#61

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.11.2010 18:19
von Rabe (gelöscht)
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Zitat von 94

Zitat von Rabe
... vor 1980 [...], daß Todesurteile seit geraumer Zeit in der DDR nicht mehr verhängt werden und keine Hinrichtungen demzufolge durchgeführt werden. Die Todesstrafe entspreche nicht dem humanistischen Wesen der Justiz der DDR. Wie gesagt die Zusammenfassung eines Pausengesprächs.


Noch zynischer klingt dann im Nachhinein die Begründung für den "unerwarteten Nahschuss in das Hinterhaupt", letztmalig praktziert am 26.Juni1981, einem Freitag. Diese Hinrichtungsart nach sowjetischem Vorbild galt als "human" und sollte dem Opfer "unnötige Qualen" ersparen.(1) Und @Rabe sicher vor 1980? Denn ich verstehe ich die Sache mit dem Teske überhaupt nicht. Ich dachte bis jetzt immer, das nach dem der Stiller entfleucht war, wenigstens hinter 'vorgehaltener Hand' über die Teske-Tötung(2) als abschreckendes Beispiel geredet wurde.

(1) http://www.mdr.de/damals/lexikon/6111547.html
(2) Ich habe bewußt ein möglichst wertneutrales Wort gewählt!




Sicher vor 1980.
auch nicht hinter ' vorgehaltener Hand ' bei bestem Willen nicht!

Rabe


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#62

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.11.2010 22:49
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von SFGA
Jemand der Tötet (also nicht berufsbedingt Töten muss) kann unterschiedliche Gründe haben. Auch kann es ab Staat bzw. Sytem liegen.
Die Strafen und das vorzeitige erkennen solche Menschen muss verändert werden.




... mensch Sören, wie bekommt man denn 14:30 Uhr schon solche Beiträge hin? Da hat Dir doch jemand was in den Tabak getan, oder?


Ahoi Jameson



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#63

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.11.2010 23:06
von SFGA | 1.519 Beiträge

Nein mir geht es gut BAP (Bewusstsein Atmung Puls) gut naja BD (Blutdruck) etwas erhöht aber ansonsten alles klar.

Du meinst wegen Staat/System ehe ich dir das erkläre/schreibe können wir Frühstücken. Schicke mir ne PN mit deiner Nummer und ich rufe dich an.
LG Sö


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#64

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 00:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94

Zitat von Rabe
... vor 1980 [...], daß Todesurteile seit geraumer Zeit in der DDR nicht mehr verhängt werden und keine Hinrichtungen demzufolge durchgeführt werden. Die Todesstrafe entspreche nicht dem humanistischen Wesen der Justiz der DDR. Wie gesagt die Zusammenfassung eines Pausengesprächs.


Noch zynischer klingt dann im Nachhinein die Begründung für den "unerwarteten Nahschuss in das Hinterhaupt", letztmalig praktziert am 26.Juni1981, einem Freitag. Diese Hinrichtungsart nach sowjetischem Vorbild galt als "human" und sollte dem Opfer "unnötige Qualen" ersparen.(1) Und @Rabe sicher vor 1980? Denn ich verstehe ich die Sache mit dem Teske überhaupt nicht. Ich dachte bis jetzt immer, das nach dem der Stiller entfleucht war, wenigstens hinter 'vorgehaltener Hand' über die Teske-Tötung(2) als abschreckendes Beispiel geredet wurde.

(1) http://www.mdr.de/damals/lexikon/6111547.html
(2) Ich habe bewußt ein möglichst wertneutrales Wort gewählt!





Seit ich ich über die Exekutierung des MfS Offiziers Teske in 1981 gelesen habe, muss ich immer über ein Erlebnis aus meiner Kindheit nachdenken. Es war etwa 1955, ich war 11 Jahre jung und meine Schule in Erfurt plante einen Ausflug zu der Gedenkstätte des KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. So weit so gut. Wir fuhren dort hin. Man zeigt uns das Gelände , die Einrichtungen, erzählte uns über die Qualen, die die Menschen dort erleben mussten bis in die Apriltage 1945, als die US Army das Lager befreite. Man erzählte uns dass der Kommunistenführer Thälmann dort im August 1944 ermordet wurde. Man zeigte uns das Krematorium. Und man zeigt uns eine Einrichtung, mit der Menschen auf besonders hinterlistige Weise ermordet wurden. Die Genickschussanlage. Das war ein Raum, in dem Häftlinge an ein festinstalliertes Metermass gestellt wurden mit dem Hinweis, dass ihre Körperlänge gemessen würde. Hinter dem Metermass stand ein SS Mann und schoss durch ein Loch in diesem Metermass dem Delinquenten in das Genick. Er war auf der Stelle tot. Das hat mich als Kind furchtbar entsetzt und berührt, ich habe es heute als alter Mann immer noch sehr gut in der Erinnerung.Diese Situation kommt mir immer in den Sinn wenn ich über die Methoden der SED höre, wie sie mit Abtrünnigen oder Gegnern umgehen. Kann es sein dass faschistische Regime und kommunistische Regime mit den gleichen Methoden arbeiten, die eines gemeinsam haben : die rücksichtslose Vernichtung iher Gegner?

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 27.11.2010 00:22 | nach oben springen

#65

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 07:47
von Gelöschtes Mitglied
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Diese Situation kommt mir immer in den Sinn wenn ich über die Methoden der SED höre, wie sie mit Abtrünnigen oder Gegnern umgehen. Kann es sein dass faschistische Regime und kommunistische Regime mit den gleichen Methoden arbeiten, die eines gemeinsam haben : die rücksichtslose Vernichtung iher Gegner?
Gruß Gert[/quote]


Ich glaube, da machen wir es uns zu einfach, Faschisten und Kommunisten ueber einen Kamm zu scheren. Du hast sicher was von Waterboarding gehoert. Wobei wir ganz andere 'Brueder' haben auf der anderen Seite, die dem Infidel ans Leder wollen und vor nichts zurueckschrecken, Menschen in die Luft zu jagen und Koepfe abschneiden. Vernichtung und Methoden gibts eine Menge, um Menschen zum Schweigen zu bringen. Diesen gleichen Gang in Buchenwald machte ich uebrigens erst als junge Frau. Mir bleibt diese bis heute in Erinnerung. Es war fuer mich als Englaenderin die erste Begegnung mit dem wirklichen Faschismus. Mir fehlte mit Sprache lernen und sonstigen Erziehungsmassnahmen diese Erkenntnis vorher.

Der Kamerad in Californien beschreibt (Californien wird und das nicht nur in Kentucky und im tiefen Sueden als Ausland angesehen, mehr Freiheit, Liberalitaet etc.) die unterschiedlichen Auffassungen der Todesstrafe.
In Kentucky besteht die Todesstrafe. Diese ist aber nicht in jedem Mordfall anzuwenden. Es ginge zu weit darueber zu berichten, diese ist mannigfaltig.
Fest steht, dass auch ein Moerder der gemeinsten Art einen Pleabargain eingehen kann, wenn der Staatsanwalt sich darauf einlaesst.
Man wird kein Pleabargain gewaehren fuer Polizisten/Sheriff/Morde. Wohl hat man es in diesen Wochen zugelassen fuer einen Kindermoerder, der sein vierjaehriges Opfer missbraucht und dann in die Muelltonne gestopft hatte.
Das heisst, er muss sich nur zu seiner Strafe bekennen und seine Schuld anerkennen, dann ist nicht nur ein Prozess ueberfallig und spart dem Steuerzahler/Staat viel Geld, sondern er bekommt dann in keinem Fall die Todesstrafe, er rettet somit sein Leben. Alledings heisst die Strafe dann lebenslange Haftstrafe (oftmals mehrfach lebenslang) ohne die Moeglichkeit einer Pruefung nach 20/25 Jahren. Eine lebenslange Haftstrafe bedeutet somit lebenslang, er stirbt aller Voraussicht nach im Gefangnis. Aber, wir sind in Kentucky und nur dafuer spreche ich. Es laufen zur Zeit immer mehr verurteilte Moerder und Vergewaltiger herum auf der Strasse, weil die Gefaengnisse ueberfuellt sind. Womit ich sagen will, in Kentucky gibt es Gesetze auf dem Papier. Die Staaten Texas und Florida sind die hartnaeckigsten Verfolger der Todesstrafe und auch anderer Strafen, die rigoros eingehalten werden. Nur als Gegenbeispiel.
Zur Zeit sind hier 37 Menschen on death row, in der Todeszelle. Es wurde kein Verurteiler in den letzten 17 Jahren hingerichtet. Hier in Kentucky befindet sich Law and Order in einem erschreckenden Zustand, taegliche Morde, Schusswaffengebrauch, nicht nur in der City von Louisville, zeigen eine erschreckende Bilanz auf. Einsparungen in Bereichen wie Polizei, Feuerwehr und Schulen runden das Bild ab, die Zahl der Schueler, die auf der Strasse herumhaengen und in die Kriminalitaet absacken ist erschreckend. Die Schwelle zu einer Gewalttat ist auf erschreckend niedrigem Niveau, das sind die Straftaeter von Morgen, die immer juenger werden.
Diese Lebenslangen haben bis zu 16 Moeglichkeiten eines appeals, eines Einspruchs, die, wenn durch einen Rechtsanwalt zur richtigen Zeit eingelegt werden (und das werden diese meist) ihm bis zu 20 weitere Lebensjahre garantieren.
Diese Inmates koennen die Regierung verklagen nach Lust und Laune, einer kuerzlich, weil seine Eier nicht richtig gebraten waren, andere haben sich gegen die Giftspritze zur Wehr gesetzt, die von ihnen als inhuman dargestellt worden waren. Dabei steht dann nicht zur Debatte, dass einer drei kleine Maedchen vergewaltigte mehrfach und ihnen dann die Kehle durchgeschnitten hat.
Wie man also sehen kann treibt Law and Order manchmal entsetzliche Blueten.
Ob ich fuer die Todesstrafe bin? Ich kann diese nicht ganz von der Hand weisen. Ich kann die Bibel nicht zitieren, da ich nicht religioes bin. Es gaebe ausreichend Moeglichkeiten, diese bis zum Umfallen in Steinbruechen arbeiten zu lassen, Freuden haetten diese trotzdem noch, und wenns unter der Bettdecke nachts ist, die wie ich meine, ihnen nicht mehr zustehen sollten, wenn sie Frauen und Kindern Schmerzen zugefuegt und getoetet haben. Aber da kommen wieder die Humane Societies auf die Bildflaeche, und diese Leute muessen nach bestimmten Richtlinien gut behandelt und versorgt werden, sagen wir es so. Und da kann man dann wuetend werden und sich fuers Erste entscheiden.
Und, unschuldige hingerichtet? es sitzen heute noch 20 Leute insgesamt in der Todeszelle, deren DNA ueberprueft wird, aufgrund neuer Erkenntnisse. Est vor wenigen Wochen wurde ein einer nach 26 Jahren aus der Todeszelle entlassen, da eindeutig seine Unschuld durch DNA bewiesen wurde. Die Zahl derer ist hoch sagt man, die nicht solches Glueck nicht hatten und hingerichtet worden sind.
Was ich beanstande in den USA und mir zutiefst zuwider ist: Ganzen Familienverbaenden der Opfer, manchmal fuer Europaer in unglaublicher luesterner Weise, haben das Recht, sich am Schauspiel einer Hinrichtung zu beteiligen, aus naechster Naehe, nur durch Glasfenster getrennt. Das ist fuer mich barbarisch und inhuman. Der letzte zuckte und windete sich 15 Minuten lang nach einer Giftspritze, es dauerte zehn Minuten, bevor die Gardinen zugezogen wurden, es ist auch vorgekommen, dass einem der Kopf rauchte auf dem E-Stuhl, und hinterher die schadenfrohe Meute Interviews gab. Ich glaube die Todesstrafe ist nur so roh, wie die Gesellschaft, die sie durchfuehrt.
Im Uebrigen beim Thema zu bleiben. Ich bin hinlaenglich gewarnt worden, bereits am Anfang, und, nicht nur von oestlicher, auch von westlicher Seite. Vor allem der grosse Bruder, schweigsam und gigantisch, sprach nicht, er wurde schnell und in aller Stille aktiv. Nichts aussergewoehnliches auf den Spielplaetzen der Geheimdienste ueber die Jahre. Hart mit Abtruennigen zu verfahren, vor allem auch, wenn nur Verdachtsmomente bestanden, war kein Geheimnis. Natuerlich wurden diese Hinrichtungen nicht auf dem Dorfplatz ausgefuehrt. Wir Menschen versuchen immer alles auf den Grund zu gehen, muessen immer wissen bis ins letzte Detail, geben uns selbst dann nicht zufrieden, bis alles verzerrt an die Oberflaeche geholt wird, meist dann, wenn die Zeitzeugen bereits nicht mehr widersprechen koennen.
Larissa

Waehrend Luegengebaeude einstuerzen und zu Asche vergehen,
bleibt die Wahrheit oftmals darunter verborgen, unerkannt und metertief begraben.
Das ist manchmal die bessere Loesung fuer alle Beteiligten,
da es eine besaenftigende, aber auch eine schreckliche Wahrheit sein koennte.
Marleen Powell


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#66

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 08:07
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Hallo Larissa
Sehr schön geschrieben,dafür danke ich Dir.Was mir gefallen hat war das mit den Steinbrüchen.So in der Richtung müsste das Ablaufen.Bei uns hat ja auch erst wieder ein Lustmörder 2 Kinder umgebracht,ich denke auch die Todesstrafe ist da noch zu Human,obwohl ich sie mir für manche wünschen würde.
Larissa ich grüße Dich und ein schönes Wochenende


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#67

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 08:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pit 59
Hallo Larissa
Sehr schön geschrieben,dafür danke ich Dir.Was mir gefallen hat war das mit den Steinbrüchen.So in der Richtung müsste das Ablaufen.Bei uns hat ja auch erst wieder ein Lustmörder 2 Kinder umgebracht,ich denke auch die Todesstrafe ist da noch zu Human,obwohl ich sie mir für manche wünschen würde.
Larissa ich grüße Dich und ein schönes Wochenende




Danke Pit59. Das gibt es noch teilweise in Alabama mit den Arbeitslagern, auch in Texas. In Alabama wirst Du auch sehen am Strassenrand angekettete Straeflinge in Jailhouse Kleidung, die die Strassen reinigen/pflegen muessen, bewacht von berittener und schwerbewaffneter Polizei. Die Kentuckiana Richter sind Wimps, Weicheier und die Folgen sind deutlich spuerbar.
Gruess Dich, Larissa


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#68

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 08:29
von YYYYYYYY (gelöscht)
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ich schließe mich meinem vorredner @ pit59 an.hast du sehr schön geschrieben larissa.das mit den steinbrüchen gefiel mir auch gut ,das schlafen ohne decke auch.nur bei mir dürften solche leute nichtmal ein bett besitzen. ich würde sie arbeiten lassen bis sie tod umfallen. jemand der kinder/frauen schändet,oder ermordet, hat aus meiner sicht kein leben mehr verdient.er hat für mich sämtliche gesellschaftlichen errungenschafften ,wie ein"warmes ,kuschliges bett", verwirkt und nicht verdient.aber leider werden solche leute teilweise noch durch die strafhöhe belohnt, wenn man sich so manchen fall anschaut

ich wünsche dir auch ein schönes wochenende und sende dir auf "navajo" rückwärtsgesprochen und auf kykrillisch liebe grüße nach kentucky.


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#69

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 14:28
von Rabe (gelöscht)
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Hallo

Die Diskussionen über Justiz, Strafverfahren, Urteile und auch Todesurteile polarisieren die Menschen weltweit. Ich persönlich finde es gut, daß es dazu Menschenrechtsorganisationen gibt. Es ist zu wünschen, daß es gelingt (immer mehr, immer öfter und überall auf der Welt)
diese Problematik sichtbar zu machen.
Zum Thema:
Für die Gleichsetzung der DDR mit dem faschistischen 3. Reich ist es sicher fragwürdig, die Mordmaschinerie in einem KZ mit der
Vollstreckung eines Todesurteils in der DDR zu vergleichen.
In dem KZ wurden nach meinem Wissen unzählige Menschen ermordet, die Kriegsgefangene, Juden, Sinti und Roma, auch Homosexuelle
oder nur anderer Nationalität waren. Dies geschah alles ohne Gerichtsurteil. Für besonders gehaßte Gegner hatten die faschistischen
Machthaber eine weit schlimmere Hinrichtungsmethode entwickelt. Der Admiral Canaris wurde, nachdem er sich hatte entkleiden müssen, an einem Fleischerhaken mit einer Geigensaite umgebracht. Diese Hinrichtung wurde für A.Hitler gefilmt.
Ich denke, daß die Gleichsetzung des Faschismus und der DDR vor allem den Opfern des Faschismus und auch den zum Tode verurteilten und hingerichteten Menschen in der DDR nicht gerecht wird.

Rabe


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#70

RE: der Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 15:58
von Sonne | 510 Beiträge

Ein Thema "Todesurteil in der DDR"
da tummeln sich unsere Gäste-warum wohl???


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#71

RE: der Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.11.2010 16:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Sonne
Ein Thema "Todesurteil in der DDR"
da tummeln sich unsere Gäste-warum wohl???


Zitat von HpTGefr82

ich wünsche dir auch ein schönes wochenende und sende dir auf "navajo" rückwärtsgesprochen und auf kykrillisch liebe grüße nach kentucky.




Der Auftrag Dich zu beseitigen ist bereits ausgesprochen, da Du den Code geknackt hast!

DANKE RABE! wohltuende und gerechte Worte.

Hab SONNE im Herzen.......
wir tummeln? was mach ich mit Dir? Dann beantworte mir mal die Frage, die Du stellst im Raetselmodus........., oftmals genuegt ein Funken Wahrheit um die Welt ins Chaos zu stuerzen, mach das doch mal hier, raus mit Deiner Wahrheit, dann stuerzen wir uns mit 'unserer' Wahrheit drauf und drehen Dich durch den Fleischwolf oder.......wir haben Dich ganz doll lieb, auch wenn Du nicht willst das....
Gruss Dich Sonne
Larissa


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#72

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 04:58
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von SFGA
Die Strafen und das vorzeitige erkennen solche Menschen muss verändert werden.



Und hast Du auch eine Idee, wie das funktionieren soll ? Am meisten bin ich an Lösungswegen zum vorzeitigen erkennen solcher Menschen interessiert. Wenn wir das dann realisiert haben, brauchen wir auch die Strafen nicht mehr zu verändern, weil wir ja präventiv alle eventuellen Täter erkannt haben.



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#73

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 07:23
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Gab es zu solcher fiktiven Möglichkeit nicht mal einen Film mit Tom Cruise? Hat aber auch böse geendet weil die Maschine die das vorausagte zu manipulieren war!


zuletzt bearbeitet 30.11.2010 07:25 | nach oben springen

#74

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 08:44
von Jameson | 759 Beiträge

[quote="Larissa"]
...
Ich glaube die Todesstrafe ist nur so roh, wie die Gesellschaft, die sie durchfuehrt.
...
Larissa

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Hallo Larissa,

Dein gesamter Beitrag hat mir sehr gut gefallen, darum verzeih mir bitte, dass ich ihn so arg beschnitten zitiere. Aber der Satz hat mir am besten gefallen und sagt eigentlich alles.

Ahoi Jameson



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#75

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 10:15
von SFGA | 1.519 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von SFGA
Die Strafen und das vorzeitige erkennen solche Menschen muss verändert werden.



Und hast Du auch eine Idee, wie das funktionieren soll ? Am meisten bin ich an Lösungswegen zum vorzeitigen erkennen solcher Menschen interessiert. Wenn wir das dann realisiert haben, brauchen wir auch die Strafen nicht mehr zu verändern, weil wir ja präventiv alle eventuellen Täter erkannt haben.




Zitat iche: Du meinst wegen Staat/System ehe ich dir das schreibe können wir Frühstücken. Schicke mir ne PN mit deiner Nummer und ich rufe dich an.
LG Sö


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#76

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 17:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rabe
Hallo

Die Diskussionen über Justiz, Strafverfahren, Urteile und auch Todesurteile polarisieren die Menschen weltweit. Ich persönlich finde es gut, daß es dazu Menschenrechtsorganisationen gibt. Es ist zu wünschen, daß es gelingt (immer mehr, immer öfter und überall auf der Welt)
diese Problematik sichtbar zu machen.
Zum Thema:
Für die Gleichsetzung der DDR mit dem faschistischen 3. Reich ist es sicher fragwürdig, die Mordmaschinerie in einem KZ mit der
Vollstreckung eines Todesurteils in der DDR zu vergleichen.
In dem KZ wurden nach meinem Wissen unzählige Menschen ermordet, die Kriegsgefangene, Juden, Sinti und Roma, auch Homosexuelle
oder nur anderer Nationalität waren. Dies geschah alles ohne Gerichtsurteil. Für besonders gehaßte Gegner hatten die faschistischen
Machthaber eine weit schlimmere Hinrichtungsmethode entwickelt. Der Admiral Canaris wurde, nachdem er sich hatte entkleiden müssen, an einem Fleischerhaken mit einer Geigensaite umgebracht. Diese Hinrichtung wurde für A.Hitler gefilmt.
Ich denke, daß die Gleichsetzung des Faschismus und der DDR vor allem den Opfern des Faschismus und auch den zum Tode verurteilten und hingerichteten Menschen in der DDR nicht gerecht wird.

Rabe



@Rabe nein, ich wollte mit meinem Beitrag nicht die beiden politischen System vergleichen. Mir gefiel nur nicht die Art der Hinrichtung und die Begründung. Das klingt erstens so eiskalt und unmenschlich ( gezielter Nahschuss in den Rücken, brrrrrhhh) und es erinnerte mich an meinen Schulausflug nach Buchenwald wie beschrieben, wo ich so etwas schon mal gesehen und gehört hatte. Ich finde den Gipfel des Zynismus erreicht, so etwas human zu nennen.

Gruß Gert


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#77

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 18:01
von SFGA | 1.519 Beiträge

Du meinst gezielter Nahschuss ins Genick


JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#78

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 18:20
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Larissa
Ich glaube die Todesstrafe ist nur so roh, wie die Gesellschaft, die sie durchfuehrt.



Mit dieser Ansicht stimme ich überein. Länder, die heute noch Menschen hinrichten über lediglich Rache, stellen sich auf die gleiche Stufe wie der Mörder und sind in ihrem Denkprozess mindestens 30 Jahre zurück.
Macht die Todesstrafe aus präventiver Sicht Sinn ??? Wohl kaum, denn nirgendwo auf der Welt hat die Existenz der Todesstrafe Mörder vom morden abgehalten. Sie ist also kein Mittel der Abschreckung und Prävention.
Ein Staat muss sich auch daran messen lassen, wie er mit den Mördern in seiner Gesellschaft umgeht. Sie hinzurichten offenbart Hilflosigkeit. Da die Todesstrafe als Mittel zur Abschreckung und Prävention nicht taugt, ist sie einzig auf den Racheaspekt reduziert.
Der Staat ist vielmehr gefordert, die Gesellschaft vor Mördern und Sexualstraftätern durch strenge und sichere Verwahrung zu schützen. Hier sind vor allem wirksame pönologische Maßnahmen erforderlich.
Ein weiterer Aspekt ist das Therapieren von Triebtätern und sadistisch veranlagten Mördern. Es ist für mich unverständlich, wenn Gutachter zu dem Schluss kommen, dass solche Straftäter erfolgreich therapiert wurden und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können. Eine in der Haft erfolgte Therapie kann die entsprechende Person nur zeitweilig zurückhaltend machen. Der eigentliche Trieb wird immer in ihnen vorhanden sein und macht therapeutischen Einfluss und Kontrolle bis zum Lebensende erforderlich. Und hier sind die Verantwortlichen nicht immer auf der Höhe ihrer Aufgaben.



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#79

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.11.2010 19:24
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Larissa
Ich glaube die Todesstrafe ist nur so roh, wie die Gesellschaft, die sie durchfuehrt.



Mit dieser Ansicht stimme ich überein. Länder, die heute noch Menschen hinrichten über lediglich Rache, stellen sich auf die gleiche Stufe wie der Mörder und sind in ihrem Denkprozess mindestens 30 Jahre zurück.
Macht die Todesstrafe aus präventiver Sicht Sinn ??? Wohl kaum, denn nirgendwo auf der Welt hat die Existenz der Todesstrafe Mörder vom morden abgehalten. Sie ist also kein Mittel der Abschreckung und Prävention.
Ein Staat muss sich auch daran messen lassen, wie er mit den Mördern in seiner Gesellschaft umgeht. Sie hinzurichten offenbart Hilflosigkeit. Da die Todesstrafe als Mittel zur Abschreckung und Prävention nicht taugt, ist sie einzig auf den Racheaspekt reduziert.
Der Staat ist vielmehr gefordert, die Gesellschaft vor Mördern und Sexualstraftätern durch strenge und sichere Verwahrung zu schützen. Hier sind vor allem wirksame pönologische Maßnahmen erforderlich.
Ein weiterer Aspekt ist das Therapieren von Triebtätern und sadistisch veranlagten Mördern. Es ist für mich unverständlich, wenn Gutachter zu dem Schluss kommen, dass solche Straftäter erfolgreich therapiert wurden und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können. Eine in der Haft erfolgte Therapie kann die entsprechende Person nur zeitweilig zurückhaltend machen. Der eigentliche Trieb wird immer in ihnen vorhanden sein und macht therapeutischen Einfluss und Kontrolle bis zum Lebensende erforderlich. Und hier sind die Verantwortlichen nicht immer auf der Höhe ihrer Aufgaben.



Für solche Maßnahmen ist ja viel zu wenig ausgebildetes Personal vorhanden,meist scheitert es,wie so oft,am Geld,die Kassen sind leer.Und diejenigen,die solche Tätigkeiten ausüben,sind total überlastet,denn der Aufwand für solche eineTherapie ist enorm.



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#80

RE: Todesurteil in der DDR

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.12.2010 18:52
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von SFGA

Zitat von Merkur

Zitat von SFGA
Die Strafen und das vorzeitige erkennen solche Menschen muss verändert werden.



Und hast Du auch eine Idee, wie das funktionieren soll ? Am meisten bin ich an Lösungswegen zum vorzeitigen erkennen solcher Menschen interessiert. Wenn wir das dann realisiert haben, brauchen wir auch die Strafen nicht mehr zu verändern, weil wir ja präventiv alle eventuellen Täter erkannt haben.




Zitat iche: Du meinst wegen Staat/System ehe ich dir das schreibe können wir Frühstücken. Schicke mir ne PN mit deiner Nummer und ich rufe dich an.
LG Sö




Sören,

ich will nicht mit Dir frühstücken.
Du hättest einfach mal schreiben sollen wie Du diesen Punkt konkret realisieren willst:
Die Strafen und das vorzeitige erkennen solche Menschen muss verändert werden
Bitte auch keine PN schicken. Auf der Grundlage von PN diskutiert es sich schlecht. Also hau in die Tasten und schreib einen sinvollen Beitrag !



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