#41

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:48
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #39
[...]
Bzgl. „Sprachstrukturen der DDR“ - auch da bist du sicher sehr viel erfahrener als ich, aber auch hier der Hinweis: Weiterentwicklung und Gegenwartseinflüsse - vielleicht?

Doch : Nichts kann manchmal profitabler sein, als sich zu zweifeln. Wir entdecken etwas, was wir ignorierten.

Ein prima Satz!

Und alle haben wir ein Recht auf Irrtum - möchte ich hinzufügen.
Allein „die Lüge“ ist sinnlos.


Seaman



Guten Abend und danke für die Sorgfalt, die Du meinen Antworten erwiesen hast,

Es gibt ein psychologisches Argument : Die Mitarbeit der Dienste in der DDR gehörten zur Elite. Ihren Sturz haben sie gewiss als ungerecht und unverdient gefühlt. Die neue Gesellschaft hat ihnen ihre soziale Existenz und hauptsächlich ihren Platz genommen. Ein Zurückweisen in ihrem Inneren dieser neuen Welt ist verständlich. Sie werden ( Lebensalter ) wenig bereit sein, die andere Sprache, die Sprache der Welt zu lernen, in welcher sie keinen Platz haben.

Ich habe gefunden, dass bereits in der Schule ( Staatsbürger-Kunde-Unterricht ) Element der deutschen Sprache ( im Westen ) als böse Wörter dargestellt wurden. Mir scheint es logisch, dass in den Diensten darauf geachtet wurde, wie die Mitarbeiter sprachen. Diese Mitarbeiter waren Militärs, und Militärs haben starke Gewohnheiten...

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#42

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:56
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #41
Zitat von seaman im Beitrag #39
[...]
Bzgl. „Sprachstrukturen der DDR“ - auch da bist du sicher sehr viel erfahrener als ich, aber auch hier der Hinweis: Weiterentwicklung und Gegenwartseinflüsse - vielleicht?

Doch : Nichts kann manchmal profitabler sein, als sich zu zweifeln. Wir entdecken etwas, was wir ignorierten.

Ein prima Satz!

Und alle haben wir ein Recht auf Irrtum - möchte ich hinzufügen.
Allein „die Lüge“ ist sinnlos.


Seaman



Guten Abend und danke für die Sorgfalt, die Du meinen Antworten erwiesen hast,

Es gibt ein psychologisches Argument : Die Mitarbeit der Dienste in der DDR gehörten zur Elite. Ihren Sturz haben sie gewiss als ungerecht und unverdient gefühlt. Die neue Gesellschaft hat ihnen ihre soziale Existenz und hauptsächlich ihren Platz genommen. Ein Zurückweisen in ihrem Inneren dieser neuen Welt ist verständlich. Sie werden ( Lebensalter ) wenig bereit sein, die andere Sprache, die Sprache der Welt zu lernen, in welcher sie keinen Platz haben.

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Für Dich wahrscheinlich schlüssig.
Geh mal davon aus das jeder Ostspion die Sprache (incl.slang) des damals potentiellen Gegners besser beherrschte als der zu bearbeitende geheimdienstliche Gegner.

seaman


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 20:00 | nach oben springen

#43

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:04
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Ich hab die Geschichte schon letztes Jahr gefunden. Was mich ehrlich gesagt wundert, in welchem Kontext der "Erlebnisbericht" veröffentlicht wurde. Auf einer Seite über UFO's, Esoterik und sonstigen Ergüssen.......werft mal ein Blick in das zu der Webseite gehörige Forum................die sind ziemlich durch.........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#44

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:07
von damals wars | 12.171 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #21
[quote=damals wars|p321704]http://de.wikipedia.org/wiki/Offizier_im_besonderen_Einsatz

sein MfS-Gehalt lief auf ein anderes Konto,
das kann ich mir vorstellen,
er wollte ja im VEB auch nicht auffliegen,
]
Lutze


Fällt mir doch dazu doch noch was ein, beim Studium hatten wir einen dabei der viel durch sein übermäßig hohes Stipentium auf. Einer von uns hatte mal Einblick in die entsprechende Liste, allerdings hatte der durch sein unauffälliges Verhalten schon vorher seinen Ruf weg.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#45

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:33
von Mike59 | 7.965 Beiträge

So richtig sehe ich da nicht durch - bin ja kein Insider - hier mal etwas weiter vor dem betreffenden ess ess Text

Zitat
Bekenntnisse eines Ehemaligen Offiziers der Stasi

Ich habe immer wieder versucht Texte einzufügen, die mir beim Schreiben einfallen und die ich unbedingt hinzufügen sollte. Ich überlege dann, wo es hineinpasst und verliere dadurch aber den Zusammenhang. Jetzt habe ich die Nase voll und versuchs mit einer Einleitung.
Also, es ist nehmlich so, dass es zu den ganzen Ereignissen der Wendezeit aus der Sicht eines Stasischweines noch einiges zu schreiben gibt.
Denn die einen sagen ja heute, die Wendezeit begann mit den Montagsdemos in Leipzig, andere sagen, es begann mit der Flüchtlingswelle in den Botschaften. Ausgangspunkt dafür, damit das überhaupt klappen konnte, waren aber die veränderten gesellschaftspolitischen Bedingungen in den Ländern wie Ungarn oder CSSR, aber noch wichtiger und davor lagen Veränderungen in der UdSSR unter Gorbatschow. Also, wo will man anfangen, warum gabs die Mauer überhaupt. Eigentlich war Hitler daran schuld. Und vor Hitler?.
Es ist also völlig klar, es gibt keinen Anfang. Wie in der physikalischen Realität, so auch der Gesellschaftspolitischen. Genauso schwammig verhält es sich auch normalerweise mit den objektiven Einschätzungen zur Wendezeit. Die unten genannten RT (Rollkragenträger) und SU (Schlipsumbinder) sind zu objektiven Einschätzungen nicht in der Lage, das beweisen sie bis Heute.


Auf alle Fälle weiß ich jetzt was "RT" und "SU" sind - war mir so nicht wirklich geläufig. Der Rest ist unterhaltsam mehr nicht.


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 20:33 | nach oben springen

#46

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:36
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #42
Zitat von Stringer49 im Beitrag #41
Zitat von seaman im Beitrag #39
[...]
Bzgl. „Sprachstrukturen der DDR“ - auch da bist du sicher sehr viel erfahrener als ich, aber auch hier der Hinweis: Weiterentwicklung und Gegenwartseinflüsse - vielleicht?

Doch : Nichts kann manchmal profitabler sein, als sich zu zweifeln. Wir entdecken etwas, was wir ignorierten.

Ein prima Satz!

Und alle haben wir ein Recht auf Irrtum - möchte ich hinzufügen.
Allein „die Lüge“ ist sinnlos.


Seaman



Guten Abend und danke für die Sorgfalt, die Du meinen Antworten erwiesen hast,

Es gibt ein psychologisches Argument : Die Mitarbeit der Dienste in der DDR gehörten zur Elite. Ihren Sturz haben sie gewiss als ungerecht und unverdient gefühlt. Die neue Gesellschaft hat ihnen ihre soziale Existenz und hauptsächlich ihren Platz genommen. Ein Zurückweisen in ihrem Inneren dieser neuen Welt ist verständlich. Sie werden ( Lebensalter ) wenig bereit sein, die andere Sprache, die Sprache der Welt zu lernen, in welcher sie keinen Platz haben.

Stringer49




Für Dich wahrscheinlich schlüssig.
Geh mal davon aus das jeder Ostspion die Sprache (incl.slang) des damals potentiellen Gegners besser beherrschte als der zu bearbeitende geheimdienstliche Gegner.

seaman


Eben. Es gibt ein Motiv perfekt zu sein - « Ostspion ». Das ist eine Mission, die realisiert werden muss, aus Überzeugung oder für Geld.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#47

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Für mich ist der ganze Käse (O-Ton ehem. Chef) das MfS betreffend sowieso nicht soo wichtig, die Jungs sind verdient abgewickelt und wir ehemaligen DDR-Bürger können uns auch ohne irgendwelche schriftstellerischen Ergüsse auf die Truppe einen Reim machen.


hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#48

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:40
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #46



Eben. Es gibt ein Motiv perfekt zu sein - « Ostspion ». Das ist eine Mission, die realisiert werden muss, aus Überzeugung oder für Geld.
Stringer49


Genau.
Deshalb auch aus Überzeugung.
seaman


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 20:41 | nach oben springen

#49

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 23:47
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #43
Ich hab die Geschichte schon letztes Jahr gefunden. Was mich ehrlich gesagt wundert, in welchem Kontext der "Erlebnisbericht" veröffentlicht wurde. Auf einer Seite über UFO's, Esoterik und sonstigen Ergüssen.......werft mal ein Blick in das zu der Webseite gehörige Forum................die sind ziemlich durch.........


Och ne . Muß man sich nicht antun? Habe da vor längerem mal reingeluschert....ist wohl nur was für echte Fan's


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 00:58
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Für mich ist der ganze Käse (O-Ton ehem. Chef) das MfS betreffend sowieso nicht soo wichtig, die Jungs sind verdient abgewickelt und wir ehemaligen DDR-Bürger können uns auch ohne irgendwelche schriftstellerischen Ergüsse auf die Truppe einen Reim machen.




Na wenn das nicht mal ein Statement ist. Kurz, direkt und ehrlich.



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#51

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 03:02
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #50
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Für mich ist der ganze Käse (O-Ton ehem. Chef) das MfS betreffend sowieso nicht soo wichtig, die Jungs sind verdient abgewickelt und wir ehemaligen DDR-Bürger können uns auch ohne irgendwelche schriftstellerischen Ergüsse auf die Truppe einen Reim machen.




Na wenn das nicht mal ein Statement ist. Kurz, direkt und ehrlich.


Ja,für Dich reicht das auch.
Nur mal als Zwischenfrage,was erhebt einen Kurzzeitgrenzer von der Dienstzeit,dazu ein Statement abzugeben....

seaman


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#52

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 04:22
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Für mich ist der ganze Käse (O-Ton ehem. Chef) das MfS betreffend sowieso nicht soo wichtig, die Jungs sind verdient abgewickelt und wir ehemaligen DDR-Bürger können uns auch ohne irgendwelche schriftstellerischen Ergüsse auf die Truppe einen Reim machen.




du schreibst also für "alle" ehemaligen DDR-Bürger?


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#53

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 07:31
von damals wars | 12.171 Beiträge

Viele von ihnen haben ihren Platz in der Bundesrepublik gefunden.
Wie habe ich mich gefreut,als ein kohlscher Staatsekretär einem ehemaligen Oberst der HVA die Hand schüttelte. Wenn der gewußt hätte!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#54

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 08:29
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #25
und der Einsatz des Mitarbeiters in einer KD und besonders den weiteren Werdegang in der Firma in einer Mischung aus Hauptamtlicher Mitarbeiter,IM,OIBE,und etwas,was einem Kundschafter nahe kommt.Besonders lustig ist auch die Begegnung mit einem Kundschafter aus dem NSW in einer hochgeheimen Villa(was sonst)um dort abzusprechen wie man gegen die Militärspione vorzugehen gedenkt.


hast du jemals die bücher mit frau dr. gabriele gast und ihre ersten erlebnisse in der ddr, im bezirk k-m-st, gelesen ? sagt dir (ohne zu googlen) die abkürzung kw/ ko etwas ? ist bzw. war dir bekannt, wie damalige imb regelmässig motiviert wurden ?


Zitat von KARNAK im Beitrag #25
Das ist natürlich nur meine Meinung und man muss natürlich nicht der Gleichen sein,seinen gesunden Menschenverstand sollte man aber schon benutzen und über diesen Erlebnisbericht etwas nachdenken,besonders wenn man die Strukturen und die Karriereabläufe in der Firma wenigstens ein bisschen kennt und zwar aus dem echten Leben und nicht aus irgendwelchen,im Nachhinein geschriebenen Büchern.


du kennst dich in strukturen und karriereabläufen im damaligen mfs aus ? ich bin heute noch erstaunt was z.t. alles möglich war (aber nicht durch den bericht zu diesem tread)


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 08:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #51
Zitat von studfri im Beitrag #50
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Für mich ist der ganze Käse (O-Ton ehem. Chef) das MfS betreffend sowieso nicht soo wichtig, die Jungs sind verdient abgewickelt und wir ehemaligen DDR-Bürger können uns auch ohne irgendwelche schriftstellerischen Ergüsse auf die Truppe einen Reim machen.




Na wenn das nicht mal ein Statement ist. Kurz, direkt und ehrlich.


Ja,für Dich reicht das auch.
Nur mal als Zwischenfrage,was erhebt einen Kurzzeitgrenzer von der Dienstzeit,dazu ein Statement abzugeben....

seaman



Na dann mal einen guten Morgen ans andere Ende der Welt.
Ob nun, wie du es so schön abwertend nennst, Kurzzeitgrenzer oder halt hehener Abwehrkämpfer an der Friedensfront, uns eint jedenfalls eines, verarscht wurden sind wir am Ende alle gleich, die Sichtweise auf den Grad der Verarschung ist wohl eine andere.
Ich maße mir auch weiterhin an, als nur Kurzzeitgrenzer, eine Meinung zu haben betreffs eines Teiles meiner Vergangenheit der sich nennt Leben in der DDR.


zuletzt bearbeitet 15.01.2014 09:04 | nach oben springen

#56

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 08:55
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #50
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Für mich ist der ganze Käse (O-Ton ehem. Chef) das MfS betreffend sowieso nicht soo wichtig, die Jungs sind verdient abgewickelt und wir ehemaligen DDR-Bürger können uns auch ohne irgendwelche schriftstellerischen Ergüsse auf die Truppe einen Reim machen.




Na wenn das nicht mal ein Statement ist. Kurz, direkt und ehrlich.



Einspruch auf der ganzen Linie:
Wenn das so einfach wäre, dann bräuchten wir uns um die Geschichtsaufarbeitung keine Gedanken mehr zu machen! Mehr noch: dann könnten wir auch dieses Forum hier schließen!!
Machen wir es uns doch einfach: wir " brechen einfach den Stab" über eine Personengruppe, weisen ihnen alle Schlechtigkeiten dieser Welt zu, dichten ihnen die schlimmsten Charaktereigenschaften und freuen uns diebisch, dass diese Personengruppe für uns alle als Sündenbock fungiert.
Der Herr Gott oder wer auch immer, bewahre uns vor den Studfris dieser Welt!!

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#57

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 09:35
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Morgen,

vielleicht können wir zum eigentlichen Objekt der Diskussion zurückkehren.

Ist es möglich, dass in Deutschland die Mitarbeiter des Dienstes MfS strenger behandelt wurden als die Mitarbeiter der verschiedenen Sicherheitsdienste des Dritten Reiches ? Ich denke dabei an die Abwehr.

Daraus ergibt sich eine weitere Frage : Die innere Aussöhnung und die relative Nachsicht für aktive Nationalsozialisten und SS/Gestapo-Angehörige, war sie notwendig, weil Deutschland jede «Hand» brauchte ( Wiederaufbau und Bedrohung durch die Sowjetunion Stalins = Sichtweise im Westen ) ? Nach der DDR, der Überschuss an Arbeitskraft liess eine grosse innere Aussöhnung weniger notwendig erscheinen ?

Meine Frage berührt das Sujet des Elitenwechsels und die Realität, dass sich wenige Angehörige des MfS öffnen. Und des gibt noch eine juristische Dimension : Das Kriterium der « Systemnähe », welches juristisch gesehen eine Vermengung des Strafrechts und des Sozialrechts (Pensionen) darstellen könnte.

Sicher : Revolutionen sind nie ein Alltag im Kloster. Man denke an die Jahre Cromwells...

Stringer49


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#58

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 09:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Da die kurze Darstellung meiner Sicht auf die Dinge nun ein wenig zu einem Aufreger mutiert ist, noch etwas kurz dazu.
Die ständige Gewichtung des Themas "MfS" in Bezug auf die ehemalige DDR drängt den Eindruck auf das MfS war die DDR oder die DDR war das MfS.
Die akribische Spät-Forschung ob dieser Geheimdienst nebst seiner Mitarbeiter nun gut oder böse war erscheint wie das letztendlich wichtigste Resultat aus 40 Jahren Existenz dieses Staates.
Mir und sicherlich vielen anderen auch, hängt das, volkstümlich ausgedrückt, einfach langsam zum Hals heraus.
Wirklich wichtige Fragen, wie z.B. diese unheimliche Ignoranz der damals herrschenden gegenüber den Tatsachen, die sträfliche Nichtmitnahme der verwalteten Masse der DDR-Bürger u.s.w. werden nach kurzer Zeit sofort überlagert vom nervigen Kleinklein über einen Geheimdienst.


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zuletzt bearbeitet 15.01.2014 09:49 | nach oben springen

#59

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 10:29
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #54


du kennst dich in strukturen und karriereabläufen im damaligen mfs aus ? ich bin heute noch erstaunt was z.t. alles möglich war (aber nicht durch den bericht zu diesem tread)

O.k.sicher habe ich da Schwächen,ansonsten können wir uns auf diesen Satz einigen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#60

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2014 10:30
von ABV | 4.202 Beiträge

Nein, Andreas. Du hast da etwas falsch verstanden. Die Äußerung von Studfri war für mich weit eher der Grund, auf deinen Post zu reagieren. Weil dieser User, angeblich ein Geschichtsstudent, sich immer wieder anmaßt, Pauschalurteile über MfS-Mitarbeiter oder auch andere "staatsnahe Berufsgruppen" aus der Ex-DDR zu fällen, obwohl er von der Materie überhaupt keine Ahnung hat.
Das hat sich unter anderem bereits durch eine andere Bemerkung dieses selbst ernannten "Experten" gezeigt: sinngemäß äußerte er, "dass sich MfS-Mitarbeiter im vollen Bewusstsein einem Unrechtsregime andienten."
Wie borniert und vernagelt muss man sein, um Menschen so etwas zu unterstellen! MfS-Mitarbeiter wurde man in aller Regel in sehr jungen Jahren. Wer kann schon behaupten, beispielsweise als neunzehnjähriger junger Spund, im Jahre 1983, den wahren Charakter der DDR erkannt zu haben? Ganz sicher niemand! Mit dem Wissen von Heute, wäre kaum jemand MfS-Mitarbeiter geworden. Oder Volkspolizist, Grenztruppen-Offizier, oder, oder........
Fragen wir doch mal so: was wäre aus dem User Studfri geworden, wenn er im Jahre 1966 in der DDR geboren und aufgewachsen wäre????????
Ob er diese Frage wohl ehrlich beantworten kann??

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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