#1

Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.12.2013 23:43
von CAT | 351 Beiträge
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#2

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 24.12.2013 07:47
von Hansteiner | 1.408 Beiträge

Schöne Geschichte, auch sowas gab es, passt zu Weihnachten !

VG H.



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#3

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 24.12.2013 10:39
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #2
Schöne Geschichte, auch sowas gab es, passt zu Weihnachten !

VG H.


Also ich hätte als DDR Grenzer Bammel gehabt. Die Ereignisse aus dem Jahre 1963 waren ja allgemein bekannt, da sie auch in den DDR Medien kamen.
Verletzte Grenzsoldaten durch Minen
Theo


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#4

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 24.12.2013 21:59
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Ich meine, absolut glaubhaft, diese Geschichte. Bei uns in der GK bzw. der Nachbarkompanie, den Seemollys, hat es ähnliche Storys gegeben, über die ich schon berichtete. Das war 1967 im Bereich des GR 38, Hennigsdorf.



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#5

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 27.12.2013 23:18
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #3
Zitat von Hansteiner im Beitrag #2
Schöne Geschichte, auch sowas gab es, passt zu Weihnachten !

VG H.


Also ich hätte als DDR Grenzer Bammel gehabt. Die Ereignisse aus dem Jahre 1963 waren ja allgemein bekannt, da sie auch in den DDR Medien kamen.
Verletzte Grenzsoldaten durch Minen
Theo


Na ja.
Als noch Minen lagen, war den eingesetzten Soldaten schon bekannt wo und vom Prinzip auch welche. Genauso war bekannt, das es eben viele Abschnitte gänzlich ohne diese Dinger gab. Gerade an der grünen Grenze lagen zwischen den einzelnen Posten oft Kilometer, nicht unbedingt immer in Sichtweite und sowohl Zeiträume wie Abstände von Kontrollen waren nach einiger Zeit recht gut ausrechenbar. Es war nicht allzu selten, das so ein Posten maximal dreimal pro Schicht eigene Leute zu sehen bekam.
Und ihn von der Linie nur (bis in die 70-er Jahre) ein oft altersschwacher Stacheldrahtzaun bzw. ein Streckmetallzaun "ohne alles" sowie ein paar dutzend Meter trennten. Im Winter in den Bergen bei hohem Schnee nur die Schneedecke.
Für den "Rest" brauchte es eine gewisse Unverfrorenheit aber gerade die war im Grenzdienst durchaus üblich. Nur rauskommen durfte es nicht und da lag schon ein enormes Risiko. Weder BGS noch Zoll (bzw. die Bayrische Grenzpolizei) waren so absolut sicher ausrechenbar und Passanten schon gar nicht. Unmöglich nicht, nein. Doch neun von zehn solchen Geschichten hatten bestimmt viel mit Wunschdenken zu tun.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#6

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 11:12
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #5
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #3
Zitat von Hansteiner im Beitrag #2
Schöne Geschichte, auch sowas gab es, passt zu Weihnachten !

VG H.


Also ich hätte als DDR Grenzer Bammel gehabt. Die Ereignisse aus dem Jahre 1963 waren ja allgemein bekannt, da sie auch in den DDR Medien kamen.
Verletzte Grenzsoldaten durch Minen
Theo


Na ja.
Als noch Minen lagen, war den eingesetzten Soldaten schon bekannt wo und vom Prinzip auch welche. Genauso war bekannt, das es eben viele Abschnitte gänzlich ohne diese Dinger gab. Gerade an der grünen Grenze lagen zwischen den einzelnen Posten oft Kilometer, nicht unbedingt immer in Sichtweite und sowohl Zeiträume wie Abstände von Kontrollen waren nach einiger Zeit recht gut ausrechenbar. Es war nicht allzu selten, das so ein Posten maximal dreimal pro Schicht eigene Leute zu sehen bekam.
Und ihn von der Linie nur (bis in die 70-er Jahre) ein oft altersschwacher Stacheldrahtzaun bzw. ein Streckmetallzaun "ohne alles" sowie ein paar dutzend Meter trennten. Im Winter in den Bergen bei hohem Schnee nur die Schneedecke.
Für den "Rest" brauchte es eine gewisse Unverfrorenheit aber gerade die war im Grenzdienst durchaus üblich. Nur rauskommen durfte es nicht und da lag schon ein enormes Risiko. Weder BGS noch Zoll (bzw. die Bayrische Grenzpolizei) waren so absolut sicher ausrechenbar und Passanten schon gar nicht. Unmöglich nicht, nein.
Doch neun von zehn solchen Geschichten hatten bestimmt viel mit Wunschdenken zu tun.


Grün: Es war irgendwie der Reiz des Verbotenen, etwas Abenteuer, ein Erlebnis mit nach Hause zu nehmen, welches nicht alltäglich war und möglichst auch noch fotographisch dukumentiert. Es wurde sich auch nicht so sehr ein Kopf darüber gemacht, was passieren könnte, wenn, ja, wenn zum unvorhergesehenen Zeitpunkt eine Kontrolle auftaucht oder, bei uns der westberliner Zoll oder die Tomys, gerade aufkreuzten und sehr unfreundlich reagierten. Außer dem Foto auf meiner Fotostrecke (auf WBer Territorium) habe ich ein Foto eines meiner Kameraden zusammen mit einem Tomy gesehen, wir haben Pilze mit den WBern getauscht und auch die Geschichte, nach der sich eben besagtes Postenpaar in einer Zeit ohne Kontrolle von einem WBer Gartenfreund der Enklave mal eine Stunde mit dem Auto in WB rumkutschieren ließ, halte ich für nicht ersponnen. Uniformjacke aus und AK 47 unter den Sitz. Es durfte eben nicht zufällig ein Verkehrsunfall passieren. Schade, daß ich hier der einzige User unserer Gk aus dieser Zeit bin.



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#7

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 12:19
von Lutze | 8.029 Beiträge

eine Frage Dore,
ihr wurdet doch als Postenpaare eingeteilt,
hat der andere da mitgespielt?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#8

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 13:22
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #7
eine Frage Dore,
ihr wurdet doch als Postenpaare eingeteilt,
hat der andere da mitgespielt?
Lutze


Lutze, es haben sogar zwei Postenpaare mitgespielt. Einmal mein Postenführer, ein Gefreiter, der mangels Uffze als Gruppenführer eingeteilt war und mit dem ich eben auch Pilze sammeln war und die Postenpaare abgelaufen bin und dann das andere Postenpaar am Tor der Enklave, das uns da durchgelassen hat und wir uns, schon auf westberliner Territorium, von den beiden wegen einem kleinen Huckel schon nicht mehr einsehbar, gegenseitig fotographieren konnten. Eben jenes Postenpaar hatte sich durch WB (zumindest in den Randgebieten des Nordteiles) kutschieren lassen und den einen (auch Postenführer), der sich mit einem Tomy fotographieren ließ. Sein Kommentar, als er mir das Foto zeigte:" Wenn´s mal anders kommt". Sicher, einige Jahre später wegen weiterem Grenzausbau nicht mehr vorstellbar oder zumindest unter größeren Risiken und Schwierigkeiten.



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#9

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 13:41
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #8
Zitat von Lutze im Beitrag #7
eine Frage Dore,
ihr wurdet doch als Postenpaare eingeteilt,
hat der andere da mitgespielt?
Lutze


Lutze, es haben sogar zwei Postenpaare mitgespielt. Einmal mein Postenführer, ein Gefreiter, der mangels Uffze als Gruppenführer eingeteilt war und mit dem ich eben auch Pilze sammeln war und die Postenpaare abgelaufen bin und dann das andere Postenpaar am Tor der Enklave, das uns da durchgelassen hat und wir uns, schon auf westberliner Territorium, von den beiden wegen einem kleinen Huckel schon nicht mehr einsehbar, gegenseitig fotographieren konnten. Eben jenes Postenpaar hatte sich durch WB (zumindest in den Randgebieten des Nordteiles) kutschieren lassen und den einen (auch Postenführer), der sich mit einem Tomy fotographieren ließ. Sein Kommentar, als er mir das Foto zeigte:" Wenn´s mal anders kommt". Sicher, einige Jahre später wegen weiterem Grenzausbau nicht mehr vorstellbar oder zumindest unter größeren Risiken und Schwierigkeiten.


ist euer Ausflug in West-Berlin nicht in der Grenzkompanie
aufgefallen?,da müßt ihr aber alle dichtgehalten haben,
denn ungefährlich war das sicherlich nicht gewesen,
man wußte doch von der anderen Seite,
ihr habt auch auf DDR-Flüchtlinge zu schießen
Lutze


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#10

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 14:02
von ABV | 4.202 Beiträge

Da ist was dran Lutze! Man stelle sich mal folgendes Szenario vor: zwei uniformierte Grenzsoldaten betreten im "Feindesland" eine Kneipe. In der sich nicht nur freundliche Mitmenschen, sondern auf Krawall gebürstete Stinkstiefel befinden.
Gesetzt dem Fall, dass die Grenzer im Westen bleiben würden, wäre das ganze kein Problem. Weil sie dann automatisch zu " den Guten" gehören. Ganz anders liegt doch die Situation, wenn die Grenzer offen sagen würden, "nur mal auf ein Bier" vorbei gekommen zu sein. Ansonsten aber wieder zurück in die DDR wollten. Was einem Bekenntnis zur verhassten DDR inklusive Mauer; Stacheldraht und Todesschüssen gleichgekommen wäre.
Was wäre dann wohl passiert? Vielleicht wären die Gäste aufgestanden und hätten den Jungs aufmunternd auf die Schultern geklopft. Das kam wohl ganz auf die Zusammensetzung des Publikums an.
Sehr wahrscheinlich wäre aber auch die Variante, dass die Grenzer in hohem Bogen aus der Kneipe geflogen wären. Wie aber hätten sie dann ihre dabei erlittenen Verletzungen dem Vorgesetzten erklären sollen? Als Rauferei mit dem benachbarten Postenpaaar?

Gruß Uwe


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http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#11

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 14:36
von Gelöschtes Mitglied
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Um dieser Zeit( 60 Jahre) war das möglich! Zu meiner Zeit im GR hatten wir einige Zivilangestellte, die bei der KVP Grenze waren und aus Lust und auch als Mutprobe ins nächste Dorf ( West) gegangen sind. Zum Beweiß für die Anderen mussten sie ein Telefonbuch mit bringen oder Bier. Klar war die Grenze damals noch nicht so gesichert und bei vielen Sachen wurde auch mal von den Vorgesetzten ein Auge zugedrückt. Sie hatten uns auch Fotos gezeigt, wo die Karabiner am Bettgestell baumelten, nix mit wegschließen !
Grüsse
Steffen52


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#12

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 14:50
von Lutze | 8.029 Beiträge

mit was wurde das Bier bezahlt?,
Begrüßungsgeld vielleicht?
Lutze


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#13

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 15:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #12
mit was wurde das Bier bezahlt?,
Begrüßungsgeld vielleicht?
Lutze

Aber Hallo Lutze, da waren die Herren Westler großzügig, um dieser Zeit war die Lage auch noch nicht so zugespitzt. Aber auch später gab es Dinge die man nicht glauben konnte, aber eben auch 1980 , wo es eigentlich sehr straff war, gab es noch Sachen mit Ost und West Grenzern. Lutze musst Dir mal im Netz die Doko ( Skat unterm Stacheldraht) anschauen,wirst staunen was es so alles gab! Die sind damals auch noch abgehauen, nur sind die Knalltüten
wieder zurück gekommen. Für den Fähnrich der für die eingesessen hat, tat es mir leid! Aber schaue mal selbst.
Grüsse
Steffen52


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#14

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 18:08
von ABV | 4.202 Beiträge

1991 hatte ich an einer, von einem Bundesgrenzschutzoffizier abgehaltenen Schulung teilgenommen. Der BGS-Mann erzählte uns von heimlichen Treffen mit DDR-Grenzaufklären und anregenden Gesprächen. Dabei blieb es durchaus nicht: ein GAKL war gerade Vater geworden. Seitens des BGS wurde dem DDR-Grenzer, auf dessen Wunsch, Penatencreme aus dem "Westen" besorgt.
Kaum zu glauben, aber wohl doch wahr!

Gruß an alle
Uwe


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#15

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 19:10
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von CAT im Beitrag #1
http://www.youtube.com/watch?v=t0LDkoOPlQI



Ich denke 1965 war das noch möglich ,das gleiche 10 Jahre später,kann ich mir nicht vorstellen.


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#16

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 19:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #15
Zitat von CAT im Beitrag #1
http://www.youtube.com/watch?v=t0LDkoOPlQI



Ich denke 1965 war das noch möglich ,das gleiche 10 Jahre später,kann ich mir nicht vorstellen.


Lese mal meinen Beitrag den ich Lutze geschrieben habe und schaue dir mal die Doko ( Skat untern Stacheldraht im Netz an) Dann weist Du
was es so alles auch später gab!
Grüsse Steffen52


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#17

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 19:19
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Diese und aehnliche Geschichten zeigen wieder einmal ganz deutlich das man nicht mit Gewalt trennen kann was von Natur aus zusammengehoert.


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#18

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 19:22
von ABV | 4.202 Beiträge

Zumindest ist es doch überraschend, wie durchlässig diese abgeschottete Staatsgrenze, an einigen Stellen, doch war. Und wie falsch bloßes "Schwarz / Weiß-Denken" doch ist.

Gruß Uwe


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#19

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 19:50
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,
ich weiß, das mein Großvater oft zum Kartenspielen über die Grenze gegangen ist.

Das muss so in den 50er und Anfang der 60er gewesen sein.

Da war aber die grüne Grenze noch nicht richtig dicht. Bei uns war zumindest in meiner Kindheit zunächst nur ein mehrdrähtiger Stacheldrahtzaun.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
ABV, CAT und S51 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Auf ein Bier in den Westen

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.12.2013 23:16
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Hatte es schon mal geschrieben. Über unseren Hauptfeld ging die Mär rum, daß er noch an einen westberliner Zöllner eine Skatschuld von 20,-DM hat. Der Alte war zu unserer Zeit schon 18 Jahre dabei.
Klar, diese oben geschilderte/n Aktion/en waren im Nachhinein gesehen mehr als riskant. Wenn einer von uns beiden gesagt hatte, AK 47 durchgerissen, Waffen niederlegen und wäre ab, dann hätten die anderen Drei drei Möglichkeiten gehabt: 1. Alle mitkommen, 2. je nach Verantwortlichkeit in den Militärknast gehen oder den Fahnenflüchtigen auf westberliner Territorium erschießen, was allein schon wegen der geographischen Gegebenheit nur mit ziemlich viel Feuergefecht möglich wäre. Übrigens, eine Kneipe gab es ganz in der Nähe, etwa 100 - 200 m weiter, aber das wußten wir nicht. Das dortige Postenpaar wird es aber gewußt haben, vermute ich. Es stimmt schon, vieles hätte davon abgehangen, welchen Menschen man auf WB Seite begegnet wäre. Der Angler an seinem Bootssteg, der wenige Meter weg stand, guckte nur etwas verwundert, zwei Grenzer neben sich stehen zu sehen. um die Situation noch mal zu verdeutlichen, hier noch mal zwei Fotos. Der helle Fußweg hinter mir führt über einen kleinen Huckel. Dahinter, also nicht sehbar, befindet sich das Tor auf dem zweiten Bild. Das waren übrigens auch die zwei Kameraden mit den schon geschilderten "Erlebnissen".



Nachtrag: Hatte es vergessen zu erwähnen. Von den Seemolys, die für die Havelgrenze und damit wohl auch für die Enklave Fichtewiese zuständig waren, wurde mal ein Postenpaar von einer Offz-Kontrolle erwischt, als sie dort mit den Laubenpiepern mitfeierten. 10 Tage Bau sollen dabei rausgekommen sein.



S51, Kurt und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.12.2013 11:20 | nach oben springen



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