#4741

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 04.08.2014 21:17
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Waldmeister im Beitrag #4727
[...]Trotzdem wehre ich mich gegen diesen Blödsinn, den man uns über die Medien einzuimpfen versucht. Glücklicherweise kann das eigene Denken noch nicht unterbunden werden. Für mich ist es auch keine Verschwörungstheorie wenn festgestellt werden kann, dass ein Flugzeug, welches sich mit ca. 900km/h in 10000m Höhe befindet nach einem eventuellen Abschuss noch einen gehörigen Weg zurücklegt. Und das Buk-System nur eine Wirkungsreichweite von ca. 40 km hat.[...]

Wenn ich richtig recherchiert habe war die Stadt Horlivka am 17. Juli in Hand der Separatisten.
Horlivka liegt ca. 50 km westlich von der Unfallstelle entfernt (siehe nun Beitrag/Theorie von Marder).

Niemand weiß wie stark das Flugzeug nach dem Treffer tatsächlich beschädigt war. Allzu lange kann es nicht mehr geflogen sein, sonst müßten davon doch mittlerweile noch einige Amateurvideos oder Augenzeugenberichte aufgetaucht sein.

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#4742

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 04.08.2014 21:28
von Gelöschtes Mitglied
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http://ct.tvnva.de/Armeerundschau.html

Dort dann Im Zweifelsfall zählen nur Fakten anklicken, das sollte man ruhig auch mal gelesen haben

Oder hier klicken, ich konnte das ß in der Adresszeile berichtigen http://ct.tvnva.de/militaerpolitik-beitr...schuß.html


GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.08.2014 21:34 | nach oben springen

#4743

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 08:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #4733
Kiew - keine Stadt für Warmduscher. Bis Mitte Oktober 2014 nur noch kaltes Wasser verfügbar.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/euro.../story/13941842
Theo


@eisenringtheo Ich kenne es seit meiner Kindheit eigentlich nicht anders, dass in der sowjetischen Großstädten und Städten es im Sommer kein warmes Wasser gab. (Ich habe schon mal berichtet, wie das dann im Sommer von den Menschen gelöst wurde. Zumindest was das Duschen betrifft. ) Und Kiew gehörte ja auch mal zur Sowjetunion Die Frage ist, ob es es auch andere ukrainische Städte betrifft. Denkbar wäre es schon.

Neben dem Sammeln von Gasvorräten kommen noch zwei andere nicht unwesentliche Gründe dazu. Die Infrastruktur des Fernwärmenetzes und die Subventionen auf die Wohnnnebenkosten. Das letztere sollte man nicht unter den Tischfallen lassen. Wenn kein Warmwasser geliefert wird, dann muss auch nichts subvetioniert werden. Und schon kommt man automatisch dem IWF entgegen, die den Abbau von Subventionn im sozialen Bereich forden. Denn die sehen das als absolute Zahl im Staatshaushalt.

Wie kompliziert das ganze Thema Warmwasser ist, kann man an Russland sehen. Auch dort hat man das Problem noch nicht in den Griff bekommen.

Wärme in Russland http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014...el,a0054.idx,15

Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in der Ukraine nicht wesentlich anders ist. Egal wie man es dreht, es wird immer den einfachen Menschen treffen.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 05.08.2014 08:21 | nach oben springen

#4744

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 08:27
von Waldmeister | 149 Beiträge

[/quote]
Mehr möchte ich dazu nicht spekulieren und hoffe die tatsächlichen Täter können ermittelt werden. Noch halte ich ALLES für möglich.
Mit freundlichen Grüßen Marder[/quote]

Stimme ich 100% zu.

