#101

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 24.11.2013 23:16
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #100
Na dann hier mal etwas für die Zahlenmenschen:

Im scharfen Kontrast zu den beinahe hysterischen Aktionen der elitären Meinungsführerschaft gegenüber der untergegangenen DDR steht die beeindruckende Forschungsarbeit von Prof. Gerhard Heske, einen tragfähigen ökonomisch-statistischen Vergleich „DDR – BRD“ vorzulegen, der faktisch objektivere Erkenntnisse als bisher ermöglicht. Heske hat dazu die archivierten statistischen Primärdaten der DDR-Wirtschaft ab 1950 einer kritischen Revision und Neuberechnung auf „Preisbasis 1995 in Euro“ unterzogen und mit einem umfangreichen methodischen Apparat unterlegt. Die akribische Vorgehensweise des Autors Heske beeindruckt durch die sachgerechte Datenaufbereitung und tief greifende statistische Systemanalyse ebenso wie die damit neu gewonnene Qualität der Ergebnisse für den ökonomischen DDR- BRD – Vergleich. Nachstehend sollen wesentliche Hauptergebnisse mit Schwerpunkt 1950 bis 1989 hervorgehoben werden, die für eine breitere Information derjenigen Leserschaft wichtig erscheinen, die noch keinen direkten Einblick in diese neuen Forschungsergebnisse Heskes hat.

Und hier die Zahlen http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m3309.pdf

Un hier etwas zum wissenschaftlichen Hintergrund von Herrn Heske:

Die nun von Prof. Dr. Gerhard Heske (ehemaliger Abteilungsleiter der DDR-Zentralverwaltung für Statistik, später im Statistischen Bundesamt in Berlin) als Resultat vieljähriger wissenschaftlich-statistischer Arbeit vorgelegte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung für die DDR darf als kleine wissenschaftliche Sensation gelten und wird sich sicherlich zu einem Grundlagenwerk der DDR-Wirtschafts- und Sozialgeschichte, aber auch der systemvergleichenden DDR/BRD-Wirtschafts- und Sozialgeschichte entwickeln. Zum ersten Mal liegt zudem für die Zeit von 1950 bis 1989 auch eine gesamtdeutsche Berechnung des Bruttoinlandproduktes vor.

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/...en/ausgabe=5006

Und hier noch ein ZEIT - Intervew http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/gerhard-heske-ddr

LG von der grenzgaengerin


Links sind nicht schlecht, schreib mal drauf los


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#102

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 24.11.2013 23:51
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Er hat einfach in seiner Arbeit festgestellt: Die DDR hat zwar die BRD überholt, aber leider ohne sie einzuholen.
Aber trotzdem kam zum Schluß das stolze Ergebnis 44,5:100 für die Kapitalisten
Knapp daneben ist eben auch vorbei.
Aber innerhalb Deutschlands doch noch Vizemeister und Silbermedaille ist ja auch besser als nichts.
Nach der Wende haben die Wessis das Gleiche gemacht wie die Russen und durch die Deindustrialisierung waren es 1991 wieder nur 31,1% des Vorvereinigungsstandes.
Das es nichts mit Gold wurde,lag an den Russen, der zu spät gebauten Mauer und natürlich den Umständen.

Alles in allem also doch eine Erfolgsgeschichte, nur eben mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern.


zuletzt bearbeitet 24.11.2013 23:58 | nach oben springen
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#103

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 00:34
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #101

Links sind nicht schlecht, schreib mal drauf los



Was soll ich darauf schreiben? Einfach dem link im link folgen und auf folgendes Dokument treffen :

Zu den äußeren Hemmfaktoren der DDR-Wirtschaft in den 70er und 80er Jahren

Nach dem Ende der DDR erscheint der Einfluss externer Hemmungen auf den Misserfolg des realen DDR-Sozialismus in der Literatur und den Medien meist unterbelichtet oder sogar vernachlässigt. Die vordergründige, oft emotionelle Diskussion der planwirtschaftlichen und der politisch-ideologischen Hemmnisse für die DDR-Entwicklung hat die Aspekte der externen, d. h der äußeren und außenwirtschaftlichen Hemmfaktoren überdeckt bzw. verdrängt. In dem Bestreben, eine hartnäckige „DDR-Nostalgie“ mit der Wurzel auszurotten, wird derzeit offiziell eine einseitige politisch-moralische Abrechnung mit der DDR-Gesellschaft vordergründig kolportiert.

