#101

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 18:42
von exgakl | 7.238 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #100
Zitat von studfri im Beitrag #98
Zitat von KARNAK im Beitrag #84
Zitat von Barbara im Beitrag #71


Zweifel
Der Autor ist Hauptmann des MfS gewesen, hatte also eine gewisse milit. Karriere gemacht, hat eine Lehre, Besuch der Hochschule des MfS, der Parteischule und diverse Zwischenausbildungen offenbar erfolgreich absolviert.
Bereits in der Grundschule ist ihm Intelligenz testiert worden, er konnte z.B. in der ersten Klasse schon die Zeitung vorlesen.
Die Sprache in seinem Bericht ist grammatikalisch gut, wenn auch flüchtig, aber vor allem ist sie sehr vulgär. Und er schreibt sehr unstrukturiert und vor allem auf der ersten Seite in Einem durch.
Schreibt so ein Mensch, der eine bestimmten Bildung und Ausbildung hat und die durch und durch strukturiert war?




Dazu passend
die Vermutung von @KARNAK, es könne wohlmöglich ein ehem. BRD-Bürger sich einen schlechten Scherz erlaubt haben:
dazu hat der Autor zu viele Detailkenntnisse, z.B. wie das MfS bei der Arbeit und Rekrutierung von MA vorging, finde ich.


.




Es ist für mich immer wieder beeindruckend wie hoch man das allgemeine intellektuelle Potiential von Mfs-Mitarbeitern bewertet,trotz aller,gleichzeitiger Verachtung und Verächtlichmachung.
Um Hptm.beim Mfs zu werden musstest Du nicht unbedingt überdurchschnittlich intelligent sein oder über gehobenere Ausbildungen verfügen.Dieser Dienstgrad war durch die Meisten ohne größere Probleme zu erreichen,letztlich war es nur eine Zeitfrage,die Beförderung von Dienstgrad zu Dienstgrad stand fest und fand auch entsprechend statt,wenn Du die entsprechende Planstelle und keine aktuelle Strafe hattest.



Wahrscheinlich lehne ich mich etwas weit aus dem Fenster,mit meiner Vermutung,Bürger aus dem alten Bundesländern.Aber mach was Du willst,für mich werden in diesem Erlebnisbericht einfach zu viele Klischees bedient,die man überall nachlesen kann,die Insider mit Ausführungszeichen so zu Papier bringen,wie das so in der DDR und beim Mfs war.,das kann man sich sehr wohl anlesen.Und so sind eben solche Dinge wie die Beschreibung warum und wie und wann man unbedingt SED-Mitglied werden musste merkwürdig.Weil die Vorstellungen bei denen die zu den Insidern ohne Anführungszeichen gehören genau so sind und das von denen auch so dargestellt wird.Aber ein"gelernter DDR-Bürger,noch dazu ein staatsnaher,kennt natürlich den Ablauf im richtigen DDR-Leben und das war etwas anders,in den Feinheiten zumindest und deswegen würde er sowas SO nicht schildern.
Und nur so nebenbei der Begriff WOHNGEBIETSNACHBAR,mir fällt sowas einfach auf.WOHNGEBIET,dass war in der DDR mit Sicherheit ein Begriff den man verwendete,wenn man sein Wohnumfeld beschreiben wollte,sicher wird dieser Begriff zu lesen sein wenn man über das Leben in der DDR schreibt,aber Wohngebietsnachbar,was ist das für eine Wortkombination,völlig ungewöhnlich,niemand hätte solches Wort in der DDR so verwendet,tut es aber jetzt,beim reflektieren seines Lebens.



Und das von einen waschechten Insider. Jetzt bin ich aber platt wie ne Flunder und Du bestimmt auch, @ABV, oder?