Waldmeister


User, der keine Fremdzitate für sein Selbstwertgefühl benötigt.
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#4745

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 10:50
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Staatsfeind im Beitrag #4742
http://ct.tvnva.de/Armeerundschau.html

Dort dann Im Zweifelsfall zählen nur Fakten anklicken, das sollte man ruhig auch mal gelesen haben

Oder hier klicken, ich konnte das ß in der Adresszeile berichtigen http://ct.tvnva.de/militaerpolitik-beitrag/items/Abschuß.html
Trotz des sicherlich nicht unvoreingenommenen Autors des Dokuments, finde ich den Artikel nicht schlecht.
Allerdings übersieht der Autor Möglichkeiten und zieht daher falsche Schlüsse:

Zitat
Das ist z. B. ein Grund, warum Experten bezweifeln, dass die Rebellen in der Ostukraine in der Lage sind, dieses moderne Raketensystem zu bedienen. Dass sich unter den Rebellen Spezialisten befinden, die noch in der Roten Armee am Komplex Buk ausgebildet worden sind, ist ebenso unwahrscheinlich.


und die Schlußfolgerung daraus:

Zitat
Die Rebellen können also nicht mit einer Buk-Rakete die Verkehrsmaschine abgeschossen haben.


Da aber auch russische Truppen zu den Rebellen gehören, ist aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass russische Experten das Buk-System (aus z.B. russischen Beständen) bedient haben. Offensichtlich mangelt es aber selbst hier an der Ausbildung, wenn sie nicht mal eine zivile Boeing 777 von einer militärischen An-26 (die noch dazu eine geringere Dienstgipfelhöhe hat als die 777 Reiseflughöhe hatte) unterscheiden können.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#4746

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 11:55
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #4682
Ich denke wir können uns einen extra Thread sparen.

http://www.anderweltonline.com/wissensch...laysian-mh-017/

http://www.anderweltonline.com/fileadmin...ckpit-MH017.pdf

Die OSZE, bzw. ein Mitarbeiter der vor Ort war, hat diese These, die bereits am 26.7. aufgestellt wurde, bestätigt.

https://www.youtube.com/watch?v=Bi-2nV-I1B0

Ich denke die Bilder sind eindeutig.

Ich bin mir natürlich sicher das es für einige ein russischer Kampfjet war.

Wie muss man sich den das, was Hr. Haisenko hier geschrieben hat vorstellen? D.h. wie schafft es ein Su-25/39 Jet Einschusslöcher seitlich an der Pilotenkanzel zu platzieren?
* Kann die Su-25/39 ihre Maschinenkanone (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Grjasew-Schipunow_GSch-30-2) zur Seite drehen? D.h. 777 und Su-25 fliegen parallel zu einander, Maschinenkanone feuert im rechten Winkel dazu auf die 777?
* Oder fliegt die SU-25/39 seitwärts (mit der selben Geschwindigkeit wie die 777) damit sie ihre Maschinenkanonen "nach vorne" auf die 777 richten kann?

Dass die Su-25/39 auf die 777 von der Seite zu geflogen ist, kann man imho praktisch ausschließen; Einerseits dürfte es überhaupt schwierig sein, von der Seite ein Flugzeug, das mit knapp 900km/h "vorbei" fliegt, zu treffen. Andererseits dürfte die Verteilung der Einschusslöcher nicht "wolkenförmig" sein sondern müsste sehr stark länglich gestreckt sein. Aber das mögen Experten für Militärluftfahrt (Hrn. Haisenko zähle ich da jetzt mal nicht unbedingt dazu) besser beurteilen können als ich.

Nebenbei spricht auch der Artikel der Homepage vom Traditionsverband NVA ([url]http://ct.tvnva.de/militaerpolitik-beitrag/items/Abschuß.html[/url]) gegen diese These:

Zitat
Die funktechnischen Aufklärungsstationen des russischen Militärs, die nahe der ukrainischen Grenze auf russischen Territorium stationiert sind und weit in den Luftraum der Ukraine blicken können, stellten fest, dass sich zur Zeit des Überfluges der Boeing 777 über die Ostukraine (kurz vor der Katastrophe) in unmittelbarer Nähe der Verkehrsmaschine, jedoch in geringerer Höhe, ein ukrainisches Militärflugzeug des Typs Su-25 befand.


