendeten Organe seit Aufdeckung des s. g. Organspendeskandals auch an deutschen Kliniken drastisch zurückgegangen ist.

Nun ist es müßig, ob ein Teil(!) des gespendeten Blutes von Häftlingen stammte. Glaubhaft ist es schon. Auch durchaus glaubhaft, das die Spende vielleicht nicht immer ganz freiwillig war. Die Methodiik, wie dies praktizierbar ist, dürfte jedem gut gebildeten Menschen plausibel sein. Und das sich diktatorische Systeme dazu allemal besser eignen als halbwegs demokratische Systeme ist wohl auch kein Geheimnis.

Was mir aber bei der momentanen Berichterstattung diverser Medien auffällt, das man sowohl den Täter als auch die Nutznießer gleichsamst anprangert. Das natürlich die Stasi als Namensgeber für die verantwortlichen der DDR- Führung herhalten muß..., naja, entweder so gewollt oder der übliche Schönheitsfehler!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
18 Mitglieder und 64 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1839 Gäste und 133 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558828 Beiträge.

Heute waren 133 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen