#61

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 16.07.2015 18:23
von Icke | 95 Beiträge

Hallo
Für mich ist eine mögliche Erklärung das es zumindest für einige höere Dienstgrade klar war das es nicht in Ordnung war was an der Grenze gemacht wurde auch war ihnen klar das alle Vorfälle im Westen genau dokumentiert wurden. Da war es einfach besser sich im Hintergrund zu halten und nur die Befehle zu geben und die unangenehme Arbeit den Soldaten zu übertragen. Wie in jeder Armee. Wie recht sie hatten haben ja dann die Verurteilung der Soldaten gezeigt. Ganz nebenbei wären 25 Jahre G.D. mit allen Arbeiten die angefallen sind nicht gerade ein erfülles Berufsleben aber darüber darf man geteilter Meinung sein.


nach oben springen

#62

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 16.07.2015 18:37
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Icke im Beitrag #61
Hallo
Für mich ist eine mögliche Erklärung das es zumindest für einige höere Dienstgrade klar war das es nicht in Ordnung war was an der Grenze gemacht wurde auch war ihnen klar das alle Vorfälle im Westen genau dokumentiert wurden. Da war es einfach besser sich im Hintergrund zu halten und nur die Befehle zu geben und die unangenehme Arbeit den Soldaten zu übertragen. Wie in jeder Armee. Wie recht sie hatten haben ja dann die Verurteilung der Soldaten gezeigt. Ganz nebenbei wären 25 Jahre G.D. mit allen Arbeiten die angefallen sind nicht gerade ein erfülles Berufsleben aber darüber darf man geteilter Meinung sein.


@Icke, man ist geteilter Meinung.
Micha


nach oben springen

#63

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 16.07.2015 19:44
von Schakal | 271 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #49
Also wer glaubt, das eine Drahtsperre ein ernstzunehmendes Hindernis darstellt, hat gelinde gesagt von militärischen Dingen Null Ahnung.
Will mir einer ernsthaft erzählen, das diese Pappgrenze Richtung Westen ein Hindernis für eine Panzerdivision darstellt. Die wäre einfach so überrollt worden. Diese Scheinhindernisse wären schlichtweg weggesprengt worden, auch mit Hilfe der Luftwaffe und Pionieren.
Zumal die Fahrzeugsperren Richtung Osten aufgebaut waren und damit einfach zu überfahren gewesen wären.
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. Da lügt ihr euch einen in die Tasche


Glaube heute und auch zur damaligen Zeit würde man einen Krieg als Luftkrieg beginnen und nicht mit Panzern, die den Antifaschutzwall durchbrechen.


--- Ex oriente lux.---
nach oben springen

#64

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 16.07.2015 20:37
von Marder | 1.413 Beiträge

Ich möchte hier keine Vorlesung über militärische Taktik halten, obwohl ich es sicher könnte. Panzertruppen kannst du nur einsetzen, wenn du zumindest annähernd auch in der Luft die Hoheit hast. Andersrum nützt dir eine Luftüberlegenheit gar nichts, wenn du keine funktionierende Bodentruppe hast.
. Nur die Ergänzung aus beiden funktioniert.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
Klauspeter, Harsberg, exgakl und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.07.2015 20:38 | nach oben springen

#65

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 16.07.2015 21:41
von Mike59 | 7.939 Beiträge

Zitat von Icke im Beitrag #61
Hallo
Für mich ist eine mögliche Erklärung das es zumindest für einige höere Dienstgrade klar war das es nicht in Ordnung war was an der Grenze gemacht wurde auch war ihnen klar das alle Vorfälle im Westen genau dokumentiert wurden. Da war es einfach besser sich im Hintergrund zu halten und nur die Befehle zu geben und die unangenehme Arbeit den Soldaten zu übertragen. Wie in jeder Armee. Wie recht sie hatten haben ja dann die Verurteilung der Soldaten gezeigt. Ganz nebenbei wären 25 Jahre G.D. mit allen Arbeiten die angefallen sind nicht gerade ein erfülles Berufsleben aber darüber darf man geteilter Meinung sein.

Der ist nicht schlecht.

Kann es sein das es im hierarchischem System einer Armee (darauf basierten ja leider die Grenztruppen der DDR) eher mehr einfache Soldaten wie Berufssoldaten gibt.
Anders wäre es mit einer Berufsarmee, wo man eben laut Vertrag nach 12 Jahren ausscheiden kann mit einem Soldatendienstgrad. Aber war eben nicht so.
Ganz abgesehen davon, das die unteren Dienstgrade immer das erledigen müssen was sich die oberen Dienstgrade ausdenken um die Vorgaben der Politiker zu erfüllen/umzusetzen.


zuletzt bearbeitet 16.07.2015 21:46 | nach oben springen

#66

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 08:40
von Sperrbrecher | 1.649 Beiträge

Zitat von Schakal im Beitrag #63
Glaube heute und auch zur damaligen Zeit würde man einen
Krieg als Luftkrieg beginnen und nicht mit Panzern, die den Antifaschutzwall durchbrechen.


Das mag ja so sein, von den SED-Funktionären wurde aber stets behauptet, dass die Grenzsicherungsanlagen einzig und
allein zum Schutz der DDR-Bevölkerung vor einem Angriff aus dem Westen errichtet wurden ("Antifaschistischer Schutzwall").

Das der gesamte Aufbau der Grenze, mit den Sperrgebieten auf dem Gebiet der DDR, dazu im Widerspruch
stand, wurde beharrlich ignoriert.

Wenn die Gefahr tatsächlich nur von westlicher Seite bestanden hätte, dann wäre es doch überhaupt
nicht notwendig gewesen, die DDR-Bevölkerung von der Grenze fernzuhalten.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.07.2015 08:40 | nach oben springen

#67

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 08:58
von Georg | 1.003 Beiträge

Ich hätte das Grenzgebiet zumindest für Schmetterlingsjäger freigegeben. Die hätten keine Irrtümer - so zwischen den stärksten Kämpfverbändern der NATO und des Warschauer Vertrages im Kalten Krieg - mit ihren Netzen und Hütchen hervorgerufen.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
nach oben springen

#68

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 11:01
von damals wars | 12.113 Beiträge

Wahrscheinlich hätten dann alle Berufsoldaten an der Grenze Dienst schieben müssen.
Sicher rechnet jemand mal aus, ob das gereicht hätte.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#69

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 17.07.2015 12:29
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #66
Zitat von Schakal im Beitrag #63
Glaube heute und auch zur damaligen Zeit würde man einen
Krieg als Luftkrieg beginnen und nicht mit Panzern, die den Antifaschutzwall durchbrechen.


Das mag ja so sein, von den SED-Funktionären wurde aber stets behauptet, dass die Grenzsicherungsanlagen einzig und
allein zum Schutz der DDR-Bevölkerung vor einem Angriff aus dem Westen errichtet wurden ("Antifaschistischer Schutzwall").

Das der gesamte Aufbau der Grenze, mit den Sperrgebieten auf dem Gebiet der DDR, dazu im Widerspruch
stand, wurde beharrlich ignoriert.

Wenn die Gefahr tatsächlich nur von westlicher Seite bestanden hätte, dann wäre es doch überhaupt
nicht notwendig gewesen, die DDR-Bevölkerung von der Grenze fernzuhalten.




rot: Um Gottes Willen !!!!
Natürlich mussten wir unser werktätiges Volk von der Grenze fernhalten, um es vor dem imperialistischen Feind zu beschützen !
Schliesslich hatten unsere Werktätigen die Aufgabe, den Sozialismus in Ruhe aufzubauen und den Übergang zum Kommunismus vorzubereiten.
Den imperialistischen Feind hätten wir Grenzer schon im Falle eines Angriffs mit Hilfe unserer verbündeten NVA und der Sowjetarmee auf seinem eigenen Territorium vernichtend geschlagen !!!

Zur eigentlichen Frage, "warum nicht... ausschliesslich Berufssoldaten...."

Ich rechne mal ein bisschen.... hier meine Ausgangsdaten:

Länge innerdeutsche Grenze ohne Berlin 1400 km - 1949..1990 41 Jahre
Grenze Bln West :
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und Berlin(Ost): 43,1 km
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und dem Umland: 111,9 km
Summe: 155 km - 1961 - 1990 29 Jahre

Länge des Abschnitts einer Grenzkompanie: 15..20 km
Sollstärke GK: ca. 100 Mann

Quelle: https://books.google.de/books?id=kR_bBQA...ompanie&f=false
(deckt sich mit meinen persönlichen Erinnerungen an Grenzdienst in der Rhön 1979/80 , Battalionssicherung)
Nach meinen Erinnerungen bestand die GK zu etwa 2/3 aus Wehrpflichtigen (dazu rechne ich Soldaten, Gefreite - 18 Monate und Uffz- 3 Jahre) und
zu 1/3 aus Berufssoldaten (dazu rechne ich BUffz - 10 Jahre, Fähnriche und Offiziere)

Die Grenze war an 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr zu sichern, 1/4 der Kompanie waren "draussen".

Nun, machen wir mal die Rechnung - aus Durchschnittswerten:
(Berlin hatte eine höhere Postendichte, ich weiss... die praktischen Ergebnisse waren noch viel dramatischer als die Ergebnisse meiner Rechnung )

Wenn ich 15..20 km Grenze mit 100 Mann rund um die Uhr sichern kann, brauche ich ca. 6 Mann pro Km.
Für 1400 km also 8400 Mann - 41 Jahre lang.

Für die 155 Km Grenze zu West-Berlin komme ich bei der gleichen Rechnung auf 155 x 6 = 930 Mann - 29 Jahre lang.

Zusammenfassung:
innerdeutsche Grenze 41 Jahre x 8400 Mann = 344 400 Mann-Jahre
Westberlin-Grenze 29 Jahre x 930 Mann = 26 970 Mann-Jahre

Ergibt in Summe: 371 370 Mann-Jahre eines Schichtarbeiters, "rollende Woche".

Wenn ich mehr als die Hälfte davon mit ca. 150 Mark Sold und 18 Tagen Urlaub pro Jahr abspeisen kann, hab ich schon bisschen gespart - natürlich auf Kosten der übrigen Volkswirtschaft.

Ich stell jetzt mal die kühne These auf:
Bei gleichem Personalbestand und 100 % Berufssoldaten wären die direkten Personalkosten deutlich höher gewesen (Berufssoldaten für 150 Mark pro Monat waren nicht zu bekommen !!) und die Pleite des Staates DDR wäre etwas früher gekommen.

Klar - Geld kann man einfach drucken, kein Problem. Und Preise für stabil erklären.
Kurzzeitig funktioniert das schon - auf lange Zeit hingegen nicht....

Ausserdem: wäre ja irgendwie schade, wenn in diesem Forum nur ehemalige Berufssoldaten schreiben würden...wäre doch langweilig.
Ich hätte mich da bestimmt nicht angemeldet.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
Gert, Harsberg, Sperrbrecher und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.07.2015 12:32 | nach oben springen

#70

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 10:31
von Fritze | 3.474 Beiträge

Interessante Rechnung Hartmut !

Bei Einsatz von nur hauptberuflichen Kräften hätte man sich allerdings einen wesentlichen Anteil an Unterkunftsgebäuden sparen können !

Der Verwaltungs -und Logistikaufwand wäre auch geringer gewesen und Fahrzeuge wären weniger gebraucht worden !

Nicht zu vergessen ,daß im Abschnitt Kräfte agiert hätten ,welche den Abschnitt kennen .

MfG Fritze

Aber es ist lange vorbei !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
nach oben springen

#71

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 11:01
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #70
Interessante Rechnung Hartmut !

Bei Einsatz von nur hauptberuflichen Kräften hätte man sich allerdings einen wesentlichen Anteil an Unterkunftsgebäuden sparen können !

Der Verwaltungs -und Logistikaufwand wäre auch geringer gewesen und Fahrzeuge wären weniger gebraucht worden !

Nicht zu vergessen ,daß im Abschnitt Kräfte agiert hätten ,welche den Abschnitt kennen .

MfG Fritze

Aber es ist lange vorbei !

