#21

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.01.2014 21:09
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #19
http://de.wikipedia.org/wiki/Offizier_im_besonderen_Einsatz

Zum regulären Gehalt aus ihrer offiziellen Abdecktätigkeit, das dem Führungsoffizier durch Beleg nachzuweisen war, erhielten Offiziere im besonderen Einsatz einen Gehaltsausgleich von ihrer MfS-Dienststelle, so dass in der Summe ein Gehalt zur Auszahlung kam, das ihrem Dienstgrad und ihrer Dienststellung im MfS entsprach. Überzahlungen über dieses Gehalt hinaus waren entgegen anderslautenden Publikationen zu dieser Frage nicht zulässig

er hatte 2 Identitäten,
sein MfS-Gehalt lief auf ein anderes Konto,
das kann ich mir vorstellen,
er wollte ja im VEB auch nicht auffliegen,
eine andere Frage beschäftigt mich noch,
sein DDR-kritischer Arbeitskollege im VEB,
er schreibt,es müssen noch andere `
inoffizielle Mitarbeiter in seinen Kollektiv
gewesen sein,mag richtig sein,
waren solche Meinungen seinen Vorgesetzten beim MfS
nicht zu melden?,zumal er weiß,es könnte noch ein anderer
über ihn ein Bericht geschrieben haben?,und er hat nichts getan?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#22

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 12:44
von Barbara (gelöscht)
avatar

Es ist ja interessant, dass hier sofort wieder Autorenschaft in Zweifel gezogen wird. Warum denn? Warum sollte sich jemand eine solche Mühe machen, über Jahre eine Lebensgeschichte aufzuschreiben, die vielleicht niemand liest? Da müsste man doch bescheuert sein!
Hört doch mal auf damit, dauernd "absolutes Wissen" zu propagieren, das gibt es nicht!!!

Ich werde den Bericht auf jeden Fall lesen und zwar komplett und meinen Eindruck wiedergeben.
Danke für's Verlinken!
.


studfri hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#23

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 13:32
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #22
Es ist ja interessant, dass hier sofort wieder Autorenschaft in Zweifel gezogen wird. Warum denn? Warum sollte sich jemand eine solche Mühe machen, über Jahre eine Lebensgeschichte aufzuschreiben, die vielleicht niemand liest? Da müsste man doch bescheuert sein!
Hört doch mal auf damit, dauernd "absolutes Wissen" zu propagieren, das gibt es nicht!!!

Ich werde den Bericht auf jeden Fall lesen und zwar komplett und meinen Eindruck wiedergeben.
Danke für's Verlinken!
.


Guten Tag, Barbara,

Ich kann und werde nicht für alle sprechen können. Ich habe (in einer anderen Sprache) in einem Beruf gearbeitet, wo ich sehr gut zuhören und auch sehr gut lesen musste um zu wissen, ob das die Wahrheit ist oder nicht. Diese Regel gilt auch für historische Texte, Zeugendispositionen zum Beispiel. Bevor ich eine Fussnote einsetze in meine Darstellung, sollte ich wissen, ob das glaubhaft ist. Ist es ein Text eher Typ Fiction oder ist es wirklich eine Zeugendisposition.

Warum Menschen, das ist Deine Frage, sich eine andere Haut überstreifen - ich weiss es nicht. Manchmal ist es eine intellektuelle Übung; wir wollen etwas sagen, was wir anders nicht sagen können, wir fabulieren, wir erproben unsere Schreibkunst.

Ich habe auf dem Bahnhof das Buch von Thomas Sanders, The Playground, gefunden und gelesen. Dann habe ich die Übersetzung bemerkt: Todeszone. Und der Verleger machte den deutschen Leser glauben, dass die Story authentisch sei. Es gibt Parallelen zwischen dem Text «Stasischwein » und dem Buch von Sanders.

Für mein Buch habe ich sehr viel in den Archiven gelesen und Menschen aus der DDR zugehört. Für jemanden, der, er sagt das in seinem Text, sechzig Jahre alt sein sollte, ist die Sprache zu frisch. Dazu gibt es Dinge, welche ich bemerkt habe und welche mich verwundert haben.

Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen. Wenn sie es tun, dann (Lebensalter) sehr oft mit Sprachstrukturen aus der DDR. Das ist, ich glaube das, ganz normal. Dieser Eindruck fehlte mir in diesem Text.

Doch : Nichts kann manchmal profitabler sein, als sich zu zweifeln. Wir entdecken etwas, was wir ignorierten. Gute Lektüre.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Hans und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#24

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 13:55
von Alfred | 6.864 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #1
Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. Stasischweins ( <--- Zitat )


die damaligen erlebnisse (insgesamt 5 seiten) eines ehem. mfs mitarbeiters dürften recht interesannt sein, beantworten sie auch viele themen und fragen aus diesem forum:

http://gaeste.die-fremden-welten.de/G-K/Bekenntnisse5.php


interessant z.b. die schilderungen zum gefangenentransport und was ihn 1990 davor bewahrte den schädel eingeschlagen zu bekommen. ab und an ist es leider etwas geschwurbel, dass klärt sich aber wieder nach ein paar zeilen...



Wie findest Du denn das Werk ?


nach oben springen

#25

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 14:41
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #12
Zitat von KARNAK im Beitrag #7
Möchte da aus meinen Herz keine Mördergrube machen.Für mich ist das eine Geschichte die jemand geschrieben hat,der sich wohl zum Mfs belesen hat,sicher auch ein gewisses literarisches Talent hat,aber nie bei der Firma war


na dann mal los, beispiele würden mich interessieren...

Das verlangst Du doch nicht im Ernst von mir.Ich könnte nun den ganzen Text einzeln nach Unsinnigkeiten zerpflücken,dass habe ich schon geschrieben,will aber nicht langweilen.Wenn Du auch nur ein paar Jahre beim Mfs gearbeitet hast,egal in welchem Bereich und diesen "Erlebnisbericht" wirklich auch gelesen hast,musst Du doch feststellen das er vor Unsinnigkeiten nur so strotzt.Das beginnt bei dem Anfang der Karriere,die ja eigentlich bei der K stattfinden sollte und dem Prozedere der anschließenden Anwerbung für das Mfs,der vorher erforderlichen Parteiaufnahme und wie die ablief und der Einsatz des Mitarbeiters in einer KD und besonders den weiteren Werdegang in der Firma in einer Mischung aus Hauptamtlicher Mitarbeiter,IM,OIBE,und etwas,was einem Kundschafter nahe kommt.Besonders lustig ist auch die Begegnung mit einem Kundschafter aus dem NSW in einer hochgeheimen Villa(was sonst)um dort abzusprechen wie man gegen die Militärspione vorzugehen gedenkt.
Ja, und wenn es vielleicht auch nebensächlich ist,welcher ehemalige Angehörige des Mfs,noch dazu einer mit einer entsprechenden Einstellung zu der Firma,kürzt die mit SS ab?Was ja wohl StaatSSicherheit heißen soll,vorher hieß es mal eine Weile SchutzStaffel.Ich vermute mal einfach,der gute Mann ist nicht mal ein ehemaliger DDR-Bürger,sondern einer aus den alten Bundesländern mit einem merkwürdigen Geltungsbedürfnis,was nun heute nicht ganz ungewöhnlich ist.
Das ist natürlich nur meine Meinung und man muss natürlich nicht der Gleichen sein,seinen gesunden Menschenverstand sollte man aber schon benutzen und über diesen Erlebnisbericht etwas nachdenken,besonders wenn man die Strukturen und die Karriereabläufe in der Firma wenigstens ein bisschen kennt und zwar aus dem echten Leben und nicht aus irgendwelchen,im Nachhinein geschriebenen Büchern.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 14:43 | nach oben springen

#26

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 14:51
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

ne ne ne ne @karnak du hast nicht genau gelesen.......
SS in diesem text bedeutet STASISCHWEIN.......

by the way...
ich halte den text nicht für unecht,auch wenn er fehler hat.


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 14:53 | nach oben springen

#27

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:06
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #26


by the way...
ich halte den text nicht für unecht,auch wenn er fehler hat.


Na ja,
ich ordne diesen Roman unter schriftstellerischer Freiheit ein.
Nicht vergessen,auch andere Ehemalige aus dem Geheimdienstmetier haben in biographischer Romanform hier ihr Leben reflektiert.

Und dabei bedenken:
"Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen."
Zitat Stringer49

seaman


Alfred und werner haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 15:13 | nach oben springen

#28

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:29
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #26
ne ne ne ne @karnak du hast nicht genau gelesen.......
SS in diesem text bedeutet STASISCHWEIN.......

by the way...
ich halte den text nicht für unecht,auch wenn er fehler hat.

Gut,nehme ich den Punkt zurück,irgendwie trotzdem eine merkwürdige Abkürzung.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#29

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:34
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #27

Na ja,
ich ordne diesen Roman unter schriftstellerischer Freiheit ein.
Nicht vergessen,auch andere Ehemalige aus dem Geheimdienstmetier haben in biographischer Romanform hier ihr Leben reflektiert.

Und dabei bedenken:
"Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen."
Zitat Stringer49

seaman



hmm seaman
dem KÖNNTE man entgegnen,trifft dies auf alle 90000 offiziellen MA zu?schwierig zu sagen oder?


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 15:35 | nach oben springen

#30

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #29
Zitat von seaman im Beitrag #27

Na ja,
ich ordne diesen Roman unter schriftstellerischer Freiheit ein.
Nicht vergessen,auch andere Ehemalige aus dem Geheimdienstmetier haben in biographischer Romanform hier ihr Leben reflektiert.

Und dabei bedenken:
"Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen."
Zitat Stringer49

seaman



hmm seaman
dem KÖNNTE man entgegnen,trifft dies auf alle 90000 offiziellen MA zu?schwierig zu sagen oder?



Sicher nicht.
Aber erfahrungsgemäss gibt es Bereiche,ohne andere ehemalige MfS-Mitarbeiter damit abzuwerten, die etwas mehr im Fokus des Interesses stehen.
Da sind viele Akten vernichtet worden und das Wissen wird durch das Ableben Beteiligter für immer verloren gehen.
Speziell denke ich da gerade an die HVA und Spionageabwehr des MfS.Ohne jetzt die Gruende zu benennen,genau hier trifft diese Aussage zu:
"Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen."

seaman


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 15:53 | nach oben springen

#31

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:54
von Alfred | 6.864 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #29
Zitat von seaman im Beitrag #27

Na ja,
ich ordne diesen Roman unter schriftstellerischer Freiheit ein.
Nicht vergessen,auch andere Ehemalige aus dem Geheimdienstmetier haben in biographischer Romanform hier ihr Leben reflektiert.

Und dabei bedenken:
"Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen."
Zitat Stringer49

seaman



hmm seaman
dem KÖNNTE man entgegnen,trifft dies auf alle 90000 offiziellen MA zu?schwierig zu sagen oder?



Werner,

Du musst mal sehen, wie viele Mitarbeiter von den rund 90.000 überhaupt in operativen Diensteinheiten tätig waren.
Dann rechne - wie Seaman bereits geschrieben hat - die Personen ab, die seit 1990 verstorben oder nicht mehr in der Lage sind erlebtes zu berichten. Das werden von Jahr zu Jahr weniger.....


nach oben springen

#32

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 16:17
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

na gut ihr beiden ist schon schwierig sich das vorzustellen.
zumindest hat derjenige ,wenn er denn tatsache ein fake ist ,recht gut recherchiert, oder meint ihr nicht ?aber das argument von dir alfred (operative DE ) zieht schon.auch das argument "werden von jahr zu jahr weniger".......
ich muss aber sagen das es sich ganz gut liest.
grüße an euch beiden
HG


nach oben springen

#33

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 16:23
von Alfred | 6.864 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #32
na gut ihr beiden ist schon schwierig sich das vorzustellen.
zumindest hat derjenige ,wenn er denn tatsache ein fake ist ,recht gut recherchiert, oder meint ihr nicht ?aber das argument von dir alfred (operative DE ) zieht schon.auch das argument "werden von jahr zu jahr weniger".......
ich muss aber sagen das es sich ganz gut liest.
grüße an euch beiden
HG


Werner,

ich habe mir nicht den ganzen Beitrag durchgelesen.
Aber einiges finde ich seltsam. Er schreibt ja, dass er viele Jahre im MfS gedient hat. Er schreibt z.B. von der Abt. XXVI . "Jeden" Mitarbeiter war bekannt, dass es eine Abt. 26 gab. Die schrieb sich eben nicht XXVI. Dann passen da aus meiner Sicht auch einiges andere Sachen nicht so recht. Aber soll er schreiben ...


nach oben springen

#34

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 16:41
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #8
Zitat von KARNAK im Beitrag #7
Möchte da aus meinen Herz keine Mördergrube machen.Für mich ist das eine Geschichte die jemand geschrieben hat,der sich wohl zum Mfs belesen hat,sicher auch ein gewisses literarisches Talent hat,aber nie bei der Firma war,sich auch nie bei der Polizei beworben hat.Das weiß auch jeder Insider,besonders die ohne Anführungszeichen.Wenn man solche Geschichten als"Erlebnisberichte"einordnet,dann soll man auch nicht über gewisse "Erlebnisberichte"von Kämpfern gegen die DDR-Diktatur,über Röntgenkanonen und Wasserfolter meckern.Weiß auch nicht was manche Leute zu solchen Lächerlichkeiten treibt.


Ist diese Einschätzung nur so ein "Bauchgefühl" oder gibts auch Eckpunkte an denen Du das fest machst, dass das ein Fake ist?


Also, so einfach wurde man nicht SED Mitglied,alles begann mit einer Kanditatenzeit (Bewährungszeit)!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#35

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 16:52
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #34


Also, so einfach wurde man nicht SED Mitglied,alles begann mit einer Kanditatenzeit (Bewährungszeit)!


Auch das.
Und zu einem anderen Beitrag.Wenn man auch noch so gut recherchiert,es ist verdammt schwierig seine eigene Geschichte zu schreiben,die in einem bestimmten historischen Zeitabschnitt und in einem ganz speziellen Bereich einer Gesellschaft stattgefunden haben soll,es aber nicht ist und wenn diese Geschichte von jemanden gelesen wird,der in diesem Zeitabschnitt gelebt und in diesem speziellen Bereich eine Weile gearbeitet hat.Eigentlich ist es unmöglich die Geschichte so zu schreiben,dass bei dem letzt Genannten keine Fragen auftauchen.Denn es gibt immer Dinge,die nicht in irgendwelchen Geschichtsbüchern stehen,besonders wenn die auch von Außenstehenden geschrieben werden.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#36

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 17:00
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

alfred
ich kann mich nur auf das verlassen ,was ich von euch MA lerne oder erzählt bekomme.natürlich kann ich dann noch auf diverse literatur etc pp zurückgreifen


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 17:01 | nach oben springen

#37

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 17:34
von damals wars | 12.218 Beiträge

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, das eine völlig unbeleckte Person mit so einem wichtigen Fall der Gegenspionage betraut wird, da muss ja "Putin" völlig versagt haben?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
seaman und SCORN haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 17:34 | nach oben springen

#38

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 18:33
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Stringer49 im Beitrag #23
[quote=Barbara|p321825]Es ist ja interessant, dass hier sofort wieder Autorenschaft in Zweifel gezogen wird. Warum denn? Warum sollte sich jemand eine solche Mühe machen, über Jahre eine Lebensgeschichte aufzuschreiben, die vielleicht niemand liest? Da müsste man doch bescheuert sein!
Hört doch mal auf damit, dauernd "absolutes Wissen" zu propagieren, das gibt es nicht!!!

Ich werde den Bericht auf jeden Fall lesen und zwar komplett und meinen Eindruck wiedergeben.
Danke für's Verlinken!
.



Vielen Dank für deinen Beitrag Stringer49!


Ich kann und werde nicht für alle sprechen können.

Ich auch nicht.

Ich habe (in einer anderen Sprache) in einem Beruf gearbeitet, wo ich sehr gut zuhören und auch sehr gut lesen musste um zu wissen, ob das die Wahrheit ist oder nicht. Diese Regel gilt auch für historische Texte, Zeugendispositionen zum Beispiel. Bevor ich eine Fussnote einsetze in meine Darstellung, sollte ich wissen, ob das glaubhaft ist. Ist es ein Text eher Typ Fiction oder ist es wirklich eine Zeugendisposition.

