#321

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 15:43
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #245

Ein Sack Milch hätte es auch getan!
Wenn es kein Brot gab, wo kam dann das zwei Tage alte her?
Brot holte man doch beim Bäcker,nicht im Kosum!



Eigentlich wollte ich darauf nicht reagieren.@damals wars aber wenn du es genau wissen willst
gab es im Dorfkonsum keine Milchsäcke, der Bäcker war kilometerweit entfernt und auf meine Frage an die dicke Verkäuferin im Konsum nach frischem Brot gab es die barsche Antwort : " das Alte muss erst weg"
Sag mal wo hast du denn gelebt?
Ich gehörte zwar zur herrschenden Klasse des Proletariats aber die Frau war mächtiger. Sie gehörte zur Klasse der Verkäufer, Kellner, Handwerker und Taxifahrer.Da war ich machtlos.


zuletzt bearbeitet 18.12.2013 15:47 | nach oben springen
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#322

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 16:23
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Ja und heute lebst du in Freiheit und bekommst Brot an jeder Ecke.Und das ist auch gut so!
Auch heute gibt es Mächte,die ganz schnell über dein Wohl und Wehe entscheiden können und trotz Freiheit bist du weiterhin machtlos.

PS:Brot von gestern ist nicht hart,gar kein Brot,das ist hart!


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#323

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 16:24
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #320
Ich habe Wallraffs Ganz unten als Schüler auch gelesen und es nicht für Propaganda gehalten.
Aber in der DDR war man bemüht möglichst nur dieses Bild der BRD zu zeichnen.
Die Menschen der BRD und der DDR sollten sich fremd werden. Das war das unausgesprochene Ziel.
Ich habe in der DDR an politischen Zeitschriften gelesen was ich bekommen konnte von der Weltbühne über Horizont , Sputnik bis Sozialismus Theorie und Praxis.
Wie verzerrt mein Bild war, welches mir in der DDR über die BRD vermittelt wurde habe ich 1989 dann selbst erlebt.


@schnatterinchen, in der vorangegangenen Diskussion ging es doch nicht um die Wissensvermittlung der DDR-Medien über die BRD, sondern um den Satz von Gert: Euer Bild von der Budnesrepublik wahr erschreckend einfach gestrickt. Mit anderen Worten , ihr hattet keine Ahnung von unserem Leben.
Für einige DDR-Bürger mag das ja zugetroffen haben, aber wer wollte, der konnte sich informieren. Und viele haben sich informiert. Ob das nun von der Obrigkeit gern gesehen wurde, steht doch auf einem anderen Blatt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#324

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 16:27
von schnatterinchen (gelöscht)
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Vollste Zustimmung Küchenbulle79.
Den Spruch kenne ich von unserem Bäcker in Leipzig Stötteritz , der hatte ein großes Schild im Laden.
"Altes Brot ist nicht hart, kein Brot ,das ist hart."
Hängt heute sicher nicht mehr dort.Wenn es den Bäcker überhaupt noch gibt.


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zuletzt bearbeitet 18.12.2013 16:28 | nach oben springen
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#325

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 16:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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@schnatterinchen

Also ich weiß nicht, was Du für ein Bild von der Bundesrepublik hattest. Meine Kenntnisse vom Alltag haben jedoch nach der Wende ausgereicht, mich schnell an die neuen Bedingungen anzupassen. Ob sie mir damals gefallen haben oder nicht, steht auf einm ganz anderen Blatt. Hier nur ein Beispiel.

Frauen mit Kindern, insbesondere wenn sie klein waren, haben es in der Bundesrepublik schon damals ziemlich schwer gehabt einen Job zu finden und erst recht dann auch eingestellt zu werden. Mein jüngster Sohn wurde 1990 geboren und ich hatte das Glück sehr schnell einen Krippenplatz zu bekommen. Mein Betrieb war in der Zwischenzeit abgewickelt und ich habe mich auf Jobsuche begeben. Auf meine ersten Bewerbungen, wo ich wahrheitsgemäß meine Kinderzahl angegeben habe, habe ich nur Absagen bekommen. Noch bevor mein Mütterjahr, noch nach DDR Recht von der AOK bezahlt, zu Ende ging, bin ich zum Arbeitsamt marschiert. Auf mein Anliegen, dass ich kein Arbeitslosengeld beantragen möchte sondern vermittelt werden möchte, wurde erst einmal rumgedruckst, bis die Sachbearbeiterin meinte, mit 4 Kindern und noch dazu so einem kleinen, wird das schwierig. Deswegen sei ich beim Arbeitsamt, weil ich in eine ABM-Maßnahme vermittelt werden möchte, die ja gerade solchen Menschen wie mir den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern soll und daher vom Staat finanziert wird. Da ist sie ja fast vom Hocker gefallen,die Sachbearbeiterin, und meinte, solche Maßnahmen gebe es derzeit noch nicht. Sie seien erst im Aufbau. Ich solle mich doch an Träger solcher Maßnahmen direkt wenden. Ich habe dann auch einen im Westteil der Stadt gefunden, der gerade in Lichtenberg ein Jugenprojekt aufbaute.

Nun hatte ich eine ABM - Job mit Weiterbildung im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Und ich habe sofort wieder begonnen Bewerbungen zu schreiben. Wieder nur Absagen, obwohl ich nachweisen konnte, dass ich mit 4 Kindern Vollzeitjob und Familie bewältigen kann. Von meinem damaligen Arbeitgeber hatte ich auch schon ein sehr gutes West - Zwischenzeugbis. Schweren Herzens, habe ich dann beschlossen, meine Kinder zu verleugnen - auf die ich sehr stolz war. Ein halbes Jahr nach dem ich meinen ABM Job begonnen hatte, habe ich einen unbefristeten Vertrag bei einem Westberliner Arbeitgeber in der Tasche gehabt. Das Vorstellungsgespräch war noch jahrelang Thema bei Betriebsfeiern. Ich hatte im Gespräch zugegeben, dass ich Kinder hatte und mir die damals noch Teilzeitstelle daher sehr entgegenkam. Irgendwie hat das den Geschäftsführer nicht überzeugt. Er war nämlich der Meinung, das mir die Vergürung nicht ausreichen wurde. Als ich ihm erklärte, dass ich Halbtags im Westen mit Berlinzulage genauso viel Netto habe wie Vollzeit im Osten, haben wir über die anderen Vertragsmodalitäten gesprochen. Beim Abschied, als der Geschäftsführer mir in den Mantel half, fragte er wie alt denn meine Kinder seien. 12 - 11 - 7 - und bald 2, war meine Antwort. Der Verwaltungsleiter fing an zu lachen und meinte nur - hoch gepokert und gewonnen.

Ich behaupte einfach mal, dass mir meine Kenntnisse über den Alltag berufstätiger Frauen und arbeitsmarktpolitischer Instrumente in der Bundesrepublik, die ich schon lange vor der Wende aus dem Westfernsehen kannte, schon geholfen haben. Und auch das Wissen, dass im Westen auch nur mit Wasser gekocht wird. Und, dass wenn man Erfolg haben will, man sich richtig verkaufen muss.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 18.12.2013 16:37 | nach oben springen
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#326

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 16:34
von utkieker | 2.913 Beiträge

Ja früher gab es noch einen Konsum im Dorf, heute hat das Dorf weder Konsum noch Bäcker und selbst der mobile Handel geht in Konkurs und der Bus in die Stadt fährt nur noch zwei mal am Tag. Für die noch ansässige Dorfbevölkerung eine Zumutung, Pech für die alten Leute, deren Mobilität eingeschränkt ist aber selbst die Wartezeiten für das Seniorenheim verlängern sich wie anno dunnemals die Wartezeit auf den "Trabant"!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#327

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 16:46
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #323

@schnatterinchen, in der vorangegangenen Diskussion ging es doch nicht um die Wissensvermittlung der DDR-Medien über die BRD, sondern um den Satz von Gert: Euer Bild von der Budnesrepublik wahr erschreckend einfach gestrickt. Mit anderen Worten , ihr hattet keine Ahnung von unserem Leben.
Für einige DDR-Bürger mag das ja zugetroffen haben, aber wer wollte, der konnte sich informieren. Und viele haben sich informiert. Ob das nun von der Obrigkeit gern gesehen wurde, steht doch auf einem anderen Blatt.



Im Großen und Ganzen stimmte es doch auch , daß das Wissen über den Alltag in der BRD eher marginal und einseitig war.
Mit Ausnahme von so blitzgescheiten Leuten wie unserer grenzgaengerin , die Westbesuch bekam von dem sie ausführliche Infos erhielt.
Man wußte, daß man schnell arbeitslos werden konnte und niemals krank werden durfte ansonsten lag man schnell unter einer Brücke und das in Bayern viele Revanchisten wohnen, die gerne wieder die Hakenkreuzfahne aufziehen möchten war ebenso noch bekannt.
Vielleicht ist das Wahlergebnis der letzten Volkskammerwahlen nicht zuletzt auch dieser Unwissenheit über die BRD geschuldet.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#328

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:05
von Vogtländer (gelöscht)
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Zu #305 :
Nee,Gert,ich hab da nix verwechselt.
Eher hast Du den von Dir zitiertem Text nicht verstanden.
Auch was die Ratenfinanzierung betrifft wußte ich durch meinen Großonkel bescheid.
EUROPCAR gibts übriegens auch noch,aber kann man schon mal vergessen.


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#329

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:06
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Ja es stimmt schon,das viele DDR Bürger Rosinen im Kopf hatten über das Leben in der BRD,positive wie negative.
Mal ein Beispiel aus meinem erlebten.
Wir hatten einen Kraftfahrer,55 Jahre alt.Wir kamen mal ins Gespräch als die erste gesamtdeutsche Wahl bevorstand.
Da sagte er ganz begeistert:Wenn erstmal die CDU an der Macht ist,dann geht es uns allen gut und keiner muss mehr leiden.
Darauf meine Antwort: Das Prinzip des Kapitalismus ist ganz simpel,keiner hat etwas zu verschenken,weder ein Unternehmer noch sonst wer.
Jede Mark die in dich investiert wird musst du dreifach wieder erarbeiten müssen.
Seine Antwort; Du rote Sau und den Rest verkneife ich mir.
Zwei Jahre später trafen wir uns mal wieder und ich fragte,wie geht es dir denn so?
Die Antwort:So ein scheiß System,alles zum kotzen,keine Arbeit,kein Geld usw.usw.
Meine Antwort:Peter,was bist du doch für eine rote Sau geworden!Damit war das Gespräch beendet.
Und es gab Altbundesbürger,die protzend ihrer DDR Verwandschaft vorgaukelten,sie leben in einem Schlaraffenland.
Zu Hause haben sie den Kitt aus den Fenstern gefressen.Ich habe aber auch einige kennen gelernt,die objektiv über gutes und schlechtes im Goldenen Westen erzählten.Und das war für mich ein Kriterium und nicht das Werbefernsehen und andere Märchenerzähler.


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#330

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:07
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #323
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #320
Ich habe Wallraffs Ganz unten als Schüler auch gelesen und es nicht für Propaganda gehalten.
Aber in der DDR war man bemüht möglichst nur dieses Bild der BRD zu zeichnen.
Die Menschen der BRD und der DDR sollten sich fremd werden. Das war das unausgesprochene Ziel.
Ich habe in der DDR an politischen Zeitschriften gelesen was ich bekommen konnte von der Weltbühne über Horizont , Sputnik bis Sozialismus Theorie und Praxis.
Wie verzerrt mein Bild war, welches mir in der DDR über die BRD vermittelt wurde habe ich 1989 dann selbst erlebt.


@schnatterinchen, in der vorangegangenen Diskussion ging es doch nicht um die Wissensvermittlung der DDR-Medien über die BRD, sondern um den Satz von Gert: Euer Bild von der Budnesrepublik wahr erschreckend einfach gestrickt. Mit anderen Worten , ihr hattet keine Ahnung von unserem Leben.
Für einige DDR-Bürger mag das ja zugetroffen haben, aber wer wollte, der konnte sich informieren. Und viele haben sich informiert. Ob das nun von der Obrigkeit gern gesehen wurde, steht doch auf einem anderen Blatt.



@furry rot mark.ja natürlich konntest du dich informieren. Zeitungen und Zeitschriften bist du nur in Ausnahmefällen begegnet, denn sie hatten Angst davor und haben sie uns an der Grenze abgenommen. TV und Radio hat dir Fragmente geliefert angefangen von der schönen Scheinwelt der Werbung über Nachrichten bis hin zu sicher informativen Sendungen wie Panorama oder Report. Aber das war nicht die BRD, das war ein kleiner Lupfer unter die Bettdecke. Ich habe es doch bei meinen zahlreichen Besuchsreisen zwischen 1972 - 1989 kennengelernt. Ihr hattet wirklich (fast) keine Ahnung. Das kam bei meinen Gespräche mit Verwandten und Freunden immer wieder heraus, dass ich einfachste Dinge erklären musste, die in der BRD anders waren als in der DDR. Ich brauchte bis 5 Jahre nach meiner Flucht um diese Land kennenzulernen von der Bedienung einer Telefonzelle bis zur Ausfüllung einer Steuerklärung. Dieses Land musste man vor Ort erfahren, man musst mit den Menschen reden, sie waren anders als in der DDR obwohl die gleiche Sprache gesprochen wurde. Auch musste man die BRD erriechen, ja es waren andere Gerüche sowohl in der Öffentlichkeit wie in Gebäuden. Wenn man einen Westdeutschen heimlich in die DDR geschmuggelt hätte um dort zu spionieren, der wäre nach 2 Tagen aufgeflogen. Schon wenn er in den Laden gegangen wäre und etwas kaufen wollte. Der hätte nicht gefragt " Hammse das und das". Ich brauchte bei meiner Ankunft im Westen einige Monate um mir auf die Zunge zu beissen, wenn ich die Frage einleitete " Hammse ". Einmal passte ich auch nicht auf und eine Verkäuferin sagte," natürlich haben wir das und das "
Ich hatte das gleiche durchzumachen, wie 89 /90 die 17 Mio als Kollektiv. Da war viel Lernen angesagt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#331

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:10
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #327
wie unserer grenzgaengerin , die Westbesuch bekam von dem sie ausführliche Infos erhielt.


Soviel Westbesuch hatte ich nicht. Meine Schwägerin hatte es nach der Übersiedlung nicht einfach. Und wenn sie mal da war, haben wir über ihre ganz persönlichen Probleme gesprochen, die nichts mit Arbeitsmarktpolitik zu tun hatten.

Das meiste habe ich wirklich aus innenpolitischen Sendungen von ARD und ZDF. Gerade 1988/89 stand Kanzler Kohl mächtig in der Kritik. Ich habe mir auch schon mal wenn ich Urlaub oder Haushaltstag hatte eine Bundestagssitzung beim Bügeln reingezogen Aber auch Interviews mit Arbeitslosen, die es nach jahrlanger Arbeit demütigend empfanden zum Amt zu gehen und froh waren in einer ABM Beschäftigung zu haben. Aber selbst Sendungen wie dalli -dalli haben mich nachdenklich gemacht, wenn am Ende das erspielte Geld einer bedürftigen Familie, meist mit vielen Kindern, die auch immer ausführlich beschrieben wurde, gespendet wurde. So dicht schien dann das soziale Netz doch nicht zu sein.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 18.12.2013 17:12 | nach oben springen
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#332

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #326
Ja früher gab es noch einen Konsum im Dorf, heute hat das Dorf weder Konsum noch Bäcker und selbst der mobile Handel geht in Konkurs und der Bus in die Stadt fährt nur noch zwei mal am Tag. Für die noch ansässige Dorfbevölkerung eine Zumutung, Pech für die alten Leute, deren Mobilität eingeschränkt ist aber selbst die Wartezeiten für das Seniorenheim verlängern sich wie anno dunnemals die Wartezeit auf den "Trabant"!

Gruß Hartmut!

wo hast du denn das Märchen her ? Ich habe meine Eltern 2010 innerhalb von 5 Moanten in einem sehr schönen Heim in Erfurt untergebracht.
Wenn ich recht informiert bin, hast du den Trabbi nicht in 5 Monaten gehabt.


.
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#333

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:17
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #331
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #327
wie unserer grenzgaengerin , die Westbesuch bekam von dem sie ausführliche Infos erhielt.


Soviel Westbesuch hatte ich nicht. Meine Schwägerin hatte es nach der Übersiedlung nicht einfach. Und wenn sie mal da war, haben wir über ihre ganz persönlichen Probleme gesprochen, die nichts mit Arbeitsmarktpolitik zu tun hatten.

Das meiste habe ich wirklich aus innenpolitischen Sendungen von ARD und ZDF. Gerade 1988/89 stand Kanzler Kohl mächtig in der Kritik. Ich habe mir auch schon mal wenn ich Urlaub oder Haushaltstag hatte eine Bundestagssitzung beim Bügeln reingezogen Aber auch Interviews mit Arbeitslosen, die es nach jahrlanger Arbeit demütigend empfanden zum Amt zu gehen und froh waren in einer ABM Beschäftigung zu haben. Aber selbst Sendungen wie dalli -dalli haben mich nachdenklich gemacht, wenn am Ende das erspielte Geld einer bedürftigen Familie, meist mit vielen Kindern, die auch immer ausführlich beschrieben wurde, gespendet wurde. So dicht schien dann das soziale Netz doch nicht zu sein.

LG von der grenzgaengerin
Hallo grenzgaengerin
Also so einen Menschen wie dich der nur jammert alles schlecht findet , habe ich noch nicht erlebt . Erkläre mir doch mal das Traumland was dir genehm wäre .
linamax





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#334

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Aber in Masse war der Wende-DDR-Bürger nun auch nicht ganz so verblödet das er gedacht hat die gebratenen Hühner fliegen ihm wie im Schlaraffenland liegend in den Mund.
Das man in der Marktwirtschaft die Pobacken zusammenkneifen muss um am Fressen zu bleiben war schon klar.
Wenn man sie aber zusammenkniff hat man wenigstens die Alternative gehabt voran zu kommen was nun in der Endphase der Agonie-DDR nicht mehr der Fall war, ob nun schöne Hausgemeinschaftsfeierlichkeiten oder nicht.


Küchenbulle 79, Gert und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#335

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:22
von schnatterinchen (gelöscht)
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Als ich hier ankam merkte ich schnell, daß mit meinem erlernten Beruf hier nichts zu verdienen war.
Ich hatte Bedenken.
Ich bekam dann ohne Probleme eine Umschulung von zwei Jahren. An modernen CNC Maschinen und CAD Programmierung .
Hammer habe ich gedacht , jetzt bezahlen die mich fürs lernen.
Nach der Umschulung bekam ich sofort eine Stelle in einer namhaften süddeutschen Firma die Werkzeugmaschinen baut.
Ich dachte jetzt aber volle Pulle ranklotzen und nicht krank werden damit du nicht unter der Brücke landest.
Da bin ich zur Arbeit obwohl ich eigentlich ins Bett gehörte. Da kam der Chef zu mir und sagte "bitte gehen sie zum Arzt und kurieren sich erst mal aus.
Ich möchte sie hier erst wieder sehen wenn sie ganz gesund sind"
Das waren dann so Momente in denen ich dachte es sind doch nicht alle Kapitalisten so wie die mir in der DDR gesagt haben.


Gert und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#336

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #329
Ja es stimmt schon,das viele DDR Bürger Rosinen im Kopf hatten über das Leben in der BRD,positive wie negative.
Mal ein Beispiel aus meinem erlebten.
Wir hatten einen Kraftfahrer,55 Jahre alt.Wir kamen mal ins Gespräch als die erste gesamtdeutsche Wahl bevorstand.
Da sagte er ganz begeistert:Wenn erstmal die CDU an der Macht ist,dann geht es uns allen gut und keiner muss mehr leiden.
Darauf meine Antwort: Das Prinzip des Kapitalismus ist ganz simpel,keiner hat etwas zu verschenken,weder ein Unternehmer noch sonst wer.
Jede Mark die in dich investiert wird musst du dreifach wieder erarbeiten müssen.
Seine Antwort; Du rote Sau und den Rest verkneife ich mir.
Zwei Jahre später trafen wir uns mal wieder und ich fragte,wie geht es dir denn so?
Die Antwort:So ein scheiß System,alles zum kotzen,keine Arbeit,kein Geld usw.usw.
Meine Antwort:Peter,was bist du doch für eine rote Sau geworden!Damit war das Gespräch beendet.
Und es gab Altbundesbürger,die protzend ihrer DDR Verwandschaft vorgaukelten,sie leben in einem Schlaraffenland.
.Ich habe aber auch einige kennen gelernt,die objektiv über gutes und schlechtes im Goldenen Westen erzählten.Und das war für mich ein Kriterium und nicht das Werbefernsehen und andere Märchenerzähler.




Zu Hause haben sie den Kitt aus den Fenstern gefressen


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#337

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Und immer das ewige Lamentieren über die "Bundesmutti" und was der Gauck doch für ein schlimmer Finger ist, gegen den der vor ihm Präsident spielen durfte ist er jedenfalls eine schillernde Persönlichkeit und denen die deutsche Politik tagtäglich den Brechreiz befördert die sollen sich gefälligst zur Wahl scheren wenn eine ist und mit ihrem Kreuz eine Veränderung herbeiführen.
So nu kloppt euch weiter.


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.12.2013 17:31 | nach oben springen
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#338

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:32
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Da bin ich zur Arbeit obwohl ich eigentlich ins Bett gehörte. Da kam der Chef zu mir und sagte "bitte gehen sie zum Arzt und kurieren sich erst mal aus.
Ich möchte sie hier erst wieder sehen wenn sie ganz gesund sind"

Ja so was gibt es mitunter auch,aber sehr selten.
Zum Beispiel der Tchibo Konzern hat die Angewohnheit,jeden Mitarbeiter nach einer Krankschreibung in die Personalabteilung zu zitieren,wo er dann einer mehr als peinlichen Befragung ausgesetzt ist.Ziel dieser Befragung ist schlicht und einfach den Mitarbeiter unter Druck zu setzen und gefügig zu machen.Und das ist kein Einzelbeispiel.


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#339

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:37
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #330
@furry rot mark.ja natürlich konntest du dich informieren. Zeitungen und Zeitschriften bist du nur in Ausnahmefällen begegnet, denn sie hatten Angst davor und haben sie uns an der Grenze abgenommen. TV und Radio hat dir Fragmente geliefert angefangen von der schönen Scheinwelt der Werbung über Nachrichten bis hin zu sicher informativen Sendungen wie Panorama oder Report. Aber das war nicht die BRD, das war ein kleiner Lupfer unter die Bettdecke.


@Gert, sicher hast Du Recht, dass die besagten Magazinsendungen auch nur Ausschnitte aus dem Leben in der BRD sendeten. Wenn man das aber verstanden hat, war der Rest nun nicht schwerlich zu begreifen.
Wie schon an anderer Stelle hier geschrieben, haben wir im August 1990 die Seite gewechselt. Ich habe mich auf eine Ausschreibung im öffentlichen Dienst beworben. Meine Konkurrenten waren ausschließlich aus Niedersachsen und NRW. Den Zuschlag habe ich bekommen. Die Gehaltsklasse war übrigens in der Ausschreibung angegeben. So ein Zeugnis, wie ich es nach meiner halbjährigen Probezeit bekommen habe, war mir a) vorher völlig fremd und b) konnte besser nicht sein.
Daher mein Spruch, die können sollen, müssen wollen dürfen.


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#340

RE: Gauck nicht nach Sotschi

in Themen vom Tage 18.12.2013 17:37
von schnatterinchen (gelöscht)
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Glaube ich , das es solche miesen Methoden gibt.
Geht aber in einem hochqualifizierten Job nicht , in dem Du mit Teilen für zigtausen Euros zu tun hast.Da sind Leute gefragt die jederzeit wissen was sie tun und deren Ausbildung hat der Firma richtig Geld gekostet.


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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