Dabei ist es evident, die externen Hemmfaktoren nicht nur auf die Endphase der DDR-Existenz zu beziehen, sondern bereits an die Geschichte nach Kriegsende und die anschließende harte Systemabgrenzung anzuknüpfen, weil sich hieraus gravierende Folgewirkungen bis hin zum
DDR-Ende ergeben haben.


http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m3009.pdf

LG von der grenzgaengerin


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#104

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 00:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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Und wem das noch nicht genug ist, kann hier weiterlesen:

Seit nunmehr 22 Jahren lernen wir, dass die deutschen Staatsschulden wesentlich aus den Lasten der Wiedervereinigung 1990 resultieren. Sie sind sozusagen monetarisierte Solidarität. Das klingt beruhigend und sogar plausibel, blickt man auf die für jedermann sichtbaren Großinvestitionen in Autobahnen, Städtebau, Badeseen und sonstige Infrastruktur.

Blühende Landschaften haben ihren Preis. Wir waren bereit, ihn zu bezahlen. Warum aber haben dann die westdeutschen Gemeinden von 1989 bis 1996 ihre Schulden um 45 Milliarden Mark von 121 auf 166 Milliarden erhöht, die Ost-Gemeinden aber im gleichen Zeitraum nur insgesamt 39 Milliarden Mark aufgenommen? Die westdeutschen Länder verdoppelten gar zwischen 1989 und 1996 ihre Schulden - wegen der Bruderhilfe für ihre ostdeutschen Kollegen?


Teil 1 http://www.heise.de/tp/artikel/36/36915/1.html

Von Taschenspielertricks des Autors bei den Tabellen des ersten Teils sprachen einige Leser - dabei stammten die Zahlen direkt aus dem Bericht der Deutschen Bundesbank vom März 1997. Auch die vom Autor bezweifelte Aussage, ein großer Teil der Schulden der Bundesrepublik Deutschland beruhe auf der Wiedervereinigung, lässt sich beispielsweise 2009 in einem Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegen.

Teil 2 Die fiktiven Schulden der DDR http://www.heise.de/tp/artikel/36/36931/1.html

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 25.11.2013 00:48 | nach oben springen
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#105

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 09:49
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #87
Das ganze lief doch so ab, dass grundsätzlich keine schlechten Nachrichten nach oben gemeldet wurden. Von den Kreisverwaltungen, bzw den SED-Kreisleitungen. Letztere bekamen ihre, ungeschönten, realistischen Einschätzungen von den Kreisdienststellen der Staatssicherheit geliefert. In der Wendezeit äußerte sich ein MfS-Offizier aus Seelow, "dass die SED-Kreisleitung die Berichte ungelesen in den Papier geschmissen hat". Seitens des MfS wurde umfassend über die Versorgungsmängel und den anderen gravirenden Problemen berichtet. Ohne Erfolg! Der schöne Schein wurde weiter gewahrt.

Gruß Uwe


Genau das hat mir ein ehemaliger MfS-Mitarbeiter in Erfurt gesagt, der in unserer Firma nach der Wende zuerst als Arbeiter eingestellt wurde und später als Anwednungstechniker arbeitete. Unser Bezirksfürst Müller hat kritische Berichte vom Tisch gewischt. Das war dann lt. Ansicht meines Kollegen dann auch wohl der entscheidende Grund, daß sich die führenden Leute im MfS zur Wendezeit an den überlieferten Ausspruch vom Sachsenkönig Friedrich August III hielten,der da lautete "Macht doch euren Dreck alleine" und weitestgehend inaktiv blieben.



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#106

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 10:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich denke mit dem Schein wahren ist auch eine Medaille mit zwei Seiten. Die andere war die Angst, vor dem Volkeszorn bei gravierenden Veränderungen, die seine Ursache im 17. Juni hatte.

Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit vor dem XI. ? Parteittag der SED 1986 ? erinnern. Da wurde heftigst diskutiert, was er nun bringen wird - den Alten eine kräftige Rentenerhöhung oder den Jungen noch mehr sozialpolitische Maßnahmen. Von den Älteren wurde das mit ziemlicher Leidenschaft diskutiert, dass man als jüngere am liebsten mit dem Kinderwagen einen großen Bogen um sie machte. Und was ist beim Parteitag rausgekommen? In meiner Erinnerung wurden beide "bedient".

Das fiel mir ein als ich folgenden Beitrag las:

Honecker: Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik

1970/71 kam es wegen fehlender Zulieferung und neuer Gerüchte über Preissteigerungen in der DDR wieder zu einem verbreiteten Unmut unter den Arbeitern. In Polen gab es aus gleichen Gründen Streiks und Unruhen. Unter diesen Umständen stellte auch die neue Staatsführung unter Erich Honecker nach dem Machtwechsel 1971 die ökonomischen Erfordernisse hinten an und verkündete auf dem VIII. Parteitag der SED die "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik", auch, um die neue Regierung vor der Bevölkerung zu legitimieren.

Das neue wirtschaftspolitische Programm sah für die folgenden Jahre eine Erhöhung des Lebensstandards und eine Verbesserung der sozialen Leistungen unter einem angestrebten hohen Wirtschaftswachstum vor, was sich nachfolgend wieder positiv auf die Leistungskraft von Bevölkerung und Wirtschaft auswirken sollte. Dabei wurde vorausgesetzt, dass ein höherer Lebensstandard automatisch auch mehr Leistung nach sich ziehen müsste.


http://www.ndr.de/geschichte/grenzenlos/...100_page-3.html

LG von der grenzgaengerin


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#107

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 16:30
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17
Als ehemaliger Erfurter erfreue ich mich an der schönen jahrhunderte alten Altstadt, die nach der Wende mit viel Liebe und noch mehr Geld restauriert wurde. Ein Schmuckstück für die Stadt. Und jedesmal wenn ich dort bin, sage ich mir im stillen auf, Müller(Ex SED Chef von Erfurt) du hast es doch nicht geschafft. ( das Plattmachen)


hallo,
eine Anmerkung dazu daß Plattmachen wohl nicht das politisch-wirtschaftliche Ziel war.
In Görlitz las ich in einem Cafe Broschüren-Jahrbücher über die Stadtgeschichte von 1986, 1987, 1988, dort freute sich der Bürgermeister über den annnährend abgeschlossendne Wohnungsneubau und den Beginn der doch sehr teuren Gebäudesanierungen in der Altstadt.
Ebenso im Frühjahr 1986 in Freiberg, dort waren die Baumaßnahmen zur altbasanierung auch schon begonnen worden.

So wie ich las hies die Alternative annährend EINE Altbauwohnung sanieren oder DREI Plattenwohnungen neu bauen.....


Aber wer Argumente hat daß das falsch wäre, bitte.


Rein kapitalistisch lief daß aber annährend ebenso in der BRD, z.B. in Minden gab es 1960 noch viel Altbausubstanz an Ritterstraße, Weingarten, um die Siemeonskirche usw., erste Gebäudererhaltungen begannen um 1966 , aber viel, viel verfiel und wurde plattgemacht.



Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 19:08
von schnatterinchen (gelöscht)
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Mal ne Frage SET,

hast du die Ruinengebiete in DDR Städten jemals gesehen?
Von wenigen renovierten Vorzeigeprojekten mal abgesehn war der Niedergang der Altbausubstanz in allen Städten der DDR nicht mal mehr mit Transparenten und roten Fahnen zu verbergen.
Da bestand einerseits kein Wille die Altbauten zu sanieren und andererseits fehlten die Mittel dazu.
Ruinen schaffen ohne Waffen lautete damals ein beliebter Spruch in der DDR Bevölkerung.


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#109

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 19:19
von 94 | 10.792 Beiträge

In Dresden ging in 40 Jahren mehr Wohnraum hin als in einer einzigen Februarnacht. Ist zwar bissel übertrieben, aber ...
Und gleich noch ein 'Aber', also Negation der Negation. So erfreuen sich die Städt der Verflossenen heute über zusammenhängende Gebiete aus der Gründerzeit welche von den Bausünden der 50er und 60er im Westen verschont wurden.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#110

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 19:36
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #108
Mal ne Frage SET,

hast du die Ruinengebiete in DDR Städten jemals gesehen?
Von wenigen renovierten Vorzeigeprojekten mal abgesehn war der Niedergang der Altbausubstanz in allen Städten der DDR nicht mal mehr mit Transparenten und roten Fahnen zu verbergen.
Da bestand einerseits kein Wille die Altbauten zu sanieren und andererseits fehlten die Mittel dazu.
Ruinen schaffen ohne Waffen lautete damals ein beliebter Spruch in der DDR Bevölkerung.



Ja man hat den Altbau schleifen lassen das ist nicht zu bestreiten.Aber es war nicht überall so.Zum Beispiel: wurde ein Teil der Altstadt am Stadthafen in Rostock schon zu DDR-Zeiten saniert und neu aufgebaut.


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#111

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 19:59
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #108
Mal ne Frage SET,

hast du die Ruinengebiete in DDR Städten jemals gesehen?
Von wenigen renovierten Vorzeigeprojekten mal abgesehn war der Niedergang der Altbausubstanz in allen Städten der DDR nicht mal mehr mit Transparenten und roten Fahnen zu verbergen.
Da bestand einerseits kein Wille die Altbauten zu sanieren und andererseits fehlten die Mittel dazu.
Ruinen schaffen ohne Waffen lautete damals ein beliebter Spruch in der DDR Bevölkerung.


ein anderer Spruch war bei uns verbreitet,
was ist der Unterschied zwischen das Mittelmeer und der DDR
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#112

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 25.11.2013 19:59
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #110
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #108
Mal ne Frage SET,

hast du die Ruinengebiete in DDR Städten jemals gesehen?
Von wenigen renovierten Vorzeigeprojekten mal abgesehn war der Niedergang der Altbausubstanz in allen Städten der DDR nicht mal mehr mit Transparenten und roten Fahnen zu verbergen.
Da bestand einerseits kein Wille die Altbauten zu sanieren und andererseits fehlten die Mittel dazu.
Ruinen schaffen ohne Waffen lautete damals ein beliebter Spruch in der DDR Bevölkerung.



Ja man hat den Altbau schleifen lassen das ist nicht zu bestreiten.Aber es war nicht überall so.Zum Beispiel: wurde ein Teil der Altstadt am Stadthafen in Rostock schon zu DDR-Zeiten saniert und neu aufgebaut.




Erfurt hatte ja auch das Glück des weitestgehenden Altstadterhaltes ( "nur" etwa 1.000 Bomben sind gefallen), aber für dafür enorme Kosten, diese größtmöglich zu erhalten. Darüber war nicht jeder Stadtkämmerer sehr glücklich. Manchmal wurde insgeheim Dresden beneidet, da konnte großflächig neu gebaut werden. Es war aber schon so, daß insbesondere in der Altstadt (Andreasviertel z.B.) mit viel mittelalterlichem Fachwerkbau so manches verfiel. Geplant war da, ausgesuchte Objekte und Gassenzüge zu sanieren und den Rest in einem an diesem Stil angelehnten Baustil neu zu bauen. Außerdem sollte ein Teil dem Inneren Ring weichen. Die Krämerbrücke war ja schon zu DDR-Zeiten UNESCO Kulturgut und bekam Fördermittel.
E war aber tatsächlich so, daß auch Altbauten straßenzugweise saniert wurden, i.d.R. Bausubstanz aus der Jahrhundertwende oder Anfang des 20. Jahrhunderts (Bad-, Innentoiletten- und Balkonanbau). Glaube, das schon mal irgendwo geschrieben zu haben.



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#113

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 17:39
von Gebi (gelöscht)
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Ich habe mal in der Versammlung eine Frage an den Kreissekretär der SED gestellt, wann die Straßenbahnhaltestelle zum Schutz mit einem Geländer eingefriedet würde. Ich würde mit meinem Betrieb auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen.

Darauf die Antwort: Genosse G, wollen Sie eine Haltestelle oder den Frieden ?.

Da habe ich dann doch den Frieden genommen. Der ganze Saal hat flachgelegen.

Das sagt doch alles, oder ?

Gruß Gebi


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#114

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 17:45
von Gebi (gelöscht)
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hallo,

wo sind die Bilder aus der Zeit. Meine sind auf DIA. Habe leider keine Zeit, diese aus dem Keller zu holen. Manchmal ist aber noch was in der Zeitung. Das sah schon grausam aus. Ich hatte selbst eine Altbauwohnung im Prenzlauer Berg. Keine Dusche, Ofenheizung und kein Brot, wenn ich von der Arbeit kam. Aber die Kneipe an der Ecke hatte immer auf. Das Rostbrätel mit einem Bierchen kam ja nur 2,50 Mark.


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#115

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 17:50
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Zitat von Gebi im Beitrag #114
hallo,

wo sind die Bilder aus der Zeit. Meine sind auf DIA. Habe leider keine Zeit, diese aus dem Keller zu holen. Manchmal ist aber noch was in der Zeitung. Das sah schon grausam aus. Ich hatte selbst eine Altbauwohnung im Prenzlauer Berg. Keine Dusche, Ofenheizung und kein Brot, wenn ich von der Arbeit kam. Aber die Kneipe an der Ecke hatte immer auf. Das Rostbrätel mit einem Bierchen kam ja nur 2,50 Mark.



Und so war es Überall,sah gut aus wenn man im Winter über eine Stadt gesehen hat,Qualm über Qualm Schwärzer gings manchmal nicht.
Wirklich Schade das sich das alles geändert hat


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#116

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 17:52
von Gebi (gelöscht)
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In Zwickau war der Schnee besonders schwarz.

Gruß


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#117

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 18:34
von schnatterinchen (gelöscht)
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Was heißt es wurde vielerorts mit der Altstadtsanierung begonnen?
Die Wohnbezirke bestanden oft aus Gebäuden aus der Zeit um 1900.
In Leipzig waren da ganze Straßenzüge völlig verwahrlost. Da war nichts mehr zu machen von wegen Sanieren.Die sind von alleine eingefallen.
Da wohnten manchmal noch eins zwei Menecken in so einem verlotterten Haus.
Auf dem Dach wuchsen schon die Birken.
Ich erinnere mich noch an die Dauerüberdachungen aus diesen Holzkonstruktionen der Gehwege,zum Schutz vor Steinschlag.
Das hat ausgesehen damals.
Die KWVs waren völlig überfordert.


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#118

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 19:12
von damals wars | 12.183 Beiträge

Ich weiß auch noch, wie die alten Häuser in Merseburg aussahen, als sie abgerissen worden. Kein Mensch wollte mehr in den alten Bruchbuden hausen, ohne Wanne, ohne Klo. Da war so eine Neubauwohnung wie ein Sprung ins nächste Jahrtausend. Bei mir machte sich keine Sehnsucht breit nach Kohlen holen und Asche wegbringen, nach Freitags wird gebadet(war eh meistens Sonnabend) Kaltwäschen im Waschhaus u ä. .


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#119

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 26.11.2013 20:24
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #117
Was heißt es wurde vielerorts mit der Altstadtsanierung begonnen?
Die Wohnbezirke bestanden oft aus Gebäuden aus der Zeit um 1900.
In Leipzig waren da ganze Straßenzüge völlig verwahrlost. Da war nichts mehr zu machen von wegen Sanieren.Die sind von alleine eingefallen.
Da wohnten manchmal noch eins zwei Menecken in so einem verlotterten Haus.
Auf dem Dach wuchsen schon die Birken.
Ich erinnere mich noch an die Dauerüberdachungen aus diesen Holzkonstruktionen der Gehwege,zum Schutz vor Steinschlag.
Das hat ausgesehen damals.
Die KWVs waren völlig überfordert.


Sowas gibts heute noch in Berlin an manchen Häusern, die bislang unrenoviert blieben.



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#120

RE: Bild meint: "So würde die DDR heute aussehen"

in Das Ende der DDR 10.02.2014 19:16
von Gelöschtes Mitglied
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.in Sachen Städtplanung und Wohnungsbau .
Auch in Dresden wurde massiv Wohnungen/Kindergärten abgerissen.Dafür gab es Geld.
Heute steigen die Mieten und es sind kaum Wohnungen vorhanden.Private Investoren bauen Wohnungen zu Mietpreisen,die sich der kleine Mann nicht leisten kann.Heute wird gejammert,das es nicht genug Plätze in Kindereinrichtungen gibt.


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