Von unten wird die Su-25 die 777 ja wohl nicht beschossen haben. Dazu passt die Verteilung der Einschusslöcher nicht, außerdem lassen das die Leistungsdaten selbst der Su-39 imho nicht zu.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
zuletzt bearbeitet 05.08.2014 12:01 | nach oben springen

#4747

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 17:58
von coff | 706 Beiträge

Pressemitteilung der Botschaft der Russischen Föderation

http://russische-botschaft.de/einzelansi...ntrag/1117.html

einfach mal durchlesen


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#4748

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 18:01
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #4745
..Offensichtlich mangelt es aber selbst hier an der Ausbildung, wenn sie nicht mal eine zivile Boeing 777 von einer militärischen An-26 (die noch dazu eine geringere Dienstgipfelhöhe hat als die 777 Reiseflughöhe hatte) unterscheiden können.

cheers matloh


Nun @matloh

dann kannste ja schon mal deinen offiziellen Abschlussbericht zum Absturz der 777 veröffentlichen, du kennst ja offensichtlich alle Fakten und hast dir deine abschließende Meinung bereits gebildet.


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#4749

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 18:18
von coff | 706 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #4738
Zitat von coff im Beitrag #4726
Zitat von GZB1 im Beitrag #4717
Ein Flugzeug in 10.000 m Höhe im unversehrten Zustand kann ohne Triebwerkeinsatz 200km weit im Sinkflug segeln.

"..Dadurch daß, das Flugzeug hoch ist ist es zudem mit mehr Lageenergie "aufgeladen" die im schlimmsten anzunehmenden Fall abgesegelt und in Reichweite verwandelt werden kann... bei einem Verkehrsflugzeug kann man mit einem Meter den man im Sinkflug aufgiebt ca. 20 Meter weit segeln, hat also aus der Reiseflughöhe von 10.000 m ca. eine Reichweite von 200 km ohne ein einziges Triebwerk dazu zu benötigen..."
http://www.erklaert.de/forum/viewtopic.p...=266&view=print



Du nimmst doch das Geschreibsel des users amadeus jetzt nicht etwa für bare Münze oder ?


@coff

du kannst gern versuchen mich mit anderen technischen Fakten zu überzeugen.

Geschwafel überzeugt leider nicht.



Nimmst einfach das 777er Handbuch und schlägst nach

http://www.mycockpit.org/MattO/Boeing_224_Flight_Manual.pdf



Einfach umrechnen nm ( nautische Meilen ) in Kilometer
KIAS - knots indicated airspeed in Km/h
Dann suchst Du Dir die passende Höhe aus und schon kannst Du relativ genau
nachlesen wie weit Deine intakte 777 nach Ausfall beider Triebwerke bis zum Bodenkontakt noch driftet


GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4750

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 18:23
von coff | 706 Beiträge

Für die link resistente Fraktion stelle ich das mal zum Nachlesen hier ein

Pressemitteilung der Botschaft
Verteidigungsministerium Russlands zum Absturz des malaysischen Flugzeugs in der Ukraine

Inoffizielle Übersetzung

Information des Verteidigungsministeriums Russlands

Die Regierung der Ukraine realisiert hartnäckig die aktive Phase der sogenannten „Anti-Terror-Operation“ in Donbass. Die Gruppierung der Streitkräfte und der Nationalgarde in der Region wird verstärkt, deren Ausrüstung mit schweren Waffen und Militärtechnik wird fortgesetzt.

Zu einer der Folgen von Kriegsbemühungen Kiews wurde die Katastrophe des malaysischen Flugzeugs Boeing-777 am Himmel über dem Südosten der Ukraine. Kiew nutzte die Tragik der Situation aus, in der viele Menschen sterben mussten, wartete auf die Ergebnisse der objektiven Untersuchung nicht und erklärte seine Opponenten dieser Tragödie für schuldig.

Zugleich zeigen die offiziellen Vertreter Kiews keine Bereitschaft, zu einer objektiven Untersuchung aller Umstände beizutragen, die zum Tod der Menschen geführt haben. Die Argumente beziehen sich auf Publikationen mit gefälschten Tonaufnahmen, die mit der technischen Expertise aller Umstände des Fluges MH-17 über der Ukraine nichts zu tun haben.

Am. 18 Juli 2014 präsentierte das Verteidigungsministerium Russlands im Interview für die Presse 10 Fragen an die Regierung der Ukraine, die aus unserer Sicht eine objektive Vorstellung über die Katastrophe am Himmel über der Ukraine bilden könnten. Von größtem Interesse ist die Information über die Flüge der Luftstreitkräfte der Ukraine im Bereich der internationalen Flugstrecke sowie die Aktivitäten der ukrainischen Luftabwehr an diesem Tag. Wir erhielten keine Antworten auf diese Fragen seitens der ukrainischen zuständigen Behörden.

Am 21. Juli 2014 veröffentlichten Vertreter des Generalstabs der Streitkräfte Russlands einen Teil der Information, die uns zur Verfügung steht. Es wurden unter anderem Satellitenaufnahmen der Absturzstelle zur Analyse durch Experten sowie objektive Angaben der Flugzeugkontrolle präsentiert. Kiew ignorierte wieder unsere Bemühungen zur objektiven Untersuchung der Situation mit dem Flugzeugabsturz.

Die Vertreter der USA, die mehrmals über das Vorhandensein eindeutiger Beweise gesprochen hatten, die die Beteiligung der Aufständischen in der Ostukraine an der Tragödie bestätigen sollen, machten am 23. Juli einen Rückschritt und teilten über das Fehlen konkreter Angaben mit, die die vorher gemachten Erklärungen bestätigen könnten.

Die Experten des Verteidigungsministeriums setzten die Analyse von objektiven Informationen über die Umstände der Tragödie fort.

In der ersten Hälfte Juni 2014 wurden angeblich zur Abwehr von möglichen Bombenangriffen seitens der russischen Luftstreitkräfte zur Verstärkung der existierenden Gruppierung der ukrainischen Luftabwehr zusätzliche Einheiten entsandt, die mit Flugabwehrraketensystemen vom Typ Buk M1 ausgerüstet waren.

Die genannten Systeme wurden an entfaltete ortsfeste Einheiten der Luftabwehr geliefert (Awdejewka, Region Donezk; Isjum, Region Charkiw). Die Satellitenaufnahmen, die die Stationierung der Flugabwehrkräfte der Ukraine in der Konfliktregion bestätigen, wurden beim Briefing des Leiters der Hauptführungsstelle des Generalstabs, Generalleutnant Kartapolow, vom 21 Juli 2014 angeführt und sind auf der offiziellen Seite des Verteidigungsministeriums Russlands abrufbar.

Die ukrainischen Luftabwehrkräfte wurden teilweise nach deren Wiederherstellung in der Reparaturwerkstatt in Chmelnitskij an die Streitkräfte übergeben.

Dabei wurden die Reparaturarbeiten zum ersten Mal ohne Aufsicht des Herstellers seitens des russischen Unternehmens durchgeführt, das die genannte Militärtechnik entwickelt hatte. Es gibt Hinweise auf die Nutzung einer nicht zertifizierten Bauelementebasis durch die ukrainische Seite, was die taktisch-technischen Daten der Technik wesentlich beeinflusst hat.

Eine selbständige Buk-M1-Batterie wurde außerhalb der existierenden ortsfesten Positionen stationiert (im Bereich der Siedlung Saroschtschinskoje, 8 km südlich von Schachtersk). Mithilfe von Beobachtungssatelliten wurden Bewegungen von Militärtechnik dieser Abteilung im Bereich des zukünftigen Absturzes des Flugzeugs Boeing-777 auf dem von den Regierungstruppen kontrollierten Territorium festgestellt.