@Fritze
wie meinst du denn das ? Etwa so :Hätten die Grenzer sich nach der Schicht in ihren VW gesetzt und wären nach Hause zu Mutti gefahren?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#72

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 11:39
von damals wars | 12.113 Beiträge

Der volkswitschaftliche Schaden durch den Entzug der Arbeitskräfte/GWD-leistende war schon imens, gerade wir an der Grenze hatten ja viele Spezialisten, habe ich jedenfalls so in Erinnerung.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 18.07.2015 11:39 | nach oben springen

#73

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 12:00
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #72
Der volkswitschaftliche Schaden durch den Entzug der Arbeitskräfte/GWD-leistende war schon imens, gerade wir an der Grenze hatten ja viele Spezialisten, habe ich jedenfalls so in Erinnerung.


Hier wäre mal interessant zu erfahren, wie die Verteilung der Grundwehrdienstleistenden auf die Altersklassen von 18 bis 26 (?) Jahren war.
Die meisten dieser "Spezialisten" werden wohl gerade die Berufsausbildung oder das Abitur hinter sich gebracht haben.
Ich weiß, es gab auch Ausnahmen, wie unseren Mitstreiter @Jobnomade .


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2015 12:00 | nach oben springen

#74

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 12:06
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #71
Zitat von Fritze im Beitrag #70
Interessante Rechnung Hartmut !

Bei Einsatz von nur hauptberuflichen Kräften hätte man sich allerdings einen wesentlichen Anteil an Unterkunftsgebäude sparen können !

Der Verwaltungs -und Logistikaufwand wäre auch geringer gewesen und Fahrzeuge wären weniger gebraucht worden !

Nicht zu vergessen ,daß im Abschnitt Kräfte agiert hätten ,welche den Abschnitt kennen .

MfG Fritze

Aber es ist lange vorbei !

@Fritze
wie meinst du denn das ? Etwa so :Hätten die Grenzer sich nach der Schicht in ihren VW gesetzt und wären nach Hause zu Mutti gefahren?

Wegen der langen Dienstzeit von Berufssoldaten, hätte es weniger Kapazität für Ausbildungsdienste gebraucht.
Theo


Jobnomade und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#75

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 12:10
von damals wars | 12.113 Beiträge

Berufssoldaten brauchten auch Unterkünfte, sogar Wohnungen für ihre Familien!

Bei uns hatten die Stellvertretenen Zugführer, so sie BU waren, sowohl Bett als auch Schrank in der Kompanie.
Bei kurzem Schichtwechsel schliefen sie auf der Kompanie.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2015 12:20 | nach oben springen

#76

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 14:11
von Mike59 | 7.939 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #69
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #66
Zitat von Schakal im Beitrag #63
Glaube heute und auch zur damaligen Zeit würde man einen
Krieg als Luftkrieg beginnen und nicht mit Panzern, die den Antifaschutzwall durchbrechen.


Das mag ja so sein, von den SED-Funktionären wurde aber stets behauptet, dass die Grenzsicherungsanlagen einzig und
allein zum Schutz der DDR-Bevölkerung vor einem Angriff aus dem Westen errichtet wurden ("Antifaschistischer Schutzwall").

Das der gesamte Aufbau der Grenze, mit den Sperrgebieten auf dem Gebiet der DDR, dazu im Widerspruch
stand, wurde beharrlich ignoriert.

Wenn die Gefahr tatsächlich nur von westlicher Seite bestanden hätte, dann wäre es doch überhaupt
nicht notwendig gewesen, die DDR-Bevölkerung von der Grenze fernzuhalten.




rot: Um Gottes Willen !!!!
Natürlich mussten wir unser werktätiges Volk von der Grenze fernhalten, um es vor dem imperialistischen Feind zu beschützen !
Schliesslich hatten unsere Werktätigen die Aufgabe, den Sozialismus in Ruhe aufzubauen und den Übergang zum Kommunismus vorzubereiten.
Den imperialistischen Feind hätten wir Grenzer schon im Falle eines Angriffs mit Hilfe unserer verbündeten NVA und der Sowjetarmee auf seinem eigenen Territorium vernichtend geschlagen !!!

Zur eigentlichen Frage, "warum nicht... ausschliesslich Berufssoldaten...."

Ich rechne mal ein bisschen.... hier meine Ausgangsdaten:

Länge innerdeutsche Grenze ohne Berlin 1400 km - 1949..1990 41 Jahre
Grenze Bln West :
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und Berlin(Ost): 43,1 km
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und dem Umland: 111,9 km
Summe: 155 km - 1961 - 1990 29 Jahre

Länge des Abschnitts einer Grenzkompanie: 15..20 km
Sollstärke GK: ca. 100 Mann

Quelle: https://books.google.de/books?id=kR_bBQA...ompanie&f=false
(deckt sich mit meinen persönlichen Erinnerungen an Grenzdienst in der Rhön 1979/80 , Battalionssicherung)
Nach meinen Erinnerungen bestand die GK zu etwa 2/3 aus Wehrpflichtigen (dazu rechne ich Soldaten, Gefreite - 18 Monate und Uffz- 3 Jahre) und
zu 1/3 aus Berufssoldaten (dazu rechne ich BUffz - 10 Jahre, Fähnriche und Offiziere)



Die Grenze war an 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr zu sichern, 1/4 der Kompanie waren "draussen".

Nun, machen wir mal die Rechnung - aus Durchschnittswerten:
(Berlin hatte eine höhere Postendichte, ich weiss... die praktischen Ergebnisse waren noch viel dramatischer als die Ergebnisse meiner Rechnung )

Wenn ich 15..20 km Grenze mit 100 Mann rund um die Uhr sichern kann, brauche ich ca. 6 Mann pro Km.
Für 1400 km also 8400 Mann - 41 Jahre lang.

Für die 155 Km Grenze zu West-Berlin komme ich bei der gleichen Rechnung auf 155 x 6 = 930 Mann - 29 Jahre lang.

Zusammenfassung:
innerdeutsche Grenze 41 Jahre x 8400 Mann = 344 400 Mann-Jahre
Westberlin-Grenze 29 Jahre x 930 Mann = 26 970 Mann-Jahre

Ergibt in Summe: 371 370 Mann-Jahre eines Schichtarbeiters, "rollende Woche".

Wenn ich mehr als die Hälfte davon mit ca. 150 Mark Sold und 18 Tagen Urlaub pro Jahr abspeisen kann, hab ich schon bisschen gespart - natürlich auf Kosten der übrigen Volkswirtschaft.

Ich stell jetzt mal die kühne These auf:
Bei gleichem Personalbestand und 100 % Berufssoldaten wären die direkten Personalkosten deutlich höher gewesen (Berufssoldaten für 150 Mark pro Monat waren nicht zu bekommen !!) und die Pleite des Staates DDR wäre etwas früher gekommen.

Klar - Geld kann man einfach drucken, kein Problem. Und Preise für stabil erklären.
Kurzzeitig funktioniert das schon - auf lange Zeit hingegen nicht....

Ausserdem: wäre ja irgendwie schade, wenn in diesem Forum nur ehemalige Berufssoldaten schreiben würden...wäre doch langweilig.
Ich hätte mich da bestimmt nicht angemeldet.

Gruss Hartmut



Die Rechnung setzt voraus das die Struktur wie mit GWDlern beibehalten würde und an Stelle der GWDler BU treten. Welchen Sinn sollte das haben?


nach oben springen

#77

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 22:50
von Fritze | 3.474 Beiträge

@Fritze
wie meinst du denn das ? Etwa so :Hätten die Grenzer sich nach der Schicht in ihren VW gesetzt und wären nach Hause zu Mutti gefahren?


Joo @Gert so in etwa wie die Jungs vom BGS damals ! Aber ich hab doch geschrieben , "Es ist lange vorbei "

Und heute ist es müssig ,wie hätte ,wäre ,könnte ,würde es gekommen sein !

MfG Fritze Schönen Sonntag rheinabwärts ! Hatte heute drei Enkel (zwei vom Niederrhein ) zu Besuch .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#78

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 18.07.2015 23:11
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Jobnomade im Beitrag #69
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #66
Zitat von Schakal im Beitrag #63
Glaube heute und auch zur damaligen Zeit würde man einen
Krieg als Luftkrieg beginnen und nicht mit Panzern, die den Antifaschutzwall durchbrechen.


Das mag ja so sein, von den SED-Funktionären wurde aber stets behauptet, dass die Grenzsicherungsanlagen einzig und
allein zum Schutz der DDR-Bevölkerung vor einem Angriff aus dem Westen errichtet wurden ("Antifaschistischer Schutzwall").

Das der gesamte Aufbau der Grenze, mit den Sperrgebieten auf dem Gebiet der DDR, dazu im Widerspruch
stand, wurde beharrlich ignoriert.

Wenn die Gefahr tatsächlich nur von westlicher Seite bestanden hätte, dann wäre es doch überhaupt
nicht notwendig gewesen, die DDR-Bevölkerung von der Grenze fernzuhalten.




rot: Um Gottes Willen !!!!
Natürlich mussten wir unser werktätiges Volk von der Grenze fernhalten, um es vor dem imperialistischen Feind zu beschützen !
Schliesslich hatten unsere Werktätigen die Aufgabe, den Sozialismus in Ruhe aufzubauen und den Übergang zum Kommunismus vorzubereiten.
Den imperialistischen Feind hätten wir Grenzer schon im Falle eines Angriffs mit Hilfe unserer verbündeten NVA und der Sowjetarmee auf seinem eigenen Territorium vernichtend geschlagen !!!

Zur eigentlichen Frage, "warum nicht... ausschliesslich Berufssoldaten...."

Ich rechne mal ein bisschen.... hier meine Ausgangsdaten:

Länge innerdeutsche Grenze ohne Berlin 1400 km - 1949..1990 41 Jahre
Grenze Bln West :
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und Berlin(Ost): 43,1 km
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und dem Umland: 111,9 km
Summe: 155 km - 1961 - 1990 29 Jahre

Länge des Abschnitts einer Grenzkompanie: 15..20 km
Sollstärke GK: ca. 100 Mann

Quelle: https://books.google.de/books?id=kR_bBQA...ompanie&f=false
(deckt sich mit meinen persönlichen Erinnerungen an Grenzdienst in der Rhön 1979/80 , Battalionssicherung)
Nach meinen Erinnerungen bestand die GK zu etwa 2/3 aus Wehrpflichtigen (dazu rechne ich Soldaten, Gefreite - 18 Monate und Uffz- 3 Jahre) und
zu 1/3 aus Berufssoldaten (dazu rechne ich BUffz - 10 Jahre, Fähnriche und Offiziere)

Die Grenze war an 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr zu sichern, 1/4 der Kompanie waren "draussen".

Nun, machen wir mal die Rechnung - aus Durchschnittswerten:
(Berlin hatte eine höhere Postendichte, ich weiss... die praktischen Ergebnisse waren noch viel dramatischer als die Ergebnisse meiner Rechnung )

Wenn ich 15..20 km Grenze mit 100 Mann rund um die Uhr sichern kann, brauche ich ca. 6 Mann pro Km.
Für 1400 km also 8400 Mann - 41 Jahre lang.

Für die 155 Km Grenze zu West-Berlin komme ich bei der gleichen Rechnung auf 155 x 6 = 930 Mann - 29 Jahre lang.

Zusammenfassung:
innerdeutsche Grenze 41 Jahre x 8400 Mann = 344 400 Mann-Jahre
Westberlin-Grenze 29 Jahre x 930 Mann = 26 970 Mann-Jahre

Ergibt in Summe: 371 370 Mann-Jahre eines Schichtarbeiters, "rollende Woche".

Wenn ich mehr als die Hälfte davon mit ca. 150 Mark Sold und 18 Tagen Urlaub pro Jahr abspeisen kann, hab ich schon bisschen gespart - natürlich auf Kosten der übrigen Volkswirtschaft.

Ich stell jetzt mal die kühne These auf:
Bei gleichem Personalbestand und 100 % Berufssoldaten wären die direkten Personalkosten deutlich höher gewesen (Berufssoldaten für 150 Mark pro Monat waren nicht zu bekommen !!) und die Pleite des Staates DDR wäre etwas früher gekommen.

Klar - Geld kann man einfach drucken, kein Problem. Und Preise für stabil erklären.
Kurzzeitig funktioniert das schon - auf lange Zeit hingegen nicht....

