#61

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 08.01.2014 18:11
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #60
Keine Panik.

Im Gesamthaushalt der Bundesrepublik Deutschland für 2012 sind die Zinsausgaben mit 38 Mrd. Euro bei insgesamt 309 Mrd. Euro Gesamtausgaben veranschlagt, also beträgt die Zinslastquote noch vertretbare 12,3 % der Gesamtausgaben. Im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt 2010 (2.498,8 Mrd. Euro) sind das geringfügige 1,5 %.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldendienstdeckungsgrad


Wenn ich das richtig lese, sind aber die Haushalte der Länder und Gemeinden hier nicht enthalten.
http://www.bundesfinanzministerium.de/Co...nkt-hh2013.html


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#62

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 08.01.2014 20:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Das Dilemma des Ganzen ist: Geld soll eine Doppelfunktion haben, die es nicht dauerhaft bedienen kann - es soll Tauschmittel und zugleich Wertaufbewahrungsmittel sein.
Eigentlich geht es auch anders..... zumindest gab es in der Geschichte der Menschheit schon mal ein paar funktionierende Beispiele, wie man ohne diese Zinsspirale auskommen kann. Nein, ich meine jetzt nicht den Sozialismus, sondern:
http://www.mittelalter-gewandung.net/Woc...Mittelalter.htm
Eine Weiterentwicklung dieser Gedanken in der Neuzeit erfolgte dann durch
http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell
Nach der grossen Weltwitschaftskrise 1930 wurde
http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld
lokal von einigen Gemeinden und Regionen eingeführt, die regionale Wirtschaft erholte sich wieder - bis die jeweilige Staatsbank das Experiment mit mit dem Verweis auf ihr Monopol zur Geldausgabe beendete. Die Zinsspirale begann von vorn....
Mal sehen, wie es diesmal ausgeht.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 08.01.2014 20:21 | nach oben springen

#63

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 09.01.2014 12:24
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #62
Das Dilemma des Ganzen ist: Geld soll eine Doppelfunktion haben, die es nicht dauerhaft bedienen kann - es soll Tauschmittel und zugleich Wertaufbewahrungsmittel sein.
Eigentlich geht es auch anders..... zumindest gab es in der Geschichte der Menschheit schon mal ein paar funktionierende Beispiele, wie man ohne diese Zinsspirale auskommen kann. Nein, ich meine jetzt nicht den Sozialismus, sondern:
http://www.mittelalter-gewandung.net/Woc...Mittelalter.htm
Eine Weiterentwicklung dieser Gedanken in der Neuzeit erfolgte dann durch
http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell
Nach der grossen Weltwitschaftskrise 1930 wurde
http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld
lokal von einigen Gemeinden und Regionen eingeführt, die regionale Wirtschaft erholte sich wieder - bis die jeweilige Staatsbank das Experiment mit mit dem Verweis auf ihr Monopol zur Geldausgabe beendete. Die Zinsspirale begann von vorn....
Mal sehen, wie es diesmal ausgeht.

Gruss Hartmut







Lieber Hartmut,

vielen Dank! Das ist ja mal ein ganz anderer Ansatz: Geld hätte ein Verfallsdatum und nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Warum finden die Ansätze, die in den von dir vorgestellten Links dargestellt werden und offensichtlich historisch teilweise praktiziert wurden, volkswirtschaftlich keine Beachtung? Vielleicht weil sie vernünftig sind....

.

.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2014 12:25 | nach oben springen

#64

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 09.01.2014 13:28
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Liebe Barbara,

ja, warum wohl finden diese Ansätze des "verderblichen" Geldes keine Nachahmer im grossen Stil ?
Die Antwort ist im Menschen selbst begründet.
Wenn Geld genau so wie Waren und Dienstleistungen "verderblich" wird, taugt es nicht als Wertaufbewahrungsmittel, sondern nur als Tauschmittel, wie ursprünglich, vor der Einführung des Zins. Und jeder wäre dann gezwungen zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt dauerhaft zu bestreiten. Um darüber hinaus zu Reichtum zu gelangen, müsste er ein wenig mehr arbeiten.
Ein leistungsloses Einkommen durch Geldverleih in irgendeiner Form ist dann nicht mehr möglich.
- Weder mit ein paar Euro zusätzlich für die kleinen Aktionäre und Sparer, denen vorgegaukelt wird, sie könnten auf diese Weise ohne eigene Arbeit irgendwann gut leben......
Falls hier gerade irgend ein Leser in den Spiegel geschaut hat - das war beabsichtigt .
- Noch..... mit einem Vermögen von Millionen und Milliarden und einem noch so niedrigen Zinssatz - der reicht dann immer noch für ein angenehmes Leben ohne einen Finger wirklich krumm machen zu müssen.

Nun - wer profitiert am meisten von derzeitigen System des Zinses ? Und wem wird vorgespielt, ebenfalls davon profitieren zu können ?
Das Ganze klappt so wunderbar, wenn sich der Mensch von der Gier treiben lässt.
Erkennen - Aussteigen!

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2014 17:07 | nach oben springen

#65

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 09.01.2014 16:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mike59 im Beitrag #49
Die Überschrift geht eigentlich so nicht.
Kapitalismus das ist der Mensch/die Menschheit.
Woher kommt der Wunsch/der Wille das zu reglementieren?
Bitte nicht mit Prometheus beginnen.
,

so hatte ich Zeit in den Laken, ueber die Aussage von @Mike59 zu denken.

Die Ueberschrift geht eigentlich so nicht, schreibt er.
Womit im Grunde er hat Recht im theoretischen Sinne. Im praktischen Sinne, von dem Vorthread (Kommunismus, Verbrechen an der Menschheit) ist es ganz okay und sicher wollte ich stechen, oder wie Hans sagen wuerde, eine Fackel wieder in die Teertonne schmeissen. Dennoch hat Mike ein wichtiges Wort gesagt, Reglementieren.
Es treffen sich im Grunde, auch wenn wir weder Kommunisten, noch Kapitalisten sind, (was sind wir dann?) beide Themen wie eine Wand aufeinander. Wir sind unzufrieden mit dem System, gleichgueltig der Weltanschauung, aber wandern wie eine Karawane nicht vom Weg ab. Nein, da muessen wir nicht gehen in die Antike. Das Reglementieren ist sehr wichtig im Leben (so sehe ich es) und gerade das, ist weder in dem einen noch in dem anderen System beachtet worden. Entweder die Regeln nahmen ueberhand und engten zu sehr ein, oder diese Regeln lassen zu wuenschen uebrig, wie heute, und die Menschen werden ebenfalls ueber den Tisch gezogen (nicht nur US Bankensystem) das aber gilt fuer beide Systeme. Der Mensch ist ein Gewohnheittier, in der Mehrzahl nicht wirklich veraenderungsfaehig.
Den Menschen alles Recht zu machen, und immer dafuer zu sorgen, das Gerechtigkeit die Waage haelt - wo hat es das gegeben jemals? Da koennten wir in die Antike gehen, wir werden das Raestsel kaum loesen. Zumal wir heute zurueckgehen in das Zeitalter der Kopfeabschneiden, im engsten Sinne, sowohl barbarischer Weise als auch in der Durchfuehrung der Geschaefte aller Art.
Interessanter zu fragen waere: Wo liegen die Fehler, sind diese ueberhaupt wieder gut zu machen? Die Frage muss man stellen. Die einen wuseln sich durch um am Leben zu bleiben, diese however vermehren sich tagtaeglich, die anderen wollen nix hergeben von ihrem Lebensstandard. Verbrechen sind sicher auffaellig in diesem Spiel, also Normalitaet?
Ein System als verbrecherisch zu beschreiben, das geht nicht wirklich in Ordnung, aber, was kostet es auf dem Papier, was kostet es uns das laut hinauszuschreien, aendern werden wir so schell nix mehr, denn, die Durchfuehrung welches durch den Menschen kaum Veraenderungen zulasst, ist nicht aus der Welt zu schaffen.
Im jeweiligen System sich unterordnen, oder sich als die Intelligenz aufspielen, wieder Parallelen. Die einen im jeweiligen System schaffen es oben zu schwimmen, waehrend die anderen werden unter Wasser gedrueckt. Es ist wie ein verbankspiel, entweder es geht gut oder es geht nicht. Wer nur waten muss, der watet weiter auch wenns unangenehm ist, wem das Wasser steht bis zum Hals, der hat noch die Chance zu schwimmen, der der untergeht hat eben Pech gehabt, das Strickmuster ist gleich, wenn auch Sozialismus hat ein waermeres Badetuch zur Hand.
Wie laut ist denn das Geschrei nach Entlassung aus Reglementierung, sprich Anarchie? Ich befuerchte schon sehr laut. Sozialismus, sterbenskrank, Kommunismus macht den letzten Atemzug, Kapitalismus ist heftigst angeschossen und steht mit einem Bein an der Reling in einem fuerchterlichen Sturm.
Verbrechen muessen bestraft werden. Leider werden nicht die Herren der Systeme, sondern die Menschen bestraft.


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2014 16:40 | nach oben springen

#66

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 09.01.2014 17:03
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Der Sozialismus ist am Mangel gescheitert, der Kapitalismus scheitert am Überfluss. Da fragt sich nur, in welche Richtung es geht. Ich bin mir da persönlich unsicher. Entweder ist der Systemzusammenbruch geplant, um auf den Ruinen die Schöne Neue Welt nach Aldous Huxley zu errichten oder den großen Strippenziehern entgleiten langsam, aber sicher die Fäden aus der Hand. Perfektion der Planung oder Unfähigkeit?
Beide Versionen erschrecken.


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#67

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 11.01.2014 13:18
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #46
Mische mich mal ungefragt ein mit folgender Bemerkung:

Der heutige Hass auf den Kapitalismus entspringt bei Leuten, die häufig zu wenige nachweisbare fachbezogene Kenntnisse haben, entweder in einem Betrieb als qualifizierte Mitarbeiter zu agieren oder selbst als Unternehmer aufzutreten. Die haben einfach ,aus welchen Gründen auch immer , ihre Chance nicht genutzt...


...


Ich liebe die Demokratie, die Freiheit und die Einheit meines Vaterlandes!

VG Klaus


"...aus welchen Gründen auch immer" das ist der Punkt.
An dem macht sich fest, daß die Wahrheiten von gestern, heute nicht mehr gelten.
Das Unternehmertum der Zeiten des westdeutschen Nachkriegsaufschwungs fand reguläre Bedingungen vor, das heutige Unternehmertum hat sich mit einer Kartellwirtschaft, Regulierungswahn, EU- Bürokratie und Globalisierungsszenarien auseinanderzusetzen, die vom Effekt her die Marktwirtschaft außer Kraft setzt.

Die Kleinunternehmer sind derzeit in Deutschland die Verlierer dieser Wirtschaftsordnung, wobei nicht mal fest steht, ob sie freiwillig Unternehmer sind, viel wahrscheinlicher ist, daß sie aus purer Existenzangst und dem Mangel an Jobs im Normalverdienersegment ins Unternehmertum flüchten.
Fast alles bezüglich der privaten Disposition scheitert einerseits an der Kapitalausstattung und andererseits an der unternehmerischen Kompetenz, zusätzlich zu den o.g. makroökonomischen Gegebenheiten.

Da muß man irgendwann mal früher darauf reagieren, vielleicht sogar bereits in den Schulen die oberen Schulklassen darauf einstellen, daß ein Maurer oder Fliesenleger auch betriebswirtschaftlich fit sein sollte, anstatt ihn von vornherein auf die Einspeisung in das Heer der Niedriglöhner vorzubereiten.
Viele weitere Schritte müßten folgen, der Kapitalzugang für fertig ausgebildete Facharbeiter mit Unternehmerambitionen, reguläre Ausschreibungen von Aufträgen, patriotische Auftraggeber...klingt wie ein Traum, aber ein solcher ist vielleicht bald auch die angebliche globale Überlegenheit dieser Variante der kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

Bleibt nun noch Deine Schlußfolgerung, daß ein solches Scheitern Haß produziert und das ist ein gewaltiger Komplex, den ich selbst gar nicht so recht erklären kann, ich versuche es trotzdem einmal.
Mein favorisiertes Lebensmodell ist ja das Arbeitsleben im Sozialismus in meinem Traumberuf, das war nicht mehr zu haben, weil einerseits nicht alle im Traumberuf arbeiten konnten und nicht alle so geringe Ansprüche an Konsum und Reisefreiheit u.v.a. hatten wie ich, das nur mal vorab.
Somit hatte man sich im neuen System einzurichten und da im Prinzip alles zunächst beim alten blieb, bzw. das Neue nicht weiter belastend aber eben auch nicht weiter erfreulich war, hielt der Frieden, wenngleich die Beobachtung des Umfeldes der Nachwendezeit schon beunruhigend war.
Erst als das System massiv in den eigenen Alltag eingriff, mußten auch Verursacher ausgemacht werden und damit war die Saat für dieses neue Gefühl des Hasses gelegt.
Aber wo fing die Kausalkette an ?
War es jener Mehdorn, der die Bahn dermaßen aggressiv zu sanieren versuchte, so daß Hackel sogar seine Verbindung zur Heimat kappen mußte, um weiter arbeiten zu dürfen ?
Oder waren es nicht doch bereits diese Horden von Konsumidioten, die sich 1989 in die Protestbewegungen einreihten, um wegen ihrer primitiven Konsumwünsche nach einem vereinigten Deutschland zu plärren und dafür alle Gefahren in Kauf zu nehmen, von denen sie glaubten selbst verschont zu bleiben ?
Ich kann daraus nur resümieren, daß ich nicht zum qualifizierten Haß in der Lage bin, Mehdorns Bande von Anstrichsanierern ist weg und viele ehemalige DM- Demonstranten haben ihre ersten Rentenbescheide in den Händen mit den bekannten Kosequenzen einer lückenhaften Einkommensbiografie.
Ihre Nachkommen sind in eben diesen Beschäftigungsverhältnissen gelandet, die ihnen flächendeckend kaum Perspektiven in der Heimat bieten, ihre Enkel wachsen sonstwo auf, nur nicht in der Nachbarschaft.
Inzwischen hat sich eine Art von Gleichgültigkeit und Genügsamkeit breit gemacht, die viel bequemer ist als entweder zu hassen oder sich engagiert einzubringen, inwiefern diese Bilanz repräsentativ ist mag jeder aus seiner Perspektive heraus zu bewerten.



zuletzt bearbeitet 11.01.2014 14:27 | nach oben springen

#68

RE: Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit

in DDR Staat und Regime 14.12.2015 22:52
von Racker | 13 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #38
Zitat von GR-3-1-1 im Beitrag #36
Larissa, mein Sonnenschein! Ich werde deinen Beitrag gleich lesen. ich grüße die ganz herzlich. Leider haben wir uns am letzten Wochenende (Eistauchen - Lehnin) nicht groß unterhalten. Du warst eben zu beschäftig!
Kussi!
Jürgen


ach ich weiss, so viele Leute waren da! alle wollen redden. Lagerfeuer war toll, alles war super, ich musste aber auch frueh passen abends, gegen 18.00 Uhr........ habe noch nicht so richtig Kondition.... dafuer haben wir das Schloss am Morgen umrundet mit Rebell. Lehnin ist eine Reise wert.

Ich hab gehabt das grosse Glueck viel zu sehen und zu erleben in dieser Welt. Du sprichst an, was ich auch schreiben wollte. Es geht um die Kinder in dieser Welt, die Zukunft. Da hast Du Recht. Darum muss man sich Gedanken machen, und welcher Vater, Mutter, Grosseltern tun das nicht.
Liebe Gruesse, Larissa



Servus ihr alle die am Eistauchen 2015 in Lehnin mit teilnehmen.
Wann findet es die Tage statt? Kann mir jemand etwas sagen und wer kommt mit?

Gruß Racker


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