#41

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 10:22
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #40
Na dann seim mal froh Gw62, dass ihr keinen Durchbruch erlebtet. Das hät ganzschön Schläge getan danach, da wären einige mit'm Kopf unterm Arm rumgelaufen. Also mich nicht falsch verstehen, das glaube ich Dir gleich, das es solche schludrigen GK's gab, war ja selber ein Freund von flachen Bällen. Aber Waffen im Spind, das ist heftig. Bei normaler Grenzsicherung (AG x+5) standen beim 'kleinen' Grenzalarm der Spitz mit auf und auch der Diensthabende. Bei verstärkter Grenzsicherung (x+2 für AG, x+10 Kompanie) schlief die 1. AGruppe dann im Gelände und eine 2. AGruppe schlief in Uniform mit aufgerödelten Tragegestell in einem speziellen AGruppen-Raum im EG neben dem UvD. Bei dem standen die Knispeln.
Zuerst dachte ich bei Deiner Beschreibung, ihr hättet die FÜSt mit im Objekt gehabt, da waren die Abläufe dann doch etwas 'spezieller', aber ihr wart wirklich ein S-Haufen


Warum S-Haufen?
Vorbildliche Dienstdurchführung, (fast) immer
Ehrlich, wir waren wirklich schnell, Abschnitts-A-Gruppe und Objekt-A-Gruppe standen fast gleich schnell, was will man mehr, nix Kopf unterm Arm.


zuletzt bearbeitet 05.12.2013 10:26 | nach oben springen

#42

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 10:28
von 94 | 10.792 Beiträge

Deswegen schrieb ich ja Na dann seim mal froh Gw62, dass ihr keinen Durchbruch erlebtet.
Also wenigstens täglich 14.00 TAPI und Befehlsausgabe für die nächsten 24h war bei Kompaniesicherung 'Pflicht'. Den Befehl zum Grenzdienst (die sogenannte Vergatterung) konnte dann auch der UvD für Einzelposten (K6, K2 oder Feldarbeiten) erteilen und ob das nun jedesmal mit 'Stilllstannn! IIIIIch bfeeehle ...' abging wage ich auch zu bezweifeln, schon klar. Aber nun mal 'ne andere Frage, wer hat'n die Fahrbefehle (blaues Plasteheft A5 quer) unterschrieben?

Achso, kleine Anmerkung noch, die Köpfe wären im Falle einer Niederlage von ober her gerollt, Delikte gab es ja nicht nur bei den Grundwehrdienern.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 05.12.2013 10:34 | nach oben springen

#43

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 10:34
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Ist es nicht erstaunlich wie unterschiedlich das alles gehandhabt wurde ?
Zur WK, bei uns war es wieder anders. Mit Beginn der Nachtruhe hatte der UvD/GuvD die Waffenkammer unter sich. Waffen auf den Buden war undenkbar, wurde großer Wert darauf gelegt. Selbst Waff.-Rein. nur auf dem Flur oder im Keller !
Ob nun die Batt.-S. oder die Komp./Zugs. schöner war, ich glaube da gehen die Meinungen bestimmt auseinander. Ich habe beide Sich.-Arten gemacht. Abwechselungsreicher war natürlich die Batt.-Sich. !

VG H.



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#44

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 10:43
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Siehste Hansteiner, Waffenputz auch auf Stube bei einem gemütlichen Käffchen.
Wenn du Freizeit hattest und Lust, oder der Waffenuffz hat es mal angemahnt, wurde die Spritze geholt und gewienert, wenn du im Trainingsanzug mit der Knarre in der Hand dem Spieß übern Weg gelaufen bist hatt der nicht die Schnappatmung bekommen sondern anerkennend genickt weil du ein ordentlicher Soldat warst der seine Waffe pflegt
Ich hab mich früher selber manchmal gewundert was alles so ging, eventuell hat ja 94 doch bissel recht.
Das Avatar-Foto z.B. hat damals der Polit geschossen und da sehen wir selbstredend natürlich "ordentlich" aus, zumindest den Haken sollten wir zu machen hat er verlangt der alte Durchdrücker


Hansteiner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.12.2013 10:56 | nach oben springen

#45

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 10:56
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Alles nur "kernige Jungs" in der Truppe

H.



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#46

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 11:03
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #45
Alles nur "kernige Jungs" in der Truppe

H.


Selbstverfreilich doch, der Schutz des Weltfriedens lag in zuverlässigen Händen


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#47

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 11:04
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #44
Siehste Hansteiner, Waffenputz auch auf Stube bei einem gemütlichen Käffchen.
Wenn du Freizeit hattest und Lust, oder der Waffenuffz hat es mal angemahnt, wurde die Spritze geholt und gewienert, wenn du im Trainingsanzug mit der Knarre in der Hand dem Spieß übern Weg gelaufen bist hatt der nicht die Schnappatmung bekommen sondern anerkennend genickt weil du ein ordentlicher Soldat warst der seine Waffe pflegt
Ich hab mich früher selber manchmal gewundert was alles so ging, eventuell hat ja 94 doch bissel recht.
Das Avatar-Foto z.B. hat damals der Polit geschossen und da sehen wir selbstredend natürlich "ordentlich" aus, zumindest den Haken sollten wir zu machen hat er verlangt der alte Durchdrücker


das Schärfste, was ich bis jetzt gelesen habe...
Also, ich habe auch, wenn ich mit einem Fahrzeug vor den anderen in der Kaserne war, die Kanone unter den Wasserhahn des Boilers gehalten und sie so gereinigt, bin dann aber auch mit all den anderen auf dem Flur gestanden und habe nach jedem Grenzdienst dann eben nur zum Anschein geputzt. Nicht in der Freizeit und wenn man mal Lust hatte... Gefürchtet war angesetztes Waffenreinigen, denn da baute man das gereinigte Ding auseinander und reinigte, um des Reinigen willens. Und wer zu schnell war, bekam noch Waffen der Urlauber oder der Kapos aufgedrückt....
Ich habe einmal eine Inspektion der obersten Heeresleitung des Grenzkommandos mitmachen müssen, da haben wir das ganze Wochenende Kanonen geputzt, komplett zerlegt, nur unterbrochen vom Grenzdienst und von der Nachtruhe und Essen. Was für ein Käse, aber hinterher, beim Reservistendienst konnte mir keiner mehr kommen, von wegen dreckiger Waffe... Wenn ich meine privaten Waffen auch so derartig putzen würde, ohne dass ich damit geschossen habe... verrückt


Winch hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#48

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 11:16
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Hallo Rüganer,
diese "Spielchen" gab es bei uns auch. WR bis zum abwinken, besonders vor den sogen. EX-Besichtigungen durch das Reg.
Die Kaschi komplett demontiert, durfte man ja eigendlich nicht, und mit "Feuerzeugbenzin" ran an das Ding.
Aber wenn die was finden wollten, naja ?

H.



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#49

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 11:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wenn ein Drittel der Kompanie verdient schläft um dann ausgeruht das wirklich wichtige zu tun, nämlich die Grenze dicht zu halten, da gab es keinen Zauber auf den Fluren oder gar Rumgebrülle.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 11:18
von 94 | 10.792 Beiträge

Es gibt Dienst-Waffen zum Putzen und Waffen zum Treffen, das sind dann private Sportgeräte.

Doch mal zum Waffenreinigen auf der Bude, Alltag war sowas eigentlich nicht, kam aber in Vorbereitung einer Inspektion geduldet vor. Da wurde dann auch schonemal der dazugehörige Boiler Kaffee vom Vorgesetzten spendiert. Auch Auskochen des Laufes einer total vermuchteten Kaschi und danach eine 'Schnellbrünierung' im Ölbad in der Kfz-Werkstatt ist mir in Vorbereitung einer solchen Inspektion erinnerlich. Mein KC fand die Note 1 zwar schick, aber Rückendeckung für einen solchen organisierten Erfolg gabs keine, wenn sich nun Einer die Flossen frittiert hätte, na dann wäre ich globsch fällig gewesen als ranghöchster Mitwisser.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#51

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 12:50
von Udo | 1.261 Beiträge

In der Sicherstellungskompanie in Dömitz (85-87) war es auch üblich, die Waffen auf den Zimmern (mit nem Pott Kaffee in der Hand) zu reinigen. Wir hatten ja nur so ne Art Doppelhaushälften als Unterkunft. Geputzt wurde relativ selten (vor dem Urlaub und nach dem Schießen) und nur auf Weisung des Waffenuffz, obwohl wir jeden Tag mit den Dingern am Kanten rumliefen.
Der Einsatz des Warmwasserboilers sparte erhebliche Zeit.