Ausserdem: wäre ja irgendwie schade, wenn in diesem Forum nur ehemalige Berufssoldaten schreiben würden...wäre doch langweilig.
Ich hätte mich da bestimmt nicht angemeldet.

Gruss Hartmut







Eine schöne Theorie, nur muss man beim Personalbedarf bei den BS noch X% dazunehmen und dann erhöht sich die Zahl.
Es gab doch in den Reihen der GT Berufssoldaten, die nicht für den Grenzdienst bestätigt waren. Dazu zähle ich mich und dann könnte ich eine Liste
aufmachen. Nur ein Beispiel, in Glöwen hatten wir einen KC, der blieb zu Hause wenn seine Kompanie Richtung Zaun verlegt wurde.
Micha


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#79

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 19.07.2015 17:40
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #69
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #66
Zitat von Schakal im Beitrag #63
Glaube heute und auch zur damaligen Zeit würde man einen
Krieg als Luftkrieg beginnen und nicht mit Panzern, die den Antifaschutzwall durchbrechen.


Das mag ja so sein, von den SED-Funktionären wurde aber stets behauptet, dass die Grenzsicherungsanlagen einzig und
allein zum Schutz der DDR-Bevölkerung vor einem Angriff aus dem Westen errichtet wurden ("Antifaschistischer Schutzwall").

Das der gesamte Aufbau der Grenze, mit den Sperrgebieten auf dem Gebiet der DDR, dazu im Widerspruch
stand, wurde beharrlich ignoriert.

Wenn die Gefahr tatsächlich nur von westlicher Seite bestanden hätte, dann wäre es doch überhaupt
nicht notwendig gewesen, die DDR-Bevölkerung von der Grenze fernzuhalten.




rot: Um Gottes Willen !!!!
Natürlich mussten wir unser werktätiges Volk von der Grenze fernhalten, um es vor dem imperialistischen Feind zu beschützen !
Schliesslich hatten unsere Werktätigen die Aufgabe, den Sozialismus in Ruhe aufzubauen und den Übergang zum Kommunismus vorzubereiten.
Den imperialistischen Feind hätten wir Grenzer schon im Falle eines Angriffs mit Hilfe unserer verbündeten NVA und der Sowjetarmee auf seinem eigenen Territorium vernichtend geschlagen !!!

Zur eigentlichen Frage, "warum nicht... ausschliesslich Berufssoldaten...."

Ich rechne mal ein bisschen.... hier meine Ausgangsdaten:

Länge innerdeutsche Grenze ohne Berlin 1400 km - 1949..1990 41 Jahre
Grenze Bln West :
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und Berlin(Ost): 43,1 km
Länge der Grenze zwischen Berlin(West) und dem Umland: 111,9 km
Summe: 155 km - 1961 - 1990 29 Jahre

Länge des Abschnitts einer Grenzkompanie: 15..20 km
Sollstärke GK: ca. 100 Mann

Quelle: https://books.google.de/books?id=kR_bBQA...ompanie&f=false
(deckt sich mit meinen persönlichen Erinnerungen an Grenzdienst in der Rhön 1979/80 , Battalionssicherung)
Nach meinen Erinnerungen bestand die GK zu etwa 2/3 aus Wehrpflichtigen (dazu rechne ich Soldaten, Gefreite - 18 Monate und Uffz- 3 Jahre) und
zu 1/3 aus Berufssoldaten (dazu rechne ich BUffz - 10 Jahre, Fähnriche und Offiziere)

Die Grenze war an 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr zu sichern, 1/4 der Kompanie waren "draussen".

Nun, machen wir mal die Rechnung - aus Durchschnittswerten:
(Berlin hatte eine höhere Postendichte, ich weiss... die praktischen Ergebnisse waren noch viel dramatischer als die Ergebnisse meiner Rechnung )

Wenn ich 15..20 km Grenze mit 100 Mann rund um die Uhr sichern kann, brauche ich ca. 6 Mann pro Km.
Für 1400 km also 8400 Mann - 41 Jahre lang.

