#41

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 15:16
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Zitat von 82zwo im Beitrag #39
also mal ehrlich wir haben auch auf runden B Türmen bei Wind mitgeschaukelt (bei Sturm war der sowieso verboten) die 11er waren die besten .wir haben aber dabei nicht übertrieben denn es soll ja mal einer umgefallen sein


Ein wenig haben sie schon geschwankt, aber so schlimm war es ja auch nicht.
Mit dem umgefallenen BT-11 haben sie bei uns auch erzählt, aber kann so einen Vorfall den einer konkret bestätigen ?

VG H.



nach oben springen

#42

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 15:23
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Ich hab schon mal ein Foto von einem umgefallenen Turm gesehen. Aber ob das tatsächlich von damals war und ob die Türme nach 1990 einfach umgestoßen wurden, weiß ich nicht.
Wahrscheinlich aber wurden die Segmente am Ende ordnungsgemäß einzeln abgehoben.

Gruß
Micha


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#43

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 15:36
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Ich denke das die BT's einfach gesprengt wurden.

H.



nach oben springen

#44

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 20:02
von Blondi | 164 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #43
Ich denke das die BT's einfach gesprengt wurden.

H.


Im Sommer 80 sah ich eine BT11 zwischen Bleckenrode und Teistungen kippen. Er wurde abgerissen. Dazu wurde er oben mit dem Spill angeschlagen, unten wurden die Schrauben gelöst und er wurde einfach umgezogen.

Gruß Blondi


Sei was du willst, doch habe den Mut es ganz zu sein.


GZB1 und KAMÜ haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#45

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 21:05
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

BT11 hat eigentlich nie geschwankt, auch nicht bei Wind, habt ihr eventuell selber geschwankt?


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 21:06 | nach oben springen

#46

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 21:57
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Kein Bauwerk ist zu 100 Prozent stabil, schon gar nicht eine schlanke Röhre mit "Kopf".

Das Ding hat geschaukelt und mein Uffz. hat kräftig mitgemacht, siehe hier

Zitat von Freienhagener im Beitrag #10

Uffz. Hü. fand bei Sturm großen Spaß daran, der Schwankung des Turms folgend, in der Kanzel mitzuschaukeln. Allerdings war das bevor irgendwo einer dieser BT 11 umfiel.



Meine Zeit in Freienhagen (Antwort 10)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#47

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 22:13
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Selbst wenn man sich von einer zur anderen Seite der Kanzel bewegte hat der BT11 merkbar leicht geschwankt.


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 23:09 | nach oben springen

#48

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 22:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Ich war ja nie mit einem 1000-Tage-Uffz. im GD draußen, die haben bei uns meist die Waffenkammer gemacht, mit BU's schon öfters , falls doch hätt ich dem Uffz. wohl beim lustigen Schaukeln auf dem Turm ein paar reingedonnert das er schnell wieder auf normal umschaltet


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 22:25 | nach oben springen

#49

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 22:44
von Fritze (gelöscht)
avatar

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #48
Ich war ja nie mit einem 1000-Tage-Uffz. im GD draußen, die haben bei uns meist die Waffenkammer gemacht, mit BU's schon öfters , falls doch hätt ich dem Uffz. wohl beim lustigen Schaukeln auf dem Turm ein paar reingedonnert das er schnell wieder auf normal umschaltet


Also ich war vlt so 8-12 mal auf nem alten BT 11 . Und der hat schön geschaukelt . Hab mir grad vorgestellt wie ich mich mit Dir dort rumgerollt hätte .Damals hatten wir bestimmt auch die selbe Gewichtsklasse .
Ach ja, die Heizkörper waren schon entfernt .

Fritze


nach oben springen

#50

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 22:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Fritze im Beitrag #49
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #48
Ich war ja nie mit einem 1000-Tage-Uffz. im GD draußen, die haben bei uns meist die Waffenkammer gemacht, mit BU's schon öfters , falls doch hätt ich dem Uffz. wohl beim lustigen Schaukeln auf dem Turm ein paar reingedonnert das er schnell wieder auf normal umschaltet


Also ich war vlt so 8-12 mal auf nem alten BT 11 . Und der hat schön geschaukelt . Hab mir grad vorgestellt wie ich mich mit Dir dort rumgerollt hätte .Damals hatten wir bestimmt auch die selbe Gewichtsklasse .
Ach ja, die Heizkörper waren schon entfernt .

Fritze






Ach Fritze, damals war ich ein spacker Hund, irgendwas um 80 Kilogrämmchen, kein Vergleich zu den 110 Lebendgewicht von heute


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 22:54 | nach oben springen

#51

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 23:01
von Fritze (gelöscht)
avatar

Aber Spass hätts doch gemacht !


nach oben springen

#52

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.12.2013 23:05
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Fritze im Beitrag #51
Aber Spass hätts doch gemacht !


Ich glaub mit dir wär Dienstvergehen angesagt gewesen, wir hätten erst eine entkorkt und dann geschaukelt


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 23:06 | nach oben springen

#53

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 07:11
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Zitat von Blondi im Beitrag #44
Zitat von Hansteiner im Beitrag #43
Ich denke das die BT's einfach gesprengt wurden.

H.


Im Sommer 80 sah ich eine BT11 zwischen Bleckenrode und Teistungen kippen. Er wurde abgerissen. Dazu wurde er oben mit dem Spill angeschlagen, unten wurden die Schrauben gelöst und er wurde einfach umgezogen.

Gruß Blondi


Hallo und guten Morgen,

das wird wohl unterschiedlich gewesen sein, je nach den örtlichen Bedingungen.
Blondi, habe ein Bild vom Abriss BT-6 "Lindewerra",die Aufnahme ist von der westl.Seite der Brücke gemacht worden, genau zum Zeitpunkt der Zündung.

VG H.



Blondi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#54

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 17:58
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Vermerkt im Buch: Die Grenze im Eichsfeld, Seite 52 : 1976, 3. Januar, Der Betonturm am Mönchsberg beim Paterhof stürzt im Sturm um. Demnach geschehen im GR4, II. Btl Jützenbach, 5. GK Silkerode (oder 6. GK Ecklingerode).

mfG U.


Hansteiner hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#55

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 18:01
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Weiter gehts mit meinen Erinnerungen:

Hunde

Die Schäferhunde Aldo und Cora kamen von der Laufanlage zur Erholung in den Freienhagener Zwinger. Zunächst war ein Uffz. für sie zuständig, der „Hunde-PK (Politkommissar)“. Danach kümmerte sich M. um sie und durfte sie auch mit zur Schicht nehmen. Ab und zu wurde eine halbe Kuh als Futter geliefert, die Matz zerteilte und in den „Kühlschrank“ beförderte. Das war ein Faß, in das über einen Schlauch kontinuierlich Wasser eingelassen wurde, welches unten durch eine Öffnung wieder abfloß.
Die Tiere schienen überaus zutraulich, bis wir bei Schichtbeginn im Dorf Zivilisten begegneten. Da knurrten und bellten sie.
Pa. und A. lagen am Wasserbehälter, als überraschend ein entkräfteter und scheinbar hilfebedürftiger Hund auftauchte. Sie lockten ihn an und fütterten ihn. Als er die ganze Schicht bei ihnen blieb und man sich sogar gegenseitig wärmte, legten sie ihm einen Gewehrriemen als Halsband an und nahmen ihn mit in die Kompanie.


Zum Wetter

Im Herbst, vor ihrem Heimgang, machten uns die Gänger Angst vor dem Winter. Sie prophezeiten, daß die Vögel tot von den Telefondrähten fallen würden und daß wir beim Pinkeln rückwärts gehen müßten, da der gefrierende Strahl Eiszapfen bildet.
Aber der Winter ´74/´75 war mild. Ich hatte nur eine Nachtschicht mit Schnee, knapp unter dem Gefrierpunkt. Allerdings fiel unser LO aus, so daß wir in die Kompanie marschieren mußten.
Trotzdem, zum Frieren reichte bei acht Stunden Dienst auch weniger Kälte, insbesondere bei Nacht. Wer längere Zeit gesessen hatte, mußte laufen, um wieder warm zu werden. Aber längeres Laufen macht müde und kostet Energie. Setzte man sich anschließend wieder hin, fror man umso mehr. Da halfen auch zwei Paar Strümpfe, Füßlinge, Einziehlinge aus Filz und Filzstiefel übereinander nicht auf Dauer.
Typisches Grenzerwetter war für mich neblig und verregnet. Ich war zwar kein Fan der Rockgruppe Puhdys. Aber einer ihrer Liedtexte paßte perfekt zu diesem Wetter: „Du wirst sehn wie Regen schwebt, wie sich Berg und Tal verwebt, so fein...“.


Feuer machen

Vorwiegend aus langer Weile wurden draußen Feuer angezündet. Meist wurden darüber mit dem Seitengewehr geöffnete und aufgespießte Komplekte gebraten, vorzugsweise Schmalzfleisch, oder Knackwurst am Reinigungsstab. Das Ganze mußte heimlich geschehen, möglichst trocken, ohne Rauch. Geradezu exzessiv hat das unser P. betrieben, weshalb wir ihn „Feuer-Pa.“ nannten.


Luftkissen

Da wir draußen vorwiegend auf dem Erdboden saßen, ließen wir uns von Zuhause kleine Luftkissen schicken.
Obwohl ein kaltes Hinterteil gesundheitliche Folgen haben konnte und es schwer machte, sich auf den Dienst zu konzentrieren, waren die Dinger mit der Begründung verboten, wir würden es uns damit nur bequem machen und dann wohlmöglich einschlafen. Die Vorgesetzten beschlagnahmten die Kissen bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Unser Spieß hatte eine regelrechte Trophäensammlung.
Lustig war es, wenn man sich auf Grenzstreife einem Postenpaar näherte und plötzlich ein zweifaches Pffff ertönte. Dann hatten die Leute den Stöpsel gezogen und verbargen das entleerte Kissen schnell am Körper.


Der Frisör kommt

Jaques Galais, der Weltmeister der Frisöre, warb damals im Westfernsehen für ein haariges Produkt. Deshalb nannten wir den zivilen Grenzfrisör gleich dünner Statur "Weltmeister". Wenn der aufkreuzte, hat man sich verpißt. Wer es schaffte unentdeckt zu bleiben, öffnete das Fenster und brüllte dem abfahrenden Trabant des Meisters hinterher.
Gelegentlich hat Ma. uns frisiert - einmal gleich mehrere -, weil der "Weltmeister" nicht kam und wir in den Ausgang wollten.


„Memphis“ (MfS)

Ab und zu tauchte überraschend ein Hauptmann Ludwig B. in der Kompanie auf und dann stand unser Kompaniechef stramm und machte Meldung, obwohl er Major war. Der B. war dafür bekannt, daß er lautlos in Soldatenstuben schlich. Dabei soll er Briefeschreibern heimlich über die Schulter gesehen haben.


„Grema“ (Grenzmacke)

Der Dienst an der Grenze ließ mitunter Depressionen aufkommen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
gitarre52, harzstreuner und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.12.2013 18:02 | nach oben springen

#56

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 18:10
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Micha, jetzt wo du es schreibst.
Den Hptm. vom Mfs, der "leise", war bei uns auch oft zu Gast. Auch mein alter KC, ein Maj., machte brav "Männchen" !

VG H.



nach oben springen

#57

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 18:27
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Rainer, dann müßtest Du auch den "Weltmeister" kennen..............


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#58

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 19:22
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Also wir wurden immer nach Arenshausen zum "richtigen" Friseur befohlen.
Auf die GK ist keiner extra gekommen.

VG H:



nach oben springen

#59

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 19:50
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #53
Zitat von Blondi im Beitrag #44
Zitat von Hansteiner im Beitrag #43
Ich denke das die BT's einfach gesprengt wurden.

H.


Im Sommer 80 sah ich eine BT11 zwischen Bleckenrode und Teistungen kippen. Er wurde abgerissen. Dazu wurde er oben mit dem Spill angeschlagen, unten wurden die Schrauben gelöst und er wurde einfach umgezogen.

Gruß Blondi


Hallo und guten Morgen,

das wird wohl unterschiedlich gewesen sein, je nach den örtlichen Bedingungen.
Blondi, habe ein Bild vom Abriss BT-6 "Lindewerra",die Aufnahme ist von der westl.Seite der Brücke gemacht worden, genau zum Zeitpunkt der Zündung.

VG H.


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#60

RE: Meine Zeit in Freienhagen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.12.2013 19:52
von Oss`n | 2.777 Beiträge

ok, dann mal das Bild zu erst.
"Weggmachen" der FSt. Hohengandern.

Oss`n

ach so - gefunden schon seit längerem im www.


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen



Besucher
8 Mitglieder und 38 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 78 Gäste und 16 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14358 Themen und 557099 Beiträge.

Heute waren 16 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen