#21

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 16:34
von Hans | 2.166 Beiträge

Nur zum Teil HM, nur zum Teil.
Denn sonst müßte die am Anfang beschriebene "Bodensatzgruppe" weniger werden , wenns der "Menschheit besser geht.
Macht sie das ?
Nicht mal auf Deutschland bezogen...... überall ?
Macht sie nicht.
73 Hans


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#22

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 16:56
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
Abseits vom Bild des fleißigen Bürgers sozialistischer Prägung, was ja gerne in den Märchen-Medien wie ND und AK übermittelt wurde, gab es eigentlich in jeder Stadt die Orte wo intensiv eine etwas andere Subkultur ausgelebt wurde.
Wer kann sich noch gut an die verräucherten Spelunken und Bahnhofskneipen entsinnen wo der desillusionierte Bodensatz des Sozialismus kräftig becherte, sich dem Karten- u. Würfelspiel hingab und ansonsten nichts mit dem heroischem Aufbau des Sozialismus am Hut hatte?
Der Normalbürger machte ja gewöhnlich einen großen Bogen um diese meist "Assikneipen" genannten Lokalitäten.
Als jugendlicher hatten solche Orte aber schon manchmal eine faszinierende Anziehungskraft zumal dort auch die stadtbekannten ungestümen "Kandidaten" saßen mit blau gestochenen Armen und Gesichtern, die waren so anders als "normal" und eigentlich durfte es die in Masse ja gar nicht so geben.



Ja Grenzwolf--Du magst ja mit allen wieder Recht haben. Aber hat sich heute auf der anderen Seite des Kapitalismus was geändert. Oder will man davon nichts wissen. Es wäre mal schön,so vergleiche zu ziehen mit Damals und Heute, Alles was Du hier schilderst, findet man zu genüge heute auch noch.


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#23

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 16:59
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Den "Bodensatz" gibts ja heute noch. In der DDR gabs trotz Mangelwirtschaft immer Alkohol und dazu noch billig. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.....

Unter "Subkultur" verstehe ich aber was anderes, nämlich im wörtlichen Sinne, z. B. das womit Walter Ulbricht "Schluß machen" wollte.
Die Staatsorgane (nicht nur im Osten) haben Beat- und dann Rockfans tatsächlich als asozial verunglimpft (den späteren Versuch einer "offiziellen" Rockmusik mal ausgenommen).
Aber wir, die wir das als Jugendliche (mit)erlebten, werden da (hoffentlich) differenziren können.

Gruß

Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 05.01.2014 17:02 | nach oben springen

#24

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:04
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
Abseits vom Bild des fleißigen Bürgers sozialistischer Prägung, was ja gerne in den Märchen-Medien wie ND und AK übermittelt wurde, gab es eigentlich in jeder Stadt die Orte wo intensiv eine etwas andere Subkultur ausgelebt wurde.
Wer kann sich noch gut an die verräucherten Spelunken und Bahnhofskneipen entsinnen wo der desillusionierte Bodensatz des Sozialismus kräftig becherte, sich dem Karten- u. Würfelspiel hingab und ansonsten nichts mit dem heroischem Aufbau des Sozialismus am Hut hatte?
Der Normalbürger machte ja gewöhnlich einen großen Bogen um diese meist "Assikneipen" genannten Lokalitäten.
Als jugendlicher hatten solche Orte aber schon manchmal eine faszinierende Anziehungskraft zumal dort auch die stadtbekannten ungestümen "Kandidaten" saßen mit blau gestochenen Armen und Gesichtern, die waren so anders als "normal" und eigentlich durfte es die in Masse ja gar nicht so geben.



Hallo,
solche Kneipen gab es in Ellrich auch,vorrangig die Bahnhofskneipe.
Wenn der 17Uhr Zug von Nordhausen eintraf,bekam kurz danach kein Platz mehr.
Es wurde fleißig nach Feierabend Skat gespielt und gesoffen was das Zeug hält.
Aber "Kanditaten" mit blau gestochenen Armen und Gesichtern gab es bei uns im Grenzgebiet definitiv nicht.
Die hat man wahrscheinlich schon vorher vorsorglich aus dem Grenzgebiet entfernt.
Zu DDR Zeiten gab es in Ellrich 6 Kneipen.
Und alle waren abends voll besetzt wo reichlich getrunken wurde.
Und das auch unter der Woche,Alkohol war ja billig,das Bier damals 47 Pfennige.

MfG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#25

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:05
von Grenzgänger (gelöscht)
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... ich sitze hier gerade mit einem schönen Calvados VSOP- und erhebe das Glas auf das Ende der exzessiven Sauferei in der DDR ! Zum Wohl !
(das Wort suggeriert ja schon das Wohlsein, den tiefen Wunsch nach wohlfühlen- und das macht es ja auch, wir belohnen uns...)

Wie war das in meiner Arbeits-Sphäre damals, Ende 70er / 80er- Jahre ?

Jeden Freitag stand um 13.00 Uhr "Dienstbesprechung der Projektgruppe" an- d.h. ich als jüngster bin mit Dederon- Beutel und Netz bewaffnet zu "Fest" (Tante Emma- Laden an der Ecke Straße der Jugend / Lutherstraße in Cottbus- ebenso Legende wie "Zerna" !) abgetrabt und kam mit 12 Flaschen Cottbuser Pils und einer Flasche Cottbuser "Sauerer" zurück. Das war dann unser Quantum (4 Mann) bis gegen vier- dem wohlverdienten Feierabend.
So ähnlich lief das in allen "Gruppen" des Hauses- kein Abteilungsleiter hat sich daran gestört, Direktor und Kaderleiter haben vermieden, nochmal einen Rundgang zu machen (und es war ja nur ein relativ kleines Bürohaus..).
Es ist auch keiner ausgetickt oder so- letztlich hat es vermutlich der "Teambildung" mehr genützt als heutzutage eine "Maßnahme", bei der sich keiner mehr traut, mal die Sau rauszulassen, weil ihm das "karriere- und imagemäßig" schaden könnte.

In den 80ern haben wir nicht mehr diese Regelmäßigkeit gehabt, dennoch viele schöne Parties (meist aber spontan nach Feierabend, wir waren eben doch ein Produktionsbetrieb) gefeiert.
Zu dieser Zeit habe ich dann aber auch die Probleme mit Hard- Core- Säufern mitbekommen: Ein Extremfall war Franz H., nach dem Geldtag war der erstmal "zwei Wochen krank"- Brigadier und Meister hatten dann immer zu tun, ihn doch mal zur Arbeit zu bitten / abzuholen...
Nach seiner monatlichen Krankheit kam er dann auch- hatte nur eine große Klappe, wie faul doch seine anderen Kollegen seien und so weiter...
Irgendwann stand er mal vor der "Konfliktkommission" wegen Arbeitsbummelei- im Ergebnis war er der gute, leider kranke- und das Kollektiv hätte sich um ihn zu kümmern, damit er nicht wieder rückfällig werde !
Das war schon starker Tobak- aber ich glaube auch Ausdruck der Hilflosigkeit gegenüber diesen Auswüchsen bzw. der Krankheit.

Er kam übrigens in den 60er jahren aus dem Westen- was nach der Wende aus ihm geworden ist- keine Ahnung. Ich vermute, nichts dolles mehr...

erstmal

Siggi
(Prösterchen!)


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#26

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:16
von Harra318 | 2.514 Beiträge

wie hieß es immer so schön,

"Das Leben in der Zone ist nur im Suff zu ertragen"


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#27

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:16
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Mischa,
Das mit dem differenzieren können wir , also die Generation, die mit Mittelscheitel und Innenrolle im schulterlangen Haar rumgerant sind , sicher (noch).
Ob Du es jetzt glaubst oder nicht , auch ich sah damit -mit der SCHÖNEN Frisur- aus wie ein Mond auf dem Klappstuhl.
Und --den Satz :Meine Kinder können auf dem Kopp mal aussehen, wie sie wollen, haben wir doch wahr gemacht, oder?
.-Letztens erst -vorige Woche ein Bericht auf History über Reaktionen auf "Beatkultur" -im Westen- gelaufen. Also -die Meinungsäußerungen der empörten "Normalbürger " waren nicht anders, als das , was ich so in wilden Jugendtagen hören durfte. Manchmal sind sich die "Leute" in Ost und West eben ähnlicher , als man denkt .
73 Hans


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#28

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:21
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #26
wie hieß es immer so schön,

"Das Leben in der Zone ist nur im Suff zu ertragen"


Ja und heute machen Tausende jeden Donnerstag sich auf zu Tafel und zu Kleiderkammer--oder treffen sich morgens schon vorn Suppermarkt zum fröhlichen Umdrunk. Wahrscheinlich weil sie von der Gesellschaft nicht mehr anerkannt werden.


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#29

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:23
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #23
Den "Bodensatz" gibts ja heute noch. In der DDR gabs trotz Mangelwirtschaft immer Alkohol und dazu noch billig. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.....

Unter "Subkultur" verstehe ich aber was anderes, nämlich im wörtlichen Sinne, z. B. das womit Walter Ulbricht "Schluß machen" wollte.
Die Staatsorgane (nicht nur im Osten) haben Beat- und dann Rockfans tatsächlich als asozial verunglimpft (den späteren Versuch einer "offiziellen" Rockmusik mal ausgenommen).
Aber wir, die wir das als Jugendliche (mit)erlebten, werden da (hoffentlich) differenziren können.

Gruß

Micha


Äh, öh, hmm. 1987 ca. 680,- M netto und 17,60M oder 1500,-€ netto und 6,49€ für die gleiche Buddel

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/bilderg...c-5daaa475.html



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#30

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:23
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Hallo Hans,

genau das meine ich auch.

Daß meine (unsere) Jungs heute unbedingt kurzhaarig sein wollen ist Ironie der Geschichte.................


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:25
von Hans | 2.166 Beiträge

Seh ich auch so ! Mein Enkel ! und der andere Enkel!
Aber -Sie haben OPAs vollste Unterstützung !
Hans


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#32

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:26
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Aber so schlecht ging es denen wohl auch nicht, den VEB wurden ja meist immer ein paar zum "arbeiten" zugeteilt, montags war sogar einer auch mal da bevor wieder der beliebte SVK-Urlaub genommen wurde, unser Meister fuhr sogar manchmal montags durch die Gegend zum Rausklingeln.



Solche Zustände habe ich in Berlin nichtmal auf dem Bau kennengelernt. Bei uns im VEB wurde auf Pünktlichkeit Wert gelegt,
was gelegentlichen Alkoholkonsum zwischendurch nicht ausschloß.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#33

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:28
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #29
Zitat von Freienhagener im Beitrag #23
Den "Bodensatz" gibts ja heute noch. In der DDR gabs trotz Mangelwirtschaft immer Alkohol und dazu noch billig. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.....



Äh, öh, hmm. 1987 ca. 680,- M netto und 17,60M oder 1500,-€ netto und 6,49€ für die gleiche Buddel



Ich meinte im Vergleich innerhalb der DDR damals. Diese Kneipen gabs doch nur, weil Bier und Schnaps dort nicht (wesentlich) teurer waren, als in der Kaufhalle. Die mußten nicht in die Grünanlage gehen.

17,60 M für Nordhäuser Edelware. Die einfache (Altenburger) Schnapsflasche kostete weniger.

Dagegen standen immense Preise für Fernseher, Autos usw.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.01.2014 17:31 | nach oben springen

#34

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:33
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #28
Zitat von Harra318 im Beitrag #26
wie hieß es immer so schön,

"Das Leben in der Zone ist nur im Suff zu ertragen"


Ja und heute machen Tausende jeden Donnerstag sich auf zu Tafel und zu Kleiderkammer--oder treffen sich morgens schon vorn Suppermarkt zum fröhlichen Umdrunk. Wahrscheinlich weil sie von der Gesellschaft nicht mehr anerkannt werden.



da hast du wahrscheinlich recht @ Rostocker, und vor allem können sie gar nichts dafür


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#35

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:34
von Gelöschtes Mitglied
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Damals war das noch stilvoller, heute stehen die "Betroffenen" an der Tankstelle, in den Ecken bei den Kaufhallen.....

Aber ernsthaft, es wurde zuviel getrunken und die wirklichen "Assis" (regelmäßig Kellereinbrüche im Neubau um "Versorgungssituation" zu verbessern) wurden mit Glaceehandschuhen angefaßt....

Ich denke, getrunken wird heute genauso viel, nur die Gründe haben sich geändert und die Betroffenen haben kein Geld für Kneipen. Dadurch sind die Kneipen meist leer und somit fällt es weniger auf.
Wer das Elend heute sehen will, der sieht es auch.....


Hans, Küchenbulle 79, Heckenhaus, DoreHolm und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:34
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich möchte jetzt hier keinen mit kurzen Haaren oder Glatze diffamieren. Und ich will auch keine Vorurteile schüren.

Aber bei Alkohol oder dem berüchtigten "Komasaufen" bei Jugendlichen wären lange Haare beim Begrüßen der Kloschüssel nur hinderlich. Scheinbar hat die Jugend doch was von uns alten Hippies gelernt.

LG von der grenzgaengerin


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#37

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:35
von Hans | 2.166 Beiträge

17,60 - Flasche DoPFEL Korn .
Aber mal als allgemeine Betrachtung:
Wann wurde nun mehr gesoffen ?
Das müßte sich ja ganz deutlich in der Anzahl der Alkoholleichen abends auf dem jeweiligen Pol-Rv. bew. Abschnitt widerspiegeln.
Mein Erfahrungswert : Nimmt sich nichts . Bitte, ist subjektiv und so nicht belegbar, aber eben mein Eindruck.
Ein Unterschied ist aber deutlich : Stichwort jugendliche Komasäufer - die tauchten (in Mengen) erst so2011 rum auf.
Subkultur ?
73 Hans
Huch , da haben mir ja zwei auf der gleichen Schiene.....usw. H


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zuletzt bearbeitet 05.01.2014 17:37 | nach oben springen

#38

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:46
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Hans im Beitrag #37

Huch , da haben mir ja zwei auf der gleichen Schiene.....usw. H


Das wäre schon fast was für Paranormale Erscheinungen

LG on der grenzgaengerin


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#39

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 17:48
von Telamon | 129 Beiträge

Ich war in jungen Jahren auch einmal ein regelmäßiger "Kneipengänger", ein Assi war ich aber bestimmt nicht. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon Lokführer und 24 Stunden vor meinem Dienst habe ich nichts mehr getrunken. Für mich war die Gemeinschaft das wichtigste, was man heute überhaupt nicht mehr hat. Heute setzen sich die Leute vor dem Fernseher und schauen sich jeden Schrott an. An diese Kneipenbesuche denke ich mit Wehmut zurück. Man hatte dadurch natürlich auch viele Beziehungen, weil die meisten Handwerker auch in diesen Kneipen verkehrten.
Das einzige was ich als schlimm empfand war, dass man in diesen Kneipen Kette rauchte, wenn man den Kneipenraum Abends betrat hatte man höchsten 2 m Sicht und die Sachen stanken danach extrem. Ich denke trotzdem mit großer Freude an diese Zeit. Einen Arbeitslosen habe ich dabei aber nie getroffen, alle gingen arbeiten, manche etwas mehr und manche etwas weniger (gelber Schein) und ich war nicht nur in einer Kneipe.
Gruß Winfried



andyman, Küchenbulle 79, Rostocker und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Prost, oder die etwas andere Seite des Sozialismus

in Leben in der DDR 05.01.2014 18:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Telamon im Beitrag #39
Ich war in jungen Jahren auch einmal ein regelmäßiger "Kneipengänger", ein Assi war ich aber bestimmt nicht. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon Lokführer und 24 Stunden vor meinem Dienst habe ich nichts mehr getrunken. Für mich war die Gemeinschaft das wichtigste, was man heute überhaupt nicht mehr hat. Heute setzen sich die Leute vor dem Fernseher und schauen sich jeden Schrott an. An diese Kneipenbesuche denke ich mit Wehmut zurück. Man hatte dadurch natürlich auch viele Beziehungen, weil die meisten Handwerker auch in diesen Kneipen verkehrten.
Das einzige was ich als schlimm empfand war, dass man in diesen Kneipen Kette rauchte, wenn man den Kneipenraum Abends betrat hatte man höchsten 2 m Sicht und die Sachen stanken danach extrem. Ich denke trotzdem mit großer Freude an diese Zeit. Einen Arbeitslosen habe ich dabei aber nie getroffen, alle gingen arbeiten, manche etwas mehr und manche etwas weniger (gelber Schein) und ich war nicht nur in einer Kneipe.
Gruß Winfried


Winfried, Du hast wohl vergessen das es in der DDR auf den Papier keine Arbeitslosen gab, jeder wurde mit durch geschleift, egal ob er was tat oder nicht. Wie oft mussten wir zu die Bummler heimfahren und sie bettel das sie mit auf die Arbeit kommen! Von der Sache her hätten sie überhaupt kein Recht auf Lohn gehabt, den wenn sie mal da waren sassen sie in der Umkleide und soffen weiter! Was musste ich als Lehrling, für Bier ranschleppen.
Produktiv fast Null! Natürlich nicht alle, es gab auch verdammt gute Leute, die aus Schrott Gold machten.Wen es nicht so gewesen wäre, wer dieses Land schon eher vor die Hunde gegangen!
Grüsse Steffen52


Pit 59, DoreHolm und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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