#41

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.12.2013 15:18
von andyman | 1.875 Beiträge

Hallo Andymann. War es nicht verboten in Zivil in denn Ausgang zu gehen???[/quote]
@glasi
Na sicher war das verboten,zumindestens für die GWDler mit 18 Monaten Dienstzeit.Wir mußten unsere Zivilsachen nach der Einberufung nach Hause schicken,es gab öfter mal ne Spindkontrolle da war sogar Unterwäsche verboten.Als EK hab ich mir dann Zivil aus dem Urlaub mitgebracht und auf dem Sportplatz im Gerätehaus versteckt und ich hatte ja noch meinen Bruder in Berlin wohnen. Meine Kp. lag mitten im Wohngebiet in Karlshorst,wenn du am UvD vorbei warst standest du im Zivilbereich.So gesehen war es alles sehr leger und wir waren als Fahrer beim Stab des GKM fast ständig im Zivilbereich unterwegs aber man konnte ja schlecht in FDU in eine Kneipe gehen.Ich kann mich noch an einen Imbiß in der Nähe erinnern den wir abends öfter aufgesucht haben um ein Bierchen zu trinken,da stand man natürlich auf dem Präsentierteller weil gegenüber ne Kaufhalle war und Offiziere vom Stab nach Dienstschluß da eingekauft haben.LGandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#42

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.12.2013 23:06
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eggi49 im Beitrag #36
War das bei euch in den Kneipen auch, dass es einen speziellen [url=http://zapfenstreich.net/]Zapfensteich/url] gab, wie bei der Bundeswehr? Der Zapfenstreich läutete immer die Ausgangssperre ein.. man man man das waren Zeiten


So einen Kneipen-Zapfenstreich kenn ich nicht, der persönliche Zapfenstreich war wenn einer hackedicht vom Stuhl gerutscht ist, oder wenn du halt normal angetütelt "heim" gewackelt bist.
Den ominösen "Zapfenstreich" gab es glaub ich bei der NVA so gar nicht, was war denn das so richtig?


zuletzt bearbeitet 30.12.2013 23:10 | nach oben springen

#43

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.12.2013 23:26
von utkieker | 2.920 Beiträge

Theoretisch hätte ich als Zeitsoldat Anspruch auf Ausgang bis um 6 Uhr gehabt, aber die Kompanie lag im Grenzgebiet in einem Dorf, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen. Also hätte es wohl Alarm gegeben, wenn man nicht um 22 Uhr in der Kaserne war. Ausgang war ja immer nach der Frühschicht, theoretisch jeden 3. Tag, praktisch war man eventuell 2 mal pro Monat im Ausgang und an Tagen wie Ostern, Weihnachten oder Silvester war allgemeine Ausgangssperre.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#44

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.12.2013 12:58
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #43

.......Ausgang war ja immer nach der Frühschicht, theoretisch jeden 3. Tag, .....


nönö, es war jeden 4. weil alle 4Tage Frühschicht.
Davon bei Bat-Sicherung auch immer nur 2Züge.
Praktisch dann also alle 8Tage weil:
Die anderne 2 hatten A-Gruppe usw. sowie den "KD-Dienst".

Durch "Belobigungen" wegen Spind, Haarschnitt usw. konnte es sich auch auf 16Tage erhöhen



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#45

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.12.2013 16:30
von PF75 | 3.293 Beiträge

und wenn man Pech hatte war die Dorfkneipe amAusgangstag zu ,bei uns wr glaub ich Montag und Dienstag Ruhetag,also 2 Woche nix Ausgang


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#46

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 12:38
von tesssi55 | 57 Beiträge

Ruhetage keine Frage . Wenn Ruhetag wurde wegen uns die Kneipe aufgemacht. Geschäft ist Geschäft.


GR6, 3.GB,9.GK, EK 79/2
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#47

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 21:51
von LO-Paul | 25 Beiträge

Hallo Männer, wie Silberfuchs und Mani schon geschrieben haben, Einöd war Programm !! Lindenau oder Heldburg war die Rettung. Da die Versorgungslage (1983) nicht so gut war, hat unser Spieß die Gastwirte mit Fleisch unterstützt, wenn Ausgang anstand, sonst haben wir den ja die Haare vom Kopf gefressen. Da ich meist Streife fahren mußte, hab ich dann oft die Jungs mitgenommen, die schon vom Stuhl gerutscht waren. Einmal haben wir einen Offizierschüler, der zum Praktikum in der GK war, mit Suchscheinwerfer gesucht und im Straßengraben gefunden. War lustig, was der sich von allen anhören konnte. Eine Gaststätte in Heldburg war das Schlundhaus, ja und was soll ich euch sagen, heute ist der ehemalige Gastwirt mein Schwiegervater. Seine Tochter und ich trafen uns nach über 20 Jahren(2005) wieder. Kann es manchmal selber nicht glauben. So lang kann die Grenze manchmal nachwirken. Dadurch bin ich natürlich, durch Besuche, oft ,,am Kanten". Druckbetankung brachte,außer einem dicken Schädel, manchmal auch Glück.

Gruß von LO-Paul



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#48

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 22:00
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von LO-Paul im Beitrag #47
Hallo Männer, wie Silberfuchs und Mani schon geschrieben haben, Einöd war Programm !! Lindenau oder Heldburg war die Rettung. Da die Versorgungslage (1983) nicht so gut war, hat unser Spieß die Gastwirte mit Fleisch unterstützt, wenn Ausgang anstand, sonst haben wir den ja die Haare vom Kopf gefressen. Da ich meist Streife fahren mußte, hab ich dann oft die Jungs mitgenommen, die schon vom Stuhl gerutscht waren. Einmal haben wir einen Offizierschüler, der zum Praktikum in der GK war, mit Suchscheinwerfer gesucht und im Straßengraben gefunden. War lustig, was der sich von allen anhören konnte. Eine Gaststätte in Heldburg war das Schlundhaus, ja und was soll ich euch sagen, heute ist der ehemalige Gastwirt mein Schwiegervater. Seine Tochter und ich trafen uns nach über 20 Jahren(2005) wieder. Kann es manchmal selber nicht glauben. So lang kann die Grenze manchmal nachwirken. Dadurch bin ich natürlich, durch Besuche, oft ,,am Kanten". Druckbetankung brachte,außer einem dicken Schädel, manchmal auch Glück.

Gruß von LO-Paul


@LO-Paul , ja so war das und ist fast 35 Jahre her.
Würde noch mal auf "Spurensuche " dort gehen....


xxx
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#49

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 22:08
von LO-Paul | 25 Beiträge

hallo Silberfuchs, mach das, gehe auf Spurensuche, du wirst noch viel finden. Bis auf die Kneipen, da gibt es nur noch das ,,untere Tor" (jetzt Torschenke) und das Schützenhaus (damals Volkshaus). Von den Grenzanlagen ist noch Einiges zu finden.

Gruss LO-Paul



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#50

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 22:15
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von LO-Paul im Beitrag #49
hallo Silberfuchs, mach das, gehe auf Spurensuche, du wirst noch viel finden. Bis auf die Kneipen, da gibt es nur noch das ,,untere Tor" (jetzt Torschenke) und das Schützenhaus (damals Volkshaus). Von den Grenzanlagen ist noch Einiges zu finden.

Gruss LO-Paul


...Suche einen ortskundigen Führer @LO-Paul ...


xxx
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#51

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 22:22
von LO-Paul | 25 Beiträge

Einmal Postenführer, immer Postenführer



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#52

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.01.2014 23:03
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von LO-Paul im Beitrag #51
Einmal Postenführer, immer Postenführer


..dann passt es doch


xxx
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#53

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.01.2014 15:17
von UvD815 | 619 Beiträge

Ich kenne es noch von Dankmarshausen, wenn bei " Käthe " im ADLER Disco war und mal ein Zug der GK Großensee im Ausgang war.

Nicht selten kam dann die Standortstreife und sammelte die letzten Grenzer ein, die den Bus nach Großensee verpassten.

Aber auch häufig kam die Standortstreife zur Disco auf den Saal, legte die Kaschi ab , trank ne Vita Cola oder tanzte auch mal mit ( ohne Kaschi).

Die männliche Dorfjugend sah es nicht so gerne, wenn die Mädchen es kaum erwarten konnten, dass die Grenzer Ausgang hatten.

Für viele Frauen die Fahrkarte aus dem Grenzgebiet in die große weite DDR Welt....


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#54

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.05.2014 22:24
von Keppler74 | 34 Beiträge

Hallo
ja sicher, war es verboten dass der einfache Muschkote(Soldaten) in Zivil im Ausgang ging.Doch für mich und auch einigen anderen war nichts unmöglich.
Ich selbst habe in Berlin Mitte gewohnt und daheim war ich in ca.1Std. dies war mit Bus und S-Bahn möglich.Wenn ich Glück hatte und nach der Ausgangskontrolle noch genügend Zeit,dann war es auch ein Ausgang in Zivil. Um 24:00Uhr mußten wir wenn möglich stehend und ohne zu lärmen am KDP vorbei sein,meistens wurden wir empfangen vom OvD........ging nicht immer gut aus dann gab es Stress der nicht enden wollte.
Ja und die Anzahl der Kneipen/Gaststätten war allein schon am Einsatzort groß,allein der Sterndamm hat eine riesige Anzahl gehabt und nicht selten waren wir im Stern zu Gast
Aber oftmals konnten bzw. wollten wir nicht im Ausgang,denn knappe 120 Ostmark haben auch nicht ewig gereicht und dann haben wir gesagt:alle haben gesehen,wenn wir besoffen waren,dass wir Durst hatten hat keinen interessiert
Nee nee,dann haben wir uns drinnen etwas einfallen lassen


An der Grenze fragt der Zöllner: "Haben Sie Devisen?" "Nur eine: Seid nett zueinander!"
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#55

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.05.2014 22:45
von FRITZE (gelöscht)
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Oh weh Ausgang ! Da war doch was !?


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#56

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.05.2014 23:49
von utkieker | 2.920 Beiträge

Kamste aus der Frühschicht mit dem Vorsatz heute im Ausgang mal ordentlich die Sau raus zu lassen und deine Leber zu verwöhnen - Blick auf den Dienstplan - daraus wird heut nichts. UvD oder A- Gruppe war ein Hinderungsgrund. Und wenn es ganz dicke kam, wollte gerade der Waffen- Uffz. in Ausgang und ich war der Einzige, der den Waffen- Uffz. vertreten durfte. Dumm gelaufen also!
Manchmal gab es auch noch Urlaubs- und Ausgangssperren.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.05.2014 23:52
von FRITZE (gelöscht)
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Da warste sozusagen Hilfswaffenkeim !


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#58

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.05.2014 19:08
von schnappi | 41 Beiträge

Wie war denn da die Regelung? Durften sich Grenzer in ihrer Freizeit im Sperrgebiet aufhalten?


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#59

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.05.2014 19:11
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von schnappi im Beitrag #58
Wie war denn da die Regelung? Durften sich Grenzer in ihrer Freizeit im Sperrgebiet aufhalten?

Hallo schnappi
Die waren doch im Sperrgebiet .


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#60

RE: Ausgang im Grenzort

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.05.2014 19:29
von Hansteiner | 1.414 Beiträge

Das galt aber nur für den festgelegten Standortbereich.
Bei uns durften wir nach Hohengandern und Arenshausen, unmittelbar dran liegt Kirchgandern. Da durften wir nicht hin, da es im Schutzstreifen lag.
Also war es schon vorgeschrieben, wo man sein "Bierchen" trinken durfte und wo nicht !

VG H.



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