Die Flugabwehrsysteme wurden mit aus der Reserve einberufenen Fachleuten besetzt. Die Einübung der Bedienungsmannschaft, die Einstellung der Systeme in dem von den Betriebsregeln vorgesehenen Normalbetrieb wurde nicht durchgeführt. Die Gründe dafür sind das Nichtvorhandensein von Luftabwehrschießplätzen in der Ukraine und die Fortsetzung aktiver Kampfhandlungen in der Region.

Die Aufständischen der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk sind mit den Buk-M1-Systemen nicht ausgerüstet. Der Generalstaatsanwalt der Ukraine Witalij Jarema sagte am 17. Juli 2014, dass die Aufständischen keine ukrainische Militärtechnik mit großer Reichweite erbeutet haben.

Neben der Verstärkung der landgestützten Luftabwehrgruppierung wurden die Flugzeuge Su-25 zur Feuerunterstützung ukrainischer Streitkräfte mit Luft-Luft-Raketen P-60 ausgerüstet (Reichweite bis 12 km, Infrarot-Zielsuchkopf).

Die Boeing-777 der malaysischen Airlines flog innerhalb des erlaubten internationalen Korridors. Die ukrainischen Behörden haben ungeachtet der Sicherheitsanforderungen den Flugraum über dem Donbass, in der Kampfzone, nicht geschlossen.

Der Flug der Boeing-777 wurde von einem Dispatcher des Flugsicherungsdienstes in Dnipropetrowsk kontrolliert. Russische Flugzeugkontrollmittel fixierten eine Abweichung der Flugbahn von MH-17 von dem bestimmten Korridor in der nördlichen Richtung um 14 km auf der für diese Zone minimalen Höhe (10100 Meter). Ein solches Manöver konnte nur auf Anweisung eines Dispatchers des Flugsicherungsdienstes ausgeführt werden. Die Information über die Gründe für derartige Handlungen der ukrainischen Dispatcher ist nicht vorhanden.

Nach Angaben der Flugverkehrkontrolle wurden am 17. Juli 2014 im Laufe des ganzen Tages im Bereich des Flugwegs MH-17 Aktivitäten der ukrainischen Luftstreitkräfte registriert. Die Flüge verliefen auf beträchtlichen Höhen, um das Risiko eines Abschusses der Flugzeuge vom Boden mit einer Fliegerfaust zu minimieren. Die ukrainische Seite stellte keine Informationen über den Flugverkehr der Luftstreitkräfte in der Region zur Verfügung. Offizielle Vertreter der Ukraine behaupten, es gäbe keine Lufttätigkeit der ukrainischen Luftstreitkräfte in dieser Region, was den Angaben der objektiven Kontrolle des Flugverkehrs widerspricht.

Das Buk-M1-System kommt gegen Luftziele bis zu einer Höhe von 25 km zum Einsatz und hat eine Reichweite von bis zu 35 km. Dabei stellt ein ziviles Flugzeug ein «einfaches» Ziel dar. Es fliegt mit einer konstanten Geschwindigkeit und manövriert nicht. Die Flughöhe (10 KM) ist optimal für Luftabwehrsysteme von diesem Typ. Das Flugzeug lässt sich mit seiner Größe durch Radarsysteme aufsuchen und aus einer maximalen Entfernung begleiten.

Ein kampffähiges Luftabwehrsystem besteht aus minimal 4 Einheiten: einer Luftraumüberwachungsstation, einer Steuerungseinheit, einer Abschussrampe mit Raketen und einer Ladeeinheit. Es ist unmöglich, ein Ziel ohne Angaben der Luftraumüberwachung zu beschießen. Nach den existierenden Regeln dauert die Ausbildung der Bedienungsmannschaft von 6 Monaten für die Besatzung bis zu 3 Jahren für das Führungspersonal.

Die Analyse von Informationen über die Diposition der ukrainischen Buk-M1-Batterien und Radarsysteme, die den Abschuss von Raketen gewährleisten, gibt alle Gründe zu behaupten, dass die Flugstrecke der Boeing-777 sich innerhalb der potenziellen Wirkungszone jeder der in der Region stationierten ukrainischen Luftabwehr-Batterien (z.B. Awdejewka, Isjum, Saroschtschinskoe u.a.) befand.

Am 17. Juli 2014 passiertem mehrere zivile Flugzeuge die Flugüberwachungszone der ukrainischen Luftabwehr. Jedes davon konnte von den Bedienungsmannschaften der Buk-M1-Systeme zur Einstellung und Herstellung der Gefechtsbereitschaft der ukrainischen Luftabwehrsysteme genutzt werden. Die Bordmannschaften der Großraumflugzeuge haben keine Ausrüstung zur Registrierung von Luftabwehraktivitäten. Ein intensiver Funkbetrieb zwischen der Radarstation «Kupol», die zum Bestand des Buk-M1-Komlexes gehört, wurde in diesem Gebiet am Tag der Katastrophe dokumentiert, was die Durchführung einer Gefechtsübung der ukrainischen Luftabwehr bezeugt.

Zur Einstellung der Luftabwehr-Komplexe konnte auch ein manövrierendes Flugzeug der ukrainischen Luftstreitkräfte SU-25 genutzt werden, das sich gleichzeitig mit MH-17 in der Wirkungszone der Luftabwehr befand. In der Regel wird ein Luftabwehr-Komplex im Passivbetrieb eingestellt, d.h. die Lenkung und der Abschuss von Raketen werden im Computersimulationsmodus durchgeführt.

Die Bedienungsmannschaft eines Luftabwehrsystems kann den Komplex jederzeit vom Übungsbetrieb in den Gefechtsmodus umschalten. Die niedrige Qualifikation des Bedienungspersonals konnte zur Situation führen, in der das System vom Übungs- in den Gefechtsmodus umgeschaltet wurde. Solch eine Situation könnte zu einem unbefugten Raketenabschuss führen. Die Rakete würde in diesem Fall mit einer Wahrscheinlichkeit von praktisch 100 Prozent das Flugzeug treffen.

Die vorläufige Analyse der Bilder von einzelnen Teilen des Flugzeugrumpfes der Boeing-777 (des Heckteils) stellte Durchschläge durch Schrapnellelemente fest, die nach dem Absprengen des Kopfteils der Buk-M1-Rakete entstehen konnten. Allerdings ist die Defragmentierung des Flugzeuges in der Luft nach einem derartigen Angriff eher unwahrscheinlich.

Die größeren Löcher, die zum Zerfall der Maschine vor dem Absturz führen konnten, werden im Bugteil festgestellt. Derartige Schäden konnten beispielsweise nach einem Beschuss mit Standardwaffen des SU-25-Flugzeugs entstehen - den R-60-Raketen oder Kanonen.

Die Behauptungen der USA über die Satellitenfotos, die angeblich den Abschuss einer Boden-Luft-Rakete aus dem von den Aufständischen kontrollierten Gebiet bezeugen, widersprechen den Möglichkeiten der amerikanischen Überwachungssatelliten. Der Testsatellit CTCC, dessen Flugweg zeitlich mit dem Absturz des malaysischen Flugzeuges zusammenfiel, ist geeignet für das Aufsuchen der Starts ballistischer Raketen mit Marschtriebwerken mit einer langen Brenndauer (ballistische Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen). Damit ist es unmöglich, den Start einer Luftabwehrrakete mit einer sehr kurzen Brennzeit (bis 20 Sekunden), die in der Atmosphäre fliegen, zu registrieren. Die Satelliten von diesem Typ sind nicht geeignet für Geländeaufnahmen. Andere Mittel der Weltraumüberwachung können den Startpunkt einer Luftabwehrrakete nicht feststellen.

Die Vertreter der USA, die die Situation um den Absturz der Boeing-777 in der Ukraine kommentieren, weigern sich, die Satellitenaufnahmen zur Analyse zu übergeben, die mehr Klarheit bei der Untersuchung schaffen könnten. Es ist damit verbunden, dass es wegen der beschränkten technischen Kapazitäten der Satellitengruppierung der USA unmöglich ist, derartige Informationen zur Verfügung zu stellen.

Demgemäß bleiben die Behauptungen der ukrainischen Seite über die «russische Spur» in der Katastrophe mit der Boeing-777 gegenstandslos.
01.08.2014


Georg, 94 und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#4751

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 18:29
von Georg | 1.021 Beiträge

Darfen der das? Der Putin sinnt auf Rache.....

http://www.spiegel.de/politik/ausland/uk...n-a-984634.html


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#4752

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 18:41
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #4751
Darfen der das? Der Putin sinnt auf Rache.....

http://www.spiegel.de/politik/ausland/uk...n-a-984634.html


Natürlich darf er das. Es wundert mich schon lange, daß Russland westliche Flugzeuge so einfach weiter über sein Territorium fliegen läßt.


zuletzt bearbeitet 05.08.2014 20:21 | nach oben springen

#4753

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 05.08.2014 18:49
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Vermutlich ja. Russland ist kein Mitglied der "Vereinbarung über den Transit internationaler Luftverkehrslinien."
http://www.admin.ch/opc/de/classified-co...0106/index.html

Theo


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#4754

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 12:39
von coff | 706 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #4752
Zitat von Georg im Beitrag #4751
Darfen der das? Der Putin sinnt auf Rache.....

http://www.spiegel.de/politik/ausland/uk...n-a-984634.html


Natürlich darf er das. Es wundert mich schon lange, daß Russland westliche Flugzeuge so einfach weiter über sein Territorium fliegen läßt.



Russland hält sich da an die abgeschlossenen Verträge und nimmt mehrere hundert Millionen Dollar dadurch im Jahr ein...


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#4755

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 15:38
von schnatterinchen (gelöscht)
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gelöscht


zuletzt bearbeitet 06.08.2014 15:47 | nach oben springen

#4756

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 16:44
von Georg | 1.021 Beiträge

Deutschland sanktioniert:

http://de.ria.ru/zeitungen/20140806/269215604.html
http://de.ria.ru/politics/20140806/269214700.html

und die VR China liefert:

http://de.ria.ru/politics/20140806/269215672.html

vielleicht auch nicht - aber 100 Millionen und die Reputation, man wird sehen.....


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#4757

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 16:48
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #4615
Ich kann mich dem Kommentar von Georg Restle nur anschließen!

und setze noch ein drauf - stoppt den Wirtschafts- und Handelskrieg gegen Russland!

Gruß Hartmut!


Genau so sehe ich das auch !
Es müssen immer Frauen ,Kinder unbeteiligte darunter leiden.
So war es ,so ist es,so wird es immer bleiben.


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#4758

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 17:06
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #4756
Deutschland sanktioniert:

http://de.ria.ru/zeitungen/20140806/269215604.html
http://de.ria.ru/politics/20140806/269214700.html

und die VR China liefert:

http://de.ria.ru/politics/20140806/269215672.html

vielleicht auch nicht - aber 100 Millionen und die Reputation, man wird sehen.....




Das stimmt,nur Schlüsseltechnologien lassen sich nicht einfach abkupfern,wie eine Zahnbürste,oder Kloschüssel.
Aber warten wir ab.
Ich bin auch gegen diese Sanktionen,denn sie bewirken aus meiner Sicht sehr wenig.(Beispiele gibt es ja genügend)

Aber hurra,hurra ,wir stehen das durch !
Und wenn wir noch ein paar Fahnen mehr schwenken müssen ,bis die letzte intakte Infrastruktur zerfällt,macht nix.
Wir sind es nicht anders gewohnt.


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#4759

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 17:50
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Russlands Fernsehkonsumenten müssen ab sofort auf Coca Cola Werbung verzichten
http://www.n-tv.de/ticker/Coca-Cola-stel...le13376341.html

Ein Unglück ist das wohl nicht... vielleicht endet jetzt die Erfolgsgeschichte von Coca Cola in Osteuropa, die laut einem Film am Brandenburger Tor begonnen hat..
http://youtu.be/5eJidueUaS8?t=30s
Theo


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#4760

RE: Wer bekommt die Ukraine??

in Themen vom Tage 06.08.2014 23:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #4759
Ein Unglück ist das wohl nicht... vielleicht endet jetzt die Erfolgsgeschichte von Coca Cola in Osteuropa, die laut einem Film am Brandenburger Tor begonnen hat..Theo


Tatsächlich begann die "Eroberung" der UdSSR durch CC im Frühjahr 1979: Carter war damals Präsident der USA und ein "Coca-Cola-Mann", im Gegensatz zu Gerald Ford, der wohl eher von PepsiCo unterstützt wurde.

Am Pfingstsonntag 79 erhielt ich privat einen Anruf eines leitenden Managers der CC, der in der Zentrale (Essen war damals das headquarter für Europa) u.a. für das Osteuropa-Geschäft verantwortlich war. Carter wollte am Dienstag nach Pfingsten in die UdSSR reisen und CC wollte ihm dort und vor Ort unbedingt sein Lieblingsgetränk offerieren. Also musste das Zeug noch am Pfingstmontag verladen werden. Es war ziemlich hektisch: Der Leitere unseres Frankfurter Lagers musste aktiviert und der Transport zum Flughafen organisiert werden. Und es war 1979 - also ziemlich weit von der generellen Erreichbarkeit der Menschen per Handy entfernt. Zudem galt ein Sonntags- und Feiertagsfahrverbot für LKW.

Um es kurz zu machen: Es hat geklappt, am Pfingstmontag stand ich um 09:00 h in Frankfurt an der Rhine-Main-Airbase der US-Army. OK, ein paar Vorschriften wurden dabei großzügig interpretiert, aber der LKW war da und die Coke konnte per Flieger nach Moskau gebracht werden.

CC wollte die Olympiade 1980 in Moskau nutzen, um groß in diesen Markt einzusteigen. In der Vorbereitung wurden Unmengen von Material von Essen aus nach Moskau verladen - mit teilweise haarsträubenden Begleiterscheinungen. Die wir aber alle, zum großen Teil mit Bestechung, gelöst haben. Als "incentive" wurde ich von CC eingeladen, die Spiele in Moskau zu besuchen - Flug, Hotel, Eintrittskarten: Alles inklusive. Leider marschierten dann die Russen in Afghanistan ein und der Traum war vorbei: Als uramerikanisches Unternehmen konnte CC es sich nicht leisten, diesen Markt weiterhin so offensiv zu bearbeiten. Die Aktivitäten wurden auf ein Minimum reduziert und somit war auch meine Reise nach Moskau perdu. Kismet, würden die Araber sagen.

Die erste Lieferung in die noch existierende DDR fand um die Jahreswende 89/90 statt, kann auch im Frühjahr 90 gewesen sein, das weiß ich nicht mehr so genau. Knapp 60.000 Büchsen Coke, Empfänger war wimre ein Getränkekombinat namens "Moron" in Ost-Berlin. Ich habe unseren Niederlassungsleiter in Berlin beauftragt, den Transport bis zur Grenze zu begleiten und mir danach zu berichten. Er meinte danach nur, dass die Abfertigung mehr als 4 Stunden gedauert habe - offensichtlich fehlten den DDR-Zöllnern eindeutige Direktiven für solche "Importe".

Aber jetzt bin ich ziemlich vom Thema abgekommen, sorry dafür.


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