Diese Regel gilt sicher insbesondere für historische Texte und Zeugendispositionen, das sehe ich auch so. Das genaue und sorgfältige Zuhören und Lesen, sowie die Einbeziehung des persönlichen (soweit möglich) und gesellschaftlichen Kontextes eines Autors / (Zeit-)Zeugen, halte ich für eine grundsätzliche Voraussetzung für seriöse Beurteilungen von Umständen und Ereignissen. Wenn du damit berufliche Erfahrungen gemacht hast, finde ich das überaus interessant.

Warum Menschen, das ist Deine Frage, sich eine andere Haut überstreifen - ich weiss es nicht. Manchmal ist es eine intellektuelle Übung; wir wollen etwas sagen, was wir anders nicht sagen können, wir fabulieren, wir erproben unsere Schreibkunst.

Sicher können alle oben von dir genannten Gründe hierfür eine Rolle spielen.
In jedem Fall aber sagt ein Autor auch etwas über sich selbst aus, egal wie fiktiv sein Erzeugnis ist.
Im vorliegenden Fall:
falls der Bericht ein Fake ist, ist der Autor ein Lügner, das wird letztlich nur er allein wissen und er allein muss damit leben, ein Lügner zu sein - denn das ist Sinnlosigkeit - vor allem bzgl. der eigenen Lebensgeschichte. Vertane Zeit.


Ich habe auf dem Bahnhof das Buch von Thomas Sanders, The Playground, gefunden und gelesen. Dann habe ich die Übersetzung bemerkt: Todeszone. Und der Verleger machte den deutschen Leser glauben, dass die Story authentisch sei. Es gibt Parallelen zwischen dem Text «Stasischwein » und dem Buch von Sanders.

Das Buch ist ja ganz offensichtlich erwiesenermaßen eine Fiktion. Also ging es dem Verlag darum, den Verkauf anzukurbeln Ich werde es wohl nicht schaffen, das Buch auch zu lesen. Aber sieh, unser Forum ist eine echte Fundgrube:

Tomas Sanders "Todeszone"

Für mein Buch habe ich sehr viel in den Archiven gelesen und Menschen aus der DDR zugehört.

Klasse! Ist dein Buch schon veröffentlich - in deutscher Übersetzung sogar?

Für jemanden, der, er sagt das in seinem Text, sechzig Jahre alt sein sollte, ist die Sprache zu frisch.

Dieses Argument finde ich interessant.
Man kann nun fragen: „wächst“ Sprache nicht mit? Durch die sich verändernden gesellschaftlichen Umstände, durch Einflüsse aus Gesprächen mit anderen, durch mediale Erzeugnisse? Durch daraus gewonnene (neue) Erkenntnisse?

Mir fiel beim ersten Überfliegen des Textes übrigens ein:
Die Sprache ist durchgängig sehr vulgär, wenn ich richtig gelesen habe, handelt es sich um einen Hauptmann, der zudem nicht ungebildet ist.... aber bevor ich spekuliere, lese ich erstmal richtig.


Dazu gibt es Dinge, welche ich bemerkt habe und welche mich verwundert haben.

Ich bin mir 100% sicher, dass du und die meisten anderen hier sehr viel kompetenter sind als ich, diesen Text zu bewerten Ich habe mich aber dennoch entschieden, dazu etwas zu sagen, sobald ich ihn gründlich gelesen haben - Aus einer anderen Perspektive wahrscheinlich.

Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen. Wenn sie es tun, dann (Lebensalter) sehr oft mit Sprachstrukturen aus der DDR. Das ist, ich glaube das, ganz normal. Dieser Eindruck fehlte mir in diesem Text.

Bzgl. „Sprachstrukturen der DDR“ - auch da bist du sicher sehr viel erfahrener als ich, aber auch hier der Hinweis: Weiterentwicklung und Gegenwartseinflüsse - vielleicht?

Doch : Nichts kann manchmal profitabler sein, als sich zu zweifeln. Wir entdecken etwas, was wir ignorierten.

Ein prima Satz!

Und alle haben wir ein Recht auf Irrtum - möchte ich hinzufügen.
Allein „die Lüge“ ist sinnlos.



Gute Lektüre.
Stringer49


Vielen Dank!
Barbara


Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:24
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #38
Zitat von Stringer49 im Beitrag #23
[quote=Barbara|p321825]Es ist ja interessant, dass hier sofort wieder Autorenschaft in Zweifel gezogen wird. Warum denn? Warum sollte sich jemand eine solche Mühe machen, über Jahre eine Lebensgeschichte aufzuschreiben, die vielleicht niemand liest? Da müsste man doch bescheuert sein!
Hört doch mal auf damit, dauernd "absolutes Wissen" zu propagieren, das gibt es nicht!!!

Ich werde den Bericht auf jeden Fall lesen und zwar komplett und meinen Eindruck wiedergeben.
Danke für's Verlinken!
.



Vielen Dank für deinen Beitrag Stringer49!


Ich kann und werde nicht für alle sprechen können.

Ich auch nicht.

Ich habe (in einer anderen Sprache) in einem Beruf gearbeitet, wo ich sehr gut zuhören und auch sehr gut lesen musste um zu wissen, ob das die Wahrheit ist oder nicht. Diese Regel gilt auch für historische Texte, Zeugendispositionen zum Beispiel. Bevor ich eine Fussnote einsetze in meine Darstellung, sollte ich wissen, ob das glaubhaft ist. Ist es ein Text eher Typ Fiction oder ist es wirklich eine Zeugendisposition.

Diese Regel gilt sicher insbesondere für historische Texte und Zeugendispositionen, das sehe ich auch so. Das genaue und sorgfältige Zuhören und Lesen, sowie die Einbeziehung des persönlichen (soweit möglich) und gesellschaftlichen Kontextes eines Autors / (Zeit-)Zeugen, halte ich für eine grundsätzliche Voraussetzung für seriöse Beurteilungen von Umständen und Ereignissen. Wenn du damit berufliche Erfahrungen gemacht hast, finde ich das überaus interessant.

Warum Menschen, das ist Deine Frage, sich eine andere Haut überstreifen - ich weiss es nicht. Manchmal ist es eine intellektuelle Übung; wir wollen etwas sagen, was wir anders nicht sagen können, wir fabulieren, wir erproben unsere Schreibkunst.

Sicher können alle oben von dir genannten Gründe hierfür eine Rolle spielen.
In jedem Fall aber sagt ein Autor auch etwas über sich selbst aus, egal wie fiktiv sein Erzeugnis ist.
Im vorliegenden Fall:
falls der Bericht ein Fake ist, ist der Autor ein Lügner, das wird letztlich nur er allein wissen und er allein muss damit leben, ein Lügner zu sein - denn das ist Sinnlosigkeit - vor allem bzgl. der eigenen Lebensgeschichte. Vertane Zeit.


Ich habe auf dem Bahnhof das Buch von Thomas Sanders, The Playground, gefunden und gelesen. Dann habe ich die Übersetzung bemerkt: Todeszone. Und der Verleger machte den deutschen Leser glauben, dass die Story authentisch sei. Es gibt Parallelen zwischen dem Text «Stasischwein » und dem Buch von Sanders.

Das Buch ist ja ganz offensichtlich erwiesenermaßen eine Fiktion. Also ging es dem Verlag darum, den Verkauf anzukurbeln Ich werde es wohl nicht schaffen, das Buch auch zu lesen. Aber sieh, unser Forum ist eine echte Fundgrube:

Tomas Sanders "Todeszone"

Für mein Buch habe ich sehr viel in den Archiven gelesen und Menschen aus der DDR zugehört.

Klasse! Ist dein Buch schon veröffentlich - in deutscher Übersetzung sogar?

Für jemanden, der, er sagt das in seinem Text, sechzig Jahre alt sein sollte, ist die Sprache zu frisch.

Dieses Argument finde ich interessant.
Man kann nun fragen: „wächst“ Sprache nicht mit? Durch die sich verändernden gesellschaftlichen Umstände, durch Einflüsse aus Gesprächen mit anderen, durch mediale Erzeugnisse? Durch daraus gewonnene (neue) Erkenntnisse?

Mir fiel beim ersten Überfliegen des Textes übrigens ein:
Die Sprache ist durchgängig sehr vulgär, wenn ich richtig gelesen habe, handelt es sich um einen Hauptmann, der zudem nicht ungebildet ist.... aber bevor ich spekuliere, lese ich erstmal richtig.


Dazu gibt es Dinge, welche ich bemerkt habe und welche mich verwundert haben.

Ich bin mir 100% sicher, dass du und die meisten anderen hier sehr viel kompetenter sind als ich, diesen Text zu bewerten Ich habe mich aber dennoch entschieden, dazu etwas zu sagen, sobald ich ihn gründlich gelesen haben - Aus einer anderen Perspektive wahrscheinlich.

Es gibt sehr wenige Mitarbeiter des MfS, welche sich öffnen. Wenn sie es tun, dann (Lebensalter) sehr oft mit Sprachstrukturen aus der DDR. Das ist, ich glaube das, ganz normal. Dieser Eindruck fehlte mir in diesem Text.

Bzgl. „Sprachstrukturen der DDR“ - auch da bist du sicher sehr viel erfahrener als ich, aber auch hier der Hinweis: Weiterentwicklung und Gegenwartseinflüsse - vielleicht?

Doch : Nichts kann manchmal profitabler sein, als sich zu zweifeln. Wir entdecken etwas, was wir ignorierten.

Ein prima Satz!

Und alle haben wir ein Recht auf Irrtum - möchte ich hinzufügen.
Allein „die Lüge“ ist sinnlos.



Gute Lektüre.
Stringer49


Vielen Dank!
Barbara



Normal wäre,
wenn hier Leute sprechen,die etwas aus eigenem Erleben beizutragen hätten.
Barbara,
das gilt nicht für Deinen Beitrag.

seaman


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 19:28 | nach oben springen

#40

RE: Erlebnisbericht eines ehem. MfS- Offiziers bzw. "Stasischweins" (Zitat)

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:33
von 94 | 10.792 Beiträge

Und dann wäre „die Lüge“ auch nicht (wie vor zwei Beiträgen erwähnt) sinnlos.

*tschuldschung*, aber das war jetzt och 'ne Steilvorlage.

P.S. Ansonsten könnten auch sogenannte 'retroaktive Hemmungen' für die eine oder andere Ungereimtheit in einer selbsterzählten Erinnerung sorgen. Hat ja nicht Jede/r so ein Forum, wo's beim falschen Pieps gleich 'in der Luft zerissen' und dann natürlich auch ordentlichst wieder zusammengesetzt wird.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 19:34 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Jürgen Kurkiewicz (73), genannt "Kukki" war bis 1984 Offizier der Grenztruppen
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Schlutup
10 02.03.2015 11:32goto
von ABV • Zugriffe: 1732
Das Leben als Offizier war auch nicht billig.
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Schlutup
23 05.07.2012 22:38goto
von Schlutup • Zugriffe: 2781
ehem. US Webseite: GRENZER.com noch aktiv?
Erstellt im Forum Grenzbilder innerdeutsche Grenze von reduit
7 17.05.2012 07:30goto
von Thunderhorse • Zugriffe: 1224
User fragen - ehem. AGT antworten
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Feliks D.
33 23.07.2010 23:17goto
von Asso • Zugriffe: 2169
Ticken ehem.Grenztruppen ein wenig anders ?
Erstellt im Forum Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien von Kasernenbesitzer
67 02.07.2010 21:31goto
von P3 • Zugriffe: 6995
Sollte den ehem. MA des MfS der „Prozess“ gemacht werden ?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Feliks D.
203 21.08.2015 03:23goto
von Potsdamerin • Zugriffe: 14013
Reise erfahrungen ehem grenze DDR
Erstellt im Forum Spurensuche innerdeutsche Grenze von
0 19.11.2009 21:50goto
von NL 63 • Zugriffe: 867
...geflüchteter DDR- Offizier-(objektive Fortsetzung)
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von Augenzeuge
58 08.12.2015 14:42goto
von Johnny • Zugriffe: 17650
Bericht eines geflüchteten DDR-Offiziers v. 1986
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von Augenzeuge
7 09.05.2009 18:56goto
von bruno • Zugriffe: 2051

Besucher
24 Mitglieder und 63 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1431 Gäste und 115 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558804 Beiträge.

Heute waren 115 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen