#1

ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 16:12
von Lutze | 8.035 Beiträge

oft stelle ich mir die Frage,
wenn es den Mielke nicht gegeben hätte,
wer käme zur damaligen Zeit noch in Frage,
den Chef des MfS zu machen,
was mich auch verwundert,Mielke war ein Doppelmörder,
wußte man in der DDR-Führung davon?,
oder wußten die anderen Mitarbeiter des MfS davon?,
sowas als Chef wäre in einigen Augen untragbar gewesen,
was meint ihr dazu?
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 16:26
von schnatterinchen (gelöscht)
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Laß mal Lutze, der Mann war da genau richtig.Ein Stalinist unter Stalinisten von Stalins Gnaden.
Und das Leben zweier Polizisten im Dienst eines bürgerlichen Staates spielte im Kampf um die Macht mal überhaupt keine Rolle.
Diese Morde haben Mielke eventuell sogar zu seinem Aufstieg verholfen.


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#3

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 16:30
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Sehe ich ähnlich. Das geschah ja im Auftrag von oben, nicht als Raubmord oder so. Daher hat es seiner internen Reputation sicher nicht geschadet. Wer weiß, was der noch aus Spanien (danach) alles auf dem Kerbholz hatte? Da war er ja auch schon so ein Sicherheitstyp und er machte immer weiter Karriere.

http://www.wsws.org/de/articles/2000/08/miel-a16.html

Steht wahrscheinlich alles im berühmten "roten Koffer", den er in seinem Bürotresor hatte, wo auch belastende NS-Verhörakten von Honecker dringewesen sein sollen...


zuletzt bearbeitet 11.01.2014 18:48 | nach oben springen

#4

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:02
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Erich Mielke ist wegen Mordes zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worden.Kann mir jemand vom Fach erklären wie man für Mord 6 Jahre Gefängnis erhalten kann?Nach allem was ich von der Geschichte des Mordes weiß,erscheint es mir fraglich ob das alles die Kriterien für Mord erfüllt hat.Ich vermute da ist ein ganzer Teil "klassenkämpferischer" Populismus dahinter gewesen,der gute Erich musste nun für irgendwas verurteilt werden,dass war man sich schuldig,also hat man auf die Geschichte zurückgegriffen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#5

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:08
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

"Gemeinschaftlich begangener" Mord fehlt bei Dir.
Du zweifelst das Urteil an? Oder das Verfahren?


zuletzt bearbeitet 11.01.2014 18:09 | nach oben springen

#6

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:12
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #4
Erich Mielke ist wegen Mordes zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worden.Kann mir jemand vom Fach erklären wie man für Mord 6 Jahre Gefängnis erhalten kann?


Ich bin zwar nicht vom Fach - aber man kann wegen Mordes auch zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt werden.

Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_Huhn :

Nach der deutschen Wiedervereinigung stellte die Staatsanwaltschaft Berlin erneut Ermittlungen in dem Fall an. Diese führten 1996 zu einem Prozess gegen Rudolf Müller. Im Laufe des Verfahrens gestand der Angeklagte, für die tödlichen Schüsse verantwortlich zu sein, machte aber Notwehr geltend. Das Landgericht verurteilte ihn wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung. In der Berufungsverhandlung vor dem Bundesgerichtshof im Jahr 2000 wurde das Strafmaß belassen, aber das Delikt auf Mord geändert, weil das Merkmal der Heimtücke erfüllt sei.

Gruss

icke



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#7

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:13
von Lutze | 8.035 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #4
Erich Mielke ist wegen Mordes zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worden.Kann mir jemand vom Fach erklären wie man für Mord 6 Jahre Gefängnis erhalten kann?Nach allem was ich von der Geschichte des Mordes weiß,erscheint es mir fraglich ob das alles die Kriterien für Mord erfüllt hat.Ich vermute da ist ein ganzer Teil "klassenkämpferischer" Populismus dahinter gewesen,der gute Erich musste nun für irgendwas verurteilt werden,dass war man sich schuldig,also hat man auf die Geschichte zurückgegriffen.

vom Strafmaß bin ich auch erstaunt,
hat keiner beim MfS gewusst,
das der Chef ein Mörder war?
Lutze


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#8

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:14
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Kein Mörder Lutze. Sondern Klassenkämpfer und Revolutionär!


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#9

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:16
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Noch ein Buchtipp zur Vita des Genossen Ministers:

[url]http://www.amazon.de/Leistner-Mielke-Schatten-gefälschten-Biographie/dp/3746680360[/url]

Richtig verlinken geht irgendwie nicht.


zuletzt bearbeitet 11.01.2014 18:18 | nach oben springen

#10

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:16
von ABV | 4.202 Beiträge

@Karnak meint sicher, dass bei einem Mord zwingend eine "lebenslängliche" Haftstrafe verhängt wird. Was in Deutschland bedeutet, dass erst nach fünfzehn Jahren über eine eventuelle Haftentlassung entschieden werden kann. Ob die Aussicht nach fünfzehn Jahren aus der Haft entlassen werden zu können, bei einem Tattergreis Sinn macht, kann jeder für sich selbst beurteilen.
Fakt ist: Mord verjährt nicht! Mielke stand also völlig zu Recht vor dem Gericht! Wie jedoch eine Haftstrafe von lediglich sechs Jahren zustande kam, ist mir ebenfalls schleierhaft. Für Unbehagen sorgte seinerzeit auch der Umstand, dass sich die Anklage in Teilen auf SA-Akten stützte.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#11

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:20
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Wenn man Westfernsehen schaute wusste man schon,dass man dort Erich Mielke als Doppelmörder bezeichnet.NUR die von Ihm mit begangene Tat wurde von uns nicht als Mord angesehen,eher als kämpferisches Verhalten in den Klassenauseinandersetzungen während der Weimarer Republik.Was mich betrifft,aus heutiger Sicht sehe ich es als eine Straftat an,aber eben geschehen in den Wirren dieser Zeit,in der sich Kommunisten und Faschisten viele Auseinandersetzungen auf der Straße geliefert haben und wo es viele Tote auf beiden Seiten gab.Was dabei die Kriterien für Mord erfüllte,es wird sich nur schwer feststellen lassen,man kann es so oder so sehen,passend zur politischen Grundüberzeugung.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 11.01.2014 18:20 | nach oben springen

#12

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:21
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Es wurden dabei zwei Polizisten erschossen. In der Weimarer Republik.


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#13

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:22
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #11
Wenn man Westfernsehen schaute wusste man schon,dass man dort Erich Mielke als Doppelmörder bezeichnet.NUR die von Ihm mit begangene Tat wurde von uns nicht als Mord angesehen,eher als kämpferisches Verhalten in den Klassenauseinandersetzungen während der Weimarer Republik.Was mich betrifft,aus heutiger Sicht sehe ich es als eine Straftat an,aber eben geschehen in den Wirren dieser Zeit,in der sich Kommunisten und Faschisten viele Auseinandersetzungen auf der Straße geliefert haben und wo es viele Tote auf beiden Seiten gab.Was dabei die Kriterien für Mord erfüllte,es wird sich nur schwer feststellen lassen,man kann es so oder so sehen,passend zur politischen Grundüberzeugung.


Die Polizisten wurden aus dem Hinterhalt erschossen. Als sie sich auf einem Streifengang befanden. Somit war das Mordmerkmal "Heimtücke" erfüllt.

Gruß Uwe


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#14

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:24
von ABV | 4.202 Beiträge

In Berlin hatte sich der politische Kampf im Vorfeld des von der KPD unterstützten Volksentscheids zur Auflösung des preußischen Landtages vom 9. August 1931 verschärft. Nachdem bei der wiederholten Räumung des Bülowplatzes in der unmittelbaren Nähe der KPD-Parteizentrale ein Arbeiter von der Polizei erschossen worden war, beriet – nach späteren Aussagen Tatbeteiligter – der Reichstagsabgeordnete Hans Kippenberger unter Mitwirkung von Heinz Neumann mit dem Leiter des Parteiselbstschutzes Berlin-Wedding, Michael Klause, den Plan, den Revierhauptmann der Schutzpolizei, Paul Anlauf, zu erschießen. Dazu fand Klause in Kippenbergers Auftrag in Erich Mielke und Erich Ziemer zwei Freiwillige als Schützen. Am Abend des 9. August 1931 gegen 19.00 Uhr trafen Mielke und Ziemer in der auf das Kino Babylon zulaufenden Weydingerstraße auf die Polizeioffiziere Anlauf, Richard Willig und Franz Lenck. Sie folgten den Polizisten und feuerten hinterrücks aus nächster Nähe auf ihre Opfer. Anlauf war sofort tot, Lenck schleppte sich noch in den Eingang des Kinos; Willig überlebte mit einem Bauchschuss.[2]

Quelle: Wikipedia

Gruß Uwe


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#15

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:25
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Hier kann man den gesamten Tathergang nachlesen, ist leider viel Text: http://www.zeit.de/1991/34/mord-auf-dem-buelowplatz


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#16

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:29
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #13
Zitat von KARNAK im Beitrag #11
Wenn man Westfernsehen schaute wusste man schon,dass man dort Erich Mielke als Doppelmörder bezeichnet.NUR die von Ihm mit begangene Tat wurde von uns nicht als Mord angesehen,eher als kämpferisches Verhalten in den Klassenauseinandersetzungen während der Weimarer Republik.Was mich betrifft,aus heutiger Sicht sehe ich es als eine Straftat an,aber eben geschehen in den Wirren dieser Zeit,in der sich Kommunisten und Faschisten viele Auseinandersetzungen auf der Straße geliefert haben und wo es viele Tote auf beiden Seiten gab.Was dabei die Kriterien für Mord erfüllte,es wird sich nur schwer feststellen lassen,man kann es so oder so sehen,passend zur politischen Grundüberzeugung.


Die Polizisten wurden aus dem Hinterhalt erschossen. Als sie sich auf einem Streifengang befanden. Somit war das Mordmerkmal "Heimtücke" erfüllt.

Gruß Uwe



Gut,wenn das wirklich so war hast Du natürlich recht,aber wie glaubwürdig Ermittlungen gegen Kommunisten damals waren,na ja,zumindest denke ich mir meinen Teil dazu.Auch warum die Beiden einfach mal so 2 Polizisten aus dem Hinterhalt erschießen wollten.Wie auch immer,es kann so oder so gewesen sein,meine Zweifel habe ich in jedem Fall,besonders weil es zum"guten Ton"gehört,dass Erich Mielke sowas verzapft haben muss.Und das sage ich obwohl ich nur noch sehr bedingt ein Fan von Erich Mielke bin.


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#17

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:33
von Lutze | 8.035 Beiträge

wusste man zu DDR-Zeiten,
das Erich Mielke ein Doppelmörder war?,
wie wäre es gewesen früher,
man spricht einen Uniformierten an,
dein Dienstherr ist ein Doppelmörder?
Lutze


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#18

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:33
von hslauch | 95 Beiträge

@Lutze
Ich glaube, dass es damals keinen anderen Grob-Fanatiker gab, der so "kämpferisch" die angeblichen "Ideale" des Sozialismus (oder sollte ich lieber des Kommunismus sagen) vertreten hat wie er.
Ich denke schon, dass die "wichtigen" Leute im Staat und beim MfS über Ihn und seine Taten Bescheid wußten.
Das er aus seiner Einstellung keinen Hehl machte, notfalls "Verräter" auch zu erschießen, habe ich in einem Fernsehbericht mit Originalton Mielke
selbst mal gesehen.
Er war meiner Meinung nach sowieso nicht der "hellste"
Erst im Laufe der Zeit war auch das MfS daran interessiert, intelligente "Mitstreiter" für Ihre Sache zu gewinnen.
Aber es war nun mal dem kalten Krieg geschuldet, dass Ost wie West auch ewig Gestrige (Nationalsozialisten und Kommunisten oder die, die sich dafür hielten) für Ihre Zwecke einzuspannen - so was nannte man glaube ich "Umerziehung" ?


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#19

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:34
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #10
@Karnak meint sicher, dass bei einem Mord zwingend eine "lebenslängliche" Haftstrafe verhängt wird. Was in Deutschland bedeutet, dass erst nach fünfzehn Jahren über eine eventuelle Haftentlassung entschieden werden kann. Ob die Aussicht nach fünfzehn Jahren aus der Haft entlassen werden zu können, bei einem Tattergreis Sinn macht, kann jeder für sich selbst beurteilen.
Fakt ist: Mord verjährt nicht! Mielke stand also völlig zu Recht vor dem Gericht! Wie jedoch eine Haftstrafe von lediglich sechs Jahren zustande kam, ist mir ebenfalls schleierhaft. Für Unbehagen sorgte seinerzeit auch der Umstand, dass sich die Anklage in Teilen auf SA-Akten stützte.

Gruß an alle
Uwe

Ich vermute einfach mal ganz stark,dass Gericht hatte bei der Beweislage,die ich zumindest nicht so genau kenne,einfach Bauchschmerzen,aber irgendwas mussten sie nun machen,zumindest bei einem wie dem Erich.Wie gesagt,meine Zweifel habe ich bei der Mordgeschichte immer irgendwie gehabt.


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#20

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2014 18:35
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

"Der Kripo zufolge war der KPD-Reichstagsabgeordnete Hans Kippenberger der unmittelbare Organisator des Mordes; Heinz Neumann, seinerzeit nach Ernst Thälmann die Nummer zwei der KPD, war der politische Hauptverantwortliche. Dies wurde Jahrzehnte später in groben Zügen von keinem geringeren als von Honeckers Vorgänger Walter Ulbricht bestätigt. In der unter seiner Ägide herausgegebenen „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“ (im Impressum erscheint Ulbricht sogar ausdrücklich als Leiter des Autorenkollektivs) heißt es:

„Eine schwerwiegende parteifeindliche Handlung hatte Heinz Neumann begangen, als er ... gemeinsam mit Hans Kippenberger die Erschießung von zwei Polizeioffizieren organisierte... Heinz Neumann hatte hinter dem Rücken der Parteiführung und der Berliner Bezirksleitung unter Berufung auf seine Eigenschaft als Mitglied des Sekretariats des Zentralkomitees die Anweisung gegeben, zur Abschreckung der Polizei die beiden Polizeioffiziere ... niederzuschießen ... Die Mitarbeiter der Parteiführung, die anderen Mitglieder des Sekretariats und die Berliner Bezirksleitung wurden völlig überrascht.“
Zitat aus schon genannter Quelle


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