Für die 155 Km Grenze zu West-Berlin komme ich bei der gleichen Rechnung auf 155 x 6 = 930 Mann - 29 Jahre lang.

Zusammenfassung:
innerdeutsche Grenze 41 Jahre x 8400 Mann = 344 400 Mann-Jahre
Westberlin-Grenze 29 Jahre x 930 Mann = 26 970 Mann-Jahre

Ergibt in Summe: 371 370 Mann-Jahre eines Schichtarbeiters, "rollende Woche".

Wenn ich mehr als die Hälfte davon mit ca. 150 Mark Sold und 18 Tagen Urlaub pro Jahr abspeisen kann, hab ich schon bisschen gespart - natürlich auf Kosten der übrigen Volkswirtschaft.

Ich stell jetzt mal die kühne These auf:
Bei gleichem Personalbestand und 100 % Berufssoldaten wären die direkten Personalkosten deutlich höher gewesen (Berufssoldaten für 150 Mark pro Monat waren nicht zu bekommen !!) und die Pleite des Staates DDR wäre etwas früher gekommen.

Klar - Geld kann man einfach drucken, kein Problem. Und Preise für stabil erklären.
Kurzzeitig funktioniert das schon - auf lange Zeit hingegen nicht....

Ausserdem: wäre ja irgendwie schade, wenn in diesem Forum nur ehemalige Berufssoldaten schreiben würden...wäre doch langweilig.
Ich hätte mich da bestimmt nicht angemeldet.

Gruss Hartmut







Hartmut du hast die Rentensprüche vergessen, stell dir vor die würden als ehemalige Berufssoldaten jetzt auch noch von der Deutschen Rentenversicherung Rente beziehen und das vom ehemaligen Gegner.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#80

RE: Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

in Grenztruppen der DDR 20.07.2015 08:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #73
Zitat von damals wars im Beitrag #72
Der volkswitschaftliche Schaden durch den Entzug der Arbeitskräfte/GWD-leistende war schon imens, gerade wir an der Grenze hatten ja viele Spezialisten, habe ich jedenfalls so in Erinnerung.


Hier wäre mal interessant zu erfahren, wie die Verteilung der Grundwehrdienstleistenden auf die Altersklassen von 18 bis 26 (?) Jahren war.
Die meisten dieser "Spezialisten" werden wohl gerade die Berufsausbildung oder das Abitur hinter sich gebracht haben.
Ich weiß, es gab auch Ausnahmen, wie unseren Mitstreiter @Jobnomade .


Nach meiner Erinnerung.... Kaltenwestheim bzw Vacha 1979/80 waren ca. 1/3 der Soldaten und Gefreiten zwischen 23 und 26, mich eingeschlossen. Viele von ihnen verheiratet/Familienväter. Da die betreffenden in der Regel Facharbeiter waren (Realschule + 2 Jahre Lehrzeit, dh. Berufsabschluss mit 18) waren sie demzufolge schon ein paar Jahre im Beruf. Abiturienten wurden in der Regel gleich nach dem Abi gezogen.
Ich war als Soldat/Gefreiter und Diplomingenieur mit 1 Jahr Berufspraxis nach Studienabschluss der Exot.
Unteroffiziere, die sich für 3 Jahre verpflichtet hatten, wurden mit 18, gleich nach Facharbeiter-Abschluss oder Abitur gezogen.
Mein Zugführer in Vacha war Abiturient und kam nach 1 Jahr Offizierhochschule als Unterleutnant an die Grenze. Er hatte sich für 3 Jahre verpflichtet. Der einzige Offizier - so meine Erinnerung - zu dem ich einen wirklich guten Draht hatte.
Der Polit in Kaltenwestheim, ein Leutnant, war nach meiner Erinnerung 2 Jahre jünger als ich....wir gingen uns aus dem Weg, trotzdem wir in der gleichen Partei waren. Er war ein pfurztrockener Apparatschik, der sich in erster Linie als Vorgesetzter verstand.
Aber... ich schweife ab.... genug geschwafelt.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
21 Mitglieder und 49 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DerKurze
Besucherzähler
Heute waren 1671 Gäste und 121 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14354 Themen und 556984 Beiträge.

Heute waren 121 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen