#1

Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 26.11.2013 20:57
von Hans55 | 762 Beiträge

Hallo,miteinander!
Immer,wenn ich so etwas lese http://www.huffingtonpost.de/2013/11/26/..._n_4341596.html lese ich zwischen den Zeilen,der faule Ossi und der fleißige Wessi! Oder habe ich schon was an der Waffel und bilde mir das ein!
Das wird wohl wieder heiße Rentendebatten geben,die am Ende auch nichts bringen!


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#2

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 26.11.2013 21:28
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von Hans55 im Beitrag #1
Hallo,miteinander!
Immer,wenn ich so etwas lese http://www.huffingtonpost.de/2013/11/26/..._n_4341596.html lese ich zwischen den Zeilen,der faule Ossi und der fleißige Wessi! Oder habe ich schon was an der Waffel und bilde mir das ein!
Das wird wohl wieder heiße Rentendebatten geben,die am Ende auch nichts bringen!


Ach was - das sollte man alles ganz ruhig sehen. Solange sich noch über die Verteilung gestritten wird dürfte klar sein das es noch etwas zu verteilen gibt. Der Westen hilft dem Osten? Weswegen nicht, die meisten Ossis arbeiten doch auch im Westen - der Osten hilft sich somit selbst.


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#3

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 04:02
von SET800 | 3.103 Beiträge

Hallo,
eine "Ungerechtigkeit" gibt es im Rentenrecht die sich im Ost-West-Unterschied ausdrückt.

In der DDR wurde schon ab 1960-1965 mit enormen staatlichen Aufwand das Krippen- Kindergarten- und Ganztagesschulsystem ausgebaut.

Ein Teil der Mütter leistete dort ihre Haushaltsarbeit im Kollektiv, teils anderswo in der Industrie und im Handel.

Unabhängig von der pädgogischen Frage ob gut oder nicht, es verschafft den Ost-Müttern heute recht gute Renten, auch bezahlt eben durch den Krippen- und Schulaufwand des Staates.

West-Mütter dagegen auch oft damals mit 2 - 4 Kindern machten auf Krippe, Kindergarten und Nachmittagsbetreung OHNE Staatsaufwand zu hause und bekommen heute für die 10 oder 15 Jahre Hausfrauentätigkeit nur eine lächerliche Rentengutschrift.

3 - 4 Kinder selbst komplett zu betreuen ist ebenso wertvolle Arbeit wie im HO-Laden Milch zu verkaufen oder in Staßfurt Radios zusammenzulöten.

Kopfrechnen:
Ganztageseinrichtungen haben einen Personalschlüssel inkl. Putzen, Hausmeister, Gebäudeerhalt, Einrichtungsleitung und Küche von etwa 1:3 - 1:4. Von daher wäre je Kind ohne Ganztagesschulen-, Kindergarten- und Krippenbesuch eine Rentenanwartschaft wie sie für 1/4 Stelle in dem Bereich entstand angemessen. Bei Schulen den Personalschlüssel ohne die Lehrkräfte für Vormittagsunterricht angenommen!



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#4

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 09:00
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #3
Hallo,

Ein Teil der Mütter leistete dort ihre Haushaltsarbeit im Kollektiv, teils anderswo in der Industrie und im Handel.
Unabhängig von der pädgogischen Frage ob gut oder nicht, es verschafft den Ost-Müttern heute recht gute Renten, auch bezahlt eben durch den Krippen- und Schulaufwand des Staates.
...



Da rot bzw grün markierte erschließt sich mir nicht so richtig...
Und unabhängig von der Wertigkeit von Kindererziehungsarbeit ausschließlich im häuslichen Bereich, wie er in der ehemaligen BRD bis in die 90-er Jahre praktiziert wurde: Diese spülte ja perse erstmal keine müde Mark in irgendeine Kasse geschweige in die Rentenkassen.
Dadurch aber, daß zu DDR-Zeiten die Frauen (mit Kindern) fast flächendeckend voll(-schichtig) arbeiteten wurde - zumindest seinerzeit in die Rentenkasse der DDR Rentenbeiträge duch Diese Frauen eingezahlt (un nicht nur da; auch andere Sozialbeiträge und Steuern wurden durch diese Frauen erwirtschaftet).
Das der Staat DDR dann Pleite war steht hier an dieser Stelle erstmal auf einem anderen Blatt...

Die aktuelle (und meiner Meinung nach rein gefühlte) "Ungerechtigkeit" dürfte Ihre Ursachen einerseits in der immer noch abwandernden Arbeitnehmerschaft in den Westen haben (was ja dazu führt, das im "Osten" der Republik z.B. unter anderen die Rentenempfänger verbleiben) und andererseits in dem teils gravierend unterschiedliche Löhngefüge zwischen Ost und West zurückzuführen sein (niedrige Löhne führen ja auch zu niedrigeren Abgaben..- und am Ende aber auch zu niedrigeren Renten...-ein Teufelskreis...
"Gefühlt" deswegen, weil es ja an dieser Stelle egal ist, in welchem Winkel der BRD heutzutage die Rentenkassen gefüllt werden.
Edith: Zitat eingekürzt...


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 27.11.2013 09:41 | nach oben springen

#5

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 09:28
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Diese ganze Renten -(Neid) -Debatte kotzt mich seit Jahren an. Die Kassen sind immer leer, obwohl zwei Zeilen weiter von
Überschüssen berichtet wird und von Überlegungen, den Beitrag zu senken. Scheinbar spinnt sich hier jeder profilierungs-
süchtige Schreiberling sein eigenen Ding zusammen.
Aber warum ? Steht wird der Keil zwischen Ost und West aufs Neue ein Stück weiter dazwischen getrieben, so wächst es
sich sicher gut und völlig schmerzfrei zusammen.
Dann kommt der Fingerzeig : "Die Ossis kriegen mehr Rente als wir !" und "Meine Frau bekommt fast nichts!"
Wie groß war der Anteil der Damen im Westen, im Gegensatz zu denen im Osten, die voll gearbeitet haben, und das über
Jahrzehnte ? Klar gibt es dafür mehr Rente als für Gartenpflege und Kaffeeklatsch mit der Freundin. Oder fürs Mittagessen
kochen, wenn der "Ernährer" nach Hause kommt.
Außerdem liegt die Höhe der Rente an dem Wert der Rentenpunkte, die aus Ostzeiten nach wie vor geringer bewertet werden.
Man stelle sich vor, es gäbe nur einen bundesweit einheitlichen Wert, das Geschrei wäre noch größer.
Und letztendlich stellt sich die Frage, wer hat die Punktebewertung festgelegt ? War das ein Diktator oder
eine von den Bürgern demokratisch gewählte Regierung, die Mehrheit der Wähler aus den alten Bundesgebiet ?
Warum nicht jetzt, nach 40 Jahren "Entbehrung" im Osten, nach 40 Jahren Mitleid und Bedauern für die armen Brüder und Schwestern in der Zone
eine kleine Entschädigung und Wiedergutmachung für die erduldeten kargen Jahre unter russischer Knechtschaft ? Es wurde doch damals immer so viel von Solidarität mit denen hinter der Mauer gefaselt, jetzt kann sie gezeigt werden, ohne Neid und Klagen.
Übrigens, die reichsten Rentner sitzen nach wie vor im Westen, wie kommt das wohl zustande ?
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#6

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 09:34
von Udo | 1.258 Beiträge

Wenn ich schon höre: "Ich bin Hausfrau und Mutter." bekomme ich ...
Wo ist der Brech-smiley????


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#7

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 09:54
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #6
Wenn ich schon höre: "Ich bin Hausfrau und Mutter." bekomme ich ...
Wo ist der Brech-smiley????


Mach doch den Job erst mal,dann kannste Kotzen.


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#8

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 10:02
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und was ist daran schlimm, wenn sich eine Frau dafür entscheidet @Udo ?

Ich habe mich nach dem Tod von meinem Mann auch so entschieden. Während seiner Krankheit sind meine 4 Kinder (zwischen 6 und 16) und ich an Grenzen gekommen. Meine Kinder und ich mussten uns neu zurecht finden. Ihre Schulbildung und seelische Genesung in einem entspannten Rahmen, wo die Mutter immer ansprechbar war, war mir zu dem Zeitpunkt wichtiger als meine persönliche Selbstverwirklichung im Beuf. Dank der Witwen - und Waisenrente und Kindergeld konnten wir uns das leisten, auch wenn wir der Gürtel materiell enger schnallen mussten.

Ich würde vorsichtig sein mit dem Brech-smiley.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 27.11.2013 10:34 | nach oben springen

#9

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 10:49
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #7
Zitat von Udo im Beitrag #6
Wenn ich schon höre: "Ich bin Hausfrau und Mutter." bekomme ich ...
Wo ist der Brech-smiley????


Mach doch den Job erst mal,dann kannste Kotzen.



Da will ich zustimmen. Wenn eine Frau mehrere Kinder großzieht und die Bude in Schuss hält und der "Ernährer" (kann auch SIE sein) sich auf seinen Job konzentrieren kann, der ihn mehr als 8 Stunden fordert und sich für die häuslichen Werkeleien verantwortlich fühlt, ist das schon eine Arbeitsteilung, die m.E. im Wesentlichen gleichberechtigt betrachtet werden sollte. Was Anders ist es, wenn "Er" geschlaucht nach Hause kommt und dann noch der Abwasch dreckig rumsteht und er noch zum Einkaufen geschickt wird. Da hört der Spaß auf.
Als meine Frau Hausfrau war, den Sohn großzog (ich war im Außendienst tagelang unterwegs), ihre kranke Mutter zu versorgen hatte und sich um die Belange des Mietshauses (8 Wohnungen) kümmern mußte, litt sie immer unter der Tatsache, daß am Ende des Tages niemand sieht, was sie gemacht hat. Das Essen hat geschmeckt und weg ist es und die Wäsche liegt sauber im Schrank. Bei mir dagegen sah man etwas vom Tagewerk, wenn im Außengelände unseres EH wieder etwas fertiggestellt war. Kann es nachvollziehen. Ich habe versucht ihr bewußt zu machen, daß sie mit ihrer Arbeit erst die Voraussetzungen damit schafft, daß ich mich um Job und Bau kümmern kann und habe es konsequent vermieden, von "meinem" Geld zu sprechen, welches ich nach Hause bringe, immer nur von "unserem" Geld.



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zuletzt bearbeitet 27.11.2013 10:50 | nach oben springen

#10

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 11:10
von Udo | 1.258 Beiträge

Ok, ok, ich gebe zu, dass mit dem Brechsmiley war ein bisschen voreilig verallgemeinert. Es kommt natürlich auf die jeweilige Situation an. Es liegt wohl daran, dass ich unrühmliche Beispiele in meiner näheren Umgebung habe.


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#11

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 11:11
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Es ging doch hier um Rente und deren Höhe, und da kann eine Hausfrau und Mutter, bei aller Anerkennung der Leistung,
die unzweifelhaft ist, nicht erwarten, das sie eine Rente in Höhe der eines Industriearbeiters im Schichtsystem bekommt.

Viele Frauen im Westen dagegen gingen nie artbeiten, oder höchstens mal so ganz nebenbei 2 Std. am Tag, das Geld
des Ehemannes reichte damals. Und um die geht es, hier entwickelt sich der Neid zur ehemals berufstätigen Ostfrau.
Einfach auf Grund unterschiedlicher Lebensverhältnisse und Erfordernisse.
Deshalb hilft der Alleinverdiener West den Doppelverdienern Ost ????????
Welch ein Blödsinn, aber Neid wird durch Medien gefüttert, Zwietracht auch. Man sieht es täglich in den News.
.


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zuletzt bearbeitet 27.11.2013 11:12 | nach oben springen

#12

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 11:47
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Neid und Zwietracht.....
- zwischen Ost und West
- zwischen Frauen und Männern
- zwischen Arbeitenden und Menschen in der Kindereziehung (die ja dafür sorgen, das auch später mal noch etwas in die Rentenkassen eingezahlt werden)
- zwischen..... ach was weiss ich nicht noch alles...

Das Prinzip ist uralt und heisst "divide et impere"
(teile und herrsche).

Ich habe in meinem beruflichen und privaten Wanderleben durch Ost und West überall fleissige und weniger fleissige kennengelernt...
Aber: haut euch ruhig weiter - die Mächtigen freuts.
So seid Ihr von dem Mist abgelenkt, den diese verzapfen.

Wolten wir in unserem Forum nicht versuchen, ein wenig uns in Ost und West gegenseitig zu verstehen, ein Sück Deutsche Einheit zu verwirklichen, indem man sich in die Position des Anderen versetzt, durch kluge, sachliche Argumentation ???

Nur mal so zum Nachdenken.
Vielleicht sehe ich das auch falsch, kann ja sein

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#13

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 11:49
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11

Welch ein Blödsinn, aber Neid wird durch Medien gefüttert, Zwietracht auch. Man sieht es täglich in den News.
.


Da muss man aber für Neid und Zwietracht anfällig sein. Ich kenne keinen Menschen in meiner persönlichen, realen Umgebung, der auf den Zug der Medien aufspringt. Im Gegenteil. Es mag gut sein, dass ich solche Menschen unbewußt meide.

Das Problem ist eher, dass sich Politiker von Medien und Meinungsforschungsinstituten und nicht zuletzt von Lobbyisten leiten lassen, als dass sie dem Volk aufs Maul schauen. Ich habe noch nie so geballt Menschen die BILD Zeitung lesen gesehen, wie im deutschen Bundestag während der Sitzungen.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 27.11.2013 12:35 | nach oben springen

#14

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 12:03
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Eine Neid Debatte? Ja - ist es wohl.
Wie welche Tätigkeit in der Vergangenheit heute aufgerechnet wird ist keine ökonomische sondern eine politische Frage. Ein Fakt ist da das die DDR schon erkannt hatte das man etwas für zukünftige Beitragszahler machen muss. Das hat man wohl in DEUTSCHLAND sehr lange vernachlässigt.
Auch wenn man heute sehr gern so tut als ob die BRD die DDR annektiert hat, sollte man nicht vergessen das die DDR der BRD beigetreten ist!
In der Vergangenheit wühlen und versuchen altes gegeneinander aufzurechnen ist eigentlich armselig, nicht nur im Bezug auf die Renten.


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#15

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 13:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich weiß nicht, immer wenn die Meckerei West-Ost los geht denke ich daran das die Alt-BRD uns mit dem ganzen Saftladen genommen hat und irgendwie habe ich für die Ost-Arbeitszeiten beim Rentenauszug den durchschnittlichen Westlohn drinstehen.


Jobnomade und CASI haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 13:19
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #13
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11

Welch ein Blödsinn, aber Neid wird durch Medien gefüttert, Zwietracht auch. Man sieht es täglich in den News.
.


Da muss man aber für Neid und Zwietracht anfällig sein. Ich kenne keinen Menschen in meiner persönlichen, realen Umgebung, der auf den Zug der Medien aufspringt. Im Gegenteil. Es mag gut sein, dass ich solche Menschen unbewußt meide.
...
LG von der grenzgaengerin


Stimmt, man muß anfällig sein dafür. Leider habe ich im Verlaufe meiner Berufstätigkeit in BaWü viele Menschen (Kunden) kennengelernt,
bei denen eine gewisse Mißgunst zumindest unterschwänglich vorhanden war. Offen ins Gesicht sagen es die Wenigsten.
Vielleicht ist es in anderen Regionen nicht so, aber ich habe es so erlebt. Die im Osten haben nichts, können nichts, sind faul gewesen,
aber WIR müssen denen jetzt die Rente zahlen !
.
P.S.: Mir fällt gerade ein, in Niedersachsen waren solche Vorurteile nicht so prägnant vorhanden. Liegt es an der geografischen Lage ?


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 27.11.2013 13:22 | nach oben springen

#17

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 13:22
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Irgendwann irgendwo hatte ich mich schon mal sinngemäß so geäußert, daß Kindererziehung, egal ob mit Zeit-und/oder Geldaufwand viel stärker bei der Berentung berücksichtigt werden muß. Es gibt offizielle Zahlen, was es kostet, ein durchschnittliches Kind mit durchschnittlichen Bedürfnissen über einen durchschnittlichen Zeitraum bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit großzuziehen. Glaube, das ist der Gegenwert eines kleinen EFH. Nicht zu reden noch von den vielen immateriellen Verzichten, die Eltern auf sich nehmen. Da lasse ich das Argument nicht gelten, das ist alles Privatsache, ob ich mir ein Kind "antue" oder dafür lieber das Leben genieße und Eltern mit Kindern, später Enkeln ja auch viel Freude haben. Wenn das Privatsache ist, dann sollte Rente auch Privatsache sein und nicht, daß anderer Leute ihre Kinder die Rentner unterhalten, die wie oben ihre Moneten lieber für andere Freuden des Lebens ausgegeben haben. Auch lasse ich hier nicht gelten, daß manche keine Kinder bekommen können. Da kann sich, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu da sind, auch anders eingebracht werden.



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.11.2013 13:30 | nach oben springen

#18

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 13:28
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #16
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #13
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #11

Welch ein Blödsinn, aber Neid wird durch Medien gefüttert, Zwietracht auch. Man sieht es täglich in den News.
.


Da muss man aber für Neid und Zwietracht anfällig sein. Ich kenne keinen Menschen in meiner persönlichen, realen Umgebung, der auf den Zug der Medien aufspringt. Im Gegenteil. Es mag gut sein, dass ich solche Menschen unbewußt meide.
...
LG von der grenzgaengerin


Stimmt, man muß anfällig sein dafür. Leider habe ich im Verlaufe meiner Berufstätigkeit in BaWü viele Menschen (Kunden) kennengelernt,
bei denen eine gewisse Mißgunst zumindest unterschwänglich vorhanden war. Offen ins Gesicht sagen es die Wenigsten.
Vielleicht ist es in anderen Regionen nicht so, aber ich habe es so erlebt. Die im Osten haben nichts, können nichts, sind faul gewesen,
aber WIR müssen denen jetzt die Rente zahlen !
.
P.S.: Mir fällt gerade ein, in Niedersachsen waren solche Vorurteile nicht so prägnant vorhanden. Liegt es an der geografischen Lage ?


Abgesehen vom geistigen Niveau hängt das von Grundeinstellungen ab, die auch mit noch so knallharten Fakten nicht geändert werden können, aber es könnte auch damit zusammenhängen, daß so mancher es nicht sehen kann, daß andere an seinen materiellen Wohlstand heranreichen könnte und schon gar nicht "die aus dem Osten". Wer viel hat, hat möglicherweise auch mehr Angst, etwas von dem Vielen abgeben zu müssen.
Habe solche Typen auch kennengelernt, aber es war eine geringe Prozentzahl, meine ich.



zuletzt bearbeitet 27.11.2013 14:09 | nach oben springen

#19

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 13:30
von Diskus303 | 485 Beiträge

@DoreHolm

Zitat von DoreHolm im Beitrag #17

...
Auch lasse ich hier nicht gelten, daß manche keine Kinder bekommen können. Da kann sich, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu da sind, auch anders eingebracht werden.


Wie meinst Du das und/ oder was willst Du damit zum Ausdruck bringen?


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 27.11.2013 13:30 | nach oben springen

#20

RE: Wieder muß der Westen helfen??

in Themen vom Tage 27.11.2013 13:30
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #15
Ich weiß nicht, immer wenn die Meckerei West-Ost los geht denke ich daran das die Alt-BRD uns mit dem ganzen Saftladen genommen hat und irgendwie habe ich für die Ost-Arbeitszeiten beim Rentenauszug den durchschnittlichen Westlohn drinstehen.



So sieht mein Rentenauszug auch aus, @Grenzwolf62. Bislang rund 35 Arbeitsjahre - das Studium zählt nicht mit.
Aber hingegen auch die 18 Monate "Friedenswacht an der ehemaligen Innerdeutschen". Sind schlicht und einfach "Wehrdienst".
Ich wüsste auch nicht, worüber ich mich da beklagen soll.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 27.11.2013 13:31 | nach oben springen



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