#1

Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 15:18
von peterv (gelöscht)
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Im TV lief, bald nach der Wende ein Film, über die pefekt ausgebildeten Polizeihunde der DDR, die auch mit "Geruchskonserven" arbeiten konnten. Wie war die Ausbildung der Hunde im Grenzdienst? Waren die Hunde auch ausserhalb der Dienstzeit bei den Hundeführern? Was geschah mit den Tieren nach dem zusammenschluss? Fragen über Fragen, Danke für eure Geduld.

mfg Peterv


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#2

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 17:31
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Also mit der Öffnung der Grenze wurden nicht nur die Grenzer arbeitslos,sondern auch die Hunde.Tierfreunde aus Ost und West
versuchten gemeinsam die ,zum Teil charkterlich deformierten und beschädigten Hunde in gute Hände unterzubringen. Es sollen
aber auch Tiere umgebracht worden sein,da war wohl nichts mehr zu machen.



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#3

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 18:45
von karl143 (gelöscht)
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Ich meine mich an einen Bericht im Spiegel TV zu erinnern. Die waren gerade zur Wendezeit Sonntagabends bei RTL immer mit interessanten Berichten vertreten. Das Hunde eingeschläfert wurden betraf wohl in erster Linie Tiere, welche in Hundelaufanlagen über längere Zeit ihre "Zwangsarbeit" verrichten mußten. Sie waren zum Teil so verroht und geschädigt, das sie nicht mehr weitergegeben werden konnten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das ein Hundeführer bei der VP seinem Tier was Böses antat. Das waren sozusagen Familienmitglieder, das wird nicht anders gewesen sein als im Westen bei Zoll und Polizei. Hier im Westen war es jedenfalls so, wenn der Hund ein bestimmtes Alter erreichte, konnte der Diensthundeführer das Tier behalten. Ob er was dafür zahlen mußte weiß ich allerdings nicht.


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#4

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 19:02
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Also bei uns war 1975 in der GK-ein altgedienter Grenzaufklärer.Der stand kurz vor ende seiner Dienstzeit.Der sagte,wenn er geht,nimmt er den Hund mit und wenn die ihn Steine in den weg legen,bekommt der Hund eher eine Kugel bevor er an die Trasse kommt.Das war schon sein 3 Diensthund.Klar der war mit den Tier verwachsen.


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#5

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 20:03
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

war bei uns in der regel auch so,wenn der hund ausgemustert aufgrund alter wurde.bei auflösung der gt standen die züchter aus dem westen bei uns schlange.die haben für billig geld gute hunde kekauft.auch die trassenhunde


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#6

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 20:36
von stalag-gra | 219 Beiträge

Ein guter Freund von mir hatte sich nach der Wende auch einen Hund zugelegt, von dem er sagte, daß es ein "Mauerhund" also eigentlich ein "Grenzhund" sei. Näheres ist mir jetzt zwar unbekannt, aber wenn ich ihn mal wieder kontaktiere frage ich ihn danach.

Gruß Stefan


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#7

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.07.2009 20:46
von js674 | 231 Beiträge

Habe selber in der Wendezeit mehrere Hunde für Bekannte im Regiment aufgekauft(Stück kam 100,-Mark). Hatte das Glück das die Hundestaffel in meinen Bereich integriert war und so ich nur sehr gut ausgebildete Tiere bekamm.
Die Tiere hatten es einfach verdient.
Und sehr viele Trassenhunde wurden entsorgt, da es für Sie keine Zukunft gab.

gruß Jens


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

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#8

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 07:44
von gak_dirk (gelöscht)
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Was ist mit den Hunden in den Laufanlagen passiert?

Dirk


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#9

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 08:18
von manudave (gelöscht)
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Hallo Dirk,

erstmal herzlich willkommen im Forum.

Die Hunde aus den Laufanlagen waren ja eben die Trassenhunde - sehr viele wurden leider an Ort uns Stelle eingeschläfert, da nicht an jeden ranzugehen war.


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#10

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 14:53
von Pille | 71 Beiträge

Hallöchen und einen schönen Sonntag-Nachmittag,
habe gerade etwas von der Diskussion über Diensthunde und Diensthundeführer in den GT gelesen.Ich war selbst ausgebildeter Diensthundeführer;die meißte Zeit in der GK Erbenhausen (Rhön).Ausgebildet wurde ich im Fach Kynologie (Fachausdruck für Diensthundewesen)im Ableger der Uffz.-Schule Perleberg-in Potsdam Wilhelmshorst (Sago genannt).
Hier gab es zwei Kompanien mit ca.220 Uffz.-Schülern (Gefreiten).Die Ausbildung dauerte 6 Monate.Hauptsächlich wurden Schutzhunde ausgebildet-also Hunde,die den Grenzer schützen sollten.Geübt wurden natürlich zum Großteil solche Sachen wie:Stellen eines Grenzverletzers,Durchsuchen,Angriffabwehr usw.
Die Ausbildung hat eigentlich Spaß gemacht,auch wenn ich zuvor noch nie etwas mit Hunden zu tun hatte.(mag eher Katzen )
Bei der Musterung sagte ich,um evtl. einen Studienplatz zu bekommen,daß ich gern eine Spezialausbildung haben möchte-also nicht nur Gruppenführer.Ich konnte es natürlich nicht beeinflussen,aber es hat ja geklappt.
Könnte jetzt noch jede Menge zum Thema schreiben;würde aber sagen,wenn jemand etwas mehr wissen möchte,soll er gezielt fragen.


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#11

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 19:54
von manudave (gelöscht)
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Rainman hatte mal etwas geschrieben, so ähnlich wie:

Es gab 3 Kategorien:

Spürhunde
Begleithunde
und die niedrigste Stufe Trassenhunde - kommt das so hin?


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#12

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 20:03
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

exakt


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#13

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 20:46
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Rainman hatte mal etwas geschrieben, so ähnlich wie:

Es gab 3 Kategorien:

Spürhunde
Begleithunde
und die niedrigste Stufe Trassenhunde - kommt das so hin?



manudave, Heute 19:54
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wie soll man das so sagen.Trassenhunde waren für nichts mehr zu gebrauchen gegenüber den anderen 2 Katogorien.Was war ihre Aufgabe,etwas bellen mehr nicht.Was wurde damit bezweckt,durch den Lärm der Trassenhunde wurde der Grenzverletzer in eine andere Richtung geführt.Nähmlich dort hin wo sich die Grenzposten befanden,der Grenzverletzer nahm ja an das die Hunde bissig waren und auf Menschen abgerichtet waren.Es war halt eine Abschreckung.Die meisten Trassenhunde waren ungefährlich,aber wer wuste das schon.Ich habe öfters mal wieder einen angebunden der sich los gerissen hat,nartürlich die Kaschi entsichtert und mit ihn gesprochen wie zu einen Kumpel.Wie oft haben die Tiere unser Postenbrot bekommen.


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#14

RE: Abrichtung der Diensthunde

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.08.2009 20:46
von Pille | 71 Beiträge

Die genaue Bezeichnungen waren:Schutzhunde,Fährtenhunde und Trassenhunde.
Die Hunde wurden von den GT zumeißt von privaten Züchtern angekauft.Während der Ausbildung war eine ständige Frage,wohin man einmal versetzt wird.Meißtens wurde man in die Region versetzt,aus der die Hunde kamen.Zu 95% wurden Schutzhunde ausgebildet.Die Ausbildung von Fährtenhunden war am aufwendigsten,wobei auch nicht jeder Hund dafür geeignet war.Trassenhunde waren ausgemusterte Diensthunde bzw.Hunde,die zur Ausbildung nicht geeignet waren.Auch kamen Hunde zum Einsatz,die man als "Mischlinge" bezeichnete.


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