Nö. Warum sollte ich denn? Ich habe nie etwas anderes behauptet. Wer das verstehende Lesen beherrscht, ist in diesem Forum klar im Vorteil.
Lass mal, dass schaffst du auch noch.



ich melde Zweifel an


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#102

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 18:42
von studfri | 762 Beiträge

Die Antwort auf die Frage von @ABV ist relativ einfach:

Sehr wahrscheinlich wäre ich bereits in frühester Jugend mit der "Obrigkeit" sprich den Lehrern übelst aneinander geraten. Das liegt weniger an meiner politischen Einstellung (die u.U. vom Elternhaus gefärbt gewesen wäre, wenn es sich dabei um "Überzeugte" gehandelt hätte). Vielmehr hätte das an meiner Persönlichkeit gelegen. Mit meinen permanenten sehr ausgeprägten Hang zur Individualität, meiner Introvertiertheit und meiner naturgegebenen Abscheu vor einer ständigen "Gruppenarbeit" (heute sagt man "Teamwork") auch noch im Freizeitbereich wäre ich durch Ablehnung und Absonderung aufgefallen. Ein Zitat vor ein Klassenkollektiv hätte meine Abscheu vor diesen Dingen noch vergössert.

Da hätte sich dann forgesetzt beim Schulabschluss, denn für ein Studium hätte mir sicher die politische Zuverlässigkeit gefehlt und nicht zuletzt hätte ich es ganz sicher abgelehnt, mich in den Streitkräften zu verpflichten.

Der Militärdienst hätte mir sehr wahrscheinlich der Rest gegeben, denn ich hätte es als extrem demütigend empfunden, diese ewige Herumschreierei und diese Gehabe von in meinen Augen völlig unterbelichteten Vorgesetzten. Schwed hätte immer gedroht, aber ich denke mit etwas List und Tücke hätte ich mich da irgendwie durchgemogelt.

Der Militärdienst hätte aber sehr wahrscheinlich bewirkt, dass ich einen regelrechten Hass auf diesen Staat entwickelt hätte, der mich nicht das sein lässt, nicht das Leben führen lässt, was ich für mich will.

Alles andere dann wäre mehr als nur noch Spekulation: Vlt hätte mich der eine oder andere Grenzer hier mal eines Tages im Schutzstreifen zu Gesicht bekommen, vielleicht hätte ich mich auch irgendwie "eingerichtet" (zusammen mit einem netten Mädchen), wie so viele andere.

Was das für ein Staat ist und was da so abgeht in diesem Staat, das hätte ich allerdings ganz bestimmt zu jedem Zeitpunkt verstanden, spätestens nach den Massregelungen in der Schule und der von mir erkannten Ohnmacht, dagegen nichts machen zu können, weil das auch noch so gewünscht ist vom System.

So in etwa würde ich mir das für mich vorstellen.



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#103

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 18:51
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #99
Ich habe aber nicht geschrieben,man musste dazu zwingend doof sein,nur zur Richtigstellung.Habe so ein Gefühl,dass Du das genüsslich gerade denkst.
UND,ich war auch Hptm.


Das habe ich nie behauptet. Lediglich wie der @ABV vor einiger Zeit diese Herrschaften als beschlagene Intelligenzler hervorgehoben hat, das habe ich bezweifelt. Bitte nicht mehr in meine Aussagen hineininterpretieren, als sie hergeben. Mit "doofen" im Wortsinne konnte man da sicher nichts anfangen.



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#104

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:03
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #90

Kann man auch anders sehen. Ich kann es verstehen, wenn Leute in der DDR aufgewachsen sind, ohne Westkontakte, in einer Familie von überzeugten Staatsbürgern, das die sich, in dem Glauben ihrem Land zu dienen , sich freiwillig zum MfS meldeten.
Oh Gott, hab ich das wirklich geschrieben................ist aber wirklich meine Meinung!


Mal ganz ohne gehässige Hintergedanken: Ich kann nicht begreifen, wie man eine überzeugte Staatsbürgerfamilie geworden sein kann. Mitmachen, ja, deswegen musste man aber doch nicht den gesunden Menschenverstand abgeben. Wie kann man davon überzeugt sein, und dies noch als ganze Familie, dass all diese Dinge ( Zwang in die LPG, Fernsehantennenkontrolle, Verdammung des Westens, die Einengung der persönlichen Freiheiten, Gleichschaltung der Medien, absolute Hinwendung zur SU, um nur einige zu nennen, Bevorzugung der Arbeiter - u. Bauernkinder ) in Ordnung und gut für die Bewohner der DDR waren. Otto Normalverbraucher hat es hingenommen und im Rahmen des Möglichen sein eigen Ding gemacht, der ist vielleicht des Geldes wegen oder anderer erhoffter Vorteile in diese Berufsgruppen gegangen oder hat nicht nein gesagt, wenn man ihn oder sie angesprochen hat. Aber laut "hier" gerufen aus Überzeugung, dies bitte müsste mir mal einer erklären.
Die Offiziersbewerber, die irgendwie solange bearbeitet wurden, bis sie Offizier wurden, ob die deshalb nun überzeugt waren?
Ich kenne in meinem Umfeld keinen, der als ein Mitglied einer überzeugten Familie durchgegangen wäre, alles Mitläufer oder Leute, die sich in den 50iger Jahren in ihrer Breitschaft, dabei mitzuwirken, dass es niemals wieder so einen Krieg geben sollte, wie sie ihn gerade durchgemacht hatten, als nicht benötigt vorkamen, weil sie eben nicht bereit waren, deswegen nun in eine Partei einzutreten, gerade weil sie sahen, was im Namen dieser Partei geschah.
Mag sein, dass man dann später in den 70igern irgendwo glauben konnte, es geht voran, aber wird man deswegen überzeugt?
ich habe mitgemacht, ja ich stand an der Mauer und hätte geschossen, aber überzeugt, dass dies nun mein Staat ist, dies war ich nie. Ich war aber auch nicht gegen ihn oder ein Widerstandskämpfer.
Wie also kommt man zu einer derartigen Überzeugung??? erklart mir dies bitte mal einer


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#105

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:05
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #82
Zitat von ABV im Beitrag #79
Aber die "Diktatur des Proletariats" stellte sich nach außen als "humane Diktatur" dar. Da sie ja vom Proletariat, also den arbeitenden Menschen und damit der Mehrheit der Bevölkerung ausgeübt wurde. Soweit die Theorie.
Ich hatte da eher "richtige" Diktaturen im Kopf.



Nichts für ungut Uwe. Aber daß das Proletariat und alle Werktätigen, also die Mehrheit, nur vorgeschoben war, das war doch eindeutig zu erkennen, oder?

Im Betrieb kommandierte der SED-Direktor, gemeinsam mit den SED-Parteisekretär und die Einheits-Gewerkschaft hielt die Leute bei der Stange.

Die Beschäftigten waren genausowenig mächtig wie heute. In der "Schule der sozialistischen Arbeit" wurden offizielle Papiere vorgelesen und allgemein waren "Diskussionsbeiträge" vorgegeben. Spontane Meinungsäußerungen waren unerwünscht.

Wie konnte man da die "Arbeitermacht" ernst nehmen?

Gruß
Micha




Ein guter Beitrag, Micha...
So war die Praxis.


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#106

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:05
von elster427 | 789 Beiträge

@KARNAK
[/quote]
Es ist für mich immer wieder beeindruckend wie hoch man das allgemeine intellektuelle Potiential von Mfs-Mitarbeitern bewertet,trotz aller,gleichzeitiger Verachtung und Verächtlichmachung.
Um Hptm.beim Mfs zu werden musstest Du nicht unbedingt überdurchschnittlich intelligent sein oder über gehobenere Ausbildungen verfügen.Dieser Dienstgrad war durch die Meisten ohne größere Probleme zu erreichen,letztlich war es nur eine Zeitfrage,die Beförderung von Dienstgrad zu Dienstgrad stand fest und fand auch entsprechend statt,wenn Du die entsprechende Planstelle und keine aktuelle Strafe hattest.


Es war zu DDR Zeiten schon immer beeindruckend, wie überheblich und arrogant einige unserer operativen Kontrollermitler - OKE
sich gegenüber den normalen Passkontrolleuren verhalten haben.
Ich erinnere mich da an einen ,mit einem geschenckten Wolga M24 oder mit ner Hasenscharte.
Als ihr raus wart aus der Abfertigung, habt ihr alle spüren lassen-Ihr seid was besseres.
Heute alle anderen hier im Fprum runterzumachen, ist ja wohl das allerletzte.
Sollte man jetzt mal herausbekommen, wie man zum OKE an der Güst wurde?
Bei dir gings wohl über den APO Sekretär und andere dienstliche Aufgaben!
Meine Einschätzung zu den meisten OKE war, endlich Füße hoch von der Abfertigung und sein Schäfchen ins trockene bringen.
Heute über die Leute herzuziehen ,welche die Vorarbeit für eure Tätigkeit gemacht haben , finde ich mehr als schäbig.
Vielleicht hatte nicht jeder die Intelligenz OKE zu werden, aber ihren Dienst an der Güst, haben auch diese Leute
mit Leidenschaft und bessten Wissen und Gewissen durchgeführt.Wer dann nach einer gewissen Dienstzeit zum Hauptmann befördert wurde, hatte es auch verdient.
Da brauche ich mir nur die Leute in der Fernsehfahndung ansehen - 12 Stunden auf einen Monitor starren, in einer riesigen Kiste voller Papier
Namen und KfZ Kennzeichen vergleichen und alles ohne grössere Pausen.
Manches mal solltest du dich doch bitte etwas zurücknehmen , diese Leute hier als leicht beschränckt darzustellen.

Gruß elster427


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#107

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:09
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #102
Die Antwort auf die Frage von @ABV ist relativ einfach:

Sehr wahrscheinlich wäre ich bereits in frühester Jugend mit der "Obrigkeit" sprich den Lehrern übelst aneinander geraten. Das liegt weniger an meiner politischen Einstellung (die u.U. vom Elternhaus gefärbt gewesen wäre, wenn es sich dabei um "Überzeugte" gehandelt hätte). Vielmehr hätte das an meiner Persönlichkeit gelegen. Mit meinen permanenten sehr ausgeprägten Hang zur Individualität, meiner Introvertiertheit und meiner naturgegebenen Abscheu vor einer ständigen "Gruppenarbeit" (heute sagt man "Teamwork") auch noch im Freizeitbereich wäre ich durch Ablehnung und Absonderung aufgefallen. Ein Zitat vor ein Klassenkollektiv hätte meine Abscheu vor diesen Dingen noch vergössert.

Da hätte sich dann forgesetzt beim Schulabschluss, denn für ein Studium hätte mir sicher die politische Zuverlässigkeit gefehlt und nicht zuletzt hätte ich es ganz sicher abgelehnt, mich in den Streitkräften zu verpflichten.

Der Militärdienst hätte mir sehr wahrscheinlich der Rest gegeben, denn ich hätte es als extrem demütigend empfunden, diese ewige Herumschreierei und diese Gehabe von in meinen Augen völlig unterbelichteten Vorgesetzten. Schwed hätte immer gedroht, aber ich denke mit etwas List und Tücke hätte ich mich da irgendwie durchgemogelt.

Der Militärdienst hätte aber sehr wahrscheinlich bewirkt, dass ich einen regelrechten Hass auf diesen Staat entwickelt hätte, der mich nicht das sein lässt, nicht das Leben führen lässt, was ich für mich will.

Alles andere dann wäre mehr als nur noch Spekulation: Vlt hätte mich der eine oder andere Grenzer hier mal eines Tages im Schutzstreifen zu Gesicht bekommen, vielleicht hätte ich mich auch irgendwie "eingerichtet" (zusammen mit einem netten Mädchen), wie so viele andere.

Was das für ein Staat ist und was da so abgeht in diesem Staat, das hätte ich allerdings ganz bestimmt zu jedem Zeitpunkt verstanden, spätestens nach den Massregelungen in der Schule und der von mir erkannten Ohnmacht, dagegen nichts machen zu können, weil das auch noch so gewünscht ist vom System.

So in etwa würde ich mir das für mich vorstellen.








Da dieses Statement aus heutiger Sicht, auf der Basis deiner Biografie, resultiert, ist es reine Hypothese.

Eine weitere Hypothese:
vielleicht wärst du bei deinem Widerstandspotenzial ein aufrechter Kommunist während der Weimarer Zeit gewesen, hättest dann die Nazis bekämpft, und, falls du überlebt hättest, im Anschluss am Aufbau der DDR mitgewirkt, aufgrund deiner besten und idealistischsten Überzeugungen. Diese hättest du dann vielleicht den Bach runter gehen sehen...

Alles ist relativ. Keiner ist "objektiv" gut. Du auch nicht.


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zuletzt bearbeitet 15.01.2014 19:11 | nach oben springen

#108

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:15
von elster427 | 789 Beiträge

Da dieses Statement aus heutiger Sicht, auf der Basis deiner Biografie, resultiert, ist es reine Hypothese.

Eine weitere Hypothese:
vielleicht wärst du bei deinem Widerstandspotenzial ein aufrechter Kommunist während der Weimarer Zeit gewesen, hättest dann die Nazis bekämpft, und, falls du überlebt hättest, im Anschluss am Aufbau der DDR mitgewirkt, aufgrund deiner besten und idealistischsten Überzeugungen. Diese hättest du dann vielleicht den Bach runter gehen sehen...

Alles ist relativ. Keiner ist "objektiv" gut. Du auch nicht.
.[/quote]


Durch seine Erziehung , sein Elternhaus ,kann er nicht anders.
Ihm geht es heute so , wie mir vor 35 Jahren.
Bin durch mein Elternhaus dazu erzogen worden,und meine Lebenseinstellung wurde dort gefestigt.

Daran wird sich wohl in Ost und West nichts geändert haben.
Gruß Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
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#109

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:15
von studfri | 762 Beiträge

Kommunist wäre ich zu keinem einzigen Zeitpunkt jemals geworden, nicht mal Sozialdemokrat. Da bin ich mir zu 100% sicher.



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#110

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:17
von elster427 | 789 Beiträge

darum gehts auch nicht, aber dein zuhause hat dein Denken gesteuert


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
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#111

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:20
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #110
darum gehts auch nicht, aber dein zuhause hat dein Denken gesteuert


Bein einen mehr, beim anderen weniger.

Sonst könnten nicht 2 Brüder in 2 verschiedenen Parteien tätig sein oder die Terroristen der linken Fraktion aus der weiten (west-) Vergangenheit, die teilweise aus sehr begüterten sehr bürgerlichen Elternhäusern stammten.



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#112

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:21
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #109
Kommunist wäre ich zu keinem einzigen Zeitpunkt jemals geworden, nicht mal Sozialdemokrat. Da bin ich mir zu 100% sicher.




Aber du hättest auf jeden Fall zu "den Guten" gehört?
Wenn ja, interpretier mal.
.


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:21
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von elster427 im Beitrag #110
darum gehts auch nicht, aber dein zuhause hat dein Denken gesteuert


Aber manchmal gab es auch Menschen, die sich abgegrenzt haben - auch vom Denken im Elternhaus. Und so was gab es auch in der DDR

LG von der Moskwitschka


studfri und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 19:21 | nach oben springen

#114

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:24
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #112
Zitat von studfri im Beitrag #109
Kommunist wäre ich zu keinem einzigen Zeitpunkt jemals geworden, nicht mal Sozialdemokrat. Da bin ich mir zu 100% sicher.




Aber du hättest auf jeden Fall zu "den Guten" gehört?
Wenn ja, interpretier mal.
.


Ich finde mich hier mal wieder in der "Rolle", dass es um mich persönlich geht. das hat schon mal eine andere Dame hier mit mir versucht, das auf dieses Gleis zu lenken. Das funktioniert aber nicht.

Ich bin ich, ob das gut oder schlecht ist müssen andere beurteilen.



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#115

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:26
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #114
Zitat von Barbara im Beitrag #112
Zitat von studfri im Beitrag #109
Kommunist wäre ich zu keinem einzigen Zeitpunkt jemals geworden, nicht mal Sozialdemokrat. Da bin ich mir zu 100% sicher.




Aber du hättest auf jeden Fall zu "den Guten" gehört?
Wenn ja, interpretier mal.
.


Ich finde mich hier mal wieder in der "Rolle", dass es um mich persönlich geht. das hat schon mal eine andere Dame hier mit mir versucht, das auf dieses Gleis zu lenken. Das funktioniert aber nicht.

Ich bin ich, ob das gut oder schlecht ist müssen andere beurteilen.




Du argumentierst doch auch auf der persönlichen Ebene, indem du anderen TN explizit vorwirfst, sie hätten das "System DDR" nicht erkannt..
.


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#116

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:27
von elster427 | 789 Beiträge

Aber manchmal gab es auch Menschen, die sich abgegrenzt haben - auch vom Denken im Elternhaus. Und so was gab es auch in der DDR

LG von der Moskwitschka[/quote]


Also hat auch diese das denken im Elternhaus beeinflußt! In welche Richtung auch immer!!
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#117

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:31
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #115
Zitat von studfri im Beitrag #114
Zitat von Barbara im Beitrag #112
Zitat von studfri im Beitrag #109
Kommunist wäre ich zu keinem einzigen Zeitpunkt jemals geworden, nicht mal Sozialdemokrat. Da bin ich mir zu 100% sicher.




Aber du hättest auf jeden Fall zu "den Guten" gehört?
Wenn ja, interpretier mal.
.


Ich finde mich hier mal wieder in der "Rolle", dass es um mich persönlich geht. das hat schon mal eine andere Dame hier mit mir versucht, das auf dieses Gleis zu lenken. Das funktioniert aber nicht.

Ich bin ich, ob das gut oder schlecht ist müssen andere beurteilen.




Du argumentierst doch auch auf der persönlichen Ebene, indem du anderen TN explizit vorwirfst, sie hätten das "System DDR" nicht erkannt..
.




Ich habe von bestimmten "Funktionern" gesprochen z.B. oder von anderen Gruppen ganz allgemein. Persönlich habe ich hier noch niemandem "das Hemd" ausgezogen, denke ich jedenfalls. Im übrigen zieht sich ja jeder selbst den Schuh an. Ich fühle mich z.B. nicht angesprochen ,wenn jemand von den "faulen und renitenten Studenten" spricht.



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#118

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:37
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #117
Zitat von Barbara im Beitrag #115
Zitat von studfri im Beitrag #114
Zitat von Barbara im Beitrag #112
Zitat von studfri im Beitrag #109
Kommunist wäre ich zu keinem einzigen Zeitpunkt jemals geworden, nicht mal Sozialdemokrat. Da bin ich mir zu 100% sicher.




Aber du hättest auf jeden Fall zu "den Guten" gehört?
Wenn ja, interpretier mal.
.


Ich finde mich hier mal wieder in der "Rolle", dass es um mich persönlich geht. das hat schon mal eine andere Dame hier mit mir versucht, das auf dieses Gleis zu lenken. Das funktioniert aber nicht.

Ich bin ich, ob das gut oder schlecht ist müssen andere beurteilen.




Du argumentierst doch auch auf der persönlichen Ebene, indem du anderen TN explizit vorwirfst, sie hätten das "System DDR" nicht erkannt..
.




Ich habe von bestimmten "Funktionern" gesprochen z.B. oder von anderen Gruppen ganz allgemein.
Persönlich habe ich hier noch niemandem "das Hemd" ausgezogen, denke ich jedenfalls. Im übrigen zieht sich ja jeder selbst den Schuh an. Ich fühle mich z.B. nicht angesprochen ,wenn jemand von den "faulen und renitenten Studenten" spricht.







Nein, das tust du nicht, lies nochmal deine eigenen Beiträge.
Du hast es jedesmal mit einem einzelnen Menschen und seiner komplexen Biografie zu tun, du meinst über System zu urteilen, verteilst aber stattdessen Haltungsnoten und zwar höchst unangemessen.
.


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:42
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat
Und das von einen waschechten Insider. Jetzt bin ich aber platt wie ne Flunder und Du bestimmt auch, @ABV, oder?





wow ,von einem insider ,der nicht mal in der lage ist zu erklären was eine kw/ko ist?einem insider der keinerlei kennung vom eigenen ministerium hat? der keine ahnung von zugangsberechtigungen hat?der ,wenn man ihn mit der nase auf die fakten stößt ,sie immer noch übersieht ......wow..frag doch deinen insider mal wo die operative leitung der abt VI bv potsdam saß?geht beide wieder zurück auf eure spielwiese im NF ,lasst uns hier in ruhe.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 19:46
von elster427 | 789 Beiträge

@WernerHolt
von wem ist den dieses Zitat?
Wo mein OLZ war könnte ich dir verraten!
Vielleicht später! OK?
Gruß Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
zuletzt bearbeitet 15.01.2014 19:53 | nach oben springen


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