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#52

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 13:03
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #51
In der Sicherstellungskompanie in Dömitz (85-87) war es auch üblich, die Waffen auf den Zimmern (mit nem Pott Kaffee in der Hand) zu reinigen. Wir hatten ja nur so ne Art Doppelhaushälften als Unterkunft. Geputzt wurde relativ selten (vor dem Urlaub und nach dem Schießen) und nur auf Weisung des Waffenuffz, obwohl wir jeden Tag mit den Dingern am Kanten rumliefen.
Der Einsatz des Warmwasserboilers sparte erhebliche Zeit.



hi Leute,
Rotmark: unter Wasser reingten wir die Automaten nie, wenn erforderlich, nach den obligaten Schießübungen wurden sie in Waschbenzin eingeweicht, unter Geheimhaltung!, Der Nachteil war, daß die Brünierung nachließ, einen Kameraden hatte ich, der entfernte die Brünierung komplett und sprach dann immer von seiner "Silberbüchse"... sah nicht schlecht aus, zwei mal wurde das Ding eingezogen, wurde weggeschickt zur Wartung/Nachbrünieren.

gruß h.


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#53

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 13:45
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #52
Zitat von Udo im Beitrag #51
In der Sicherstellungskompanie in Dömitz (85-87) war es auch üblich, die Waffen auf den Zimmern (mit nem Pott Kaffee in der Hand) zu reinigen. Wir hatten ja nur so ne Art Doppelhaushälften als Unterkunft. Geputzt wurde relativ selten (vor dem Urlaub und nach dem Schießen) und nur auf Weisung des Waffenuffz, obwohl wir jeden Tag mit den Dingern am Kanten rumliefen.
Der Einsatz des Warmwasserboilers sparte erhebliche Zeit.



hi Leute,
Rotmark: unter Wasser reingten wir die Automaten nie, wenn erforderlich, nach den obligaten Schießübungen wurden sie in Waschbenzin eingeweicht, unter Geheimhaltung!, Der Nachteil war, daß die Brünierung nachließ, einen Kameraden hatte ich, der entfernte die Brünierung komplett und sprach dann immer von seiner "Silberbüchse"... sah nicht schlecht aus, zwei mal wurde das Ding eingezogen, wurde weggeschickt zur Wartung/Nachbrünieren.

gruß h.




ich frag mal ganz dumm, weil ich es in meiner Zeit als Berliner nichterlebt habe, welche obligaten Schießübungen? War ich nun im Ausbildungsregiment mal auf einem Schießplatz zu irgendwelchen Schulübungen oder war dies in der Linieneinheit? Ich weiß es jedenfalls nicht mehr und so oft, kann dies bei mir nicht gewesen sein.
Waschbenzin, wie kommt der gemeine Schütze Arsch an die zum Einweichen benötigten Mengen Waschbenzin? Woher nimmt er dies? Feuerzeugbenzin war wohl üblich, Fläschchen war in der Zigarrenkiste, die man nebst anderen Utensilien vom Vorgänger übernahm.
Schließlich, was sagte denn die Regresshexe zum Entfernen der Brünierung. Bei uns hätte es sofort welche auf die Nuss gegeben und zumindest die Androhung des Bezahlens....


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#54

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 13:46
von Udo | 1.261 Beiträge

Wir haben die Kaschi auseinander genommen und durch das Gehäuse und den Lauf das heiße Wasser laufen lassen. Dadurch entfernten sich alte, versiffte fettige Ablagerungen. Nach dem Trocknen auf der Heizung wieder sauber eingeölt, zusammen gebaut -fertig.
Das leichte Nachlassen der Brünierung ist eigentlich niemandem aufgefallen, zumal das bei fast allen so aussah.
Nachtrag: Waschbenzin gab es auf dem KfZPark reichlich. Man musste nur jemanden kennen der jemanden kennt ....


zuletzt bearbeitet 05.12.2013 13:48 | nach oben springen

#55

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 14:16
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Mit der Brünierung war das ja eigendlich auch nicht so dramatisch, denn so "Ratikalkuren" waren ja nicht die Regel !

H.



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#56

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 14:25
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Auf der Knolle hatte ich ein feines Schießgewehr, richtig stahlblau, was ich dann am Kanten bekam sah aus wie die Silberbüchse so blankgescheuert war die Flinte, Brünierung faktisch märchenhaft, weil, es war einmal
Setzte natürlich ständig "Grenzergold" an, also auf dem Turm immer schön außen abölen, hatte man wenigstens was zu tun.
Und weil wir letztens das Thema mit der gezielten Schießerei hatten, beim ersten Schießen hab ich dann gemerkt das ich rechts unten anhalten musste um in die Mitte zu treffen.
Eigentlich auch kein Wunder wenn ich daran denke wie oft beim Aufstieg auf den BT11 das Korn bei dem Riffelstahl-Zwischenboden einen Schlag wegbekam.


zuletzt bearbeitet 05.12.2013 14:54 | nach oben springen

#57

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 14:35
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #54
Wir haben die Kaschi auseinander genommen und durch das Gehäuse und den Lauf das heiße Wasser laufen lassen. Dadurch entfernten sich alte, versiffte fettige Ablagerungen. Nach dem Trocknen auf der Heizung wieder sauber eingeölt, zusammen gebaut -fertig.
Das leichte Nachlassen der Brünierung ist eigentlich niemandem aufgefallen, zumal das bei fast allen so aussah.
Nachtrag: Waschbenzin gab es auf dem KfZPark reichlich. Man musste nur jemanden kennen der jemanden kennt ....


Bei richtig siedender Brühe aus der Ufo-Kanne trocknete fast alles sofort von selbst, feine Sache der Wasser-Putz


Udo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#58

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 05.12.2013 16:40
von Rainman2 | 5.759 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #29
@Rainman2, du meinst das hätte immer auch ein Angehöriger der Kompanieführung in der Kompanie sein müssen oder zumindest ein Offizier?
War bei uns zumindest nach 18 Uhr nicht der Fall, die sind da zum Tor rausgerauscht Richtung heimwärts.
Höchster anwesender Dienstgrad nachts war meist Feldwebel.
Wenn wir am Tage raus sind hat uns aber auch niemand vergattert.
So einen latenten Befehl Grenzsicherung der immer galt gab es aber glaube ich mich zu erinnern.

Hallo @Grenzwolf62 ,

nein, es gab folgende Rollen:
- Führung der Kompanie: Kompaniechef oder Diensthabender Stellvertreter. Aufgabe: Ständige Erreichbarkeit und Möglichkeit, die Grenzsicherung zu führen (Telefonischer Kontakt mit der Führungsstelle) - Anwesenheit auf der Kompanie war nicht notwendig. Der "Diensthabende Stellvertreter" war auch kein klassischer 24-Stunden-Dienst. Man konnte sich auch Schlafenlegen, im Falle einer Lage wurde man von der Führungsstelle angerufen (der dortige Kommandeur Grenzsicherung musste also wissen, wo er den Diensthabenden Stellvertreter erreichen konnte).
- Diensthabender in der Kompanie (bestätigte Berufssoldaten oder Offiziere auf Zeit). Aufgabe: Führung des Innendienstes während der Abwesenheit der Kompanieführung, Kontrolle der Einhaltung der Befehle für den Grenzdienst, Erteilung der Befehle für den Grenzdienst, wenn einzelne Posten in den Grenzdienst gingen. Ansonsten, wenn ein ganzer Zug ausrückte, erteilte der entsprechende Kommandeur Grenzsicherung den Befehl für den Grenzdienst in der klassischen Art.
- Kommandeur Grenzsicherung. Aufgabe: Führung des Grenzdienstes von der Führungsstelle aus. Der KGSi unterstand dem Diensthabenden Stellvertreter. Und das war der Grund, weshalb es in der Kompaniesicherung keine Vergatterung mehr geben musste. Das Unterstellungsverhältnis änderte sich nicht durch den Dienst. Das wäre der Grund für eine Vergatterung gewesen. Es gab nur noch den Befehl für den Grenzdienst, der allerdings der Vergatterung ähnelte.

Wie dieser Befehl dann erteilt wurde, ob das dem Kommandeur Grenzsicherung oder dem Diensthabenden in der Kompanie überlassen wurde, hing von den Umständen oder den Gewohnheiten ab. Am Morgen, i.d.R. 07:30 Uhr, trafen sich die Diensthabenden mit der Kompanieführung zur "Lage".

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#59

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 06.12.2013 08:39
von Winch | 171 Beiträge

genauso war es rainmann2,
nur noch eine ergänzung, wenn ein diensthabender stellvertreter geführt hat, hat er alle sachen für die grenzsicherung und denn innendienst entschieden und zu verantworten. schluß war bei einem angriff auf die staatgrenze oder schweren vorkommnissen im grenz oder innendienst, dann mußte immer der kc ran ob frei oder nicht spielte keine rolle.
grüße winch


Rainman2 und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: Als KC einer GK

in Grenztruppen der DDR 06.12.2013 09:07
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #53
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #52
Zitat von Udo im Beitrag #51
In der Sicherstellungskompanie in Dömitz (85-87) war es auch üblich, die Waffen auf den Zimmern (mit nem Pott Kaffee in der Hand) zu reinigen. Wir hatten ja nur so ne Art Doppelhaushälften als Unterkunft. Geputzt wurde relativ selten (vor dem Urlaub und nach dem Schießen) und nur auf Weisung des Waffenuffz, obwohl wir jeden Tag mit den Dingern am Kanten rumliefen.
Der Einsatz des Warmwasserboilers sparte erhebliche Zeit.



hi Leute,
Rotmark: unter Wasser reingten wir die Automaten nie, wenn erforderlich, nach den obligaten Schießübungen wurden sie in Waschbenzin eingeweicht, unter Geheimhaltung!, Der Nachteil war, daß die Brünierung nachließ, einen Kameraden hatte ich, der entfernte die Brünierung komplett und sprach dann immer von seiner "Silberbüchse"... sah nicht schlecht aus, zwei mal wurde das Ding eingezogen, wurde weggeschickt zur Wartung/Nachbrünieren.

gruß h.




ich frag mal ganz dumm, weil ich es in meiner Zeit als Berliner nichterlebt habe, welche obligaten Schießübungen? War ich nun im Ausbildungsregiment mal auf einem Schießplatz zu irgendwelchen Schulübungen oder war dies in der Linieneinheit? Ich weiß es jedenfalls nicht mehr und so oft, kann dies bei mir nicht gewesen sein.
Waschbenzin, wie kommt der gemeine Schütze Arsch an die zum Einweichen benötigten Mengen Waschbenzin? Woher nimmt er dies? Feuerzeugbenzin war wohl üblich, Fläschchen war in der Zigarrenkiste, die man nebst anderen Utensilien vom Vorgänger übernahm.
Schließlich, was sagte denn die Regresshexe zum Entfernen der Brünierung. Bei uns hätte es sofort welche auf die Nuss gegeben und zumindest die Androhung des Bezahlens....



hallo Rüganer, meine Einheit ist jedes Halbjahr zum Schießen gefahren, wie es bei Dir war weiß ich nicht, da es einmal im Halbjahr war nenne ich es obligat, an Waschbenzin ranzukommen war gar kein Problem auf einer Sicherstellungskompanie, da wir außerdem noch Stab des 1. GB waren, gab es bei uns eine Tankstelle, Werkstätten usw.

viele grüße vom Schützen Arsch


zuletzt bearbeitet 06.12.2013 09:07 | nach oben springen


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